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"
BIBLIOGRAPHIA GEOGRAPHICA
PALAE8TINAE.
ZUNÄCHST
KRITISCHE UEBERSICHT
GEDRÜCKTER UND UNGEDRÜCKTER BESCHREIBUNGEN
REISEN INS HEILIGE LAND.
TITUS EGBLEß.'r»
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VH*. . •' * f
LEIPZIG
VERLAG VON S. HIRZEL.
1867.
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Das Recht der Uebersetzung ist Vorbehalten.
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VORBEMERKUNGEN.
1865 pilgerte ich nach Palästina, hauptsächlich im Vorhaben,
Nazareth und seine Umgebungen sorgfältig zu durchforschen und darüber,
nachdem über drittehalb hundert Zitate für diese galiläische stadt zu einer
Vorarbeit gesammelt waren, mit kritischer zugabe bericht zu erstatten.
Ungünstige umstände riethen \mir vor dem berge Karmel in der rhede
von Haifa, auf den abstecher nach dem nur noch sieben stunden ent-
fernten bestimmungsorte zu verzichten . Da ward denn bald, gleichsam
zum tröste für den gescheiterten plan, der entschluss gefasst, vorliegen-
des werk in angriff zu nehmen .
Der leser erhält eine Übersicht der geographischen litteratur von
Palästina in einer ausführlichkeit, dass dadurch der grund gelegt wird,
auf dem andere weit leichter und fester fortbauen, ein- und anbauen
mögen. Meine grundlegung in solchem umfange würde selbst auf einer
der reichhaltigsten bibliotheken unmöglich geworden sein, wenn ich nicht,
wandernd von land zu land in Europa, sowol zu vielen bücherschätzen
zutritt hätte erlangen können, als von wolwollenden , zu dank mich ver-
pflichtenden männern in Deutschland und Russland unterstützt worden
wäre. Wie ich wesentlich darauf hielt, in Palästina selbst mich genauer
umzusehen, auf dass ich in den stand gesetzt werde, eigene Wahrneh-
mungen und beobachtungen in meinen Schriften niederzulegen , so war
auch mein streben beharrlich dahin gerichtet, dass ich selber die bücher
zur hand bekomme, nicht bloss um ihr dasein zu bezeugen, sondern auch
um den titel richtig zu schreiben und den werth, wenigstens in beziehung
auf Palästina, anzuschlagen. So kommt es, dass neues ans licht gezogen,
zweifelhaftes in Sicherheit gebracht, irriges preisgegeben wird. Übrigens
bleibt, wie niemand lebendiger davon überzeugt sein kann als es der Ver-
fasser selbst ist, immer noch viel zu thun. Kein landeskundiger und
litteraturkenner, der mein buch beurtheilen will, wird nicht mängeln be-
gegnen; ich darf jedoch , ohne einen schwerem vorwurf der Unbeschei-
denheit auf mich zu laden, zugleich behaupten, dass ich jedem, auch
dem kundigsten, manches, ich möchte sagen, vieles biete, was ihm bisher
dunkel oder unbekannt war.
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IV
Neben den ergebnissen der autopsie gibt es freilich auch viel kopir-
tes. Aus besorgniss, den beamteten und angestellten zu viel mühe zu
verursachen, schrieb ich selbst auf den bibliotheken , wenn es sich nur
um verschiedene außagen handelte, nicht selten einfach den katalog ab;
sogar derjenige zuverlässigerer antiquare musste mir hier und da dienen .
Liesen kopien schenke ich wirklich mehr vertrauen als manchen aus den
bibliographischen werken, und wenn daraus fehler hierher überschlichen,
so wird man mich wol nicht in strengerem sinne verantwortlich machen .
La ich seit etwa dreissig jahren für diesen zweig des Wissens thätig
war, so entsprang, zu meinem bedauern, eine nicht ganz gleiche behänd -
lung , theils weil ich anfangs vorzüglich auf Jerusalem bedacht nahm,
theils weil ich immer gründlicher zu werke ging . Eine recht beklagens-
werte Ungleichheit ist noch die, dass zumal die zweite abtheilung des
buches nicht universell genug aus fiel , indem die deutsche litteratur zu
sichtlich überwiegt Ler engländer oder amerikaner , der franzose, italie-
ner, Spanier, holländer , Skandinavier, slave u. s. fi mag nicht wenig
lücken fühlen. Für ihn wird es indessen ein leichtes sein, einige seiner
nazionallitteratur auszufüllen. Immerhin dürften wichtigere werke kaum
vermisst, vielmehr manche Schriften weg gewünscht werden. Hingegen
war, wo möglich, die durchgängige Verbindung der bibliographie mit der
kritik fast einzig in der ersten abtheilung durchaus beabsichtigt, und
in der zweiten kommt bibliokritik darum selten vor , weil mir dünkte,
dass die produkte der aügenzeugen ungleich grössere aufmerksamkeit
verdienen.
Ler pater J. Gagarin, S. J., sagt in der wol durchdachten anzeige
meines Theodericus (Etudes religieuses, historiques et litteraires. Paris 1865,
sept., s. 122): Nous possedons deja plusieurs listes d* ouvrages sur la
Terre-Sainte; il s’agirait seulement de les collationner enire eiles, de les
completer les unes par les autres , et d’y ajouter quelques notes dans
lesquelles on signalerait les diverses editions de chaque ouvrage, et les
bibliotheques qui renferment les manuscrits. In wie fern ich die aufgabe
löste, mag man nach dem folgenden beurtheilen.
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ÜBERSICHT DES INHALTES.
' Vorgang in der Übersicht der werke 1 ff.
Erste abtheilung. Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augen-
zeugen 5 ff.
Zweite abtheilang. Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst
wahrscheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen 207 ff.
4 *
Dritte abtheilung. Ansichten und karten. *
a. Ansichten 227 ff.
b. Karten 232 ff.
Register 249 ff.
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Vorgang in der Übersicht der werke.
Eine Übersicht der quellen zur landeskunde von Palästina gaben unter
andern :
1582. Michael Aitsinger. Der ausführliche titel seines buches, wie
derjenige anderer Schriften wird später angegeben werden. Er nennt als seine
Vorgänger in der beschreibung der Terra Promissionis den Brocardus Mo-
nachus (1283), den Joannes Mandeuill (1322), Bredenbachius (1 483), Petrus
Apianus (1532), Jacobus patriarcha Ierosolymitanus (1536), Gerardus Mer-
cator (1537), Wolfgangus Weyssenburgius (1 542), Tillmannus Stella (1 557),
Guilhelmus Postellus (1561 und 1563) und andere. Ich setze in dieser Über-
sicht stets das jahr des druckes und zwar dann, wenn mehrere ausgaben
vorhanden sind, wo tliunlich, das letzte voran.
1590. Johannes van Adrichom. Seinem Theatrum Terr® Sanct»
hängte er hinten ein quellenverzeichniss an, das viel sorgfältiger ausgearbeitet
und vollständiger ist als das von Aitsinger. Besonders bemerkens werth ist
es, dass derselbe auch mehrere handschriften , wie den Fretellus, benutzte,
und er ist heute noch nicht ohne belehrung.
1713. Alphons Lasor a Varea. Universus Terrarum Orbis scriptorum
calamo delineatus. Patav. Im 2. theil s. 296 ff. das verzeichniss der autoren
über das h. Land, das aber nicht sehr genau ist. Z. B. steht Frebelli (statt
Fretelli) Archid. Antioch., de Terr® Sanct® locis. Nach Grässe’s Trds. 4,
115 ist der wahre narne des Verfassers Rafaello Savonarola.
1719. Giovanni Francesco Gemelli (ediz. Venez.). Im 1. bändchen
seines Giro del Mondo findet sich vorne ein Catalogo de' Viaggiatori, e delle*
loro Opere. Raccolte de’ Viaggi, Viaggi in diverse parti del Mondo, dann
auch Viaggi d’Asia und Viaggi della Palestina.
1766. Wilhelm Albert Bachiene. Im 1. th. des 1. bd. sind die hülfe-
mittel der erdbeschreibung von s. 1 — 26 angegeben.
1784. Joh. Georg Meusel, Bibliotheca historica, scriptores dePal®stina
2, 70 sqq. Lip&. Gut brauchbar. S. Bitter, 2. ausgabe f 15, 31, Julius Petz-
holdt, Bibliotheca bibliögraphica. Leipzig 1866, 774.
1787. Gottlieb Heinrich Stuck, Verzeichniss von filtern und neuern
Land- und Reisebeschreibungen. 2. Theil mit vollständigem Realregister.
Halle. 8. Darin viel brauchbares.
T o b 1 e r , Bibliograpbia. 1
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2
1790. Johann Joachim Bellermann, Handbuch der biblischen Litera-
tur. Erfurt. 8. Im 2. theil die biblische geographie von 6 bis 157. Eine
gelehrte, gute Zusammenstellung.
1808. G. Boucher de la Richarderie, Bibliothfcque universelle des
Voyages. Paris. Im 4. torne, p. 398 sqq. sind viele pilgerbllcher angeführt.
Die namen der autoren stehen manchmal so verschrieben, wie Madgen für
Meggen, Sapelruche für Sarebruche, dass sie kaum erkannt werden können.
Vgl. 3. Wander. 426.
1811. Chateaubriand. Pariser ausgabe von 1811 (2. ausg.), Intro-
duction, second Mömoire, I, LXXV1 sqq. Eine oberflächliche Zusammen-
stellung ohne bibliographische genauigkeit, zum theile mit kopiefertiger Wie-
derholung von fehlem des Boucher de la Bicharderie.
1823. Ernst Fr. Karl Rosenmüller, Handbuch der biblischen Alter-
thumskunde. Im 1. b. s. 6 bis 130 die erkenntnissquellen. S. Ritter 15,23.
1827. Joachim Heinrich Jäck, Taschen-Bibliothek der wichtigsten . .
See- und Landreisen. Nürnberg. Im 3. bändchen vorne eine kurze und
flüchtige Übersicht der reisen nach Palästina seit 1500 jahren.
1835. H. Berghaus, Memoir zur Karte von Syrien. Gotha. S. 1 bis
21. S. Ritter a. a. o. Auch Marinus Didericus de Bruyn von Utrecht gibt
in einem memoir zu seiner karte von Palästina die quellen an.
1845. S. Munk. S. 654 sqq. eine beachtenswerthe , z. b. Chateau-
briand streng und gerecht richtende, Note sur-les Voyages en Palestine.
1845. Fr. Arnold. S. unten sub hoc anno sein Zion, 620—622.
1845. Lud. Lalanne, des pMerinages en terre sainte avant les Croi-
sades in der Bibliotheque de l’ficole des Chartes. Paris. Im 2. th. (2 öme
sörie), s. I sqq. Brauchbar.
1847. X. Marinier. Vorne im 1. band s. VII ff. eine übersieht mit
wenigen beachtenswerthen notizen.
1 848. John Kitto, Palestine, the Bible Hist, of the Iloly Land. Lond.
IV bis XXIII. Ritter a. a. o.
1850. Karl Ritter. Seine meist kritisch und mit Sorgfalt zusammen-
gestellten quellen finden sich sowol 15, 23 bis 81, als auch 16, 302 ff.
Ein sehr lehrreiches stück arbeit.
1851. G. H. van Senden. Im 1 . theil, in den Aanmerkingen trifft
man von s. 331 an eine Übersicht der Schriften, die von fleiss zeugt.
1853. Vivien de Saint-Martin , les vieux Voyages ä la Terre-Sainte
du XIV me et XV me siede, in den Nouvelles Annales de Voyages, 1853. 1,
53; 3, 36. Jahresübersicliten auch in der Ann£e göographique von 1862,
1863, 1864 und 1865. Zu vgl. la Syrie et les Terres Bibliques in der
Revue germanique publice par Ch. Dollfus et A. Nefftzer (Paris), 1858, 423
sqq. Alles lesens werth, doch wenig neues.
1854. Laorty-Hadji. Elfte ausgabe 525 sqq. Notice par ordre chrono-
logique des Relations de Voyages dans la Terre Sainte, imprimöes ou manu-
scrites. Die Übersicht, die vom Bordeauxerpilger bis zum Volney reicht,
gewährt einige belehrung.
1856. Eduard Robinson. Im 2. band der Biblical Researches, als
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Appendix I, Chronological list of Works on Palestine, Jerusalem, and Mount
Sinai, von s. 533 bis 555. Ein vortreffliches, kritisch gediegenes verzeich-
niss; allein der Verfasser, wie Julius Petzholdt (Bibliotheca bibliographica.
Leipzig 1866. 805) irren sich, wenn sie glauben, dass dasselbe bis zurzeit
Breydenbachs und Fabri’s nahezu, wo nicht ganz vollständig sei. Wichtigem
werken ist ein stern vorangesetzt.
1857. Alessandro Bassi. In seinem Pellegrinaggio storico e descrit-
tivo, l, 233 sqq., steht eine keineswegs umfassende, mithin auch nicht be-
friedigende Bibliografia Palestina, die vom 4. Jahrhundert an bis auf Burck-
hardt kommt, nach ihm aber nur noch Mislin anführt, und die namen der
autoren nicht immer richtig wiedergiebt.
1857 f. Wilhelm Engelmann. Bibliotheca geographica. Verzeich-
niss der seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zu Ende des Jahres
1856 in Deutschland erschienenen Werke über Geographie und Reisen mit
Einschluss der Landkarten, Pläne und Ansichten . . Mit einem ausführlichen
Sach-Register . . Leipzig, W. Engelmann, 1857 f. 8. 2 hälften. Palästina und
Jerusalem 118—122, 136—156, 1092, 1094 f.
1858. F. Geisheim. In seinem Locliner (s. sub anno 1435) 54 — 57
eine ergänzung meiner litteratur in der Topogr. 1.
1858. H. Bonar. In seinem Land of Promise, 2. ed., 517 — 525.
Der Verfasser gab sich mühe, neues aufzubringen und zu sagen.
1858. H. Jolowicz. Seine Bibliotheca Aegyptiaca, Leipzig, enthält
viele Schriften, die auch Palästina angehen.
1858. Lorenz Clem. Gratz. Im Schauplatz s. 618 bis 634 ein ziem-
lich ausführliches verzeichniss, hier und da mit kritischen, aber etwas ein-
seitigen bemerkungen. S. unten sub anno 1848.
1858. C. W. M van de Velde. Sein Memoir to accompany the Map
of the Holy Land enthält s. 7 sqq. ein, wenn auch sehr lückenhaftes, doch
sehr beachtenswerthes verzeichniss von Flavius Josephus bis auf Stewart
(1857); besonders iu kartographischer beziehung lehrreich.
1859. Titus Tobler. Beiträge zur Litteratur finden sich im 1. buch
der Topographie XI ff. und im 2. b. 1007 ff., in der 3. Wanderung 413 ff.,
auch 361 ff. Ausserdem haben einiges literarische in teresse im ‘Ausland’,
1861, s. 6 ff.: Das heilige Land und die Italiener, 1862, s. 2033 f.: Das
heilige Land und die Griechen, in der Zeitschrift ‘ Die Schweiz', 1863: Das
heilige Land und die Schweizer.
1860. Karl von Raumer. Das quellenverzeichniss zeugt von einer
geschickten auswahl; dazu gute kritische bemerkungen.
1861. Fulgence Rignon, Annales du Commissariat gänäral de la
Terre Sainte k Paris, ibi 1861, darin von s. 80 bis 99 Liste des princi-
paux ouvrages imprimäs ou manuscrits sur la Terre Sainte. Das verzeich-
niss ist theilweise durch Verstümmelung der namen unter aller kritik; doch
enthält es auch manches nutzbare oder manchen guten wink.
1861 ff. Julius Petzholdt, Neuer Anzeiger für Bibliographie und Biblio-
thekwissenschaft (Dresden), darin sein Verzeichniss einer Sammlung von
Reisen ins Heilige Land, 1861, 273 ff., 337 ff. ; 1. Nachtrag 1862, 118 ff.,
2. von F. L. Hoffmann das. 120 ff., 141 ff., 183 ff., 244 ff., 285 ff.; 1863,
1*
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6 ff., 47 ff., 75 ff, 107 ff. Nur s. 108, 109 u. 110, so wie 1866, 253—256
rührt wieder das verzeichniss von Petzholdt her. Das ganze, das 96 seiten
zählt, ist zwar nicht umfassend, aber doch reich und lehrreich und in biblio-
graphischer beziehung das genaueste. Eine Übersicht der Übersichten gibt
J. Petzholdt in seiner Bibliotheca bibl., verweisend auf Raumer (803), E. Ro-
binson (804), K. Ritter (807), Tobler (807 f.), van de Velde (809), Petzholdt
und Hoffmann (811).
1864. A. v. Noroff. Addition ä la bibliographie de la Terre Sainte,
in seiner Übersetzung von Daniers Pölerinage en Terre Sainte, 208 — 217.
Das verzeichniss enthält manches neue, und ist besonders durch den eintrag
russischer und polnischer Palästinareisen werthvoll. Man darf den Verfasser
mit mehr oder minder vertrauen zitiren, da er eine grosse bibliothek besitzt,
und nur das als beitrag aufnahm, was er selbst sah.
Die werke von Flavius Josephus sind nächst der bibel die hauptquellen
für die alte geographie. Ausser der amsterdamer-ausgabe von Siegbert Haver-
kamp, 1726, 2 bände in folio, welche das griechische original mit der latei-
nischen Übersetzung enthalten, verdient auch die griechische ausgabe von
Dindorf (Parisiis 1854) berticksichtigung. Zu erwähnen sind ferner die
distanzangaben des Antoninus Augustus im Itinerarium Provinciarum, wovon
eine ausgabe 1519 in Florenz, eine andere in Lyon sine anno apud haeredes
Simonis Vincentii, eine dritte 1575 in Basel veröffentlicht, noch andere von
And. Schott (Col. Agripp. 1600), von P. Wesseling (Amstelaed. 1735), sowie
von ö. Parthey und M. Pinder (Berol. 1848) besorgt wurden. Einen ausreichen-
den auszug enthält nach der florentiner-ausgabe Reland’s Palästina, 1. 2. c. 4.
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ERSTE ABTHEILUNG.
Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augenzeugen.
Schriften, die ich nicht benutzen konnte, werden in der ersten abtheilung vorne mit einem
Sternchen (*) bezeichnet.
333. Dör ungenannte pilger von Bordeaux. Nach C. A. Walckenaer,
der für den I. band der Histoire des Croisades von Michaud eine vortreff-
liche abhandlung über die Schrift dieses pilgers abfasste (s. 485 bis 508)
erschien die 1. ausgabe sine loco 15S8 durch Peter Pithou, in sehr klein 12.,
38 s. Ich fand in Leyden: Itinerarivm a Bvrdigala Hiervsalem vsque et
ab Heraclea per Aulonam et per vrbem Romam Mediolanum vsque. Ante
annos mille et ducentos simplici sermone scriptum, ex antiquissimo exemplari
nunc primum editüm. 1589. 12. S. 1. Den gleichen, aber abgekürzten titel
sah ich, ebenfalls mit der jahreszahl 1589, in der vatikanischen bibliothek.
In der Vorrede wird vom ms. nur gesagt, dass demselben auch beigefügt sei
des Antoninus Itinerarium illud publicum Viarum militarium sive regionum
et evectionum, welches aus dem gleichen exemplar früher schon herausgegeben
worden sei: cui ut et hoc inposterum conjungi possit, Patissonii cur® et
Studio debebitur. Anfang : Sic, civitas Burdigala. Ende : Explicit Itinerarium.
Ex cod. V. C. De verbis gallicis . . Das leydner-exemplar hat wenige werth-
volle handschriftliche bemerkungen. Es ist klar, dass, trotz des kurzen Zeit-
raums, die ausgaben von Pithou und Patisson verschieden sind. Schott und
Wesseling, so wie Parthey und Pinder gaben mit dem Itinerarium des Anto-
ninus auch das Itinerarium Hierosolymitanum heraus. Im 3. th. des Itinfraire
von Chateaubriand (Paris 1811), 223 sqq., erschien die pilgerschrift nach
der ausgabe von Wesseling. Was für eine ausgabe J.-P. Migne für seinen
Patrologi® Cursus completus, t. 8. p. 791, benutzte, kann ich nicht angeben.
S. im theolog. Litteraturblatt von J. H. Keusch (Bonn 1866) J. B. Haneberg’s
anzeige meines Theodericus 38. Eine handscbrift, schmal 8., aus dem 8. jahr-
hundert, sah ich auf der Stiftsbibliothek in Verona, cod. 52, p. 126: Itinera-
rium ab Bordigala ad hierusalem. Nach dem cod. in dieser stadt wurde in
der Revue arch&dogique, august 1864, das Itinerarium mit all* den Schreib-
fehlern, dergleichen man in der edizion von 1589 reichlich trifft, heraus-
gegeben, und James Fergusson bängte 117 sq. daraus einen auszug seiner
neuesten schrift über the Holy Sepulchre (1865), wie Berggren seinem Fla-
vins Jo8ephus 54 f. einen nach der ausgabe von Parthey und Pinder an.
Auch die reichsbibliothek an der rue de Richelieu in Paris enthält nach J. de
Bertou eine hs. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pelerinages 1, 233. Ich ent-
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6
deckte ein stück auf der alten bibliothek der abtei S. Gallen im pergament-
codex nr. 732, kl. 4., aus dem ersten viertel des neunten jahrhunderts. In
demselben kommen von s. 98 — 114 drei fragmente vor. Das erste, wol
aus dem 6. jahrhunderte, beginnt mit den Worten : Hierosolima habet portas
duodecim extra postitia, und schliesst mit: ubi disclpuli uiderunt Dominum
Iesum, postquam resurrexerat a mortuis. Das 2. bruchstück, unter der
rubrik : De uirtutibus Hierusalem, enthält alles, was der Bordeauxpilger von
Neapolis bis Hebron bringt, nur etwas versetzt, so dass Neapolis nach Hebron
kommt. Das 3. stück hebt an: De monte Arminiae exeunt flumina duo,
und endet: et omnes uidentes inclinantes capita sua dormierunt. Deo Gra-
tia. Ich bin gesonnen , sowol das itinerarium des Bordeauxpilgers, als auch
die 2 ungedruckten bruchstücke, so Gott will, ohne lange Zögerung, mit
kritischen bemerkungen herauszugeben. Das jahr, in welchem der pilger
Jerusalem besuchte, ist etwas schwer auszumitteln. Er gibt an, dass er zur
zeit, die auf das j. 333 fällt, als nämlich Flavius Valerius Dalmatius und
Marcus Aurelius Xenopliilus konsuln waren, von Chalcedon am 30. mai weg-
zog und am 26. dezember (des gleichen jahres) nach Konstantinopel zurück-
kehrte. Nimmt man den 26. dezember als den tag des aufbruchs nach
Jerusalem an, so ist allerdings das j. 334 richtig. Man mag in dieser an-
sicht auch dadurch bestärkt werden, dass die reiseroute von dem palästini-
schen Cäsarea sofort nach Heraclea übergeht, ohne mehr Konstantinopel zu
berühren. Von dieser stadt aber setzte er im sommer 333 über den Bos-
phorus nach Chalcedon (Skutari) und verfolgte den landweg bis Jerusalem
und Hebron, schiffte sich dann wahrscheinlich von Cäsarea nach Konstan-
tinopel ein, das er noch einmal im winter besuchte, und trat dann von Hera-
clea aus die rückreise zu lande an. Vgl. Walckenaer 1. c. 503, mein Gol-
gatha 80. Von bedeutendem werth.
C. 339 und 390. Eusebios, bischof von Cäsarea, und der h. Hie-
ronymus von Stridon. Evatßlov . . negl twv totiixlov ovo/ndiwv iv rfj
S-tia ygacpij, vorne der titel : Onomasticon urbium et locorum Sacrae Scripturae :
sev über de Locis Hebraicis, Graecö primüm ab Eusebio Caesariensi, Deinde
Latinö Scriptus ab Hieronymo, In commodiorem verö ordinem redactus, va-
riis additamentis auctus, notisque et Tabulä Geographicä Judaeae illustratus,
Operä Jacobi Bonfrerii . . Recensuit et animadversionibus suis auxit Joannes
Clericus .. Amstelaedami, F. Halma, 1707. Gr. fol. 7 bll., 160 s. Ohne die
bemerkungen von Le Clerc erschien das buch in Paris 1631, 1659, auch als
anhang zu Sanson’s Geographia sacra 1704 (Halma), zur Geogr. sacra des
Carolus a S. Paulo 1711 (Wetsteen), in Ugoliüi Thesaurus Antiqq. sacr. t. 5.,
in den ausgaben der werke von J. Martianay, Paris. 1699, fol., t. 2. p. 385
sqq., und von D. Vallarsius, Verona 1735, fol., vol. 3. p. 131 bis 290. Bei
Vallarsius fehlt nach Raumer (Palästina. 4. Aufl. 4) die Version, die orte
sind für die genesis, das 2. buch Moses’ u. s. f. besonders alphabetisch ge-
ordnet. Ebenso ordnet der pergamentcodex auf der alten Stiftsbibliothek in
S. Gallen, nr. 133 (s. meine ausgabe des Antoninus M. 68 f.), so wie dort
der pergamentcodex nr. 130 aus dem 10. jahrhundert, mit dem anfang: In-
cipit Prologus locorum et nominum, mit dem ende: Explicit liber nominum
ebraicorum feliciter. Schon Melanchthon edirte nach Raumer: Hieronymi
ecloga de locis hebraicis. Wittembergse 1522. Die neueste ausgabe be-
sorgten F. Larsow und G. Parthey, Berol., F. Nicolai, 1 862. Kl. 8. XV, 441 s.
Mit 1 karte und einem vortrefflichen index; ohne diesen aber wäre wegen
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der eigentümlichen alphabetischen Ordnung das zu suchende mit mühe zu
zu finden. Beide herausgeber behandelten kritisch die edizionen von Bon-
fröre, Martianay, Le Clerc und Vallarsius, und verglichen einzig einen dem
texte des Vallarsius mehr oder minder entsprechenden leydener-codex. Die
ausgabe von Le Clerc hat das gute, dass in 3 kolumnen neben einander
steht die freie lateinische Übersetzung des Hieronymus, der griechische text
des Eusebios und die wörtliche lateinische Übersetzung des letztem, mit den
vielen anmerkungen von Bonfröre. Uebrigens enthält die Übersetzung von
Hieronymus auch berichtigungcn und manche zugaben, wie in Bethlehem,
desgleichen neue artikel, wie Bethmacha. S. Robinson B. R. 2, 534, das Vor-
wort von Larsow und Parthey und F. S. Stein’s Eusebius 79 f. (Würzburg,
Thein, 1859). Das wichtigste werk, welches bis auf die neuere zeit über
die alte biblische geographie geschrieben wurde.
In den Schrifterklärungen von Hieronymus findet sich hier und da etwas
geographisches; zumal zu beachten ist aber das sogenannte Epitaphium
Paula*. Der 72. brief des h. Hieronymus de vita, obitu et conversatione
Paulse, in welchem er die denkwürdige Pilgerfahrt der römerin kurz be-
schreibt, findet sich in Epistolarum Sancti Hieronymi pars tertia, tract. XIII.,
Aaij b sqq. Basil., Nicol. Kesler, 1497. Fol. aa bis zz und Aa bis Hh aus-
nahmsweise 8 bll., weil sonst eine Signatur nur 6 bll. zählt. Das epitaphium
auch in Vallarsii ed., I, 690, nach Raumer a. a. o.
C. 520. Theodors. De situ terrae sanctae secundum Theod‘ et de
via filiorum Israel. Diese beschreibung erschien nach einer liandschrift
nr. 4808 der kaiserlichen bibliothek zu Paris in der Revue archöologique,
Paris, august 1864, s. 108 ff., ohne Überschrift, mit den Worten beginnend:
Civitas Hierusalem habens portas majores sex. Eine andere lesart fand ich
zu London im brittischen museum, cod. membran., Cottonian Library, Titus.
D. 3, kl. 8., etwa aus dem 1 2. jahrhundert, s. 6S ff. Diesem enthob ich jene
Überschrift, und glaubte in der abkürzung Theodorus lesen zu dürfen. Einen
auszug nahm ich in die ausgabe des Theodericus, 244 ff., auf. Die abwei-
chungen beider handschriften , so weit ich sie aus der Revue und meinem
auszuge kenne, sind hin und wieder bedeutend, doch nicht wesentlich. Ich
setzte früher (Theod. 247) das alter in die erste hälfte des siebenten jahr-
hunderts, geleitet zunächst vom ausdrucke löwenteich (lacus leonum) oder
löwengrube, weil dem kaiser Heraklius im j. 628 der märtyrer ruhestätte in
Jerusalem gezeigt wurde, welche im 1 2. jahrhunderte löwenhöhle genannt
wurde; allein die wiederholte erwähnung des kaisers Anastasius, einmal
wegen der erbauung des Täufer-Johannesklosters am Jordan, dann deswegen,
weil der Vorgesetzte Urbicius in Konstantinopel unter seiner regirung ge-
storben sei, führt zur vermuthung, dass zu dieser zeit oder bald nachher
die beschreibung abgefasst wurde, und zwar um so sicherer, als sonst keines
kaisers gedacht wird. Die künde ist ganz neu, dass Anastasius in Palästina
ein kloster erbaute, und hätte der Verfasser unter oder bald nach Justinian
gelebt, so würde er weit mehr stoff zu solcher erwähnung gefunden haben,
wie denn auch Antoninus Martyr sich auf Justinian bezog. Die kaiserin
Theodosia, deren gedacht wird, bietet wol für die bestimmung der zeit keinen
halt; denn, davon abgesehen, dass ich ihren namen weder bei Nikephoros
Kallistos, noch bei andern finden konnte, ist es so gut als gewiss, dass man
es hier mit einem Schreibfehler zu thun hat, da nach allen andern angaben
die kaiserin Eudocia, gemahlin des kaisers Theodosios d. j., die kirehe des
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märtyrers Stephan stiftete, und es mithin heissen sollte: ab imperatrice,
uxore Theodosii. Verschrieb der Verfasser doch auch Pelagia auf dem Ölberg
zu Thekla. Was den werth der schrift betrifft, so muss man ihn haupt-
sächlich dem alter beilegen; manche interessante notizen sind erhalten, und
sie werden , und mehr noch , an ein günstigeres licht treten , wenn der text
einmal kritisch gesichtet sein wird. Am meisten stösst sie durch die ausser-
ordentlich mangelhafte rechtschreibung und Ordnung. Die vielen entfernungs-
angaben lassen sich wenigstens zu Vergleichungen verwenden. Vgl. m. Theo-
deric. 244, 246 sqq.
C. 530. 'IfQozlsovg FgaafiaTixov JZvi'txdrjuos wurde mit dem
Antoninus Augustus und dem pilger von Bordeaux in den Vetera Romanorum
Itinera von P. Wesseling zu Amsterdam 1735, 631 — 734, herausgegeben.
Ein trockenes verzeichniss palästinischer und anderer Ortschaften.
G. 570. Die reisegesellschaft des Antoninus Martyr von Piacenza.
De Locis Sanctis quae perambulavit Antoninus Martyr . . Nach hand- und
druckschriften herausgegeben von Titus Tobler. St. Gallen, Huber, 1863.
8. 129 s. Der älteste druck Angers, Avril, 1640, späterer 1680 nach einer
andern handschrift in Bollandi Acta sanctor., maji t. 2. p. X sqq., ein nach-
druck daraus in Ugolini Thesaur. antiqq. sacrar. t. 7. p. 1207 sqq. S. Antonin.
M. 67 ff. Ausser den benutzten codd. sah ich in Wien auf der hofbibliothek
einen sehr schön geschriebenen pergamentcodex, nr. 2432, 4., bl. 35 bis 44,
aus dem 1 2. jahrhundert, und einen andern auf der Universitätsbibliothek in
Berlin, ms. lat. 32, 8., hl. 32 bis 47, pergament, au S dem 15. jahrhundert.
Wesentlich würden mir diese handss. bei herausgabe des Antonins nicht ge-
nützt haben; doch hätte ich einiges verbessern können. 3 codd. finden sich,
nach der angabe Michaud’s (Hist, des Croisades 1, 518), auf der kaiserl.
bibliothek in Paris. Eine vorzügliche abhandlung: Antoninus Martyr, seine
Zeit und seine Pilgerfahrt nach dem Morgenlande, schrieb Fr. Tuch. Leipzig,
Edelmann, 1864. 4. 39 s. Er setzt, ohne ein jalir näher auszumitteln, die
Wanderung in das letzte viertel des 6. jahrhunderts. Vgl. m. Antonin. 57 ff.
Die reiseskizzen, hier und da ohne Ordnung, enthalten viel abergläubisches,
aber doch auch einiges brauchbare. Meine ausgabe enthält so viel berich-
tigungen und auch einige Zusätze, dass die frühem edizionen sich beinahe
überlebt haben.
637. Sophronios, patriarch von Jerusalem. Eine beschreibung der
h. stätten nach der einnahme der h. stadt durch Omer Iben elChattäb in
gebundener rede in Sophronii Anacreontica, welche in Angeli Maii Spicilegium
roman. 4, 57 griechisch und ins lateinische übersetzt 623 enthalten sind.
Man findet in dem gedichte interessante, brauchbare notizen.
G. 670. Der französische bischof Arculf. Adamnani Scotohibemi
Abbatis celeberrimi, De Sitv Terrae Sanetae, Et Quorundam aliorum loeorum,
ut Alexandriae, et Constantinopoleos , Dibri tres Ante annos nongentos, et
amplius conscripti, Et nunc primum in lucem prolati, Studio Jacobi Gretseri.
Ingolstadii, ap. Angermariam, 1619. 4°. 17 bll., l!8s. Mit 3 grund rissen
im text. Wieder gedruckt in Gretseri Opp. omn. t. 4. Ratisb. 1734. Auch
in Mabillon Acta sanctor. ordinis S. Benedicti saec. 3. p. 2. pag. 499. Sancti
Adamnani Abbatis hiiensis de Locis Sanctis ex relatione Arculfi episcopi galli
libb. 3 ebenfalls in J.-P. Migne’s Patrologiae Cursus complet. t. 88. Paris.,
Migne, 1850. Gr. 8. Halbpag. 779 sqq. Nach der ausgabe von Gretser.
Man findet ff. handss. : a . cod. in S. Germain des Prata aus dem 8. jahr-
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hundert. William Reeves, the Life of St. Columba. Dublin, University Press,
1857. 4. S. VIII. b. Cod. lat. 314 auf der k. Staatsbibliothek in München,
aus dem 9. Jahrhundert. Sehr werthvoll, kürzer, gedrängter als der gretser-
sche abdruck, ohne den bailast sed et hoc etiam sancti Arculfi relatione
didicimus u. s. f., hat aber nur die Zeichnung der Zionskirche, c. Der berner-
cod. 582 (s. m. Antoninus Martyr 69 f.), aus dem 9. jahrhundert, enthält auch
den Arculf, der ebenfalls mit planen ausgestattet ist. Ich verglich diese hs.,
und es ergaben sich manche Varianten , aber wenig erhebliche. Vgl. Top. 2,
1020. d. Pergamentcod. in Brüssel, nr. 2921, kl. 4., aus dem 9. jahrhun-
dert. Er ist ziemlich inkorrekt geschrieben, e. Cod. in Salzburg aus dem
9. oder 10. jahrhundert. Reeves a. a. o. f Pergamentcod. in der vatika-
nischen bibliothek, nr. 636 A, fol., aus dem 1 1 . jahrhundert. S. m. Antonin.
M. 70. Gretser standen bei seiner herausgabe eine vatikanische hs., wahr-
scheinlich diese, und ein Cod. Corbeiensis zu geböte. Leider mangeln bei
Migne die verschiedenen lesarten, mit wenig ausnahmen. So viel ich mich
erinnere, fehlen die pläne im cod. vaticanus. g. Cod. in Rheinau aus dem
1 1 . jahrhundert. Reeves a. a. o. h. Pergamentcod., nr. 320 auf der stifts-
bibliothek in S. Gallen, 4., aus dem 12. jahrhundert. Ich verglich ihn an
vielen stellen, ohne wesentlich abweichendes vom gretserschen drucke zu finden.
i. Pergamentener cod. historise eccles., alte nr. 1 54, 4., auf der hofbibliothek
in Wien, aus dem 13. jahrhundert. Er geht bloss bis de monte Oliveti und
ist von sehr untergeordnetem werthe. Ich hätte noch den alten, sehr ver-
stümmelten, sonst sehr schönen pergamentcodex auf dem brittischen museum,
biblioth. Cotton., fol., Tib. D. V, genauer anführen können ; allein dies mag ge-
nügen, weil meine Übersicht ohnehin sehr lückenhaft bleibt. Es dürfte wol der
mühe lohnen, einen nach den druck- und handschriften rezensirten text herauszu-
geben, ohne dass die textkritik ganz bedeutendes zu tage fördern würde. Die
beschreibung rührt von Adamnanus, abte des klosters auf der schottischen insei
Jona oder Icolmkill, her, welcher der erzählung des französischen Jerusalemfah-
rers Arculf folgte, nachdem dieser auf der rückreise durch einen sturm an
die küste dieses eilandes verschlagen war. Bei der feststellung der zeit, in
welche die wallfahrt fällt, halte ich mich an die meldung (1. l.c. 10), dass
etwa 3 jahre vor dem besuche Jerusalems und zwar unter der regirung des
chalif Moawieh (bei Mabillon Majuvias neben Navias, im berner-, wiener-
und s. galler-cod. Mauias, im vorzüglichen münchner-cod. Mauinas, sara-
cenorum rex, qui nostra setate fuit judex) ein näher beschriebenes wunder
sich ereignete. Nun regirte Moawieh I. von 661 bis 680 n. Chr. und Moa-
wieh II. im j. der hedschra 64 oder 683 nur wenige monate. S. l’Art de
vörifier les dates 632. Nach Moawieh II. findet man keinen chalif dieses
namens mehr, der in berticksichtigung fiele; denn man hat noch das datum
an der hand, dass im j. 698 Adamnan dem könige von Northumberland,
Alfred, die beschreibung überreichte. Nach jenen Untersuchungen kann
Arculf spätestens 683 in Jerusalem gewesen sein. Es wäre wol einseitig,
anzunehmen, dass bei der ausmittelung des datum gerade Moawieh II. zu
verstehen sei, sondern es ist vielmehr höchst wahrscheinlich, dass der staats-
kluge Moawieh I. gemeint sei. Willkürlich wählte ich zwischen den jjj. 661
bis 680 ungefähr das j. 670. Die schrift wurde deutsch nach dem inhalt
von J. Heinrich Jäck in seiner Taschen-Bibliothek der wichtigsten und inter-
essantesten Reisen durch Palästina (Nürnberg, Haubenstricker, 1827), 1,
13 ff., herausgegeben. Ausführlicher ist und mehr werth hat die englische
Übersetzung in Thomas Wright’s Early Travels in Palestine. London, H. G. Bohn
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(auch unter dem titel Bohn’s Antiquarian Library angeführt), 1858. 1 sqq.;
zu vgl. XIII. Arculfs Relation de son voyage findet sich, nach Kunstmann
zu München, in den Mdmoires de l’Institut 10, 531. 8. besonders Johann
Beckmann, Litteratur der älteren Reisebeschreibungen. Göttingen, Röwer,
1810. 2, 508 ff. Die schrift ist in mancher beziehung von grossem werth.
Manche fehler mögen sich deswegen eingesehlichen haben, weil der pilgrim
nicht an ort und stelle geschrieben, sondern das gesehene und erfahrene
weit weg vom durchreisten lande einem andern diktirt hatte.
Man besitzt einen auszug, aber auch mit einigen Zusätzen in folge der
Vergleichung mit den Schriften der alten, aus der feder des englischen möu-
ches Beda Venerabilis , der ihn bald nach Adamnan niederschrieb. De Locis
Sanctis Libellvs qvem de Opvscvlis Maiorvm abbreviando Beda composvit,
ist enthalten in Venerabilis Bedas . . Opervm t. 3. Coloniae Agripp., Hierat.,
1612. Fol. 363 — 371. Auch als anhang in der ingolstadter-ausgabe des
Adamnan von 1619: Accessit Eorundum librorum (von Adamnan) Breuia-
rium, seu Compendium, Breuiatore venerabili Bedä Presbytero, cum pro-
legomenis et notis. Ebenfalls im Recueil de la Sociötd Göographique (Paris),
t. 4. p. 794 sqq.: Amodo de Libro Arculfi, episcopi Galliae temporibus Bede
presbiteri, nach einer engl. hs. dem Bernardus beigefügt von Francisque
Michel. Das Amodo darf nicht als eigenname gelesen werden, sondern es
muss heissen : ac oder at modo, eben jetzt, nach dem vorgange des Bernard.
Ich sah im brittischen museum das betreffende ms., und man könnte aus
Am allerdings Amodo machen, wenn es sinn hätte. Der cod. ratisb. civ.
2 auf der k. bibliothek in München enthält den beda’schen auazug bis Ce-
dron augeat. Den gleichen text gibt daselbst auch der cod. schir. 3 f. 5.
Ein ms., Mp. th. f. 74, pergament, fol., aus dem 9. Jahrhundert, auch auf
der Universitätsbibliothek in Würzburg, fragment; ein anderes in der vati-
kanischen bibliothek, gleiche nr. 636 A, pergament, fol., aus dem 11. jahr-
hundert (s. m. Antonin. 70): Incipit Libellus Bedae Venerabilis de locis
sanctis. 8. Petzholdt’s Anz., 1862, 122 f.
C. 728. Der h. Willibald, bischof von Eichstädt. Die reise zuerst
gedruckt in H. Canisii Antiquae lectionis tom. 4.p. 484 (Ingolstadii 1601 — 1604).
Vita Sancti Willibaldi Episcopi Eistetensis Primi, Scripta a quadam Sancti-
moniali Heidenlieimensi. In J. Mabillon Acta sanctorum ordinis S. Benedicti.
Saec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672. 365 sqq. Eine andere biograpkie von
einem ungenannten Verfasser a. a. o. 383 sqq. Ferner: De S. Willibaldo . . Vita
Seu Hodoeporicon, auctore virgine consanguinea Sanctimoniali Heidenheimensi,
ex editione Canisii correcta ex variis lectionibus Gretseri. Vita altera. Auc-
tore anonymo perantiquo. Ex editione Canisii. Enthalten in den Acta sanc-
tor., jul. t. 2. Antverp., Du Moulin, 1721. Fol. 485 — 519. Mit 2 kk.
Ebenfalls in H. Canisii Antiq. lect. . praefationes . . adjecit Jac. Basnage.
Amstelaedami, Wetsteen, 1725. Fol. T. 2. p. 100 sqq. Willibald, ein gebor-
ner engländer, kam noch sehr jung, etwa 22 jahre alt, über Damask,
Nazareth, Tiberias , und Jericho nach Jerusalem und von da zurück nach
Ptolemais. Er brachte auch einen ganzen winter in Jerusalem zu, und zwar
um 728, was daraus zu entnehmen ist, weil er vor den papst Gregor III.
(regirte von 731 bis 741) nach der Pilgerfahrt, die über sieben jahre dauerte,
gelassen wurde. Heinrich Hahn weiset in seiner gründlichen historisch-
geographischen abhandlung : Die Reise des h. Willibald nach Palästina (Ber-
lin, Gebauer, 1856) nach (15), dass dieser pilger von 727 bis 729 Palästina
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durchwanderte. So weit ich nachsah, übersetzte Wright den reisebericht der
klosterfrau von Heidenheim, welcher an ausführlichkeit und werth jenen des
ungenannten Verfassers übertrifft, ziemlich vollständig und zuverlässig ins
englische. S. Early Travels 13 — 22, Petzholdt a. a. o. 123. Die schrift,
zwar sehr kurz, ist von geographischem und geschichtlichem werth, steht
jedoch tief unter Arculf. Man kann nur bedauern, dass Willibald seine
reiseerlebnisse nicht selber niedergeschrieben hat.
G. 865. Der fränkische mönch Bernard. Bernardi, Monachi Franci,
aliud Itinerarium, factum in loca sancta anno 870. Ex ms. cod. bibliothecse
Remigiange apud Remos, in J. Mabillon Acta sanctor. ordin. S. Benedicti.
Ssec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672, 524 sqq. Auch gedruckt in den Rela-
tions des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage et Ssewulf
Publikes en entier pour la premiere fois d’apres les manuscrits de Cambridge
de Leyde et de Londres par Francisque Michel et Thomas Wright Publi-
cations de la Sociötö de Geographie. Paris, Bourgogne et M., 1839. Gr. 4.
S. 201 — 35 als Extrait aus dem 4. t. der Mömoires dieser gesellschaft, Iti-
nerarium Bernardi Sapientis s. 7 8 8 . sqq. Letzterer abdruck nach dem per-
gamentcod. der bibliothek Cotton, Faustina. B. I. S. 192 im brittischen
museum : Incipit itinerarium trium monachorum Bernardi scilicet et sociorum
eins et de sanctis locis et de babilonia. Ebenfalls nach der aiisgabe von
Mabillon in J. - P. Migne’s Patrologige Cursus completus, t. 121. Paris,
Migne, 1852. Gr. 8. Col. 569 — 574. Der text bei Mabillon und Michel ist
im wesentlichen gleich; kaum mehr als einmal besser bei diesem als bei
jenem. Hingegen ist hinten nach den Worten bei Mabillon (Migne): quod
tarnen aliis diebus non possunt, bei Michel neues. Die Übersetzung Th.
Wright’s ins englische, in den Early Travels 22 — 31, ist vollständig und
gut. Bernard war ungefähr 865 in Jerusalem; nach 870 könnte es deswegen
nicht sein, weil er, wie er schreibt (1), von dem papste Nikolaus, nämlich
dem I., der nach einer regirung von 9 jahren 867 starb, und ein anderer
kann nicht gemeint sein, die erlaubniss zur Pilgerfahrt erhielt, vorausgesetzt, dass
die Wanderung 3 jahre dauerte. Die hss. Cotton und in Oxford geben irrig
das j. 970 an. Die beiden reisegefährten waren, wie ich im cod. des brit-
tischen museums las, ein mönch, Theudemund, und ein Spanier, namens
Stephan: Ego Bernardus duobus memet ipsum sociaui fratribus in deuotione
caritati8, ex quibus erat unus ex monasterio beati Vincencii beneuentani no-
mine Theudemundus, alter hispanus, nomine Stephanus. Bernard reiste über
Kairo, El-Arisch, Ramleh, Emmaus nach Jerusalem. Seiner erzählung, der
man einiges werthvolle verdankt, darf man um so lieber trauen, als er selber
sie niederschrieb und sie nicht, wie Arculf und Willibald, auf mehr unsichere
weise in die feder sprach. Vgl. Beckmann’s Litt. 2, 517 ff., Robinson’s B.
R. 2, 535 sq., van Senden 1, 338, Wright a. a. o. XVI, Petzholdt’s Anz.,
1862, 141.
988. Abu Abdallah Mohammed el-Baschschäri von Jerusalem.
Eine kurze, beachtenswerthe beschreibung der stadt Jerusalem in Jäcüt’s
Reisen, aus seinem geographischen Wörterbuche gezogen (ins deutsche
übersetzt) von F. Wüstenfeld, Zeitschrift der Deutsch, morgenländ. Gesell-
schaft (Leipz. 1864), 462 f., wieder fast ganz abgedruckt im ‘Ausland’
(Augsburg, Cotta), 1864, 955 f. Es ist schade, dass Wüstenfeld nicht,
gleich Jaubert bei der ausgabe des Ekßdrisi, hin und wieder die worte des
arabischen textes beisetzte. So wird im arabischen ohne zweifei 0^3
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s&ulenthor stehen, was der Übersetzer als bäh el-’omür, das tempelthor, wie-
dergibt und dadurch eine grosse Verwirrung in die reihe der stadtthore bringt.
C. 1000. Eine anonyme Kosmographie, im brittischen museum,
Cottonian Library, Galba. A. VII, pergamentcodex; p. 26 sqq. eine beschrei-
bung von Palästina. Nach dem titel reicht sie bis zum j. 1000; allein ich
kam nicht so weit, obschon ich mille anni las. Die hs. ist ungemein kor-
rupt, zum theil unleserlich. Andere mögen dieselbe mehr würdigen. Ich
schenkte ihr wenig, yielleicht zu wenig aufmerksamkeit.
1064. Der abt Ingulf von Croiland. Reise nach Jerusalem. S. Ri-
chard Haklvyt, The principal Navigations, Voyages, Traffiques and Dis-
coueries of the English Nation. London 1599. Fol. 2, 8 sqq.
1095—1125. Foucher de Chartres, kaplan Balduins I. Fulcherii
Carnotensis Gesta peregrinantium Francorum cum armis Hierusalem pergen-
tium, in Bongars’ Gesta Dei per Francos. Hanov., Aubr., 161 1. Fol. S. 381 sqq.
Topographisches über Jerusalem 397 f., über Ortschaften in Galiläa 402, 423,
432, 438. Das Sammelwerk von Bongars gewährt überdies manche aus-
beute für die geographie. Ich führe daraus # noch folgende von Michaud
lehrreich analysirte werke (Bibliographie des Croisades 1, 24 sqq.) über die
geschichte der kreuzzüge an:
a. 1095 — 1099. Der franzose Tudebove. Bei Bongars anonym vorne,
1 sqq.: Gesta Francorum et aliorum Hierosolymitanorum. Auch in F. Du-
chesne’s Histor. Francor. scriptor. 4, 77 7 sqq. Die lesarten sind hier und
da bedeutend abweichend. Vgl. Michaud, Bibliographie 1, 24 sq.
b. 1095-1099. Robert, mönch zu St.-Remi de Reims. Roberti
Monachi Historia hierosolymitana, p. 30 sqq. Ingleichen handschriftlich in
S. Gallen, hier auch deutsch. S. Haenel CataL 696, 703. Deutscher druck
im Reyssbuch dess heyligen Lands, Das ist Ein Grundtliche beschreibung
aller vnd jeder Meer vnd Bilgerfahrten zum heyligen Lande. Franckfort
a. M. (durch Feyrabend) 1584. Fol. Dies ist die ausgabe von Sigmund
Feyrabend, schlechthin Feyrabends Reyssbuch genannt. Als die exemplare
vergriffen waren und Franz Niklaus Roth überhaupt die Verlagsartikel des
buchhändlers an sich gebracht hatte, besorgte er eine 2. auflage, Franck-
fort, druck von J. Saur, 1609. Fol. Da aber Roth auch noch andere reise-
beschreibungen, die seit der ersten auflage erschienen sind, aufnehmen wollte,
so theilte er das ganze Sammelwerk in 2 theile : der l. enthält' die Samm-
lung von Feyrabend, und der 2., von einem vornehmen historicus besorgt,
der jedoch, um Wiederholungen zu vermeiden, einiges wegliess, erschien unter
dem titel: Reyssbuch des H. Lands, Darinnen deutlich begriffen, alle vnd
jede neuwe Meer vnnd Bilgerfahrten zum H. Grab . . vollnbracht, vnd be-
schrieben worden : Durch . . Nicolaum Christophorum Radziuili . . Johann
Schwallarten . . Salomon Schweyggern. Franckf., Saur, 1609. Beide theile
haben besondere register aller denkwürdigen Sachen. Diese ausgabe nenne
ich einfach Roths Reyssbuch dess H. Lands. Anscheinend zum 3. mal wurde
das werk aufgelegt in Frankf. a. M. von Gottfried Tampach 1 629. Fol.
Ohne Roth’s Vorwort zum 1. th., der verkehrt Schweigger, Radzivil und
Schwallart enthält, während mit dem Vorwort zum 2. th. (Roth) der ‘Ander
Theil’ Frankf: a. M., drucker J. Saur, Verleger Fr. N. Roth, 1609, die
ältern reisebeschreibungen reproduzirt. Die Versetzung war wol Sache des
buchbinders oder sein fehler. Übrigens widersprechen sich die jahrzahlen.
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Im 1 . und 2. th. der ausgabe von Tampach entsprechen Seitenzahlen, kusto-
den, Signaturen jenen der altern ausgabe vollständig, obgleich die jahrzahlen *
1609 und 1629 angegeben sind. Tampach’s ausgabe ist mithin nichts als
eine titelausgabe. Noch erschien eine titelausgabe : Bewehrtes Reissbuch
dess Heiligen Lands . . Nürnberg, Johann Andreas und Wolffg. Endters,
1659. Fol. Wie bei Roth 1. th. 875, 2. th. 334 s. Die Sammlung ist
brauchbar, wenn auch die originalwerke vorzuziehen wären. Robert findet
sich in Roths Reyssbuch 1, 1 — 54. S. Petzboldt’s Anz., 1861, 273 ff.
c. 1095 — 1099. Baldricus (Baudry), erzbischof von Polio. Historia
ierosolimitana Baldrici Archiepiscopi. Bei Bongars 1. c. 84 sqq. Mss. gibt es
in Chartres, Montpellier, Sens. S. Haenel Catal. 133, 241, 439.
d. 1095 — 1099. Raimond d’ Agiles, Chorherr in Puy. Raimondi de
Agiles . . Historia Francorum qui ceperunt Iherusalem. Bei Bongars 1. c.
1 39 sqq.
e. 1095—1120. Albert, Chorherr in Aix. Historia hierosolimitanse
expeditionis edita ab Alberto canonico ac custode Aquensis Ecclesise. Bei
Bongars 1. c. 184 sqq., zumal 272 sqq. Beachtens werth.
f. 1095 — 1106. Ein ungenannter. Gesta Francorum expugnanlium
Hierusalem. Bei Bongars 1. c. 561 sqq. Mit diesem abdrucke verglich ich
einen grossen theil des ms. auf der Universitätsbibliothek in München, nr. 672,
auf papier, aus dem 14. jahrhundert, und fand, dass jener vollständiger,
mithin vorzuziehen ist. Eine wesentliche Verschiedenheit ergab sich nirgends,
ausser dass bei Bongars, 574 oben, das shmstörende : In eadem villa (statt
valle wie im ms.) inter civitatem et montem Oliveti, vorkommt. Eine andere
handschrift sah ich auf der hofbibliothek in Wien, neue nr. 3529, auf papier,
aus dem 15. jahrhundert, mit der rubrik: Gesta Godofridi ducis de Boulion
et aliorum. S. m. Theoderic. 172. Eine hs. auch in S. Omer. S. Haenel
Catal. 162, 267. Besonders beachtenswerth s. 572 sqq. (Bongars).
g. 1100 — 1124. Ein ungenannter. Secunda pars Historise hieroso-
limitanse. Bei Bongars 594 sqq.
C. 1098. Ein ungenannter. Innominatus I. in meinem Theoderic.
113 sqq.: Descriptio sanctorum locorum, und 238 ff. die bemerkungen dazu.
Eine bedenkliche, immerhin interessante Zusammenstellung der zeit nach weit
aus einander liegender angaben.
1099. Raoul von Caen, der jedoch erst 1107 nach Syrien kam, in-
desser die kriegsereignisse des j. 1099 nach glaubwürdigen zeugen niederschrei-
ben konnte. Gesta Tancredi in expeditione Jerosolymitana, auctore Radulfo
Cadomensij in E. Martene’s und U. Durand’s Thesaurus novus affädector.,
t. 3. p. 108 sq. Fol. S. 181 ff. eine stückhafte beschreibung von Jerusalem
und seinem weichbilde. Auch im 5. t. der Rer. ital. scriptores von A.
Muratori.
1102 f. Per kaufmann Säwulf, später mönch. in der abtei Malmes-
bury. Relatio de Peregrinatione Ssewulfi ad Hierosolymam, et Terram Sanc-
tam, in den Relations des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage
et Ssewulf publ. par Fr. Michel et Th. Wright. 4. S. 237—74. Ein son-
derabdruck erschien in Paris, Bourgogne, 1839, als Extrait du Recueil de
Voyages et de Mdmoires de la Socidtd de Gdographie de Paris (Paris 1839),
unter dem titel: Relation des Voyages de Ssewulf ä Jerusalem et en Terre-
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Sainte, mit einer einleitung von d’Avezac. Vgl. oben sub anno 865 Bemard.
Vollständig übersetzt mit den berichtigungen des lateinischen texte s nach
E. Willis ithe Church of the Holy Sepulchre. London 1849. 141 sqq.) in
Th. Wright’s Early Travels 31 sqq. S. auch Wright XIX sq., XXIX sq.,
Petzholdt’s Anz., 1862, 142. Die erzählung ist treuherzig und beach-
tenswerth.
1103 — 1250. Das urkundenbuch der grabkirche in Jerusalem.
Privilegia Ecclesie Sancti Sepulcri Iherusalem. Sie wurden nach hss. im
Vatikan von Eugen de Roziere unter dem titel: Cartulaire de l’figlise du
Saint Söpulcre de Jerusalem in Paris, imprimerie nationale, 1849, 4., heraus-
gegeben. Es ist eine ungemein schätzbare Sammlung von urkunden. Dieser
hält dem werthe nach die wage des Sebastian Paoli unentbehrlicher Codice
diplomatico del Sacro Militare Ordine Gerosolimitano. Lucca 1733. Fol.
2 voll. Ich kann nicht sagen, wie weit folgendes, von Fulg. Rignon ange-
führtes (Annales du Commissariat gönöral en T. S., Paris 1861, 95) buch
einschlägt : Ancients Statuts de l’Ordre Hospitalier et Militaire du S.-Söpulcre
de Jerusalem, suivis des Bulles, Lettres Patentes et Reglements authentiques
dudit Ordre. Paris 1776. 8. N
C. 1112. Der h. Theotonius. S. Theotonii vita auctore cosevo cano-
nico regulari, in Bollandi Acta sanctor., 18. febr v 108 sqq. Die Chorherren
des h. grabes wollten Theotonius in ihr stift aufnehmen; allein er konnte
sich nicht dazu verstehen, ohne vorerst nach Spanien zurückzukehren und
dort seine häuslichen angelegenheiten zu ordnen. Er blieb aber für immer
in seinem vaterlande. Die erzählung, so kurz sie ist, dient der historischen
kritik. Auch andere biographien der heiligen bei den Bollandisten führen
ins h. Land, und gewähren einige belehruug.
1113 — 1115. Der russische abt Daniel. Die reisebeschreibung Da-
niels erschien in den von Sacharoff herausgegebenen Reisen der Russen im
Ausland (Puteschestwia Russkich ludei w tschujia zemli). 2. ausg. St. Peters-
burg 1837. 1, 34. Eine Übersetzung besorgte Abraham von Noroff: Pöleri-
nage en Terre Sainte de rigoumöne russe Daniel. St. Pötersbourg, imprimerie *
de l’Acadömie Imperiale des Sciences, 1864. 4. VIII, 220 s. Mit karten und
plänen. Von s. 145 an folgt der russische text: IIAdOMHWvb t ^AHM*lA
MHMXA. 30 mss. wurden benutzt, um den text herzustellen. Man liest die
schrift mit grosser aufmerksamkeit und mit nicht wenig belehrung ; doch ist
nicht alles klar genug, um es gehörig für die Wissenschaft verarbeiten zu
können. Lehrreich sind auch die kritischen oder auch weniger kritischen
bemerkungen des herausgebers. Vgl. Top. I, XVIII.
G. 1150. Eine anonyme beschreibung von Palästina. De situ urbis
Jerusalem et de Locis Sanctis intra ipsam urbem sive circumjacentibus, in
de Vogüd’s figlises de la Terre Sainte 412—433 in 4. Abgefasst wurde
eigentlich die handschrift, welche hier a^gedruckt vorliegt, zwischen 1151
und 1157. Es ist eine wahre kompilazion; es wurden mehrere stücke zu-
sammengesetzt, die auch ein verschiedenes alter haben mögen. Ein stück
findet sich' im brtisseler pergamentcod. nr. 9826, aus dem 13. jahrhundert,
von s. 127 an: Descriptio locorum circa Hierusalem adiacentium. Ebron me-
tropolis. S. Vogüö 4! 4. Die schrift endet wie bei Vogüd 433 mit dem
epitaphium und den königen Balduinus de Burgo und Fulco tertius ; nur ist
noch (139 sqq.) ein verzeichniss der bischöfe von Jerusalem angehängt. Im-
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Hierhin ist die schrift, welche einem ältern, noch nicht bekannten compendium
sehr nahe kommen muss, von bedeutendem werthe. S. die einleitung de
Vogüö’s 408 sqq., m. Theoderic. 150,f., 1 59 f.
C. 1150. Der isländische abt Niklaus. Symbol# ad geographiam
medii aevi, ex monumentis islandicis. Ed. . Ericus Christ. Werlauff. Hauniae,
Gyldendal, 1821. 4. S. Anniversaria in memoriam reipublic# . . Daniae ,. .
restauratae indicit regiae universitatis Hauniensis rector. Hauniae, Schulz,
1821. Darin s. 9 sqq. ohne Überschrift die beschreibung der reise durch
Deutschland, die Schweiz, durch Italien nach Kypern und ins h. Land (28
— ^i), eine lateinische Übersetzung neben dem original, mit einem plan von
Jerusalem. Der abt Nikiaus darf, nach Werlauff, genau genommen, nicht
als Verfasser angesehen werden, sondern derselbe schrieb, wie einst Adam-
nan, nach der mündlichen erzählung des pilgers; allein am ende der schrift
(32 b) steht, gegen diese behauptung, ausdrücklich: Itinerarium hoc r civita-
tum enumeratio, caeteraque notitia literis mandata est ex ore Nicolai Ab -
batis. Das alter lässt sich auch danach bestimmen, dass erwähnt wird,
Askalon, das erst 1153 in die hände der Christen fiel, sei noch heidnisch.
Die sehr kurze schrift gewährt einige belehrung. Es gab auch andere
reisebeschreibungen oder anleitungen für den pilger, welche in altnordischer
spräche abgefasst waren, aber trotzdem den lateinischen titel Flores pere-
grinationis hatten. Bemerkenswerth ist eine kompilazion theils historischen,
theils theologischen inhalts, abgefasst auf befehl des königs Häkon Magnüs
son im 1 3. jahrhundert, unter der Überschrift Stjörn (Ghristiania ISÜ1 — 63. 8.)
bekannt. 2 monographien in altnordischer spräche, welche die h. stadt und
ihre Umgebungen zum vorwurfe haben, und dem werthe nach den arbeiten
der lateiner und franzosen gleich gestellt werden, erschienen in den Anti-
quites Kusses 2, 415 — 423. Zu erwähnen ist eine anonyme dänische be-
schreibung: Thee Helliae Staedhe (ms. Arn.-Magn., n. 792, 4., fol., 188 —
196), wovon 2 bruchstücke von Brandt (306 — 310) veröffentlicht wurden.
Dazu kommen noch die fragmente der reise des bruders Mauritius, welcher
als kaplan einen hohen baron vom hofe Häkon des grossen, königs von Nor-
wegen, im 12. jahrliunderte begleitete; das ms. wird in den archiven zu
Christiania aufbewahrt. Dann einige stellen des buches von Skalhölt (Anti-
quitds Kusses 2, 442 — 448) und das itinerär des kanzlers Haukr (Antiqq.
Russ. 2, 426 — 442). Ich warf die skandinaven zusammen, weil ich, ausser
dem abte Nikolaus, keinen kenne und mich berufen muss auf Paul Riant’s
Expdditions et Pelerinages en Terre Saintc. Paris 1865. 8. S. 7, 62, 72,
82, 441 sqq. *
1153. Der gelehrte mohammedaner Esch-Scherif el-£drisi. Ano-
nym erschien ein auszug aus seinem buche tyj nashet el-
meschtak (vergnügen eines neugierigen) unter dem titel: Geographia Nvbien-
sis id est accvratissima totivs orbis in septem climata divisi descriptio, con-
tinens praesertim exactam vniuersse Asise, et Africae, rerumque in ijs hactenus
incognitarum explicationem. Recenter ex Arabico in Latinum versa a Ga-
briele Sionita . . et Ioanne Hesronita. ., Maronitis. Paris., Blageart, 1619. 4.
Der titel Nubiensis rührt vom irrthum her, dass die arabischen herausgeber
annahmen, der Verfasser sei ein nubier ; er wurde in Ceuta geboren. Ara-
bisch früher in Rom 1592, 4., in Madrid 1799, 8. Die Syria descripta a
Scherifo El-Edrisio et Khalil Ben-Schahin Dhaheri gab E. F. C. Rosenmttller
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(Lips., A. Barth, 1828. 4.) lateinisch und arabisch mit noten heraus. Ita-
lienisch von Dominico Mauri (Colleg. romano, 1632). Eine andere italienische
Übersetzung von Bernardo Baldi findet sich handschriftlich in Montpellier.
S. Haenel Catal. 236. Die geographie, von Amöd. Jaubert ins französische
übersetzt, erschien im Recueil de Voyages et de Mömoires, publid par la
Socidtd de Gdographie. Paris, A. Bertrand, 1836. 4. t. 5. Ein kurzer aus-
zug in englischer Übersetzung bei G. Williams Mem.) 130 sqq. Diesen wich-
tigen arabischen Schriftsteller führe ich vielleicht nicht mit recht hier an,
weil es ungewiss ist, ob er Syrien und Palästina aus eigner anschauung
kennt. Vor 1153 konnte das buch nicht geschrieben sein, weil der Ver-
fasser die eroberung Askalons berührt. Vgl. J. Melch. Hartmann’s Edrisii
Africa. Gotting. 1796, 8., Bellermann 2, 41 f., C. Rommel, Abulfeda Ara-
bise descriptio, Gott. 1802 (litt.), IV, Robinson 2, 536, Grässe’s Trds. 2, 463.
Sehr viele christliche reisebeschreiber könnten des moslem humanität und
toleranz oder nächstenliebe zum vorbilde nehmen.
C. 1155. Der pseudonyme Eugesippus oder Eretellus. Tractatus
de distantiis Locorum Terrse Sanctae. Quem compilavit Evgesippus A. D.
1040. In Leonis Allatii —v/u/mxTa .. Ed .. Barth. Nihvsio. Colon. Agr., I.
Kalkofen, 1653. 12. S. 104 — 120. Ein abdruck auch, besonders paginirt,
hinter des Josephi Genesii de rebus constantinopol. libri IV in Venedig 1733.
Unter dem namen Fretellus wurde diese Schrift in Stephan. Baluzii Miscel-
lanea . . aucta opera et studio Ioann. Dorain. Mansi, Luc® 1761, t. 1. p.
434 sqq., veröffentlicht, wo auch 8. 602 zu vergleichen ist. Beide drucke
sind sehr inkorrekt. Laurent hat zuerst wieder darauf aufmerksam gemacht,
dass Eugesippus und Fretellus das gleiche geschrieben haben oder dem einen
untergeschoben wurde, irrte aber in der annahme, dass in Eugesippus der
falsche und in Fretellus der wahre name erkannt werden müsse. S. R. Nau-
mann’s Serapeum. Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde
und ältere Litteratur. Leipzig, T. O. Weigel, 1858, 101 ff.; auch im jahr-
gang 1865 kam jener darauf zurück. S. einlässliches in m. Theoderic. 151 ff.
Ich hätte nur noch zusetzen können, dass im brittischen museuin zu London
ein papiercodex, der aber, defekt, nur bis Jerusalem reicht, aufbewahrt wird.
S. Biblioth. Arundel, nr. 291, 4., s. 6S a. Ferner ebendaselbst, Biblioth.
Cottonian, Caligula A. 3. Dieser pergaraentcodex, 4., enthält voran: Croni-
con Nicholai Glocestri ab initio mundi usque ad annum 838, und s. 20 sqq.
liest man: Modo autem, reverende mi domine, quantum a parvitate uostra
sacrorum locorum terre promissionis, scilicet israelitice regionis, noticiam
querere dignatus es, prout sanius potero, sublimitati tue diligenter elucidare
non dedignabor. Uertam eja stilum u. s. f. Zuletzt folgt eine liste der
könige und Patriarchen von Jerusalem. Durch meine Vergleichung des
Eugesippus-Fretellus mit dem Theoderich in den noten wird wol eine be-
richtigte ausgabe der erstem zwei überflüssig, da ihr wertli ohnehin nicht
hoch angeschlagen werden darf, und die abfassung etwas unordentlich ist.
Es wäre Zeitverschwendung, wenn man die unstatthaftigkeit des j. 1040
beweisen wollte.
C. 1157. Berthold IV., herzog von Henrieberg. De Itineribus
religiosis quorundam comitum ac principvm Hennebergi® in Palsestinam sche-
diasma prius. Meining®, J. C. Hassert, 1735. 4. Die reise des herzogs
wurde 1157 angetreten, und er starb während derselben. Nach dem Sche-
diasma posterius (Meining® 1736) fand Wilhelm I. den tod auf der Jerusalem-
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fahrt 1426. Wilhelm III. reiste mit dem herzog Albrecht. Die beiden
schediasma sind eine lyzealschrift von Chr. Albr. Erck. Sie enthält für die
geographie kaum nennenswerthes, und ich würde sie hier nicht eingereiht
haben, wenn nicht der vielversprechende titel andere verleiten könnte, sie
mit mühe aufzusuchen.
1160—1173. Der jüdische kaufmann, Rabbi Benjamin Ben Jonah
aus Tndela in Navarra. Itinerarivm Benjaminis (Tudelensis). Cum Ver-
sione et Notis Constantini L’Emperevr ab Oppyck. Lugd. Bat., Elzevir,
1633. Kl. 8. Öfter gedruckt, z. B. ex versione Benedicti Arise Montani,
Lips. 1764, .auch in Hornii Ulyssea 339 — 428 (Stuck 2, 13), französisch in
den Yoyages . . en Asie dans les XII, XIU, XIV et XV siöcles. Par P. Berge-
ron. La Haye 1735, 4., tome 1: Voyage du cölebre Benjamin, und ein jahr
früher in Amsterdam, 8., par J. P. Baratier. Eine neue französische aus-
gabe besorgte E. Carmoly (Brüssel 1852). Eine sehr gute ausgabe ist die
englische: The Itinerary of Rabby Benjamin of Tudela. Translated and
edited by A. Asher. London and Berlin 1841 sq. 8. 2 voll. Ebenfalls in
Wright’s Early Travels 63 — 126. Eine holländische Übersetzung von J.
Keijzer in Leyden 1847. Nach Carmoly erschien die 1. ausgabe hebräisch
1543 in Konstantinopel, die 1. Übertragung, eine lateinische, 1575 in Ant-
werpen, und er zählte überhaupt 9 ausgaben des Originals und 26 Über-
setzungen in lateinischer, englischer, französischer, holländischer und jüdisch-
deutscher spräche. Vgl. Meusel 1, 2, 725 ff., Robinson 2, 536, Zarncke’s
literar. Centralblatt, 1852, 587. Die darstellung des spanischen juden, der
unter der herrschaft der franken % ungestört Palästina durchreisete, ist so
glaubwürdig als di© anderer reisebeschreiber zu seiner zeit und darf nicht
übergangen werden, wenn sich auch hier und da märchenhaftes einschlich.
C. 1165. Der priester Johannes Würzburger oder von Würzbnrg.
Johannis Wirzburgensis . . descriptio Terrae Sanctae. Eruit ex Cod. MS.
Inclyti monasterii Tegernseensis in Boiaria . . Romanus Krinner. In B. Pezii
Thesaurus anecdotorum noviss. Aug. Vind. 1721. Fol. T. I . p. 3. pag. 4S4 sqq.
Dieses ms. scheint sich noch in der münehner- Staatsbibliothek vorzufinden;
denn Haneberg am oben sub anno 333 a. o. 37 führt einen cod. von Tegern-
see 1418 unter cod.' lat. 19418 an. Eine andere und zwar schöne und
korrekte hs. findet sich auf der Universitätsbibliothek in Berlin, ms. lat. 32,
pergament, 8., bl. 1 — 33, aus dem 15. jahrhundert. Da der druck etwas
verdorben aussieht, so sollten wol für einen neuen abdruck die hss. zu rathe
gezogen werden. Deutsch als auszug in der Taschen-Bibliothek von J. Heinr.
Jäck 2, 76 ff., aber kaum brauchbar. Der gelehrte Ruland in Würzburg
stellt die ansicht auf, dass Johannes Würzburger kein anderer sei als der
dichter und redner, meister Johann Gail, ein geborner franzose. S. Theo-
deric. 144 f. Die Schrift, von Robinson 2, 538 tief unterschätzt, ist werth-
voll und neben Theoderich unentbehrlich. S. Vogüd 1. c. 183, Topogr. I,
XVIII, Theoderic. 146 ff., 160 f., 169 f.
C. 1165. Pilgernotizen des priesters Othmar. Visio Othmari pres-
byteri. Nach einer hs. in einer baierischen bibliothek bei Jakob Gretser,
t. 3. de 8. cruce 4. p. horti S. Crucis c. 29 et 30, auch bei Öuaresm. 2,590 sq.
Kurz, bei letzterem nur 28 halbseitige zeilen, und doch nicht zu übersehen.
C. 1170. Der mönch Epiphanios von Jerusalem. Desselben Jitiytj-
oig . . 7t&qI rfjg Svgiag, xai r rjg aylag IldXewg, xrxt rcoy h> avrfj aylmv
T o b 1 e r , Bibliographia. 2
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T07 iwy, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellius, in Leonis Allatii
2v{i/LiixTa 48 — 63. Früher ungenau in der Expositio Thematvm Domini-
corvm et Memorabilivm quse Hierosolymis svnt. Avtoribus et testibvs ocv-
latis, poeta Graeco anonymo, et Epiphanio Monacho S. Vrbis ciue, Logogra-
pho minime spernendo. Fed. Morellivs . . expressit. Lvtetiae, Fed. Morelli,
1620. Kl. .8. Eine andere ausgabe auch indem sub anno 1155 (Eugesippus)
angeführten werke von Genesius. Nach Ebert ist das buch in Amsterdam
bei Waesberghe erschienen. Ob die beschreibung auch in Epiphan. Mon. et
presb. Edita et Inedita cura Alb. Dressei, Paris, et Lips., 1843, 8., enthal-
ten ist, weiss ich nicht. S. Robinson 2, 538, Topogr. 1, XX, Petzholdt’s
Anz. % 1862, 143, Tkeoderic. 150, Grässe’s Trös. 2, 487. Der schrift gibt
der umstand einigen werth, dass der Verfasser den griechischen Standpunkt
einnahm.
C. 1170. Eine anonyme beschreibung des h. Landes. Sie beginnt
ohne Überschrift mit den Worten: Per viam superiorem ab Accaron in s.
civitatem pergentibus. Als Innominatus II. abgedruckt hinter dem Theode-
rich 118 sqq. Vgl. daselbst meine bemerkungen 248 ff. Die schrift enthält
einiges, was man anderwärts nicht findet.
C. *1170. Kurze beschreibung der heiligen Stätten von einem un-
genannten. Descriptio itineris in Terram Sanctam, in Joh. Georg. Eccardi
Corp. histor. medii aevi, 2, sp. 1346 — 1 348,. abgedruckt. Der text ist etwas
korrupt, kann aber doch zu Vergleichung mit andern beschreibungen ver-
wendet werden.
1172. Heinrich der Löwe, herzog von Baiern und Sachsen. Der
reisebericht des abtes Arnold von Lübeck findet sich s. 241 — 58 in der
Chronica Slavorum Helmoldi . . et Arnoldi. Lubecae, Wessel, 1659. 4. Der
gleiche bericht auch in der titelausgabe von J. Möller. Lub., Böckmann,
1702, 4., so wie in Scriptorum Brunsvicensia illustrantium t. 2. Cura G. Gv.
Leibnitii. Hanoverae, Foerster, 1710. Fol. S. 630 — 637. Eine deutsche Über-
setzung lieferte J. C. M. Laurent nach der ausgabe in den Monumenta Ger-
maniae. Mit einer Vorrede von J. M. Lappenberg. Berlin 1853. Vortitel:
Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 3, 28 1 ff. Ich benutzte: Dissertatio
historico -geographica, exponens glor. mem. Principis Henrici Leonis, Dvcis
Bavariae et Saxoniae, Iter Hierosolymitanum . . a Praeside . . J. Frid. Schmid
.. Respondente Christ. Conr. Clodio. Helmstad., G. W. Hamm, 1711. 4. 1 bl.,
86 s. In einem wüst von gelehrsamkeit ist das brauchbare schwer heraus-
zufinden. Man sehe von s. 41 an. Der herzog beschenkte reichlich die
grabkirche in Jerusalem. S. Petzholdtfs Anz., 1862, 144.
C. 1172. Der wolunterrichtete deutsche Theodericb. Theoderici
libellus de Locis Sanctis editus . . Cui accedunt breviores aliquot descriptiones
Terrae Sanctae. Nach hss. mit bemerkungen herausgegeben von Titus Tobler.
St. Gallen, Huber. Paris, Franck, 1865. Kl. 8. Pater Wilh. An t. Neumann,
kapitular des Cisterzienser- Stiftes Heiligenkreuz unweit Wien, machte mich
darauf aufmerksam, dass bei Trithemius de Viris 111. O. S. B. 1. 2. c. 16.
stehe: Theodericus Monachus Hirsaugiensis vir doctus et eloquens scripsit de
locis Terrae Sanctae libr. I. Es unterliegt keinem zweifei, dass die schrift
von Theodericb zu den bedeutendsten mittelalterlichen berichten über das h.
Land gehöre, urtheilt Haneberg im sub anno 333 angeführten litteraturblatt
(34), und ich unterschreibe dieses urtheil.
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1175. Der Vicedominus Burkhard (Gerhard) von Strassburg. Gerardi
Friderici I. in iEgyptum et Syriam ad Saladinum legati Itinerarium, in der
sub anno 1172 angeführten Chronica Slavor. 516 — 525; deutsch von Laurent
a. oben sub anno 1172 a. o. 281 ff. Unter dem namen Magister Burchar-
dus, Vice-Dompnus Gentinensis (wol Argentinensis) Ecclesie, erschien der
kurze gesandtschaftsbericht hinter Jules de St.-Genois’ Thietmar 58—61, von
J. C. M. Laurent nach hss. berichtigt im Serapeum, 1858, sonderabdruck
Leipz., Weigel, 1858. 5 — 12. Allein beide ausgaben müssen eine bearbeitung
des ursprünglichen textes sein, weil voran das jahr 1175 steht, und doch
wiederholt auf den spätem Thietmar verwiesen wird. Der abstecher nach
Jerusalem wird bei St.-Genois nicht erwähnt, dagegen bei Laurent 1 1 f. mit
den wenigen zeilen : Inde (nahe bei Damaskus) a quodam patriarcha Jheroso-
limis perducta fuit (ein Marienbild). Tune temporis quedam abbatissa supra-
dicti loci causa oracionis et peregrinacionis in Jherusalem peregrinauit, et
impetrata tabula a domino patriarcha Jherosolimitano eam secum ad suam
ecclesiam transportauit. Accidit autem hoc anno incarn. Dom. CCCLXX. Sed
postea paucis annis elapsis cepit ymago picta crescere et fortiter ex ea sacrum
oleum emanare. Deinde procedens vsque ad Accaron veni. Deinde Jherosoli-
nris. A Jherosolimis veni vsque Aschalon. Hec ciuitas supra mare sita est
et parua, muris et fossis valde munita, et est satis sana. Abiui uero per
desertum. Nach Laurent (a. a. o. 3 f.) steht fest, dass der Verfasser nicht
Gerhard, sondern Burkhard hiess. S. auch Ritter’s Erdk. 15, 40 f., Robinson
2, 536 sq., Petzholdtfs Anz., 1862, 145.
1175—1180. Der Rabbi Petachia von Regensburg. Peregrinatio
R. Petachiae, in Joh. Christ. Wagenseil Exercitationes sex varii argumenti.
Altdorf., Schönnerstsedt, 1687. 4. 160 — 203. Hebräisch und lateinisch auch
in Ugolinus’ Thesaurus antiqq. 6, 1166 — 1192. Französisch und hebräisch:
Tour du Monde, ou Yoyage du Rabbin Pötachia . ., enthalten im Nouveau
Journal Asiatique, Paris 1831, t. 8. p. 257 — 307, 353 — 413, von E. Carmoly.
Hebräisch und englisch von A. Benisch, mit noten von ihm und W. F. Ains-
wortb. London 1856. S. Robinson 2, 536, Petzholdfs Anz., 1862, 144 f.
Die schrift enthält wenig einschlagendes, und dieses noch ist von geringem
belang.
C. 1180. Eine kurze beschreibung der h. Stätten in Jerusalem
und Bethlehem von einem ungenannten. Sie beginnt: Oies la deuise del
sainct liu de iherusalem qui onques les uora cerkier por orer, und ist abge-
druckt in der Topogr. 2, 1003 — 1006. Weil die kirche in Mär Eliäs, die
um 1160 wieder hergestellt war, gleichwie beim Innominatus II. (Theoderic.
126), als bestehend erwähnt wurde, so nahm ich schon deswegen eine spätere
zahl als wahrscheinlich an. Die kirche mit dem prätorium steht noch ohne
schwanken auf dem berge Zion, und man darf mithin auch nicht zum j. 1187
heruntergehen. Die klare pilgeranleitung verdient einige beachtung; in eini-
gen stücken kann die Citez de Iherusalem ergänzt werden.
C. 1180. Eine anonyme aufzählung der h. Stätten. Sie beginnt
ohne aufschrift: Ego iui de Accon in Caifa, und endet in Tortosa, vbi fece-
runt capellam in honore beate virginis. Nach der Heil.-Kreuzer-hs. nr. 88 in
der österreichischen Vierteljahresschrift für kathol. Theologie . . von Th. Wiede-
mann, Wien, 1866, 8., s. 221—257, als Innominatus V. (211) im anschluss
an meine 4 Innominati herausgegeben von W. Ant. Neumann. Belehrend
ist die Einleitung (211 — 221) und sehr reichhaltig und umfassend sind die
2 *
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anmm. Der cod. F. 12 im chorherrenstifte S. Florian enthält auch die
2. hälfte, wie sie bei Thomas vorkommt (s. 22 f. sub a. 1187), nach einer
brieflichen mittheilung von pater Neumann. Das pilgerbüchlein ist kurz,
enthält wenig deskriptives, meist distanzangaben , doch auch einiges neue,
weswegen man durch den druck eine willkommene gäbe erhalten hat.
C. 1182—1185. Der historiker Wilhelm, erzbischof von Sftr. Belli
sacri historia Libris XXIII comprehensa, de Hierosolyma, ac Terra Promis-
öionis . . Gvilielmo Tyrio .. autore . Basil., Brylinger et Op., 1549. Fol.
Andere ausgaben daselbst 1560, 15S3. Die Historia rervm in partibvs
transmarinis gestarvm . . Edita a . . Willermo Tyrensi, erschien auch in den
Gesta Dei per Francos von Bongars, s. 629 — 1043. Statt Guilielmus kommt
im spanischen auch die form Guillermo vor. Nach de Saulcy (Voyage en
Terre Sainte. Paris 1865. I, 88) gibt es eine lateinische Edition de l’Acaddmie
des Inscriptions et Belles-Lettres , t. 1. Da weiter nichts bemerkt ist, so
kann ich nicht angeben, ob vielleicht diese edizion nach dem pergamentcod.
in der bibliothek der medizinischen schule in Montpellier vom grafen Beugnot
besorgt wurde (s. meine ausgabe des Antoninus Martyr 62 f.). Dass die
berichtigung des textes geboten war, liegt auf der hand, und gerade wegen
des verschiedenen lautes geriethen Karl v. Raumer und ich ein wenig an
einander. Schon Kunstmann in München machte auf die abweichenden aus-
gaben aufmerksam. G. Philipps und Görres, hist, polit. Blätter, 1858,196.
Besonders s. man, namentlich über die noch vorhandenen hss. Paul Riant:
De Haymaro Monacho . . Accedit eiusdem Haymari M. de expugnata 1191
Accone lib. tetrastichus. Paris. 1865. 8. P. 7 sqq. Ueber eine italienische
Übersetzung schreibt Riant 1. c. 22: Prava eadem lectio in Italica Guillelmi
Tyrii versione, a Laurentio Florentino 1347 conscripta, reperitur: qui, in
1. 20. c. 1.(1167), mentionem quamdara ‘Willelmi Acconensis episcopi’ recte
primum translatum (Guglielmo vescovo d’Acri) ipse, addita uota, adulterat
(Arcivescovo d’Acri). Cod. ms. bibl. Laurent., plut. 61, nr. 15, fol. 186. Ins
französische wurde Wilhelm von Gabriel du Pröau übersetzt. S. Riant 1. c. 25.
Französische Übersetzungen sind handschriftlich vorhanden in Besan^on (aus
dem 13.jahrh.) und in der Bibliotheque de rinstitut zu Paris (pergament-
cod.). S. Haenel Catal. 71, 295. Eine deutsche Übersetzung lieferte E. und
R. Kausler mit 2 plänen und 1 karte. Stuttgart 1840. 8. In dem werke
des besten geschichtschreibers der kreuzzüge trifft man manche sehr schätz-
bare geographische episode, z. b. 1. 8. c. 1 sqq.
C. 1185. Eine kurze anleitung von einem ungenannten. Sie be-
ginnt: Omnibus volentibus visitare Sepulchrum Domini, occurrunt loca ista:
In Nazareth . ., und endet bei Jerusalem: Inde ubi natus est s. Johannes
, Baptista, mit der aufschrift des herausgebers : Instructio sive enarratio quae-
dam locorum Terrae sanctae, eorum praesertim quae in templo s. Sepulchri
visuntur, ex antiquo manuscripto accepta. In dem oben sub anno 1165
angeführten buch von Gretser und bei Quaresm. 2, 5S7, hier nicht einmal
eine folioseite füllend. Vor 1184 konnte die anleitung nicht geschrieben
sein, da sie ad puteum Jacob kommt, der erst 1184 aufgedeckt wurde.
Topogr. 2, 60. Vgl Bernard. Thesaurar. in Guizot’s Collection’ des Mömoires
pour l’histoire de la France, t. 1 9. p. 14. S. auch Topogr. 1, XIX. Eine
hs. K. 31 findet sich, nach Neumann, in Melk; aus dem 12. jahrhundert.
Vielleicht liess Gretser sie drucken. Nicht zu übersehen.
1185. Der mönch Johannes Phokas von Kreta. Seine 'Excpgcung ly
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cvyotyti % (Sy an ^Avxioydag fit/qig c hqoGoXv/na)y xuoTQwy , xai /(oqcoy ,
JEvqiag, (Doiyixrjg, xai t&v xaxä TIaXaiGiiyt]v ayiwy roncay, mit lateinischer
Übersetzung von Barthold Neuhaus (Nihusius) in Leonis Allatii ^v/u/lux za
1 — 46. Eine andere ausgabe auch in dem sub a. 1155 (Eugesippus) ange-
führten werke von Genesius, nach Ebert und Petzholdt (Anz., 1862, 146)
ebenfalls in Amsterdam bei Waesberghe. Lateinisch in Bollandi Acta
sanctorum, maji t. 2. p. I sqq. Phokas, der sohn des mönches Matthäus,
der auf der insei Patmos lebte, ist schon deswegen von werth, weil er
zwei jahre eher, als die Christen Jerusalem räumeq mussten, die kirchen und
klöster, vomämlich dieser stadt und ihrer Umgebung, ziemlich ausführlich
schilderte.
1187. Die ausführliche beschreibung der stadt Jerusalem und der
Umgebung von Hugo Plagon. Ci orroiz lestat de la eite de Iherusalem,
comment eie siet (berner-cod. 41), gewöhnlich unter dem titel: La citez de
Iherusalem 1187, zitirt. Die altfrauzösische beschreibung erschien zuerst
als note auszüglich in des grafen Beugnot Assises de Jerusalem, 2, 531 sqq.,
beginnend mit den Worten: En quel estat la citez de Jerusalem et li seins
lieu estoient ä ce jour, und geht bis ä Romme, welche der herausgeber auf
der Bibliothfcque royale erhielt und sie als genau und im 13. jahrhundert
abgefasst bezeichnet. Aufgenommen auch von Schultz 107 sqq., Williams
(Mem.) 134 sqq., Holy City, 1849, 1, app. 134, von Robinson 2, 556 sqq.,
ins englische mit vielen fehlem, wahrscheinlich aus Williams, übersetzt bei
Barclay 368 — 377. Der urtext war ohnehin sehr fehlerhaft, und ich gab
1854 nach 3 berner-hss. einen vielfach berichtigten heraus in der Topogr.
2, 987 — 1002. Nach Aless. Bassi (Rignon’s Annal., 1863, 104) wurde 1859
die nämliche beschreibung von der akademie der inschriften und schönen
Wissenschaften im Recueil des historiens des Croisades, t. 2., veröffentlicht.
Bassi rühmt diese ausgabe als die beste. Uebrigens ist seine, wie de Saul-
cy’s (Voyage en T. S. 2, 21) bibliographische bezeichnung von der art, dass
ich nicht weiss, ob der eigentliche herausgeber der graf Beugnot ist. Ein
jahr nachher erschien diese beschreibung nach der nämlichen quelle in den
figlises de la T. S. des grafen de Vogüö, ohne dass dieser der letzten aus-
gabe gedachte, als anhang von s. 436 bis 444. Ein ms., welches, so weit
ich nachsah, den text gerade so enthält wie bei Vogtie, findet sich in Brüssel,
pergamentcod. in folio, doppelkolumnig, nr. 9493, aus dem 1 3. jahrhundert.
Es ist eine fortsetzung der geschichte des Wilhelm von Sür, bringt aber das
stück nicht bei der eroberung Jerusalems durch Saläh ed-Din an, sondern
17 zeilen unter dem satze: En grant peril laissat Federic les crestiens en
la eite de iherusalem. Quar eie estoit toute declose sanz fermete (1229).
Endet: obeissans a Rome si come en disoit. Man entdeckte indess in neuerer
zeit noch andere manuskripte, und es wäre zu wünschen, dass einmal eine
kritische ausgabe veranstaltet würde. Ueber den namen des fortsetzers der
geschichte von Wilhelm dem Tyrier ist man noch nicht einig. Ich folgte Du
Gange und Marin (Geschichte Saladins. Zelle 1761. Vorne unter den Schrift-
stellern), welcher letztere erklärt, dass der wahre Continuator Guilielmi Tyrii
bei Edm. Martene und U. Durand (t. 5) in Hugo Plagon entdeckt wurde.
Dagegen führt L. de Mas Latrie in der Bibliothöque de l’öcole de Chartes,
1859, sept. — oct., 38 sqq., gestützt auf die berner-hs. nr. 41 H: La chronique
d’Heruoul, valet de Balian d’Ibelin, an, dass auf der reise von Näbulus nach
Nazareth die Worte eingeschaltet seien: ‘Dont Balian dlbelin fist descendre
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un suen valet [qui avoit ä nom Hernoul, ce fu eil qui ceste conte fist mettre
en escrit] et l’envoia dedens le cbasteF (hs. fol. 73) und zwar im gleichen
Schriftstücke, welches La citez de Iherusalem enthalte. Mas Latrie kommt
zum schluspe, dass nichts verbürge, Hugo Plagon sei der Verfasser gewesen
(154 sqq.), und Guizot (Mömoires pour l’histoire de la France 19, VII sq.)
möchte auch nicht unbedingt beistimmen. Hinwieder bemerkt Bassi (1. c.),
dass im Recueil der akademie La Citez de Iherusalem einen unter dem
namen: handschrift Rothelin bekannten theil der fortsetzung von Wilhelm
ausmache. S. Schultz 115 ff., Topogr. 1, XXII und 2, 984 ff., Planographie
von Jerusalem 4, 3. Wanderung 413 f., Antoninus Mart. 63 f., Theoderic. 173,
Robinson 2, 537, de Vogüe 1. c. 433 sq. Der Verfasser gibt sehr interessante
details, fast alle in so klarer darstellung, dass sie nichts zu wünschen
übrig lässt.
C. 1187. Eines ungenannten verzeichniss der heiligen Stätten,
welche vom pilger besucht werden. Die anleitung, welche unmittelbar
nach der so eben genannten beschreibung der stadt folgt, beginnt: Nous
vous avons dit comment la sainte Citez de Iherusalem seoit au jour que
Salehadin et li autre Sarrazin la conquisterent sur les Chrestiens : apres nous
dirons des pelerinages, comment li pelerin y aloient, und ist enthalten im
angeführten werke Vogüö’s 444 sqq. Nach Bassi (1. c.) wurde auch dieses
verzeichniss von der akademie der inschriften ein jahr früher durch den druck
bekannt gegeben. Im gleichen brüsseler-ms. (94 93), welches La citez de
Iherusalem enthält, folgt gleich dieses verzeichniss, welches mehr den von
Vogüd benutzten mss. Sorb. 383 und 387, F* frang. 8404 (1. c. 434) ent-
spricht. Ich halte dafür, dass dieses stück von einem andern Verfasser her-
rühre, weswegen ich es auch getrennt hier aufführe. Der kopist war nur
bestrebt, mehr oder weniger zusammengehöriges an einander zu reihen ; denn
in einer geschickte der kreuzzüge sucht man eine pilgeranleitung wol um-
sonst, während Hugo Plagon eine Schilderung der stadt, wie sie im jahr
1187 war, ebenso gut einschalten konnte, als seiner zeit der geschichtschreiber
Flavius Josephus ähnliches gethan hat. Auf jeden Fall wurde die anleitung
nicht vor 1187 geschrieben, da es im texte lautet: monte Syon: lä fu la
grant yglise qui est abatue ou Nostre Dame trespassa. Der brüsseler-cod.,
der auch noch die beschreibung der verschiedenen nazionen, nach einigen
auslassungen über Aegypten, in nachfolge hat, weiset hinten die jahrzahl
1261. Als ich 1861 in Brüssel die hs. sah, merkte ich mir vor, dass sie
den druck verdiene.
G. 1187. Eines ungenannten Schilderung der nazionen, der templer,
hospitalbrüder , der ehrwürdigen statten, der quellen, berge, thiere,
bäume, der veränderten namen. Tractatus de locis et statu sancte terre
ierosolimitane, herausgegeben von G. M. Thomas in den Sitzungsberichten der
k. baieriseben Akademie der Wissenschaften, 1865, 2. bd. München, G. Franz,
1865. 8. Sonderabdruck s. 12 — 24. Auch mit vielen anmm. von Wilh.
Ant. Neumann in der sub anno 1180 angeführten theologischen Vierteljahrs-
schrift s. 258— 282 als zweite abtheilung. In Brüssel beginnt ein perga-
mentcod. 10150, kl. 4., aus dem 1 2. jahrhundert: Terra iherosolimitana, und
endet : plurimos fuisse et nullos, nur 5 seiten zählend. Auf der letzten Seite
steht die jahrzahl 1190. Nach dem katalog wäre der Verfasser Wilhelmus
Marchianensis. Der 2. theil ist, aber fehlerhaft genug, manchmal sogar un-
verständlich , in Eccardi Corp. histor. medii aevi, 2., col. 1350 — 1353, ab-
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gedruckt. Vgl. oben sub anno 1170. Thomas 10. Der abdruck von Neu-
mann reicht nur bis s. 24 bei Thomas, und so fehlt bei ihm von: De rege
et baronibus, an, inbegriffen den abschnitt : De excidio regni et regibus Jeru-
salem. Das fehlende gehört jedoch mehr der geschichte an. Aehnlich ist
die papierhandschrift in der bibliotheca rehdigeriana zu Breslau , S. IV. 3.
p. 22, 4., aus dem 15. jahrhundert, lxix 1 ' — lxiiij. Die aufschrift lautet:
Sytus et descriptio terre jerosolimitane , und das ende: Explicit Sytus et
descriptio terre jerosolimitane. Deo gratias Amen. Auch dieser cod., wie
die münchner, hat die könige u. s. w., und liest man s. lxiij: Rex Guydo.
Hiis diebus Sybilia . ., cum duobus filiis suis, mortua est. Damit kommt man auf
das j. 1194, mit den münchner-hss. auf 1107. Je nachdem der kopist in
späterer zeit lebte, führte er wol die geschichte der könige weiter fort. Der
kern der schrift fällt unzweifelhaft in das j. 1187 oder in ein früheres jahr ;
denn die kirche des h. Stephans, der dort' gesteinigt ward, wird als beste-
hend erwähnt; sie wurde bekanntlich noch vor der belagerung im j. 1187
geschleift. Man vgl. auch bei Basnage, ausgabe von Burchard, 4. tom. : De
terra Jerosolymitana. S. Thomas 21, Neumann 272. Auch heisst es (Neu-
mann 270;: In ecclesia Dominici Sepulcri sunt Canonici S. Augustini. Die
sorgfältigen herausgeber verdienen den dank für den schätzbaren beitrag.
1191. Meister Walther Vinsauf. Itinerarium Regis Anglorum Richardi
Et aliorum in terram Hierosolymorum. Auctore Gaufrido Vinsauf. ln Histo-
riae Anglicanse scriptores quinque. Oxoniae, Sheldon, 1687. Fol. 2, 245
— 433. Englisch in den Chronicles of the Crusades. London, H. G. Bohn,
1848. 8. S. 69 — 339. Nach Reinh. Pauli (Gesch. von England. Hamb.
1853. 3, 874 ff.) wurde die autorschaft ohne grund dem ritter Gottfried
Viusauf zugeschrieben. Michaud (Bibliogr. des Croisades 1, 477 sq.) nennt
den Verfasser Gauthier Vinisauf. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 146. Der geo-
graph findet einiges brauchbare.
C. 1200. Boha ed-Din, Schriftführer des Sultäns Saläh ed-Din.
Vita et res gestae Sultani, Almarichi Alnasiri, Saladini. Auctore Boliadino
f. Sjeddadi. (arab.) Ed. et latine vertit Albertus Schultens. Lugd. Bat., Lucht-
mans, 1732. Fol. Titelausgabe 1755. S. Robinson 2, 537. Der index geo-
graphicus von Schultens ist besonders lehrreich.
1210. Der Babbi Samuel bar Simson aus Lunel. Itinöraire de Pa-
lestine, in den Itinöraires de la Terre Sainte . . traduits de Thöbreu . . par
E. Carmoly. Bruxelles, A. Vandale, 1847. 8. S. 127 — 166. Mit einer ein-
leitung des herausgebers 115—126. Carmol/s kenntnisse gehen auf der
Christenseite nicht über Chateaubriand hinaus; nur dass die rittersche karte
benutzt wurde. Das itinerarium beschränkt sich beinahe nur auf anführung
von gräbern und ist unwichtig.
C. 1210. Der bischof und legat Jakob von Vitry. Jacobi de Vitri-
aco . . Libri dvo. Quorum prior Orientalis , siue Hierosolymitanae : Alter,
Occidentalis Historiae nomine inscribitur . . opera D. Franc. Moschi . . in lucem
edit. Dvaci, Balthasar, 1597. 8. Die Praefatio dazu rückte Canisius dem tom. 6.
Antiq. lect. hinten bei. Auch in Bongars’ Gesta Dei per Francos 1051 —
1149, und in Martene’s und Durand's Thesaur. Novus Anecdotor. Lut. Paris.
1717. Fol. Sp. 267 — 306. In Turin findet sich ein ms. auf der Universi-
tätsbibliothek und ebenso in Berlin (katalog fol. 1 36. b). Andere mss. in
Arras, S. Omer, in Paris (Biblioth&que de l’Arsenal), in Valencia (descriptio
terrae sanctae), abgekürzt in Middlehill. S. Haenel Catal. 49, 260, 319, 809,
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865 f., 1000. Französisch Paris 1604. 12. Jakob wurde später nicht bloss
bischof, sondern kardinal und wird von Burchard (de Monte Sion) irrig als
Patriarch angeführt. S. edit. Laurent 45, 73. Die zitirten stellen vgl. bei
Bongars 1074 und 1079, woraus erhellt, dass die lesarten ein wenig ab-
weichen, aber auch, dass Jakob wahrscheinlich Jerusalem besuchte, weil er
Burchard als autorität gilt. Ueberhaupt gibt der französische bischof (be-
sonders s. 1067 — 1129) eine auf eigne anschauung beruhende physische,
geographische, theilweise naturhistorische werth volle beschreibung des h. Lan-
des. J1 ot en france.i.bon clerc qui prescha de le crois qui auoit anon maistres
iakes de uitri. Cod. ms. bern. 113 p. 160 A\ S. Adrichom. nach s. 286 bl. I",
Stuck 2, 125, Ritter 15, 44, Petzlioldt’s Anz., 1862, 147, Sur les lettres
in&iites, die wenige geographische notizen enthalten, Jules de S.-G&iois in
den Mömoires de l’acad&nie Royale .. de Belgique t. 13 (1849).
1212. Wilbrand, graf Hallermund von Oldenburg, domherr von
Hildesheim, nachher bischof von Utrecht. Willebrandi ab Oldenborg,
Itinerarivm Terrae Sanctae. In Leon. Allatii 2vf.tf.uxza 122 — 152. Ebenfalls
hinten bei Genesius (s. oben sub anno 1155). Nach Ebert erschien das buch
auch in Amsterdam bei Waesberghe. Beckmann sagt nun, dass der druck-
ort in den ov(Lif.uxTa falsch angegeben sei , weil das buch in Amsterdam
gedruckt wurde. Neuere ausgaben veranstaltete mit vieler Sorgfalt J. C. M. Lau-
rent: Wilbrandi de Aldenborch . . Peregrinatio. 4. 3 — 30, (ins deutsche) über-
setzt und erklärt 40 — 67. Hamburg, T. G. Meissner, 1859. 4. Auch ist Wil-
brändus de Oldenborg in dem werke von Laurent: Peregrinatores medii aeyi
quatuor, Lips., Hinrichs, 1864, 4., der vierte: iterum edita, 162 — 190. Dem
herausgeber diente, ausser dem druck von 1653, eine berliner-hs. vom 17. jahr-
hundert. Der text erscheint in den neuesten ausgaben mehrfach berichtigt;
doch wesentlich neues enthält er nicht viel, und zumal ist zu beklagen, dass
auch hier das endsttick fehlt. S. Beckmann 2, 529 ff., Petzholdtfs Anz., 1862,
146. Dem buche lässt sich werth und brauchbarkeit nicht absprechen, und
jener tritt um so sichtlicher hervor, wenn man erwägt, dass er bloss 25 jahre
nach Saläh ed-Din’s einnahme von Jerusalem Palästina durchpilgerte.
1217. Meister Thietmar. Magistri Thetmari Iter ad Terram Sanctam..
Ex cod. ms. edidit Titus Tobler. St. Galli et Bernse, Huber, 1851, 16. Bei-
nahe gleichzeitig, doch offiziell erst am ende von 1851, erschienen lateinisch
Yoyages faits en Terre-Sainte par Thetmar, en 1217, et par Burchard de
Strasbourg, en 1 175, 1189 ou 1225; Par .. Jules de Saint-Gönoiö , als
Extrait des 25.theils der Mömoires de TAcadömie Royale. 4. 615, von 3 9 — 58
Epistola (in meiner ausgabe die aufschrift : De terra sancta) Mag. Thetmari.
Vorzüglichen fleiss auf die ausgabe verwandte Laurent: M. Thietmari historia
de dispositione terre sancte. Collatis codd. Hamburg., Vratislav. Stelzneri et
Rhedigeri, Guelpherbytano, libris editis recensuit J. C. M. Laurent. Hamburgi,
J. A. Meissner, 1852. 4. Particula 1. s. 9 — 33 geht nur bis s. 20 der spätem
ausgabe. Eine particula ulterior kam nicht mehr heraus, dafür das ganze:
Mag. Thietmari Peregrinatio. Ad fidem cod. . . edidit annotatione illustravit
codd. recensum scripturse discrepantiam indicem rerum et verborum adiecit
J. C. M. Laurent. Hamburgi, T.T. Meissner, 1857. 4. 2bll., 1 — 80 s., text l —
54. Diese ausgabe macht die früheren edizionen entbehrlich, sich selbst
aber sowol wegen der bereinigung, als wegen der Vervollständigung des
textes unentbehrlich. Ein verdeutschter, Jerusalem und Bethlehem angehender
auszug nach der basler-hs. : Magister Thetmars Reise nach Palästina und
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Egypten, im Anfang des 13. Jahrhunderts. Bearbeitet und mitgetheilt von
J. A. Sprecher v. Bernegg, ist enthalten in H. Mr. Malten’s neuester Weltkunde,
1844, 8. (Frankf. a. M., Brönner). 184—93. S. mein Bethlehem VIII, Siloah-
quelle und Oelberg 317 ff., Topogr. t, XXIII f., 3. Wanderung 414, Petzholdt’s
Anz., 1861, 279 und 1862, 146 f. Thietmar blieb 4 tage und 4 nächte in
Jerusalem. Für dieses ist er nicht bedeutend, sonst aber, besonders wegen
der auch den berg Sinai umfassenden pilgerfahrt, verdient er beachtung, in
der that mehr, als ihm bisher zu theil wurde.
C. 1220. Eine kurze beschreibung des heiligen Landes von
einem ungenannten. Pergamentcodex, biblioth. Arundel. 52. D, im
brittischen museum, doppelspaltig, aus dem 13. jahrhundert, von bl. 73 h an
nicht einmal 5 kolumnen umfassend. Die beschreibung beginnt: Or vous
dirai de la seinte eite de Jerusalem et del pais envirvn. Jerusalem est assis
en mi le munde. Dann Damaskus, Antiochien, Tyrus, 74*: iordan. Auch
Aegypten und der berg Sinai ist mitgenommen. Eine beschreibung von Jeru-
salem, die man gerade erwartet, fehlt. Meist trockne distanzangaben und
von sehr untergeordnetem werthe.
C. 1220. Eine kompendiöse darstellung des h. Landes von einem
ungenannten findet sich in Brüssel, papierhs., nr. 7579, fol., aus dem
1 6. jahrhundert: kopie ex ms. Rubese-Vallis. Dieselbe beginnt: Historia Hiero-
soiimitana. Liber primus. Ebron Metropolis olim philistinorum , was auf
den Eugesippus-Fretellus zurückdeutet, und endet: Post hunc (Balduinus)
Joannes comes Breniensis regnauit. Der graf Johann von Brienne, später
könig von Jerusalem, starb 1237. Wilken’s Gesch. 7, 438. Der dortige
cod. ms. 9826, von gleichem inhalte, bricht dagegen in der aufzählung der
könige von Jerusalem bei Fulco, graf von Anjou, der 1143 mit tod abging,
ab. Ich sah die hss. zu wenig durch, um ihren werth und ihre Verwandt-
schaft mit dem Tractatus de locis sancte terre (s. oben sub anno 1187) ge-
hörig beurtheilen zu können.
C. 1220. Der grieche Jäküt el-Hamawi. S. oben sub anno 988, in
der zitirten Zeitschrift s. 459 — 464. Ein Jerusalem betreffender auszug er-
schien im ‘Ausland’ von 0. F. Peschei. Augsburg, Cotta, 1864. 956 f. Aus-
züge lieferte im französischen de Guignes in seinen Notices et extraits des
Mss. de la Bibliothöque du Boi. Paris 1787 sq. Tom. 2. S. C. Rommel,
Abvlfedea Arabise descriptio. Gott. 1802. 4. Litt. IV. Rommel sagt, dass
Eben Nur Jacut eigentlich Bakui heisse. Vgl. Bellermann 2, 43 f. Von werth.
1226 ff. Johann von Joinville, feldmarschall Ludwig IX., königs
von Frankreich. Memoirs of Louis IX. king of France (commonly called
Saint Louis). By John Lord de Joinville, in den Chronicles of the Crusades
' (s. oben sub anno 1191) 351 — 556. Vgl. auch Joinville, Histoire de St. Louis IX..
p. Ch. du Fresne, sieur du Cange. * Paris 1668 und Paris 1761. Fol. S.
Wilken’s Gesch. 7, hinten 66, Grässe’s Trös. 3, 472 sq. Wegen einiger geo-
graphischer notizen zu beachten.
C. 1244. Der englische mönch Matthäus Päris. Matthsei Paris,
monachi Albanensis Angli, Historia major. Paris, G. Pelö, 1644. Fol. Er
nahm 1217 das ordenskleid und starb 1259. Einiges topographische stimmt
wesentlich mit Wilhelm von Sür (8, 2). Ein auszug in Michaud’s Biblio-
graphie des Croisades 1, 533 — 550. Vgl. Grässe’s Trös. 5, 134. Einiges
historische und geographische ist brauchbar.
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*C. 1247. Der nachherige Papst Urban IV. Jacobi Pantaleonis
Galli Patriarchae Hierosolyraitani über de T^erra saneta. Er trug die päpst-
liche Krone von 1261 bis 1264. Ich führe die schrift aus Adrichomius an
(287 n ), und ich war nicht im stände, sie irgendwo zu entdecken. Eine Ver-
wechslung mit Godefredus Monachus S. Pantaleonig, der annalen geschrieben
hat, wäre nicht mögüch gewesen, wol aber mit dem Jacobus patriarcha
Hierosolymitanus. In gedruckten ausgaben wird Jakob nicht, wie in der
ed. Laurent 73, Iacobus de Uitriaco, ierosolimitanus patriarcha, sondern ge-
wöhnlich Dominus Jacobus, patr. Hieros., genannt. Jacob de Vitry, welchem
der zuname Pantaleon gegeben werden konnte, und der von Burkhard (s.
oben sub anno 1210, s. 24) wirklich patriarch von Jerusalem genannt wurde,
darf wol nicht gemeint sein. Die reiseschilderung eines Jacobus, Patriarchen
von Jerusalem, gedruckt 1536, wird von Aitsinger und nachher von Le Clerc
in seiner praefatio zur Geographia Sacra Sanson’s p. 22 angeführt. Einen
nicht hieher gehörenden Pantaleam werden wir sub anno 1552 antreffen.
*C. 1250. Philippus. Gloriosae ac sanctae civitatis Jerusalem peregri-
nationes scire cupientes nec non totius terrae sanctae, oportet prius, sicut
mihi videtur, Nazareth pergere, quia dignum est, quod ubi nostrae redem-
ptionis fuit initium, inde nostrae peregrinationis sumamus exordium.- So lautet
der anfang eines Schriftstückes, cod. Melicens. H. 17, auf papier. Die gleiche
hs. findet sich auf der wiener- hofbibliothek, im stifte Klosterneuburg und in
Troppau. Die schrift hat mit der des Odoricus viel verwandtes. Schwer
ist es, den Philippus, den einfach ein paar handschriften haben, recht kennen
zu lernen, einmal weil man nicht weiss, ob dies der name des Verfassers
oder des kopisten sei, und dann weil, gesetzt den fall, dass man es hier
mit dem autor zu thun hat, es nur Sache der vermuthung ist, wenn man
auf den prior provinciae terrae sanctae fällt, dessen brief bei Quötif und
Echard, Biblioth. dominic. 1, 104, abgedruckt ist. Gefällige handschriftliche
mittheilung des pater Wilh. Ant. Neumann in Heiligenkreuz.
C. 1250. Der protonotar Perdikas von Ephesos. IltQÖixov i tqco-
tovotolqIov T7jg > E(ftoov 'ExyQaaig i itgl t(vv iv ‘ItgoooMfuoig xvQtaxwv #£-
fiduov, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellus in Leonis Allatii
2vf.if.uxja 65 — 7S, früher (1620) mit Epiphanios (s. oben diesen sub anno
1170), und hinten im Genesius (s. oben sub anno 1155). Perdikas, ein
augenzeuge, schrieb in gebundener rede, und wenigstens einiges lässt sich
zu nutzen ziehen. •
1258. Der jüdische gräberpilger Jakob von Paris. Description des
Tombeaux Sacrös, in den oben sub anno 1210 (Samuel bar Simson) ange-
führten Itinöraires 183 -188.
C. 1270. Eine gedrängte beschreibung des heiligen Landes von
einem ungenannten. Haec est via ad Terram Sanctam, als Innominatus III.
zu meinem Theodericus 128 — 134, bemerkungen 250 — 253. Vgl. Neumann
in der oben sub anno 1180 angeführten Zeitschrift s. 224.
C. 1275. Kurze anleitung zu einer wallfahrt von einem, unge-
nannten. Sie beginnt: De Famagusta est propior via ad terram, als Inno-
minatus IV. zu meinem Theodericus 134 — 140, bemerkungen 253 f. Vgl.
P. Neumann a. a. o. 221, 246. Beide, der Innominatus III. und IV., sind von
untergeordnetem werthe.
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C. 1283, vor- und nachher. Der graf Burchard (Burkhard) von
Barby, Ordensbruder im kloster vom berge Zion. Die älteste ausgabe
erschien im Rudimentum nouiciorum zu Lübeck bei Lukas Brandis de Schasz
1475.* Fol. Von bl. 164 — 188: prologus terre sancte. Mit einer sehr un-
vollständigen karte von Palästina. Ich sah das buch unverstümmelt in der
biblioth&que de l’arsenal in Paris. Dieser ausgabe folgte eine in Basel 1494.
16. — In Venedig 1519: Veridica Terre Sancte Regionumque finitimarum
ac in eis mirabilium descriptio. Nusquam antebac impressa. Impressum
Uenetiis, T. de Tridino, 1519. Kl. 8. AufE 1 a steht: Reverendi et devotis-
simi . . fratris Borchardi Alimani, ordinis predicatoris, liber, jqui inscribitur de
Descriptione T. S. eidemque adiacentium regionum. Der bologner-professor
Chrysostomus de Casali ordnete das ms., verbesserte etwas den styl, und
flocht namentlich auch die sehr zahlreichen Verweisungen auf die h. schrift
ein. Herausgeber war der predigermönch Joannes Host de Romberch Kyr-
spersis. Jener schrieb dazu auch ein sehr brauchbares Repertorium descri-
ptionis T. S., welches er aus Burkhard schöpfte, alphabetisch ordnete, immer
auf die kapitel und §§. hinweisend. In einem ebenfalls unpaginirten exem-
plar der gleichen venezianischen ausgabe, in Edibus Joannis Tacuini de Tri-
dino, las ich nach: Veridica Terre Sancte etc., die Überschrift: Liber de-
scriptionis Terre Sancte: eidemque adiacentium regionum editus ab eruditis-
simo et deuotissimo patre ordinis Predicatorum professore Borchardo Alimano
explicit, mit einem vorausgehenden alphabetischen register. — Ausgabe 1532
in Basel : Locorvm Terrae Sanctae exactissima Descriptio, avtore F. Brocardo
(Herwag, fol.), im Nows Orbis Regionvm (Hervag. Fol.) und in Paris im
gleichen Orbis (Galeocant. Fol.), mit karte; herausgeber Simon Grynäus. —
1536 in Antwerpen : Descriptio Terrae Sanctae exactissima, autore Brocardo
(Stels. Kl. 8.). — 1537 in Basel eine neue auflage der Descriptio von 1532.
— 1544 in Paris ein abdruck der antwerper-ausgabe von 1536 (Poncet
Lepreux). — 1554 in Wittenberg: Descriptio Locorvm Terrae Sanctae ex-
actissima Autore quodam Brocardo (J. Crato. Kl. 8.). — 1555 in Basel: Lo-
corvm Terrae Sanctae . . avctore Brocardo im gleichen Orbis (Hervag. Fol.).
S. das j. 1532 und 1537. — 1579 in Wittenberg: Descriptio et caet. wie in
der ausgabe von 1554 (Joh. Lufft. Kl. 8.). — 1587 in Wittenberg: hinter
Peucer wie in den 2 früheren ausgaben. — 1 587 in Magdeburg: Borchardus
monachus Germanus. Descriptio terrae sanctae (4.). — 1593 wieder in Magde-
burg : Fratris Borchardi , Alemani, . . liber , qui inscribitur Descriptio Terrae
sanctae, herausgegeben von Reinerus Reineccius (Kirchner. 4.). — 1604 in
Ingolstadt: Burchardus de Monte Sion in Canisii Lectionis antiquae t. 6. p.
295 sqq., eine bedeutend andere lesart, aber mit wesentlichen druckfehlern
(4). — 1624 in Köln. — 1707 in Amsterdam: Locorum Terrae Sanctae..
auctore F. Brocardo, aus Simon Grynäus’ Novus Orbis nach der basler-aus-
gabe von 1555, hinter dem sub anno 339 oben angeführten Onomasticon.
Fol. 169 — 192. — 1719' in Paris, in J. S. Menochii explicatio totius Scrip-
turae Sacrae (Fol.). — 1722 in Venedig, in J. S. Menochii Commentar. Sacrae
Scripturae t. 2. append. 151 sqq. (Fol.) — 1725 in Amsterdam: Descriptio
Terrae Sanctae, auctore Burchardo de Monte Sion, , mit anmerkungen von
Jakob Basnage, im Thesaurus Monumentorum ecclesiasticor. et historicor. sive
Henrici Canisii (neue ausgabe der) Lectionis antiquae (Wetsteen. Fol.). 3 — 28.
— 1746 in Venedig: Locorum Terrae Sanctae exactissima Descriptio, auctore
F. Brocardo, in Blas. Ugolini Thesaurus Antiquitatum Saerar., vol. 6., hinter
Reland sp. 1025 — 1068 (J. G. Herthz. Fol.). Es ist genau ein nachdruck
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der amsterdamer-ausgabe von 1707 oder aus Simon Grynäus’ Novus orbis.
— 1864 in Leipzig: Peregrinatores medii mvi quatuor Burchardus de
Monte Sion . . Quorum . . duos . . ad fidem librorum manuscriptorum recensuit
J. C. M. Laurent. Lipsise, J. C. Hinrichs, 1864. 4. Dies ist eine vielfach be-
richtigte und vervollständigte ausgabe, so dass alle ältern, wenigstens ohne
Vergleichung mit dieser, nicht gebraucht werden dürfen. Auch wird die be-
nutzung des buches durch kritische anmerkungen und durch ein namen-
register ungemein erleichtert. Im mittelalter hat Burkhard die mönche oder
gelehrten nicht wenig beschäftigt, und viele bibliotheken besitzen daher hand-
schriften. Der fleissigen handschriftenschau von Laurent habe ich übrigens
nur weniges beizufügen. In der bibliotheca Kelidigeriana zu Breslau enthält
die papierhandschrift S. IV. 3 a. 38, in quart, aus dem ende des 14. jahr-
hunderts, hinten den Burchardus: Incipit descriptio terre sancte ierusalem.
Beginnt: Dilectissimo in Christo ihsu patri fratri purgardo lectori fratrum
predicatorum ordinis in Meydburg frater purgardus de monte syon. Diesem
Burkhard sind noch ganz kurze beschreibungen beigefügt, welche zu ver-
werthen wären. Sehr wichtig ist die basler-papierhand Schrift A. 1.28, ein-
kolumnig, 4., aus dem 1 5. jahrhundert. Brocardus’ traktat beginnt nach dem
Fretellus ohne namen und auffechrift, nicht einmal auf frischer seite : Cvm
in veteribus historiis legamus, und schliesst : De Thaphinis ueniens in Menphis
et inde per cet. Explicit. Der Schluss ist bedeutend abgekürzt. Offenbar
könnte Laurent’s so fleissige ausgabe nach dieser basler-hs. noch bereichert
werden. Ein cod. in Brüssel, nr. 9177, auf papier, aus dem 14. jahrhun-
dert, der 8. bei Laurent 7 : Incipit prologus de situatione terre sancte. Cum
in veteribus hystoriis , sicut dicit beatus . . , und endet : hec de liiis dicta
sufficiant. Explicit libellus editus a fratre Brochardo theutonico ord. predieat.
de descriptione (ms. distriptione) et tevminatione terre sancte quam ipse totam
perambulauit et vidit et diu ibi stetit. Quem conscripsit dominus Jo. Reg-
naldi. Vgl. die einleitung Legrand d’Aussy’s zu Bertrandon de la Brocquiere,
in den Mömoires de morale et de politique. Paris, Baudouin, 1810. 4. 2.
t. 5, 467. Ein anderer brüssler-cod. , 9095, datirt vom j. 1455. Die
münchner-papierhandschrift auf der Staatsbibliothek, Clm. 5307, 4., vomj. 1470,
enthält bl. 92 ff.: Descriptio terre sancte. Sanctissimo (?) in cristo ihesu patri
fratri Burcardo lectori fratrum ord. predicat. in Magdeburg frater Conradus
de monte Syon, und endet: Neapolis sub abbate templi Cayphas sub cesa-
riensi episcopo etc. finis est. Eine andere papierhandschrift daselbst, Clm.
16204, fol., aus dem 1 5. jahrhundert, fängt an: Declaratio terre sancte et
descriptio eius ierusalem. Dilectissimo in christo ihsu patri fratri Burchardo..
in Maydeburg frater Burchardus de monte syon. Nach dem prolog heisst
es: Primo igitur sumo initium a ciuitate acharensi; ende (unpaginirt) : Nea-
polis sub abbate templi Ceyla sub Cesariensi episcopo. Explicit descriptio
terre sancte Jerusalem. Nach Kunstmann auch auf dieser bibliothek Clm.
16,209, p. 222, 8., und der Clm. 5307, p. 92 — 157, hat Cunradus de Monte
Sion. Zu vgl. Clm. 4514. Der sehr schön und gross geschriebene perga-
mentcod. auf der hofbibliothek in Wien, olim hist. prof. 661, neue nr. 509,
vomj. 1306, 4., zweikolumnig, der 25. bei Laurent 10, beginnt 3": Incipit
descriptio locorum Terre sancte. Dilectissimo in Christo Iesu patri fratri
Purchardo . . in Meydeburcli frater Burchardus de monte Syon. Cum omni
denotione, und endet IS 1 ’. S. Theoderic. 250. Dieser cod. weicht von Laurent’s
druck weit ab, ist bedeutend abgekürzt und hat, so Zusagen, mehr äussem
als innern werth. Auch die Universitätsbibliothek in Breslau bewahrt eine hs.,
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CI. IV bist, eccles. 192 7, foll. 94 (fol. 373 des katalogs). Sie beginnt: Cum
in veteribus historiis legamus. Eine hs. Descriptio Terrae Sanctae in Mont-
pellier (s. Haenel Catal. 231) ist wahrscheinlich dem Burchard zuzuschreiben ;
desgleichen die hs. in Strassburg: de dispositione Terrae Sanctae (Haenel
461). Nach dem Vorgänge von Beckmann unterscheidet Laurent (10) zwei
beschreibungen von Burkhard, eine kürzere, die er an einen freund, den les-
meister Burkhard richtete, und eine ausführlichere, die er erst später, nach
der rückkehr iu die heimat, abfasste. Übrigens macht er ( 1 8) noch 4 feinere
Unterscheidungen: 1. die älteste ausgabe von 1475, 2. die ausgaben im
Novus orbis, 3. die ausgaben von Venedig 1519 und von Magdeburg mit der
Zueignung und 4. die ausgaben von Ingolstadt und Antwerpen (1725). Die
2. klasse bietet eine schlechte abkürzung. Nach Legrand d’Aussy 1. c. 449 sq.
hatte Philipp von Valois, könig von Frankreich, vor, für das h. Land etwas
grosses zu unternehmen. In dieser zeit der bewegung, 1332, legte zu dem
ende ihm der deutsche Brochard 2 lateinisch geschriebene werke vor. Das
eine war eine beschreibung des landes, und das andere, 2 bücher und 12
kapitel bildend, gab die verschiedenen wege an, welche das heer einzuschla-
gen hätte u. dgl. Von letzterem werke, von dem Legrand 460 sqq. eine
lesenswerthe analyse gibt, konnte ich weiter keine kenntniss erhalten als
das, was ich bei besprechung des Advis dicectif anführen werde. — Ich
komme jetzt zu den Übersetzungen. Deutsch erschien: Fleyssige beschrey-
bung der Örter jm heyligen land gelegen, durch bruder Burcarden eyn Munch
beschriben , im deutschen Novus orbis : Die New weit , der landschafften . .
Strassburg, v. Andla, 1534. Fol. Bl. 92 — 103. Von Mich. Herr übersetzt.
Dann 1584 im Heyssbuch dess heyligen Lands, welches hinten mit Burk-
hard abschliesst, bl. 455 466: Eigentliche vnd warhaffte Beschreibung dess
Heiligen vnd anderen anliegenden Ländern . . Sonders fleiss vom Bruder Bro-
cardt . . Lateinisch in einem Blich an tag geben, Aber jetzundt erst . . trewlich
verteutschet, vnd in Truck gefertiget. Ingleichen 1609 in der zweiten auf-
lage dieses reisebuches unter dem gleichen titel 1, 854 — 875. Die Über-
setzung, dem texte im Novus orbis (auch bei Simon Grynäus) folgend, ist
nicht schlecht. Eine freie deutsche bearbeitung lieferte Jäck in seiner Taschen-
Bibliothek 2, 81 — 93. Französisch erschien Burkhard im buch: La mer
des hystoires, Paris, P. le Rouge, 1488, fol., 1, 189, 2. ausgabe Paris 1516,
fol., 3. ausg. Paris, Galiot du Prös, 1536, kl. fol. Nach Legrand 4 55,
459 sq. besorgte im auftrage des herzogs Philipp des Gütigen der Chorherr
Joseph Miölot (oder Melot. Haenel Catal. 767) eine Übersetzung, die er 1455
zu ende brachte: Le livre de la description de la Terre-Saincte , fait en
l’onneur et loenge de Dien, et compilö jadis, Fan 1 332, par fröre Brochard,
l’Alemant, de Fordre des Preescheurs; Advis directif pour faire le passage
d’oultre mer. Nach Kunstmann auch französisch in der Collection de Chron.
Beiges, monumeuts de Hainaut, t. 4.p. 226. Das lateinische stück lautet
nach einer hs. in der wiener-hofbibliothek , neue nr. 536: Directorium ad
passagium faciendum. In nomine Patris et filii et Spiritus Sancti Incipit
Directorium ad passagium faciendum . editum per quendam fratrem ordinis
predicatorum scribentem experta et uisa potius quam audita ad serenissimum
principem Doncinum Dominum Johm (Philipp) francie regem illustrem Anno
Domini 1332. Dies, wie folgendes vernehme ich vom pater Neumann, dass
Petrus de Palude nach Natalis Alexander (7, 155) den könig Philipp zu
einem kreuzzuge anfeuerte, und dass dieser schriftsteiler (ssec. XIII. c. 2.
art. 5. ausgabe 1669, p. 146) bemerkt: De sacra expeditione adversus Turcas
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obeunda commentarium misit (Burcbardus) ad Philippum Regem Christiauis-
simum anno 1232 (1332) laudatum a Zunita. Auch bei Quötif und Ecliard
(Scriptores Ord. Prsed. 1, 517) sei ein Directorium ad Philippum angeführt.
Italienisch findet sich nach professor Kunstmann, dem ich einige schriftliche
mittheilungen verdanke, die Descriptio veridica (1519) auf der Staatsbiblio-
thek in München, cod. 319 m . 8. Eine holländische Übersetzung ging in das
Woordenboek von Halma, Leeuw. 1717 (450), über. Der name des pilgers
wurde bald Brocardus, bald Burchardus geschrieben. Die ältesten ausgaben
haben Burchardus; in dem Novus orbis kam der name Brocadus auf und
zuletzt in die ausgaben von Amsterdam und Venedig (1746). Unter diesem
unrichtigen namen wurde der autor von Ritter, Robinson und, meines Wis-
sens, von allen andern der neuzeit zitirt, bis Laurent in seiner ausgabe für
Burchardus de monte Sion siegreich auftrat. Übrigens darf dieser Burkhard
weder mit Burchard von Strassburg, noch mit Bonaventura Brocardus, wie
es namentlich Jäck (2, 81) that, verwechselt werden: Palästina, seu Descriptio
Terrae Sanctae solertissima. Autore R. P. F. Bonaventvra Brocardo Monacho
Thevtonico . . Restitutore V. P. F. Philippo Bosquiero Caesariomontano . . Col.
Agripp., J. Crith, 1624. Kl. 8. 5 bll., 67 s. Ich kenne .diese Schrift nicht, und
weiss nur, dass sie nicht dem Burkhard vom berge Zion zugeschrieben wer-
den darf. S. Adrichom. 287% Xgvodvd'. 17 (6 Movayog BgoyugÖog . . 6
onoiog iazu&T] e7iif.ttXtozazog, xui uxgißtozazog zoaov IlegiodevTrjg, oaov
xai Vfcoyguif og oXyg zf/g rijg zavzyg), Meusel 1, 2, 75 f., Bellermann 2, 72 f.,
Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in-, den Orient, Jena, Cuno,
1792, 8., 2, 167, Beckmann 2, 31 ff., Jäck 2, 81 f., K. Ritter 15, 43, van
Senden 1, 347, Robinson 2, 538 sq., Topogr. 1, XXIV ff., Theoderic. 212 f.,
253, besonders Petzholdt’s Anz., 1861, 279 f. und 1862, 147 ff., Laurent
3 sqq. — Arculf und Burkhard haben im mittelalter die leser von Schriften
über das h. Land völlig beherrscht. Der- letztere verwendete als ein kluger
mann mehrere jahre auf die Pilgerfahrt, während welcher er ohne zweifei
die nothwendigsten kenntnisse der arabischen spräche sich erwarb, und er
beurtheilte andere glaubensgenossen mit christlicher milde. Natürlich be-
nutzte er bei der ausarbeitung des Werkes manche Vorlage, wie, nach eigner
angabe, den Jacques de Vitry; indessen bleibt immer noch ein ansehnliches
stück original. Er wurde nicht nur häufig gelesen, sondern auch von andern
Schriftstellern oft geplündert.
C. 1294. Der predigermöncli und glaubensbote Riccoldo (irrig
Richard) da Monte di Croce. Fratris Ricoldi de Monte Crucis ordinis pre-
dicatorum über Peregrinacionis, der zweite von Laurent’s Peregrinatores medii
sevi 105—141, nach dem wolfenbüttler-ms. : Itinerarius fratris Richoldi, das
ich nach Grotefend in der 3. Wander. 414 anführte. Das Vorwort, der erste
de Galilea handelnde abschnitt und die Schlussworte finden sich aus einem
mainzer-cod. abgedruckt im Recensus codd. antiq. complurium, tarn Mss.
quam Impressorum, Moguntiae in Rmi Capituli Metropolitani Bibliotheca lati-
tantium (Val. Ferd. v. Gudenus Sylloge I variorvm Diplomatariqrvm Monvmen-
torvmque vetervm . . FrancofvrtiadM., Hort, 1728. 8. 383 — 5). Eine italienische
ausgabe erschien unter dem titel: Itinerario ai paesi Orientali di Fra Ric-
coldo da Monte di Croce dominicano . . dato ora in luce da fra Vincenzio
Fineschi. In Firenze, F. Moücke, 1 793. 8. Der herausgeber glaubt, dass
die reise im italienischen vom pilger selbst geschrieben, wol aber etwas kürzer
ausgefallen sei. Auch: Viaggio in Terra Santa di Fra Riccoldo da Monte
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di Croce volgarizamento del secolo XIV secondo un manoscritto della Biblio-
teca Imp. di Parigi. Siena, Mucci, 1S64. 8. XV, 27 8. Desgleichen u. d. t.:
Per Nozze Loreta-Zambrini (febbr. 1864), unterzeichnet von F. L. Polidori,
F. Grottanelli, L. Bianchi. Im j. 1351 übertrug Jehan Le Long, von Ypres,
die Schrift aus dem lateinischen ins französische. 2 hss. bewahrt die Staats-
bibliothek in Paris, und eine fand ich in der berner-stad tbibliothek, nr. 1,25 :
Vorage du frere Ricul, ung bon preudomme des freres prescheurs, qui par
le commant du sainct pere ala oultre mer pour preschier, hinten: Explicit .
le Ytineraire de la peregrinacion frere Riculd. Weniges nahm ich daraus in
die Topogr. 2, 351, 467 f., 532, 565, 686 auf. Sonst ist, meines Wissens,
von der französischen Übersetzung nichts gedruckt. Ich verglich stückweise
diese und die italienische Übersetzung mit dem drucke bei Laurent, und es
ergaben sich wenig erhebliche abweichungen. Im allgemeinen ist derselbe
durchaus vorzuziehen, und namentlich das italienische von fehlem nicht frei.
Die französische Übertragung ist klarer als das original; doch streift sie, da
der Übersetzer, wol dem kitzel, mehr zu geben, nicht widerstehen konnte,
theilweise an eine Umschreibung; auch die Ordnung, wenigstens an einem
orte, ist eine andere. Man darf für gewiss ausgeben, dass Laurent in be-
nutzung der italienischen ausgabe und der französischen Übersetzung an eini-
gen stellen den text richtiger hergestellt haben würde. Ich erinnere an die
korrupte stelle V 5 communicantes. Post missarum solempnia, und das
tramorticionis V 39 würde aus dem italienischen tramortigione leicht hervor-
gegangen sein. Riccoldo, der auch Improbatio Alcorani (Hispali 1500') schrieb
(8. Hain 13913), war von Monte di Croce, einem toskanischen dorfe im be-
zirke Mugello, gebürtig. Da Riccoldo von den tempelherren in der weise
spricht (III 4), als haben sie das Castrum Peregrinorum im besitze, welches
die christeil 1291 verlassen hatten, so folgt daraus, dass seine Wanderung
in oder vor dieses jahr fällt. Er starb 1320. Lehrreiches über Riccoldo
soll Abel- Römusat in der Biographie universelle von Michaud geschrieben
haben. S. Jac. Quötif et Ecliard, Scriptores ordinis prsedicatorum, 1, 504 1 ’,
Fineschi in der einleitung zur wallfahrt, Francesco Poggi in der ausgabe von Sigoli
XXXIII sqq., Sinner’s Catal. MS. bibl. Bern. 2, 460 sqq., Grässe’s Lehrbuch
einer Literärgeschichte 2, 1, 49, auch 776, 780, Grotefend’s Boldensele (s.
sub anno 1336) 235, Laorty-Hadji 527, Topogr. h, XXVI, 3.Wander. 414,
Petzholdtfs Anz., 1862, 148, 1866, 254, Laurent 103 sq. nebst seinen anmm.
am fusse des textes. Die erzählung ist schlicht, bündig, treuherzig, und sie
verdiente wol, von dem vortrefflichen deutschen philologen herausgegeben zu
werden.
C. 1300. Der arabische kosmograph Dimishki. Syrien og Palestina,
Studie efter en Arabisk Geograph fra Slutningen af det 1 3de og Begyndelsen
af det 14de Aarhundrede med en Indledning af A. F. Mehren. Kjobenhavn,
Schultz, 1862. 4. S. 25 — 81. Eine vollständigere analyse des Werkes gab
Mehren in den Nouvelles annales des Voyages von Malte-Brun, jahrg. 1860,
1,2 und 64. S. l’Annöe göographique 1864 von Vivien de St.-Martin. Paris,
Hachette, 1865. 136. Palästina kommt kurz weg; doch ist das wenige
belehrend. Vgl. Rihlet min Dimeschk esch-Schäm ila el-Kods, vom schech
Abd el-Ghäni , bei Hammer in seinem bericht über Reinaud’s französische
Übersetzung von Abulfeda’s geographie, Sitzungsbericht der k. Akademie der
Wissenschaften in Wien, 1849, 28. ^
C. 1300. Der armenische fürst Haithon (Haython oder Aithon).
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Haithoni Armeni Historia orientalis, quse eadem et de Tartaris inscribitur.
Brandenb. 1671. 4. 92 — 107. Am Schlüsse des buches kommt, nach «Täck
(2, 95), eine kleine reise von Palästina vor. Ich kann dies nicht bezeugen;
dagegen kenne ich : Liber historiarvm partivm Orientis, sive Passagium terrae
sanctae, Haythone, ordinis Praemonstratensis, Authore, scriptus 1300. Haga-
noae, J. Sec, 1529. 4. Dies wurde zuerst französisch niedergeschrieben,
und zwar nach dem diktat Hayton’s von Nikolaus Salconi, der es 1300 ins
lateinische Übertrug. Ein lat. cod., nr. 5514, findet sich in der ‘Bibliotheque
nationale’ zu Paris. S. Bertrandon de la Brocquiöre von Legrand d’Aussy
(sub anno 1432), 444 sq. Französischer druck: Histoire Orientale Ou des Tar-
tares, De Haiton, Parent du Roi d’Armenie, in P. Bergeron’s Voyages faits
principalement en Asie, tom. II. Vgl. das. Traitö des Tartares I, 48 sqq.
Das buch gewährt historisches interesse, ist mehr eine anleitung zu eroberung
Jerusalems, und geographisches würde mau hier vergebens suchen. S. Ritter
15, 42, Grässe’s Trös. 3, 223 sq.
C. 1310. Der venezianische edelmann Marin Sanuto (oder Sanudo),
zugenannt Torselli. Liber secretorvm fidelivm Crvcis Super Terrae Sanctae
recvperatione et conservatione. quo Et Terrae Sanctae Historia ab Origine.
et Eiusdem vicinarumque Prouinciarum Geographica descriptio continetur.
Cuius Auctor Marinvs Sanvtvs dictus Torsellvs . . Nunc primüm, cum libello
eiusdem argumenti, sine auctoris nomine, Ex MSS. veteribus editus. Orien-
talis Historiae Tomus II. Hanoviae, ap. hered. I. Aubrii, 1611. Fol. Hinter
Bongars’ Gesta Dei per Francos, in denen Willerinus Tyrensis und andere
den 1. theil der Orientalis Historia bilden, von s. 1 — 281; 289 — 316 Tor-
selli’s Epistolae. In Florenz sah ich auf der biblioteca Magliabechiana einen
sehr schönen pergamentcodex in folio , allein ohne Zeichnungen und grund-
risse, und in einer papierhandschrift aus dem 15. Jahrhundert aufs. 169 f . :
Descriptio uenerabilium locorum sancte ciuitatis Jerusalem, ein stück aus
einer grossen kosmographie und nichts anderes als ein auszug aus Marin
Sanuto. Von den 3 büchern die 14. pars (243 — 262), Continet Locorvm
dispositionem, maxime Terrae Sanctae. Dazu gehört ein grundriss von Accon
und Jerusalem; ein verbesserter und weit schönerer der letzten stadt findet
sich in Vogüö’s figlises 436 nach einer hs. Man hüte sich aber, nur den
einen oder andern ausschliesslich zu benutzen; denn es müssen beide ver-
glichen werden, weil sie einander ergänzen. 'Der Verfasser legte sein werk,
das er im j. 1306 begonnen, 1321 dem papst Johann XXII. vor. Sein be-
streben, ein beinahe schwärmerisches, ging dahin, das h. Land wieder zu
erobern. Allerdings setzte er den fuss auf dasselbe, indem er in dem Vor-
worte (3) ausdrücklich erwähnt: Vicibus multis extiteram in Alexandria, et
Acon. Zweifelsohne war er auch in Jerusalem, und das Stillschweigen mag
daher rühren, dass er vom papste, mit dem er später in nähere Verbindung
trat, keine erlaubniss zur reise dahin hatte. S. Michaud’s Bibliographie des
Croisades 1, 128—136, Ritter 15,41 f. Torselli schreibt im ganzen genau,
nicht ohne Vorbereitung. Manche stellen lauten beinahe wörtlich so, wie
bei Burkhard im Novus orbis.
C. 1310. Kurze beschreibung der heiligen Stätten für die pilger
von einem ungenannten. Hee sunt peregrinaciones et loca terre sancte.
Nach dieser aufschrift beginnt der fromme Wegweiser: Primo in Jerusalem
est templum Domini gloriosura, und schliesst: Prope est monasteriura Jeronimi
et cetera locorum. Das ms. bewahrt die wiener-hofbibliothek, nr. 352. Der
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katalog bemerkt wol nicht mit recht: Manus saeculi XIII. Die reihefolge
der h. Stätten ist beinahe wie bei Marin Sanuto, und dasselbe scheint theil-
weise eine, immerhin auch neues enthaltende, ausziigliche Umarbeitung der
schrift des Venezianers. Zuerst bei diesem finde ich die ecclesia salvatoris
auf Zion, und dann erst bei unserm anonymus wieder. Wenn es bei Pipino
(3. Wander. 406) heisst: fui . . in strata, ubi sancta crux . . super mortuum
posita fuit, so heisst es beim anonymus: Sequitur via, in qua probata fuit
s. crux. Daraus folgere ich, dass dieser dem Marin Sanuto und Pipino in
der zeit nahe war. Es ist ein kurzes, ziemlich trockenes verzeichniss, jedoch
keinesweges werthlos. Die mittheilung einer abschrift verdanke ich der ge-
fälligkeit des pater W. A. Neumann in Heiligenkreuz.
1314 ff. Der jüdische gelehrte Esthori b. Mose ha-Parchi aus der
Provence. On the Geography of Palestine. From Jewish sources. By Zunz.
(Translated from the German by the Editor). Ein auszug aus dem werke
Khaftor va-ferach des Parchi im 2. bd. von Asher’s Itinerary of Rabbi Ben-
jamin of Tudela, s. 397 — 448. Das sehr seltene original, welchem der aus-
zug entnommen, ist cura Mosis Kohen b. Sacharia, Yenet. per Meier b. Jacob
Parenz, s. a. (c. 1546—50), 4., erschienen. Eine neue ausgabe wurde ver-
öffentlicht unter dem titel: Caftor wa-pherach auctore Pharchi (Parchi), liber,
in quo de ritibus Terram Sanctam spectantibus nec non de Geographia, Anti-
quitatibus , Nummis etc. eodem pertinentibus agitur . . textum e cod. ms.
bibliothecse Bodlej. emendavit . . annotationes adjecit Hirsch Edelmann. Berol.,
J. Sittenfeld, 1852. Gr. 8. Sehr schöner druck; man lasse sich indessen
durch den einzig lateinischen titel nicht täuschen, weil der ganze inhalt nur
hebräisch ist. S. Asher’s Benjamin 2, 260—263; wenn nun aber derselbe
das urtheil über Parchi dahin abgibt (260): is the first and most important
author on the topography of Palestine, -so liess er sich von patriotenliebe
zu weit verleiten. Vgl. Robinson’s gemesseners urtheil 2, 539, Munk 655,
3. Wander. 414, Petzholdt’s Änz., 1862, 183. Parchi besuchte von Ägypten
aus das h. Land. In Beisän , von wo ' aus er zu erforschung der gegend
ausflüge machte, verbrachte er 5 jahre und 2 in Galiläa. Für die alte geo-
graphie ist Parchi, besonders weil er die oft übereinstimmenden Ortsnamen,
wie sie bei den eingebornen von mund zu mund gingen, sorgfältig aufschrieb,
sehr werthvoll.
1320. Der predigermönch Francesco Pipino von Bologna. Fran-
cisci Pipini tractatulus de locis Terre Sancte. Incipit Tractatus alius de
locis terre sancte per me Franciscum Pipinum. Erschienen, doch ohne den
letzten tlieil, in der 3. Wander. 400 — 412. Eine zweikolumnige pergament-
handschrift, kl. 8., sah ich später auf der ehemals grossherzogl. bibliothek
in Modena. Ich ermangelte nicht, das sehr schöne, übrigens stellenweise
kaum leserliche ms. ein stück weit mit dem drucke zu vergleichen, und es
ergaben sich wenig wesentliche Verschiedenheiten. Indessen sollten, wenn Pipino
wieder gedruckt würde, nothwendig die abweichenden lesarten des cod. in Modena
aufgenommen werden, weil damit einige berichtigungen ermöglicht werden
können. In Muratorii Rer. italic. scriptor. 9, 587 sqq. kommt nicht die reise
ins h. Land von Pipino vor, sondern seine chronik, welche dasselbe nicht
berührt; wol aber erwähnt der herausgeber, dass Pipino geschrieben habe:
Ista sunt loca sacrse venerationis quse ego frater Franciscus Pipinus (gerade
so beginnt auch der cod. in Modena), nach einem cod. Estense. Vergebens
würde man sonst irgendwo den abdruck der reise suchen. Dieser Pipino
To bl er, Bibliograph ia. 3
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übersetzte bekanntlich des Bernardi Thesaurarii Liber de acqnisitione Terr»
Sanctse aus dem französischen ins lateinische. S. Murator. 1. c. 6, 657, C.
Schönborn’s Bibliographische Untersuchungen über die Reise-Beschreibung des
Sir John Maundevile (Breslau, Grass, 1840. 4.) 9, Top. 1, XXVII. Die
schrift enthält einige interessante bemerkungen.
C. 1320. Der franziskaner Oderico (Oderich) von Pordanon (Portnau)
im Friaul. Odorici de Foro Iulii Liber de terra sancta, die 3. schrift der
Peregrinatores medii aevi quatuor von Laurent, s. 1 46 — 158, mit dem Schlüsse:
Istud scripsit frater Odoricus de Foro Iulii, cum remeasset de partibus in-
fidelium ad suam prouinciam, a. D. 1330. Ausser der berliner-hs., welche
Laurent drucken liess, finden sich codd. in Wolfenbüttel: Itinerarius fidelis
fratris Oderici , socii militis Mandavil per Indian) , licet hic prius et alter
posterius peregrinationem suam descripsit, in Basel E. m. 20: Oderici de
Foro Julii descriptio terre Sancte, in Bern ms. 125: Itinerarium Oderici
Forojuliensis ordinis minorum, in Utrecht, hinter Boldensel, Odoricus de Foro
Julii, autor. ecclesiast. nr. 339, fol., aus dem 15. Jahrhundert; allein hier
dürfte die schrift über die Tatarei zu verstehen sein, wie auch es von dem
codex in Middlehill: Itinerarium in partibus infidelium a. 1331 compositum,
der fall sein wird. S. Haenel 859. Damit ist die hs. in S. Omer: Fr. Odonis
itinerarium de mirabilibus Orientalium Tartarorum, zu vgl. S. Haenel 262.
Oderico schrieb die reiseerlebn isse nicht selber nieder, sondern diktirte sie
gegen das ende seines lebens 1330 (f 1331) dem bruder Wilhelm de Solagna
in Padua. Oderich’s buch: De mirabilibus orientalium Tartarorum, wurde
zugleich mit M. Polo und Riccoldo von Jean Le Long, von Ypres, aus dem
lateinischen ins französische übersetzt. In der ausgabe des Marco Polb in
Venedig 1496 ist auch ein stück der reisescbilderung von Oderico beigefügt.
Ramusio hinwieder veröffentlichte in seiner Collezione di viaggi (2, 245 und
253, ed. de’ Giunti 1583) 2 berichte des itinerarium von Oderico, die etwas
verschieden abgefasst sind. Ganz abgedruckt steht der reisebericht, nach
P. Bergeron in seinen Voyages: Traitö des Tartares, 53, lateinisch in Hakluyfs
Navigations, t. 2. Allein dies ist wol schwerlich von dem Liber de Terra
Sancta zu verstehen, sondern von der missionsreise in andere asiatische
länder, wie man sie auch in den Acta sanctorum: De B. Odorico, sive Or-
derico, (Jan.) 1, 986 — 992, findet: Oderici Peregrinatio ab ipsomet descripta,
in welcher reiseschilderung über das h. Land nichts enthalten ist. Vgl. Mei-
nert bei Marignola 9, Poggi in der ausgabe von Sigoli XXIX sqq., Schönborn
über die Reisebeschreibung des John Maundevile, Breslau, 1840, 19 f.,
Grotefend’s einleitung zu Boldensele 235, Brunet 4, 160 sq., Grässe’s Trös.
5, 10, Laurent 145. Letzterer hat das verdienst, den wirklich interes-
santen reisebericht, den er mit noten versah, zugänglicher gemacht zu haben.
C. 1321. Ismail Ben Ali Abu el-Feda, ömir von Hamah in Syrien,
Abvlfedae Tabvla Syriae . . Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis
explanavit J. Bemh. Koehler . . Accessere I. I. Reiskii V. C. Animadversiones.
Lips., Schoenemark, 1766. 4. Bll. 34^ text 1 — 144, supplem. 147 — 166. Eine
zweite, verbesserte ausgabe erschien in Leipzig und Königsberg 1786. Die
reiskische Übersetzung des ganzen Werkes steht in Büsching’s Magazin für
die neue Historie und Geographie 4, 121 ff. und 5, 299 ff. Ferner ist an-
zuführen : Arabiae descriptio arabisch und von J. Greaves ins lateinische über-
setzt in Hudson’s Geographia veter. Scriptor. minor. t. 3. Oxoniae 1712. Auch
findet sich angehängt die ‘Description gönörale de l’Arabie faite par le Sultan
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Ismael Abulfeda, Traduite en Francois sur les meilleurs Manuscrits, öclaircie
par des Notes/ als anhang zu De la Roque’s Voyage dans la Palestine.
Paris 1717.' 1—27. Christoph Rommers ausgabe von Arabise descriptio,
Gottingse, H. Dieterich, 1802, 4., ist ita ut Abulfedea descriptio commentario
perpetuo illustretur. Eine vollständige edizion des ganzen geographischen
Originals besorgten zu Paris 1837 und 1840 Reinaud und Mac Guckin de
Slane. Vgl. Silvestre de Sacy in de Guignes’ Notices et extraits 4, 522 sq.
S. Bellermann 2, 47 ff., Robinson 2, 539. Die hohe und einflussreiche Stel-
lung des Verfassers war sehr geeignet, interessante und glaubwürdige nach-
richten zu sammeln.
C. 1324. Der arabische reisende Mohammed Iben Batüta von Tanger.
Travels of Ibn Batüta; translated from the abridged arabic Manuscript Co-
pies . . With Notes, illustrative of the History, Geography, Botany, An-
tiquities, etc. By Samuel Lee. London, J. Murray, 1829. 4. XVIII, 243 s.
Palästina kommt aber bei Lee viel zu kurz weg. Vollständiger erschien
eine französische Übertragung: Voyages d’Ibn Batüta. Traduction par C. De-
frömery et le Dr. B. R. Sanguinetti. 2 thl. Paris 1853. 8. J. G. L. Kose-
garten de Mohammede Ebn Batvta . . eiusque itineribus, lense, libr. Croeker.,
1818, 4., gibt nur das iter persicum, maldivicum und africanum. S. Robin-
son 2, 540, Grässe’s Trös. 3, 406. Werthvoll.
1332. Der dominikanermönch Otto von Nyenhnsen aus Minden,
genannt Wilhelm von Boldensele. Guilielmi de Baldensel Hodoeporicon
ad Terram Sanctam, in Henr. Canisii Antiquse lectionis t. 5. Ingoist. 1604.
4. 95 sqq. Daraus des Guilielmi de Baldensel, Equitis aurati Hierosolymi-
tani, Hodoeporicon . . A. 1336. Ab ipso scriptum, rogatu Thalayrandi Comi-
tis Petragoricensis, S. R. E. Presbyter! Cardinalis . . mit Vorrede und Zusätzen
wieder abgedruckt in dem oben sub anno 1283 (Burchard) angeführten Sam-
melwerke von Basnage, t. 4. Amstelsedami, Wetsteen, 17 25. Fol. 332 — 357.
Eine neue ausgabe besorgte 1855 C. L. Grotefend : Itinerarius Guilielmi de
Boldensele, welchem eine kurze Epistola Guilielmi de Boldensele ad Petrum
abbatem Aulae Regiae vorangeht, in der Zeitschrift des histor. Vereins für
Niedersachsen. Hannover, Hahn, 1855 (jahrgang 1852). 8. 236 — 286. Mit
einleitung 209 — 236 und anmerkungen. Wol die beste ausgabe. Diese
Schrift war zu seiner zeit sehr verbreitet, wie mehrere handscliriften in den
bibliotheken bezeugen. Grotefend diente diejenige in Wolfenbüttel. Ich sah
eine in Brüssel (nr. 8779, pergament, 4.), in Utrecht (autor. eccles. nr. 339:
Descriptio Terre Sancte. Incipit liber de quibusdam partibus vlframarinis
et prsecipue de terra sancta . . compilatus per . . guillelmum bolonsele) , in
Basel (D. fv. 8, auf pergament : de Boldenselen), auf der wiener-hofbibliothek
(neue nr. 3529, papierhandschrift, aus dem 14. oder 15. jahrhundert, von
Bolesem, Bolepem oder Bolczen, beginnend aufs. I32 a : Incipit prologus liber
de quibusdam partibus vltramarinis. 8. Theoderic. 172). Ein ms. findet sich
auch in der Universitätsbibliothek zu Giessen, nr. 159. Im jahr 1351 über-
setzte den reisebericht Jehan Le Long, mit dem wir schon bei Riccoldo be-
kannt wurden; 2 mss. bewahrt noch die reichsbibliothek in Paris, nr. 8392
und 7500 (ancien fonds du roi). Eine freie deutsche bearbeitung von Karl
Peter: Reise nach Palästina durch Wilhelm von Boldensleve, in Jäck’s Taschen-
Bibliothek der . . Reisen durch Palästina. 2, 109 — 162. Auch : Des angeblichen
Johanniter-Ordensritters Otto vonNienhus, genannt Wilhelm von Boldensele Reise
nach Palästina, im Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg,
3*
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1861, 149 ff. Der name des Verfassers, zum beweise, dass man im mittel-
alter es nicht immer so genau nahm, wurde verschieden geschrieben, wie
oben schon Beispiele gegeben wurden, ferner: Boideselle, Bouldeselle, Bolen-
sele, Bolerisele, Botzencelle, Bottenzel u. s. f. Ich folgte Grotefend. Man hat
1336 als das jahr der reise bisher beinahe durchgängig angenommen; allein
dies ist unrichtig, wie namentlich Alessandro Bassi bei Rignon (Annal., 1863,
70) bemerkt: 1336, annöe dans laquelle il öcrivit son röcit sur les instances
du Cardinal Talleyrand de Pörigord, et non l’annöe de son pelerinage. Wa-
rum er Boldensele einen voyageur de l’an 1330 nannte, sehe ich nirgends
begründet. Ich wählte nach Petzholdt das j. 1332. S. Beckmann 2, 226 ff.,
oben sub auno 1102 d’Avezac 1. c. 429 sq., Grässe’s Lehrbuch 2, 1, 769,
Laorty-Hadji 527 sq., Grotefend 209 ff., Topogr. I, XXVII f., 3. Wandel*. 4 1 4,
baron de Hody’s Godefroy de Bouillon et les Rois latins de Jerusalem, 2. öd.,
Paris, H. Casterman, 1859, 8., 168, Petzholdt’s Anz., 1862, 1 84 f. Bolden-
sele, der wackere deutsche, reiste mit einem priester und bedienten zu Was-
ser nach Konstantinopel, Phönikien, Philistäa, Ägypten, dann nach dem berge
Sinai uud über Berseba nach Jerusalem. Die von ihm mit klarem blick
abgefasste reiseschrift verdient beachtung.
1334. Der Rabbi Ishak Chelo aus Aragon. Sein reisebericht in
Carmoly’s Itiuöraires de la Terre Sainte, 235 — 264, ist überschrieben: Les
Chemins de Jerusalem. Der kabbalist zog mit seiner familie aus Spanien
nach Jerusalem, um sich hier bleibend niederzulassen. Von da schrieb er
an seinen vater, seine freunde und bekannten mehrere briefe, von denen
einer jene Überschrift erhielt. S. Carmoly’s einleitung 219 sqq. Werthvoll.
C. *335. Kurzes verzeichniss der heiligen Stätten von einem un-
bekannten. Es beginnt mit den Worten: Questi sono i viaggi che debbono
fare li pellegrini, che vanno oltra mare per salvare l’anima loro, e che puö
fare ciascuna persona stando nella casa sua, pensando in ciascuno luogo
che di sotto h scritto, e in ogni santo luogo dica uno paternostro e Ave
Maria, und wurde von Michele Melga unter dem titel herausgegeben: Viaggi
in Terra Santa descritti da anonimo trecentista. Napoli, Fibreno, 1862. 8.
s. 7 — 11. Übergegangen auch in Gargiolli’s Sammlung (s. unten sub anno
1384, Frescobaldij, 441 — 450: Viaggio in Terra Santa. Von einigem ge-
schichtlichen werthe.
C. 1336 (1322 — 1356). Der englische ritter John Maundeville.
Es wird allgemein angenommen, dass Maundeville, angeblich 1356 zu Lüttich,
den reisebericht ursprünglich in französischer spräche geschrieben habe, aus
der er zunächst ins englische und lateinische überging. Das französische
war damals besser verstanden, als eine andere spräche ; selbst Marco Polo’s
erste Schrift war französisch. Es muss auffallen, dass wir so wenig lateinische
ausgaben besitzen, was sich etwa dadurch" erklärt, dass das abenteuerliche
und lügenhafte, womit der Verfasser die leser zu gewinnen suchte, die ge-
lehrten nicht sonderlich anzog, und dass der ganze karakter der schrift mehr
den eines Volksbuches, in Frankreich wie in England, in Italien wie in
Deutschland, hat. Wer ohne gewissen Volksbücher schreibt, geniesst den
vortheil, dass seine leser nicht kritisch verfahren. Ich beginne demgemäss
mit den französischen ausgaben. Ein abdruck bat folgenden titel s. a. et 1. :
Monteuille compose par messire Jehan de monteville cheualier natif dangle-
terre de la ville de saint alain. Lequel parle de la terre de promission,
de hierusalem, et de plusieurs pays, villes, ' et isles de mer, et de diuerses
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et estranges choses, et du voyage de hierusalem. 4. Das mir vorgelegene
exemplar ist unvollständig, mit vielen plumpen holzschnitten. Eine andere
französische ausgabe, die ich sah, hat den kurzen titel: Ce livre est appele
mandevifie. 1480 (Lyon, Bartholomieu Buyer, nach Hain 10641). Das buch
erschien auch 1487 (Lyon, Jean Cres, nach Hain 10642, Pierre Bouteiller.
4.), 1517 (Regnault), 1542 (Canterel), 1729 und 1735 (verstümmelt) in P.
Bergeron’s Kecueil de divers voyages curieux. Leide 1729; la Haye 1735.
•4. : Recueil ou Abregd des Voiages, et Observations, du Sr. Jean de Mande-
ville, hinten im 2. th. Grässe führt (Trös. 4, 360) 4 ausgaben s. 1. et a.,
1 Paris s. a. an. Mss. gibt es noch eine menge; ich fand in Brüssel ein
ms. aus dem 1 5. jabrhundert, nr. 10420: Voyage d’Oultremer, ein anderes
von ungefähr gleichem alter, nr. 10439, item ein 3., nr. 14787 und ein 4.,
nr. 11141, in Leyden eine pergamenths., fol. (ms. lat. Voss F. 75), aus dem
15. jahrhundert, in Paris beim grafen de l’Escalopier eine papierhs. in
folio: Cy Commence le liure des parties d’oultre mer lequel fut fait et or-
donne par messire Ihän de mandeuille, mit einer zierlichen titelzeichnung,
und in Bern ms. hist. nr. 58 (Sinneri Catal. 2, 415), eine papierhandschrift,
fol., aus dem 15. jahrhunderte ; Legrand d’Aussy führt (s. 445, s. weiter
unten sub anno 1432 f. Bertrandon) eine 1477 abgefasste hs., Staatsbiblio-
thek in Paris, nr. 10024, an. Überdies gibt es hss. in Aix, Dijon, Middle-
hill. S. Haenel Catal. 4, 147, 869. — Lateinisch erschienen Maundeville
und der von Sudheim mit einander, s. 1. et a., etwa 1495, fol. Incipit: Ta-
bula presentis libri singula per ordinem capitula . . , auf bi. 1 : Commenta-
tio brevis terre iherosolimitane, und bl. 58 : Explicit jtinerarius a terra an-
glie. Darauf Registrum in librum ludolphi de itinere ad terram sanctam.
De Constantinopoli . . ; ende bl. 112: Domini ludolphi ecclesie parochialis in
Suchen pastoris libellus de itinere ad terram sanctam Finit feliciter. Dann
folgt noch Marcus Paulus. Alles in einem bande. Diese äusserst seltene
ausgabe findet sich auch von Schönborn (s. oben sub anno 1320, Pipino)
angeführt; doch trifft die blätterzahl nicht ein, so dass auf einen andern
druck der gleichen Sammlung geschlossen werden muss, wenn nicht irrthümer
unterliefen. Die von mir gesehene ausgabe wird in der akademischen biblio-
thek in Leyden aufbewahrt. Zwei andere alte drucke, die Schönborn (8)
anführt, kenne ich nicht. S. ]3ei Hain 10643, 10644. Bei van Adrichom
(287a) steht: Descriptio Ierusalem locorumque sacrorura Ioannis Mandeuille
Angli, alias Monteuillani, qui an. Domni. 1322. suam peregrinationem per-
fecit, et sedulö perscripsit. Impress. Antwerpise per Wouwer, 1564. Hand-
schriften gibt es mehrere: in Brüssel nr. 1163; in Leyden ms. Vulcanii no.
96, auf pergament, 4., aus dem 14. jahrhundert, beginnend: Prohemium
Johannis de Mandevylle in opus inceptum de itinerario peregrinorum cum
mirabilibus adiacentium locorum, ende : Explicit Itinerarium Johannis Maunde-
vyle militis scriptum in anno iubileo per manus Ricardi Blecclewe monachi
Alandon . anno domini 1390; in Gotha pergamentcodex, nr. 192, 4., begin-
nend bl. 169: Incipit Itinerarium a terra Anglie in partes iherosolimitanas,
ende: et spiritus sancti Amen; in Dresden papierhandschrift, F. 69a, aus
dem 15. jahrhundert: Itinerarium; in Berlin FoL 179 b unter den Itineraria
in linguam latinam tradita; in Wien neue nr. 3529 mandauilla (s. Theoderic.
172); in Breslau zu Maria Magdalena vom j. 1414 (nach Schönborn 10);
in Turin auf der Universitätsbibliothek papierhandschrift H III 1 ; in Glas-
gow nach Haenels Catal. 795. Schönborn weist ausführlich nach, dass
Maundeville die reisebeschreibung nicht selbst abgefasst habe, und dass die
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ihm bekannten 2 lateinischen ausgaben mehr eine abgekürzte bearbeitung
der Urschrift, dass sogar Widersprüche vorhanden seien ( 1 7 f.), und dass der
lateinische druck namentlich auszüge aus Oderich von Portnau enthalte (19 ff.).
— Ich komme jetzt zu den englischen ausgaben. Da Maundeville ein eng-
länder war, so ist es sehr wahrscheinlich, dass er die reise auch selbst in
englischer spräche niederschrieb, und zwar nachdem eine lateinische Über-
setzung schon bekannt war. Englisch erschien die reise Westminster 1499,
8., London 1503, 8., ibi 1568, 4., ibi 1618, 4., ibi 1657, ibi 1670, ibi,
Stot, 1684, 1696, 4., 1705, London, 4., 1 7 10, ebenda, 4., 1722, 4., 1725:
The Yoiage and Travaile of Sir John Maundeville, Kt. which treateth of the
way to Hierusalem. . Reimprinted from the Edition of A. D. 1725. With an
Introduction, additional Notes, and Glossary, by J. 0. Halliwell. London,
published by E. Lumley, 1839. 8. HalliwelTs ausgabe erschien aber auch
1727. Thomas v Wright legte- in seinen Early Travels in Palestine 127 — 282
im j. 1848 eben diese ausgabe zu gründe; nur erlaubte er sich, das eng-
lische dem heutigen anzupassen. Ich zitirte selten die französische Urschrift
oder die Übersetzung im Reyssbuch dess heyligen Lands, sondern fast nur
Wright’s englische ausgabe als die zugänglichste, der ich am meisten ver-
trauen schenkte. — Eine italienische Übersetzung erschien Mailand 1480, 4.,
Bologna 1488, 4.: Tractato de le piu maravegliose cose . . reducte e colte
sotto brevita in lo presente compendio dal . . Mandavilla. Impress. bon. p.
Ugon. Rugerium (Ich sah diese ausgabe oder den titel in London und Nea-
pel, Studij); Venedig 1491, das. 1496, 4., Florenz, L. de Morgiani, 1492:
Johanne de mandauilla . Tractato . . per Maestro Manfredo da Monteferato ;
Bologna 1492 und 1497, 4., auch Mailand 1497, Venedig _ 151 5, daselbst
1534: Qual tratta delle marauegliose cose e piu notabile ch si trouino: e
come presentialmente ha cercato tutte le parte habitabile del modo, Schluss :
Stampato in Venetia per Aluise di Torti . . kl. 8.; und 1567, 8. Hier reihe
ich den Codex in Paris, Bibliotheque de PArsenal, in lingua provenzale an:
della Terra Santa. S. Haenel Catal. 357. — Der deutsche zählt mehrere
ausgaben, und zwar sehr alte und eine neue: 1481 Augsburg, fol., Anthoni
Sorg, Übersetzung von Michael Velser (wol verschrieben Michelfelser) ; 1482
fol., ebendaselbst, ^von hannsen schönsperger : Hie hebt sich an das püch des
Ritters herr Hannsen von Monte-Villa, ende: Ich Johanns von Montevilla . .
gewesen zwelff jar, ohne paginazion und Signatur, übrigens schöner druck,
aber mit schlechten holzschnitten ; 1484 Strassburg, Johannes Prussz, fol.,
ebenfalls Übersetzung von Velser; 1488 Strassburg, Johannes Prussz, 4.,
Übersetzung von Otto Demeringen, auch daselbst 1499, fol., 1501, 1507,
1580 Frankfurt, Joh. Spiess, mit holzschnitten ; 1584 im Reyssbuch (s. oben
sub anno 1095 — 1099, Robert): Herrn Johannis de Monteuilla D. vnd Rit-
ters je. Reysen vnnd Wanderschafften durch das gelobte Landt, Indien . .
von jhm in Französischer und Lateinischer Sprach, vor 260 Jaren, selbst
beschrieben. Nachmals, durch Otto von Demeringen, Thumbherru zu Metz
in Lothringen, verteutscht, in der frankfurter -ausgabe von 1609 1, 759 —
812; auch 1600, 8., 1690 Köln und Nürnberg, 1692 Köln: Dess vortreff-
lich- Welt -Erfahrnen auch Hoch- und weit -berühmten Herrn Doctoris und
Engelländischen Ritters Johannis de Montevilla curieuse Reiss - Beschrei-
bung . .: Nunmehr Allen Teutschen Reyss- und vieler Landen auch dero
Sitt- und Manieren Liebhabern zu gutem übersetzet. Ehmals gedruckt zu
Cölln Jetzt von Neuem aufgelegt, vermehrt und verbessert, 8.; .ingleichen
1696; 1852 (doch s. a.) Reutlingen, verlag von Fleischhauer: Des edlen
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engelländischen Ritters und weltberühmten Landfahrers Johann v. Montevilla
wunderbare und seltsame Reis-Beschreibung . . von Neuem ans Licht gestellt
durch Ottmar F. H. Schönhuth, 8., und 1828 in kürze mitgetheilt: Reisen
Johann v. Montevilla, in Jäck’s Taschen-Bibliothek (s. oben sub a. 670) 2, 163 —
194. Handschriften finden sich: in Gotha ein pergamentcod., nr. 584, fol.,
i aus dem 15. jahrhundert, 2kolumnig, eine Übersetzung des Otto v. Diem-
ringen, ein anderer pergamentcodex, nr. 26, fol., beginnend: Hie her nach
hebt sich an das puch Johann von Montevilla des Ritter, und endet: das
wir ny mer von dir werden gescheyden Amen, geschrieben 1472 von Martin
Scherffenberger ; in Dresden eine papierhandschrift, F. 184b, 4., von Ulr.
Gamper 1433 ‘sehr genau und deutlich* verfertigt; in Berlin, fol. 204 und
205, quart 322, auch Montevilla fol. 550 und quart 271; in Nürnberg,
stadtbibliothek, 4., aus dem 16. jahrhundert, nebst bruder Ulrich (wahr-
scheinlich aus Oderich oder Aldrich verschrieben) von Friawl (Friaul). An-
dere mss., das eine vom j. 1460, das andere von v. Diemeringen in Strass-
burg, ein drittes in S. Gallen nach Haenels Catal. 469, 702. — Man kenut
auch eine spanische Übersetzung, Valencia 1540, fol.; eine flämische Zwoll
1483, eine andere Gent, 4. (1650?): Men heeft desen nieuwen Gendschen
Druk van alle Fouten gesuywerd; eine niederländische, fol., (1470?): Dit is
die tafel van desen boecke, in Antwerpen 1494, 4.: Hier beghint een ge-
noechlije boec gemaect, in Amsterdam (1650?), 4.: De wonderlyke Reize van
Jan Mandevyl, was vielleicht der volksroman ist. Desgleichen sah ich zu
Leyden in der bibliotheca academica ein ms., nr. 14. F., 4., wie es scheint,
aus dem 14. jahrhundert: Om dat also is dat land van ouersee, endet p.
73b: Ende ic Jan mandeuille Ridder . . ende in allen tiden Amen Amen
Amen. Selbst eine böhmische Übersetzung kam heraus, 1510 und 1513 in
Pilsen, 8., 1619 und 1796 in Prag, 8. Es wäre sehr viel zu thun, um
einen reinen text, zumal der oft verstümmelten Ortsnamen, herzustellen, um
auszuscheiden, was die Übersetzer und abschreiber hinzugeflieki; haben. Ich
verglich ein wenig die deutsche Übersetzung im Reyssbuch mit der englischen
in Wright’s Travels, und fand mit wenig mühe, dass viel arbeit übrig bleibt.
S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1, 2, 77, Hain’s Repertor. 10641 ff., Ebert’s
bibliogr. Lexikon, Legrand d’Aussy 1. c. 445, Schönborn a. a. o. 3 ff., Bru-
net 3, 252 sqq., S.-Gönois’s Histoire des Voyageurs beiges (2. öd.) 1, 20,
Ritter 15, 44 f., Robinson 2, 539, Topogr. 1, XXIX, 3. Wander. 415,
Grässe’s Trös. 4, 360 sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 183 f. Erst muss eine
genauere analyse des reiSebuches, als sie bisher gemacht worden, voraus-
gehen, bis ein genügendes urtheil über den werth desselben gefällt werden
kann. Vor derhand werden Wissenschaft und gewissenhaftigkeit einen ziem-
lich geringen werth beilegen.
1336—41. Ludolf (Rudolf, Peter), pfarrer von Sudheim (Suthem).
Zuerst register, auf dem 2. blatte: De terra sancta et itinere iherosolimitano
et de statu eius et aliis mirabilibus que in mare conspiciuntur videlicet me-
diterraneo . Reuerendissimo in cristo patri ac domino domino suo gratioso
Haldewino de steiuuordiä padebornensis ecclesie episcopo ludolphus parochia-
lis ecclesie in Suchen rector debitam reuerentiam et honorem. Cum multi
de partibus . . und schliesst : Et hec sunt itinera terre sancte bona sed non
publica in quibus omnia loca et oratoria predicta comode perlustrantur in
statu et dispositione prout erat Anno domini ic. Et scio quod ab aliquo
viuenti non possum reprobari quia de hii$ que vidi et veraciter audiuitesti-
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monium perbibeo . Et hoc ad devocionem et reuerenciam reuerendissimi
in christo patris et domini domini Haldewini in paderbnrnensi ecclesia epis-
copi dignissimi conscripsi et nomine domini invocato incepi et compleui cui
laus per infinita secula seculorum Amen. Finit feliciter libellus de jtinere
ad terram sanctam. Kl. fol., sine loco et anno, aber nach Ebert 12489 in
Strassburg von Eggesteyn gedruckt. Die 34 bll. nach Ebert treffen mit der
von mir eingesehenen ausgabe zusammen; noch besser aber nr. 12490, zwei-
kolumnig, sine anno und Seitenzahl. Ich sah auch eine andere alte ausgabe,
kl. fol., mit 34 bll., wie bei Ebert 12489, text einkolumnig, mit gleichem
anfange und ende, nur dass hier noch vorkommt: terram sanctam «7 Eine
fernere alte ausgabe s. oben sub a. 1336 (Maundeville s. 37). Jene ausgabe
ist die gleiche, welche Ferdinand Deycks in seiner ausgabe: Ludolphi, Rec-
toris ecclesie parochialis in Suchen, de itinere Terrae Sanctae über (Stuttgart,
litter. Verein, 1851. 8.), s. XXIII anführte und benutzte; sie soll um 1468
erschienen sein, und wirklich notirte ich auch dieses früher nach einer alten
ausgabe (Topogr. 1 , XXVIII). Andere ältere drucke sind mir nicht bekannt.
Jedenfalls gibt es keine ältere gedruckte Jerusalemfahrt als Ludolfs. Einem
venezianer-drucke nach Robinson (2, 540) traue ich nicht Bonar will hin-
wieder (518), dass Sudheim mit Maundeville 1480 in Venedig gedruckt
wurde. Erst 1825 treffe ich wieder auf eiuen druck in Middlehill, kl. 8.;
Itinerarium ad Terram Sanctam. Per Petrum de Suchen . . ex ms. . edidit
Thomas Philipps. Es ist jedoch nur ein stück, das bis zum kapitel von
der insei Rhodos reicht. Ohne zweifei wird Phiüpps seine beiden Codices
benutzt haben. S. Haenel Catal. 829, 864. Die beste lateinische ausgabe
nach hand- und druckschriften ist ohne weiteres jene von Deycks s. I — 102.
Lateinische hss. werden von Schmeller (bei Deycks, Umschlag) und Deycks
(XXII, XXIV) angeführt. Ich sah in Gent auf der öffentüchen bibliothek
einen sehr schön und gross geschriebenen pergamentcodex in gr. folio, mit
n. 13 f (136),. doppelkolumnigen seitab, aus dem ende des 15. jahrhunderts.
Anfang: Registrum in librum Ludolphi de itinere ad terram sanctam. Nach
dem register folgt: Prologus in librum domini Ludolphi de Suchen, und
Schluss: cui laus per infinita secula seculorum Amen. Domini Ludolphi
ecclesie parochialis in Suchen pastoris Libellus de itinere ad terram sanctam
finit feliciter. — Eine deutsche Übersetzung erschien 1477 sine loco, aüein,
nach Deycks, in Augsburg bef Zainer: Petrus, pfarrer zu suchen: Von dem
gelobten land vnd weg gegen iherusalem von iren wesen und wunderen die
in dem grossen mör gesehen werdent. 4. Ich fand gleichfalls den ‘Ritter
von Turn’, den herzog Emst von Baiern und Österreich, ‘Sand Brandons
Buch*, Schildtberger und ‘Petrus, pfarrer zuo suochen’, in einem quartband
zusammengebunden; hinter letzterm steht das j. 1513 und der druckort
Basel. Der ritter von Turn ist jedoch den andern stücken nicht ganz gleich;
das blatt hat etwa 45 zeilen, Brandon, Schildtberger und der zu Sudheim
dagegen etwa 35 zeilen. Nach einer handschriftlichen bemerkung wurden
3 davon 1473 in Ulm bei Johannes Zeiner gedruckt. Die reisebeschreibung
findet sich auch im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgabe von 1584 (s.
oben sub anno 1095, Robert) und 1609, hier 1, 813 — 854: Fleissige Auff-
zeichnung aller gelegenheit, Reysen, Gebräuchen, Wunder . . , so in dem hey-
ligen vnd daran angrentzenden Oertern, vom 1336. biss auff das 1350. Jahr
vermeldt worden. Geschehen durch den Herrn Rudolphen Kirchherrn zu
Suchen in Westphalen, der dieselbig viertzehen Jahr beharrlich in diesen Län-
dern gewesen, vnd alle dero Gelegenheit in einem lateinischen Buch beschrie-
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ben. Jetzundt erstmals zu Ergentzung dieses Reyssbuchs getrewlich ver-
teutschet. Für einen gewöhnlichen leser ist die ausgabe im Reyssbucb ziem-
lich brauchbar, da nicht viel, selten etwas wesentliches weggelassen oder
falsch übersetzt ist. Oft bediente sich freilich der Übersetzer des positive,
während im lateinischen original der Superlativ steht. Eine spätere ausgabe,
in 8., etwa aus dem ende des letzten jahrhunderts, kann ich einzig nach
einem zerrissenen exemplar beurtheilen, welchem das titelblatt und einiges
hinten fehlte, so dass ich nur 1 02 seiten zählte. 1844 liess Thomas Phi-
lipps in Middlehill in gr. 12. ein stück bis kap. 33 mit zahlreichen miss-
verständnissen drucken. Es gibt mehrere deutsche handschriften. S. Kose-
garten (nach Schmeller) 4, 7 f., 9 f. 1. citando. Noch erübrigt, die nieder-
deutsche ausgabe anzuführen : Ludolf von Suchen Reisebuch ins heilige Land
in niederdeutscher Mundart. Herausgegeben von J. G. L. Kosegarten. Greifs-
wald, Koch, 1861. 8. S. 17 — 68, anmm. 69 — 88. Beginnt: Veni sancte
spiritus Guder lüde is vele, de enes geweset hebben over mer. Der name
des Verfassers zeigt eine seltsame Unsicherheit. Bald steht Ludolf, bald
Rudolf; allein im letztem worte scheint R verschrieben. Vgl. meinen Theo-
deric. 236. Weniger unsicher ist die Schreibung des Ortsnamens Suchen oder
Suchern; allein wo der ort zu finden sei, war die ausmittlung schwer. Pro-
fessor Brand in Paderborn theilte mir mündlich mit, dass Suchern oder Su-
chen falsch sei, und es Sudhem, heute Sudheim, heissen müsse, das 4 stun-
den von Paderborn abliege. Mir sind 2 Sudheim bekannt ; das eine ist ein
schloss etwa eine Viertelstunde von dem Städtchen Lichtenau in der diöcese
Paderborn und das andere ein dorf im hardenbergischen, fürstenthum Kalen-
berg. ln den hss. konnte leicht c für t angesehen werden und daher der
irrthum entspringen. S. Ritter 15, 45 f., Robinson 2, 540, Deycks über ältere
Pilgerfahrten nach Jerusalem, mit besonderer Rücksicht auf Ludolfs von
Suchen Reisebuch des h. Landes (Münster 1848. 8.), seine ausgabe von
Ludolf XIX — XXV, Topogr. I, XXVII I, 3, Wander. 415, Petzholdt’s Anz.,
1862, 185 f., Kosegarten a. a. o. 3—16. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 292 sq. Die
distanzen sind ungenau; sonst manches brauchbare.
C. 1340. Der Schöch Iben el-Wardi. Excerptum geographicum de
terra Syriae exponens ex Ibn ol Wardii geographia et
historia natvrali. Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis explanavit
Io. Bemh. Koehler, hinten in seinem oben sub 'anno 1321 angeführten Abu
el-Feda s. 169 — 1-92. S. Köhler’s Prooemium g sqq., Bellermann 2, 49 f.
Vgl. Grässe’s Trös. 3, 406. Weniges beachtens werth.
*C. 1340. Der franziskaner Filippo Brüssel! von Savona berichtete
über die h. Stätten in Palästina. Rignon, 1861, 83.
1345. Der franziskaner Niccolö di Poggibonzi. Auf der bibliotliek
in Siena eine papierhandschrift, fol., 14 B., B. VI. no. 2, s. 97 ff. : Oltramare
di Nicolao di Poggibonzi fatto nel 1345. Al nome di Dio, della sua santissima
Virgine Maria. Es gibt übrigens mehrere codd., zu Florenz in der Maglia-
becchiaua, Laurenziana und Palatina. Alessandro Bassi hofft eine hs. der
Riccardiana veröffentlichen zu können, und Michele Melga verspricht den
druck für die Raccolta de* testi, meines Wissens nach dem ms. in Siena.
S. Poggi bei Sigoli XXXI sq., Rignon, 1863, 68, Melga 5 (oben sub anno
1335). Die beschreibung ist ausführlich und klar, daher der druck sehr zu
wünschen.
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1346. Der edelmann Rudolf von Framexnsperg. Itinerarium nobi-
lis . . Rudolphi de Frameynsperg . . in Palaestinam, ad montem Sinai et in Egyp-
tum, a. D. 1346. In H. Canisius’ Antiqua lectionis 6, 322 sqq., auch in der
ausgabe von Basnage 4, 358. Die 4 quartseiten lange reiseskizze in der
ersten ausgabe enthält nichts über Jerusalem. S. Robinson 2, 540.
*1347. II libro del Passagio di Terra Santa ed 6 traslato di fran-
cescho in fiorentino per Lorenzo di Firenze Cittadino. Cod. XLV nach Bi-
blioth. Laurent. (Florenz) Catal. 5, 268 sq. Mittheilung von pater Neumann.
Leider durfte ich in Florenz die bibliothek nicht besuchen. Ob das ms.
wirklich eine Pilgerfahrt beschreibt, kann ich nicht angeben.
*C. 1349 kann Stephan von Nowgorod nicht in die* Hciliglandpilger eingereiht
werden, weil es bewiesen ist, dass er nur bis Konstantinopel kam und einige bruchstücke
aus Daniel einschaltete. Dieser war, sagt v. Noroff, für die russischen pilger lange zeit
gerade so ein Vademecum wie Burkhard filr die lateinischen. S. Noroffs Daniel 209.
C. 1350. Der minorit und päpstliche legat Johannes von Mari-
gnola : Reise in das Morgenland v. J. 1339 — 1353. Aus dem Latein über-
setzt, geordnet und erläutert von F. G. Meinert. Prag, G. Haase, 1820. 8.
Das Original in den Monutnenta historica Boheraiae nusquam antehac edita.
Prag» 1768. 2, 68 sqq. Das büchlein gewährt wenig belehrung.
C. 1370. ‘Von der Stat ze Jerusalem*, lateinisch verfasst von Härtel
von Liechtenstain, deutsch von Lewpolt, lesmeister, der übrigens auch in
Jerusalem war. Nach einer papierhandschrift auf der hofbibliothek in Wien,
histor. prof. nr. 707, 4., 8. 94 u ff. Die erwähnung der löwenhöhle nahe bei
Jerusalem und anderes lässt schliessen, dass die reise ins 14. jahrhundert
fällt. Die beschreibung verdient gedruckt zu werden.
1374 und 1422. Eine kurze beschreibung von Palästina von einem
oder eher zwei ungenannten: Epitome bellorum sacrorum, in qua etiam
descriptio Palästina, in Heinr. Ganterns* Antiqua lectionis 6, 249 sqq. Ein
theil wurde 1374 (p. 271), der. andere 1422 (p. 293) geschrieben. Der Ver-
fasser des letztem, falls wirklich 2 an der epitome arbeiteten, weilte 1422
in Jerusalem. Ein ziemliches flickwerk. S. de Hody’s Godefroid de Bouillon.
2. <$d. 295.
*1381. Johann von Bodmann, die handschrift seiner Jerusalemfahrt,
angeführt in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg.
1835, sp. 273 ff.: Reisen einiger Niederländer durch Teutschlaud im 15.
Jahrhundert. Nach dieser Zeitschrift zu vgl. Senkenberg Corp. jur. German. I.
Vorrede s. XXIX.
1384. Der toskaner Lionardo di Niccolö Frescobaldi. Viaggio . .
(desselben) in Egitto ed in Terra Santa. Roma, C. Mordacchini, 1818. 8.
Mit beleuchtung des herausgebers Guglielmo Manzi. Auch im Sammelwerke
des Carlo Gargiolli : Viaggi in Terra Santa di Lionardo Frescobaldi e d’altri
del secolo XIV. Firenze, G. Barbera, 1862. 16. Von 3 — 149. Vgl. Poggi
in seiner ausgabe des Sigoli XXXIX, Domenico Moreni in seinem M&riano
da Siena XXXVIII sq. (s. unten sub anno 1431), welcher den fehlerhaften
druck von Rom rügt, und Gargiolli, der sagt XV : E a ciö correggemmo
la cattiva stampa romana del Frescobaldi sopra i codici riccardiani; non
trascurando il ricasoliano, che la gentilezza , del cavaliere Alberto Ricasoli
Firidolfi ci concesse di poter consultare. Frescobaldi, der gedrängt und mit
ziemlich nüchternem verstände schreibt, war mit seinen reisegeföhrten Simone
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Blgoli, Giorgio Gucci, Andrea ßinuccini, Antonio di Paolo Mei, Bartolommeo
da Castel Focagnano und Santi del Ricco, vom SiDai her zu eDde 1384 in
Jerusalem.
1384. Der florentiner Simone Sigoli. Viaggio ai Monte Sinai di
Simone Sigoli . . or per la prima volta pubblicato con due lezioni sopra il
medesimo, una di Luigi Fiachi, e l’altra di Francesco Poggi . ., e con note
ed illustrazioni di questf ultimo. Firenze, alP insegna di Dante, 1829. 8.
1 — 101, Illustrazioni 103 — 272. Die beschreibung erschien auch in Neapel
1831, 8. (Grässe’s Lebrb. 2, 1, 770, Tr£s. 6, 403), im 427. bändchen der
biblioteca scelta di opere ltaliane. 2. ediz. Milano, G. Silvestri, 1841.
Kl. 8. .Ebenfalls gedruckt in Parma, P. Fiaccadori, 1843, 16., mit noten
von M. B. Puoti, und zu Florenz 1862 im Sammelwerke von Gargiolü 153 —
268. Die sehr gedrängte erzählung enthält einige werthvolle notizen.
1384. Der florentiner Giorgio Gucci. Viaggio ai Luoghi Santi di
Giorgio Gucci, in Gargiolli’s Sammelwerk 271 — 438. In Bandini Biblioth.
Leopold. Laurent. 2, 176 ist das Viaggio des Giorgio di Messere Ghuecio
erwähnt. Ein anderes exemplar. cod. XXX Plut. 42, Biblioth. Laurent, ca-
tal. t. 5. p. 194. §. 1 (pater Neumann). Die lebendige, schätzbare beschrei-
bung Gucci’s unterscheidet sich von den 2 vorhergehenden wesentlich da-
rin, dass sie zugleich Galiläa umfasst, und gerade auch aus diesem gründe
denselben vorzuziehen ist. Das auffallende, dass Frescobaldi und Sigoli vom
nördlichen Palästina schweigen, lässt sich etwa dadurch erklären, dass Gucci,
ohne sie, mit ein paar anderen die unzweifelhaft gefahrvolle tour nach Da-
mask wagte.
1385. Der augsburger Lorenz Egen. Wie Lorenz egen von Augs-
purg etc. zoch gen Sant kathareinen etc., nach einer münchner-hs. veröffent-
licht (von F. Keinz) in 0. F. Peschel’s Zeitschrift: Das Ausland, cotta’scher
verlag, 1865, 917 — 919. Man findet in dem kurzen und unsäuberlich ge-
schriebenen berichte einiges beachtenswerthe ; auch verdient er, wie die nie-
derdeutsche ausgabe des Ludolf von Sudheim, die aufmerksamkeit des deut-
schen Sprachforschers. Übrigens steht Egen den so eben genannten 3 flo-
rentinem an bildung weit nach.
* 1389. Ignatius, diakon beim russischen metropoliten Pimen. Sein
bericht von der reise gen Jerusalem ist enthalten in Nicon. Chron. Peters-
burg 1786, 4, 158 — 184, in Tatiwitsch’ russ. Gescb. 4. bd., in den russi-
schen annalen und in Sacharoff s Sammlung (s. oben sub anno 1113, Daniel).
S. Grässe’s Lehrb. 2, 1, 776 f., Noroff bei Daniel 209.
1389. De? utrechter priester Johann de Hese. Itinerarius ioannis
De Hese presbyteri Traiectensis dioecesis a Hierusalem per diuersas partes
mundi Incipit feliciter, hinten : Impressum Parisius per Robert . gourmont pro
Oliuerio senant. Sine anno. 8. Eine ausgabe 8. 1., a. et typ. n., 4., führt
Hain 8535 an; eine Parisiis 1489 unter nr. 8536; eine dritte Daventriae,
R. Pafraet, 1499, 4., unter nr. 8537. Eine andere mir bekannte ausgabe:
Hese Itinerarium ad Iherusalem. Daventr. 1504. 4. Eine 3.: Peregrinatio
Joannis Hesei ab vrbe Hiervsaletn institvta, et per Indiam . . Antverp., I.
Withagius, 1565. 12. Die berliner -Universitätsbibliothek bewahrt ein ms.,
fol. 245. 1 : loh. de Hese descriptio itineris Hierosolymam 13S9 suscepti.
S. Beckmann 2, 390 ff., 561 f., Hammer’s Gesch. d. osman. Reichs, 10. b.
Man darf sich durch den vielversprechenden titei nicht irre führen lassen.
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Es finden sich in der schrift, nur die wenigen worte über Palästina: Fui in
Hierusalem in Majo, visitando ibidem sancta loca, peregrinando ulterius ver-
sus Jordanem, et per Jordanem ad mare rubrum, dafür manches vom prie-
ster Johannes.
1395. Der ritter Simon de Sjirebruche, baron von Anglure. Iovr-
nal contenant le voyage faict en Hiervsalem et autres lieux de deuotion,
tant en la terre Saincte qu’en jEgypte. Par . . Messire Simon de Sarebruche
Cheualier, Baron d’Anglure, au diocese deTroyes, eil l’annöe 1395. Mis en
lumiere pour la premiere fois sur le manuscript trouud en vne Biblioteque.
A Troyes. Par Noel Moreay, dict le Coq, 1621. 12. Eine neue ausgabe
in 12. erschien in Paris bei Pouget-Coulon 1858: Le saint Voyage de Jeru-
salem par le Baron d’Anglure, in der Biblioth&que catholique de voyages et
de romans, mit wenigen anmerkungeu. S. 23 — 222. S. die notice bibliogra-
phique des herausgebers 13 sqq., Gemelli 1, bl. 9, Laorty-Hadji 528. Der
name wurde auch Sarrebruche und Salebruche geschrieben. Die reise erzählte
eigentlich nicht dieser, sondern einer seiner geführten. Ziemlich gut.
♦ 1395. Relation d’un voyage de Metz ä Jerusalem. S. L’Austrasie,
revue du nord-est de la France, t. 3., zitirt von Rignon a. a. o. 84.
C. 1400. Beschreibung des heiligen Landes von einem unbe-
kannten. Hie in dem puch vindet man die gelegenhayt die weit vnd die
leng des heyligen lantz in der haydenschafft vnd ze Jerusalem enhalb mers.
Wye vur ein Stat oder ein darff von einander gelegen ist. Cod. ms. vien-
nens. 4578, auf papier, zweikolumnig, fol., 195 1 ’ ff. Verzeichnet in Schwand-
neri repertorium. Von wenig werth.
*C. 1400. Reise eines ungenannten nach dem heiligen Lande. Der
bericht ist niederdeutsch abgefasst und enthalten in Theod. Benfey’s Orient
und Occident, Göttingen, Dieterich, jahrg. 1861, s. 448 — 480. S. Petzholdt’s
Anz., 1862, 187.
*C. 1400. Reise eines ungenannten nach Jerusalem. Eine unge-
druckte, gedrängte beschreibung id flämischer spräche, eigenthum des buch-
händlers A. de Bruyn in Mecheln. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 205.
*C. 1400. BiÖmonis Hierosolymipet® Itinerarium per Italiam et Pa-
l®stinam scheint verloren gegangen zu sein. S. Werlauff in den oben sub
anno 1150 angeführten Symbol® 2.
C. 1400. Ein ungenannter griechischer pilger. 'dnodtifyg mql
twv ‘Ityoaolvftfov, mit lateinischer Übersetzung: Anonymvs de locis Hiero-
solymitanis, in Leonis Allatii 2vf.if.uy.ia (s. oben sub anno 1155) 80 — 102,
auch hinten bei Genesius (s. ebendaselbst) und, nach Eberf, in Amsterdam
bei Waesberghe erschienen. Im vatikanischen katalog fand ich den titel:
De Hierosolymitanis locis Gr. lat. Wahrscheinlich ist es die gleiche schrift.
S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Bei angabe der ortsentfernungen zeichnet
sich der Verfasser durch ungenauigkeit aus, und im texte finden sich einige
grosse lücken.
C. 1410. Johannes Schildtberger aus München. Schildtberger, Ein
wunderbarliche, vnnd ktirtzweylige Histori, wie Schildtberger, einer aus der
Stat München in Bayern, von den Türcken gefangen, in die Heydenschafft
gefüret, vnnd wider heymkommen . . gantz kürtzweylig zu lesen. Nürnberg,
J. v. Berg, Vnd Vir. Newber. 4. Ohne angabe des jahres und der seiten-
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zahlen, aber mit abbildungen. Die ausgabe von Franckfurdt a. M , W. Han,
4., sine anno, ist auch alt, doch etwas neuer, der titel gleich dem vorigen
bis an die Worte: sehr lüstig zu lesen; mit weniger abbildungen. Grässe
führt (Lelirb. 2, 1, 781) eine ausgabe Frankfurt 1494, 4., Magdeburg 1606,
8., an. Eine andere quartausgabe in Frankfurt 1549 bei Hermann GüLfferich.
Im vortrefflichen katalog der Universitätsbibliothek in Berlin werden 8 aus-
gaben , davon 6 als im besitze der bibliothek, erwähnt , s. 1. et a. 2, s. 1. 2,
s. a. Frankfurt a. M. 1. Ich kenne eine ausgabe in fol., 2kolumnig, s. 1. et a.:
Das buch sagt von Hertzog Ernsten. Auch von dem Schildtberger Vnd
Sant Brandon, ferner : Hier valiet an der Schildtberger, der vil Wunders er-
faren hat in der heydenschafft vnd in der Türkey, fol., I Seite mit 33 und
34 zeilen. Vgl. das Repertorium bibliograph. von Hain 14515. Ich fand
den Schildtberger gleichfalls 1513 (nach einem handschriftlichen marginale
1473 in Ulm von Johannes Zeiner) gedruckt (s. oben sub anno 1336, s.
40): Ich Schildtberger zoche auss von meiner heimet mit Namen auss der
stat münchen. Neuer abdruck ohne angabe des druckjahres, gegen 1700.
1814 gab A. J. Penzel in kl. 8. aus einer alten hs. übersetzt bei Fleischmann
in München heraus : Schiltberger’s aus München von den Türken in der
Schlacht von Nicopolis 1395 gefangen, in das Heidenthum geführt, und
1427 wieder heimgekommen, Reise in den Orient. Auch (lateinisch?) nach
Marmier l, XVII im 21. theil der Archaeologia britannica (4.). Eine ausgabe
nach einer heidelberger-hs. besorgte K. F. Neumann , der sinolog (München,
Selbstverlag, 1859. 8. S. 51 — 161): Ich Johanns schiltberger zoch uss von
miner haymat, mit namen uss der Stat münchen. Diese ausgabe ist auch
geniessbarer als die unglückliche Übersetzung ins neuhochdeutsche von Penzel,
durch eine einleitung 3 — 48, so wie durch Zusätze von Fallmerayer, Ham-
mer-Purgstall und durch eigne, genügt übrigens nicht in textkritischer be-
ziehung. Letzterer schrieb auch besonders eine beriehtigung der orientali-
schen namen Schildtbergers (4.). S. Hammer im 9. bd. der Denkschriften
der baierischen Akademie der Wissenschaften. Eine schöne papierhandschrift
in 4., aus dem 1 5. jahrhundert, findet sich auf der stadtbibliothek in Nürn-
berg (?), nr. 34; zuerst kommt ‘Brandan’, hinten Hanns Schiltperger. Bei flüch-
tigem überblicke fand ich darin nichts neues. Vgl. Hain 3718 ff. Der rei-
sende fasst sich ungemein kurz, und ist im ganzen zuverlässig.
1413. Der marquis Nicolö da Este, herr von Modena, Reggio und
Parma. Viaggio a Gerusalemme di Nicolö da Este descritto da Luchino
dal Campo ed ora per la prima volta messo in luce a cura di Giovanni
Ghinassi, in der Collezione di opere inedite o rare dei primi tre secoli della
lingua. Torino, unione tipografico^editrice, 1861. Kl. 8. 1, 105 — 148. Ghi-
nassi edirte seinen eigenen codex. Das klar geschriebene tagebuch ist be-
achtenswerth ; die geographischen bemerkuugen des herausgebers aber zeigen
ganz ungenügende kenntnisse (149 — IGO).
1419. Nomper II., herr von Caumont, Castelnau, Castelculier und
Berbiguiferes. Voyalge d’oultremer en Jh^rusalem par le Seigneur de Cau-
mont Tan 1418 Publiö pour la premiere fois d’apres le manuscrit du Musee
britannique Par le marquis de la Grange. Paris, A. Aubry, 1858. 8. XIX,
150 8 ., register der namen und glossar 151 — 193. Mit einem facsimile.
Übrigens ist dies bloss eine titel ausgab e ; die erste ausgabe erschien 1848.
Papierhandschrift im brittischen museum zu London, Catal. of Egerton. Nos I.
4. S. eine ausführliche anzeige in : Das heilige Land. Organ des Vereines
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vom h. Grab. Köln 1860, 18 — 21, 43—48. Man liest den dürftigen be-
richt mit interesse. Dass der Verfasser 1419 in Jerusalem war, versichert
er s. 50 ausdrücklich.
*1420. Der diakon Zosimus, mönch des klosters S. Sergius bei
Moskau. Kniira iviaro.ieMan Kcchocb, cnphni» cmpaHiuiK'b, ^iaKona
3 ociimu o nym Iepyca-iiiMCKOM't 40 l^aparpa^a h 40 lepyca^iiiMa
(Das buch, genannt £*Voc, d. i. Wanderer, des diakons Zosimus von der kie-
rosolymitanischen reise nach Konstantinopel und Jerusalem). Der bericht
erschien in der oben sub anno 1113 angeführten Sammlung von Sacharoff.
S.’Noroff bei Daniel 209.
1422. Der ritter Guillehert de Lannoy, herr von Santes, Willerval,
Tronchiennes und Wahegnies, aus Flandern. A Survey of Egypt and
Syria, undertaken in the year 1422, by Sir Gilbert de Lannoy, Knt. trans-
lated from a Manuscript . . With . . notes . . By John Webb. Französisch und
englisch in der Archaeologia : or, miscellaneous Tracts relating to Antiquity,
published by the Society of Antiquaries of London. Vol. 21 (jahrg. 1827),
281 sqq., die englische Übersetzung 408 sqq. Mit ansicht von Jäfa und
mit plan von Akka. Französisch: Voyages et Ambassades de Messire Guille-
bert de Lannoy, Chevalier de la Toison d’or . . 1399 — 1450. Mons, Hoyois,
1810. 8. S. 3 — 129. Mit 1 glossar und 1 karte. Diese schrift würdevoll
C.-P. Serrure als Nr. 10 der Publications für die Sociötö des Bibliophiles
de Mons veröffentlicht. De Hody versichert (Godefroid de Bouillon, ausgabe
von 1859. 334), dass Schayes nach einer hs. im besitze des grafen G. de
Lannoy eine neue und bessere ausgabe vorbereite. Möge sie auch wolfeiler
werden als die alte; denn ich musste für ein exemplar über 26 fr. bezahlen.
S. J. LeleweFs Guillebert de Lannoy et ses voyages en 1413, 1414 et 1421
commentös en fran^ais et en polonais, Bruxelles 1844, 8. (mit karte), auch
Posen 1844, St.-Gönois 1, 130 sqq., Bonar 519, Grässe’s Trös. 4, 101, Petz-
lioldt’s Anz., 1862, 187. Es sind eigentlich gesandtschaftsberichte an den
könig von England, in mehrfacher beziehung beachtens werth.
1426. Johannes Passerhammer. Seine Pilgerfahrt findet sich in Dresden,
papierhandschrift, 4., M. 65. 5, zweikolumnig, 85 1 ’ — 88". Anfang: Daz ist
die Ordnung wie man sich halten sol vber mer vnd auch die heiligen stet
besuchen. Das ende, wo der Verfasser sich Basserhamer unterzeichnet, zeigt,
dass er nicht gewiss in Palästina war. Für die geschichte der tradizionen
mag man weniges gebrauchen.
1431. Der priester Mariano von Siena. Del Viaggio in Terra Santa
fatto e descritto da Ser Mariano da Siena . . Codice inedito. Firenze, Magheri,
1822. 8. LIV,' 132 s. Herausgegeben und mit einer einleitung versehen
von Domenico Moreni. Dieser benutzte ein ms. der Magliabechiana in Flo-
renz. Gedruckt auch in Parma 1843. Ebenso verweiset Mariti, Viaggi 4,
80, nach einer florenzer-hs. auf einen pilgrim, der 1431 Palästina besuchte,
einen domherrn von Siena, den er aber Gaspare di Bartolommeo nannte.
Wenn keine Verschreibung anzunehmen ist, so wäre dieser wol ein reise-
gefährte des Mariano. Die druckschrift verdient beachtung. Einen Marianus
Senensis s. bei Hain 10769.
1432. Der vorschneider Philipps des Gütigen, herzogs von Bur-
gund, Bertrandon de la Brocquiöre. Voyage d’outremer et retour de Je-
rusalem en France par la voie de terre, pendant le cours des anuöes 1432
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et 1433, Par Bertrandon de la Brocqui&re . . ; Ouvrage extrait d’un manu-
scrit de la Bibliothöque nationale, remis en franQais moderne, et publid Par
... Legrand d’Aussy. Enthalten in den Memoires de TCnstitut National des
Seiences et Arts. Mömoires de morale et politique. 2. T. 5. Paris, Boudouin,
1804. Gr. 4. Discours pröliminaire 422 — 469, text von da bis 637. Mit
gleich lautendem titel auch in : Selection of curious, rare, and early Voyages . . ,
chiefly published by Hakluyt . . , to which . . this is intended as a Supple-
ment. London, Woodfall, 1812. Gr. 4. 69 — 145. Schon bei Hakluyt: The
Discoveries of the World. Lond. 1601. 4. 69 sqq. Englisch by T. Johnes,
Herford 1807. 8. Desgleichen in Wright’s Early Travels: The Travels of
Bertrandon de la Brocquiere, 283 — 382. Ein ms. auf der reich sbibliothek
in Paris, alter grundstock des königs, no. 10, 264. S. Laorty-Hadji 528,
Robinson 2, 540, Petzholdt’s Anz., 1862, 244. Kurz, doch wegen der treu -
herzigkeit lesens werth.
* 1433 f. Philipp, der letzte graf zu Katzenellenbogen, Pilgerfahrt
nach Ägypten und Palästina, in: Vorzeit, 1821, 43 ff., von Arnoldi. S.
Jolowicz.
1435. Hans Lochner, doktor der arzneikünde, von Nürnberg. Die
Hohenzollern am heiligen Grabe zu Jerusalem, insbesondere die Pilgerfahrt
der Markgrafen Johann und Albrecht von Brandenburg . . Aus den Quellen
bearbeitet von F. Geisheim. Berlin, F.Duncker, 1858. 8. 205 — 253 : Hans
Lochner’s Beschreibung der Pilgerfahrt der (angeführten) Markgrafen; 207:
Hier hebt sich an die Beschreibung der fart. Mit einer fleissiges Studium
verrathenden Einleitung 3 — 204. Die Veröffentlichung ist verdankenswerth.
1436. Der nürnberger Georg Pfinzing: Es ist zu wissen, das ich
iörg pfintzing pin ausgetzogen vber mer gen dem heyligen grab. Ein per-
gamentcodex, kl. 8., aus der mitte des 1 5. jahrhunderts, sehr leserliche Schrift,
auf der schwarzischen bibliothek in Nürnberg, nr. 299. Die beschreibung
verdient gedruckt zu werden. Vgl. Geisheim’s Hohenzollern am h. Grabe 30.
1438. Der jude Eiiah von Ferrara. L’Amour de Sion. Dies ist
die Überschrift eines der briefe, welchen Eiiah an seine familie in Ferrara
richtete. In Carmoly’s Itinöraires de la T. S. 331 — 338, einleitung des her-
ausgebers 323 — 330, seine lehrreichen noten 339 — 360. Der brief ist nicht
ohne interesse.
1449 f. Der Würzburger Stepban Gumpenberger. Warhafftige be-
schreybung der Meerfart so von den Gestrengen, Edlen vnd Ehrenfesten Ste-
phan von Gumpenberg, Fridrich von Wolffskel, vnnd Hans von Kamerau,
Auch dem Ehrsamen Hans Strigel vnd Nicolao Magerer, bede Burger zu
Würtzburg, sampt vier Dienern, eim Koch, eim Maler, eim Reuter, eim
Schreyber, vnnd eim Caplan von Würtzburg, so Johann Eyselsaner geheissen,
im Winter ist vollbracht worden, wie sie mit liülff des Allmechtigen zum
heyligen Grab, vnd fürters gen Damascon, da Sanct Paulus bekert ist worden
vnd andere end der Heyden schafft , gewesst, vnd was für angst, not vnd
gefar sie erlitten, auch Wunders gesehen vnd erfaren haben, *c. Von tag
zu tag fleissig vnd gründtlich beschriben, vnd in Truck verfertigt, vor nie-
mals gesehen. Getruckt zu Franckfurt am Meyn, G. Raben vnd Weyg. Han,
1561. 4. Herausgegeben von Kaspar Bawr. Mit gleichem titel erschien
die reiseschilderung auch 1584 in Feyerabend’s und 1609 in Roth’s Reyss-
buch dess heyligen Lands, hier 1, 438 — 465. Gumpenberger, der in Jeru-
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salem starb, schrieb nicht selbst. Man könnte annehmen, dass sein Schreiber
das tagebuch abfasste, wenn mau nicht vorziehen will, den kaplan Eyselsaner
für den Verfasser zu halten. Dass der Verfasser übrigens auch mit kopiren
sich abgab, geht aus einer stelle hervor (444): Ich schrieb den gantzen tag
ab die Schrifft von dem Berg Caluarie biss in Pilatus Hauss, vnd andere
ding mehr. In der that hört das tagebuch s. 460 auf, und ihm folgt noch
eine kurze beschreibung (460 — 465) der heiligen städte Jerusalem und Beth-
lehem, die als eine in Jerusalem leicht erhältlich gewesene kopie betrachtet
werden kann. Das tagebuch, wie der anhang ist von werth, indem beide
zu den glaubwürdigem reisesehriften gehören.
C. 1450. El-Chalil Ben Schahin von Dh&her. E libro Khalili Ben-
Schahin, qui inscribitur flos expositionis provineiarum et declarationis viarum
et tractuum, in der oben sub anno 1153 (el-Edrlsi) angeführten Schrift Rosen-
müllers, arabisch 17 — 27, lateinische Übersetzung 35 — 56. Enthält wenig
einschlagendes.
1454. Jan Aertsz, factor Emanuel XIV., königs von Portugal. Keys
Door verscheyde landen. Gedaeu by den Faetoor van den . . koning van
Portugael Emanuel XIV. S. 1. et a. ; da. aber forrnat (klein) und schrift wie
bei Vlaming, uud da Aertsz diesem angebunden ist, so gilt wol auch gleiches
jahr und gleicher ort des druckes. Die beschreibung ist ausführlich und
von werth ; allein sobald der Verfasser Jerusalem und seine Umgebungen ver-
lässt, gibt es einen solchen Wirrwarr, dass man kaum mehr etwas brauchen
kann. Das seltene buch fand ich in Berlin.
1458, 62. William Wey. The Itineraries of William Wey, fellow of
Eton College . . To Jerusalem, A. D. 145$ and A. D. 1462 . . From the ori-
ginal manuscript in the bodleiau library. Printed for the Roxburghe Club.
London, J. B. Nichols, 1857. 4. Mit einlei tung von G. Williams. Die 1. reise
beschrieb Wey in gereimten versen englisch und die 2. ad Terram Sanctam
lateinisch. Nicht sehr beachtenswerth.
1458. Der ritter Robert de Sancto Severino. Commemoratione, et
recitatione de le cose sequite et uedute nel felice et deuoto ad terra sancta
Viagio facto in MCCCCLVIII per.. Io magnifico, et magnanimo Sign. D.
Roberto de Scto Seuerino. Papierhs., 4., in der casa Trivulzio zu Mailand,
A 607. Er reiste in gesellschaft des Giouane Mateo Butigella, des doktors
der medizin Giouane Martino von Parma, eines Martino Todhesco und ande-
rer. Einen andern cod., eine papierhs. in 4., sah ich in Bologna auf der
Universitätsbibliothek. Die Überschrift lautet bis MCCCCLVIII gleich; von
da aber: per linfrascripti magnifici signore et caualiere con lor famiglia . .
Roberto de sancto Seuerino . . , und schliesst : in secula seculorum. Amen.
Anders lautet auf der öffentlichen bibliothek in Parma die papierhs. HH. V.
129, 4.: 1458 die 3 february Iteratio facto per lo magnifico Caualere Signor
domino Ruberto Sansauerio (die familie heisst jedoch Sanseverio) del arme
duchal capitauio da Jerusalem a Sancta Katerina . . Io roberfo di Sanuerino
essendo remasto in Jerusalem per la infermitade dello spettabile dettore di
medicina . . Schluss : Quiui se finisse lo Itenerario de Jerusalem a lo monte
Sinay facto et descripto per lo potente et magnanimo signore domino
ruberto da Sancto Seuerino. In diesem cod., welcher theilweise sehr ver-
blichen ist, nimmt der name des Verfassers 3 verschiedene formen an. Nach
dem grafen Julius Perro in Mailand gibt es noch andere hss. Vgl. Ritter
15,47. Der bericht ist sehr gedrängt und von wenig werth.
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*1458. Juan Mateo Butigella, historia de la Tierra Santa. MS. in
Toledo. S. Haenel Catal. 989.
1458. Eine holländische beschreibung der Jerusalemfahrt von
einem ungenannten. Die peregrinatie van iherusalem, ein pergamentcodex
in 4., im brittischen museum, additional MS. 1^836 — 1845, nr. 10,286, zwei-
kolumnig, bl. 137 — 146. Von fremder hand ist hinten die bemerkung an-
gefügt: ‘Eine andere Handschrift in der Bibi, der Maatsch. van Nederl. Lett.
te Leyden.’ Gedrängt, sehr klar und verdient gedruckt zu werden.
1458. Anton Pelchinger, professor zu Tegernsee. Von der Schickung
vnd gestalt des heiligen Grabs vnsers herren Ihesu Christi zu Jerusalem
vnd aller lanndt die darvmb ligunt vnd sunder von der Schickung der stat
Jerusalem alls sy vor zeyten gewesen ist vnd yezendt ligunt ist. Auch von
dem Ablas den man zü Jerusalem vnd an anderen heyligen stetten daselbs
erlangen mag. Vom Bruder Anthonio pelchinger . . Cod. ms. vienn., hist,
eccles. nr. 146, auf papier, kl. 8. S. 35 ff. Die schrift hat wenig werth.
Ähnlich lautet eine münchner-hs., Cgm. 1276, aus dem j. 1454: Von der
Schickung und gestalt des h. Grabs, von einem benediktiner.
1458. Felice Feliciano: De via . eundi . de . Jope . in Jervsalem . et .
de . sancto . sepvlchro . et . aliis . locis. Cod. ms. auf der Stiftsbibliothek in
Verona. Unbedeutend.
1460. Der ritter Hans Bernhard von Eptingen. Seine Pilgerfahrt
im: Der schweizerische Geschichtsforscher. 7. bd. Bern, Jenni, 1828. 8.
S. 313 — 402. Der schweizer war ein edelmann von geist und bildung.
Offenen sinnes auch für weltliches, erzählt er anziehend, und er verdient
nicht gewöhnliche beachtung. S. Topogr. 2, 1007.
1461. Wilhelm m., herzog zu Sachsen: Reise nach dem heiligen
Grabe, auf der öffentlichen bibliothek in Gotha, pergamentcodex in 4., 54%
und dort ein viel schöner geschriebener pergamentcodex in fol., nr. 159. p.
197. Aus der ersten hs. erfährt man (66), dass auf die wallfahrt 13624
dukaten, eine ungeheure summe zu damaliger zeit, mitgenommen wurden,
wodann die ausgaben speziell aufgeführt erscheinen. Wilhelm bestieg auch
den berg Quarantana. Plettenberg wird als Verfasser bezeichnet. Der reise-
bericht wurde nach einer hs. in der bremer-stadtbibliothek auszüglich mit-
getheilt im Morgenblatt für gebildete Leser, 1865, nr. 39, 40, 41. Dieser
au8ztigliche bericht ist eine bearbeitung von der art, dass das wissenschaft-
liche interesse verloren geht. Vgl. unten sub anno 1476 Mergenthal.
*1463. Anonyme italien, que. Ton croit 6tre de Bologne et de la fa-
mille Mezzavacca : Description de la Terre Sainte, des lieux et ödifices situds
au sud de Jerusalem, 1463. Le manuscrit se trouve ä Bologne, dans la
biblioth&que de St.-Sauveur. Rignon, 1861, 85.
* 1465. Georg Emmerich, bürgermeister in Görlitz. Die beschreibung
der Pilgerreise findet Bich bei Hoffmann, Script, rerum Lusaticarum, 8. 372 ff,
Vgl. Umständliche Beschreibung des Heiligen Grabes zu Görlitz. Görlitz,
Custos des h. G., 1829. 8. S. 11 ff. Golgatha 251.
*1466. Der kaufmann Basilius von Moskau. Ein ms. findet sich in
einer Sammlung, welche der bibliothek der h. synode in Moskau angehört.
S. Mouravieff, reise 1, XXXIX, Robinson 2, 540, Noroff bei Daniel 210. Der
bericht sei sehr kurz und trocken.
Tobler, Bibliographia. 4
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1469. Johannes Kettner von Geisenfeid: beschreibnng des heilgen
grabes. Münch. Cgm. 854, fol. 18 — 54. Unwichtig.
1470. Der im&m Kem&l ed-Din Mohammed Ben Abu esch-Scherif
esch-Schafii el-Kodsi. The history of the Temple of Jerusalem. Trans-
lated from the Arabic MS. of the lmäm Jalal-Adiu Al Siüti. By James Rey-
nolds. London, A. J. Valpy, 1836. 8. Einen auszug übersetzte Paul Lem-
ming (Hauniae 1817. 4.). Kemäl ed-Dtn, dessen namen nach Hammer (Wien.
Jahrbb. d. Liter., 81, 22) Reynolds unrichtig beibrachte, kam schon 1444 gen
Jerusalem, und sein buch wurde 1470 beendigt. Er f 1500. Man erfährt
in demselben voraus eine raasse, meist schlecht geordneter, mohammedanischer
Überlieferungen, dann aber auch einiges von werth für die topographie. Der
Verfasser benutzte zu seiner arbeit ff. quellen (nach Hammer’s berichtigungen
a. a. o. 22 f.): 1. Mosir el-Gharam (was spuren lässt zum besuche von Jeru-
salem und Damask) ; 2. die baumschule der trefflichkeiten des h. hauses (b&t
el-makdes) ; 3. die trefflichkeiten des h. hauses, vom sch&ch Abd er-Rahman
Iben ed-Dschüsi; 4. das buch der Vertraulichkeit in den trefflichkeiten der
heiligen (stadt), vom richter Emin ed-Dtn Ahmed; 5. der äusserste Sammler
in den trefflichkeiten der äussersten moschee (mesdschid el-aksa), geschrie-
ben 1182 von Iben Asakir; 6. der erwecker der Seelen zum besuche der
heiligen (stadt), vom schöch Burhan ed-Din el-Fesäri; 7. die anzeige für den
anbetenden in den geboten der moscheen, ^vom schöch Beder ed-Din es-Ser-
keschi; 8. die erleichterung der zwecke für den besuch der moscheen, vom
schöch Schahab ed-Din Ahmed Iben el-Amad (f 1404); 9. die trefflichkeiten
Syriens, vom schöch Abu el-Hasan Ali Iben Mahmud. Nach Herbelot (Ham-
mer a. a. o. 23 f.) verfasste auch Mohammed Ben Mahmud el-Kodsi (f 1374)
eine geschichte Jerusalems ^jjJ| er führte auch die 2 werke:
H. lob in der erobcrung Jerusalems und das buch der eroberungen Jeru-
salems an. Vgl. Bellermann 2, 51, Schultz (konsul) 48, Topogr. l,XXXIlIf.
1470. Beschreibung der heiligen Statten von einem ungenannten:
Hie hebt an das buoch von dem weg zuo dem holigen grab Vnd in das
gelobt land Jerusalem Vnd von jrem wesen Vnd wonders des mers dz ales
wirt hienach kurtzlich begrifen. Papierhs. in Wien, histor. prof. nr. 442,
fol. 144 ff., hinten mit der jahrzahl 1470. Das buch hat etliche historische
angaben von einigem werth.
1470. Der Chorherr Ulrich Brunner vom Haugstift zu Erfurt. Anno
domini LXX° octaua die mensis martii bin Ich Vlrich Brunner Canonicus . .
Papierhs. auf der öffentlichen bibliothek in Dresden, kl. 4. Ein kurzer be-
richt darüber vom archivar Herschel in R. Naumann’s Serapeum, 1853, 189 ff.
S Petzholdifs Anz., 1862, 244. Eine gewöhnliche, pilgermässige , übrigens
s hr klare beschreibung.
1470. Anselm Adorne, herr von Corthuy, aus Brügge. Anselme
Adorne, Sire de Corthuy, p&lerin de Terre-Sainte : sa famille, sa vie, ses
voyages et son temps. Röcit hi6torique , par M. E. de la Coste. Bruxelles,
Gand et Leipzig, C. Muquardt, 1855. 8. 303 s. S. St.-Gönois’s Histoire 1,
30 sqq. Ein lateinisches ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181. Unbedeutend.
1474. Bruder Alexander Binuccini. Col nome de la sanctis-
sima^et indiuidua Trinita . . Jo Frate Alexandro di philippo rinuccini per
fare ei suo peregrinaggio del scto sepulcro . . in Yrusalem. Papierhs. in
kl. 4., in der casa Trivulzio zu Mailand. Scheint wenig beachtenswerth.
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1474. Frate A. da Firenze: Da firenze si ua a bologna . , Hinten zeigt
die hs. mangelhaftes. Von einer vena assaj gross a daqua sagt der Verfasser :
qm (Jerusalem) e riceuuta Jn una piscina bella e grande la quäle lanno
domini 1474 di nuovo si muraua o instauraua. Mit dem Rinuccini im glei-
chen bande in der casa Trivulzio. Die Schrift ist sehr beachtens werth.
1474. Meister Johannes Fridach von Düsseldorf. Incipit tractatulus
magistri Johannis Fridach de Dusseldorp, quem fecit per informationem et
auisationem peregrinare volentium ad terram sanctam secundum omnia que
ipse vidit et expertus est in propria persona illuc proficiscendo. Papierhs.
in Brüssel, 4., nr. 8771. Ist mehr eine gedrängte anleitung ohne erzählung
von erlebnissen; früher wd brauchbar.
1474 (?). Eine anleitung für pilger von einem ungenannten. The
Informatyon for pylgrimes unto tlie Holy Lande ; that is, to wyte, to Rome,
to Jherusalem, and to many other holy places. Imprynted at London, in
the Flete strete, . . by Wynkyn de Worde, M.CCCC. and XXIHI. Anderson
290. Allein vor XXIIII ist offenbar L ausgefallen, so dass 1474 heraus-
kommt. Bonar, welcher den titel nicht buchstäblich so abdrucken Hess (51 9),
hat in arabischen Ziffern dasjahr 1524. Er verweiset auf die Retrospective
Review 2, 327. Grässe führt im Trös. 3, 325 an eine ausgabe London,
W. de Worde, 1515, 4., und bemerkt irrig, dass die beschreibung von einem
gewissen John Moreson herrühre. Ich sah unzweifelhaft die gleiche schrift:
Informacön for Pylgrimes vnto The Holy Londe. London, W. Nicol, 1824.
4. Der abdruck ist ein facsimile. Mit angabe der Örter und distanzen ist
dies eine anleitung, wie sich der pilger verhalten soll, wie im essen, trinken,
reiten, ruhen, im sichversehen mit geld, im bezahlen, schenken. Doch wurde
bViij die erzählung einer reise nach Jerusalem aufgenommen. Diese schrift
sollte nicht übergangen werden.
*1475. Griffon, flamänder. Itindraire ou topographie de la Terre
Sainte, 1475. Rignon, 1861, 85. Ich fand sonst Griphon einzig von Lasor
a Varea angeführt (2, 297): Griphonis Belggae (minor.) Terrae Sanctae iti-
nerarium.
*1476. Martin Ketzels von Augsburg Reise nach dem gelobten
Laude im J. 1476 von ihm selbst beschrieben ; herausgegeben von Rhenanus.
Enthalten in : Altes und Neues für Geschichte und Dichtkunst von Bothe
und Vogler, 1832, 1, 28, bei Koner 2, 334. Nach: Der Nürnbergischen
Münz-Belustigungen 4. Theil von G. And. Will (Altdorf, Ch. Riegel, 1767. 4.
5. 148) war J. Martin Ketzel mit dem herzog Albrecht von Sachsen 1472
(1476) und mit dem herzog Otto von Baiern 1486 zum h. grabe gezogen.
Im ganzen machten aus der familie Ketzel 8 die Jerusalemfahrt; der letzte,
J. Michael, 1498. ln Mone’s Anzeiger für Kunde d. deutsch. Vorzeit, 1835,
273 ff., ist für Martin Ketzel (hs. in Heidelberg) das jahr 1446 angegeben.
Übrigens fällt mir auf, dass ich bei Mergenthal, der gleich nachfolgen wird,
den Martin Ketzel in der gesellschaft des sächsischen herzogs Albrecht nicht
finden konnte. •
1476. Der landrentmeister Hans von Mergenthal. Gründliche vnd
warhafftige beschreibung Der löblichen vnd Ritterlichen Reise vnd Meerfart
in das heilige Land nach Hierusalem , des . . Herrn Albrechten , Hertzogen
zu Sachssen, Landgraffen in Düringen . . *c. . Dabey ein kurtzer Auszzug der
PUgramschafft ins gelobte Land, Hertzog Wilhelmen zu Sachssen . . zubefin-
4*
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den. Gestellet durch . . Hansen von Mergenthal, :c. So selbsten persönlich
mit und darbey gewesen, *c. Jetzund zum ersten mal in Druck auszgangen.
Leipzig, In Verlegung H. Grossen, 1586. 4. 60 bll. oder Ai — Piiij. Gefeilt
und herausgegeben von Hieronymus Weller. Ohne zweifei floss auch der
anhang Niij h ff. aus der feder Wellers. Ausser der kurz geschilderten reise
des herzogs Wilhelm im j. 1461 (S. oben sub anno 1461) ist noch die wall-
fahrt des herzogs Friedrich 1493 und des herzogs Heinrich 1506 berührt.
Die beschreibung erschien auch (nach Robinson) in Leyden 1602, 4., und:
Jetzo in Rheimen verfasset, durch Joh. Steurlein. lehna 1611. 4. Abzüg-
lich findet man die reise in Hormayr’s Archiv für Geographie, Historie,
Staats- und Kriegskunst, 8. jahrg. 1815 (Wien), 363 ff. Die quelle ist nicht
angegeben. Eine hs. bewahrt die öffentliche bibliothek in Gotha. Lateinisch
findet sich die Pilgerfahrt des herzogs Albrecht (l sqq.) in: Itinera sex a
diversis Saxonise ducibus et electoribus . . in Italiam omnia, tria etiam in
Palaestinam et terram sanctam facta. Studio Balthasaris Mencii. Witebergse,
W. Meisner, 1612 (vorrede). 12. Dieser wallfahrt folgt (37 sqq., sehr kurz)
1474 die des herzogs Friedrich, dann 1499 Heinrichs I. (49 sqq.), welcher
sie 1500 (und, wie oben steht, 1506) wiederholte. Die beschreibungen der
reise Friedrichs und Heinrichs sind unbedeutend; doch dürfen sie nicht über-
sehen werden. Lateinisch auch: Peregrinatio seu Passagivm ad Terram S.
Ill m . Principis Alberti Dvcis Saxonise . . Ex cod. cosevo Cartusise Gemnicen-
sis in Avstria, enthalten in: J. B. Mencken, Scriptores Rervm Germanicar.
Lips., Ch. Martin, 1728. Fol. 2, col. 2103 sqq. In München ist der Cgm.
38901 f. 211 — 216, vom j. 1467, und in Melk (nach pater Neumann) ein
sehr schön geschriebener cod. (nicht signirt) zu vergleichen. S. Geisheim’s
Hohenzollern 8 f., Petzholdt’s Anz., 1861 , 282; 1862, 120 f. Der werth
ist für den Paläs tinographen gering.
*1476. Alexandre Arioste de la province de l’fimilie. Topogra-
phie de la terre Sainte, dddiöe au duc de Ferrare . . Le manuscrit, contenant
sa lettre ä Sixte IV, datöe d’Antioche, Sur l’Etat de VEglise d’Aniioche,
dont il ötait commissaire apostolique, et les lettres de Pierre, patriarclie
d’Antioche, ä Sixte IV egalement, par lui traduites de l’arabe en latin, se
trouve ä Bologne, au couvent de l’Annouciade des Fröres Mineurs. Riguon,
1861, 85.
1479. Bathsherr Johannes Tücher von Nürnberg. (N)Ach cristi*. .
gepurt M. cccc. Ixxix. iare. Am donerstage der do was d’ sechst tag des
monats may. Bin ich Hans tucher . . meines alters eins vhffunfftzig iare
vn funff woche daselbst auszgezoge etc. Schluss: Wie wol dies puchlein in
kurcz verschinne tage gedruckt ist. yedoch nach dez das nit gnit soliche
fleiss vnd auffsehe als wol not gewessen were beschehe. vn doch dy ma-
terij des selbe puchlels an ihr selbst lustig ist. darüb vnd zu widerbringung.
vorigs vnfleysz. ist der so disz puchlein czu drucken gestifft hat bewegt
worden. Das mit allez fleyss zu vbersehen. vnd alle tadel vnd mangel . .
hinweck zunemen. vnd also noch einmal gerecht gepessert vn vnstrefflich
drucken lossen zu nureinberg (Zeninger) nach xpi gepurt. M. cccc. vnd in
dem. lxxxij. iar. 4. 79 bll. Eine ausgabe Augsburg, Schönsperger, 1482 in
fol., Nürnberg 1483, Strassburg, Knoblochtzer , 1483, fol. In der ntirn-
berger-ausgabe 1484, kl. 8., heisst es wieder: vnd also noch ein mal gerecht
gebessert vnd vnstrefflich drucken lossen; ingleichen Strassburg, Knobloch-
zer, 1484, fol.; Augsburg, A. Sorg, 1486, fol.; Nürnberg 1486; Augsburg,
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A. Sorg, 1488, fol.; Frankfurt a. M., G. Raben und W. Han, 1561, 4.:
Gründtlicher vnd Eigentlicher Bericht der Meerfart, so Johan Thucher . .
Mit dem Gumpenberger (s. diesen sub anno 1449) zugleich erschienen. Auch
in Feyrabends Reyssbuch (s. oben sub anno 1095, Robert) von 1584, bl.
349 — 374, in Roths Reyssbuch von 1609, 1, 652 — 698, hier beginnend:
Verzeichnis der Reyss zum Heyligen Land, vnd zum Berg Sinai, vnd was
an diesen Orten Zusehen. Alles trewlich an Tag geben, von . . Johann Tü-
chern ., der obgemeldte Ort im Jahr 1479. vnd 1480. durchreyset. S. Hain
nr. 15663—15667, Petzholdt’s Anz., 1861, 282 f.; 1862, 244 f., Grässe’s
Tr6s. 6, 209. Eine papierhs. in 4. wird auf der Stadtbibliothek in Augs-
burg aufbewahrt. Es darf dieser pilger nicht übergangen werden.
*1479. Jacob Kreyck und Deryck Vogel, reize van Zutphen toe
Jerusalem na den heiligen grave Christi a. 1479. MS. in Middlehill. S. Hae-
nel Catal. 873.
1480. Jernsalemfahrt von einem ungenannten. Le voyage de la
saincte eite de hierusalem auec la description des lieux portz, villes, citez,
et aultres passaiges fait lan mil. iiij. C. iiij. xx (quatre-vingt) . . Imprime
novellement a Paris (hinten) par Alain lotrian et Denis iannot. 12., ohne
paginazion. Eine andere ausgabe ä Paris, Nicol. Chrestien, 12., und eine
quartausgabe, Paris 1510 und Liege, Streel, 1600, führt Brunet (2, 384;
5, 423) an. Unbedeutend.
1480. Der herzoglich mailändische kanzler Santo Brascha. De-
scrizione o sia Relazione del suo Viaggio a Gierusalemme. Prseced. anct.
ep. ad Magnificum Dominum Ant. Landrianum, Ducalem Thesaurarium gene-
ralem. Am ende post orationem metricam ital. compactam et Ambrosii Ar-
chinti Mediolanensis ep. ad Sanctum Brascham: Leonardus Pachel et Ulde-
ricus Scinczenzeler Theutonici, hortatu Ambrosii Archinti hoc Opusculum in
hicem attulerunt anno natali Christiano 1481. 4. g. ch. s. pp. n. Dann:
Memoria de le casteile et terre grosse che sono sopra, die 2. seite ohne
titel, die 5. (a i) : Ad Magnificum Dominum Landrianum. Ducalem Thesau-
rarium generalem. Sanctus Brascha. Salutem. Inspiratio da la pueritia'per
isino a questa hora . . de andare personalmente a uisitare la 3anctissima
Cita de Ierusalem . . Hinten hv l> : Insigni uiro Sancto brasche, ducali can-
cellario. S. P. D. Ambros, archintus, und nach dieser lateinischen Zueignung
vom j. 1481 hvj": Impressum Mediolani per magistrum Leonardum Pachel
Auno (anno) M. CCCC. lxxxxvij. Kl. 4. Ich sah auch angeführt: a. Tutto il
sno itinerario di giorno in giorno all’ sanctissima cita de Ierusalem nelT anno
1480. L. Pachel et U. Scinczenzeler, 1481. 4. b. Santo Brascha, Descri-
zione, o sia Relazione del suo Viaggio a Gerusalemme. Mediolani, L. Pachel,
1487. 4. c. Viaggio al s. Sepulchro. Mediolani, L. Pachel, 1497. 4. Es gibt
ferner eine ausgabe in Florenz, 12. S. Hain 3763 f., Brunet 5, 423, Gräs-
se’s L. 2, 1, 770, Tr£s. 1, 524. Treuherzig geschrieben, und mehreres
brauchbar.
1480 und 1483. Der predigermönch Felix Fabri (Schmid) von Zü-
rich, lesemeister in Ulm. Eigentliche beschreibung der hin vnd wider
Fahrt zu dem Heyligen Landt gen Jerusalem, vnd furter durch die grosse
Wüsteney zu dem Heyligen Berge Horeb Sinay, darauss zuuernemmen was
Wunders die Pilgrin hin vnd wider auff Land vnd wasser zu erfahren vnd
zu besehen haben, Vber die mass kurtzweilig vnd lüstig zu lesen, sonder-
lich denen so der Heiligen schlifft ettwas erfahrn sein, Vormals im druck
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nie dergleichen ausgangen. 1556. 4. 219 bll. Mit titelvignette. Das buch
erschien in Ulm. In Salzburg fand ich ein exemplar mit dem titel: Eigent-
lich beschreibung der hin vnnd wider farth zu dem heyligen Landt gen Je-
rusalem, vnd furter durch die grosse Wüsten zu dem Heiligen Berge Horeb
vnd Sinay .. Anno 1557. 4. 220 s. Mit einem holzschnitte auf dem ti-
telblatte*. Auf dem 2. bl. : Eine Missiue oder Epistel zu vier Edelen Herren,
die bei dem Heyligen Grabe sindt Ritter worden. Den . . Hansen Werli von
Zimber . . Heinrichen von Stöffel . . Hansen Truchsses von Waldpurg . .
vnd . . Beren von Rechberg vonTHohenrechberg. Missiua oder Epistel . . von
jrem Pilgerbuch Das jhnen jhr Capellan, Bruder Felix hat gemacht. In der
Vorrede wird gesagt, dass Felix auf bitten hin ,das nachgehende Büchlein
gemacht, aus meinem lateinischen buch , das ich für mich selbest habe ge-
macht.’ Dies ist wol ein nachdruck, aber, wie der titel zeigt, etwas kor-
rekter. 1584 wurde diese beschreibung von Feyrabend (bl. 122 — 188) und
1609 von Roth (1, 227 — 349) ins Reyssbuch aufgenommen, hier mit etwas
weitläufigerem Titel; denn es sind die oben genannten 4 lierren in denselben
aufgenommen, und es steht weiter: im Jahr nach Christi Geburt, 1483.
vorgenommen, vnd folgends 84. volinbracht. Die beschreibung gilt eigent-
lich der 2. reise. In Dresden sah ich ein exemplar in kl. 4., 219 bll., mit
dem handschriftlichen titel: Ulm, gedruckt Bey Ph. E. Ilm, 1663. , Seiner
Führtrefflichkeit wegen zum 7. Mahl gehuckt.’ Die wallfahrt von Jerusalem
nach Bethlehem und die beschreibung der letztem stadt theilte auszüglich
Guido Görres im Organ des Vereines vom h. Grabe: Das heilige Land,
Köln, 1862, 159 — 162, 170 — 185, mit. Der sei. baron von Lassberg be-
sass ein ms. des ins deutsche übersetzten Evagatorium: Beschreibung der
hin vnnd wider farth zu dem Heyligen Landt. 1577, 4., und er rühmte von
ihm, dass es vollständiger als das lat. original sei. Eine lateinische ausgabe
liess lange auf sich warten: Fratris Felicis Fabri Evagatorium in Terr»
Sanctae, Arabiae et Egypti •Peregrinationem edidit C. D. Hassler. Stuttg.,
Societ. litterar., 1843 — 9. 8. I 4 bll., 480 s., II 2 bll., 545 s., III 2 bll.,
'575 s. Die Persönlichkeit des kühnen und wolunterrichteten Wanderers zog
die aufmerksamkeit nicht wenig auf sich. Franz Häberlin von Ulm schrieb,
auch aus handschriftlichen quellen schöpfend, über ihn eine lesenswerthe
abliandlung: Diss. historica sistens vitam, itinera et scripta Fr. Felicis Fabri
. . ad illustrandam historiam patriam. Quam . . 1742 . . proponit praeses
Franc. D. Haeberlin Ulmanus respondente Erhardo Riedlin Ulmensi. Gotting. 4.
Der pilger nannte sich selbst Felix Schmid von .Zürch (das. 16). Breyden-
bacli, mit dem er während der 2. reise zusammentraf, urtheilte Über ihn
günstig (inkunabel von 1488 Viiij b): Herr Felix fabri predigerordens in
der heyligen geschriffte ein wolgelerter Lessmaister vnnd ein bertiembter
ernsthaflftiger prediger zuo Vlm, welicher auch vormals zuo jherusalem ist
gewesen ein erfarner vater. S. Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. I,
XXXV, 3. Wander. 416, Petzholdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 117 f.
Schmid, dessen werk erst nach der lateinischen ausgabe richtiger beurtheilt
werden kann, war ein offener köpf, guter beobachter, ein Sammler vieler
merkwürdigen dinge, und das, was er selbst erlebte und fleissig niederschrieb,
verdient glauben. Jedoch findet man bei ihm manches wörtlich so, wie man
es bei Tücher liest, wobei ihm aber immer noch der rühm bleibt, aus dem
1 5. jahrh. der hervorragendste und belehrendste pilgernde Schriftsteller zu sein.
— Zusatz . Bruder Felix Fabers gereimtes Pilgerbtichlein von Anton Birlinger.
München, E. A. Fleischmann, 1864. 8. 31 s. Ich kenne keinen bericht von
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der ersten Pilgerfahrt in 1480 als diesen gereimten, obsehon nach dem
Reyssbuch 274 ein lateinisches pilgerbtichlein vorhanden sein sollte. Jenes
thut sich 80 wol durch lesenswerthen inhalt, naive innigkeit, als durch die
schwäbische mundart mit dem mangelnden ö (dafür e) und ii (dafür i) her-
vor, in welcher jener abgefasst wurde. Da Fabri ein gebomer Zürcher ist
(mit hör Felix einrem predger von Zirich und von Ulm. 27) — trei f. f. f.
gend in zarkennen. 29. F(rater) F(elix) F(abri) — , so ist es unwahrschein-
lich, dass er sich an den schwäbischen lautmangel oder die lautverschiebuög
gewöhnen konnte, sondern vielmehr fast ausser frage, dass der bericht oder
das gedieht von Johannes Dillinger, der sich 1482 am ende unterschrieb,
mehr oder minder Überarbeitet wurde. 1480 pilgerte Fabri mit Jörg vom
Stain als dessen kaplan, und besuchte auch den aspbaltischen See, nicht
aber, wie auf der zweiten fahrt, den berg Sinai. Vgl. Birlinger, bemerkun-
gen 30 f. Es sollte ein korrekterer text herausgegeben werden.
1483. Der mainzer-dechant Bernhard von Breydenbach. Ich sah
eine ansgabe s. 1. et a., ohne Signatur und Seitenzahlen in frakturdruck, 4.:
Reuerendissimo in xpo patri dno . . Bernhardus de Breydenbach . .; hinten
auf 2 s. ein verzeichniss der Ortschaften und der entfernungen , und dann
auf dem nächsten blatte (2 s.): Sequuntur quedam communia vocabula de
ydiomate saracenico in latinum translata. Genau kennt man folgende aus-
gabe: (R)Euerendissimo in xpö patri et diiö dnö Bertholdo sancte Magütin.
sedis Archiepiscopo Sacri Romani Imperij per germaniam Archicancellario ac
principi electori düö suo gratiosissimo Bernhardus de Breydenbach dicte ec-
clesie Maguntineü. decanus simul et camerarius obedientiam promptam et
deuotä . Am Schlüsse: Sanctarü peregrinationü in montem Syon ad vene-
randum xpi sepulcrü in Jerüsalem . atq^r in montem Synai ad diuä virginß
et martire Katherinä opusculum hoc cötentiuü p Erhardii reüwich de Traiecto
inferiori impressum In ciuitate Moguntina Anno salutis. M. cccc. Ixxxvj. die
xj. Februarij Finit feliciter. Fol. 147 bll. Mit eingedruckten holzschnitten.
Auf der bibliothek in Brüssel sah ich ein sehr schönes exemplar auf weis-
sem Schreibpapier, ebenfalls 1486, aber 4.; der plan von Jerusalem in der
Vogelansicht kolorirt. Eine andere ausgabe I486 ebenfalls 4.; doch sah
ich im brittischen museum eine ausgabe in fol. signirt, und in fol. einen
druck auf pergament. Eine ausgabe 1490 in Speyer per Petrum Drach,
der titel wesentlich gleich, fol., 104 bll. Dann eine speirer-ausgabe 1502,
4. und eine zu Wittenberg 1536: Breydenbach peregrinatio ad terram sanc-
tam. — Wir kommen zu den deutschen ausgaben. Jakob Wilhelm Feuer-
lein benutzte eine vom j. 1484 nach seiner schrift: Einladung zu einer Feyer
der Königl. Deutschen Gesellschaft auf den 13. Hornung 1750. Hiebey eine
Abhandlung von Bernhard von Breydenbach Reise in das gelobte Land.
Göttingen, J. F. Hager. 4. Hain führt 3958 eine ausgabe s. 1. et a. an:
Dis huch ist innhaltend die heiligen reysen gein Iherusalem. Eine fernere
ansgabe hat den titel: Dem hochwirdigsten vatter yn cristo. vnd herren hem
Bertholdo dess heyligen stüles zu Mentz Ertzbischoff. des Römschen riches
Ertzkantzler durch ttttsche lande vnd kurfursten ic. mynem gnedigsten herren
Ich Bernhard vö Breydenbach dess selben hohen stifftes yn mentz dechan
vnd camerer ic. Myn schuldigen willigen dienst vnd vndertenige gehorsame,
allezyt dienstlich zu vor. Am Schlüsse: Dises werck ynnhaltende die heyli-
gen reyssen gen Iherusalem zu dem heiligen grab vnd fürbass zu der hoch-
gelobten jungfrauwen vnd mertreryn sant Katheryn durch Erhärt rewich von
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Vttricht ynn der statt Meyntz getrucket Ym jar vnsers heylss. tusent. vier-
hüdert. vn lxxxvj. . Endet sich seliglichen. Fol. 146 bll., mit holzschnitten „
im texte. Eine andere ausgabe von 1486 sah ich: Die heyligen Reyssen
gen Iherusalem zu dem heyl. grab. Meyntz, E. Rewich. Auch 1487, fol.
Ich benutzte desgleichen: Die fart oder reyss vber mere zu dem heylige
grab. vnsers herren Ihesu cristi gen Iherusalem, dedikazion: Ich Bernhard
von Breydenbach .. Augsburg, Ant. Sorg, 1488. 4., ohne Seitenzahlen. Mit
abbildungen. Ferner ist Breydenbachs reisebeschreibung enthalten in Feyr-
abends Reyssbuch von 1584 bl. 50 — 122 und in Roths Reyssbuch 1, 91—
226, hier: Beschreibung der Rheyse vnnd Wallfahrt, so der wolgeborne Herr,
Herr Johann, Graff zu Solms, Herr zu Mtlntzenberg *c. In Gesellschaft Herrn
Bernharts von Breitenbach . . vnd Herrn Philipsen von Bicken, Ritters, K.
. . vollnbracht, wie solches- von ehrngemeltem Herrn von Breitenbach, selbs
schrifftlich verfasset vnd an tag geben. Damit, mit einer ausgabe von
Strassburg 1612 und mit einer voll Nürnberg 1659, welche letztere zwei
Jäck kannte, hätte das deutsche publicum satt bekommen, wenn nicht dieser
eine bearbeitung in seiner Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina,
2, 195—218, 1828 veröffentlicht haben würde. — In der litteratur geht es
manchmal launig zu. Die bessten werke finden keine Verbreitung in ver-
schiedener herren ländern , wie Ed. Robinsons hauptwerke , die weder ins
französische, noch ins italienische übergetragen wurden, während leichtere
waare überall herumfliegt. Konnte doch Fabri’s in lateinischer spräche ab-*
gefasster bericht erst im laufenden jahrhunderte zum durchbruch gelangen.
Niemand dachte daran, ihn den franzosen, italienern, Spaniern oder nieder-
ländem, wie er es verdient hätte, mundgerecht zu machen. Ein anderes
Schicksal war der reisebeschreibung v. Breydenbachs beschieden. Ein dom-
dekan, ein edelmann mochte die weit mehr anziehen, und es ist auch ge-
schehen. Besehen wir zuerst die französische Übersetzung: En ce present
livre est contenu le voyage et pölerinage d’oultremer au sainct sepulchre . .
tirö du latin par frere Nicole le Huen. Lyon 1488. Fol. Auch Lyon 1489.
Ins j. 1488 fällt auch das buch mit dem titel: Des saintes peregrinations
de Jerusalem et des lieux prochains du mont Synai . . tire du latin . . par
frere Nicole le Huen. Lyon, M. Topie, fol. Es scheint nur ein anderer
titel zu sein. Hingegen ist nach Grässe (Trds. 1, 538) die schrift: En ce
present livre, Lyon 1489, eine Übersetzung vom bruder Jehan Hersin. Dann
kam 1517, fol.: Le grant voyage de Iherusalem, Traduit du latin par Nie.
le Huen, gr. 4., zu Paris, Fr. Regnault, heraus. — Spanisch : La Viaje de
la tierra sancta q hizo el Decan de Maguncia de Alemafia I . Bernardo de
Breidenbac. Qarago^a 1498 (dieser titel ist im brittischen museum ms.). 4.
Mit schönen holzschnitten, wie in andern drucken, und mit zahlreichen, nicht
über die studirstube hinausgehenden Zusätzen von Martinez Dampiös. Pagi-
nirt und hinten mit einem register. In Modena sah ich die Übersetzung von
Dampiös s. 1. et a. — Niederländisch erschien die reise 1488 in Mainz:
Den eerwirdichsten vader in xpo en here here Bartoldt Eertzbiscop . . Bern-
hardt vö Breydenbach, am Schlüsse: Dit werck inhoudende die heylighe
beuarden tot dat heylige grafft. Fol. Mit eingedruckten holzschnitten. Der
titel, Petzholdt entnommen, lautet genau wie jener der deutschen ausgabe
1486. In Brüssel sah ich ebenfalls eine ausgabe 1488. Das exemplar hat
einen holzschnitt mit den Worten: Bernhardus de breidenbach decanus et
Camerarius ecclesie Moguntine Johannes Comes in Solms et dominus in
Mintzenberg, unten: Philippus de Bicken miles, hinten: Dit werck bis zu
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‘Endet salichlicken ’ genau wie bei Petzholdt. Van Senden führt eine nieder-
deutsche ausgabe von 1488 unter dem titel an (1, 351): Bevarde te Jhe-
rusalem en tot Sinte Katheryn door Bernhard van Breydenbach. Im katalog
des brittischen museums steht: Hier nae volghet dat beghin deser bevarde
van Bernhard . . Mentzs 1488. Fol. Auch: Dat boek van den Pelgrim.
Delff. 1498. 4. — Englisch: Translation of a portion of the account of a
pilgrimage to Jerusalem, Terra Santa etc., enthalten im Journ. of the R.
Geogr. Society 9 (1839), 311. Die abbildungen rühren vom utrechter Er-
hard Rewich her, welchen Fabri (l, 353) einen sehr feinen maler nennt,
und welcher für die reisegesellschaft die Seehäfen, städte und landschaften,
voraus aber das h. Land und die trachten der einwohner aufnahm. Man
weiss auch, dass er später sich als buchdrucker und Verleger hervorthat.
S. Stuck 2, 19, Hain 3956 ff., Brunet 1, 458 sqq., Grässe L. 2, 1, 772,
Koner 2, 334, Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. t, XXXV f., 3.
Wander. 416 f., de Hody*s Godefroid de Bouillon 339 sq. (öd. 1855), Petz-
holdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 245 f. Auch ist (nach Grässe a. a. o.)
zu vergleichen : Zuverlässige Nachrichten von der seltenen Reisebeschreibung
Bernh. v. Breydenbachs in den Arbeiten einer vereinigten Gesellschaft in der
Oberlausitz, 3, 1 59 — 182. Breydenbach ist jetzt das geschlecht der grafen
von Fridberg. Es geschieht gänzlich unrecht, dass die nicht unverdienst-
liche schrift immer unter dem namen Breydenbachs herumläuft, weil sie
eigentlich ein predigermönch , Martin Roth , abfasste, wie Fabri (1, 347)
bezeugt, welcher die genauigkeit der beschreibung rühmt.
*1483. Der ritter Philipp von Bicken. Philippi Biken, Terrae
Sanctae itinerarium. Spirae 1490. Ich fand diese schrift nur von Lasor a
Varea, 2, 296, angeführt. Dagegen kennt man den namen aus der beschrei-
bung des mainzer-domdekans, in dessen reisegesellschaft er sich befand.
1483. Dietrich von Schachten. Dideriei von Schachten Beschreibung
der Reise ins heilige Landt, welche Herr landgraff Wilhelm, der ältere,
anno 1483. Sontags nach Ostern Vorgenommen. Papierhs. in Kassel, nr.
65, 4., 269 s., eine kopie aus dem j. 1726. Eine andere dort aufbewahrte
hs., 4., nr. 84, unpaginirt, besagt, dass 1483 unrichtig und 1491 zu lesen
sei. Ein auszug wurde mitgetheilt a. von Ledderhose in den hessischen
Denkwürdigkeiten 3. thl. ; b. danach im Wochenblatt der Johanni ter-Ordens-
Balley Brandenburg, 1862, 37 f. Die richtige jahrzahl kann ich, bei abgang
von mehr quellen, nicht ausmitteln. Ich hielt mich einfach an die 1 . hs.
Der bericht ist nicht ohne interesse. Gedruckt nur die rückkehr, Marburg 1 806. 4.
1484. Der graf Ludwig von Hanau -Lichtenberg: die pilgerfahrt
zum h. Grabe in Jerusalem, mitgetheilt von Tr. Märcker in Berlin. Enthal-
ten im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Organ des germanischen
Museums. 1862, sp. 79 ff. Es ist dies kein förmlicher reisebericht, sondern
ein ausgaberegister , welches immerhin beachtung verdient. Die Chronologie
kommt hier wieder in kollision mit dem von Schachten; denn von diesem
meldet die hs., dass er mit dem grafen von Hanau reiste.
*1485. Der graf Gabriele Capodilista, jurist aus Padua und bür-
germeister in Perugia : Itinerario di Terra Santa e del monte Sinai. S. 1.
et a. (Perugia?) 4. Hain 4382, Grässe L. 2, 1, 770, Trös. 2, 43, Marmier
1, XVIII. Ein sehr seltenes buch.
1485. Der genter Joos van Ghistele. T Voyage van, Mher Joos
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van Ghistele . . Tracterende van veelderande wonderlicke . . dinghen, gheob-
serueerd . . in den lande van Beloften, Assirien . . Te Ghendt, by Henric
van de Keere, 1557. 4. 6 bll., 348 s. Eine ältere ausgabe Loewen, 1530.
Ich sah die von 1563; eine andere noch gibt es von 1572 by de Weduwe
- van Gheeraert van Salenson. Die beschreibung ist aus der feder des Am-
brosius Zeebout , des kaplans von unserm van Ghistele. 8. Stuck 2, 131,
St.-G£noi8 I, 33, 155—192, Grässe L. 2, 1, 272 f. und 2, 2, 164, Trds.
3, 77, Petzholdt’s Anz., 1862, 245. Van Ghistele langte im sommer 1485
in Jerusalem an. Für Palästina ist Zeeboufs beschreibung eben nicht be-
deutend.
*C. 1485. Claudius Mirebel, Voyaiges de Jerusalem et de Sainte-
Katerine. MS. nr. 57 auf der bibliothek in Lille. St.-Gdnois 1, 34 sqq.
G. 1485. Peregrinationes totius terra sanct®. Infrascripte sunt
peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis visitantur. Et
est sciendum quod in illis locis in quibus est signum CI. ibi est plenaria
absolutio. Venetiis, B. de Sessa, 1491. 8. Ich las den titel auf einem
exemplar so: Peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis
uisitatur. Et est sciendum quod in illis locis in quibus est signum (crucis)
sunt septem annorum et septem quadragenarum de indulgentia. Predicte
autem indulgentie concesse fuerunt a sancto Siluestro Papa, ad preces sancti
magni Constantini imperatoris et sancte Helene matris eius. Beginnt dann:
Primo de peregrinationibus yopen usque Hierusalem. Venetiis, ap. Bapt. de
Sessa Mediolanensem, 1491. 8. 8. Hain 12579. Bei Brunet 5, 423 Ve-
netiis c. 1520. Auch handschriftlich in Gent, gr. fol., pergament, 2spaltig,
nr. 13 f (136), aus dem 1 5. jahrhundert. Sehr verwandt sind 2 mss. aus
dem 15. jahrhundert im stifte 8. Florian; das eine beginnt: Hce sunt pere-
grinaciones et indulgencie terre sancte, que a modernis peregrinis visitantur
(pater Neumann). Es gibt überdies Peregrinationes civitatis Jerusalem, et
totius Terrae Sanctae etc. Andegavi 1493. 8. Zu vgl. auch Brunet 3, 674
sq., Grässe’s Tr£s. 5, 199.
1485 ff. Der pater Francesco Suriano aus Venedig. Itinerario de
Hierusalem del R. P. Francesco Suriano. 1542. Dieser titel ist handschrift-
lich. Dann beginnt der druck so: ln nome de la beatissima trinita. Inco-
menza el trattato de terra santa con le soe dechiaratione : compilato per
frate Francesco Suriano da Uenetia . . Ine li anni del signore. 1485. Hin-
ten: Finisse il libro chiamato Itinerario de Hierusalem. Composto per el.
R. P. frate Francisco Suriano Ueneto. Stampato nouamente in Uenetia- p
Francesco Bindoni. Nel anno d. S. 1524. 12. Suriano oder Soriano war
von 1493 — 95 guardian vom berge Zion, und ihn traf als solchen auf der
Pilgerfahrt Pietro Casola (56). Die beschreibung bewegt sich dialogweise.
Beachten s werth. Alessandro Bassi erwähnt (Rignon, 1863, 192, vgl. 1861, 85)
einer früher von den franziskanem in Jerusalem aufbewahrten hs., ohne dass
es klar wird, ob dieses Itinerario zu verstehen sei. Suriano ist der älteste
geschichtschreiber der franziskanermission im h. Lande. Die sehr seltene
druckschrift sah ich in Lucca.
1 4 8 5 f . Der edelmann Georg Lengherand von Mons. Voyage de Georges
Lengherand, Mayeur de Mons en Haynaut, a Venise, Rome, Jerusalem, mont
Sinai et le Kayre, — 1485-1486 — avec Introduction, Notes, Glossaire,
etc. Par le Marquis de Godefroy M&iilglaise. Mons, Masquilier, 1861. 8.
XVI, 296 8. Es ist nr. 19 der Publications der Socidtä des Bibliophiles
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beiges, söant ä Mons. Ein ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181, F. J. Mo-
ne’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 2,73 ff., St.-
Gönois’ Voyageurs beiges 1, 33. Eine ' treuherzige, nutzbare erzählung.
1486. Der ritter Konrad Grünemberg aus Konstanz. Reiss be-
schreibung von Constanz aus Bis nacher Jerusalem . . samt abbildung vnd
beschreibung der Orthen . . beschrieben von Konrad Grünemberg zu Con-
ßtanz. Papierhs., fol., im badischen archive zu Karlsruhe nr. 32. Einen
pergamentcodex, fol., 541, sah ich in der öffentlichen bibliothek zu Gotha:
‘Ich Conrad Grünemberg’, mit vielen kolorirten abbildungen. Ziemlich leid-
liche abbildung von Raman (Ramleh», von Lydda (ruinen der Georgskirche),
ziemlich ordentliche abbildung einer moschee nahe bei Ramleh, von Jerusa-
lem, eine ziemlich treue des grabtempels, der grabkapelle, eine schlechte
von Bethlehem, auch eine beachtenswerthe ansicht von Jäfa (felslöcher). Ich
merkte mir auch die älteste abbildung des grabes Absalom (thal Josaphat
mit den einzelheiten). Der text ist von geringem werth. Will man die be-
schreibung mit den abbildungen herausgeben, so müssen nicht nur beide Co-
dices verglichen, sondern es muss auch bei Rewich (Breydenbach-Röth) nach-
gesehen werden, um beurtheilen zu können, was bei Grünemberg original
oder nur kopie ist; denn ich fand, wenigstens im schönen codex zu Gotha,
viel kopien. Jedenfalls hat der druck von Rewich nicht so viel abbildungen,
wie Ain Kärim, H. Kreuz, das bad zu Jerusalem. Übrigens schreibt Grü-
nemberg: Vff das Ich Conrat Grünemberg Ritter In meiner walfart zu dem
hailgen grab (meiner lieben gönner vnd fründ Ingedenk) was Ich sältsams
gefelligs vnd wunderbarlichs gesechen hab Inn disem nachfolgenden werkly
abgedildet. Vnd vff das genäwst mit flis (So vil Ich wil) gehabt hab glich
vergstaltet. Ich kann mich des Wunsches, es möchte dem Grünemberg mehr
aufmerksamkeit geschenkt werden, um so weniger entschiagen, als die hand-
zeichnungen schöner sind als die holzschnitte von Rewich. S. Mone’s An-
zeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 270 ff., Geisheim’s
Hohenzollem 7, 55.
1487. Niklaus le Huen, professor der theologie. Le grant voyage
de Iherusalem . . auec . . aulcuns langaiges des turcz, tranlatees, hinten:
Imprime a Paris pour Francoys regnault . . Lan 1517. 4. Le Huen ken-
nen wir als Übersetzer der breydenbachischen reisebeschreibung , und bei
Breydenbach den gleichen titel, was eben jetzt in mir zweifei erregt, ob le
Huen’s titel und buch nicht der art sei, um den leser in den irrthum zu
führen, dass der verfasse? wirklich das h. Land bereisete. Eine ausgabe 4.
beim gleichen Regnault 1522. Vgl. Marmier 1, XVIH, Topogr. 1, XXXVI,
2, 1007 f. Mag das buch eine blosse bearbeitung des Breydenbach-Röth
sein oder nicht, es ist gewöhnliche pilgerkost.
1 489. Reiseskizzen eines ungenannten. Illustrazioni in un anonimo
viaggiatore del secolo XV. Livorno, G. V. Falorni, 1785. 8. IV, 76 s.
Herausgeber ist Giovanni Mariti. Erst wenn die- verschriebenen Ortsnamen
Sunsüm, Charabla, Sumechalil, Thaba, Beygimel, Vozaba, Lahar (46 sqq.)
u. 8. f. erklärt sein werden, mag man den werth des auszuges besser beur-
theilen können.
*C. 1490. Eines ungenannten Voyage ä Jerusalem. Ms. in Lyon.
8. Haenel Catal. 196.
*C. 1490. Der minorit Niklaus de Faraad aus Ungarn. Descriptio
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60
locorum Terrse Sanctm auctore Fr. Nicolao de Farnad. Wien, gedruckt vor
1500. 4. 8. NorofFs Daniel 210.
1491. Der s. galler Stephan Kapfmann. Jesus Maria. Diss sind die
stet dy stefFan kapfman von sant gallen, die zit burger zu friburg In öcht-
land besucht und etliche pater noster deren ich peterli hab. dar an gestri-
chen Hat. Papierhs. auf der bibliothek des alten Stiftes in S. Gallen, gr. 4.,
nr. 610. Kapfmann war im 36. altersjahre in Jerusalem, 2 tage weniger
als ein jahr auf der reise. Meist eine trockene aufzählung der gefeierten
stellen, gleich der Schrift Ulrich Leman’s , eines andern 8 . gallers, die, als
ein bericht über seine wallfahrt nach Jerusalem im j. 1472, auf der Staats-
bibliothek (Cgm 692) in München aufbewahrt wird.
1491. Den Viktor Freese führe ich aus Rerum Frisicarum historia, ab Vbbone
Eramio, Frisio (Lugd. Bat., Elzevir, 1616. Fol.), aus dem gründe an, damit nicht je-
mand in diesem bnche eine ordentliche beschreibung der Jerusalemfahrt suche. Man
vernimmt nur, dass Esdard, der 2. sohn Ulrichs aus Friesland, 1491 mit dem erfahrnen
Viktor Freese nach Jerusalem reiste und das jahr darauf gesund zurückkehrte. Emm.
1. 30. p. 460. Vgl. van Senden 1, 351.
*1491. Der böhmische bruder Martin Kabatnik. Seine reise nach
Palästina erschien nur böhmisch, zuerst in Prag 1518, dann 1577 (das buch
kam auf den index), in Olmtitz 1639, in Prag 1691, 1708. In den spä-
tem ausgaben sei vieles geändert. Harant, welcher den namen Kabateik
schreibt, sagt von ihm, dass er die reise sehr schlecht und nicht gründlich
beschrieben, auch nichts anderes, als was ihm begegnet,* bemeldet habe.
Nun ist dieses urtheil schon deswegen unrichtig, weil Kabatnik gar nicht
schreiben konnte, und deshalb die beschreibung Adam Bakalc if, bürger und
notar in Leitomischel , abfasste. Das original (ms.) findet sich zu Prag in
der dombibliothek. 8. Balbini Bohemia docta,* tractat. I. p. 151. Grässe
führt an (L. 2, t, 775): Nikolaus Bakalar, Beschreibung der heiligen Orte
im gelobten Lande. Neupilsen 1498. 8.
1492. Der mailändische kaufmann Bernardino di Kali. In nomine
patris. Et filij. Et spiritus sancti Amen. Prefatione. Per che questa vita
mortale fragile et caduca ecc. ; auf der 3. Seite roth : In nome del padre et
del figliolo et del spirito santo Amen Incomincia la Jerosolimitana peregri-
natione facta da me Bernardino Di nali milanese mercadante in venetia nel
Anno dela salute Humana. MCCCC° lxxxxij. Sehr schöne pergamenths.,
kl. 8., auf der öffentlichen bibliothek in Lucca. Es kommen die gebete vor.
Scheint nicht wichtig.
*1492. Peter Fasbender von Molsberg, Pilgerfahrt zum h. Grabe.
Hs. in der Stadtbibliothek zu Trier. Geisheim’s Hohenzollem 55.
1 492. Schilderung einer reise ins heilige Land und auf den Sinai
von einem ungenannten. Voyage ä la Terre-Sainte, au mont Sinai et au
couvent de Sainte - Catherine. Notice sur un manuscrit de la bibliothöque
publique de Rennes, im gedruckten katalog nr. 157, von E. Morin. Rennes,
Ch. Catel, sine anno (C. 1860) 8. 16 s. Analyse und ein auszug lassen
wünschen, dass das ganze ms. gedruckt werde.
* 1493. Johannes von Lobkowitz und Hassenstein, ms. von ersterem.
Grässe L. 2, 1, 775.
*1493. Des grafen Botho HI. von Stolberg Tagebuch der Reisen
in das gelobte Land. Ms. im gräfl. stolberg-wernigerodi sehen archiv. S. J.
F. Plessing über Golgatha und Christi grab. Halle 1789. 108.
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1494. Der priester Pietro Casola ans Mailand. Viaggio di Pietro
Casola a Gerusalemme tratto dalP autografo esistente nella Bibliotheca Tri-
vnlzio. Milano, P. Ripamonti Carpano (hinten Edizione fuori di commer-
cio), 1855. 4. 6 bll., 131 s. Herausgeber ist der graf Giulio Porro, der
eine ungenügende einleitung und von s. 1 1 3 an wenig brauchbare anmm.
schrieb. Porro, der sich sonst durch gefälligkeit auszeichnete, konnte ich
nicht bewegen, mir ein exemplar zu behändigen; ich gelangte endlich auf
antiquarischem wege in den besitz. Das buch ist ausführlich und treuherzig
geschrieben und lesenswerth.
* 1494. Jean van Berchem, beschreibung einer Jerusalemfahrt. Hs.,
4., im besitze des barons St.-Gdnois in Gent, der eine einleitung dazu schrieb
und drucken liess (Gand 1856. 8.).
1495. Der arabische gelehrte Medschir ed-Din. Medschired-din:
Enisol-Djelil fit-tarikhi Kouds vel-Khalil. Le Compagnon sublime dans 1’his-
toire de Jerusalem (und von Hebron). Par M. de Hammer. Enthalten in
seinen Fundgruben des Orients. Wien, A. Schmid, 1811. Fol. 2, 81 sqq.,
I18sqq., 375 sqq. Eine einschlagende, zum theil ergänzende Übersetzung
nach dem französischen von Hammer und nach einer im brittischen museum
aufbewahrten arabischen hs. s. in G. William’s Mein. 143 sqq. Es gibt auch
noch anderwärts hss., und es wäre, da Hammer 'nicht überall richtig über-
setzte, sehr zu wünschen, dass des abtes Haneberg in München Vorhaben,
diesen araber frisch herauszugeben, ausgeftthrt würde. S. Robinson 2, 541.
Medschir ed-Din (f 1520) ist sehr umständlich und genau. In beschrei-
bung der viertel und gassen, der moslemischen kirchen und schulen von
El-Kods übertrifft er alle Vorgänger.
1495. Der geistliche, Wolff von Zülnhart. Nach Cristi vnsers lieben
herren gepurt Tauset fierhundert lxxxxv jar am dornstag nach vnser frawen
tag Annuntiationis . . bin ich wolff von Zülnhart vnd mit im Jörg von Augs-
purg aussgezogen, auff den weg gen Jerusalem vnd katherina. Papierbs.,
4., in der stadtbibliothek zu Augsburg. Unbedeutend.
1495. Reise des pfalzgrafen Alexander bei Rhein und des grafen
Johann Ludwig zu Nassau. Beschreibung der Meerfart zum heiligen Grab,
dess > . Alexanders . . Auch dess . . Johann Ludwigs, welche sie im Jahr
1495. angefangen, vnd verbracht im Jahr 1496. Enthalten in Feyrabend’s
Reyssbuch bl. 30 — 47 und in Roth’s Reyssbuch 1, 55 — 86; ein genügender
auszug in: Das heilige Land. Organ des Vereines vom h. Grabe. Köln,
1863, 159 — 175. S. Petzholdf s Anz., 1861, 284 f. Der Verfasser, wahr-
scheinlich der notar oder kaplan des pfalzgrafen, ist nicht genannt und die
beschreibung mehr ein trockenes verzeichniss der sagenstätten in form eines
tagebuchs.
1495. Der notar Martin Dalmar. Beschreibung Herzog Bugslaffen
des 10. Peregrination nach dem Heyligen Lande. In welcher wie in einem
Diario, alle des H. B. Acten und Reisen von einem Orth zuhm andern fleis-
sig verzeichnet sein. Durch Martin Dalmar, Notar, welcher allewegen mit
dobey gewesen. Abgedruckt aus einer hochdeutschen hs. (die Urschrift sei
wahrscheinlich niederdeutsch gewesen) als zugabe zu der 1835 erschienenen
ausgabe der pommerschen chronik von Thomas Kantzow, der selbst eine
ziemlich ausführliche, mitunter variirende nachricht von der Pilgerfahrt brachte.
Der älteste mir bekannte druck findet sich in Feyrabend’s Reyssbuch (1584)
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bl. 47 — 49 und in Roth’s Reyssbuch (1609) 1 , 87 — 90, hier: Kurtze Sum-
marische Beschreibung der Rheyss zum H. Grab, So der Durchleuchtige
Hochgeborne Fürst vnnd Herr, Herr Bugislaus dess Namens der Zehend,
Hertzog in Pommern, im Jhar 1496. angefangen, vnd das folgende Jhar
glücklich vollnbracht. Sehr wenig lernt man aus dem nachfolgenden ge-
dieht: Historia de profectione in Terram Sanctam illustrissimi Principis ac
domini Bugislai X. Ducis Stetini . . scripta a M. Christiano Kalen Fema-
riensi. Witeberga 1555. 4. Immerhin schwunghaft, gut geschrieben. Die
iron Joh. y. Kitscher verfasste und in druck gegebene Tragicomoedia de Hie-
rosolymitana profectione illustrissimi ducis Pomerianici sah ich nicht. S. Des
Herzogs Boguslaf X. von Pommern Pilgerreise nach dem gelobten Lande.
Berlin, R. Decker, 1859. 8. Es ist hier von einem anonymus kein abdruck
der pilgerschrift, sondern eine einlässliche anzeige, mit belehrenden bemer-
kungen, gegeben. S. auch Petzholdt’s Anz., 1861, 285. Die reisebeschrei-
bung ist Übermassen kurz gefasst und für mich unbrauchbar.
1497. Der rathsherr Hans Schürpff von Luzern. Hans Schürpfen
. . Pilgerfahrt nach Jerusalem. Mitgetheilt von J. V. Ostertag. Hie in disem
Büchlin Sind zu vinden Hüpsch seltzam materien vnd geschichten, So den
persönlich Erfarent Hatt Hans Schürpff, . . mit andern sinen mit Brüdern,
Als sy denn vff dem mer vnd land gehalten, vnd zu dem Helgen grab ge-
reyst Hand. Ouch nit me hiegsetzt wirt, denn das der obgenannt Hans
schürpff selbs gesechen vnd erfaren, Vnd nit nach Hörsegen concipiert Hatt.
Enthalten im: Der Geschichtsfreund. Mittheilungen des histor. Vereins der
5 Orte Lucera,'Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Einsiedeln, Benziger,
1852. 8. S. 182 — 249. Das konzept des Schtirpffen wurde 1498 von
Peter Wächter ausgearbeitet. Der reisebericht ist etwas dürftig.
C. 1498. Der ritter Arnold von Harff (van Harue) aus dem jüli-
cher lande. Die Pilgerfahrt des Ritters Arnold von Harff von Cöln durch
Italien, Syrien, Aegypten, Arabien, Aethiopien, Nubien, Palästina . . , wie er sie
in den Jahren 1496 bis 1499 vollendet, beschrieben und durch Zeichnungen
erläutert hat. Nach den ältesten Handschriften und mit deren 47 Bildern
in Holzschnitt herausgegeben von E. von Groote. Cöln, J. M. Heberle, 1860.
8. LVI, 280 s. S. 4 : Item in dem jaere nae Christus geboirt dusent vier-
hondert ind xcvj des seuenden dages nouembri byn ich Arnolt van' Harue
ritter etc. mjjns alters xxv jaers, van Coelne vss getzoegen, halff in eyneme
swaeren moyte . . Dyse pylgrymmacie bin dat meysten deyl myt kouffluden
getzoegen. Für den palästinographen von einigem werth und auch für den
deutschen in sprachlicher beziehung beachten swertli.
1498. Stephan Baumgartner. Nach Christi vnsers liebstenn Herren
vnndt Seligmachers gebürt 1498 Jare, Bin ich Steffan Baumgartner mitt dem
Fürsten Hertzog Hainrich zu Sachssen, nach dem Heyligen grab geratet,
vnnd solche meine Rayss zum gedechtnus Hierin beschrieben, was ich aldo
von Hailthum zw wasser vnd Landt gesehen hab. Mit einer ansicht der
grabkapelle (nicht übel) und der stadt Jerusalem (schlecht). Papierhs., 4.,
nr. 369 in der bibliothek des germanischen museums "zu Nürnberg. Vgl.
oben sub anno 1476 Mergenthal, Geisheim’s Hohenzollern 10.' Die Schrift
ist unbedeutend.
*1500. Giovanni di Perugia. Joannes Perusinus O. S. B. Mon. e
congreg. Cas. conscripsit Itinerarium Terra Sancta, in quam 1 500 profectus
est. Vide Voss, de Hist. Lat.Iib. 3. p. 709 (ed. Lugd. Bat. f 65 1 ) 9 August.
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Oldoin. in Athenseo Angusto, p. 186, Fabric. Bibi. med. Lat. 4, 332, Armeil.
Bibi. 2, 16. Briefliche Mittheilung von pater Neumann.
*C. 1500. Dodechini, in Palaestinam Peregrinatio. Lasor a Varea
2, 296. Porro sagt in seiner einleitung zum Casola, was gar sehr näherer
prüfung bedarf: Dopo questo (Willibald) abbiamo il viaggio di Dodechino (il
continuatore della Cronaca universale di Mariano Scotto) abate di 8. Isibodo.
*C. 1500. Jo. e Dusseldorp, Carmelita, Terrae Sanctae itinerarium.
Lasor a Varea 2, 296. Vgl. Dusseldorp oben s. 51.
G. 1500. Les passaiges doultremer faitz par les francoyg. Nou-
uellement imprime. Paris, M. le Noir, 1518. 4. Beachtenswerth.
*C. 1500. Jo. de Heit. Itinerarius in Hierusalem. Daventr. 1505.
4. S. Stuck 2, 52, Geisheim’s Hohenzollern 55.
G. 1500. Das hauptpilgerbuch der italiener im sechszehnten Jahr-
hundert von einem ungenannten. Viazo da Venesia al sancto iherusalem
et al monte sinai. sepulcro de sancta chaterina piu copiosamente et verissa-
mente descrito che nessuno degli altri: cum dessegni de paesi citade porti
et chiesie et sancti luoghi et molte altre sanctimonie ch’ qui se trouano de-
signate et descrite chomo sono neli logi lor propri etc. Bologna, J. de Ru-
biera, 1500. Fol. Mit holzschnitten und einer ansicht von Jerusalem.
Dieses buch ist sehr selten, so dass ich es nicht zu sehen bekommen konnte,
und dass es piir auch nicht möglich ist, bestimmt zu behaupten, dass dieses
die erste, älteste ausgabe des vielgenannten Viaggio da Venezia al Santo
Sepolcro ist. Das pilgerbuch erlebte sehr viel auflagen, und es hält schwer,
sie alle aufzusuchen und für die richtigkeit einzustehen. Uiaggio da Uenetia
al sancto sepulchro et al monte Sinai. Venetia, Nicol. Zopitio, 1518. Kl. 8.
Diese ausgabe, mit holzschnitten versehen, findet sich in der bibliothek des
franziskanerklosters in Jerusalem. Das Viagio da Venetia al Sancto Sepulchro
von 1520, 8., hat auf dem titelblatte eine ansicht von Venedig, und hinten
steht: Finito el santissimo viagio d’ Jerusalem nouaroente stampato in Ue-
netia per Joannem Tacuino da Trino Nel Anno . . MCCCCCXX . . Regnante
llnclito principe Leonardo Leoridano. 1521 sei das Viaggio ebenfalls her-
ansgekommen. 1524 erschien es zu Venedig in 8., in der vatikanischen
bibliothek nr. 6122. Man kennt auch eine venezianer -ausgabe von 1531
und Venezia, Zoppino, 1536. Dann: Uiaggio da Uinegia al Santo Sepolcro
.. Nouamente stampato .. per Nicolo di Aristotile detto Zoppino, 1537.
1538 schon wieder in Vinegia (8.) aufgelegt, auch 1546 (Venezia), 1555
(Venezia), ibi 1588 per Barthol. di Valenti; ibidem 15S3, 12., bei L. Ualuas-
sori, e G. D. Micheli, mit einem anhang : Le vie, o ceremonie di Hiervsalem,
beim gleichen verlegen 1583. Ich sah auch die ausgabe desselben Verlegers
1587, kl. 8. 3 jahre später eine ausgabe ebenso in Venedig. Dann Ve-
rona 1592; Venedig 1598 in 12. Im j. 1604 in Venezia, Domenico Im-
berti, kl. 4.) beim gleichen daselbst 1605. Nun schreibe ich den vollstän-
digen titel meines exemplars ab: Viaggio | da Venetia | al Santo Sepolcro, |
et a al Monte Sinai; | Col dissegno delle Cittä, Castelli, Ville, Chiese, Mo-
nasterij, | Isole, Porti, et Fiumi, che sin lä si ritrouano. | Et vna breue re-
gola di quanto si dee osseruare nel detto uiaggio, e quel | che si paga da
luoco a luoco, si di dacij, come d’altre cose. | Aggiuntoui il modo di pigliar
le sante Indulgenze, et ä che | Chiese, Monasterij, et altri luochi siano con-
cesse. | Et dinuouo aggiuntoui vna Tauola, che denota quante miglia sono
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*
da | luoco a luoco sino in Gierusalera. | In Venetia, MDCV1I. | Appresso gli
Heredi di Domenico Farri. Kl. 8. A bis M s. oder 96 bll. Auf dem titel-
blatte stellen 3 kreuze in bolzschnitt. Von da bis 1673 (Yenetia) treffe ich
keinen neuen druck. Eine ausgabe in Bassano, 8., erschien 1675 und 1728.
Ich führte die ausgaben so genau als möglich an, und vermag leider nicht
zu entscheiden, wo sich etwa eine titelausgabe eingeschlichen habe. Jetzt
komme ich zu einer andern reihe von ausgaben. Man glaubte, dass dieses
anonyme Viaggio eigentlich einen pater Noe zum Verfasser habe. Mir will
dies nicht einleuchten; denn vor dem j. 1600 finde ich den namen Noe auf
keinem titel des Viaggio da Venezia al S. Sepolcro; es müsste denn sein,
dass ich die ausgaben von 1536, 1592 und 1598 irrthümlich nicht mitfasse.
Mich will vielmehr bedünken, dass die buchhändler, um dem pilgerbuche
noch mehr absatz zu verschaffen, auf den einfall geriethen, einen pseudo-
nymus in den titel aufzunehmen. Dies ist auch so ziemlich die meinung
des paters Pietr’ Antonio di Venetia (s. diesen unten sub anno 1700), der
von Noe als dem Verfasser des Viaggio sagt (bl. 3 n ): se pure realmente ne
fü Tauttore, stimandolo piü tosto opera di qualche persona semplice, masche-
rata col nome di questo Religioso, per acquistarsi piü credito nel darlo alla
stampa; del che ne dä tutto il motiuo di dubitare il vedere, che il nostro
diligentissimo Annalista Lucca Uadingo non fk alcuna mentione di questo auttore
nel Catalogo, che forma de Scrittori della Religione. Man konnte um so
eher auf einen Noe verfallen, als es einen Venezianer Noe Bianco gibt (s.
diesen unten sub anno 1527). Ein anderes exemplar, das ich besitze, hat
beinahe buchstäblich genau den titel, welchen ich bereits vollständig mit-
theilte; nur steht zwischen altre cose und Aggiuntoui: Composto dal R. P.
Fra Noe delF Ord. di S. Francesco. Auf meinem exemplar ist das jahr des
druckes nicht angegeben : In Lucca, Per Salv. e Giandom. Maresc. Kurz 8.
192 8., die mithin den oben angegebenen 96 bll. vollkommen entsprechen.
Auf dem titelblatte stellt ein holzschnitt die urstände, unten mit den Worten :
Mors. mea. vita tva, vor. Ich betrachte diese Noe -ausgabe sine anno als
die älteste. Mit dem j. 1600 in Lucca finde ich eine ausgabe bei de Hody
430 (ed. 1855). Die ausgabe von 1610, In Venetia, Presso Domenico Im-
berti, kl. 8., bis s. M 8, hat auf dem titel : Composto fedelmente dal R. P.
F. Noö, del!’ Ord. .; ebenso eine ausgabe in kl. 8. in Venedig 1615; auch
ibi 1619. Hinwieder ist in der ausgabe Venezia, Imberti, 1648, 8., 96 bll.,
das wort (Composto) fedelmente weggefallen; desgleichen in der ausgabe
Venezia per Bened. Miloco 1676, 8. Weiter erschien eine Noe -ausgabe in
Bassano 1685, kl. 8., 1689, 8., in Bologna 1690, ebenfalls kl. 8., in Bas-
sano, G. A. Remondini, 1728, 8., item in Bassano 1781 (diese ausgabe sah
ich in Barcelona) und in Treviso, Ant. Paluello, 1791, kl. 8. (diese ausgabe
sah ich bei einem buchhändler in Venedig). So viel ausgaben ich ansichtig
wurde, alle sind mit mehr oder minder schlechten, immer den gleichen holz-
schnitten versehen. Ob die Schrift: De via e Venetiis ad S. Sepulcrum,
Venet. 1538, 8., angeführt von Lasor a Varea (2, 297), eine Übersetzung
des Viaggio sei, kann ich nicht entscheiden. Es sind mir auch sonst Über-
setzungen in andere sprachen nicht bekannt. Oft dürfte wol daraus ge-
schöpft worden sein. S. Brunet 4, 602 und 5, 423, de Hody 292 (dd.
1855), Topogr. 1, XXXVIII f., 3. Wander. 417, Noroflf bei Daniel 210,
213, Petzholdt’s Anz., 1862, 248, Grässe's Trös. 4, 682; 6, 295. Die
schrift mag seiner zeit, zumal für die pilger, ihren praktischen werth ge-
habt haben.
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*1505. Peter de Smet oder Desmet, genannt van Steebroek, ans
Brüssel. Die darstellung seiner reise nach dem h. Lande in flämischer
spräche, findet sich als ms. nr. 12636 in der burgundischen bibliothek zu
Brüssel. Eine analyse von A. B. T. Schayes steht in der Revue de Bruxelles,
1839, 104 — 119, und nähere nachricht in St.-G£nois’ Vogageurs beiges 1,
199-210.
1506. Sir Bichard Guylforde. The Pylgrimage of Sir Richard Guyl-
forde to the Holy Land A. D. 1506. Pylgrymage towardes Iherusalem.
London 1511. Die ausgabe von 1506 Edited by Henry Ellis. Auch (Lon-
don) 1851. 4. S. Bonar 519. Die erzählung ist ehrlich gemeint, bietet
jedoch wenig.
1507. Der prior Georg aus dem karthäuserkloster zu Chemnitz.
Georgia . . Ephemeris s. Diarium peregrinationis transmarinae , videlicet Ae-
gypti, Montis Sinai, Terrae Sanctae, ac Syriae. In B. Pezii Thesaurus anec-
dotorum novissimus. Augustae Vindel. 1721. Fol. 2, 3, 453 sqq. Die
im amtsarchiv von Kahla aufbewahrte hs. bietet noch manche Verbesserungen
und Vervollständigungen des edirten textes. S. Stickel in der ZS. der Deutsch,
morgenländ. Gesellschaft 6, 521. Georg, ein mann von klassischer bildung,
war im dezember 1507 in Jerusalem, und gehört zu den sorgfältigem den-
kern und Schreibern.
1507. Der edelmann Martin von Baumgarten in Braitenbach.
Martini ä Bavmgarten in Braitenbach . . Peregrinatio Jn -Egyptum, Arabiam,
Palaestinam et Syriam : Jn qua De harum Regionum . . Studio et opera M.
Christophori Donaveri, . Norimbergae, P. Kauffmann, 1594. 4. Die hinter-
lassenen des reisenden veranstalteten auf ihre kosten den druck der pilger-
schrift. Donauer übersetzte das etwas schwerfällige deutsch des pilgers und
verwob es mit den lateinischen notizen seines dieners Gregorius (latine ut
potuit tulitque seculum istud, visa gestaque signavit). So entstand aus der
Vereinigung beider tagebücher das von Donauer gut geschriebene lateinische
werk. Englisch: The Travels of Martin Baumgarten . . Through Egypt,
Arabia, Palestine, and Syria. In Three Books Giving an Account of the
Situation, Nature, Monuments, and Ruins of those Countries . . To which
is prefix’d The Life of the Author. Enthalten in : A Collection of Voyages
and Travels , some Now first Printed from Original Manuscripts , otliers
Non first Published in English .. London, Awnsman and Churchill, 1704.
Fol. 1, 381 — 452. S. Gemelli l, bl. 9, Meusel 1, 2, 80, Bonar 519, Petz-
holdfs Anz., 1862, 247. Der bericht ist kurz, und Donauer scheint einiges
aus Georg entlehnt zu haben.
*1507. Charles de Bivifere, Chorherr von Lisieux, Voyage en Terre
Sainte fait en 1507. Ms. in Rouen. S. Haenel Catal. 430.
1508. Der minorit Anshelm von Krakau. Descriptio Terrae Sanctae
ejusque itinerarium. Cracoviae, Flor. Ungier, 1512. 4. Auch im Thesaurus
Monumefntor. eccles. et histor. oder in Heinr. Canisius’ Antiquae lectionis t.
6. p. 1287 sqq., und in der neuen ausgabe dieser Lectio antiqua von Jakob
Basnage (Amstelaedami 1725) 4, 776 — 794. S. Topogr. 1, XXXVIH, Ri-
gnon, 1861, 86, Petzholdt’s Anz., 1862, 247 f. Der Verfasser weilte 1508
längere zeit in Jerusalem, bringt übrigens meist mönchische tradizionen. Als
krakauer scheint er unter meilen polnische zu verstehen. Sonderbarer weise
stellt er 1 schritt und 1 fuss als gleichbedeutend zusammen. Daher schreibt
Tobler, Bibliographia. 5
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er auch passus pedum (p. 1290), fusslange schritte, indem man schreitend
immer einen fuss vor den andern hinstellt. Ich übersetzte das passus mit
fass. Der Verfasser ist indessen im messen kein muster von Zuverlässigkeit,
wie p. 1314.
G. 1510. Der bruder Niklaus Wanckel, des ordens der franzis-
kaner und der observatiner. Ein kurtze vermerck- | ung der heyligen Stet
des heyligen | landts. in vnd vmb Jerusalem. | mit verzeychnung der merck- |
lichsten ding in den selbi | gen geschehen. Auch | wie nahent vnnd | verre
ein Stat | von der an- | dern sey. Hinten: Gedrückt vnd volendet in der
Kayserlichen Stat Nürnberg durch Jobst Gutknecht, 1517. Kl 4. A — Eiij,
der buclistabe zu 4 bll. = 19 bll. S. Noroff bei Daniel 210. Wanckel
hielt sich 6 jahre lang in Palästina auf. Die schrift ist sehr gedrängt, und
darf nicht unbeachtet gelassen werden.
*1511 f. Johan Thenaud (Thenavld), doktor der theologie und
minoritenguardian in Angouläme. Le Voyage et Itin^raire de Oultre Mer
faict . . iusque au Cayre. Paris, ä l’enseigne s. Nicolas, 6. a. 8. 64 bll.
S. Hain 15,466, Grässe’s Tr£s. 6, 113.
1513. Der franziskaner Antonio Medina aus Spanien. Viaggio di
Terra Santa con sve stationi e Misterii del M. R. P. Frat’ Antonio Medina . .
Tradotto di lingva Castigliana, nella Toscana. Dal M. R. P. Pietro Buon-
fanti. In Fiorenza, G. Marescotti, 1590. 4. S. Laffi 206, Brunet 5, 423,
Rignon, 1861, 87. Nach letzterem erschien die spanische Urschrift in Sa-
lamanca 1573, 8., und hat nach Grässe’s Tr6s. 4, 462 den titel: Estaciones
y mysteriös de la Tierra Santa. Das buch enthält wirklich interessante
notizen, und der Verfasser zeichnet sich durch milde gesinnung aus.
*1513. Der flämische edelmann Johann van Zillebeke. Die be-
schreibung seiner reise nach Jerusalem ist ms. in der bibliothek zu Douai.
S. einige nachrichten in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vor-
zeit, 1835, nr. 59, St.-G£nois 1, 38 — 40. Nach Haenel Catal.,160 wäre
laut ms. Zillebeke viel früher gereist: Voyage k Rome, ä N. D. de Lorette
et ä Jerusalem en 1499 par Jean de Zeilbeck de Comines. Man kaun etwa
annehmen, dass die erste reise ins j. 1499 fiel, welche St.-G^nois unbekannt
blieb.
1514 ff. Der ungarische franziskaner Gabriel vom kloster zu
Pecavärad. Compendiosa quedam nec minus lectu iocunda descriptio vrbis
Hierusalem: atque diligens omnium locorum terre sancte in hierosolymis ad-
notatio. per quendam in Christo patrem fratrem Gabrielem natione vngarum
divi Francisci ordinis . .• luculeuter: nam ea ipsa loca propriis conspexit
ocuüs: congesta ac breviter per eundera comportata feliciter incipit. Com-
pendium locorum terre Sancte. Sine 1. et a., 4., 38 bll. Das buch dürfte
um 1525 gedruckt worden sein. Rignon schreibt (Annales, 1861, 85): Ga-
briel Hongrois. Description de la Terre Sainte, in -4°, 1521. Noroff
führte in der schrift: Meine Reise nach Palästina (Leipzig 1862. 1, 163)
und bei Daniel (210) den gleichen titel an, aber unter der autorschaft von
Frater Nicolaus de Farnad (s. diesen oben sub anno 1490), und nach ad-
notatio in folgender fassung: per quendam devotum in Christo fratrem divi
Francisci Ordinis . . Nationis vero Hungarice luculenter, und das übrige
gleich bis Incipit feliciter. Weiter schreibt Noroff: Impressum Vienne, (circa
1517) s. a. Le nom de l’auteur se trouve au recto de la dernirbe f. Da
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auf dem titel der einen ausgabe bestimmt der name des Verfassers, Gabriel,
gelesen wird, so darf man nicht anstehen, denselben für den richtigen zu
halten; doch bleibt einiges noch aufzuklären übrig. Vgl. Tuch’s Antoninus
Martyr (s. oben sub anno 570) 13, Theoderic. 194, Lotze in der gleich an-
zuzeigenden Schrift VI. Der pilger behandelt auf scholastische weise jeden
gegenständ in 5 punkten. Er tritt als Schriftsteller selbständig auf und
macht deswegen seine beschreibung durchaus zu einer beachtenswerthen.
Doch würden nur auszüge den Wiederabdruck rechtfertigen.
1517. Hessel van Martena, Tzialling und Julo van Bottnya aus
Friesland. Eine Wallfahrt von Antwerpen nach Jerusalem aus dem Jahre
1517. Aus der Handschrift mitgetheilt von Hermann Lotze. Leipzig, Brock-
haus, 1866. 4. VHI, 19 s. Der titel der holländisch abgefassten hand-
schrift lautet : Accurata descriptio peregrinationis in Terram Sanctam per . .
Hesselium ä Martena, . . Tzallingum ä Botnia, necnon . . Iulium ä Botnia
Frisios, Religionis ergö feliciter susceptse, A . . 1517. Der Verfasser nennt
den so eben genannten Gabriel seinen ftthrer (6) : die heylige steden die ons
alle worden geweesen door . . Gabriel, vt Hungarie gebooren. Ziemlich aus-
führliche und genaue, hin und wieder aber unordentliche beschreibung der
h. Stätten; indess wenig neues.
1517. Der ritter Bernhard von Hirschfeld : desselben unternommene
und von ihm selbst beschriebene Wallfahrt zum heiligen Grabe. Aus einem
in der grossherzogl. Bibliothek zu Weimar befindlichen Manuskripte. Her-
ausgegeben von A. von Minckwitz. In: Mittheilungen der deutschen Gesell-
schaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig.
Leipz., T. 0. Weigel, 1856. 8. 1, 31 — 106. Eine sehr schöne hs. in Gotha,
cod. membran. 677, fol. : Bernhardt v. Hirsfelt. S. Petzholdt’s Anz., 1861,
285. Die schrift ist sehr unbedeutend; nur weniges verdiente gedruckt zu
werden.
1518. Der kaufmann Jacques Lesaige von Douai. Chy sensuiuent
les gistes repaistees et despens Que Moy Jacques Lesaige . . Ay faict de
Douay . . en la Saincte Cite de Hierusalem . . Imprime Nouuellement a
Cambray (1520), B. Brassart, Au depens du dict iacques. 8. Ohne pagi-
nazion. Vgl. Brunet (5, 423; 3, 106), der eine 2. ausgabe in 4. kannte,
und das nouvellement imprime weist darauf hin, dass wenigstens 2 alte aus-
gaben vorhanden sein müssen. 1851 erschien zu Douai in 4.: Voyage de
Jacques Lesaige, de Douai, ä Rome, Notre-Dame de Lorette, Venise, Jeru-
salem et autres saints lieux. Herausgegeben von Duthillceul. S. de Hody:
Les Tombeaux de Godefroid, 345 (ed. 1855). Das buch darf ein wenig be-
achtet werden, weil es im frischen styl geschrieben ist.
1519. Der ritter Ludwig Tschudi von Glarus, herr zu Greplong.
Reyss vnd Bilgerfahrt, zum | Heyligen Grab. | Dess Edlen vnd Ge- | strengen
Herren Ludwigen Tschudis | . . | . | In welcher nit allein, die fürnemb- | sten
Stätt vnnd öhrter, Dess Heyligen Landts | Palestinse, vnd der gantzen gegne
daselbst herumben, | sonder auch ausserhalb deren, vil andere denckwür-
dige | Stätt, Inseln, Oerther, vnd derer Inwohner, | mancherley Sitten, Art
vnnd ge- | bräuch, :c. | Neben deme auch, was gedachte Herren, sampt | sei-
ner gpsellschafft , auff diser Reyss, zu Wasser vnd | Landt begegnet vnnd
widerfahren: Gantz trewlich vnnd | ausführlich , sampt einem fleissigen Re-
gister, | vermeldet vnnd beschriben | werden. | Getruckt in dess Fürstl. Gotts-
haus S. | Gallen Reychshoff, Rorschach am Bodensee, | bey Bartholome Schnell,
5 *
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im Jahr, 1606. 4. 6 bll., 160 s. Herausgegeben von Melchior Tschudi,
d. j. Eine ausgabe mit andern titel Freiburg 1610. 4. Eine hs. in der
bibliothek zu S. Gallen (Haenel Catal. 703). S. irriges bei Meusel 1, 2, 81
und Robinson 2, 542. Die reisebeschreibung L. Tschudi’s, eines fein gebil-
deten und toleranten mannes, gehört zu den lehrreichern, die bekannt sind.
Vorbereitet durch das lesen der pilgerschriften von Bernhard v. Breydenbach
und von Felix Schmid, der auch hin und wieder in Tschudis bericht durch-
blickt, trat er mit einigen Schweizern die Wanderung an, und ward in der
abfassung des berichtes unterstützt von dem mailändischen edelmanne Lan-
driano, einem gelehrten, welcher der griechischen uncHateinischen spräche
kundig, so wie in der geschichte und kosmographie bewandert war. Wahr-
scheinlich kannte und benutzte Tschudi auch das Viaggio da Venezia al
Santo Sepolcro. Einiges gute hat man seinem ungehorsam gegen den pater
guardian in Jerusalem zu danken, dass er einen araber, der italienisch ver-
stand, sich zum Führer wählte. Dadurch machte er sich vom mönchischen
einflusse mehr oder weniger unabhängig, und gelangte auch durch die gunst des
braven mohammedaners Gameli zu stellen, die sonst den Christen unzugäng-
lich waren. Tschudi schrieb meist bestimmt und klar, und die beobachtun-
gen sind ziemlich umfassend. f
1519. Hans Stockar von Schaffhausen. Heimfahrt von Jerusalem
Hans Stockar’s . . Pilgers zum heil. Grabe im J. d. H. 1519 . . Schaffhau-
sen, F. Hurter, 1839. 8. Mit portrait und wappen. 5 bll., XII, 244 s. Das
wort- und sacherklärende register 224 — 244. Herausgegeben von Maurer-
Constant. Stockar reiste mit Tschudi, stand aber diesem in bildung und
richtiger anschauung weit, in treuherzigkeit aber gar nicht zurück.
1519. Der unter waldner Heinrich Stulz, konventherr zu Engel-
berg: Beschreibung der Pilgerfahrt gehn Hierusalem de a. 1519. Herrn
Henrich stulzen priesteren von Stanss in geselschaft Herrn Melcher Zur Gil-
gen, Ritteren und andern Eydgenossen. Papierhs. , 4., 45. auf der stadt-
bibliothek (Balthasars) in Luzern. Stulz reiste mit Tschudi und Stockar.
Nicht bedeutend.
1519. Descriptio veridica 1519, s. oben 1283 Burkhard, s. 27, 30.
*1519. Der marquis Don Fadrique Henriquez de Ribera (Eivera).
El Viage que hizo a Jerusalem desde XXIV de noviembre de 1518 que
saliö de su villa de Bornos hasta xx de octubre de 1520 que entrö in Se-
villa. Lisboa 1580. 4. Auch daselbst 1608. 4. Ingleichen Sevilla 1606,
4., Madrid 1733, fol., und daselbst 1786, 8. Grässe’s Trös. 2, 473.
* 1519. Juan de la Encina (Enzina), reisegefahrte des Don F. H. de
Ribera, marquis von Tarifa. Trisagia ö via sagra de Hierusalem. Roma
1521. 8. Die reise ist in heroischen reimen beschrieben. Man kennt auch
von dem dichter: Viage y peregrination que hizo y escribiö en verso Cas-
tellano el famoso poeta Juan de Encina en corapania del Marquös de Ta-
rifa, en que refiere lo mas particular de lo sucedido en su viage y santos
Lugares de Jerusalem. Madrid 1786. Kl. 8. Auch in einigen ausgaben
der werke des dichterpilgers. S. Grässe’s Trös. 2, 473, Noroff bei Daniel
65, 129, 210.
1520. Der priester und vikar Geert Kuynretorff von Rampen.
Jerusalemsche Reyse, Soe in Verganghen Jaren gheschiedt is, Dorch . . Geert
Kuynretorff. . Geprent toe Campen, P. Warnersem. Sine anno. 12., unpa-
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ginirt. Das sehr seltene büchlein sah ich im Haag. Van Adrichom hat den
titel (287 b ) : Descriptio Hierosolymitani itineris anno 1520. per D. Gerardum
Kuynretorff Campensem, et D. Petrum Aenholt Priorem in Vvolzende, et Edo
Rombes consulem in Sneeck peracti, impressa Campis. Eine ziemlich ge-
wöhnliche beschreibung der Pilgerfahrt.
*C. 1520. Ein ungenannter. Viaggio del sepolcro di G. Cristo,
scritto da un valente uomo. Venezia 1523. 8. Mit abbildungen. Grässe’s
Trös. 6, 295.
*1521. Johannes Heuter, präfekt in Delft. Descriptio lerusalem,
et sanctorum locorum Ioann. Heuteri Prsetoris Delphensisj qui an. 1521.
vnä cum praedicto Schorel ( Jan van Scorel \ berühmter maler und rathsherr
in Utrecht, dessen portrait ich auf dem rathhause daselbst sah, nahm vom
Ölberge aus eine ansicht von Jerusalem auf), et S ÄTT Lamberto Varick S.^
Theolo. Licentiato, et S. Hyppoliti Delphensium pastore peregrinationem
suam absoluit. Ms., mitgetheilt dem van Adrichom, 287 1 *.
1522. Der ritter Barthelömi de Salignac, doktor beider rechte,
protonotar des päpstlichen Stuhles, von Burgis in Frankreich. Itinera-
rivm Sacrae Scripturae. Hoc est Sanctae Terrae, Regionvmqve finitimarvm
Descriptio . . in Germania nunc primvm in lucem edita, k Bartholomaeo de
Saligniaco . . Magdebvrgi, A. Kirchner, 1593. 4. 110 bll. Mit einem Vor-
worte von Reinervs Reineccivs Steinhemivs, der zugleich Borchardi, Alemanni,
. . descriptio Terrae Sanctae herausgab. Früher erschien das buch in Frank-
reich, in Paris 1522, Lyon 1525, 12. (ich sah diese ausgabe), ibi 1526,
aber auch in Deutschland zu Magdeburg schon 1587 in 4. Ich kenne nur
eine deutsche ausgabe: Itinerarivm Hierosolomitanum , Reiss zum H. Grab
vnd Pilgramschafft in das gelobte Land, welche . . Bartholomaeus von Sa-
ligniaco . . mit grosser Leibes gefahr verrichtet, vnd gemeinen Vaterland zu
lieb in 10. Büchern selbst Lateinisch beschrieben hat. Darinnen' alss in einer
kurtzen Chronica, des H. Landes jetzige gelegenheit, an Städten, Castellen,
Dörffern, Bergen, Wassern, Einöden, Antiquiteten vnd andern gedenckwirdi-
gen Sachen eigentlich erkleret vnd fürgestellet wird . . An jetzo erstlich in
vnser Deutzsche Sprach gebracht, vnd mit Figuren gezieret. Durch M. Fri-
dericum Helbachium Eckhartshusanum. Altenburg in Meissen, Henning Gross.,
1612. 8. 16 bll., ohne das register 371 s. S. Adrichom. 287 1 ’, Gemelli 1,
bl. 8, Beckmann 2, 71 ff., Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1862, 248.
Der Verfasser kopirte zum theile wörtlich den Burkhard vom berge Zion
oder die epitome bellorum. Von wenig werth, trotz des prachttitels.
1523. Der glockengiesser Peter Füessli, rathsherr von Zürich.
Peter Fuesslins Beschreibung seiner Reise nach dem gelobten Lande. In
Auszug gebracht von J. Conrad Fuesslin. Als ‘Anhang' zu Heinrich Miri-
ke’s Reise von Konstantinopel nach Jerusalem . . Nebst einem Fragment der
von Herrn Peter Füesslin aus Zürich, im J. 1523 gethanen Pilgerreise nach
dem gelobten Lande. Augsburg 1789. 8. 207 — 224. -Ein anderer auszug
der hs. findet sich in S. Preiswerk’s Morgenland, 1840, 93 ff., 119 ff., 145 ff.
Die schrift ist, nach den auszügen, kurz und unbedeutend, oder vielmehr
fast gar nicht zu gebrauchen. Die kopie der hs. : Bilger-Fart gen Jerusalem
von Peter Füessli und Heini Ziegler von Zürich, auf der Stadtbibliothek in
Zürich, S. Mscr. 571, ist ungleich ausführlicher, enthält namentlich weitläufig
die erlebnisse, und schildert so ziemlich nach der Schablone die heiligen
Stätten. Einiges verdient beachtung.
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1527. Der venezianer Noe Bianco. Viaggio del Rever. P. F. Noe
Bianco Venitianio della Congregation de’ servi. Vinetia, G. de’ Cawalli, 1566.
12. Spätere ausgaben: Venezia, s. a., 12.; ibi 1570, 8.; ibi 1585, 8.;
1638, und Bassano 1742, 8. S. Lasor a Varea 2, 296 (Noe Blanci, Ve-
neti, Itinerarium Terra S.), Rignon, 1861, 88, Grässe’s Tresor. 1, 361.
Bianco reiste per tutti luoghi di Terra Santa. Das ist etwas ganz anderes
als das Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro (s. oben 1500, s. 61), auch
weit weniger werth als letzteres, ohne abbildungen, jedoch mit den Prozes-
sionen und gebeten.
1527. Der karmelitermönch Johannes Pascha, doktor der theo-
logie, aus Mecheln. Peregrinatio cum exaeta descriptione Ierusalem, et
locorum sanctorum autore Ioan. Pascha . . quam ann. 1527. perfecit; im-
pressa Louanij per Vellaeum, anno 1563. Adrichom. 287 1 ’. Französisch:
La Peregrination Spiritveile: vers la terre saincte, comme en Ierusalem,
Bethlehem, au Iordan etc. Composöe en langue Thyoise, par feu F. Jean
Pascha, D. en Theologie : Et nouellement translatöe, par venerable Seigneur,
Nicolas de Leuze, dict de Fraxinis . . A Louain, J. Bogardtäla, 1566. 4.
Flämisch: Een deuote maniere, Om gheesthlyck Pelgrimagie te trecken, tot
den heylyghen lande, als te Iherusalem, Bethleem, ter Jordanen, etc. Gbe-
maect by wylen Heer Ian Pascha . . Ende int licht ghebrocht door M. Peeter
Calentijn. Tot Louen, H. Welle, 1576. 12. Frühere ausgabe (nach Gräs-
se’s Trds. 5, 148) Löwen, H. Welle, 1563, 8.; spätere: Gent, C. v. d. Mee-
ren, 1612, kl. 8. Mehr ein andachts- als reisebuch.
1527. Der franziskanerbruder Gab. von Rattenberg und Primus
von Stain, reise nach Palästina. Cod. german. ms. 1274 in der Staatsbiblio-
thek zu. München. Nicht wichtig.
1530. Der franziskaner Antonio de Aranda. Verdadera Informa-
cion de la tierra sancta segun la dispusicion q en el afio de mil y quinien-
tos y treynta. El muy reuerendo padre F. Antonio de Aranda . . la vio
y passeo. Alcala, Luys Gutierrez, 1563. 12. Frühere ausgaben werden
aus dem j. 1531, Alcala, 4., 1533, 4., 1537, Toledo, J. de Ayala, 4., 1545,
Toledo, F. de s. Catalina, 4., und 1550, fol., angeführt, denen noch 2 ge-
folgt sind. Eine davon nahm ich hier schon auf, und eine andere, die ich
sah, erschien 1584, 8.: Agora nueuamente en esta vltima impression muy
corregida y emendada. Alcala, H. Ramirez. S. Marmier l, XIX, Rignon,
1861, 86, Grässe’s Trös. 1, 176. Bündig und so geschrieben, dass ich
mehreres hätte brauchen können.
*1532. Peter Apianus’ reise nach Jerusalem wird von Aitsinger und
nach ihm von Le Clerc in seiner praefatio (22) zu Sanson’s Geographia
Sacra angeführt.
1532. Der französische priester Dionysius Possot. Tresample et
abondante description du voyaige de la terre saincte. . En laquelle descrip-
tion sou nomraees et declarees toutes les Villes Cltez . . Commencent le-
dict voyaige depuis la ville de Nogeant sur Sene, iusques a la saincte eite
de Hierusalem . . par Messire Denis Possot presbtre . . A Paris, (hinten)
Regnault Chaudiere, 1536. 4., unpaginirt. Auf einem exemplar las ich Pa-
ris, Lhomme Saulvafige, und handschriftlich 1536. Weniges konnte ich
brauchen; einiges genau wie im Voyage de la s. Citd 1480.
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*1533. Greffin Arfagart, herr von Courteilles in der Normandie.
Von ihm kennt man eine reise nach Jerusalem und auf den berg Sinai in
ms. S. Beckmann 2, 39. Vgl. oben Griffon sub a. 1475.
*1533. Bo na Ventura Br ochard, franziskaner im kloster Bernay in
Frankreich. Von ihm kennt man in ms. eine reise nach Jerusalem und auf
den berg Sinai, die er mit Greffin Arfagart unternommen hatte. Beckmann
2, 39. S. oben sub anno 1 2S3 Burchard, s. 30. Die hs. wird in der reichs-
bibliothek zu Paris aufbewahrt. Herausgekommen ist unter dem titel: Iti-
nöraire des Lieux Saints de la Palestine et du mont Sinai, en Arabie. Paris
1533. Delineatio et descriptio Ierusalem, et Terrae proraissionis accuratis-
sime per Bonauenturam Brocardum Bernaitam elaborata. Paris. 1544. S.
Adrichom. 288 n , Rignon, 1861, 86, Bassi l, 235.
C. 1535. Der französische polyhistor Guillaume Fostel. Syri® de-
scriptio Gvilelmo Postello Barentonio avthore. Ap. Hier. Gormöntium 1540.
12. Dies erschien auch in seinem werke de Universitate etc. Paris. 1563.
Unbedeutend. Man besitzt auch von Postei: Description et Carte de la
Terre Sainte. 1553. Postei bereiste zweimal den Orient, aus dem er kost-
bare hss. mitbrachte. S. Stuck 2, 94, Bassi 1, 235 sq., Noroff bei Daniel
210. Unbedeutend.
1535. Jakob Gassot führe ich nur deswegeu an, weil er unrichtig unter den ein-
schlagenden reisebeschreibern steht; wol hat man von ihm eine beschreibung der reise
nach Konstantinopel: Le Discours du voyage etc., nicht aber nach Jerusalem. Grässe
sagt (Tres. 5, 422), dass er in der Bibi, des Voyages 4, 403 irrig für Possot (s. sub a.
1532) genommen wurde.
♦Vor 1536. Charles Philippe, Description du voyage de la terre
sainte. Paris 1536. 4. Geisheim’s Holienzollern 55.
1537. Ein ungenannter jude und Uri, Simeonssohn, von Biel. Cippi
Hebraici : Sive Hebrseorum, tarn veterum, Prophetarum, Patriarcharum ; quäm
recentioruin, Tannseorum, Amor®orum, Rabbinorum monumenta, Hebraicö ä
lud®o quodam, teste oculato, tum intra, tum etiam extra terram Sanctam
observata et conscripta, Nunc vero Latinitate donata, notisque illustrata ä
Joh: Henrico Hottingero. Heidelberg®, S. Broun, 1659. 12. 1 — 80. Mit
schlechten Abbildungen. Editio secunda auctior ibi 1662, 8., 26 — 88, mit
2 kk. Das hebräische ist hier nach Carmoly sehr mangelhaft, zumal in der
2. ausgabe (423). Zuerst wurde der hebräische text auf einem fliegenden
blatte 1575 in Venedig gedruckt. Uri von Biel, der selbst in Safed wohnte
und 1575 nach Polen zurückkehrte, kopirte und verbesserte die beschrei-
bung des ungenannten im j. 1564 und gab ihr den namen Jichus ha-Abot.
Französisch: Jichus ha-Abot, ou Tombeaux des Patriarches, in Carmoly’s
Itinöraires (s. oben sub anno 1210, 8. 23) 433 — 460; einleitung 419 — 432,
noten 461—496. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Die Schilderung enthält
manches werthvolle.
*1538 — 40. Der franziskaner Bonaventura de Myrike. Descriptio
Hierusalem, et sanctorum ejus locorum Bonauentur® de Mirica, Lovaniensis
Minorit®, qui Hierosolym® ann. 1538. 1539. 1540. continuö habitavit, et
postea secundö, jamque tertiö eö profectus est; ex cujus etiam ore multa
excepi. Adrichom. 288 n . S. Rignon, 1861, 85 sq. Dies ist der einzige
Christ, von dem wir nachrichten aus der zeit des baues der ringmauern von
Jerusalem (1536 bis 1539) erhalten haben, und ich bedaure daher um so
mehr, dass mir die Schrift nicht in die Hände kam.
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1542. Der luzerner-patrizier Jobst von Meggen. Iodoci a Meg-[
gen Patricii Lv- | cerini Peregrina- | tio Hierosolymi- | tana. | Diling« | Ex-
cudebat | Ioannes Mayer. | 1580. 12. 246 s. Herausgegeben von Jobst Se-
gesser. S. Jäck’s Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina 1, 8,
Topogr. 1, XLI, Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Der pilger verstand grie-
chisch, lateinisch, italienisch, französisch, etwas hebräisch, portugiesisch
und flämisch. Die Pilgerfahrt ist kurz abgefasst, übrigens gut lateinisch ge-
schrieben, und das lesen macht bei dem nicht seltenen nüchternen behelf mit
ajunt, dicunt, dicitur, credunt einen wolthuenden eindruck.
*1544. Gerhard Joa, abt des klosters Abkou in Leyden. De-
scriptio Jerusalem, et locorum ejus, D. Gerardi loa. Lugduni Batavorum
Monasterii Abcou Coenobiarchse, qui iter suum peregit an. 1 544. Adrichom.
288".
1545. Reise nach Jerusalem von einem unbekannten. Du Saint
Voyage De Jerusalem En partie fait Et renouvellö le vnze Du mois D’aoust
Lan de grace 1714. Cod. ms. chart. auf der reichsbibliothek in Paris, S.
F. (Supplement Frangais) 1460. Die reise sei 1545 unternommen worden;
wenigstens fiel sie noch in die zeit vor dem auszuge der franziskaner aus
dem kloster auf Zion. Die kopie beginnt mit der grabkirche. Vgl. Laorty-
Hadji 528. Mehr eine registrazion der heil. Örter; unbedeutend.
1546 f. Ulrich Prefat von Wilkanau. Cesta z Prahy do Benatek a
odtud potom po Mori az do Palestyny . . Voldricha Prefätaz Vlkanova. w
Praze 1547. 4. Ich sah die ausgabe in folio von 1563; eine andere in 4.
folgte in 8. 1586. Mit abbildungen von De le Greche , die aber in einer
spätem ausgabe als der von 1563 fehlen, z. b. mit einer Vogelperspektive
von Jerusalem und mit terränzeichnung. S. Harant in seiner Vorrede, welcher
dem Prefat hauptsächlich vorwirft, dass er nur im gelobten Lande gewesen
sei. S. Beckmann 1, 49 f., Grässe L. 3, 1, 1 166, NorofF bei Daniel 210.
1547. Der französische arzt und naturforscher Pierre Belon aus
le Mans. Die 1. ausgabe erschien in' Paris 1553. Dann: Les Observations
de plvsievrs singularitez et choses memorables, trouu^es en Grece, Asie,
Iudöe, Egypte, Arabie, et autres pays estranges, redigöes en trois liures,
Par Pierre Belon du Mans. Reueuz de nouueau et augmentez de figures. .
Le Catalogue contenant les plus notables choses de ce present liure, est en
l’autre part de ce feuillet. Paris, G. Cauellat, 1554. 4. Mit dem portrait
des Verfassers. 12 bll., 212 s. Fernere ausgaben sind: 1555, Anvers,
Steelsius, 8.; 1558, 4.; 1568, Lyon, kl. 8.; 1588, Paris, H. de Marnef, 4.:
Les Observations de plvsievrs singularitez . . Reueuz et augmentez de Fi-
gures. Die Genofevabibliothek in Paris besitzt von dieser ausgabe 2 exem-
plare; das eine hat die bildliche darstellung des berges Sinai, die in der
ausgabe von 1554 vorkommt, aber im andern exemplare fehlt. Der Palä-
stina beschlagende theil, mit Weglassung des naturhistorischen, ist enthalten
in: Bulletin de TOeuvre des Pölerinages, Paris, Challamel, 1866, 399 — 419.
v Lateinisch : Petrr Bellonii Cenomani, plvrimarvm singvlarivm et memorabilium
rerum in Grrncia, Asia, iEgypto, Iudaea, Arabia, aliisq. exteris Prouinciis
ab ipso conspectaium Obseruationes , tribus Libris express«. Carolvs Clv-
sivs Atrebas h Gallicis Latinas faciebat. ^.ntverpiae, C. Plantin., 1 589. Kl.
8. 8 bll., 495 s. Englisch London 1693, 8. Deutsch im auszug bei Pau-
lus, Sammlung der merkw. Reisen in den Orient i, 203 — 285; 2, 3 -26:
Peter Belon’s Bemerkungen auf einer Reise von Cairo durch den Sinaitischen
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73
Strich vom Peträischen Arabien nach Palästina . . Aus dem Französischen
Original, Paris 1755. in Quart, neu übersetzt. Man merke sich diese angeblich
französische ausgabe. S. Gemelli 1, 5. bl., Munk . 655", Grässe L. 3, 1,
1161, Ritter 15, 49, Robinson 2, 542, Topogr. 1, XLI, 3. Wand. 418,
Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Belon war ein heller und umsichtiger beob-
achter, Rauwolffs trefflicher Vorgänger, und ist heute noch in manchen
stücken lehrreich.
1549. Der pariser Antoine Regnaut. Discovrs dv Voyage d’ovtre
mer av sainct Sepvlcre de Iervsalem, et avtres lieux de la terre Saincte. .
Par Autlioine Regnaut burgeois de Paris. Lyon, aux despens de Y Autheur.
1573. 4. Mit vielen plumpen holzschnitteil. Vgl. Grässe’s Trds. 6, 66.
Man findet beim pilger vollständig die gebete der lateiner. In der Topogr,
1 , XL führte ich nach Chateaubriand einen Regnault .an, und einen solchen
fand ich wirklich im katalog der öffentlichen bibliothek zu Marseille. S. To-
pogr. 1, XLI, 3. Wander. 418.
*1549 — 52. Andrä Thevet d’Angouläme. Cosmographie de Levant
par F. Andrö Thevet d’Angoulöme. En Anvers par Jean Richart, au Soleil
d’or, 1556 pet. in 8°, 157 f. et 2 pour la table. Le voyage en Palestine
occupe les pp. 114 — 131 et celui du mont Sinai les pp. 111 — 113. Noroff
bei Daniel 210 sq. Frühere ausgabe: Lyon, J. de Tournes, 1554. KI. 4.
‘Mit weniger figg. Spätere ausgabe 1575. Fol. 2 voll. Bonneserre bei du
Rozel 15, 22, 62, Grässe’s Trös. 6, 133.
C. 1550. Anton Tenerreyro. Itinerario de Antonio Tenerreyro. Lis-
boa, typogr. Rollandiana, 1829. Kl. 8. Nach der ausgabe von 1560. Kurz
auch die reise von Damask über Cefete (Safed) und Ramala (Ramleh) nach
Gazara (Ghäseh) erzählt.
C. 1550. Der sogenannte Jerusalempilger Bartholomäus Georgie-
witz von Krakau. Opera nova che comprende quattro libretti . . Bartho-
lomeo Georgieuitz authore. Roma, A. Barre, 1555. Gr. 12. Nicht gez. Mit
einer karte und erklärung derselben. II primo libretto tratta del pellegri-
naggio della terra santa di promessione, et di tutti piu notabili luoghi che
questo tempo dalli christiani pellegrini si soglion o ueder’ et uisitarli : et delle
cerimonie et processioni sante, ch’iui si usan’ osseruare. Eine frühere aus-
gabe: Roma, Blado, 1553, 8., und eine spätere: Roma, Bolano, 1566, 8.
Französisch: Georgiewitz (Barth.), Voyage de Ierusalem, avec la description
des oitez, villes etc.., mis en lumiere par (Lambert) Darmont a Liege,
Streel, 1600, 4. S. Laffi 325, Stuck 2, 12, Brunet 2, 383 sq., Grässe’s
Trös. 3, 54, Rignon, 1861, 88. Auch im kleinen büchlein de Tvrcarvm
moribv8 epitome (Roma 1598. 16.) nennt sich Georgiewitz pilgrim: Barth.
Georgieuitz PÄegrino auctore. Wenn auch das sehr seltene pilgerbuch (aus-
gabe 1555) nicht viel darbietet, so ist es doch nicht zu übersehen.
1551. Dr. Thunger: Tagebuch meiner Reise nach Jerusalem, Cod.
germ. ms. nr. 954 in der Staatsbibliothek zu München.
1552 ff. Bonifazio Stefani, guardian des heiligen Landes, später
bischof von Stagno, aus der Isola di Mezzo bei Ragusa. Liber de pe-
renni cvltv Terrae Sanctae, et de fructuosa eius Peregrinatione : Auctore Fr.
Bonifacio Stephano Ragvsino, Prasdicatore Apostolico, et Stagni Episcopo.
Venetiis, ex Typographia Guerraea, 1573. 12. 286 s. Ohne pläne und ab-
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bildungen. Das bftchlein ist sehr selten, und weder Ritter (15, 49), noch
de Hody (351, 1. ed.), noch auch Mislin (deutsche wiener-ausgabe 2, 196)
konnten es finden. Ich sah ein exemplar beim verstorbenen grafen Karl de
l’Escalopier in Paris, der eine sehr reichhaltige Palästinabibliothek seiner,
wie es scheint, indifferenten wittwe hinterliess, und, erst später, auf der hof-
bibliothek in Wien, überdies in den katalogen der biblioteca Vaticana und
der reichsbibliothek in Paris, an weichem letztem orte aber das gewünschte
nicht zum Vorschein gebracht werden konnte. Auch ist von Noroff zu S.
Petersburg im besitze eines exempiars. Durch druckfehler ist die schrift
hier und da sehr entstellt. S. Robinson 2, 54 2, Topogr. 1, XLII, Planogr.
von Jerusalem 8, 3. Wander. 419, Bassi 1, 237, Rignon, 1861, 87. Der
styl des Verfassers ist gedrängt und klar. Er tritt hin und wieder in to-
pographisches ein; das letztere scheinen Quaresmio und Mariano Morone
vollständig ausgezogen zu haben. Im ersten buche kommt nichts geogra-
phisches vor, sondern es enthält nur gebete, die gottesdienstlichen Verrich-
tungen, prozessionen. Die eigentliche topographie wird nur nebenbei einge-
flochten, um die Stätten der tradizion klarer zu beleuchten. Das büchlein
verbreitet sich nicht allein über Jerusalem und seine Umgebung, sondern auch
über Galiläa. Der Verfasser ist darum nicht zu übersehen, wejl später so
manche in seine Fussstapfen traten. In Stefanie gesellschaft reiste nicht
bloss Pantaleon von Aveiro, den wir sogleich kennen lernen werden, sondern
auch der berühmte Anatom Andreas Vesal aus Brüssel, wie jener, ein ebenso
geistvoller als energischer mann, selbst bezeugt (242): Ipsa enim planities
Hierico est valde pulchra^ et si culta esset, ad producendum apta omnia
genera fructuum in ea, ut a peritis in arte medica accepi, praecipue ab An-
drea Vesalio, qui ipsam unä mecum peregrinatus est. S. Noroff bei Da-
niel 211.
1552. Der franziskaner Pantaleon von Aveiro. Itinerario da Terra
Sancta, e suas particularidades composto por frey Pantaleam, d’Aveyro.
Lisboa, J. Galram, 1685. 4. Die älteste ausgabe sei, nach Petzhold t’s Anz.,
1862, 251, im j. 1539, 4., in Lissabon bei Lopez erschienen; allein hier
muss ein druckfehler sein, wie wir bald sehen werden. Dagegen ist wol
die älteste ausgabe, in 4., Lisboa, S. Lopez, 1593 erschienen und hat auf
dem titel Pantaliam, D aveiro. Eine ausgabe, viel schlechterer druck, offen-
bar nachdruck,' Lisboa, A. Aluarez, 1596, auf dem titel mit Pantaliäo Da-
ueyro und mit der bezeichnung: Agora nouamente acrecentado cö raais de-
clara$io dos lugares de terra Sancta. /Eine spätere ausgabe, die von 1600,
Lisboa, 4., hat den namen Pantaliäo Daueyro, mit der gleichen bezeich-
nung des neudruckes. In der ausgabe vom jahr 1593 nennt sich der
Verfasser in der Vorrede Frey Pantaliäo Franciscano. Spätere ausgaben
scheinen nur wenig oder kaum bereichert worden zu s0n ; alle sind
mit gebeten versehen, gehen aber an abbildungeil leer aus. S. Qua-
resm. 2, 190 n , Lasor a Varea 2, 296 (Pantaleonis de Avenio), Bellermann
2, 79, Gratz 623, Topogr. 1, XLII, XL VIII, Rignon, 1861, 88 (De Aveira
Reimprim^ en l603 et en 1720) und 1862, 94 sq., Petzholdt a. angeführ-
ten o. Pantaliäo gedenkt in seiner schrift sehr häufig des Bonifazio Stefani,
und empfing er von diesem offenbar viel belehrung. Quaresmio schreibt 1. c. :
P. Frater Pantaleon Lusitanus, P. Bonifacii individuus socius, qui cum eo in
partibus istis longam moram traxit, et maxima pietate et curiositate loca
sancta visitavit . . Doch ist von Pantaliäo eben nicht viel zu lernen.
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1553. Der engländer John Locke. The Voyage of M. John Locke
to Jerusalem, in Richard Hakluytffc Navigations 2, 106. Wenige zeilen vom
h. Lande. Vgl. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. In der londoner -ausgabe ist
der narne Lok geschrieben.
1553. Der apotheker Daniel Ecklin von Aarau. Zwo Reisen zürn
heiligen Grab. Die Erste dess Edlen vesten Johansen von Ehrenberg, so er
sampt andern vom Adel vnd etlichen Niderländern volbracht: Darinnen
neben andern Sachen auch meldung beschicht, wie sie zu Rhama die Edlen
gefangnen Teutschen Bilger, Melchior von Seydlitz, . . Wolffgang Müntzer
von Babenberg . . : Die ander so Daniel Ecklin von Arow gethan . . Basel,
S. Apiar. , 1576. 4. Letztere ist dem aarauer-schultheissen Samuel Meyer
gewidmet ; aus der widmung erfährt man, dass Hans Huldrich Ragor Eck-
lins entwurf redigirte und herausgab (ausg. 1710). Spätere ausgaben sind:
1580, 8., herausgegeben nach dem tode des pilgers von H. H. Ragor;
Raiss zum heiligen Grab, So M. Daniel Ecklin von Arow gehn Jerusalem
gethan, was er in der zeit erlitten, Sampt einer kurtzen beschreibung des ge-
lobten Lands, vnd der Statt Jerusalem, wie es noch zu vnserer zeit eine
gestalt liierumb habe. Sehr lustig vnd nützlich zu lesen vnd auch zu hören
(Heydelberg, Müller, 1581, 8., 32 bll.); 1582, Köln, 8.; 1 583, Heydelberg,
sehr kl. 8.; 1584 und 1609 im Reyssbuch des heyligen Lands, dort bl.
399 — 404, hier 1, 749 — 758: Vom heyligen Landt, was -darin vnd vnder-
wegen zu sehen, sampt beschreibung der Reyss hineyn vnd herauss. Alles
ordendlich verzeichnet durch Daniel Ecklin von Arow, der im Jar 1552.
hineyn gezogen, vnd im 1553. jar wider herauss kommen; 1585, Tübingen,
A. Hock, 8.; 1 592, Magdeburgk, kl. 8.; 1600, 8.; 1 607, Leipzig, 8.; 1634,
Augspurg, 12.; 1694, Annaberg, kl. 8. (im katalog der Universitätsbibliothek
in Berlin Annaberg, 8., s. a.) ; 1 699, Basel, kl. 8.; 171 0, Basel, J. C. von Mechel,
1 2., mit dem titel genau wie im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgenommen die
ausfallenden Wörter ‘vnd nützlich’, und mit einer titelvignette in holzschnitt;
1803, Basel, kl. 8. S. Grässe L. 3* 1, 1166, Petzholdt’s Anz., 1861, 285f.,
und 1862, 249, Noroff bei Daniel 211. Der 21 jahre alte Ecklin war ein
abenteurer erster klasse. Trotz seiner schönen worte, er wolle im beschrei-
ben von alten skribenten nichts nehmen, welche das h. Land nie gesehen,
von denen der eine dem andern nachfahre, die ungewisses für gewisses ge-
ben, und nur auf einer saite spielen, wie es vor viel 100 jahfen gewesen,
und er wolle sich in der Schilderung genau an die jetzige gestalt halten, ist
er nicht wichtig. Schon haucht m ihm als einem Protestanten der geist der
reformazion ; allein es fehlt ihm vier Ragor zu sehr an gründlicher bildung,
als dass man für ihn eingenommen werden könnte.
*1554. Antonio Soarez da Albergarica ( Albergaria) , Itinerario e
peregrinaräa. Hs. in der bibliothek S. Francisco zu Lissabon. Vgl. Haenel
Catal. 1026. Eine kurze anzeige des inhaltes geben, nach professor Kunst-
mann in München, die Memorias da litteratura portugueza, t. 2. p. 340 — 5.
Den aufenthalt bei den maroniten lieferte im auszuge Kunstmann in der Tü-
binger-quartalschrift, b. 27, s. 40. v Die reise wurde 1554 angetreten. Ge-
fällige mittheilung von professor Kunstmann.
C. 1555. Der priester Gabriel Giraudet aus Le Puy. Discovrs dv
voiage d’ovtre mer av Sainct Sepvlchre de Ierusalem, et autres lieux de la
terre Saincte: Et du mont de Sinai . . Par Gabriel Giraudet Prebster. To-
lose, A. et I. Colomiös, 1583. 8. Petzholdt las (Anz., 1862, 253) in der
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gleichen ausgabe Marchand de la ville de nostre Dame du Puy en Velay,
statt Prebster. Es gibt auch eine edizion Paris, T. Brumen, 1585. Bei
Grässe (Tres. 3, 89) scheint 1575 (Lyon, M. Jove) ein druckfehler. Der
Verfasser logirte bei den franziskanern auf dem berge Zion. Unbedeutend.
1556. Der edelmann Hans von Ehrenberg. S. oben sub anno 1553
Ecklin. Auch erschien die beschreibung im Reyssbuch dess heyligen Lands,
1584, von bl. 273 — 275, und 1609, 1, 510 — 514, hier: Dess . . Johansen
von Ehrenberg, Reyse zu dem heiligen Grab, so er sampt andern vom Adel
vnd etlichen Nid erländern, im Jahr .. 1556. angefangen vnd glücklich voll-
bracht, wie solches von jhm selbst auffgeschrieben vnd verzeichnet. S. Petz-
holdt’s Anz., 1861, 286. Der von Ehrenberg schreibt kurz und trocken,
und gewährt eine sehr karge ernte. Er reiste, wie manche andere, offenbar
nur wegen des r^tterschlages.
1556. Der ritter Wolfgang Müntzer von Babenberg. Reyssbe-
schreibung Dess . . Wolffgang Müntzers von Babenberg . . Von Venedig auss
nach Jerusalem, Damascum vnd Constantinopel, vnd dann wider nacher Ve-
nedig: Darinnen die gelegenheit derselben Länder, Innwohnenden Völeker,
Sitten vnd Gottesdienst, jc. Innsonderheit die eygendliche beschaffenheit dess
H. Grabs, vnd anderer Oerter begriffen vnd vermeldet. Ingleichen wie Er
Müntzer bey 3. Jar langJn derTürckey gefangen gewesen, was er daselbst
in wärender Dienstbarkeit aussgestanden, Endlichen . . zur erwünschter Frey-
heit wider gelanget . . Alles auss seiner eygnen Hand verzeichnuss in Truck
verfertigt. Nürnberg, L. Lochner, 1624. 4. 10 bil. , 135 s. und register.
Mit dem bildnisse des Verfassers. Der buchdrucker Ludwig Lochner war
zugleich herausgeber. Ein auszug: Rejse des Edlen Wolfgang v. Müntzer
aus Bamberg u. s. w., mitgetheilt von einem baierschen staatsdiener, ist ent-
halten in Jäck’s Taschen - Bibliothek der .. Reisen durch Palästina 2, 219
— 232. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. Unbedeutend.
1556. Der edelmann Melchior von Seydlitz auf Niklasdorf und
Wirben in Schlesien. Die beschreibung der reise erschien besonders 1576,
Basel, bei Samuel Apiario; 1580, Görlitz, 4.; 1581, Leipzig, 4.; 1582,
Görlitz; 1584, ibi; 1591, ibi, 4., durch besorgung des Ambrosius Fritsch;
im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 250 — 273, und daselbst 1609,
I, 466 — 509: Gründliche Beschreibung der Wallfahrt, nach dem heyligen
Landt, . . Melchiors von Seydlitz, :c. Wolffen von Oppersdorff, Niclaus von
Reidburg, vnd Moritz von Altmanshausen, *c. Neben Vermeidung det jäm-
merlichen und langwirigen Gefängnuss derselbigen Gesellschafft, *c. Gestehet
durch . . Melchior von Seydlitz. Aeltere ausgaben, wenigstens die görlitzer
von 1582, sind mit schönen holzschnitten ausgestattet. Eine papierhs. fin-
det sich in der bibliothek zu Dresden, H. n. 184. Holländisch: Gbgelukkige
Jerusalemsche Reyse. Amsterdam 1662. 4. Übersetzt von P. ^Angelen.
S. Jäck’s Taschen-Bibl. 1, 8, Grässe L. 3, 1, 1166, Bonar 520, Geisheim
55, Petzholdt’s Anz., 1861, 286 f. Die gesellschaft Seydlitz’ wurde in Pa-
lästina gefangen, und in Ramleh vom ‘ehrliebenden Kriegsmann’ Hans von
Ehrenberg besucht (Seydlitz 481). Einzelnes nicht ohne interesse.
*1560. Caspar de Bavincourt (später) Abbas scripsit peregrinationem
suam Hierosolymitanam , ad montem Sinai etc. Claruit circa a. 1576. V.
Bucelin. in Bened. Rediviv. p. 111 et Foppens, Bibi. belg. 1, 63. Nach
pater Neumann.
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*C. 1560. Iter Hierosolymitanum. Venet. 1563. 8. Italienisch.
Ich sah den titel im katalog der vatikanischen bibliothek.
*1561. Itinerarium Joan. Qodscalci Iserman Delphensis, quod ann.
1561. absoluit. Adrichom. 28 8 b .
1561. Emanuel Ortl von Augsburg. Nachdem der Hertzog vnd ain
Rath der Stat Venedig ainen gebrauch habenn . . Alls, nun Jch Emanuel
Örtl von Augspurg bey ainem Edellman zu Venedig Aluigio Mocenigo ge-
nannt gediennt hab, hat sich Jnn zeyt solcher meiner diennst zugetragen,
Das gedachter mein Herr Mocenigo . . zu dem . . Sultan Suliman Erwelt
vnnd verordent wordenn . . Allso Sassen wir Inn Gottes Namen vff solche
galle den 3 May des 1. 5. 61. Jars. Papierhs. in 4. auf der Stadtbibliothek
in Augsburg. Die reise nach Jerusalem ist unbedeutend.
1561. Gerson, sohn Ascher’s, von Scarmela: Jichus ha-Tsadikim
oder gräber der gerechten. Enthalten in Carmoly’s Itinöraires de la Terre
Sainte 377 — 3S8, einleitung 363 — 376, noten 389 — 416. Es erschienen
auch 2 deutsche Übersetzungen. Das original enthält eine menge gebete, die
an den gräbern der gerechten oder an den h. Stätten verrichtet werden. Von
wenig werth.
1561. Albrecht, graf zu Löuwenstein und herr zu Scharpffeneck.
Pilgerfahrt gen Jerusalem, Alkayr, In Egypten, vnd auff den Berg Synai,
Durch mich Albrechten . . vollbracht, vnd nachfolgender massen verzeichnet.
Welche sich angefangen . . den 3ü. Martij . . 1560 vnd 1 Jahr, Auch sich
geändet den 16. tag Augusti, Anno 1562. Enthalten im Reyssbuch des hey-
ligen Lands 1584, bl. 188 — 212, und dort 1609, 1, 349 — 391. Beiden
ausgaben ist ein pilgerbuch, das wahrscheinlich auf der reise irgendwo auf-
gegriffen und kopirt wurde, angehängt: Pilgerbuch, was durch das gantze
heilige Landt vnd Egypten vor heilige Örter hin vnd wider Zusehen, vnd von
Pilgern zubesuchen seyn, Ein kurtz Verzeichnuss dess heiligen Landts vnd
Egypten, So an Graff Albrechts von Löuwenstein Buch angehenekt gewesen
ist, vnd jetzundt allererst auss clem Latein verteutsclit worden, in letzterer
ausgabe von s. 392 — 395. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287. Belehrung ge-
währt die ‘Vorzeit*, jahrg. 1826, 199, und 1827, 43, so wie Hormayr’s
Taschenbuch, 1833, 16. S. Koner 2, 335. Ein pergamentcodex, 4., nr. 4 1 7,
findet sich in Gotha. Der graf Albrecht zeigt sich durchweg* als ein mann
von feinerer bildung.
1561. Jakob Wormbser, der ältere, Eigentliche Beschreibung der
Aussreysung vnd Heimfahrt dess . . Jacob Wormbsers, wie er im Jar 1561.
naher dem heyligen Land vnd dem Berg Synai abgereyset, vnnd im folgen-
den Jar wider zu Hauss kommen. Von jhm selbst allein im gedächtniss
auffgeechÄeben , Jetzund aber in besserer aussfertigung dieses Wercks in
Druck gegeben. Enthalten im Reyssbuch dess heyligen Lands 1584, bl.
213 — 235, daselbst 1609, 1, 396—437. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287 f.
Wormbser, ein reisegefährte Albrechts zu Löuwenstein, war Protestant, im
schreiben trocken und verlegte sich auch auf das kopiren.
*1563. Hans von Godem, Beschreibung einer Rais geen Jerusalem.
Hs. auf der lyzealbibliothek in Dilingen, nr. XV, 63. Beigebunden ist auch
die hs. Jakob Wurmbsers. Gratz 622.
*
*1563. Descriptio Jerusalem et locorum ejus Isbrandi Godefridi Del-
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phensis, sororis meae mariti, qui ann. 1563. peregrinationem suam perfecit.
Adrichora. 28S h . %
1565. Johann Helffrich von Leipzig. Kurtzer vnd wahrhafftiger
Bericht, Von der Reiss aus Venedig nach Hierusalem, Von dannen in Ae-
gypten, auff den Berg Sinai, Aleair, Alexandria, vnd folgende widerumb gen
Venedig. Vollbracht vnd beschrieben, Durch Johan. Helffrich, jetzo Bürger
in Leipzig. Jetzunder auffs new vbersehen, vnd mit etzlichen Figuren ge-
mehret. Leipzig, Berwalds Erben, 1582 (schluss: 1581). 4. 106 bll., mit
eingedruckten holzschnitten. Frühere einzelausgaben : 1578, Leipzig, Jac.
Berwaldts Erben, 4.; 1579, Leipzig, 4.; 1580, Leipzig; 1581, Leipzig, 4.;
1582, ibi, 4.; spätere einzelausgaben: 1589, ‘Jetzunder auffs new vberse-
hen, vnd mit etzlichen Figuren gemebret’, Leipzig, bei Zachar. Berwald, 4.,
mit mittelmässigen holzschnitten, welche z. b. den Elemin in Jerusalem, die
grabkapelle (sehr schlecht), das grab Absaloms (kaum kenntlich) u. s. f. vor-
stellen. Ebenfalls im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 375 — 399
und 1609, 1, 699 — 748, hier der titel genau wie in der ausgabe von 1582,
aber mit weglassung der worte: Jetzunder auffs new u. s. w. S. Grässe L.
3, 1, 1168, Petzholdt’s Anz., 1861, 288 und 1862, 251, Noroff bei Daniel
211. Helffrich ist ziemlich ausführlich ; namentlich berührt er auch die ge-
brauche. Er bekundet eine vielseitige bildung, ist im ganzen zuverlässig,
und schon ein wenig kritisch, wie er sich denn häufig des Wortes ‘sol’
bedient.
1565. Petrus Villinger, pfarrer zu Arth im Schweizerland. Bil-
gerfahrt vnd Beschreibung der Hierusolomitanischen Reiss in das heylig Land,
vnd deren Prouintzen Palestina, wie es zu jetziger Zeit beschaffen, wz noch
an Antiquiteten , an allen vnd jeden H. Oertern vii sonsten Zusehen. Da-
neben ein schöne Lehr vnnd Vnderweisung eines Christlichen Bilgers,
so sich auff solche Reiss begeben will, wie er die anfahen, auch sich
auff der Strass verhalten, vnd für wem er sich fürzusehen vnd zuhieten
hat, 2C* Welche Reiss . . Petrus Villinger, weilund Pfarrherrn zu Art . .
Ano 1565. fürgenommen vnd dan 1568. vollendet, vnd nachmals selbst be-
schriben. Neben Vermeidung dess erlitnen erschröcklichen Schiffbruchs,
jämmerlichen, langwirigen Gefencknus, vnd eilender Peinigung vnd Todts
seiner Mittbrüder. Vnd letstlich von seiner glücklichen Erledigung, :c. Co-
stantz am Bodensee, N. Kalt, 1603. 4. 10 bll., 183 s. Etwas korrigirend
herausgegeben vom deutschen Schulmeister Peter Schmid in Zug. Villinger
war mit dem Johannes ‘Helffreich’ aus Leipzig in Jerusalem. Die schrift ist
wol wegen der unglücklichen erlebnisse spannend, sonst aber nicht bedeutend.
1565. Jakob Dirkz Boekenberch (Bockenberg) von Gouda in Hol-
land, Reise nach Jerusalem. Köln 1620. Dortrecht 1651. 12. S. Bachiene
1, l, 16, Beltermann 2, 77, Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina*l, 9. Im
holländischen kenne ich: Waerachtige Beschryvinghe Van d’Oude ende Nieu-
we Stadt lErusalem, alsoo die geweest is ten tyden onses Salichmaeckers
Iesv Christi . . Beschreven van Fl. Joseph vs. Alsoo die oock teghenwoor-
dich is, Bereyst ende beschreven Van . . Iacob Boekenberch, ende Hierony-
mus Scheyt, indenjaer 1600, ende 1612. Loven, H. van Hastens, 1628. 8.
Ohne Seitenzahlen, nur signirt. Das letzte stück, das neue, hat auch einen
besondern titel. Mit abbildungen aus Zuallart. Es ist nur Jäfa, Ramleh,
Jerusalem, Bethlehem und der berg Sinai beschrieben. « Unbedeutend. In der
annahme des reisejahrs 1565 folgte ich Bachiene.
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1565. Der amtsmann Adrian de Vlaming. - Keys na Hierusalem,
Gedaen by Heer Adriaen de Vlaming, Raedt in Dordrecht. Ende sijn huys-
vrowe Juff r . Maria van H*******. In ’t jaer 1 565. Tot Dordrecht, V.
Caeymacx, 1651.-12. Auch in Adr. van Nispen Voyagien. Dordr. 1651.
12. S. 39 — 89. S. Meusel 1, 2, 82, Jäck 1, 9. Unbedeutend; mehr ein
register.
1566. Der reichsschultheiss Christoph Fürer von Haimendorf, aus
Nürnberg. Christopbori Füreri ab Haimendorf . . Itinerarium ASgypti, Ara-
bise, Palsestinse, Syrise, aliarumque regionum Orientalium . . Norimbergse Ex
officina Abr. Wagenmanni, 1621. 4. 8 bll. , 118 s., dazu 57 bll. Index,
Oratio funebris etc., zu hinterst mit der angabe: Norimbergse Typis Abr.
Wagenmanni. 1620. Die Signaturen zeigen indessen, dass alles zusammen-
gehört. Der druck war also 1620 beendigt; als Verleger aber wählte Wa-
genmann das j. 1621. Irrthümlicher weise würde man wol auf zwei anfla-
gen, die eiue von 1620 und die andere von 1621, scbliessen. In Petzholdt’s
Anz.,^1862, 251, hat man ein gleiches exemplar vor sich. Nebst dem bild
des pilgers, einer ansicht des berges Sinai, der h. stadt, der Stirnseite der
Christusgrabkirche (kopie), einem plan dieser kirche (kopie aus Zuallart)
nach dem tode herausgegeben von Georg Richter. Mit gleichem titel erschien
das itinerarium schon 1570. 4. Ein auszug über Jerusalem in Ch. Besoldi
historise urbis et regni Hierosol. Argentor., Zetzner, l 636. 344 sqq. Deutsch:
Nürnberg, Wolffgang Endters, 1646. 4. In Nürnberg werden noch ein paar
hss. aufbewahrt. Dort sah ich im germanischen museum eine lateinische hs.
von 685 folioseiten, 1672", die viel weitläufiger als der lateinische druck
ist und wol verdiente, mit diesem verglichen zu werden. Ein anderes ms.
daselbst in 4., 236 s., ist deutsch wie die ausgabe in Nürnberg 1646, fangt
aber so an : Im Namen der Heiligen Dreyfaltigkeit und sindt wihr Alexander
von der Schullenburg vnd Jch Christoph Füerer von Haimendorff auf den
21 tag Julij Anno 1565 Ihm Willens zu dem Heiligen Landt . ., und schliesst
mit: hohenn berg, von dannen au ff Wien zu man siehet. Auch diese deutsche
hs., die ich zu ihrem vortheile mit der lateinischen ausgabe verglich, ist viel
weniger kurz als der lateinische druck, in dem man, auf dem wege von
Gaza nach Jerusalem, Aga Barbara (Barbarah, Agia Barbara, St. Barbara),
Mensel (Medschdel), Amani (Hamämeh) und Pharanj vergebens sucht. Deutsch
im auszug in Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina 2, 233 — 254, freie Über-
setzung von einem baierschen staatsdiener. S. Grässe L. 3, 1, 1168. Fürer
war sehr jhng in Jerusalem; der text zeugt von fleiss.
*1566. Georg Huszthius. Descriptio peregrinationis Georgii Huszthii
de anno 1566. In der vatikanischen bibliothek, bibliotheca reginae cod. nr.
9 31 ). Das werk, 30 bll,., ist die eigne handschrift des Verfassers, der in
türkische gefangenschaft gerathen war. Nach Beda Dudik mittheilung voo^
pater Neumann.
1570. Wolfgang Gebhart von Pruck, Reise nach Jerusalem. Cod.
bav. ms., nr. 3003, in der Staatsbibliothek zu München.
1575. Der augsburgische stadtphysikus Leonhard Hauwolf (Raucli-
wolff), M. D . Leonharti Rauwolfen, der Artzney Doctorn, vnd bestehen Me-
dici zu Augspurg Aigentliche beschreibung der Raiss, so er vor dieser zeit
gegep Auffgang inn die Morgenländer, fürnemlich Syriam, Judaeam, Arabiam,
Mesopotamiam, Babyloniam, Assyriam, Armeniam jc. nicht ohne geringe mühe
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vnnd grosse gefahr selbs vollbracht: neben Vermeidung vil anderer seltzsamer
vnd denckwürdiger Sachen, die alle er auff solcher erkundiget, gesehen vnd
obseruiert hat. Alles in drey vnderschidliche Thail mit sonderem fleiss ab-
getheilet, vnd ein jeder weiter in seine sondern Capitel, wie dero jnnhalt in
zu end gesetztem Register zufinden. Laugingen, L. Reinmichel, 1582. 4.
Im jahr 1582 erschien die gleiche beschreibung , wahrscheinlich nachdruck-
weise, in Frankfurt am Mayn bei Cb. Raben, in 4. Der titel lautet wört-
lich gleich. 1583 wurde in kl. 4., in costen vnd verlag Georgen Willers,
getruckt zu Laugingen, durch L. Reinmichel: Der Vierte Thail . . etlicher
schöner Kreüter, so vns noch vnbekandt, vnnd deren doch bey den alten
Medicis, vnnd in seiner Rayss in die Morgenländer gethon, gedacht wirt,
artliche vnnd lebendige contrafactur* dem gemamen nutz zu gutem, in truck
verfertiget. Ohne Seitenzahlen. Die zahl der gar nicht Übeln abbildungen
ist nicht gross. Man findet mehr Überschriften als einen eigentlichen text,
übrigens die arabischen namen dabei. Auch sind die 3 ersten theile ent-
halten im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 276 — 34^ und dort 1609,
1, 515 — 652. Der titel ist hier wörtlich gleich wie in der lauginger-^us-
gabe von 1582; nur sind die letzten worte: wie dero jnnhalt . *. zufinden,
weggelassen. Ein arger betrug wurde 1681 vom buchdrucker Noah von
Millenau in Rotenburg (4.) durch eine überarbeitete ausgabe des Rauwolf bei
Vermeidung aller data, die auf die zeit der pilgerfahrt schliessen lassen könn-
ten, gespielt : Leonis Flaminii Itinerarium per Palsestinam Das ist, Eine mit
vielen schönen Curiositaeten angefüllte Reiss-Beschreibung. Darinnen, durch
ein wunderbahre Schiff-Fart und Meeres-Gefahr in das gelobte heilige Land,
viel merckwtirdige und seltzame Begebenheiten, . . Wie dann auch Von dess
gelobten heiligen Lands Zustand, und was aller heiligen Ortßn, denckwttrdi-
ges zu observiren, also eingerichtet. Dass, ob wohlen sonst auch viel lti-
nerävia und Reyss-Bücher am öffentlichen Tag liegen, in diesem jedoch viel
n 'Sonderbahres zu lesen, so in andern nicht befindlich, Worbey auch allerhand
Figuren befindlich, die zu diser Reyss-Beschreibung wohl sich accomodiren,
und seine Erletiterung geben werden, Mit Fleiss und wohl bedacht aussge-
fertiget von obig-erwehnten Leone Flaminio, Rerum Exoticarum Admiratore
et Cultore. Dass hier der pflanzentheil, wie im Reyssbuch , rfehlt , braucht
kaum erwähnt zu werden. Im auszuge von Deisböck in Jäck’s Taschen-
Bibliothek der. .Reisen durch Palästina 2, 261—287. Eine englische Über-
setzung erschien in John Ray’s Sammelwerk : Travels into the eastem Countries.
London 1693. 8. 1, 396. Ebendaselbst 1738, 2, 1 — 338. Holländisch in
der die reisen von 1563 bis 1576 begreifenden, von Pet. van der Aa zu
Leyden 1707 in 8. veranstalteten Sammlung, bd. 9, aber auch einzeln ver-
kauft unter dem besondern titel : Seer aanmerkelyke Reysen na en door Sy-
rien . . beschreven door Leendert Rauwolf Nu aldereerst uyt het Hoogduytsch
vertaalt. 8. 398 s. Man muss sich wundern, dass keine Übertragung ins
lateinische bekannt ist. Etwas muss doch transspirirt haben, da es nicht
wahrscheinlich ist, dass der Quaresmio, welcher den augsburgischen arzt
beinahe mit wuth anfiel, deutsch verstand. S. Beckmann 1 , 1 ff . und 2,
170 ff., Bellermann 2, 77, Grässe L. 3, l, 1168, Trds. 6, 39, Ritter 15, 49 f.,
Robinson 2, 542, Top. l,XLIVf., Petzh. Anz., 1861, 288 f. und 1862, 251 f.
Rauwolf ist der deutsche Belon des 1 6. jahrhunderts. In diesem sind den
beiden ärzten und botanikern an wissenschaftlichem streben und geben keine
Jerusalemfahrer überlegen. Rauwolf verband mit gelehrsamkeit und um-
sichtiger beobachtung und christlichem sinn Selbständigkeit und den muth,
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dass er z. b. den mönchen sagte , er sei nicht gekommen , bausteine und
bauholz zu besuchen.
1578. Lupolds vou Wedel Zug nach Syrien und Jerusalem, im Wo-
chenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, 1862, 65 ff. Ziemlich
ausführliche, doch ordinäre beschreibung eines nicht alles glaubenden Pro-
testanten.
1579. Der edelmann Hans Jakob Breuning von und zu Buochen-
bach. Orientalische Reyes Desa . . Hanss Jacob Breüning . . , so er selb
ander in der Türckey . . , so wol in Europa als Asia vnnd Africa, ohn einig
Cuchium oder FreyGleit, benantlich in GriechenLand, Egypten, Arabien, Pa-
lestina, das Heylige Gelobte Land vnd Syrien, nicht ohne sondere grosse
Gefahr, vor dieser zeit verrichtet. Alles in Fünff vnderschiedliche Meer-
fahrten disponirt vnd abgetheylet, auch was in einer jeden derselben, von
tag zu tag fürgangen, ordentlich vom Authore selbsten verzeichnet: darinn
ein jede abgesonderte Materj vnder jhr eigen Capitel oder Titul gebracht,
vnd mit schönen Kupfferstücken gezieret. Mit angehenckter Summarischer
Computation aller Meylen : sampt einem kurtzen Appendice, vnd ausführlichen
Registern, so wol der Capitel als anderer denckwirdigen Sachen. Strassburg,
J. Carolo, 1612. Fol. 17 bll., 299 s. und wieder 7 bll. Mit dem portrait
des Verfassers und mit eingedruckten kupfern; 'S. 220 der plan von Jerusa-
lem nach Antonio de Angelis. Der Verfasser war ein sehr gebildeter, in
sprachen bewanderter junger Protestant, und sein buch verdient beachtung,
und zwar um so mehr, als es jetzt sehr selten ist. Vgl. Beckmann 2, 269 ff.,
Petzholdfs Anz., 1862, 253.
C. 1580. Visitatio Ex Jaffa ad S. civitatem Jerusalem. Neue hs., 4.,
C. VI. ^0, in der öffentlichen bibliothek zu Siena, pag. 144 sqq. Nichts als
aufzählung der ablassstätten, mit wenigen historischen noten ; z. b. liest man
von den franziskanern auf Zion (144): per Turcas expulsi fuerunt Religiosi
anno 1559; habitantes ibidem annis 246.
*C. 1580. Viaggio di Gerusalemme. Venezia 1597. 16. In der
vatikanischen bibliothek.
1581. Der Schriftführer Jean Palerne aus Forez. Peregrination dv
Jean Palerne Foresien . . Oü est traictö de plusieurs singularitös , et anti-
quitös remarqudes ös Prouinces d’Egypte, Arabie deserte, et pierreuse, Terre
Saincte, Syrie, Natolie, Grece,. et plusieurs Isles tant de la mer mediter-
ranee, que Archipelague. Auec la maniere de viure des Mores et Turcs, et
de leur Religion . . Plus est adioustö vn petit dictionnaire en langage Fran-
gois, Italien, Grec vulgaire, Turc, Moresque, en Arabesque, et Esclauon,
necessaire k «ceux qui desirent faire le voyage. Lyon, I. Pillehotte, 1606.
12. Eine titelausgabe 1626. S. Gemelli 1, bl. 9, Petzholdt’s Anz., 1862,
253 f., Grässe’s Trös. 5, 105. Das büchlein des 26jährigen Verfassers ist
sehr ordinär.
1581. Der prediger Salomo Schweigger aus Sultz in Würtemberg.
Es erschienen ausgaben 1608, 4., in Nürnberg; 1609 im Reyssbuch dess
heyligen Lands 2, l — 137; 1613, 1614, 1619, 1638, 1639 in Nürnberg,
4., hier mit dem titel: Ein newe ReyssBeschreibung auss Teutschland Nach
Constantinopel vnd Jerusalem. Darinn die Gelegenheit derselben Länder,
Städt, Flecken, Gebäuw, *c. der umwohnenden Völcker Art, Sitten, Gebräuch,
Tobler, Bibliographia. 6
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Trachten, Religion vnd Gottesdienst, :c. Insonderheit die jetzige waare Ge-
stalt dess H. Grabs, der Stadt Jerusalem vnd anderer heiligen Oerter, darbey
allenthalben der heiligen Schrifft vnd dess Authoris Meinung hievon . . Dess-
gleichen dess Türckischen Reichs Gubernation, Policey, Hofhaltung, Nutz-
barkeit dess Reisens, vnd vielerley andern lustigen Sachen, Mit hundert
schönen newen Figuren, dergleichen nie wird gewesen seyn, In III. vnter-
schiedlichen Büchern Auffs fleissigst eigner Person verzeichnet vnd abgerissen
Durch Salomon Schweigger, damals Diener am Evangelio übers dritte Jahr
zu Constantinopel, je. Hernach aber Prediger der Kirchen zu vnser. Frawen
in Nürnberg. Vnd jetzo auff offtes Begehren vieler fürnemer, erfahrner vnd
guthertziger Leut, männiglich so wol zum Trost vnd Warnung, als zur Lust,
Zum vierdtenmal Gedruckt . . durch Christoff Locliner, In Verlegung Wolff-
gang Endters. 22 bll., 340 s., und auf der letzten s. steht anno 1638. Mit
dem bildnisse des Verfassers, mit eingelegten und eingedruckten, nicht son-
derlich rühmenswerthen holzschnitten. Nach Schweigger war die ausgabe
von 1639 die 4., und unter den 6 ältern edizionen, die ich namhaft machte,
müssen 3 oder, wenn ich die im Reyssbuch nicht einrechne, doch 2 titel-
ausgaben sein. Die letzte ausgabe erschien 1664 zu Nürnberg in 4. Da-
gegen wurde ein auszug 1660 in 8. und 1661 in Onoltzbach, quer 6., her-
ausgegeben. Eine wenig gekannte lateinische ausgabe besorgte M. Crnsius:
Hodopoericon seu itinerarium S. Schweigkeri in Aegyptum, Palsestinam, Ara-
biam atque Syriam. 1586. 8. S. Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1861,
289, und 1862, 254, Topogr. 1, XL VI. Schweigger schreibt lückenhaft
und nicht ohne vorurtheile, im ganzen aber aufgeklärter als weitaus die
meisten seiner Vorgänger. Das buch endet mit viel bescheidenheit ; es er-
fordere weit mehr zeit und geld, wenn man etwas gediegenes leisten solle,
bemerkte er gewiss nicht mit unrecht.
1581. Der kaufmann Laurenz Aldersey von London. The first
voyage or ioumey, made by Master Laurence Aldersey . . to the Cities of
Jerusalem, and Tripolis jetc. Penned and set downe by himselfe. Enthalten
in Hackluyt’s Navigations 2, 150sqq. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 253.
Kurz, dabei treuherzig geschrieben.
*1582. Triphon Korobeinikoff, russischer kaufmann, gesandter des
Czar Johann Wassilliewitsch, Kynqa Tnii«i>ona KopoöehmiKOBa, xoa^eiiie
b% I^aphrpa^'b h bo Airrioxiio ii bo Iepyca*inMB ii bo Emnen» m b’b
CimahcKyio ropy .. B’B 1582 roßy. Die beste ausgabe ist in SacharofFs
Sammelwerk (s. oben sub anno 1113 Daniel) enthalten; immerhin bedarf sie
noch der Verbesserung, weil einige hss. vollständiger sind. Noroff bei Da-
niel 211. Vgl. 3. Wander. 425. Korobeinikoff brachte geschenke nach Kon-
stantinopel, Antiochien, Jerusalem, Ägypten und auf den berg Sinai.
1583. Der ritter Melchior Lussy, landammann von Unterwalden
unterhalb des Kernwaldes. Reissbuch gen Hierusalem. Welcher massen
. . Melchior Lussy . . in das heilige Land Palestina gezogen ist. Darinnen
dann die fürnembste Stätt vnd Orther von Christo . . weyland persönlich
heimgesucht, vnd durch das hohe Werck Menschlicher Erlösung geziert vnd
geheiliget, ordentlich beschrieben werden. Samptt Weiterer Verzeichnuss viler
anderer denckwürdiger örther vnnd zufallender Gefahren, welche gedachtem
Herrn, sampt seiner Gesellschaft auff diser Pilgerfahrt zu Wasser vnd Land
begegnet seyn. Jetzund zum erstenmal zu sonderer Belustigung dess Christ-
lichen Lesers im Druck aussgangen. Freyburg m Vchtland, A. Gemperlin,
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1590. Kl. 4. 7 bll., 113 s. Lussy reiste von Venedig, wo er hauptmann
war, ab, wurde durch den sturm nach Tripolis in Syrien verschlagen, kam
dann nach Kypern zurück und gelangte erst von da nach Jäfa und weiter
nach Jerusalem. Die sclirift ist gerade nicht sehr lehrreich.
1583. Johann von Lauffen aus Luzern, Reise n^ch Jerusalem. Ins
neuhochdeutsche dem wesentlichen nach übersetzt ist enthalten in der Lu-
zerner Zeitung, jahrg. 1864, Gebr. Räber, nr. 209, 216, 223, 229, 236,
243, 250, 257. Die beschreibung liest sich angenehm, ohne dass sie den
druck verdient hätte. Vgl. 3. Wander. 419.
1583. Der oberst Rudolf Pfyffer von Luzern, Jerusalemische Pil-
gerfahrt. Papierhs. in der Stadtbibliothek (Balthasars) zu Luzern. Pfyffer
reiste mit Lauffen und Lussy. Unbedeutend.
1583. Oertel, Reise nach Palästina. Cod. germ. ms. in der Staats-
bibliothek zu München, nr. 3001. Vgl. oben sub anno 1561 Emanuel ÖrÜ.
Von einigem werth.
1583. Der furst Niklaus Christoph Radzivil, herzog in Olika und
Nieszwiesz , graf in Szydlowiec und Myr. Hierosolymitana Peregrinatio
Ulvstrissimi Domini Nicolai Christophori Radzivili . . IV. Epistolis compre-
hensa, Ex idiomate Polonico in Latinam linguam translata et nunc primüm
edita. Thoma Tretero interprete. Brvnsbergse, Schönfels, 1601. 4. 6 bll.,
314 s., mit eingedrucktem portrait und abbildung. Eine andere ausgabe in
fol. erschien zu Antwerpen, Moreti, 1614: Nunc varie aucta, et correctius
in lucem edita. Mit 1 plan der Christusgrabkirche auf s. 384. Ebenfalls *
Jaurini, Streibüg, 1753. 4. Deutsch: Hierosolymitanische Reyse und Weg-
fahrt. Meyntz, Lippen, 1603. 4. 274 s. Angehängt sind die prozessions-
gesänge. Ohne diese im Reyssbuch dess heyligen Lands 1609, 2, 139 — 243:
Jüngst geschehene Hierosolymitanische Reyse vnd Wegfahrt . . Welche in
vier Sendschreiben begriffen, darinn sehr nützliche, lustige vnd seltzame ding,
im Heiligen vnd Egyptischen Land: . . zu ersehen. Auss Poliseher Sprach,
in Latein versetzt, Durch H. Thomam Tretervm . . Jetzund aber auss La-
teinischer Sprach in Teutsch Verfasset, Durch Lavrentivm a Borkav. In
Deutschland wird fast nur diese ausgabe zitirt, für welche nicht die ver-
mehrte und verbesserte 2. lateinische ausgabe von 1614 zu gründe gelegt
werden konnte. Ich bin ohne nachricht, wann und wo das polnische origi-
nal erschienen ist; nur kann ich anführen: Tidmaczona przez X. Andr.
Wargockiego. Wroclaw 1847. 8. S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1,2, 84 sqq.,
Bellermann 2, 77, Munk 655", Robinson 2, 543, Topogr. I, XLVI f., Petz-
holdt’s Anz., 1861, 289, und 1862, 285. Der fürst Radzivil war ein frei-
gebiger, guter römischer katholik, ein vertrauen einflössender, sehr gebildeter
mann.
1585. Samuel Kiechel aus TJlm, Reise durch Europa, Asien nach
Jerusalem a". 1585 bis 1589. Münchner-cod. germ. ms. 1247; auch ein ms.
im besitze der familie, mit anmm. von S. Auszug in der bei Cotta in Stutt-
gart u. Tübingen erschienenen Zeitschrift : Morgenblatt für gebildete Stände,
jahrg. 1820, nr. 162, 164 f., 167, 222, 228, 231, 233, 236. S. Petzhold t’s
Anz., 1862, 285, Topogr. 1, XL VII. Wichtiger als manche andere reise-
schilderung.
1586. Johann Zuallart, schultheiss von Ath und amtmann von
6 *
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r
Süly. II devotissimo Viaggio di Giervsalemme. Fatto, & descritto in sei
libri dal Sig r . Giouanni Zuallardo, Caualiere del Santiss. Sepolcro di N. S. . .
Aggiontovi i dissegni di Varij luoghi di Terra Santa . . Roma, Zanetti &
Raffinelli, 1587. 4. 10 bll., 402 s. n. 5 bll. Mit eingedrucktem portrait,
grundriss und zahlreichen abbildungen. Der druck ist schön, die holzschnitte
kaum schöner als in andern au3gaben, nur nach einem grössern massstab.
Spätere ausgaben 1593, 4., in Rom; Di nuouo ristampato, e corretto. In
Roma, Appresso Domenico Basa, 1595. Kl. 4. 351 s. und 7 bll. register (Ta-
vola). Mein exQmplar dieser ausgabe enthält zwar das portrait des Verfas-
sers nicht, sonst aber mehrere grundrisse und abbildungen, welche letztere
weit weniger werth haben als die erstem. Das 6. buch, welches mehr ge-
sondert erscheint, contiene l’Orationi, che si dicano ne’ luoghi Santi di Gie-
rusalemme, con altre conueneuoli ä dire da* Pellegrini. Lettera del . . Do-
menico Danesi da Montepulciano Protonotario Apostolico. Al . . Giou.
Zuallardo . ., suo Osseruandissimo. Dell* Antiquitä, de’ frutti del S. Pelle-
grinaggio, ä chi si conuenga, quanto Dio ami i Pellegrini, e fautori loro.
Man darf wol behaupten, dass das 6. buch das werk des Danesi ist, wel-
cher mit Zuallart wallfahrte. Noch gibt es eine ausgabe Rom, 1597, 8.
Französisch: Trös-dövot Voyage de Jerusalem. Anvers, 1604. 4.; auch
Anvers, A. S’Conninck, 1608. 4.: Le tres-devot voyage de Jerusalem, avecq
les figures des lieux saincts et plusieurs autres tiröes au naturel. Eine aus-
gabe von 1626, Antwerpen in 4., nennt de Hody (Description des Tombeaux
de Godefroid . . 1. öd. 350) eine blosse titelausgabe. Deutsch: Joh. Schwal-
lart’s Deliciae Hierosolymitanae, oder Bilgerfahrt in das heilige Land . . Jetzo
aber verteutscht durch G.E.L. Cöllen 1606. 4. Auch 1609 im Reyssbuch
dess heyligen Lands 2, 245 — 334, in 5 büchern: Deliciae Hierosolymitanae
et totius Palaestinae. Das ist, Bilgerfahrt in das heilige Land, darinn nicht allein
dasselbige sampt seinen heiligen Oertern zu Jerusalem, Betlehem, Bethanien,
vnd an dem Fluss Jordan, :c. Auff das eigentlichst vnnd fleissigst beschrie-
ben . . werden. Neben einer schönen vnd nothwendigen Vnderweisung, was
zu solcher Reyss nötig Wie man dieselbige anfahen, vnd auff dem gantzen
Weg sich verhalten soll: Dergleichen zuvor nie in Truck aussgangen. Erst
in Italiänischer Spraach beschrieben durch . . Johann Schwallarten Rittern
dess H. Grabs. Jetzo aber verteutscht durch G. E. L. Der name Zuallart,
der eigentlich Zwallard gewesen sein soll, wurde je nach dem bildungstriebe
der verschiedenen idiome zu Zuallardo und Schwallart verunstaltet. S. Bel-
lendann 2, 77, St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 37 sqq., van Senden 1,
354 f., Robinson 2, 543, Topogr. 1, XLVII, Petzholdt’s Anz., 1861, 289 f.,
und 1862, 285. Zuallart hielt sich nur 12 Tage im herbstmonate 1586 in
Palästina änf. In dem buche sind weniger die besehreibungen der h. Stätten
und die prozessionsgesänge zu schätzen als vielmehr die grundrisse und ab-
bildungen, und zumal diese verleihen dem werke einen grössern werth.
Quelche nel fatto possono compiacermi, sagt der wanderer (19), b che mi
vedo esser stato il primo , che mi sono adoprato (con la Vista, che delli
luoghi parte per parte scopriuo) in fame disegni, i quali per essere giudi-
cati da quelli che in quelle parti sono stati, verisimili, e naturalissimi hö
sparso per l’opera, e per farle piü sottilmente non hö sparmiato fatica ne
spesa alcuna, sforzandomi, venuto in Roma, di farle disegnare meglio. Meine
begründung, dass Zuallart die Zeichnungen wirklich selber verfertigte, war
fast eine stimme in der wüste; denn Robinson schrieb wie früher: apparently
from his own drawings. Zuallart wird von della Valle (1, 143 h genfer-aus-
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gäbe) als sehr wahrhaft befunden. Sehr häufig wurde er von spätem pil-
gern ausgeplündert.
1587. Bernhard Walter von Walters weil, kammerer und oberster
Stallmeister des erzherzogs Maximilian Ernst zu Österreich. Wegweiser
und Richtschnur in dem heiligen und gelobten Lande zu reisen durch . .
Bernhard Walter. Grätz 1605. 8. min. 8. Jos. Hammers Geschichte des
osman. Reichs 10, 382. Geisheim’s Hohenzollern 56. Auch in der Vorrede
der folgenden ausgabe wird verwiesen auf gegenwertiges Tractätlein so schon
zu Grätz inn Steyermarckt vor disem an das Liecht kommen: Beschreibung
Einer Reisz ausz Teutschland bisz in das gelobte Landt Palästina, vnnd gen
Jerusalem, auch auff den Berg Synai, vyn dannen widerumb zu ruck auff
Venedig vnd Teutschland. Durch . . Bernhard Walter, von Walterssweyl . .
eigener Person besichtigt, vnd beschriben. Gott dem Alimechtigen zu for-
derst vnd vnsern Herrn Jesu Christo zu ehrn vnd lobwärdigister gedechtnus.
Wie auch sein heiliges Grab, warhafftiger eigentlicher form vnd gestalt, wie
solches noch auff heutigen tag in der Statt Jerusalem Zusehen ist, durch
schöne Figuren menniglich zu gutem für äugen gestelt. Darneben auch
mehrerley denckwürdige Sachen vmbstendig vermeldet werden. München, A.
Berg, 1609. Kl. 8. 16 bll., 69 bez. bll. u. 3 unbez. Mit dem bildnisse <jes
Verfassers, mit kopirten karten und abbildungen. Vorangedruckt ist ein förm-
licher kalender, und bl. 62 — 68 wird der pilgrim mit einem nicht ganz Übeln,
dem breydenbachischen ähnlichen Verzeichnus etlicher Arabischer vnd Türcki-
scher Wörter regalirt. Oben auf den seiten steht durchgängig und sehr be-
zeichnend: Wegweyser in das H. Landt. Eine titelausg. ibi 1610. Anmuthig
und nicht ohne kenntniss geschrieben, jedoch nur eine anleitung für den pilger.
1588. Giovanni Francesco Alcarotti, Chorherr in der kathedrale
zu Novara. Del Viaggio di Terra Santa. Da Venetia . . Nova, et reale
descrittione diuisa in sei Libri del . . Gio. Francesco Alcarotti. ln Novara,
Sesalli, 1596. 4. S. Laffi 164, welcher sagt, dass das buch nachher in
Mailand, Genua, Turin, Parma, Modena und in andern städten Italiens ge-
druckt worden sei. Nach Quaresmio erschien das buch in Novara schon
1595 (2, 184"). Vgl. Daldini 17. Alcarotti reiste im Oktober 1587 ab.
Seine reisebeschreibung ist eine ziemlich ordinäre.
1588. Der ritter de Villamont, kammerjunker des königs von
Frankreich, aus dem Anjou. Les Voyages dv Seignevr de Villamont, Che-
ualier de l’Ordre de Hierusalem. . Diuisfez en trois liures. Le Premier con-
tient la description des villes et forteresses de l’Italie . . Av Second est ample-
ment traictö de la Slauonie, Grece, Turquie, Moree, Cephalonie, Cädie, Chypre,
Hierusalem, et de tous les Saincts lieux oü nostre Seigneur J.-C. a faict des
miracles: Auec la croyance des Chrestiens Grecs, Armeniens, Syriens, Geor-
giens, Abyssins, et autres Chrestiens de PAsie et Affrique. Et au Troisiesme
est la description de Syrie . . Ensemble la valeur et changement des mon-
noyes qui se despendent en tous les Royaumes et Prouinces cydessus . . Et
les Ordonnances des Grand-maistres et chefs de TOrdre des Cheualiers du
Sainct Sepulchre de Hierusalem. IH. Edition. Paris, Claude de Monstr’oeil
(oder Monstrer’oil) et 1. Richer, 1598. 8. 8 unbez., 347 bez. u. 21 unbez.
bll. Von den 2 vorangegangenen ausgaben kenne ich nur nach Rignon
(1861, 87) die von Arras 1596. Spätere ausgaben: Paris 1600; Arras, G.
de la Riviöre, 1602, 12., und Paris, de Montr’oeil et Richer, 1602, 8. Di-
vises en trois livres, desquels le contenu est en la page suiuante. Demiere
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Edition. Ferner Paris 1604, 4.; Arras 1605, 8.; Lyon 1606, 8.; Paris
1609; Hoven, T. Darö, 1608 und 1610, 12., mit dem titel wie in der aus-
gabe von 1602, nämlich nach Liures: Le contenu d’iceux est en la page
guiuante. Derniere Edition reueuö et augmentee en la fin de chacun Liure,
d’vne Guide des diuers chemins par lesquels l’on va en Hierusalem, Rome,
Venise, Naples, Lorette et Egypte, et de plusieurs choses helles et rares qui
s’y voyent. 4 bll., 815 s. u. 8 bll. Ebenfalls Li&ge 1608. Spätere ausga-
ben: Lyon 1611, 8.; Paris 1614, 8.; Lyon 1614, 12; Hoven, de la Hayes,
1618, 12., mit dem titel genau wie in der ausgabe von 1610, doch scheint
die ausgabe von 1618 (12 bll., 816 s. u. 8 bll.) nur eine titelausgabe zu sein;
und Lyon 1620. S. Grässe L. 3, 2, 822, Trds. 6, 317, Rignon, 1. c., .Petz-
holdt’s Anz., 1862, 285 f. Das buch enthält weniges von grösserm werth.
1588. Der kapellmeister Francisco Guerrero von Sevilla. Viage
de Jervsalen, qve Hizo Francisco Gverrero, Razionero, y Maestro di Capilla
de la Santa Iglesia de Sevilla. Dirigido al Ilvstrissimo , y Reverendissimo
Seiloi Don Rodrigo de Castro .. Sevilla por Cabe$as, 1675. 8. 5 bll., 117 s.
Frühere ausgabe Alcala, 1605, und spätere: Breve trattado del viage que
hizo a la ciudad Santa de Jerusalem , don Francisco Guerrero, Itacionero.
Valladolid, A. del Riego, 1785. 12. S. Rignon, 1861, 83, Petzholdt’s Anz.,
1862, 285. Grässe, Tr6s. 3, 174, hat: F. Guerreiro, Itinerario do Viagem
que fez a Jerusalem. Lisboa 1734. 4. Im alter von 60 jahren reiste Guer-
rero nach Jerusalem. Der bericht ist kurz und sonst von gewöhnlichem
Zuschnitte.
*C. 1590. Le blano voyage en Itaiie, Ierusalem, Egypte, Syrie. MS.
in Dijon. S. Haenel 147.
1591. Johann Somer von Middelburg in Seeland. J. Somers Zee en Landt Rey-
sen gedaen naer de Levante .. (a. 1591). Amsterdam 1661. 4. Mit figuren. Diese auf-
lage wird als die 3- bezeichnet. Deutsch: See- und Land-Reysz nach der Levante. Ins
Teutsche Übersetzt durch Philemervm Irenicvm Elisivm. Franckfurt, W. Serlin, 1664.
4. 200 s. Desgleichen: Johann Sommers . . Wasser und Land-reyse, Gethan nach, der
Levante, oder Morgen-ländcrn . . ausz dem Niederländischen ins Hochteutsche . . Uberg»-
setzet. Amsterdam, Christ. Cunradus, 1664. 4. Der Verfasser war nur in Joppe; denn
wegen Unsicherheit konnte er nicht in die h. stadt hinaufreisen. Was er von Jäfa be-
richtet, ist theilweise etwas fabelhaft Das buch verdient von unserer seite keine be-
achtung.
C. 1591. Gorgonio Galeazzo von Mantua. Der bericht von seiner
wallfahrt (non ha guari) ist enthalten in: Dialogo delle cose piv illvstri di
Terra Santa, II quäl contiene Fvltimo viaggio solito ä farsi da’ Pellegrini . .
Composto dal molto illustre Sig. Lodouico Arriuabene. Verona, M. A. Pa-
lazzolo, 1592. Kl. 8. S. Noroff bei Daniel 211. Unbedeutend.
1593. Niklaus de Hault. Le Voyage de Hiervsalem faict Fan 1593.
Contenant l’ordre, despence, et remarques notables en iceluy. Par Nicolas
de Hault. Chavmont et Paris 1601. 12. Vgl. Grässe’s Trds. 3, 219. Es
wird die beerdigung des türkischen turdschmän auf Zion erzählt (7 2 sq.).
Unbedeutend.
C. 1593. Johann Sanderson s. sub anno 1672. Topogr. 1, XLIX.
1595. Der priester Juan Ceverio von Vera in den Pyrenäen. Viage
de la Tierra Sancta, desde la ciudad de Roma a la sancta de Hierusalem,
en el ano. de 1595. En Roma, en casa de Nicolas Mucio, 1596. 8. Spä-
tere ausgabe: Madrid, L. Sanchez, 1597. 8. Dann: Viaie de la Tierra
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S&ncta, y descripcion de Iervsalem . . Con vn Itinerario para los peregrinos.
Compvesto por Ivan Ceuerio de Vera . Pamplona , M. Mares, 1598. 12.
Später Pamplona 1613. 8. S. Bellermann 2, 80, Bassi 1, 236, Grässe’s
Trds. 6, 278. Unbedeutend.
1596. Der franziskaner Bernardino Amico von Gallipoli. Trattato
delle Piante et Immaginj de Sacri Edifizi di Terra Santa Disegnate in Ie-
msalemme secondo le regole della Prospettiua, et uera misura della lor
grandezza Dal R. P. F. Bernardino Amico . . Stampate in Roma e di nuouo
ristampate dall istesso Autore in piu piccola forma, aggiuntoui la strada do-
lorosa, et altre figure. In Firenza, P. Cecconcelli, 1620 (hinten 1619). Kl.
fol. 5 bll., 65 s., 47 kupfert. Die erlaubniss zum drucke der ersten aus-
gabe in grösserem format zu Rom wurde 1609 ertheilt. Nach Grässe (Trds.
1, 101, 343) erschien die erste ausgabe in Rom bei Ant. Tempesta. Amico
hielt sich 5 jahre in Palästina auf und war 1596 präses des h. grabes.
Schade, dass das wenigste, namentlich die aufrisse und durchschnitte, zuver-
lässig ist. Es unterliegt keinem zweifei, dass ein theil in Italien mit hilfe
der phantasie, vielleicht nicht einmal von Amico allein, ausgearbeitet wurde.
Hingegen sind die meisten grundrisse von grossem werth und in mancher
Beziehung jetzt noch nicht tibertroffen : eine reiche fundgrube späterer pltin-
derer, unter denen ich Quaresmio nenne. Freilich stimmt nicht alles artis-
tische tiberein mit dem texte, von dem Bassi sagt (1, 236): II tesso b in
barbaro italiano. Die Stiche sind von Callot und deswegen gesucht. S. Ro-
binson 2, 543, Willis, Church of the Ho ly Sepulchre 158 sq., Topogr. 1,
XLIX, Petzholdt’s Anz., 1862, 286.
1596. Der jesuitenpater Hieronymus Dandini von Cesena: Missione
apostolica al Patriarca e Maroniti del monte Libano. Cesena 1656. Fran-
zösisch: Voyage du mont Liban, traduit de l’Italien du R. P. Jerome Dan-
dini, nonce en ce pays la. Oü il traite tant de la crdance et des cotitumes
des Maronites, que de plusieurs particularitez touchant les Turcs, et de
quelques lieux considerables de l’Orient, avec des remarques sur la theologie
des Chr&iens du Levant et sur celle des Mahometans. Par R. S. P. (Ri-
chard Simon, P&rej. A Paris, L. Billaine, 1675. 12. 402 s. Deutsch ab-
züglich in Paulus* Sammlung der Reisen 2, 201 - 240: Hieronymus Dandi-
ni’s Reisebemerkungen über die Maroniten u.s.f. Englisch: Dandini*s Voyage
to the Mount Libanus, in J. Pinkertons : A General Collection of the . . most
interesting Voyages and Travels. London, Longman, 1811. 4. Vol. 10.
Früher London 1698. 8. Man findet im buch auch einen streifzug durch
Palästina. S. Beckmann 2, 355 ff., Grässe’s Trds. 2, 324. Belehrend.
1596. Johann van Kootwyck,' doktor der rechte, aus Utrecht.
Itinerarivm Hierosolymitanvm et Syriacvm; in quo variarvm gentivm mores
et institvta; Insularum, Regionum, Vrbivm situs, vnä ex prisci recentiorisque
srnculi vsu; vnä cum euentis, quse Auctori terrä marique acciderunt, dilu-
cidä recensentur . . Avctore Ioanne Cotovico . . Antverpiae, ap. H. Verdus-
sium, 1619. 4. 16 bll., 518 s. u. 13 bll. Mit eingedruckten kupfern. Flä-
misch: De loflycke reyse van Jerusalem ende Syrien ghedaen ende in het
latyn beschreven by H r Jan van Kootwyck . . ende in de Nederlandsche
tale vertaelt by Adriaen van Meerbeek. Antwerpen 1620. 4. S. Gemelli 1,
bl. 9, Munk 655, Raumer (4. aufl.) 7, Robinson 2, 543 sq., de Hody’g
Tombeaux de Godefroid de Bouillon .. (1. aufl.) 353, van Senden 1, 355.
Kootwyck schrieb klar, gediegen, mit Wahrheitsliebe, und obschon er Zual-
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larts reise als handbuch benutzte, so wie seine abbildungen, grandrisse und
processionsgebete kopirte, giebt er doch manches neue und brauchbare.
1598. Der kaiserliche rath und kammerer Christoph Harant, frei-
herr von Polschiz und Weseriz auf Pezka. Putowänj . . do Zemiö Swatö,
Zemiö Judske, . . potom na Horu Oreb, Synai k Swatö Katerinj . . Pana
Krystoffa Haranta z Poskzic Bedruzic. w Praze 1608. 4. 2 theile in 1 bd.
Neue ausgabe ebenda (Prag) 1854. 2 hefte. Deutsch: Der Christliche Ulys-
ses, Oder Weit-Versuchter Cavallier, Fürgestellt ln der Denckwürdigen Be-
reisung So wol desz heiligen Landes, Als vieler andrer morgenländischer
Provintzen, Landschafften, und berühmter Städte: Welche mit sonderbarer
Curiosität und kläglicher Bemerckung aller solcher fremden Oerter und Ge-
bräuchen, Sitten, Natur- und Eigenschafften, wie auch andrer Denck- und
Schauwürdigkeiten, der, zwar lang allbereit in Gott ruhende . . Christoph
Harant, . . im Jahr 1598. rühmlich vollenbracht ; auch alle Begebenheiten,
Vorfälle, und Anmerckungen derselben, in eine Zweygetheilte Historische Er-
zehlung, aus eigener augenscheinender Erfahrung verfasst, und, nebst Bey-
fügung mancher schönen zur Erläuterung dienenden Figuren, anfangs selbst,
in Böhmischer Sprache, ordentlich, glaub- und grundrichtig beschrieben;
Folgends hernach aber dessen leiblicher . . Bruder, . . Joh. Georg Harrant,
2 C. im Jahr 1638. aufs fleissigste geteutschet: Und nunmehro endlich . .
Christoph Wilhelm Harant, Freyherr . ., zur Ergetzung dess teutschen Le-
sers, zum Druck befördert. Nürnberg, Wolfg. Endter, 1678. 4. 19 bll.,
881 s. u. 18 bll. Mit titelkupfer, 3 portraits, einer landkarte und einge-
druckten, sauber ausgeführten, weder von Zuallart, noch auch von Amico
kopirten abbildungen. S. Beckmann 1 , 4 1 ff., Noroff bei Daniel 2 1 2,
Petzholdt’s Anz., 1862, 287. Der freiherr von Polschiz ist gelehrt und be-
lehrend.
1599. Don Aquilante Eocchetta. Peregrinatione di Terra Santa e
d’altre provincie di Don Aqvilante Rocchetta Caualiere del Santissimo Se-’
polcro. Palermo, A. dell’ Isola, 1630. 4. Beachtenswerth, weil der pilger
auch die arabischen namen der Ortschaften aufnahm ; nur für Jerusalem und
seine Umgebung von weniger werth. Die bilder sind übrigens Zuallart ent-
lehnt.
1600. Der observantiner Henri Castela von Toulouse. Le saint
Voyage de Hierusalem et du mont Sinai. Bourdeaux 1601. Kl. 8. Mar-
inier 1 , XXI. Le sainct voyage de Hiervsalem et Mont Sinay . . Auec
plusieurs figures. Par R. P. F. Henry Castela. Bovrdeanx, L. Sonnivs, 1603.
4. Le sainct Voyage de Hiervsalem et du Mont Sinay faict en Tan du Grand
Iubilö 1600. Par . . Castela. Reveu et Corrigö par le mesme Autheur.
2 de ediction. Paris, L. Sonnius, 1612. 12. Die auflagen von 1603 und
1610 hatte ich selbst vor äugen, und da die letztere ausdrücklich als die
2. angegeben ist, so möchte ich schliessen, dass Marmier und nach ihm Ri-
gnon (1861 , 88) sich in der jahrzahl verschrieben. Hymnen, antiphonen
und gebete nehmen sehr viel raum ein in dem büchlein, das heute im gründe
wenig belehrung gewährt. Die abbildungen stammen aus Zuallart. Ausser-
dem schrieb der Verfasser: Le Guide et adresse pour ceux qui veulent faire
le Voyage de la Terre Sainte. Paris 1604. 4. S. Grässe, Trös. 2, 64.
*1600. F. Pedro de S. Domingo. El devotissimo viage de la Tierra
Santa que hizo el Hermanno F. Pedro de S. Domingo el ano de 1600. En
Napoles 1604. Kl. 8. 8 bll., 239 8. Noroff bei Daniel 212.
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*C. 1600. Louis Balourdet, pfarrer von HareiL Seine Jerusalem-
fahrt wurde gedruckt ä Chaalons en Champagne en l’annde 1601. Beau-
grand 211 (öd. 1754).
*C. 1600. Der predigermönch Dominicus Barrely, Voyage de la
Terre Sainte. MS. in Aix. S. Haenel Catal. 11.
*1600. Wilhelm Biddulph, kaplan bei der englischen faktorei in
Haleb. The Travels of foure Englishmen and a Preacher into Africa, Asia,
Troy etc. and to the Black Sea : and into Syria publ. bf T. Lavender. Lon-
don 1609. 4. Anonym: The Travels of foure Englishmen and a Preacher
into Africa, etc., and into Syria, Cilicia, Pisidia, Mesopotamia, Damascus,
Canaan, Galilee, Samaria, Judea, Palestine, Jerusalem, Jericho, and to the
Red Sea, and to sundry other places; begunne in the yeere Jubile 1600
and by some of them finished the yeere 1611, the others not yet returned,
at London, 1612. Bonar 520 sq., Grässe’s Trös. 1, 419, Alexander Rus-
sell’s Naturgeschichte von Aleppo (Übersetzt von J. F. Gmelin), Göttingen
1797, 1, 161. Vgl. Timberlake, 1601.
C. 1600. Pellegrinaggio della terra santa, e di tutti piu notabili
luoghi che questo tempo dalli christiani pellegrini si sogliono ueder’ et uisi-
tare: e delle ceremonie et processioni .sante. Dem exemplar, das ich in
Siena sah, fehlt das titelblatt. Diesen titel entnahm ich dem katalog. Am
Schlüsse des btichleins: In Roma appresso Antonio Barre, und auf der letz-
ten Seite: Si uendono alla bottegha del segno della Gatta, In Campo di
Fiore. Kl. 4. 69 bll. Das schön gedruckte büchlein ist dem papste ge-
widmet, und darf, obschon es über das ziemlich ordinäre kaum hinausgeht,
nicht ganz übersehen werden.
1601. Henry Timberlake. A troue and stränge Discourse of the
Travels of two English Pilgrims: What admirable Accidents befell them on
their Journey towards Jerusalem, Gaza, Grand Cairo, Alexandria, and other
Places. Also, what rare Antiquities, Monuments, and valuable Memories . .
they saw in Terra Sancta . .; with a perfect Description of the Old and
New Jerusalem, and Situation of the Countries abont them. A Discourse
of no less Admiration, than well worth the Regarding; Written by Henry
Timberlake, on the behalf of himself and his fellow pilgrims. London, Okes,
1611. Kl. 8. 33 s. Das buch erschien auch daselbst 1603, 4., ibi 1608,
4., ibi 1616, 4., ibi 1620, 4.; ibi 1631, 4. Fernere ausgaben: True and
Strange Discourse of the Travailes of two English Pilgrimes . . written by
Henry Timberlake, on the behälfe of himselfe and his fellow pilgrime. 1620.
4. Dann : Two Journeys to Jerusalem. Containing First, A stränge and true
Account of the Travels of Two English Pilgrims some years since . . By
H. T. Secondly, The Travels of Fourteen Englishmen in 1669. From Scan-
deroon to Tripoly, Joppa, Ramah, Jerusalem . . By T. B. ( Burrel ) . . To
which is 'added . . Beautified with Pictures. London, N. Crouch, 1683. 12.
Voran geht: lerusalem as it now is. Unter den pictures ist zuvörderst ein
schlechter plan von Jerusalem aus der Vogelschau zu verstehen. Auch unter
dem namen Timbertake (1 konnte in ältern Schriften leicht als't gelesen wer-
den) enthalten in : The Harleian Miscellany : Or a Collection of scarce, cu-
rious, and entertaining Pamphlets and Tracts. London, Osborne, 1744. 1,
327 — 42. Es gab mithin besondere reisebücher zweier engländer von Henry
Timberlake, von dem 2 bearbeitungen vorhanden sind, der 4 engländer von
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Biddulph und der 14 von I \ Burreh S. Lindray 424, Robinson 2, 544,
Bonar 520 sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 287 f., Grässe’s Trös. 6, 161.
1601. Der predigermönch Steffano Mantegazza. Relatione tripar-
tita del Viaggio di Giervsalemme . . Descritta da Fra Steffano Mantegazza.
Milano, P. Pontio, et G. B. Piccaglia, 1616. 4. Auch Stuck (2, 94) kannte
diese ausgabe. S. Geisheim, Hohenzollern 56, Noroff bei Daniel 212. Frü-
here ausgabe Milano 1601. 8. Gewöhnliche beschreibung, in der jedoch zu
beachten ist, dass der Verfasser besonders auf den orden der predigermönche
rücksicht nimmt.
1603. Reinhard von Bemmelberg, freiherr zu Bemmelberg. Wa*r-
haffter Auszzuge, verzaichnus, vnnd Beschreibung, des . . Rhainhardtenn von
Bemmelberg, Freiherren zue Bemmelberg . . , was er Seiner volbrachten Raisz,
von Münichen in Ober-Bayeren geleegen etc.: gheen Hierusalem Waalendt,
alle tag gesechenn vnnd Erfaren Hatt. Ausz ltalianischer, in vnnserr teuttsche
Sprach, auff das getbreuulichst verköerdt. Anno Domini im: 1603: Jarr.
Cod. membran. in der Stadtbibliothek zu Leipzig, 4., Rep. IV. 85\ Es muss
noch genauer ausgemittelt werden, ob nicht unter dem j. 1 603 das der Über-
setzung verstanden werden müsse. Dies ist eine ausführliche beschreibung
der erlebnisse, sonst fast ohne werth.
1603. Der Schulmeister Ulrich Meier zu Russwil im kanton Lu«
^ zem: Pilgerreise nach Jerusalem. Ins neue deutsche übergetragen in der
Luzerner Zeitung, jahrg. 1865, nr. 194, 201, 208, 215, 222, 229 u. 236.
Leichte waare, doch aufrichtige erzählung.
1604. Der baron Henri de Beauvau und de Manonville. Relation
Iovrnaliere dv voyage dv Levant faict et descrit par . . Henry de Beavvau
. . Reveu augmente et enrichy par i’Autheur de pourtraicts des lieux plus
remarquables. Nancy, Iacob Garnich, 1619. 4. Frühere ausgaben: Toul,
du Bois, 1608, 8.; Paris 1610, 12.; Nancy 1615, 4. S. Hody’s Tombeaux
de Gudefroid de Bouillon .. 354 (öd. 1855), Rignon, 1861, 89, Noroff bei Da-
niel 212, Petzholdfs Anz., 1862, 28S, Grässe’s Trös. s. v. Beauvau ver-
reiste mit dem baron de Salignac, und man war von der ankunft de Breves*
gerade vorher unterrichtet (104, öd. 1619). Unbedeutend.
1604. Jacques du Castel, reisegefahrte des französischen gesand-
ten am türkischen hofe, Francois Savary de Brfeves. Relation des Vo-
yages de Mr. de Breves, faits en Hiervsalem, Terre Saincte, Constantinople
. . Le Tovt recveilly par S. D. C. Paris, Th. de laRvalle, 1630. 4. Dieser
Sieur D. C. ist nach der druckbewilligung Jacques du Castel, Escuyer. Eine
frühere ausgabe erschien 1628. S. Le Quien, Or. Christ. 3, 8S6 D, Gemelli
1, bl. 5, Laorti-Hadji 529. Die schrift ist beachtenswert!!, auch wegen be-
rücksichtigung alter Ortsnamen. — Marinier führt (1, XXI) De Brebis, Rela-
tion des Voyages en terre sainte (Paris 1628. 4.), an; allein es ist fast
mehr als gewiss, dass dieser name nur ein lese- oder Schreibfehler ist.
*C. 1605. Itinerario da India, com a descrip^äo de Hierusalem, por
Gasp. de Bernardino. Lisboa, V. Alvarez, 1611. 4. S. Brunet 5, 423.
Vgl. über diesen portugiesischen franziskaner Rignon, 1861, 91.
1606. Wolfgang Stockman von Unterwalden oberhalb des Kern-
waldes. Ain Reüs Biechly vff Jeruszelem Zu Dem Aller Helligisten grabs
Jesu Cristi Anno 1606 Welcher Mass ich Wolffgang Stockman . . Bin dahin
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gezogen . . Vnnd was vns für glick ist zu Henden khommen Oder vnglick
ist hienach Vff gezeichnet. Papierhs. im besitze von Aloys Stockmann, des
raths, in Kernen (dem ich die mittheilung verdanke), 237 8. 12. Die be-
schreibung von Bethlehem nahm ich in die Topogr. 2, 468 — 473 auf, und
sie ging auch, ohne angabe der quelle, in neudeutscher und etwas gekürzter
form in: Das heilige Land, Organ des Vereines vom h. Grab (Köln, 1861,
183 — 186), über. Eine selbständige, treuherzige erzählung. Man hat mit
dem Verfasser zu beklagen, dass die damalige Unsicherheit der gegend ihm
nicht einmal erlaubte, Bethanien und H. Kreuz zu besuchen.
1608. Johann Wild ans Nürnberg. Neue Reysbeschreibung eines
Gefangenen Christen, Wie derselbe neben anderer Gefährligkeit zum sibenden
mal verkaufft worden, welche sich Anno 1604. angefangen, vnd 1611. jhr
end genommen, Darinnen ausführlich zu finden, die Stätt, Länder vnd Kö-
nigreich, sampt deroselben Völcker, Sitten vnd Gebräuch, so vil er in we-
render Reys gesehen vnd erfahren. Insonderheit von der Türcken vnd Araber
Järlichen Walfa(irt von Alcairo nach Mecha . .: Vom Berg Synai, vnd an-
derer gelegenheit, :c. Item von der Statt Jerusalem, dess H. Grabs, dess
Tempels Salomonis, vnd der Statt Damasco, Cypern, Rhodis, Wie auch der
grosen Statt Alcairo . . Dessgleichen von der Statt Constantinopel . . End-
lich wie er durch Poln wider inn Teutschland kommen: Sampt einer Land-
tafel, darinnen seine vornemste Reysen In IIII. vnterschiedlichen Büchern
begriffen. Auffs fleisigst eigner Person Beschrieben vnd aussgestanden Durch
Johann Wilden . . Mit einer Vorrede Herrn Salomon Schweiggers. Nürnberg,
durch B. Scherffen, 1613. 4. 20 bll. , 262 s. Mit einer sehr schlechten
landkarte. Unter dem titel: Pilgerfahrt nach Jerusalem, ein cod. germ. ms.
1272 auf der Stadtbibliothek in München. Nach Will im nürnbergischen
gelehrtenlexikon , voce Wilden, ist seine reisebeschreibung selten, was ich
auch bestätige. Dieselbe athmet treuherzigkeit und enthält manches eigen-
tümliche.
1610. Der geheimrath Georg Sandys aus Bishops Thorpe. George
Sandys* Travailes, containing a History öf the Turkish Empire, etc. a De-
scription of the Holy Land, of Jerusalem, etc. with fifty graven Maps and
Figures. London 1615. Fol. Auch London 1621. The III. edition: A
Relation of a Joumey begun An. Dom. 1610. Fovre Bookes. Containing a
descriptiou of the Turkish l£mpire(,) of Aegypt, of the Holy Land, of the
Remote parts of Italy, and Ilands adioyning . . London, Allot, 1632. Fol.
2 bll., 309 8. mit grösstentheils eingedruckten abbildungen. Dies ist der
kupfertitel. The V. Edition : Sandys Travailes : Containing a History of the
Originall and present State of the Turkish Empire: Their Lawes, Governe-
ment, Policy, Military force, Courts of Justice, and Commerce . . A De-
scription of Constantinople . .: Also, Of Greece, with the Religion and Cu-
stomes of the Graecians. Of Aegypt . . : Of Armenia, Grand Cairo, Rhodes,
tlie Pyramides, Colossus; The former flourishing and present state of Ale-
xandria. A Description of the Holy Land; of the Jews and severall Sects
of Christians living there; of Jerusalem, Sepulchre of Christ, Temple of So-
lomon; and what eise either of Antiquity, or worth observation. Lastly,
Italy . . Cyprus, Crete, Malta, Sicilia . .; of Rome, Venice . .; and other
places of note. Illustrated with Fifty Graven Maps and Figures . . London,
Cotes, 1652. Fol. (Auch mit dem kupfertitel wie oben). 3 bll., 240 s. 6.
auflage 1658; auch London 1670, fol.; ibi, William J., 1672, fol. Ein
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auszug Of a Description of the Holy Land. By Sandys, in: Navigantium
atque Itinerantiura Bibliotheca: Or, a compleat Collection of Voyages . . By
John Harris. London 1705. Fol. 2, 783 — 788. Holländisch: Sandys Vo-
yagien, Behelsende Een Historie van de Oorspronckelijcke ende tegenwoor-
dige Standt des Turcksen Rijcks . . Van Aegypten . . : Neffens Een beschrij-
vinge van het H. Landt; van de Jooden ende verscheydene Secten der
Christenen aldaer; van Jerusalem, het Graff Christi . . Eyndlyck, Italien . .
Cyprus . .; van Romen . . Vytft Engels yertaelt, Door J. G. Verciert met
30. treeffelijcke Kopere Figueren. Amsterdam, Benjamin, 1653. 4. 1 bl.,
292 s. Mit 3 kupfertaf. u. eingedruckten abbildungen. Die ausgabe tot
Utrecht, L. Roeck, 1654, 4., mit dem gleichen titel, hat 263 s. Der kup-
fertitel ist viel kürzer: Sandys Voyage ofte een Beschryvinge vant Heylich-
landt vande Iooden en verscheyden Secten der Christenen aldaer van Ieru-
salem Het Graff Christi, den Tempel Salomons Als Meede De Notoirens
Waerdige Antiquiteyten van Tvrkyen, Grieken, Egypten, en andere vreemde
Landen. Unter den 30 artistischen darstellungen , welche Zuallart entlehnt
wurden, und wie böi Kootwyck sauberer ausgearbeitet, sind 3 schönere kup-
ferstiche. Deutsch : Sandys Reisen Inhaltende Die Histori von dem ursprüng-
lichen und gegen wertigem Stand dess Türckischen Reichs . . : Von Egypten . .
benebens Einer Beschreibung des Gelobten Lands: Von den Juden und un-
terschiedlichen Secten der daselbst wohnenden Christen: von der Stadt Je-
rusalem, dem H. Grab . . (und weiter, wie der holländische titel lautet).
Franckfort, Schiele, 1669. 12. 16 bll., 638 s. Mit 26 kupferstichen. S.
Gemelli 1, 5. bl., Robinson 2, 544, Petzholdt’s Anz., 1862, 288 f. Beach-
tenswerth, ohne gerade sehr erheblich zu sein.
1610 f. Jean Boucher, guardian der franziskaner in Le Hans, von
Besan^n. Le Bovquet Sacre*. Compose’ des plvs belles flevrs de la Terre
Saincte. Par le P. Bovcher, Predicateur Obseruantin. Reueu, purgö, et cor-
rigö par TAutheur. Derniere Edition. Troyes, I. Baldvc, 1640. Kl. 8. 7
bll., 682 s. u. eine ausführliche unbez. Table des Matieres. Eine frühere
ausgabe erschien Nancy 1615, 4., Caen 1618, 8., Paris 1622, ingleichen
1625. Im Aduertissement au Lecteur, ausgabe 1640, sagt der Verfasser,
dass einige Verleger verschiedene male seinen strauss in Rouen und Caen
gedruckt haben, aber so voll fehler und ärgerlicher entstellungen , dass er
sich wahrhaft schämen müsse: par leur ignorance ils ont flestri les plus
belles fleurs de mon Bouquet, leur ostant vne grande partie de leur lustre,
pour empescher les ubeilles de les rechercher afin de succer leurs douceurs:
car c’est la coustume des abeilles de voler sur les fleurs, pour en tirer la
liqueur, afin d’en . composer puis apres vn miel doucereux. Spätere auflage:
Le Bovqvet Sacrd, composö des Roses du Calvaire, des Lys de Bethleem,
des Iacintes d’Olivet. Lyon, C. Langlois, 1679. Kl. 8. Dann Roüen 1697,
auch 1698, 1735 in 8. Ich kenne auch eine lyoner- ausgabe bei B. M.
Mauteville, kl. 8., aber ohne druckjahr. Vielleicht ist dies die früheste aus-
gabe. Die bewilligung zum drucke ist von 1613 datirt. Boucher de la
Richarderie knüpft an die ausgabe von 1698 die bemerkung (4, 398 sqq.):
II y a de ce voyage une ödition beaucoup plus ancienne, mais que je n’ai
pas pu döcouvrir. Für eine neuere ausgabe in Rouen wurde eine druckbe-
willigung von 1741 eingeholt. S. Noroff bei Daniel 312, Grässe’s Trös. 1,
506. Die urtheile über den werth des blumenstrausses von Boucher lauten
sehr ungleich. In meinem exemplar von 1640 lese ich handschriftlich:
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Maavais livre en ce qu’il n’est pas exact dans ses narrations. J’ai en
figypte et n’ai rien vu qui fut analogue ä ce que l’auteur dit; il est vrai
qu’un espace de 150 ans a pu changer les moeurs, dteindre le caractöre des
nations, et döpeupler les villes. Der franziskaner Alessandro Bassi sagt
(1, 236): Malgrado le dieci edizioni fatte in Francia ed in brevissimo tempo
di qnesto libro, vuolsi confessare, che codesto bouquet ö ben poco fragrante,
tanto gli e sdolcinato e da secentista. Hingegen nennt ein anderer minorit,
Rignon(1861, 89), das buch ein ouvrage fort estimd. Boucher weilte 6 monate
in Jerusalem und seiner nächsten Umgebung. Er ist höchst phantasiereich,
wie schon der titel beweiset, übrigens gutmüthig und sprachgelehrt ; die
biene kann doch hier und da etwas süsses holen.
1611 f. William Lithgow, Discourse of a Peregrination from Scot-
land to the most famous Kingdoms in Europe, Asia, and Africa. London
1632. 4. Ibidem 1646. 4. Holländisch: Willem Lithgouws Negen-thien
Jaarige Lant-Reyse, Uyt Schotlant, na de vermaerde deelen des Werelts Eu-
ropa, Asia, ende Africa. Voltrocken In drie dier-gekochte Voyagien, en in
het besichtigen van 48 oude en moderne Koninkrijcken, 21 Republiken, 10
Absolute Vorstendommen, en 200 Eylanden. Waer in begrepen is Een per-
tinent verhael vande Wetten, Religie, Policien . . Als mede d’On-uytspreke-
lijcke Tormenten die den Autheur geleden heeft door de Inquisitie van Mo-
lagom in Spanjen. . Uyt ’t Engels overgeset, -en met kopere Platen verziert:
Den derden Druck. Amsterdam, J. Benjamin, 1656. 4. 3 bll., 134 s. Für
eine holländische auflage Amsterdam 1652, 4., ist Robinson der gewährs-
mann (2, 544). Vgl. Grässe’s Trds. 4, 222 sq. Wenige notizen sind inter-
essant; anderes ist nachlässig. Der Verfasser zeichnete sich dadurch aus,
dass er nach seiner gewohnheit zu fuss ging. 1612 war er in Jerusalem.
1612. Giovanni Paolo Pesenti von Bergamo. Peregrinaggio di Gie-
rvsalemme fatto e descritto per Giov. Paolo Pesenti, Cavaliere del Sss. Se-
polcro di Nostro Signore. Bergamo, C. Ventura, 1615. 4. Auch Brescia,
B. Fontana, 1628. Kl. 8. 16 bll., 188 s. Eine Schilderung von der ge-
wöhnlichsten art.
1612. Der apotheker Jean Mocquet, aufseher des museums in den
Tuilerien zu Paris. Voyages en Afriqve, Indes Orientales, et Occidentales.
Faicts par Jean Mocqvet . . Divisez en six Livres, et enrichis de Figures.
Roven, Caillove, 1645. 8. 4 bll., 442 s. u. 6 bll. Mit 8 kk. Auch Rouen
1665, 8.; ibi, F. Vavltier, 1670, 12.; Paris 1830, 8. Älteste ausgabe:
Paris, Heuqueville, 1616 sq. Holländisch : Reysen in Afrique, Asien, Oost-
en West-Indien, gedaen door Jan Mocquet . . overgeset uyt de Fransche Tale.
Dordrecht, Andriesz, 1656. 4. 7 bll., 153 s. Mit eingedr. abbild. Deutsch:
Wunderbare Jedoch Gründlich- und warhaffte Geschichte und Reise Begeb-
nisse In Africa, Asia, Ost- und West-Indien von Jan Mocquet . . aus dem
Französischen in Hochdeutsche Sprache übersetzet und entdecket durch Io-
hann Georg Schochen. Lüneburg, Lipper (1688). 4. 30 bll., 632 s. Mit
10 kk. Diese Übersetzung wird nicht wenig getadelt. Englisch von N. Pul-
len. London 1696. 8. S. Bonar 521, Petzholdt’s Anz., 1862, 290, Grässe’s
Trds. 4, 555. Der bericht ist (im 5. buch) kurz und wenig brauchbar. Chän
Minieh nennt Mocquet (386, fr. ausg. 1670) Lameny und Chän et-Tedschär
(388) Eonjar.
1613. Der Wundarzt Hans Jakob Amman von Thalwil am Zur-
chersee. Reiss In das Gelobte Land: Von Wien auss Oesterreich, durch
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Vngariam, Serviam, Bulgariam vnd Thraciam auff Constantinopel : Ferner
Durch Natoliam, Cappadociam, Ciliciam, Syriam vnd Judaeam, auff Jerusa-
lem: Von dannen Durch die Wüste vnd Aegypten gehn Alexandriam, fol-
gends vber dz Mitlendische Meer in Siciliam, vnd durch Italiam auff Zürich
in die Eydgenoschafft: In dreyen Theylen, sampt deren Landen vnd Stetten
gelegenheiten, Einwohneren, Policeyen, Sitten vnd Gebreuchen: auch andern
vorgefallnen denckwürdigen Sachen, kurtz, doch eigentlich beschriben Durch
Johann Jacob Amman, Burger vnd bestellten Wundartzt zu Zürich. Zürich,
Hardmeyer, 1618. Kl. 8. 8 bll. , 228 s. Zweite auflage 1630. 8. Die
dritte auflage hat den titel: Reiss in das Gelobte Land, Hrn. Hans Jacob
Ammans sei. genant der Thal wyler Schärer. Von Wien auss Oestereich,
und so zwar nicht buchstäblich, doch wörtlich gleich bis zu , Gebreuchen*,
dann aber : auch andern denkwürdigen Sachen vnd Begebenheiten ? Mit nach
dreyen andern Reissbeschreibungen vermehret, und schönen Kupfern gezieret.
Zürich, Michael Schauffelbergers , 1678. Kl. 8. 9 bll., 170 s. Mit dem
portrait des pilgers und einem plan von Jerusalem. Auf dem titelkupfer
findet sich eine nicht ganz üble ansicht von Jerusalem aus ost. S. Petzholdt’s
Anz., 1862, 290 f. Der bericht trägt schon eine lebhafter protestantische
färbe und wird, wegen des treuherzigen tons, heute noch, wenn auch selten
mehr gelesen.
'1614. Hieronymus Scheidt von Erfurt. Kurtze vnd Warhafftige Be-
schreibung der Reise, Von Erffurdt aus Thüringen nach dem gewesenen ge-
lobten Lande, vnd der heiligen Stadt Jerusalem. Mit beygefügtem Abriss,
der Gelegenheit gedachter Stadt, neben der jetzigen Gestalt des Tempels vnd
heiligen Grabes. Darbey auch mehrentheils erzehlet syend die Länder, Städte
vnd Oerther, durch vnd an welchen hin, ich in eigner Person beydes zu
Wasser vnd zu Lande, hinein und herausserwarts gereiset, als seyend:
Meissen, Francken, Schwaben vnd Schweitzerland, Lombardey, Italien, Sar-
dinien, Malta, Sicilien, Candia, Cypern, Palestina, Pampbilien . . vnd andere
Oerther mehr. Verfertiget durch Hieronymum Scheidt. Erffordt, Singe, 1615.
4. 75 bll. mit einschluss des grundrisses, eines portraits u. 3 abbild. Spä-
tere ausgaben: Erfurt 1617, 4.; Helrastädt 1674, 4. Dann: Kurtze vnd
warhaffte Reise -Beschreibung, Der Reiss von Erffurt, und so lautet weiter
der titel wörtlich 'gleich wie in der ausgabe von 1615. Helmstädt, P. Zei-
sing, 1679. 4. 7 bll., 128 s. Mit 1 kpf. S. Beckmann 1, 705 f., Geis-
heim*8 Hohenzollern 56, Petzholdt’s Anz., 1862, 291. Vgl. sub anno 1565
Boekenberch. Der Verfasser trat im 20. lebensjahr die reise nach Jerusalem
an. Die schrift hat einen treuherzigen ton, sonst wenig werth.
1614. Palästinische Reise des Rhodiser- Ritters Conr. v, Pursperg.
Cod. germ. (b.) ms. 3006 in der münchner-staatsbibliothek.
C. 1614. Der franziskaner Joseph de Brunis von Venedig. Re-
dvctorivm Hierosolymitanvm In qup candide, et sincere describitur quidquid
diu desiderabatur siri (scire?), de omnibus ad sanctam Hierusalem spectan-
tibus videlicet, numerus locorum rev. Patrum Diui Francisci . . Admirabilis
deuotio Sanctuariorum quamplurium. Multitudo prsecipuarum reliquiarum,
copia Indulgentiarum . . Et tandem generosa condonatio, priuilegiorum mul-
torum, quibus gaudent, inprimis . . P. Guardianus S. Montis Sion . . Haec
omnia collecta, et conscripta sunt, per Patrem Josephum de Brunis. Vene-
tiis, G. B. Bonfad, 1616. 12. Auch August® 1651. Rignon, 1861, 89 (de
Bruni). Kurze, ungenügende beschreibung der h. Stätten, dann die prozes-
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sionsgesänge in der grabkirche; s. 33 Compendio di tvtti li Santvarii Che
sono dentro, e fuori della Santa Cittä di Gerusalem, incominciando dal Zaffo,
ö Ioppen. Schluss: Nvmero dei Frati, Che stanno nei Luoghi di Terra
Santa. Der werth der schrift, deren Verfasser sich wahrscheinlich im k.
Lande aufhielt, ist sehr relativ.
*C. 1615. Aug. Bruno, Viaggio di Terra Santa. Palermo 1622. 8.
Angeführt in: Bibliografia Sicola von Aless. Narbone. Palermo 1850. 1, 240.
1616. Der römische patrizier Pietro della Valle. Yiagg b di Pietro
Della Yalle il Pellegrino Con minuto ragguaglio Di tutte le cose notabili
osseruate in essi, Descritti da lui medesimo in 54 Lettere familiari, Da di-
uersi luoghi della interpresa peregrinatione , Mandate in Napoli AIP erudito,
e fra’ piü cari, di molti anni suo Amico Mario Schipano, Diuisi in tre parti,
cio h la Tvrchia, la Persia, e l’India, Le quali hauran per Aggiunta, Se Dio
gli darä vita, la quarta Parte, Che conterrä le figure di molte cose memo-
rabili, Sparse per tutta l’Opera, e la loro esplicatione. Roma, Mascardi,
1650. 4. 780 s., 17 bll. Spätere ausgaben: 1654, 1658, 1662, 1663;
Venetia 1661 (4 voll.) und 1664. Dann Viaggi di Pietro della Valle, und
so weiter lautet der titel wörtlich wie in der ausgabe von 1650 bis zum
worte Flndia; darauf Co’l ritorno in Patria, Et in quest’ vltima Impressione,
aggiuntaui laVita delF Autore. Venetia, P. Baglioni, 1667. 12. I (Palästina
enthaltend) 17 bll., 550 s., Tavola 12 bll., II 610 s., Indice 13 bll., III
644 s., Indice 15 bll., IV 612 s., Tavola- 11 bll. Ohne figuren. Gedruckt
auch in Bologna 1672, 12., 4 voll., Ven. 1681, 8., 4 voll, und 1843 in
Turin, 12., 2 voll., Brighton, G. Gancia, 8., 2 voll. Französisch: Voyages
de Pietro della Valle . . dans la Turquie, FEgypte, la Palestine, la Perse,
les Indes orientales et autres lieux. Paris 1661 — 1663. 4. 4 voll.; traduit
de Fitalien par les PP. Et. Carneau et Fr. Le Comte, Paris 1664; 1670, 4.;
Rouen 1745, 12., 8 voll.; Paris 1745, 8.; Amsterdam 1766, 8. Englisch:
London 1665. Fol. Holländisch: Amsterdam 1654, 4., ibi 1665, 4., und
ebendaselbst 1666, 12. Deutsch: Petri della Valle, Eines vornehmen Rö-
mischen Patritii Reiss-Beschreibung in unterschiedliche Theile der Welt, Nem-
lich In Türkey, Egypten, Palestina, Persien, Ost-Indien . . Samt Einer aus-
führlichen Erzehlung aller Denck- und Merkwürdigster Sachen, so darinnen
zu finden und anzutreffen; Nebenst den Sitten, und Gebräuchen dieser Na-
tionen und anderen Dingen, dergleichen zuvor niemals von anderen ange-
mercket und beschrieben worden. Erstlich von dem Authore selbst, der
diese Reisen gethan, in Italianischer Sprach beschrieben . .: Nachgehends
auss dieser in die Frantzösische und Holländische; Anjetzo aber auss dem
Original in die Hoch-Teutsehe Sprach übersetzet, mit schönen Kupfferen ge-
ziert, und vieren wohlanständigen Registern versehen. Genff, J.-H. Wider-
hold, 1674. Mit dem Vortitel: Petri della Valle, zugenandt Der Pilgram,
Reiss-Beschreibung in die Orientalische Länder. Fol. I 10 bll., 218 s. u. 6
bll., II 1 bl., 236 s. u. 6 bll., III 2 bl., 244 s. u. 7 bll., IV 3 bll., 231 s.
u. 6 bll. Mit dem portrait des Verfassers und seiner gattin sitti Maani und
mit etlichen schönen kupferstichen, wie überhaupt der genfer-neubürger Wi- *
derhold, welcher die Übersetzung einem andern tibertrug, und das werk den
1 3 alten und den 3 zugewandten orten der Eidgenossenschaft widmete, sich
wirklich angelegen sein liess, dasselbe schön auszustatten. S. Gemelli 1,
bl. 7, Munk 655 b , Barbiers Dictionn. 3, 446, Grässe L. 3, 2, 820, Trds.
6, 251, Ritter 15, 50 f., Raumer 7, Robinson 2, 544, Petzholdt’s Anz.,
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1862, 291 f. Deila Yalle war im frtthjahr 1616 in Jerusalem. Er ist et-
was breit, doch vorurtheilsffeier als viele andere und nicht ohne werth. Er
starb 1552 und erlebte nur einen geringen theil des ruhms, womit das pu-
blictim seinen namen so reichlich und so lange umgab.
1616 bis 1626. Der minorit Francesco Quaresmio von Lodi. Vor-
titel: Fr. Francisci Qvaresmii ex ordine minorvm Elvcidatio Terrae Sanctae,
historica, theologica, moralis. Haupttitel: Historica theologica et moralis
Terrae Sanctae Elvcidatio : In qua pleraque ad veterem et praesentem eiusdem
Terrae statum spectantia accuratä explicantur, varij errores refelluntur, veri-
ta8 fideliter exacteque discutitur ac coraprobatur. Opus non tantüm ad Ter-
ram Sanctam proficiscentibus, sed etiarn Sacrae Scriptvrae studiosis et Divini
Verbi praeconibus vtilissimum. Auctore Fr. Francisco Qvaresimo Laudensi
. . Cum triplici Indice, et Elencho Concionvm. Antverpiae, B. Moret., 1639.
Fol. I xl, 924 s. u. 49 bll. ; II 1014 s. u. 61 bll. Mit karten, grundrissen
(aus Amico ohne angabe der quelle), ansichten. 8. Munk 655 sq., Raumer 7,
Robinson 2, 544, van Senden 1, 161, Bassi 1, 237, Rignon, 1862, 94,
Petzholdt’s Anz., 1862, 292. Quaresmio war ein jahrzehn in Palästina,
guardian von Jerusalem, apostolischer kommissar des h. Landes, generalpro-
kurator des Ordens der mindern brüder, 1637 guardian des klosters S. An-
gelo in Mailand. Das werk wurde 1616 angefangen und um 1625 vollendet;
der druck dauerte von 1634 bis 1639, was etwas absticht zu dem heutzu-
tägigen erscheinen von heften, welche der bücherhunger kaum erwarten mag.
Quaresmio schrieb auch Jerosolym» afflict« et humiliatae deprecationem ad
Philippum IV, regem CathoJicum, ut libertatem ex Turcorum tyrannide asse-
quatur. Mediol. 1631. Der Verfasser, ein ungemein fleissiger arbeiter, ist zwar
in seiner Schreibart bis zum ermüden weitschweifig, doch für den, welcher die
geduld nicht verliert, viel baliast über bord zu werfen, von grossem werth, indem
er manches geschichtliche von Wichtigkeit, inschriften, aus dem archiv des
berges Zion urkunden mittheilte, und besonders auch einen umfassenden Um-
riss der Überlieferungen und der lateinischen klostereinrichtungen der weit
überlieferte. Mir ist keine 2. auflage bekannt; so viel aber darf ich trotz
dem behaupten, dass die elucidatio für den gelehrten geradezu ein unent-
behrliches werk ist. Unter den vielen franziskanem , welche das h. Land
beschrieben, hat sich keiner so verdient gemacht wie Quaresmio.
*1616. Cavazzoni. Von diesem sagt Giovanni Fantuzzi in seinem
werke: Notizie degli scrittori Bolognesi, tom. 3 p. 163: II Viaggio di Bo-
logna al Santo Sepolcro a Gerusalemme, con la descrizione di tutte le cose
notabili da lui vedute, e con i documenti, e awisi a* Pellegrini, i quali viag-
giano per quelle parti, con le vedute delle Cittä, e di que’ luoghi Santi, il
tutto disegnato a penna, con grandissima diligenza, e Maestria, nelT anno
1616. Questo Ms. al tempo del P. Orlandi stava nelle mani di Gioseffo
Magnavala . . Ora non si sä, presso chi sia. x
1617. Nicolas B6nard von Paris. Le Voyage de Hiervsalem et
avtres lieux de la Terre S ,e , faict par le S r . B6nard . . Ensemble son retour
Par L’italie, Suisse, Allemagne, Holande et Flandre, En La tres Fleuris-
sante et Peuplee Ville de Paris Auec Vne ample description des choses plus
remarquables et Vne Instruction necessaire Pour les Pelerins Voyagers es
Stz Lieux cy dessus de Hierusalem. Paris, D. Moreau, 1621. 12. 7 bll.,
759 s. Mit dem portrait des Verfassers und mit landkarten. Das buch er-
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schien auch 1657. Bönard machte die Pilgerfahrt au printemps seines al-
ters; einige notizen sind von werth; meist aber kopie aus Villamont.
*1619. Adriaen de Vos. Joumael ofte Beschryvinge van de Jeru-
salemsz Reyse, gedaen by Adriaen de Vos. Delf. 1655. Bonar 521.
C. 1620. Gusman. Der Landstörtzer Gvsman, Von Alfarche, oder Picaro genant.
Darinnen seine Reyss nach Jerusalem in die Turkey . . Auss dem Spanischen Original
erstmals an jetzo verteutscht Durch Martin vm Frewdenhold. Franckfurt a. M. 1626. 8.
Die beschreibung der h. Orte in Jerusalem und Bethlehem ist ausführlich, wahrschein-
lich aber nur kopie und das ganze ein roman.
1621. C H *AyLa Irj . Ich wählte diesen titel als den wahrscheinlich-
sten oder doch angemessensten aus dem JZiV«£ des Werkes. Er fehlt in
dem exemplar — und ein vollständiges konnte ich nie und nirgends, selbst
nicht einmal angezeigt, finden — , das, als eine grosse Seltenheit, der konsul
Schultz in Jerusalem besass, und das seit seinem tode , aller nachfragen unge-
achtet, unwiederbringlich verschwunden ist. So sind auch Verfasser, drucker,
druckort mir unbekannt, und das jahr der Schrift konnte so ausgemittelt
werden: Der Verfasser schreibt, Jäfa sei ein Städtchen mit einem neuerbauten
festen kastell (xcofnonohg f.ie veoxviovoy o/vgoy xdaiQov); der bau eines
neuen kastells hatte im 1. viertel des 17. jahrhunderts statt. j3. Topogr. 2,
603. Noch bestimmteres erfährt man s. 79, dass die franziskaner in S. Jo-
hann ein kloster bewohnten, was ihnen 1621 zum ersten mal nur wenige
monate und erst wieder 1672 vergönnt war. S. Topogr. 2, 373 f. Der
druck des buches, das 104 folioseiten enthält, fällt wahrscheinlich ins jahr-
zehn 1760 ff. Die Vignetten mit lateinischem motto beweisen wol zur ge-
nüge, dass die schrift im Abendlande, wahrscheinlich in Venedig, gedruckt
wurde. Unzweifelhaft kannte der Verfasser das land , das er schildert,
aus eigner anschauung. Wir haben hier ausnahmsweise kein reisebuch vor
uns, sondern eine einfache, ziemlich gedrängte beschreibung der heiligen
lande und orte, in welcher Jerusalem den hauptplatz einnimmt. Die Zeich-
nungen, 60 säuberlich ausgeftihrte kupferstiche , verrathen ein wenig grie-
chischen geschmack, sind aber offenbar durch aneignung abendländischer
kunst gehoben und im allgemeinen eine sehr willkommene erscheinung.
1621. Des-Hayes, baron de Cormenin. Voiage de Levant Fait par
le Commendement dv Roy en lannöe 1621 par Le S r . D. C. Paris, A. Tav-
pinart, 1624. 4. 4 bll., 404 s. u. Table des matiöres 10 bll. Mit 4 land-
karten, 3 grundrissen und ein paar abbildungen. Spätere ausgaben: Paris
1629; Paris 1632; ibi 1645, 4. Ich verglich den plan von Jerusalem in
den ausgaben von 1629 und 1645 und fand ihn gleich ; auch die Seitenzah-
len stimmen überein. S. de Hody’s Tombeaux de Godefroid de Bouillon etc.
357 (ed. von 1855), Petzholdt’s Anz., 1862, 292. Die inizialen D. C. sind
wol als De Cormenin zu lesen. Dessen ungeachtet ist es einleuchtend, dass
der baron die reise nicht selbst, sondern etwa ein sekretär beschrieb. Des-
Hayes wurde vom könig Ludwig XIII. nach dem h. Lande gesandt, haupt-
sächlich um den Übergriffen der armenier zu wehren, und es wurde ihm zu-
gleich vom monarchen empfohlen, zum schütze der franziskaner in Jerusalem
ein konsulat zu errichten. Der gesandte weilte 22 tage lang in der h. stadt.
Die schrift, welche von Chateaubriand theilweise wörtlich kopirt wurde, ist
der beacbtung vollkommen werth, auch wegen der urkunden im texte.
* 1 622. Der pater Pacifique von Provins in der Brie Champenoise.
Le Voyage de Perse faict par le Rd. P. Pacifique, contenant les remarques
To bl er, Bibliographia. 7
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particulieres de la Terre Sainte . . Paris 1645. 8. 2te auflage. VIII bll.,
432 s. u. Table 12 s. Relation historique de son Pölerinage ou de sa Mis-
sion en Terre Sainte, en figypte et en Perse. Par ordre du Roi Trös-Chrd-
tien et de la Congrögation de la Propagande. Paris, D. Thierry, 1648. 8.
S. Noroff bei Daniel 212, Rignon, 1861, 92, Lasor a Varea (Itinerarium
ad Terrain Sanctam. Paris. 8.) 2, 297, Topogr. 1, LIII, Bassi 1, 237.
1622. Der laienbruder des predigerordens Raimund Ribes. Rela-
cion del Viage de la Santa Civdad de Hierusalem, y otros lugares adjacen-
tes en la misma Tierra Santa. Por Fray Raymundo Religioso Lego de la
Orden de Predicadores. Barcelona, E. Liberos, 1627. 8. Einige notizen
von werth.
1623. Der dänische reichsrath, ritter Heinrich Rantzow , herr zu
Schöneweide, Aagard etc. Denckwttrdige Reise-Beschreibung, Nach Jeru-
salem, Cairo in Aegypten und Constantinopel. Worinnen Die remarquabel-
sten Begebenheiten, die curieusesten Sachen, und was Er an bemeldten Oer-
tern sonderbares bemercket, gantz eigentlich fürgestellet werden Durch den
Weylapd . . Heinrich Rantzowen . . Hamburg, G. Liebernickel, 1704. 8.
Erschien zuerst in Kopenhagen bei Wering 1669. S. 3. Wander. 422, Petz-
holdt*B Anz., '1862, 293. Ganz unbedeutend.
1624. Bonaventura Brocardus vgl. sub anno 1283 s. 30 und sub
anno 1533 s. 71.
1625. Johann Georg Steiner aus dem Gaster, kanton S. Gallen.
Gründliche Relation oder wahrer bericht vnd Eigentliche Ver Zeichnus der
Voll Zognen Reyss und Heilige Wallfart in das Heylige Land Palastinam
Nach Jerusalem und denen Vm Ligenden Hoch Heiligen Oertheren der Ge-
burth, Lebens, Leydens Vnd Sterbens Vnsers Herren Jesu Christi. Besche-
chen Von Mir Johan Georg Steiner, Land Man im Gaster, Gebürtig zu Kalt-
brun, Vnd sein Threüer Reyss Gefertt Heinrich Hägner, aus der Landschaft
Marckh, Gebürtig von Wangen. Die hs., 4., wurde mir aus Kaltbrunn mit-
getheilt. Von sehr untergeordnetem werthe. S. Topogr. 1, LHI.
1627. Der pater procurator des h. Landes Antonio del Castillo.
El devoto Peregrino, y Viage de Tierra Santa. Compvesto por el Padre
Fray Antonio del Castillo. Madrid, J. F. de Buendia, 1665.' Kl. 8. Frühere
ausgaben: 1644 (ich las dieses jahr im katalog zu Lyon); Madrid 1654;
Madrid 1656, 4.; Paris 1664, 4. Spätere: Paris 1666, fol. ; Barcelona,
Suria, 1700, 8. 4 bll., 576 s. Abgedruckt ebenfalls in Rodriguez Sobrino’s
Geschichte des heil. Landes und daraus ins französische übersetzt von L.
Poillon. Paris et Tournai, H. Casterman, 1858. 8. 2, 346 bis 540. Mit
anmm. theilweise im texte selbst. Die ausgabe von 1665 ist ohne Zeich-
nungen. S. Gonsales 217, Ritter 15, 50, Robinson 2, 544, Bonar 523,
Rignon, 1861, 89, Petzholdt’s Anz., 1862, 293. Castillo bringt einiges in-
teressante; wundern muss man sich aber dennoch, dass man in Frankreich
und Belgien die Übersetzung einer schrift verbreitet, die, abgesehen von
manchen irrigen dingen, nun einmal weit hinter uns liegt.
1 629 ff. Esprit Julien von Malaucenne oder der karmelitermönch
Philippus a sanctissima Trinitate. Itinerarivm Orientale R. P. F. Philippi a
gg.nn Trinitate Carmelitse Discalceati ab ipso conscriptuin. In quo Varij
successus Itineris, plures Orientis Regiones, earum Montes, Maria et Flu-
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mina, Series Principum, qui in eis dominati sunt, Incolae tarn Cbristiani,
quäm Infideles Populi. Animalia, Arbores, Plantae et Fructus ; Religiosorum
in Oriente Missiones, ac varij celebres euentus d^scribuntur. Lugdvni, A.
Ivllieron, 1649. 8. 8 bll., 431 s. Pagina 4 i 9 wird : De mea peregrinatione
de Terra Sancta, einiges über Galiläa mitgetheilt. Französisch: Voyage
d’Orient du R. P. Philippe de la tres-saincte Trinitö . . composö, revu et
augmentö par lui meme. Lyon, A. Jullieron, 1652. 8. 592 s. Wurde von
Pierre de S. Andrö übersetzt. Auch Lyon 1669. 8. Italienisch: Viaggi
Orientali del Reverendissimo P. Filippo della SS. Trinitä, generale de’ Carme-
litani Scalzi. Roma, F. M. Manoini, 1666. 8. Auch in dieser Übersetzung
sah ich keine Zeichnungen. Spätere ausgabe Venetia, C. P. Brigonci, 1667.
8. Ich sah desgleichen diese ausgabe. Dann ebenfalls Venetia, Brigonci,
1670. 12., 6 bll., 730 s., und, vielleicht irrig für 1670, Venetia 1676. 12.
Deutsch: Vortitel: P. ä S. T. Orientalische Reise-Beschreibung; haupttitel:
P. ä S. T. Orientalische Räisebeschreibung. Worinnen unterschiedliche Be-
gebenheiten seiner Räise, vielerley Orientalische Landschafften, das Gebürg,
Meer und Flüsse, die Zeit-Rechnung der Fürsten so darinnen geherrschet,
ihre Einwohner so wol Christen als Ungläubige, ingleichem auch Die Thiere,
Bäume, Pflantzen und Früchte so darinnen gefunden werden, endlich man-
cherley Geschichten so darinnen sich haben zugetragen. Franckfurt, J. G.
Schiele, 1671. 8. 12 bll., 488 s. Ich finde die Übersetzung ziemlich zu-
verlässig. Spätere ausgaben: Frankfurt 1673, 8. und daselbst, W. Röder,
1696, 8.: Des wohl-ehrwürdigen P. Philippi von der H. Dreyfaltigkeit, . .
orientalische Reisebeschreibung, worinnen, . . S. Gemelli 1, bl. 7, Beckmann
1, 149 ff., Grässe L. 3, 2, 820, Petzholdt’s Anz., 1862, 293 f. Nicht bloss
findet sich im 8. kap. des 8. buckes eine nicht zu übersehene wallfahrt in
das gelobte Land, sondern auch im 1. kap. des 3. b. eine beschreibung des
berges Karmel, die in unsern tagen noch viel belehrung gewährt. Wir fin-
den in derselben die dörfer Bistan (Bustan), Dalieh (Dali), Kasser, Beläd
esch-Schech (Beladcheq), Dsckadschur (Jajour), Ain Aud, Ain Ghasal, die orte
Mokata (ort des todtschlages), Schif er-Rebän (Schifel-Rueban), Nowabi mit
dem zerstörten tempel u. s. f. Die namen müssen, weil der Verfasser ein
franzose ist, auch französisch ausgesprochen werden. Sie sind so geschrie-
ben, dass sie heute leicht erkannt werden können, und es ist demnach nicht
zu bezweifeln, dass der P. Philipp arabisch verstand. Begreiflich bekümmerte
sich der karmeliter nicht wenig um den erinnerungsreichen berg mit den ver-
schiedenen Ortschaften, dessen nur 10 s. zählende beschreibung allein ein
gewöhnliches pilgerbuch aufwiegt.
*C. 1630. Bernärd de Carolina, aus der provinz Estremadura in
Spanien. Reise nach der h. stadt Jerusalem, neue beschreibung des h.
landes, und reise auf den berg Sinai, spanisch. Neapel 1632. Rignon,
1861, 92.
1631. Jor. Vincent Stochove, herr von St. Katharina, alt-bürger-
meister der stadt Brügge, nnd sein reisegefährte, der Zahlmeister Eau-
vel. Voyage du sieur Stochove. Bruxelles, Velpius, 1643. 4. Die bewil-
ligung zum drucke .wurde 1642 ertheilt. Voyage du Levant dv Sr. de
Stochove Escr. . II. Edition reveüe, et augmentee. Brvsselles, H. A. Velpius,
1650. 12. 9 bll., 508 s. u. 1 bl. Mit portrait. Troisiesme Edition, reveüe,
et augmentöe. Bruxelles, H. A. Velpius, 1662. Kl. 8. 8 bll., 508 s. u.
Table l bl. Es scheint dies bloss eine titelausgabe zu sein. Spätere auf-
7*
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läge: Bruxelles 16GI. 8. Dann: Le Voyage d’Italie et dv Levant, De Mes-
sieurs Fermantel, Conseiller au Parlement de Normandie, Favvel, Maistre
des Comptes en ladite Province, Sieur d’Oudeauville, Bavdovin de Laynay:
Et de Stochove . . Contenant la description des Royaumes, Provinces, Gou-
yememens, Villes, Bourgs, Villages, Eglises, Palais, Mosquöes, Edifices, an-
ciens et modernes; Vies, moeurs, actions, tant des Italiens, que des Turcs,
Juifs, Grecs, Arabes, Armeniens, Mores, Negres, et autres Nations qui habi-
tent dans lltalie, Turquie, Terre Sainte . . Avec plusieurs remarques, mer-
veilles et prodiges desdits pays, recueillis des Escrits faits par lesdits Sieurs
pendant ledit voyage. Roven, Heravlt, 1664. 12. 4 bll., 483 s. Ich sah
eine ausgabe mit dem gleichen titel, Rouen, L. Behourt, aber in dem be-
schnittenen exemplar sine anno; vielleicht ist es die von 1668, 4. Hollän-
disch : Het bereyste Oosten Door Jo r . Vincent Stochove . . Behelsende de nau-
keurighe beschrijvinghen vande Rijcken, Landen, Steden, ende Dörpen, Kercken,
Moskeen, oude ende nieuwe Ghestichten, Manier van leven, Godtsdienst, ende
bedrijf vande Turcken, loden, Griecken, Araben, Armenianen, Mooren, ende
andere Nation die Turckyen, ’t H. Landt . . Den tweeden Drvck. Bij wijleut
den Hr. Autheur oversien, van een vierde vermeerdert, ende met 33. Kopere
Plaeten verliert. Brugghe, J. van der Meulen, 1681. 8. 4 bll., 450 s. Mit
dem portrait des Verfassers von Hollar. Ich zählte in meinem exemplar nur
9 kupferstiche , lauter darstellungen nach der h. Schrift. Im titel ist noch
beigefügt: Ottoman, ofte Kort begryp u. s. w. ; allein dies ist vom gleichen
Verleger als ein besonderes büchlein, mit besonderer paginazion 1680 her-
ausgegeben worden. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 107 — 126, Petz-
holdt’s Anz., 1862, 295 f. Der Vorredner der französischen ausgabe ohne
druckjahr sagt, dass Stochove nach seiner rückkehr die reisebeschreibung in
Brüssel herausgab. Darauf erschien eine 2. und 3. ausgabe, so dass 4000
exemplare abgesetzt wurden, die aber durch viele fehler entstellt waren. Da-
her sorgte er für die Veröffentlichung eines neuen französischen textes, der
mit dem im buche Stochove’s nicht vollkommen überein stimme, mais un livre
tout different; denn es wurde auch das ms. des verstorbenen Fauvel, fler
ebenfalls seine eigenen beobachtungen gemacht hatte, zu rathe gezogen. In
gedachter beschreibung ist weniges von einiger bedeutung enthalten; sie
dient jedoch immerhin zur Vergleichung.
*1631. Omer Cälme von Veurne in Belgien. Er hinterliess ein in
flämischer spräche geschriebenes ms. über seine wallfahrt, welches in Furnes
aufbewahrt wird. St.-Gönois’ Voyageurs beiges l, 66 sq. (2. öd.).
1631 ff. Der minorit und missionar Engine Roger. La Terre
Saincte; ov Description topographiqve tres-particuliere des saincts Lieux, et
de la Terre de Promission. Auec vn Traittö de quatorzefiations de differente
Religion qui l’habitent, leurs mceurs, croyance, ceremonies, et police . . Le
tovt enrichy de Figvres. Par F. Evgene Roger Recollect . . Paris, A. Ber-
tier, 1646. 4. 9 bll., 440 s. u. eine ausführliche Table des Matieres ungez.
Spätere auflage: Paris, A. Bertier, 1664. S. Beaugrand 209 sq., Gemelli 1,
bl. 9 (Questo trattato benche fatto da un Monaco non lascia d’essere di
molta utilitk), Bonar 522, Rignon, 1861 , 90. Mit manchen abbildungen,
von denen einige aus Amico oder Quaresmio entlehnt sind, andere dagegen,
wie die ansicht von Nazareth und ein plan der dortigen alten kirche, origi-
nal zu sein scheinen. Roger ist überhaupt sehr lehrreich, obschon ich nicht
in abrede stelle, was der franziskaner Beaugrand schreibt: le R. P. Eugene
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101
Rdcolet . . s’est bien tromp6 dans s a* Chronologie, ainsi qu’en plusieurs
autres choses.
1633. Jan van der Linden, mönch der todtenbegleitenden b rüder
in Antwerpen. Heerelycke ende geluckige reyze naer het heyligh Landt
en de stadt van Jerusalem , Beschreven ende bereyst door Broeder Jan van
der Linden, Pater van de Celle-Broeders tot Antwerpen . . Antwerpen, Vinck,
1634. 4. Eine ausgabe von 1681 (Antwerpen, Jacops, 4., 80 u. 62 s.)
und eine ohne druckjahr (Brussel, G. Cawe, 4. I 80 s., druckbewilligung
von 1715; II sah ich nicht) fügt diesem titel bei: Tot stichtinge ende re-
creatie van de Jongheyt, die geerne wat nieuws lesen. Leest, begrypt ende
onthoudt. Den lesten Druck, van nieuws oversien en vp veele plattsen ver-
betert. Die ausgabe sine anno hat keine abbildungen, wol aber viel einge-
druckte holzschnitte die von 1681, was auch auf dem titel bemerkt ist:
Ende met schoone Figuren daer toe dienende verciert. Das buch wurde,
dem vernehmen nach, etwa lOOmal aufgelegt, und sogar noch im anfange
des 19. jahrhunderts in den schulen gebraucht. In der druckbewilligung
steht ausdrücklich : Dese Reyse . . sal tot Stichtinge ende Onderriclitinge van
de Jongheydt mögen gedruckt ende in de Scholen gelesen werden. S. St.-
G&iois’ Voyageurs beiges 2, 127 — 133, Hody’s Tombeaux de God. 361
(l. öd.), Petzholdtfs Anz., 1862, 296. Mitten im texte findet sich eine menge
mit anderer, etwas zu sehr verzogener kurrentschrift gedruckter gebete. Die
beschreibung ist gesund, belehrend, ohne fanatismus.
1634—1636. Ein pater guardian des berges Zion. Der stahlstich-
titel: Vera e fedele Relatione della perdita et recuperatione d’alcuni Sti.
luoghi di Gerusalemme et Bethleemme cominciata l’anno 1634 e terminata
Fanno 1636. composta da Padre Graue altreuolte Guardiano del Sacro Monte
Sion ; der haupttitel ; Relatione fedele Della grande controuersia nata in Gie-
rvsalemme circa alcvni Santvarii Da Greci vsurpati ä Latini. Materia con-
cernente la maggior gloria, che la Romana Chiesa, e li Catolici Potentati
habbino in Leuante : perö e non meno curiosa, che degna d’essere con grande
senso ponderata, sl dalle Maggiori Potestä Ecclesiastiche, come Secolari. Per
procurarne la giusta recuperatione, e la conueniente conseruatione , per ho-
nore della Catolica Fede. Descritta da vn Religioso- Minorita. Lodi, C.
Calderino, 1637. 4. 9 bll. , 170 s. Der Verfasser ist sehr wahrscheinlich
der P. Paolo von Lodi, welcher vom j. 1632 bis 1635 dem guardianat Vor-
stand. Die schrift, auch mit aktenstücken versehen, ist besonders zur ge-
schichte der christlichen Zwistigkeiten in Palästina sehr brauchbar. Der
grosse streit in den jj. 1634 — 37 wird hell beleuchtet. Eine kleine fackel
trägt auch Eug. Roger (391 sqq.) hinzu. Wol werde ich einen auszug ver-
öffentlichen.
' *1634 — 1637. Der kaufmann Basilius Gagara von Moskau. Schil-
derungeiner reise ins h. Land, nach Ägypten und auf den berg Sinai:
BacHjiifl, TKHTieMT» Kaaamja, po^OM'L ILiecemma, npo3Bimi,eMT* Farapij,
Kano xo 4 Hjn» bo lepycajiHM'B h bo Emner* n bt» l^apnrpa^, n kslko
CBflTMMT» MtCTdATB nOKjlOHHJlCH, H Ha MoCKßt 3a de ßtAO ero BejlilO #
necTi» uowiyuHwi'L, ott» BejiiiKaro Focy^apa l^apa noHsa.iosaH'L y'iHHeH'L
6 hti> roCTeMi. Enthalten in SacharofFs Reisen (s. oben sub anno 1113);
vollständig ist der text in einem ms. auf der bibliothek der h. synode in
Moskau. S. Mouravieffs h. Land, l, LIV, Noroff bei Daniel 212.
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102
1636. Georg Christoph Neitzschitz auf Stöckelberg, Wöhlitz und
Zärbitz. Des weilant . . George Christoff von Neitzschitz . . Sieben- Jährige
und gefährliche Welt Beschauung durch die vornehmsten Drey Theil der
Welt Europa, Asia und Africa. Worbey alles, aller Orte Denckwtirdiges
fleissig erforschet und aufgezeichnet worden, dergleichen vorhin niemahls an
Tag kommen. Nunmehr auf Beförderung dessen . . Bruders aus des Seligen
Hand-Buche in diese richtige Ordnung gebracht und denen Rarität Begierigen
uff Begehren Einer hohen Person Durch den Druck mitgetheilet Von Chri-
stoff Jägern. Budissin, Kretzschmar, 1666. 4. 1 bl., 390 s. Unverbürgt
ist eine auflage zu Budissin 1663, 4., 389 s. Spätere ausgabe: Budissin,
Kretzschmar; Leipzig, Oehler, 1673. 4. I bl., 390 s. u. 10 bll. Die auf-
lage in Nürnberg 1674, 4., ist von Beckmann verbürgt. Mit der annahme
von nur 2 auflagen stimmt der titel der folgenden ausgabe überein : Sieben-
jährige und gefährliche Neu-verbesserte Europä-Asiat- und Africanische Welt-
Beschauung Des . . Georg Christoff von Neitzschitz . . Zum dritten mal also
heraus gegeben, Dass 1. Die vorigen Druck nur angeregte Historien er-
gänzet, 2. Den n Raritäten und Curiosen Sachen andere beygefügt, 3. Die
jetziger Zeit nach geänderte Orthe nachgetragen, 4. Viel Orthe und Dinge
in Kupffern und Rissen vorgestellet werden. Samt einem ausführlichen Re-
gister aller denckwürdigen Sachen, In Discursen und allenthalben desto besser
anzuführen und zu gebrauchen, Von Chr. Jägern. Nürnberg, J. Hoffmann,
1686. 4. 3 bll., 319 8. u. 12 bll. Mit karten u. kupfern. Grässe verzeichnet
(Trös. 4, 656) eine ausgabe Würzburg 1678. 4. Spätere ausgabe in Mag-
deburg, G. Vetter, 1753. S. Beckmann 1, 232 ff., Robinson 2, 545, Petz-
holdt’s Anz., 1862, 294 f. Von einigen kupferstichen weiss ich, dass sie
kein original sind. Die interessante, leidliche ansicht der h. stadt vom Öl-
berge aus gehört dem 1 6. jahrhundert an. Verdächtig ist es, dass der Ver-
fasser von Jerusalem nach Jäfa verreiste und dann auf einmal nach Jericho
zurückkommt.
*1639, 1640, 1641. Voyage du Sieur Du Loir contenu en plu-
sieurs lettres öcrites du Levant. Paris 1654. 4. S. Gemelli 1, 8. bl.,
Noroff bei Daniel 213.
1641 f. Der minorit Claudio Olgiati von Como. Viaggio di Gierv-
salemme Con la descrittione, non solo de Santi luoglii ; et altri visti, si nell’
andare, come nel ritornare, raä anco di molte altre cose degne . . Fatto, et
mandato in luce dal Padre F. Clavdio Olgiati . . Milano, F. Ghisolfi, 1647.
8. S. Pietr’ Antonio di Venetia 7, Daldini 17. Das gut geschriebene buch
enthält, ausser den Zeremonien, einige notizen, zumal historische, von werth.
1641. Der karaitSam ben David Jemsel aus Troki in Litthauen. Ich führe diesen,
der allerdings nach Palästina reiste, einzig deswegen an, dass man in seiner reisebe-
schreibung (Itindraires de la Terre Sainte von Carmoly 511 — 533) nicht suche, was man
nicht findet, nämlich die beschreibung einer reise nach Palästina. Der Verfasser bricht
in Ägypten ab.
1644. Francis-Charles Du Rozel, herr von Gravier. Voyage de
Jerusalem et antres Lieux Saints effectuö et döcrit en 1644 par Messire F.-
C. du Rozel . . Publiö avec Prdface, Annotations et Commentaires, par Bonne-
serre de Saint-Denis. Paris, Dumoulin, 1864. Gr. 8. 2 bll., 156 s. Petz-
holdt’s Anz. , 1866, 254 f. Die schrift enthält einiges brauchbare; meist
sind die noten des herausgebers krass und verkündigen eine unbegreifliche
Unwissenheit.
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1644—47. Der franziskaner und Präsident des h. grabes Bernar-
din Snrius von Eoermonde in Geldern. Le pieux Pelerin, ou Voyage de
Ierusalem Divisö en trois Livres, contenans la description Topographique de
plusieurs Royaumes, Pais, Villes, Nations estrangeres, nommöment des quatorze
Religions Orientales, leurs moeurs, et humeurs tant en matiere de Religion,
que de Civile conversation etc. Ioinct un discours de l’Alcoran, et un
Traictö, de la Cltö de Ierusalem, et de tous les Saincts Lieux de la Palestine.
Le tout remarquö et recüeilli par le R. Pere Bernardin Surius . . Commissaire
de la Terre Saincte es annöes 1644. 1645. 1646. 1647. Brvsselles, F.
Foppens, 1666. 4. 14 bil., 596 s. u. Table 4 bll. Frühere ausgabe Bru-
xelles 1664, 4.; spätere Gent 1789. Flämisch erschien der pilger, nach der
Versicherung von Surius (436, aufl. 1666), 3mal in Brüssel bei J. Mommart.
Ich kenne nur das genauere einer auflage in Brüssel 1650, 8., und daselbst
1661. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 155 — 165, de Hody’s Tombeaux
de God. 363 (l. ed.), Rignon? 1861, 89. Der Verfasser warein sorgfältiger
beobachter und ist nicht wenig belehrend. Vieles schrieb er jedoch aus
Boucher wörtlich ab.
1647. Der staats- und geheimrath Balthasar de Monconys zu Lyon.
Iovrnal des Voyages de M. de Monconys . . Oü les S^auants trouueront vn
nombre infini de nouueautez, en Machines de Mathematique . .; Outre la
description de diuers Animaux et Plantes rares . . , les Coütumes et Moeurs
des Nations , et ce qu’il y a de plus digne de la connoissance d’vn honeste
Homme dans les trois Parties du Monde. Enrichi de quantitd de Figures
en Taille - douce des lieux et des choses principales , Auec des Indices tres-
exacts et tres - commodes povr l’vsage. Premiere Partie, Voyage de Portu-
gal, Prouence, Italie, Epypte, Syrie, Constantinople, et Natolie. Lyon, H.
Boissat et G. Remevs, 1665 f. 4. I 4 bll., 491 s., II 2 bll., 503 s., III 4
bll., 96 s. Herausgegeben von de Liergues, dem sohne Monconys’. Spä-
tere ausgaben: Paris 1677, 4., Lyon 1678, 4., 2 voll., Paris, Delaulne,
1695, 12., 5 tom. Deutsch: Des Herrn de Monconys ungemeine und sehr*
curieuse Beschreibung Seiner In Asien und das gelobte Land, nach Portu-
gall . . gethanen Reisen, Worinne Er allerhand artige und nicht gemeine . .
Experimenta . . zum Theil angeführet, . . zum Theil . . abgezeichnet hat;
Alles mit schönen Kupffern versehen, und anjetzo zum erstenmabl aus der
Französischen in die Hochteutsche Sprache übersetzet von M. Christian
Juncker. Leipzig und Augspurg, L. Kroniger u. G. Göbel, 1697. 4. 6 bll.,
1024 s. u. ungez. bll. Register. Vortitel: Mr. Monconys’ curieuse Reise-
beschreibung im Stahlstich. Die Übersetzung ist nicht übel; doch darf sie
zu wissenschaftlichen arbeiten nicht benutzt wefden. Die kupferstiche sind
weit schlechter als im original. Spätere auflage: Leipzig 1734. S. Ritter
15, 51, Robinson 2, 545, Grässe’s Trös. 4, 574, Petzholdt’s Anz., 1863,6.
Der reisende, als mathematiker und physiker bekannt, ist sehr unterrichtet,
und gibt einiges beachtenswerthe.
1647 bis 1649. Der franziskaner Johannes Schauwenburgh, Präsi-
dent des h. grabes in Jerusalem. Trino et vni Deo, philantropo Virgini
matri, et seraphico Patri, Angelis sanctisque Omnibus. Ad maiorem laudem
honorem et gloriam Peregrinus Tripartitus Hoc est Diligens et accürata
descriptio piorum, sanctorüm et memorabiliüm locorüm rerümque, per Ger-
maniam, Italiam, Galliam et terram sanctam: in hunc ordinem congesta a.
Christi 1667 K. per Fratrem Joannem Schauwenburgh. Papierhandschrift,
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4., 58, auf der Universitätsbibliothek in Berlin. Das buch enthält viel ab-
bildungen und ist sehens- und lesenswerth. Ein auszug verdiente gedruckt
zu werden.
C. 1649. Georg Andriesz. De Beschryving der Reizen van Georg
Andriesz; Deur Oostindlen . . Syrien, Palestina . . in ’t Jaar 1644, tot aan
zyn wederkering in ’t 1650 jaar. Door Adam Oclarius (übersetzt). T
Amsterdam, J. Rieuwerts, 1670. 4. Mit kk. Etwa ein paar seiten über
das h. Land.
C. 1650. (Pierre de la Vergne de Tressan.) Relation nouvelle et
exacte d’un Yoyage de la Terre Sainte. Ov Description de l’ötat present des
lieux oü se sont passöes les principales actions de la vie de Jesus Christ.
' Paris, A. Dezallier, 1688. Kl. 8. Ebendaselbst 1742 (handschriftlich) 12.
S. 3. Wander. 421, Noroff bei Daniel 213. Gemelli schreibt (1, bl. 9): Re-
lazione succinta, ma assai curiosa. Unbedeutend; ganz religiös, doch nicht
animös gehalten. Die reiserouten sind etwas speziell mitgetheilt. Im ganzen
geniessbar.
t 9
* C. 1650. Jakob Josten’s Reisebeschreibung durch die Türkey,
Ungarn . ., das gelobte Land, Neu Jerusalem, Ost- und West -Indien. Lübeck
1652. 4. S. Stuck l, 155.
*1651. Der russische archidiakon Jonas : üyTeuiecTBie iepoAi&KOHa
Iohh no Cbhthm'L ivrfcCTaMT» (Reise zu den h. Stätten). In dem oben sub
anno 1113 angeführten Sammelwerke von Sacharoff. Jonas unternahm die
Pilgerfahrt auf Veranlassung Paisios’, des Patriarchen von Jerusalem, der in
Moskau sich befand, und im begriffe stand, nach Palästina zurückzukehren.
S. Noroff bei Daniel 212.
*1651. Der mönch Arsenius Suchanoff: IIpocKHHUTapni ApcemH
CyxaHona (Proskinitarion). Der vollständige texi* dieser röise findet sich
handschriftlich in der bibüothek der h. synode zu Moskau. Arsenius wurde
von Nikon, dem Patriarchen von Moskau, in den Orient gesandt, um den
ritus der orientalischen kirche zu beobachten, und um griechische oder sla-
wische handschriften aufzusuchen. S. Noroff bei Daniel 212 f.
C. 1651. Der ordenspriester Arsenios. ÜQoaxvp^xd^iop xwp ‘Tbqwp
xoncop onov ivQiaxopxai elg xtjp Aylap Ilihv l JeQOvaakrif.i . J Exdod-ev Uolqu.
Idqatviov l ItQOf.iopa%ov . . ÜQog xop ix’kaf.inqixaxop Tlgtyylna xal dtp&ipxrjp
MoldoftXayjug. 3 Ep ‘Epexfyoip, a/§«(1661). iT«pa 'ApSqIu. xw 'IovXiaUö.
12. Das büchlein umfasst nicht bloss Jerusalem, sondern das ganze h. Land.
Es ist mit holzschnitten versehen, welche denen im Yiaggio al S. Sepolcro
des pseudonymen Noe wie ein ei dem andern ähnlich sind ; schlecht die an-
sicht von Nazareth. Das ganze von geringem werth. Chronologisch mag
dieser Arsenios nicht gerade hierher gehören. Ich fand indess grund, ihn
dem Arseniks Suchanoff nachfolgen zu lassen, um es dem leser leichter mög-
lich zu machen, dass er beide, wenn er lust hegt, identifizire.
1652. Der Chorherr Jean Doubdan zu St. Denis in Frankreich.
Vortitel: Le Voyage de la Terre - Sainte. Par M. I. Doubdan. Haupttitel:
Le Voyage de la Terre - Sainte. Contenant Vne veritable description des
lieux plus considerables que Nostre Seigneur a sanctifiö de sa presence,
Predications, Miracles et souffrances. L’estat de la Ville de Ierusalem, tant
ancienne que moderne. Les guerres, combats et victoires que nos Princes
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Francis ont remport£ sur les Infideles, auec quelques ceremonies de la
Pasque des Chrestiens Orientaux, oü il est traitte du fleuue Iourdain, de la
Mer-morte, de la Quarantaine, de Nazaret, du Mont-Thabor, et autres places
celebres. Le tout conforme aux T&noignages de rEscriture-Sainte, et des
bons Autheurs qui en ont traitte . . Troisiesme edition. Reueue, corrig^e,
augment^e et enrichie de nouuelles Figures. Par M. I. Dovbdan. Paris,
F. Clovsier, 1666. 4. 5 bll., 714 s. u. 5 bll. Mit mehr als 10 kk. Frühere
ausgaben: Paris 1657, 4., daselbst 1661, 4., Paris 1662, 4. Spätere aus-
gabe: Le Voyage de la Terre Sainte, par M. I. D. Paris, 1667, 4. So
erschien auch die 1. ausgabe bloss mit den inizialen I. D. S. Gemelli
1, bl. 9 (Questo viaggio b tedioso, e poco letto), Raumer 7 f., Robinson 2,
245, Laorty-Hadji 530, Rignon, 1861, 92, Petzholdt’s Anz., 1863, 6 f.,
Grässe’s Tr6s. 2, 429. Der Verfasser schrieb manches gut beobachtete, nicht
ohne genauere kenntniss der litteratur, treuherzig nieder. Die abbildungen
zeichnen sich durch ein originelles aussehen aus. Vgl. Topogr. 1, LIV.
1652 — 1658. Der mailändische pater Mariano Morone von Maleo,
guardian des berges Zion. Terra Santa Nuovamente Illustrata dal P. F.
Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Anderer titel : Terra Santa nvovamente
Illvstrata Dal P. Fr. Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Opera, ed Histo-
ria varia Non meno curiosa, che diuota. Piacenza, G. Bazachi, 1669. 4.
Der titel ist ausserordentlich lang, gleichsam eine inhaltsübersicht. Der 1.
theil handelt vom h. Lande, von den pilgern und den angrenzenden orten,
der 2. theil dagegen von den besitzern, bewohnern, ihren sitten, von den
franziskanern u. s. w. Ingleichen: Warhafftiger Ausszug Z weyer Schreiben,
dess verloffenen 1652. Jahrs (von Jerusalem den 28. Mai und 24. August) . .
von dem R. P. Mariano di Maleo . . an . . Patrem Electum Zwinner. Durch . .
(diesen) in Truck geben. München, L. Straub, 1653. 4. S. Robinson 2,
545, 3. Wander. 421 f. Das buch Morone’s ist eines der belehrendsten,
die im 1 7. Jahrhunderte geschrieben wurden. Wäre es mir früher zugäng-
lich geworden, so würden lücken meiner Schriften weniger fühlbar sein. Die
liste der guardiane des berges Zion 2, 379 sqq. ist nicht allenthalben ganz
zuverlässig, und man thut wol, die liste von Artaud de Montor (Considä-
rations sur Jerusalem et le Tombeau de J6sus - Christ suivies d’ informations
sur les freres-mineurs et l’Ordre des Chevaliers du S. S^pulcre. Paris, A.
le Clerc, 1846) 62 sqq., sowie jene von Poillon bei Sobrino 2, 549 sqq.
zu vergleichen und zu ergänzen.
* C. 1652. Pater Laurentius a divo Paulo, ein gebomer Schwede,
aus der fürstlichen familie Skitta, im h. Lande Sekretär des pater Mo-
rone da Maleo. Peregrinatjo sancta. Romse, Ang. Bernabö, 1658. 8. Die r
sen titel las ich in der bibliothek zu Pisa. Vgl. Rignon, 1861, 90.
*1652. Pater Eugenio de S. Francisco, augustiner, aus Andalusien.
Relicario , y viaje de Roma, Loreto y Jerusalem, que hizo el P. Fr. Eugenio
de S. Francisco. Cadix 1682. 4. Itinerario y segunda peregrinacion. Sevilla
1712. 4. S. Rignon, 1861, 93, Noroff bei Daniel 213.
C. 1655. Arnd Gebhard von Stammer aus Sachsen. Morgenlän-
dische Reise- Beschreibung, Dess . . Arndt Gebhardts von Stammern, :c.,
Welcher Vor etzlichen Jahren, mit grosser Lebens -Gefahr, iedoch aber durch
hochpreisende Gnade Gottes, ohne Verlust des Lebens gethan : Darinnen Die
denkwürdigsten Dinge, so in solchen Ländern zu sehen und zu mercken, und
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zuförderst Das Heilige Grab . . Jesu Christi, Neben andern umbliegenden
Heiligen Oertern, gantz eigentlich beschrieben werden. Jena, Fleischer, 1671.
12. 6 bll. , 228 s. Zum andern mal gedruckt in Jehna, J. Th. Fleischer,
1675. 12. Die eine ausgabe findet sich in Petzholdt’s Anz., 1863, 7, und
ein ex. der andern besitze ich. Meusel 1, 2, 89, Stuck 1, 285 und Beller-
mann 2, 83 haben eine ausgabe Gera 1670, allein wol irrig. Magere, doch
etwas bessere reisebeschreibung als die gewöhnlichste.
1656. Der kapuziner Ignaz von Eheinfelden. Vortitel: Newe Je-
rosoloraytanische Bilgerfahrt. HaupttiteT: Newe Jerosolomytanische Bilger-
Fahrt, Oder kurtze Beschreibung dess gelobten Heyligen Landts, von Christo
Jesu . . betretten vnnd geheyliget , :c. Durch P. F. Ignativm von Rhein-
felden . . , Predigern, durchwandlet vnd beschriben , :c. Mit Angehencktem,
Summarischen Bericht, Franciscaner - Ordens Provintzien, Custodien vnnd Per-
sohnen. Insonderheit aber Vnterschidlichen Missionen oder Sendungen deren
Capuccineren , zu Erweiterung Catholischen Glaubens inner vnnd ausser Eu-
ropen, in Asien, Affrica, :c. Costantz am Bodensee, J. Geng, 1664. 4. 9 bll.,
304 s. u. 3 ungez. bH. In der ausgabe Würtzburg, Hertz, 1667, 4., 7 bll.,
160 und 76 s.'mit 2 bll. register, steht auf dem titel nach ‘durch wandelt
und beschrieben , : Mit unterschiedlichen Kupfferstücken und Holzschnitten
geziert, und wieder in Druck gegeben. Die holzschnitte sind zum theile in
den text gedruckt. Der bericht, in welchem der Verfasser meist dem fürsten
Radzivil folgte, hat eine durchaus seraphische physiognomie. Ihm lag wenig
daran, den leser mit biblischer geographie zu belehren. Er bekümmerte sich
wenig darum, ob er den nüchternen denker mit weit hergeholten dingen be-
hellige, er übernahm die Verantwortlichkeit mit aufheften von märchen, ohne
acht auf die gefahr, dass er sich als einen leichtgläubigen mann kennzeichne.
Doch in und neben dem gelehrten witze findet man oasen von brauchbarem
und dankenswerthem.
1658. Jean de Th6venot. Relation d’vn Voyage fait av Levant.
Dans laqvelle il est cvrievsement traitd des Etats sujets au Grand Seigneur,
des Moeurs, Religions, Forces, Gouuernemens, Politiques, Langues et coustu-
mes des Habitans de ce grand Empire. Et des singularitez particulieres de
l’Archipel, Constantinople , Terre - Sainte , Egypte, . . Deserts d’Arabie, la
Meque: Et de plusieurs autres lieux de l’Asie, et de TAfrique, remarquez
depuis peu, et non encore döcrits jusqu* ä present . . Par Monsieur de The-
venot. Roven (Paris, Jolly), 1665. 4. 9 bll., 576 s. Mit des Verfassers bild.
Eine ausgabe in Paris 1664 ist nicht gehörig verbürgt; Gemelli 1, bl. 8
hat 1665. Spätere auflagen: Paris 16" 4 , 1681 (nach Gemelli 1684) und
1689. Nach Gemelli auch Amsterdam 1705. 5 voll. Dann: Vortitel: Les
Voyages de Mr. de Thevenot; haupttitel: Voyages de Mr. de Thevenot en
Europe* Asie ef Afrique, Divisez en trois Parties, contenant cinq Tomes.
Premiere Partie contepant le Voyage du Levant. Dans laquelle entr’ autres
choses il est soigneusement traitd des Etats sujets . . Troisieme Edition,
enrichie de figures en taille douce. Amsterdam, M. C. le Cöne, 1727.
12. I 8 bll., 378 s., mit dem bilde des Verfassers und mit kupfern, II 4 bll.,
3SI - 939 s. u. Table des Matteres 19 bll. (enthaltend Palästina), HI 22 bll.,
414 s., IV 2 bll., 415—709 8. u. 13 ungez. bll., V 6 bll., 344 s. u. Table
des Matteres 11 bll. Wenn diese auflage wirklich die 3. ist, so müssen in
den angaben der auflagen von 1664, 1674, 1681 und 16S9 irrthümer
stecken. Robinson (2, 545) führt auch eine amsterdamer - ausgabe von 1712 u.
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1727 an. Englisch: Travels in the Levant . ., London 1637, und: Mr. The-
venotfs Travels to Jerusalem, and several other Parts of Judaea, from
Cairo in Aegypt, in: Navigantium atque Itinerantium Bibliotheca : Or, a
compleat Collection of Voyages . . By J. Harris. London, 1705. 2, 435 — 49.
Deutsch: Reisen In Europa, Asia und Afrika. Franckfurt a. M., P. Fievet,
1693. 4. Mit vielen kk. I (Palästina) 11 bll., 419 s. u. 9 bll., II 2 bll.,
285 s. u. 7 bll., HI (Ost-Indien) 2 bll., 228 s. u. 6 bll. Diese Übertra-
gung ist nicht überall treu. Holländisch: Gedenkwaerdige en zeer nauw-
keurige reizen van den heer Thevenot, uit bet fransch vertaeld door G. V.
Broekhuyzen. T Amsterdam 1081. 4. S. Munk 656% Ritter 15, 51, Ro-
binson, de Hody’s Tombeaux de Godefr. 367 (1. aufl.), Petzholdt’s Anz., 1863,
7 f. Weniges von werth.
1658. Der franziskaner Electus Zwinner, generalprediger, kom-
missar des h. Landes und guardian in Bethlehem. BLumen-Buch, Dess
Heiligen Landes Palestinse, So in drey Bücher abgetheilt. Durch P. Fr.
Electvm Zwinner . . München, J. Wagner, 1661. 4. 14 bll., 660 s. u. 35
bll. register. Mit 1 karte, vielen entlehnten ansichten und grundrissen im
texte. Wenn Electus schrieb: Fr. Electus del., so muss ‘nachgezeichnetf
übersetzt werden. Der titel des Buches gemahnt an das bouquet sacrö des
P. Boucher. Das 1 . buch handelt von den namen des h. Landes, von den
Provinzen, von Jerusalem, wie es zur zeit des Verfassers war u. s. f., das
2. buch zerfällt in 23 pilgerschaften, wie das werk von Quaresmio in pere-
grinationes, und das 3. buch handelt von Städten, die nicht streng zum h.
Lande gehören, wie von Antiochia, Damask u. s. f. Zwinner benutzte auch
das archiv der franziskaner in Jerusalem , mehr aber noch das grosse werk
des franziskaners von Lodi. Doch tritt er hin und wieder in belebender
weise selbständig auf.
1659. Der jesuitenpater Joseph Besson. La Syrie Sainte ov La
Mission de Iesvs et des Peres de la Compagnie de Iesvs en Syrie. Par le
R. P. Iosepli Besson. Paris, I. Henavlt, 1660. 8. 2 theile, im 2. die Pil-
gerfahrt ins h. Land. La Syrie et la Terre Sainte au XVII n si&cle par le
P. Joseph Besson . . Nouvelle edition revue par un pere de la meme Com-
pagnie (de Jösus). Poitiers, Oudin, Paris, Palmö, 1862. 8. XV u. 462 s.
Der herausgeber ist Niklaus de Poirresson, als sollte sich sein name auf
Besson reimen. Von mir eine deutsche bearbeitung des Stückes : Besson’s
Vergleichungen zwischen Morgen- und Abendländischem aus dem 17. Jahr-
hundert, in: Das Ausland von O. F. Peschei. Augsburg, J. G. Cotta, 1863,
s. 893 — 896, 920 — 923. S. Laorty-Hadji 273, 530. Besson war ein geist-
reicher mann, der trefflich beobachtete, und wenn gleich seine Schrift von
Sophismen wimmelt und meist bekanntes enthalt, so bietet sie doch manches
bemerken s werthe dar.
1660. Voyages du Sr. Povllet. Novvelles Relations dv Levant Qui
contiennent diverses remarques fort curieuses non encore obseruöes touchant
la religion, les moeurs et la politique de plusieurs peuples. Avec une exacte
description de l’empire du Turc en Europe et plusieurs choses curieuses
remarqudes pendant liuit annöes de seiour . . Enrichie de cartes et de figu-
res. Paris, L. Billaine, 1668. Gr. 12. I 454 s., II 624 s. S. Gemelli 1,
bl. 8, Beckmann 1, 220 ff. Im 2. theil (453 — 457) sehr wenig über das
h. Land, aber das wenige von ziemlich gesundem aussehen.
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1660. Die achtzigjährige J emsalemfahrerin Helena Cheron aus
Frankreich. Conferences spiritveiles, ov L’Eloge et la Relation du Voyage
de lerusalem fait en PAn 1660. ä l’äge de 80 ans par la deffunte, pieuse
et heroique Helene Cheron, veuve de Nicolas Berger on . Par le Sieur
Charles de S. Germain Docteur en Medecine, Conseiller et Medecin ordi-
naire du Roy. Paris, P. de Bresche, 1671. 12. S. Topogr. 1, LXIV, 3.
Wander. 422. Fromm, dabei sehr wenig instructiv gehalten.
1660. Laurenz Slisansky aus Bosskowitz in Mähren. Newe Reiss-
beschreibung nacher Jerusalem vndt dem H. Landte, wass darinnen Denk-
würdiges zesehen, wie auch von der Türcken Glauben, Handel vndt Leben in
aller Kürtze Beschrieben vnd in Truckh aussgangen, Durch Lavrentivm
Slisansky. Wienn, S. Rickhisin, 1662. 4. Mit plänen von kirchen nach
Zuallart. Treuherzige erzählung von wenig bedeutung.
1660. Der ritter Laurens d’Arvieux, französischer gesandter bei
der othmänischen pforte. Voyage fait par ordre du Roy Louis XIV dans
la Palestine, vers le Grand Emir, Chef des Princes Arabes du Desert, connus
sous le nom de Bedoüins ou d’ Arabes Scenites, qui se disent la vraie
posteritö d’Ismael fils d’Abraham. Oü il est traitö des Moeurs et des
Coütumes de cette Nation. Avec la Descriptiou generale de PArabie, faite
par le Sultan Ismaöl Abulfeda, traduite en Francois sur les meilleurs
Manuscrits, avec des Notes. Par Monsieur D. L. R. (de la Roque). Paris,
A. Cailleau, 17 i 7. Kl. 8. 16 bll., ohne Abulfeda 316 s. Mit kupfern. S.
oben sub anno 1321 s. 35. Arvieux starb 1702, und de la Roque schrieb
das buch nach den instrukzionen , welche nach dessen denkschriften abge-
fasst waren, und die er für die reise in die Levante in Marseille erhielt, so
wie nach mittheilung einiger specialfreunde, die mit Arvieux in Paris und
Marseille, in Konstantinopel und Sidon verkehrten, wie mit Petis de la Croix,
Galland und dem jesuiten de Clermont, nach dem briefwecbsel zwischen die-
sem und dem ritter. Allein nicht bloss Zusammenstellung war Sache La
Roque’s, sondern auch Verbesserung des styls, da der Verfasser auf die reinheit
desselben wenig fleiss verwendete. Die beschreibung von Palästina findet sich
auch in den Mömoires du Chevalier d’Arvieux, contenant ses Voyages ä Constan-
tinople, dans l’Asie, la Syrie, la Palestine, l’figypte et la Barbarie, recueillis
de ses originaux, par J. B. Ldbat Paris 1735. 8. 6 tomes. Diese Mömoi-
res erschienen auch in guter Übersetzung deutsch : Des Herrn von Arvieux . .
hinterlassene merkwürdige Nachrichten, worinnen er sowol seine Reise nach
Constantinopel , in Asien, Syrien, dem gelobten Lande, Egypten, und der
Barbarei, als auch die Beschaffenheit dieser Länder, die Religion, Sitten,
Gebräuche, und Handlung dieser Völker, nebst der Regierungsart, der natür-
lichen Historie, und den besondern in diesen Gegenden vorgefallenen Bege-
benheiten, genau und richtig beschreibet, im Französischen herausgegeben
von dem Herrn Labat, und iezt ins Deutsche übersezt. Kopenhagen und /
Leipzig, J. B. Ackermann, 1753 — 56. 8. I 16 bll., 432 s. u. register 8 bll.,
II (Palästina enthaltend) 2 bll., 426 s. u. register 9 bll., HI 4 bll., 468 s.
u. register 9 bll., IV 2 bll., 474 s. u. register 8 bll., V 4 bll., 524 s. u.
reg. 13 bll., VI 4 bll., 528 s. u. reg. 12 bll. Die arbeit Labat’s war ein© '
weit grössere als die La Roque’s, nämlich eine umfassende. Jener stellte
die nachrichten aus den hinterlassenen tagebüchern aller reisen zusammen,
welche d’Arvieux unternommen hatte. Rosenmüller gab heraus: Die Sitten
der Beduinen - Araber. Leipzig ,1789. 8. Englisch: The Cheval. D’Arvieux’s
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Travels in Arabia. London 1718. 8. Auch daselbst 1728. S. Es ist mit-
hin eine Übersetzung der ersten schrift von 1717. Auch nur diese wurde
von G. Kuipers, prediger zu Nieuwerkerk aan den IJssel, ins holländische über-
setzt zu Utrecht herausgegeben. Eine sehr interessante kritik des Werkes von
Arvieux ist, wie knall und fall, in folgender Schrift enthalten : Lettres critiques
de Hadgi Mehemmed Efendy a M de la Marquise de G * av svjet des Me-
moires de M. le Chevalier d’Arvieux. Avec des öclaircissemens curieux sur
les Moeurs, les Vsages, les Religions, et les differentes formes de Gouverne-
mens des Orientaux. Traduites de Turc en Francois par Ahmed Frengui,
Renegat Flamand. Paris, Didot et Quillau, 1735. Kl. 8. XVIII, 220 s.
u. 11 bll. Manches ist in der schrift belehrend, anderes leidenschaftlich ge-
halten. Sonderbar nimmt es sich aus, wie der mohammedaner Hadschi Me-
hemmed gegen d’Arvieux die Christen, namentlich die römischen, vertheidigen
zu müssen glaubt (62): Sied-il bien ä un Chrötien, et ä un Chrötien Romain,
de dire ironiquement , en parlant de la sainte maison de Lorette, qu’ilavü
ä Nazareth ses fondemens que les Anges jugerent a propos d’y laisser,
et de dire, en parlant de PEglise bätie sur la maison de sainte Elizabeth,
il y a un trou au cöte gauche de VAutel gü sainte Elizabeth ( qui etoit
une femme prudente) cacha son eher ftls pendant le massacre des Inno -
eens . S. d’Arvieux’s Voyage dans la Palestine, Avertissement, Raumer 8,
Ritter 15, 51, Robinson 2, 545 sq., Laorty-Hadji 531, van Senden 1, 358,
Rignon, 1861, 91. Es ist gerade ein lichtpunkt im werke d’Arvieux’s, wel-
chem die kenntniss der arabischen spräche trefflich zu statten kam, dass er
eine freiere ansicht über die tradizionen gewann. Dieser unbefangene, lehr-
reiche reisende ist zwar nicht der erste, der, wie er selbst bekennt, ’obne
grossen glauben 4 (2, 171) verschiedene tradizionelle merkwürdigkeiten be-
suchte, jedoch der erste, der sie überhaupt skeptisch, schwerlich aber im-
mer mit dem gehörigen würdigen ernste, behandelte.
1665 — 68. Der minorit Anton Gonsales, guardian in Bethlehem,
kommissar des h. Landes, von Mecheln. Hiervsalemsche Reyse van . .
Anthonivs Gonsales . . Verdeylt in ses boecken. I. vervattende de reyse uyt
Antwerpen tot de have van Jerusalem. II. Beschryft de H. Plaetsen van ’t
JA Landt. III. Wort beschreven ’t koninckryck Syrien. IV. T vermaert
ryck van Egypten. V. De Weder -komste uyt het heyligh Landt tot Ant-
werpen. VI. Rare boomen, bloemen, kruyden, vier - voetighe beesten, voghelen
visschen ende kostelycke ghesteenten. T’ Antwerpen, M. Cnobbaert, 1673.
4. 4 bll., 821 s. u. ungez. bll. register. Dies gilt vom 1. theil (buch I,
II u. HI), der mir einzig bekannt ist; beide theile haben nicht weniger als
1320 eng gedruckte seiten. Auf einem andern titelblatte ist der name des
Verfassers Gonzalez geschrieben : Ierusalemse Reijse gedaen, ende beschreven
door F. Antonius Gonzalez. Mit karten und vielen, darunter beachtens-
werthen kupferstichen nach neuen Zeichnungen. S. St.-Gönois’ Voyageurs
beiges 2, 167 — 176, de Hody’s Tombeaux de God. 321 (2 öd.). Die be-
schreibung ist ausführlich und wirklich beachtenswerth, indem sie viel brauch-
bare notizen enthält.
1666. Der arzt Gabriel Bremond von Marseille. Viaggi fatti nell’
Egitto Svperiore ed Inferiore, nel monte Sinay e lvogbi piv conspicvi di
quella Regione; in Gervsalemmc, Givdea etc. Opera del Signor Bremond
Marsiliese. Roma, P. Moneta, 1679. 4. Spätere ausgabe: Descrittioni esatte
dell’ Egitto superiore ed inferiore, monte Sinai, Libano, Terra Santa ecc.
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Bologna 1680. Der herausgeber war Gior. Corvo und der Übersetzer A.
R. Ceri. Alessandro Bassi rügt (1, 238), dass der Übersetzer der italieni-
schen und französischen spräche nicht mächtig genug war. S. Laffi 330,
Gemelli I, bl. 9. Der franzose beobachtet und schreibt mit einsicht.
1666 A. Der franziskaner Barthölemy Deschamps aus Lüttich.
Voyage de la Terre Sainte et du Levant, par P. F. Barthölemi Deschamps,
recollet . . Liöge, P. Danthes, 1678. 12. 602 s. Die schrift ist sehr sel-
ten. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 68, de Hody 1. c. 440 (1. ed.).
Eine ausgabe sine anno sah ich in Göttingen. Nicht ganz ohne iöteresse
ist das buch, in welchem die erzählung sich zwanglos fortspinnt.
1666, 1667 und 1668. Der oberschlesier Franz Ferdinand von
Troilo, auf Tassot, Jeutritz, Girssdorf und Koisdorf , sächsischer kam-
merjunker. Orientalische Reise - Beschreibung Franz Ferdinand von Troilo.
Ritters des heiligen Grabs; haupttitel: Frantz Ferdinand von Troilo . .
Orientalische Reise -Beschreibung. Wie er Zu dreyen unterschiedenen mahlen
nach Jerusalem, von dannen in Egypten auf den Berg Sinai, und ferner
nach Constantinopel sich begeben, auff der letzten Rück -Reise aber von See-
Räubern gefangen, nach Algier in die Barbarey gebracht, zwey mahl ver-
kaufft, und durch Gottes wunderbare Schickung zu Ende des 1669. Jahres
wiederumb erlöset worden. Worbey aller derer Länder Art, und heilige Örter
aussführlich beschrieben, deren Inwohner erstes Herkommen, Religionen, Ge-
bräuche und Sitten, und denckwürdiges mit grosser Leib- und Lebens -Ge-
fahr ängemercket werden mögen, nunmehr auff Begehren dem günstigen Leser
aussführlich Nach vier Jahren Von dem Authore selbst abgetheilet, vor Augen
gestehet wird. Dresden, M. Bergen, 1676. 4. 1 5 bll., 669 s. Spätere auf-
lage: Frantz Ferdinand von Troilo . . Orientalische Reise - Beschreibung, Wie
dieselbe aus Teutschland über Venedig, durch das Königreich Cypern, nach
dem gelobten Lande , insonderheit der Stadt Jerusalem, von dannen in Egyp-
ten, auf den Berg Sinai, und vielen andern entlegenen Morgenländischen
Oertern mehr, So wohl zu Wasser, als Lande, unter sehr vielerley Glücks-
und Unglücks- Fällen vollbracht, absonderlich wie er auf der Rück -Reise
von denen See -Räubern gefangen . . durch Göttliche Schickung wiederum
daraus befreyet worden ; Worbey Alle Länder und Oerter ausführlich beschrie-
ben, deren Inwohner- Herkommen, Religion, Gebräuche, und was nur Denck-
wtirdiges fürkommen, mit besonderm Fleisse auffgezeichnet, und alles in ein
vollständiges Register gebracht worden. Leipzig und Franckfurth, G. Leschen,
1717. 8. 4 bll., 888 s. u. register 32 bll. Ich notirte in Prag auch eine
auflage Gehr, (sonst Dresden) 1733. 8. Bekannter ist die auflage Dresden
und Leipzig 1734, 8. Beckmann schreibt (2, 285): In der erdichteten
orientalischen Reise, welche der Conrector Joh. Valent. Merbiz unter dem
namen Troilo hat drucken lassen. Allerdings hat für die erste auflage Joh.
Valent. Merbitz ein gedieht an den von Troilo drucken lassen; mehr aber
that er nicht. Die reisebeschreibung trägt durchaus den Stempel der echt-
heit. S. Raumer 8 (4. ed.), Robinson 2, 546, Petzholdt’s Anz. , 1863, 8 f.
Troilo war Protestant, hier und da leichtgläubig ; im ganzen aber verdient er
glauben und beachtung.
1665 — 1674. Der jesuitenpater Michael Nau. Voyage nouveau de
la Terre Sainte, enrichi de plusieurs remarques qui ,servent k l’intelligence
de la sainte Ecriture . . Paris, Pralard, 1679. 8. 671 s. Baron de Hody
führt (Tombeaux 324, 2: aufl.) eine anonyme ausgabe in Paris 1674 (?) an.
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Spätere auflagen: Paris, A. Pralard, 1702, gr. 12., 661 s., mit dem namen
Naud statt Nau; Paris 1744. Zuletzt: Nouveau Voyage . . Sainte Ecriture.
Et de diverses reflexions Chrötiennes qui instruisent les Ames devotes dans
la connoissance et l’amour de J. C. Par le R. P. Nau . . Nou veile Edition.
Paris, J. Barbou, 1757. Kl. 8. 10 bll., 661 s. Die 1. druckbewilligung
datirt vom 17. febr. 1678, und schon aus diesem gründe dürfte das j. 1674
bei Hody verschrieben sein. Nau bereiste 1665 mit dem provenzalischen
edelmanne de Bonnecorse, damals französischen konsul in Sidon, das land
Galiläa und 1674 mit dem marquis de Nointel, französischen gesandten bei
der othmänischen pforte, das ganze h. Land. Ohne wissen des Verfassers
wurde, einige Jahre vor der ausgabe des Vayage Nouveau im j. 1679, ein
bericht über Galiläa veröffentlicht (comme on en a döja donnö au Public k
mon insceu, un recit que j’en [Galiläa] fis il y a quelques annöes , et qu’il
est assez exact, je le feray ajouster icy, l’augmentant seulement de quelques
Remarques que j’ay faites au second voyage que j’y ay fait avec M. le
Marquis de Nointel. 530). Dieses beigefügte ist: Voyage de Galilöe, das
5. buch des Werkes ausmachend. Jener früher herausgegebene bericht, von
dem Nau schreibt, erschien unter dem titel: Le Voyage de Galilee. Paris,
M. le Petit et E. Michallet, 1670. 12. 8 bll., 259 s. Das büchlein trägt
die Unterschrift D. S. A. oder S r de S. A., woraus Barbier ohne zureichen-
den grund Salvinien d’Alquie zu machen lust hatte. Nach dieser ausgabe
von 1670 schloss ich früher, dass das Voyage de Galilöe mit dem konsul
Bonnecorse in die jj. 1667 und 1668 fiel; allein da Nau, in beziehung auf
die reise in gesellschaft de Nointel’s, welche im j. 1674 unternommen war,
schreibt (531): Je fis il y a pres de dix ans, le voyage de Galilee avec
M. de Bonne-corse, so sollte ich für diese erste galiläische reise das j. 1665
annehmen. Uebrigens erklärt sich Nau (643) ganz bestimmt, dass am 31.
dezember 1 667 der konsul, mit dem er reiste, wegen der araber sich bei-
nahe nicht getraute, den berg Karmel oder Karmain zu besteigen. Das ver-
dienst, die autorschaft des 1670 gedruckten Voyage de Galilöe in Nau ent-
deckt zu' haben, gebührt Abraham de NorofF (bei Daniel 207, 213). S. Gemelli
1 , bl. 9 (Questo viaggio b assai curioso, ed e uscito da penna crudita) , 3.
Wander. 422, Petzboldt’s Anz., 1863, 9. Robinson (2, 54 6) schien das buch
so selten, dass er sich bewogen fand, zu bemerken, dass er ein exemplar
aus der Universitätsbibliothek in Göttingen benutzte. Ich besitze die ausgabe
von 1757. Der Verfasser verstand, was immer hervorzuheben ist, arabisch.
Im historischen folgt er meist dem Quaresmio, fast blindlings. Sonst ent-
hält das buch viele neue beobachtungen, welche ihm keinen geringen werth
verleihen. Im 17. jahrhundert ist Nau unter den römischen katholiken, was
Maundrell unter den Protestanten.
*1668. Des Monceaux, Voyage en Pelestine et en Grece, in: Voyages
de C. Bruyn, t. 5. p. 389 — 498. S. Beckmann 2, 445, Grässe L. 3,
2, 822.
1668. Der franziskaner Jacques Flor. Goujon, Präsident des h.
grabes in Jerusalem. Histoire du Voyage de la Terre- Sainte, oü tout ce
qu’il y a de plus remarquable . . Par le R. P. laques Goujon . . Ouurage
enrichi de plusieurs figures en taille douce. Lyon, P. Compagnon, 1670.
4. Spätere ausgabe: Histoire du voyage de la Terre - Sainte. Lyon 1761.
4. Das buch soll auch 1672 aufgelegt worden sein. S. Gemelli 1, bl. 9,
de Hody’s Tombeaux 419 (1. öd.), Bonar 523, Brunet 6, 1585 (neueste
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auf!.), Rignon, 1861, 90. Die in kupfer gestochenen illustrazionen sind zum
theil eine wahre plünderung ans Bernardino Amico ; der plan von Jerusalem
ist sehr schlecht. Vgl. Topogr. 1 , XCIV. Im ganzen wird in der schrift
kein schritt über die grenze des unbedeutenden gethan.
*1668. Relation du voyage, fait ä Jerusalem en 1668 par Boisot.
Ms. in Besangon. S. Haenel Catal. 71.
1669. Pilgerfahrt von vierzehn engländem s. sub anno 1601,
Timberlake.
C. 1670. De la Croix, Sekretär der französischen gesandtschaft
in Konstantinopel. VoYage Nouveau de la Terre Sainte. Contenant Son
Etat Ancien, et Moderne. Par le S r . de la Croix. Cod. ms. gall. 710, 4.,
in der Staatsbibliothek zu München. Noroff (bei Daniel 2 1 5 ) führt sub anno
1793 einen Sr. Delacroix an, dessen ms. (4. 257 8.) als eine kopie aus der
orientalischen bibliothek von Marcel 1859 in Paris verkauft wurde. . Die
schrift de la Croix’s, welcher 1660 unter de Nointel den posten eines secre-
tärs versah, enthält einiges interessante. Die angeklebte karte von Bonfrfere
hat die jahrzahl 1661. Wann der Verfasser eigentlich das h. Land durch-
reiste, wird nicht gesagt.
*C. 1670. Jouvin, le voyageur d’Europe oü est le voyage de Tur-
quie, qui comprend la Terre -Sainte et l’Egypte. Paris 1676. 12. S. Jo-
lowicz.
1670. Des schöch Ibrähim el-Khijäri el-Medeni rfeise durch einen
Theil Palästinas, in der einladungsschrift für die feier des pfingstfestes von
Friedrich Tuch . . Leipzig, W. Vogel, 1850. 4. Etwas brauchbares.
C. 1672. Die engländer Johann Sanderson, Heinrich Tfrnberly
(und kapitän Johann Smith). Seer gedenckwaerdige Vojagien van Joh. San-
derson, Hendrick Timberly, en capt. Johan Smith, Door Europa, Asia en
America. Nevens een pertinente Beschryvinge van ’t Heylige Landt. Met
kopere Platen verliert . ’t Amsterdam, J. van Dyck, 1678. Sanderson ist
unbedeutend und Tpnberly (85 ff.) ganz unbedeutend. Ich merkte mir vor,
dass Sanderson 1671 von London abreiste. Nun aber bemerkt Patrick
Russell in seinen aumerkungen zu Alexander Russell’s Naturgeschichte von
Aleppo (l, 160 f.), dass JohannSanderson vom j. 1584 bis 1602 im Mor-
genlande sich aufhielt, und dass der verständige reisende insbesondere seine
eigene Wanderung nach Jerusalem beschreibt. In diesem nebel vermag ich
den Sonnenstrahl der Wahrheit nicht zu erblicken ; doch möchte ich mich eher
zu einem irrthum im holländischen erklären als die angaben Russells aus der
luft gegriffen mir denken. Man kennt von Smith : The true Travels, Adven-
tures and Observations of Capt. John Smith, in Europe, Asia, Affrica and
America, from A. D. 1593 to 1629 etc. London, T. Slater, 1630. Fol.
S. Grässe’s Trös. 6, 424.
1673. Der arzt und Wundarzt Angelo Legrenzi aus Venedig. II
Pellegrino nell’ Asia, cio& Viaggi Del Dottor Angelo Legrenzi . . Con li
Ragguagli dello Stato della Santa Cittä /di Gierusalemme, Bethelemme, Naza-
reth, et altri luoghi Santi, e Cittä Maritime. Opera divisa in XXXII. Pelle-
grinaggi .. Venetia, D. Valvasense, 1705. 12. I 10* bll. , 240 s. u.
Indice 6 bll., II 426 s. Mit einem titelkupfer. II. mit etwas veränder-
tem titel: Con li raguagli dello Stato delT Impero Ottomano, del Re di
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Persia, de Mogori, e . . Legrenzi hielt sich längere Zeit in Haleb auf. Man
liest seine schrift gerne nnd mit nutzen.
1674. Cornelio Magni. Qvanto di piü cvrioso, e vago Hä potuto
raccorrq Cornelio Magni Nel secondo biennio da esso consumato in viaggj,
e dimora per la Turchia. Parma, A. Pazzoni, 1692. 12. Die briefe im
21 theile Principalmente contengono la visita della Santa Cittä di Gierusa-
lemme, co’ Santuarii ä lei aggiacenti; diffondesi poi pe’l resto di Giudea.
Magni reiste mit dem französichen gesandten de Nointel nach Jerusalem wie
Nau; er steht aber diesem weit nach.
1675. , Der deutsche edelmann Otto Friedrich von der Gröben.
Orientalische Reise -Beschreibung, Des Brandenburgischen Adelichen Pilgers
Otto Friedrich von der Gröben: Nebst der Brandenburgischen Schifffahrt
nach Guinea, und der Verrichtung zu Morea, Unter ihrem Titel. Marien-
werder, Reiniger, 1694. 4. 4 bll. , 399 s. Mit 29 kk. Frühere auflage,
ohne dass sie die erste wäre: Des Herrn Otto Friedrich von der Groeben
Orientalische Reisebeschreibung. Neue Auflage, verbessert und mit Anmer-
kungen versehen. Danzig, D. L. Wedel, 1779. 8. 8 bll., 334 s. S. Petz-
holdfs Anz., 1863, 10. Einiges ist nützlich, und die schrift gehört wenig-
stens zu den bessern pilgerbüchern von gewöhnlichem schrote.
1679. Der priester Domenico Laffi aus Bologna. Viaggio in Levante
al Santo Sepolcro di N. S. G. Cristo, et altri Luoghi di Terra Santa, di
D. Domenico Laffi . . Bologna, A. Pisarri, 1683. Kl. 8. 576 s. Auch Bo-
logna, G. Pisarri, 1738. 8. 479 s. S. Bonar 523. Einiges brauchbar,
sonst aber unsäuberlich geschrieben, z. b. s. 286 (2. aufl.) Adamano statt
Adamnano, Arnulfo statt Arculfo.
1679 f. Johann Baptist de Burgo, abt in Cläre und apostolischer
vikar von Irland. Viaggio di cinqve anni In Asia, Africa , & Europa del
Turco di D. Gio. Battista de Bvrgo Abbate Clarense . . Con la distinta
descrittione delle Forze, Fortezze di detti paesi, tanto in terra ferma, com’
anche di tutti i Porti di Mare , e di tutte le Isole. Con la [descrittione di
Gierusalem, Gran Cairo, Alessandria, Constantinopoli, et altre Cittä di Tur-
cbia, con molte altre Curiositä. Milano, Agnelli, sine* anno (1686). 12.
I 18 bll., 548 s., II 6 bll., 503 s. Grässe führt (Trös. 1, 576) 3 voll. an.
Ohne Ordnung geschrieben, meistentheils kompilazion.
1681. Wallfahrt eines italieners nach Nazareth. Kupfertitel: Viaggi
in Levante; haupttitel: Nazaret Gloriosa Relatione de Viaggi di Levante,
Fatti coir Eccell. Sig. Polo Michiel Capitanio delle Naui ; principiando dalle
Bocche di Costantinopoli sino per tutta la Soria con la descrittione di diuerse
Cittä Turchesche vedute, e successi curiosi del viaggio, e specialmente della
Cittä Santa di Nazaret . . Venetia, D. Lovisa, 1700. 12. 6 bll., 204 s.
Der Verfasser ist auf dem titelblatte nicht genannt ; aber aus bescheidenheit
steckt er am ende der Vorrede in einem anagramm: Olmoriga Cottigiame
Ratlzano (Girolamo Giamecotti Nazirato?). Der Verfasser motivirt sein ana-
gramm so: Anche Apelle miracolo d’ingegno nell’arte sua non ardiua farsi
veder nell* opre sue alla seoperta, mä dietro 11 quadro da lui dipinto ed esposto
alla veduta de tutti ä bello studio nascosto recchieggiaua il giudicio, che
n’era formato. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 10. Nicht ganz ohne werth.
Tobler, BiMiographia. 8
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1681. Der maler Cornelius de Brayn ans dem Haag. Reyzen Van
Cornelia de Bruyn, Door de vermaardste Deelen van Klein Asia, De Eylan-
den Scio, Rhodua, Cyprua, Metelino, Stanchio, &c. Mitagadera de voor-
naamate Steden van iEgypten, Syrien En Paleatina, Verrijkt met meer ala
200. kopere Konstplaaten , vertoonende de beroemdste Landschappen , Ste-
den, &c. Allee door den Autbeur aelfa na het leven afgetekend. Delft, H.
van Krooneveld, 1698. Fol. 11 bll., 398 s. und 4 bll. register. Mit 1
titelkupfer, dem bilde de8 verfas8er8, 1 karte; die zahl der kupferstiche be-
trägt im ganzen 210. (Die reisen durch Russland, Persien und Indien er-
schienen 4714 besonders.) Französisch kam das werk mehrmals heraus;
selbst der name des Verfassers wurde in le Brun übersetzt. Voyage au
Levant, C’est k dire Dans les Principaux endroits de l’Asie Mineure Dans
les Isles de Chio, de Rhodes, de Chypre &c. De m&ne que Dans les
plus Considerables Villes d’Egypte, de Syrie, Et de la Terre Sainte; En-
richi de plus de Deux Cens Tailles - douces, oü sont reprösentöes les plus
cölebres villes, Pals, Bourgs, & autres choses dignes de remarque, le
tont dessind d’aprös nature: Par Corneille Le Brun. Traduit du Fla-
mand. Delft, de Kroonevelt, 1700. Fol. 7 bll., 408 s. u. 3 bll. Spä-
tere auflagen: Paris, 1714, fol. Auch Nouvelle ddition augmentee con-
siddrablement. Rouen, Ferrand, 1725. 4. I 648 s. , II 565 s., und im
gleichen jahr in Paris nouvelle ddition, revue par Fabbd Banier, 5 voll. 4.
Dann: Voyages de Corneille Le Brun au Levant . .; Enrichi d’un grand
nombre de Figures en Taille -Douce . . La Haye, Gosse et Neaulme, 1732.
4. 1 8 bll., 648 s. u. 6 bll., II 565 s. u. 6 bll. S. Gemelli 1, bl. 8,
Beckmann 2, 409 ff., 439. Raumer 8 (4. ed.), Barbier’s Dictfonnaire 3,
430, Grässe L. 3, 2, 823, Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, Petzholdfs
Anz., 1863, 9 f . Der holländische künstler ist skeptisch, hier und da werth-
voll; schade, dass seine schönen abbildungen nicht überall zuverlässig und
dass selbst im urdrucke die Zeichnungen nicht mit gehöriger Sorgfalt in
kupfer gestochen sind. Ich möchte es einen glücklichen umstand nennen,
wenn die Originalzeichnungen noch aufgefunden und benutzt werden könnten.
Ich machte eine traurige erfahrung, welche freiheit sich lithographen und xylo-
graphen mit den Zeichnungen erlaubten, indem sie echt orientalischem einen
fränkischen Stempel aufdrückten.
1684. Heinrich Myrike, reformirter prediger der holländischen
gesandtschaft in Konstantinopel. Reyse nach Jerusalem und dem Land
Canaan, Ans Licht gegeben und mit vielen Anmerkungen erkläret und ver-
mehret, Von Joh. Henrich Reitz. Osnabrück, Fuhrmann, 1714. 8. 5 bll.,
128 s. u. register 4 bll. Auch Itzstein 1720. Heinrich Mirike . . Reise
von Konstantin opel nach Jerusalem und dem Lande Kanaan. Mit vielen
Anmerkungen von Palästina je. von Johann Heinrich Beiz . Augsburg, C.
F. Bürglen, 1789, 8. S. 1 — 161, zugabe 161 — 206. Holländisch: Rotter-
dam 1725. S. oben s. 69, Bellermann 2, 83, Robinson 2, 546, Petzholdt's
Anz., 1863, 10. Von wenig werth.
1688 f. Der gelehrte franzose La Roque. Voyage de Syrie et du
Mont-Liban: Contenant la Description de tout le Pays compris sous le nom
de Liban et d’Anti-Liban, Kesroan, &c. ce qui concerne FOrigine, la Cröance,
& les Mceurs des Peuples qui habitent ce Pays: la Description des Ruines
d’Heliopolis , aujourd’huy Balbek, & une Dissertation historique sur cette
Ville ; avec un abregd de la Vie de M. de Chasteüil , Gentilhomme de Pro-
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vence, Solitaire du Mont-Liban; & l’Histoire du Prince Junös, Maronite,
mort pour la Religion dans ces derniers temps. Par M. de la Roque. Paris,
A. Cailleau, 1722. 12. I 6 bll., 347 s., II 1 bl., 321 s. u. I bl. Auch
Amsterdam 1723. 12. Aus der druckbewilligung vom 25. november 1716
ersieht man, dass sie damals schon das Voyage dans la Palestine und Vo-
yage du Mont-Liban zusammenfasste. In der Vorrede zum letztem heisst es,
dass das publicum mit einiger befriedigung les Voyages de TArabie- Heu-
reuse, et de la Palestine aufgenommen habe, und wirklich erschien nach
Bellermann (2, 83) die eine reise von La Roque in Amsterdam 1716, gr. 12.,
und die andere daselbst 1718, gr. 12. Auch deutsch: Leipzig 1740. S. snb
anno 1660 Arvieux, Robinson 2, 546. In der Originalschrift La Roque’s
hat nur sehr weniges auf Palästina bezug.
*1690» Der franziskaner Franciscus Caccia, generalkommissar des
heiligen Landes, Er gab mehrere Schriften heraus. 1. Compendium seu
brevis relatio Locorum Sanctorum quse seraphicus ordo Franciscanorum ultra
quadringentos Annos legitime possedit et a Scbismaticis per aliquos Annos
injuste et dolose ablata, nunc iterum majori gloria nobis per Decretum magni
Sultani, Anno 1690. Die 26. Junij sunt restituta. Authore Pat. Francisco
Caccia. Vienna A., A. Heyinger, 1693. 4. Mit abbildungen des -kreuzwe-
ges nach Zuallart. — 2. Monumentum Glorise seraphicse. Das ist : Gedenck-
Zeichen Seraphischer Ehr, Dess . . Vatters Francisci, Und Dero Mindern
Ordens -Brüdern . . Durch P. Franciscum Caccia, Provinciae Austriae Patrem . .
Wienn, Ph. Fievet, 1694. 4. Auch mit dem Vortitel: Ausführliche Be-
schreibqpg dess H. Grabs J. Christi zu Jerusalem. Mit schönen Kupffern
gezieret. Darin ist geschichtliches über die anmassung der griechen enthal-
ten; s. 118 ein plan von Jerusalem wie bei Quaresmio, s. 130 plan der
grabkirche wie bei Bernardino Amico, nur dass er durch nachlässigkeit des
kupferstechers verkehrt erscheint, s. 138 die abbildung der grabkapelle und
s. w., theils wie in der folgenden schrift, aber unten mit den Worten: De-,
lineatio quorundam locorum Sacrorum Jerosolymis. Diese schrift ist ein
durcheinander ohne logische Ordnung, mit einigen beachten swerthen notizen,
mehr ein heraus streichen der thaten des franziskanerordens als eine klare,
zusammenhängende beschreibung des h. Landes. — 3. Jerusalem seu Palsestina
nova, Oder Das . . Heilige Land, burch A: R: P. Francisc. Caccia.
Wienn, C. Lercher, 1706. 4. Mit etwas schlechten holzschnitten. Die an-
sicht von Jerusalem ungefähr wie bei de Angelis ; es steht jedoch darüber :
Biltnuss, welche Patri Francisco Caccia Com. Gen. Terrae Sanctae aus dem
H. Landt in originali überschickt worden. 1691. Ueberhaupt haben die
Schriften von Caccia vorzüglich wegen einiger geschichtlichen daten und der
abbildungen mehr und minder werth. Noroflf (bei Daniel 2 1 3) kennt eine hs.
in 4. etwa aus dem j. 1712 und zwar ein autograph: Itinerarium Terrae
Sanctae, von dem er sagt, dass dagegen die deutsche ausgabe nur eine ge-
drängte Zusammenstellung sei: II a refondu son travail dans le present
MS., l’a augmentö con sidö rab lernen t et en a fait presque un nouvel ouvrage
plus substantiel. S. Hietling l, 331.
1693. Doktor Giovanni Francesco Gemelli Careri aus Neapel.
Giro del Mondo del Dottor D. Gio: Francesco Gemelli Careri. Napoli, G.
Roselli, 1699. 8. Dann: Nuova edizione accresciuta, ricorretta, divisa in
nove volumi. Con un Indice de’ viaggiatori, e loro Opere . . Tomo primo
Contenente le cose piü ragguardevoli vedute nella Turchia. Venezia, G.
8 *
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Maffei, 1719. 8. Voll. 9. I 18 bll., 314 s. u. Tavola 3 bll. Mit dem
bildnisse des Verfassers , l Vignette und mit kupferstichen. In diesem
bande (I) wird Palästina besprochen. Terza Edizione di molto accresciuta,
e ricorretta dall’ Autore. Napoli, Parrino, 1721. 8. 12 bll., 406 s. u.
5 bll. Nuova edizione . . (wie in der ausgabe von 1719). Venezia, Coleti,
1728. 8. 16 bll., 314 s. u. 3 bll. Diese ausgabe scheint für die von 1 7 1 9
nur eine titelausgabe zu sein. Englisch in: A Collection of Voyages and
Travels. London, Awnsman and Churchill, 1704. Fol. 4, l sqq. Franzö-
sisch: Voyage du Tour du Monde, Traduit de l’Italien de Gemelli Careri,
Par M. L. N. (Le Noble). Paris 1719. 8. 6 voll. Nouvelle Edition aug-
mentöe sur la derniöre de ITtalien, et enrichie de nou veiles Figures. Tom. I.
De la Turquie. Paris, Ganeau, 1727. 8. 1 bl., XXIV, 592 s. u. 3 bll.
Auch in: Histoire gönörale des Voyages. Nouvelle edition. Ä la Haye, P.
de Hondt, 1758. 4. 16, 341 sqq. Allein hier ist das h. Land übergangen,
ohne dass der leser viel verliert. S. Petzholdt’s Anz. , 1863 , 10 f. Ich
besitze das exemplar (aufl. 1719) aus dem nachlasse Karl Ritters, und hier
lese ich handschriftlich von diesem: ‘Ker Porter in seinen Observations on
the Turks (Voy. I) nennt diese reisen erlogen . . Vielleicht thut er daher
auch dem Neapolitain Doctor unrecht? . . Auch wird Gemelli von keinem
gleichzeitigen orientalischen reisenden erwähnt.’ Ich möchte nicht anstehen,
dass der Gemelli wirklich Palästina durchreiste. Er ist sonst nicht unnütz.
*C. 1695. Der jerusalemische archimandrit Simeon Simonowitsch
aus Serbien. Bericht über Jerusalem, herausgegeben mit illustrazionen,
Wien 1748; als anhang zur reise des russischen pilgers B. Barsky. S. die-
sen sub anno 1723. Noroff bei Daniel 124.
1697. Johann Balthasar Metzger von Grossostheim bei Aschaffen-
burg. Kürze beschreybüng : von dem heylichen land Iüdea, von dem Neyen
Jerüsalem : und deren ümbligende Stett ünd Flecken : alwo Christus . .,
mit beyfügüng aller seyner Myracüllen ünt Wünder Wercken : auch an wel-
chem orth, solche gesehen, wie die Stött zü selbiger zeit: gewesen: wie sie
an iezo sein . . : wie die Christen gehalten . . : ünd alle deren lands frucht-
barkeith : ünd beschaffenheit ist allda aüfs beste ünd genaüste von anno 1698. dürch
lohan Balthasar Metzger . . aüff gestelt, und in den truck gegeben ; worbey alle
die Stette, mit ihren schönen Küpfer platenan geviegt . . dan ich das land Selbsten
von anno 1684. bis 1698. dürch reist habe, wie hir negst mit mehrem an zeicht
gegeben. Amsterdam 1710. Kl. 4. 4 bll., 140 s. Mit portrait. S. Petz-
holdt’s Anz., 1861 , 290. Statt eines solchen im schlechten deutsch ge-
schriebenen titels ist es eine wonne, einen in einer fremden spräche zu lesen.
Für Palästina ist das buch, so zu sagen, ohne werth.
1697. A. de la Mottraye. Voyages du Sr. A. de la Mottraye en
Europe, Asie et Afrique . . Ä la Haye 1727. Deutsch: Reisen des Herrn de
la Mottraye in die Morgenländer. Aus der Französischen Urschrift in einen
Auszug gebracht. Berlin und Stettin, F. Nicolai, 1783. 8. 6 bll., 332 s.
Übersetzt von K. Fr. Trost. S. Engelmanns Biblioth. geogr. 124. Der ver- „
fasser, ein verständiger beobachter, war in Ramleh, ohne dass er Jerusalem
besuchte.
1697. Henry Maundrell, kaplan. der englischen faktorei in Haleb.
Journey from Aleppo to Jerusalem at Easter 1697. Oxford 1703. 8. Da-
selbst 1707. The III. Edition, To which is tiow added an Account of the
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Author’s Journey to the Banks of Euphrates at Beer . . Oxford, at the
Theatre, 1714. Gr. 8. 6 bll. , 145 s. mit 7 unbez. u. 10 bez. s. Nebst
14 kk. Die 6. auflage mit Zusätzen Oxford 1740. 8. The VII. Edition . .
With an Index to the whole Work. Oxford 1749. Gr. 8. 6 bll., 171 s.
Mit 1 5 kk. gedruckt für Meadows in London. Ebenfalls in J. Pinkertons :
A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon-
don, Longman, 1811. 4. Vol. 10. 1839 gab Halliwell den Maundrell mit
noten heraus. Auch 1848 in Thomas Wrighfs Early Travels in Palestine
383 — 512. An Abstract of . . Maundrel’s Journey from Aleppo to Jerusa-
lem, being a Supplement to Mr. Saudys, in : Navigantium atque Itinerantium
Bibliotheca : Or, a compleat Collection of Voyages . . By John Harris. Lon-
don 1705. Fol. 2, 788 — 800. Französisch: Voyage d’Alep k Jerusalem,
k Päques en l’annöe 1697 . . Traduit de FAnglois. Utrecht, G. van Pool-
sum, 1705. Kl. 8. 6 bll., 251 s. Mit 9 kk. Auch Paris 1706. 12. Hol-
ländisch: übersetzt von Muntendam 1705, 8.; Utrecht 1713, 4.; in Halma’s
Wordenboek van het H. Land. Franeck 1717. 4. Zuletzt: Een reisje
van elf weken en vijf dagen van Aleppo naar Jerusalem. Met platen. Gro-
ningen 1831. Herausgegeben von J. A. Oostkamp. Es erregt staunen, wie
viel die holländer theils durch original werke, mehr aber noch durch Über-
setzungen für das h. Land bis auf unsere zeit gethan haben. Wenn ein
kleines volk mit eigner litteratur so viel erzeugnisse aufweiset, so legt es
zeugniss ab, dass ihm das gelobte Land ebenso so sehr anliegt, als dass es
viel bildung besitzen oder sehr bildungsfähig sein muss. Deutsch: Gantz
Neue -Reise -Beschreibung nach dem Gelobten Lande. Darinnen Die jetzige
Beschaffenheit und der alle*- neueste Zustand des Heiligen Landes, Und aller
darinnen Sehenswürdigen Städte, auch anderer in Heil. Sckrifft vorkommen-
den Oerther befindlich; Welche Im Jahr 1700. mit möglichster Observantz
verrichtet, und in Englischer Sprache beschrieben, auch in verschiedenen
Kupfern vorgestellet M. Henrich Maundrell. Hamburg, Liebernickel, 1706.
8. 7 bll., 206 s. Der Übersetzer ist Ludwig Friedrich Vischer. Dann:
Henrich Maundrell, . . Reise - Beschreibung Des Heiligen Landes, Aller
darinnen Sehens -würdigen Städte und Oerter, so in Heiliger Schrifft aufge-
zeichnet sind; Nach allen Umständen beschrieben, auch das merckwürdigste
in Kupfer vorgestellet wird. Vermehret Mit einer zweyten Reise . . Ham-
burg, C. W. Brandt, 1737. 8. 4 bll., 206 s. Dieser titel ist minder prahle-
risch und nicht unrichtig (mit dem reisejahr 1700) wie der alte. Der Vor-
titel lautet: Reise von Aleppo nach Jerusalem. Angehängt sind 2 briefe
Maundrells, der eine vom märz 1699 und der andere vom april 1700. Die
9 kupfer sind zum theile schlecht. Auch in: Reisen in die Morgenländer.
Wien, Schrämbl, 1792. 8. 1. band. Dies ist ein schlechter nachdruck in
Berlin erschienener deutscher Übersetzungen von englischen reisenden. Ich
verglich diese Übersetzung mit der guten folgenden in Paulus’ Sammlung
der merkwürdigsten Reisen in den Orient (Jena 1792): Reise von Aleppo
nach Jerusalem um Ostern 1697. gemacht . . übersezt nach der 6. Ausgabe
des Originals, Oxford 1740. I, 7 — 193, nebst den 2 briefen bis 196 und
mit anmerkungen 295 — 342. Auch die hamburger-ausgabe von 1737 ist
weit besser als die berlin- wiener. S. Bellermann 2, 84, Munk 656", Rau-
mer 8 (4. aufl.), Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, van Senden 1, 363,
Grässe’s Trös. 4, 448, Petzholdfs Anz., 1863, 11 f. Der Verfasser schreibt
nüchtern und gediegen, und seine schrift kann heute noch in mancher be-
ziehung vielen als muster dienen.
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*1697. R. Chiswell. Journal of a Voyage from Aleppo to Jerusa-
lem. Ms. im brittischen Museum zu London.
1697. Der franziskaner Konrad Hietling, guardian in Bethlehem.
Peregrinus affectuose per Terram Sanctam et Jenisalem a Devotione et Cu-
riositate Conductus, tarn in pietate quam notitiä instructus expedit in Christia-
nitatem. Sub auspiciis . . Georgii Ferdinandi, S. R. I. Comitis de Falben-
haubt . . Curiosis, Et Devotis Librum I. et II. Annotante, et deferente Fratre
Conrado Hietling. Graecii, D. Wälder, 1713. Fol. I 5 bll., 343 s., H 270
s. u. Index 1 0 bll. Mit 1 titelkupfer, 1 karte nach den Stämmen, 1 vogel-
ansicht von Jerusalem, 1 plan der kirche und geburtskapelle in Bethlehem
(ziemlich nach Quaresmio), mit dem grundriss der via dolorosa, mit einer an-
sicht des Ölberges und der grabkirche in Jenisalem nebst durchschnitt. S.
Bonar 524. Es ist dies ein ausserordentliches werk, nach seiner art ein
sehr gelehrtes, grösstentheils in gebundener rede. Was nicht in versen be-
sungen wird, oder der prosaische theil zwischen den versen ist mehr ein
kommentar oder nebensache. Peregrinus meus, schreibt Hietling, in primo
Palaestinus, in secundo libro totus Jerosolymitanus Urbem Sanctam lustrat,
et illustrat. In dem kommentar findet sich hin und wieder etwas brauch-
bares. -Am Verfasser ist die Selbständigkeit zu rühmen, wie sie sich beson-
ders an einem beispiele zeigt. Man hatte allgemein behauptet, dass die fran-
ziskaner wegen der gräber Davids und Salomos vom berge Zion durch die
mohammedaner vertrieben worden seien. Unbefangen äussert sich, nach Di-
dacus de Cea (üb 1. c. 8. § t. fol. 21 1), Hietling (1 , 330; 2, 9): Po-
tissima causa fuit expulsionis defectus judicii, et indiscretionis alicujus Guar-
diani suae opinioni inconsulte et nimium pertinaciter inhaerentis. Der fran-
ziskaner hatte das glück, im grafen von Falbenhaubt einen Mäcenas zu finden,
durch welchen der druck des voluminösen buches zu stände kommen konnte.
Dr. Laurent und ich, willens, vom j. 333 (pilger von Bordeaux) an bis zum
j. 1187 alle reisen nach dem h. Lande in einer Sammlung herauszugeben,
haben heute Ursache, den pater Hietling zu beneiden; wir vermögen, aus
mangel an Unterstützung, unser Vorhaben nicht auszuführen.
1697. Der domherr A. Morison von Bar le Duc. Relation histo-
rique d’un Voyage nouvellement fait au Mont de Sinai et ä Jerusalem. On
trouvera dans cette relation un dötail exacte de ce que l’autlieur a vü de
plus remarquable en Italie, en Egipte et en Arabie. Dans les principales
provinces de la Terre - sainte. Sur les cötes de Syrie et en Phoenicie. Dans
les Isles de la Mediterranöe . .; avec une idöe juste de la religion, du
genie, des moeurs et des coutümes des Turcs. Par le Sieur A. Morison . .
Divisöe en trois Parties. Toul, A. Laurent, 1704. 4. 11 bll., 758 s. Mit
I portrait u. 2 karten. Deutsch: Reisebeschreitging . . Hamburg 1704. 4.
Eine hs. wird in Metz bewahrt nach Haenel Catal. 220. S. Gemelli 1, bl. 9
(Questo viaggio non b cattivo, e forse ancora utile, essendo de’ piü moderni),
Ritter 15, 52, Robinson 2, 546, Petzhold t’s Anz., 1863,110. Der Verfasser
schreibt ausführlich und wol unterrichtet; doch scheint am werke die Schreib-
art das beste.
*1697 ff. Der franziskaner Vinzent Stern aus Villingen, aposto-
lischer missionar und präses des h. Grabes. Seine briefe sind mitge-
iheilt von J. Leichtlen in den Schriften der Gesellschaft für Beförderung der
Geschichtkunde zu Freiburg im Breisgau. Freiburg i. B. 1828. 1, 562 ff.
Geisheim’s nokenzollem 57.
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1698. Der minorit Giovanni Benedetto, Ragguaglio di Terra Santa.
Cod. ms. ital. 43 in der Staatsbibliothek zu München. Schön geschrieben,
aber ohne eigene forschung, so weit ich sah.
1699. Der franziskaner Felix Beaugrand. Relation nouvelle et tres-
fidelle De la Terre Sainte par Felix Beaugrand. Paris, A. Warin, 17 00.
2 theile in 1 band kl. 8. 160 s. Relation fidelle du Voyage de la Terre
Sainte, Dans laquelle se voit tout ce qu’il y a de remarquable, tant par
Mer que par Terre, depuis le ddpart de Marseille jusqu’au retour de ce
saint Yoyage. Par un Religieux de S. Francois Observantain, qui a fait le
Yoyage trois fois. Paris, G. Valleyre, 1754. 12. 2 bll., 248 s. u. Table
5 bll. In der druckbewilligung vom 25. jenner 1754 wird diese ausgabe
einfach als une nouvelle Edition bezeichnet. Anonym auch Paris 1760.
Früher zitirte ich, weil ich nur eine anonyme ausgabe kannte, das buch im-
mer so: Voyage 1699. S. Bellermann 2, 84, Bonar 524, Rignon (nach
diesem eine aufl. 1760), 1861, 94, Noroff bei Daniel 213. Im ganzen un-
bedeutend.
C. 1700. Der minorit Pietr* Antonio von Venedig. Gvida fedele
alla Santa Cittä di Giervsalemme, e descrittione di tvtta Terra Santa Diuisa
in trentacinque Pellegrinationi , che si pratticano al giorno d’oggi. Con la
notitia de luoghi circonuicini, e misteri operati in essa. Col numero delle
Indulgenze Plenarie, e di 7. anni, & ä quali Chiese, Monasteri, & altri
luoghi siano concesse. Et vna breue Regola di quanto si deue osseruare
nel viaggio, con vna chiara notitia di quanti miglia vi sono da luogo ä luogo,
sino alla S. Cittä. Operetta non men curiosa, che diuota, & vtile ä qual-
siuoglia persona, che vogli intraprendere vna si santa, e meritoria Pellegri-
natione. Del P. Pieta*’ Antonio di Venetia. Venetia, D. Lovisa, 1703. 8.
8 bll., 429' s. u. Tavola 8 bll. Mit vielen in den text gedruckten holz-
schnitten, beinahe durchgängig nach dem Viaggio al S. Sepolcro. Spätere
ausgabe: Venetia, D. Lovisa, 1714, 8.; Venetia, D. Lovisa, 1715, 8. S.
Briemle 323, Berggren 3, 40, Topogr. 1, XLVIII, Hody’s Tombeaux 430
(1. öd.), Rignon* 1861, 93. Nach Chrysanthos (91), der buch und kapitel
zitirt, muss es noch eine andere auflage gegeben haben (xa&wg ötif.ui(6vu
. . 'Aviwviog Btvtxog tv tu u. KecpaX. tov devr^QOv BißXiov % rjg Hegi-
ygayris zrjg c Ayiag r?jg); denn in der angeführten ausgabe von 1703
gibt es keine eintheilung in bücher und kapitel. Pater Antonius motivirt
die herausgabe der schrift hauptsächlich damit, dass das alte buch : Viaggio
da Venezia al S. Sepolcro, das in vieler händen sich befinde, für seine zeit
nicht mehr geeignet sei. Zudem ist des Venezianers guida mit weit mehr
methode geschrieben und allerdings, abgesehen von den illustrazionen , eine
quellenschrift, die hin und wieder belehrung gewährt.
C. 1700. Der minorit Daniele von Casale. Sacro Viaggio a Terra
Santa Composto dal Padre Daniele di Casale. Vercelli, P. A. Gilardono,
1711. KI. 8. Ein anderer, aber fehlerhafter druck erschien früher. Nach
dem 1. drucke hielt sich Daniele wieder, etwa 4 jahre, im h. Lande auf,
um sich noch besser zu orientiren. Das büchlein ist beachtenswerth , ent-
hält der persönlichen erlebnisse wenige; doch wurde der massstab der
kritik nicht angelegt.
1700—1709 und (Egmond) 1720 — 1 723. Johannes Heyjnan, professor
orientalischer sprachen in Leyden, und Johan Ägidius van Egmond van
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120
der Hyenburg, holländischer gesandter in tfeapel. Reizen door een ge-
deelte van Europa, Klein Asien, verscheide Eilanden van de Archipel, Syrien,
Palestina of het H. Land, Aegypten, den Berg Sinai, enz. In den beginne
van deze Eeuw gedaen door . . Johan Aegidius van Egmond van der Nyen-
burg . . en . . Johannes Hey man . . Alles uit beider eigenhändige nagelaten
Schriften opgemaakt, in een goede order gebragt, Briefs - gewyze zamen-
gestelt en behoorlyk ter Druckperse bezorgt door Johannes Wilhelmus
Heyman, M. D. Leyden, A. Kallewier, 1757 f. Gr. 4. I 8 bll., 412 s. u.
2 bll., II 1 bi., 431 8. J. W. Heyman, ueffe des Johannes Heyman, hatte
den unglücklichen gedanken, die handschriften beider reisenden zu verschmel-
zen, und so verpfuschterer das ganze. Englisch London 1759. 8. 2 voll.
S. Meusel l, 2, 9t, Jäck a. a. o. 1, 11, Raumer 8, Ritter 15, 52, Robin-
son 2, 546 sq., van Senden 1 , 363 f., Laorty-Hadji 531, Petzholdtfs
Anz., 1863, 47. Das werk verdient immerhin beachtung im hohen grade.
*1701. Leontins. Pilgerfahrt von Moskau nach Jerusalem 1701. Hs.
in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Auch erschien der gleiche
bericht unter dem namen Iwan Lukianoff : IlyTeuiecTBie Bt CßBTyio 3e»uiio
CTapooöpiiAqa MocnoBCKaro CBaujemiiiKa «lyKb/uioBa , bi> ijapcTBoeauie
lleTpa BejiHKaro. Mock. Noroff bei Daniel 214.
1702. Der päpstliche korporal Niklaus Reymann von Maria -Ein-
siedeln in der Schweiz. Gründtliche Relation, Oder Wahrer Bericht vnd
eygendtliche Verzeichnis Der vollzognen Reiss vnd H. Walfahrt in das H.
Land Palestinam nach Jerusalem, vnd denen vmbligendcn hochheiligen
Oerthern der Geburt, Lebens* Leydens, vnd Sterbens vnsers HErrn vnd Hey-
lands Jesu Christi. Beschehen Von mir Nicolao Reymann . . Zugleich mit
meinem getrew- vnd beständigen Reiss - Gefehrten Joseph Ackermann von
Hitzligen . . im Lucerner - Gebiet . ., gemein angefangen Den 4. Hornung
1702. vnd glücklich vollendet, den 26. Mertzen, 1703. Zug, J. C. Rooss,
1705. 12. I bl., 230 s. u. Register 3 bll. Mit l titelkupfer. Der Ver-
fasser war des italienischen völlig kundig, und konnte auch mit den mönchen
leicht verkehren. Die sehr seltene sclirift enthält manche lehrreiche notizen.
*1704. Der mönche Makarius und Silvester reise nach Jerusalem.
Ms., 4., in der Sammlung von Undolsky: IlyTJ» na»rb MOHaxa^rb MaKapiio
h CüjibBecTpy 1131 MOHacTupa BceMiMocTiiBaro Cnaca Hosropo^Ka
CtsepcKa 40 Cb. I'pa 4 a Iepycajuma, bt> 1704 ro 4 y. Noroff bei Da-
niel 214.
*1704 — 1705. Des ordenspriesters Hierotheus von Retschanin in
Serbien reise nach der stadt Jerusalem. IlyTbuiacTBie rpa4y lepy-
ca^HMy Iepooeii, iepoMOHaxa PauaHHHCKaro. Veröffentlicht vom professor
Bodiansky in den Schriften der gesellschaft für alterthümer und geschieh te
zu Moskau. Noroff bei Daniel 214. Bemerkenswerth ist, wie man mir ge-
fällig aus S. Petersburg mittheilt, die beschreibung des gottesdienstes , wie
er damals in Jerusalem gehalten wurde.
* 1707 — 1709. Des mönches Hippolyt Wischensky von Tschernigow
Pilgerfahrt nach Jerusalem und auf den berg Sinai: lle^Hpiiuaaia hjih
nyreuiecTBeHHHK'b MoHaxa finno4HTa BnuitucKaro. Hs. in fol. auf der
öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Noroff bei Daniel 214.
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121
1707, 1710 und 1713. Der franziskaner Johannes Cantius Solik.
Fasciculus Myrrhse in campis Palästinas collectus: seu Sacrorum Locorum
ibidem existentium (prout nunc sunt) brevi methodo descriptio a Joanne
Cantio Solik. Brun®, J. F. Sveboda, 1716. 4. Die seiten gehen bis Ee.
S. Myller 1, 142. Gedrängt, ohne kritik, kaum mehr brauchbar. Ich er-
innere an das bouquet von Boucher und an das blumenbuch von Zwinner.
Die minoriten mit ihrer lebhaften phantasie lieben die floskeln.
1709, 1712, 1716, 1722 f. Vinzent Briemle aus dem ehemaligen
bisthum Konstanz. 'Die Durch die drey Theile der Welt, Europa, Asia
und'Africa, Besonders in denselben nach Loreto, Rom, Monte - Cassino, nicht
minder Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Berg Sinai, *c. k . und andere heilige
Oerter des gelobten Landes angestellte Andächtige Pilgerfahrt, Worinnen
nicht allein Solcher Gnaden -Orte Ursprung, grosse Wunderthaten , heilige
Reliquien und Ablass, sondern auch derer Yölcker Sitten, der Länder wunder-
liche Gewächs, der Thiere Eigenschafften, \ind alle andere Merkwürdigkeiten
zu finden; Also, Dass sich deren nicht allein die Pilger, sondern auch Rei-
sende von Adel, welche fremde Länder zu besehen belieben, ingleichen Kauf-
Leute und andere zu ihrem Nutzen und besseren Unterricht bedienen kön-
nen. Aus eigener Erfahrung, durch achtzehen -jährige mühesame verrichtete
solche Reisen, zu seiner Privat - Ergötzung aufgezeichnet von Vincentio
Briemle . . Jetzo aber Mit sonderbaren Anmerkungen aus vielen alt- und
neuen Geschieht- und Land - Beschreibungen , auch andern bewährten Au-
toren versehen, durch Johann Joseph Pock , Ritter . ., beeder Rechten
Doctorem . . Anderer Theil. Die Reisen von München durch Saltzburg,
Cärnten und Welschland, biss an das Adriatische Meer und desselben
durch die Türckey in das H. Land, dann alle darinnen heilige auch
andere sehens - würdigen Ort, biss in Egypten, mit verschiedenen Kupfern
ausgezieret. München, G. C. Weber (Nürnberg), 1729. 4. 8 bll., 560 s.
u. Register 30 bll. Kupfer finden sich im werke sehr spärlich, lauter kopien:
eine vogelansicht der h. stadt vom Ölberge aus, ein grundriss der frauen-
grabkirche im Josaphatsthale und der Marienkirche und ihrer höhlenbauten
in Bethlehem, das grab Christi mit kapelle nebst plan der kirche. Wenn
nicht der hofrathsadvokat Pock, der alles redigirte, während die wittwe
Maria Regina den nachlass ihres mannes dem abte Hermann in Roth zueig-
nete, als bürgschaft gelten könnte, da er die vielen Zeugnisse des etwas
abenteuerlichen reisenden eingesehen haben musste, so würde man zweifeln,
ob Briemle wirklich in Jerusalem war, und wenn ja, so waren seine notizen
äusserst dürftig, der art, dass Pock fast alles aus ältern Schriftstellern ent-
lehnte, wie denn über den neubau der grabkirche kein wort steht, und die
nachricht über Ain Kärim durchaus dem zustande in der mitte (ies 1 7. jahr-
hunderts entspricht. Man darf von Briemle unbedenklich das äuge abwenden.
1712. Michael Eneman, schwedischer gesandtschaftsprediger.
Det Helige Landets Beskrifning . . af Michael Eneman författad är 1712.
och de följande, ünder en läng, äfwentyrlig, dock lyckelig, pä . . konung
Carl XII. befalming och kostnad öfwer det Landet giord resa. Upsala 1740.
4. Sehr ausführlich und beachtenswerth über Jäfa, über dessen handel, zoll,
ausfuhr. Vgl. Berggren 3, 191 fl*.
*1712. Des mönches Barlaam Pilgerfahrt nach Jerusalem: Ilepe-
rpnHaqia h.ih üyTHHKT» 40 Cß/rraro rpa^a lepycajMMa. Otb MOHaxa
Bapjia&Ma. Hs. in der Sammlung voq Undolsky. Noroff bei Daniel 214.
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*1712. Andreas Ignatieff, russischer gesandtschaftspriester in Kon-
stantinopel, seine reise von da nach Jerusalem: AHApeft HruaTbeB'b,
CBmiiemuiK?». nyreuiecTBie ii3i» KoHCTaHTHHonojm bi» lepycjuiHM’L. Hs.
in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg, Sammlung des grafen Tolstoy.
Noroff bei Daniel 214.
1715. Der priester Turpetin ans der diözese Orleans. Yoiage de
Monsieur Turpetin . . Dans Les Saints Lieux de Jerusalem. Coli. gall. hist,
nr. 23, fol., in der bibliothek des arsenals zu Paris. Die hs. (wahrschein-
lich kopie), welche der graf de l’Escalopier besass, hat den titel: Journal
des St. Lieux de Jerusalem et de Rome fait par le Sr. turpetin . . Fol.
Vgl. Haenel Catal. 357 , Laorty-Hadji 531 f. Die schrift enthält einige
brauchbare notizen.
1715. Der erzbischof Br. Henrik Benzelias in Land. In: Den Swenska Mercu-
rius von Gjörwell, 4. jahrg. 2. th. (4. quartal, 1758), Stockholm, ist Benzelias’ reise
nach Jerusalem nur kurz berührt (s. 227). Eigne briefe von ihm sind im jahrg. 1760,
april, mai, junius, s. 148 ff., hinter einem briefe Hasselquist’s aus Alexandrien im mai
1750, nichts aber Uber Palästina enthaltend, abgedruckt.
1716. Der von Ludwig XIV. mit einer wissenschaftlichen Sen-
dung betraute Paul Lucas. Voyage du Sieur Paul Lucas, fait par ordre du
Roi dans la Grece, l’Asie Mineure, la Macedoine et l’Afrique. Tom. I. Con-
tenant la Description de la Natolie, de la Caramanie, & de la Macedoine.
Tom. II. Contenant la Description de Jerusalem, de l’Egypte, et du Fioume :
avec un Memoire pour servir k l’Histoire de Tunis, depuis l’annöe 1684.
Amsterdam, la Compagnie, 1714. 8. I 15 bll., 323 s. u. 5 bll., II 5 bll., 328 8.
Mit 2 karten u. 17 kk. Frühere ausgaben: Paris, 1704. 12., 2 voll.; k la
Haye 1 7 OS ; Paris 1710, 2 voll. Spätere: Rouen 1719, 12., 3 voll.; Amster-
dam 1720, 12., 2 voll.; Paris 1724, 12., 3 voll. Letzte auflage: Voyage
du Sieur Paul Lucas, fait en 1714, &c. par ordre de Louis XIV. dans
la Turquie, TAsie, Sourie, Palestine, Haute et Basse Egypte, &c. Oü l’on
trouvera des Remarques trös - curieuses . . ; une Description du Gouvernement,
des Forces, de la Religion, de la Politique et de l’dtat present des Turcs . .
Amsterdam, la Compagnie, 1744. Kl. 8. I (enthaltend Palästina) 13 bll.,
384 s. u. Table 4 bll., II l bl., 384 s. und Table 3 bll., III l bl., 346 s.
u. 5 bll. Mit 1 karte und mit kk. Deutsch: Allerneueste Reise In Klein
Asia und Africa; Worin die merckwürdigste Alterthtiraer Von Griechen-
Land . . Mit angenehmen Umständen beschrieben werden. Auf Befehl Des
Königs Von Franckreich, Abgelegt von Hm. Paul Lucas. Aus dem Franzö-
sischen ins Deutsche übersetzet. Nebst einer accuraten Land -Carte. Ham-
burg, Wiering, 1721, 1724. 8. 2 theile. S. Gemelli 1, bl. 8, Bellermann,
2, 83, Grässe’s Trds. 4, 276, Petzholdt’s Anz., 1863, 47 f. In der schrift
findet sich weniges von einiger bedeut ung. Das j. 1716 gilt der spätem reise.
1719. Marcel Ladoire, vikar des heiligen Landes. Voyage fait k
la Terre Sainte en l’annde 1719. Contenant la Description de la Ville de
Jerusalem, tant Ancienne que Moderne, avec les Moeurs et les Coustumes
des Turcs. Paris, J. B. Coignard, 1720. 8. 6 bll., 398 s. u. 5 bll. Nicht
ohne werth, zumal wegen der aufmerksamkeit , welche dem bau des grab-
doms geschenkt wurde.
1719. Der Zisterzienser Robert Leob, abt des stiftes und klosters
unserer lieben frau zum h. Kreuz im Wald, in Hiederösterreich. In-
cunabula Verbi incarnati et lectulu^, morientis Hierosolymis a . . Domino
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Roberto . . arduo olim Itinere in Palaestinam snscepto pervestigata Annis
1719 et 20 . . Nunc pono ex autographo Itineris ejusdem Diario fideliter
descripta et publici juris facta operä Patrum Cisterciensium Campililij de-
gentium 1731. Gr. 8. 2 bll. carmen votivum, dann s. 440 — 548. Der
berausgeber war ein konventual in Lilienfeld. Dieser titel wurde mir vom
pater Neumann im H. Kreuz mitgetheilt. Deutsch : Der Andächtige Pilgrim,
oder Wahrhafftige und Merck würdige Beschreibung der Reise, welche . .
Herr Robertus . . In das heilige Land und nach Jerusalem glücklich hinter-
leget. Aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet von Jasander. Nürn-
berg, J. A. Schmidt, 1740. 8. 8 bll., 176 s. u. Register 8 bll. Die latei-
nische ausgabe ist sehr selten, selten die deutsche. Robert benutzte den
Adrichomius, nach Neumann im lateinischen original den Adamnan (Arculf).
Er schreibt lieblich, doch nichts gediegenes für die geographie.
1719. Balthasar Schmid aus Schwaben. Dess In das gantze Ge-
lobt- und Heilige Land zwey mal verreiseten Pilgrams Balthasar Schmids,
Verfasste und aussgeführte Reis -Beschreibung; In welcher dem Geist- und
Weltlichen Leser Zum Lust und Nutzen, Die vorfallende Oerter, Länder,
Gewächse, Seltsamkeiten; Die Völker samt ihrem Ursprung, Sprachen, Sit-
ten, Glauben; Wie auch die Erklärungen Der Hebräischen und anderer
fremden Wörtern . . Mit grosser Mühe und sorgsamen Fleiss vorgestellet
hat P. Magnus Schleyer , Dess . . Gottes - Hauses Elchingen Benedictiner.
Ulm, E. D. Süss, 1723. 8. 11 bll., 900 s. u. 10 bll. Mit dem portrait
des Verfassers, 1 karte und mit kk. , einer originalen ansicht des berges
Calvaria (584), sonst kopien. Das buch hat wenig itinerären werth, und
trägt mehr einen theologischen karakter.
1720—1723. S. oben sub anno 1700 (Heyman) den holländer van
Egmond.
1721. Charles de Sainte-Maure, genannt le Commendeur de Beau-
lieu. Nouveau Voyage de Grece, d’Egypte, de Palestine, d’Italie, de Suisse,
d’Alsace, et des Pais-Bas. Fait en 1721, 1722, et 1723. La Haye, P.
Gosse, P. de Hondt, 1724. 8. Unter dem Epitre unterschreibt sich der
Verfasser mit den buchstaben C. D. S. M. XXX s., 1 bl., 412 s. Englisch:
A new Journey Through the Kingdoms and Provinces of Italy, Greece,
Egypt, and Palestine; As also Thro’ Swisserland, Alsatia, and the Nether-
lands. Written by a French Officer, who travelled those Countries in the
Years 1721, 1722, and 1723. In XXV Familiär Letters to a Friend.
Containing Many Curious Observations relating to the Present State of those
Countries, not mention’d by Other Writers. The second Edition. London,
J. Osborn, 1739. 8. 4 bll., 269 s. und Index 5 bll. S. Petzholdt’s Anz.,
1863, 48. Unbedeutend, vielleicht apokryph. Die Übersetzung ins englische
ist ziemlich frei.
1722. Professor Thomas Shaw von Oxford. Travels, or Geographi-
cal, Physical and Miscellaneous Observations &c. — Travels, or Observations
relating to several parts of Barbary and the Levant. By Thomas Shaw.
Oxford, Theatre, 1738. Fob 4 bll., XVI, 442 u. 60 s. mit 4 bll. Nebst
1 1 karten , 2 1 kk. u. in den text eingedruckten holzschnitten. Spätere
ausgabe: London 1757. 4. (Laorty-Hadji erwähnt 532 eine oxforder von 1 746
in folio); Edinburgh 1808, 8.; auch in Pinkerton’s Sammelwerk: A general
Collection of Voyages and Travels. London 1810. 15,222 sqq.: Dr. Tho-
mas Shaw, into Syria and the Holy Land. Französisch: Voyages de Mons .
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Shaw, M. D. dans plusieurs provinces de la Barbarie et du Levant : Conte-
nant des observations g^ographiques, physiques, philologiques et meines snr
les royaumes d’Alger et de Tonis, sur la Syrie, FEgypte et l’Arabie Petrde.
Avec des Cartes et des Figures. Tradoits de l’Anglois. La Haye, J.
Neaulme, 1743. 4. I 1 bl., XL u. 414 s., II iv n. 162 s. Mit bemer-
kungen und Verbesserungen vom autor selbst. Nebst 160 s. Extraits de
plusieurs Auteurs . . Deutsch : Thomas Shaws . . , Reisen oder Anmerkungen
verschiedene Theile der Barbarey und der Levante betreffend. Nach der
zweyten engländischen Ausgabe ins Deutsche übersetzt und mit vielen Land-
karten und andern Kupfern erläutert. Leipzig, B. C. Breitkopf, 1765. 4.
lObll., 424 s. u. Register 11 bll. Mit 32 kupfertafeln. Die Übersetzung
rtyhrt von J. H. Merk her. In der 2. abtheilung (227) beschlägt das 1. ka-
pitel Syrien, Phönikien und das h. Land. Ins holländische übersetzt Uit het
Engelsch . . door Boddaert, met anteekeningen v. Rau, Tydeman en Saxe.
Amsterdam 1780. Gr. 4. 2 voll. Die Verfasser von anmerkungen waren
Professoren in Leyden. S. Bellermann 2, 85, Munk 656 1 ', Raumer 8, Ro-
binson 2, 547, van Senden 1, 364 f., Engelmanns Bibliotheca geogr. 121,
Petzholdt’s Anz. , 1863, 48 f. Über Palästina spärliches vom nüchternen
beobachter.
1723. Eines Salzburgers reise nach Jerusalem. Cbm., nr. 3007,
in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend.
*1723 1747. Des Basilius Barsky fussreise nach den h. Stätten in
Europa, Asien und Afrika, Unternommen 1723 und beendigt 1747. S. Pe-
tersburg 1778. Fol., und zwar russisch: BaciLiiif BapcKHi. IlyTeniecTBie
kx cBAThumTB mIjctüml bx Eßpoirfe; Aaiii h Alpinst, npe^npiaToe bx
1723 h oKouueHHoe bx 1744 ro 4 y. C. IleTepö. 1778. Bx a. 5., letzte
ausgabe 1800. 4. 2 voll. Noroff bei Daniel 214. In topographischer und
biblischer hinsicht, schreibt man mir gefällig aus S. Petersburg, ist Barsky’s
reisebeschreibung nicht von bedeutung, aber sie verdient alles lob wegen
der umständlichen beschreibung der kirchen und klöster, die man in der-
selben findet.
*C. 1723. Der generalprocurator des franziskanerordens Francisco
Diaz aus Galizien in Spänien. Lucerna hierosolymitana, die ein sehr ge-
schätztes buch sei. Er starb 1728 in Rom. Rignon, 1861, 93.
1725. Der pater Neret, missionar von der gesellschaft Jesu in
Syrien. Schreiben desselben an den p. Fleuriau über Palästina, in: Nouv.
Memoires des Missions de la Compagnie de Jesus. 5 , 1 — 121. Deutsch
in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient. Jena 1798.
4, 86 — 129. Lehrreich.
1725. Der laienbruder Juan de el Santissimo Sacramento. Viaje,
y peregrinacion de Jerusalem, Que hizo el Hermano Fr. Juan de el San-
tissimo Sacramento Religioso Lego de el Orden de nuestro Ser. P. S. Fran-
cisco. Lisboa, D. Gonsales, 1744. 12. Die beschreibung ist kurz und
ordinär.
1726. Der patriarch Chrysanthos von Jerusalem. XyvaavS-ov
rov /Liaxa^KOTUTOv IIuiQiuQyov Ttov ‘IeQoooXvjuwt' c JöTOQia , xai üiQtyQaq^
rfjg Ayiag rijg, xai rijg Ayiag HoXewg c JiQOvaaXtjfi , Ex fj xai mpi ttjg
aQxalag olxodo^rjg rtjg ix avrfj MeyuX^g 'ExxXrßiag , tjTOi tov 2tßao/uto v f
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xai Qiiov Naov t rjg rov KvqIov fj^xwv Avaordotwg, xotvwg fjdi] Xeyofiivrjg
jov Ayiov Td(pov xai twv /ueid ravra avaxuivtafLtwv rov avzov xutu
dia(poQovg xatQovg. Chrysanthi Beatissimi Patriarch« Hierosolymorum Histo-
ria et Descriptio Terr« Sanct«, Urbisque Sanct« Hierusalem, In qua et de
Veteri, qum in ea est Ecclesi« Magnm «dificatione , Venerandi nempe ac
Divini Templi Ascensionis Domini Nostri, vulgo Sancti Sepulcri nuncupat«,
deque ipsius postea secundum varia tempora instaurationibus. c Erajirjoi ,
1728. il«p« Aviwviw iw BoqtoXi. Gr. fol. 4 bll., 136 s. Das titelblatt
mit einer Vignette unter dem lateinischen titel ; auch mit einem grossen plan
der h. stadt und der grabkirche. Das buch ist im ganzen von wenig werth,
und diesen erhält es zumeist dadurch, dass der Verfasser ein grieche ist,
der uns schon auf dem titel leibhaft anschaut, indem ein patriarch auf dem
berge Zion, höher als dieser selbst und schier so breit als die bürg Davids,
in eine kolossale posaune stösst. Der Verfasser kannte auch einen theil der
fränkischen litteratur, wie die Schriften des Burkhard (6 Movaydg Bqo/uq-
Sog, ij BovQX&Sog ), Adrichomius (6 XgioTtavog ASQiyofTiog. 17), Quaresmio
(o 0Qa OQayylaxog KßaQlo(.aog. 94), den Peter Anton von Venedig (6 ix
rfjg ru&wg twv Mivovqiwv Oquteq Avrwvtog Btvtrog. 91), Sanson (6
NixoXaog 2dvowv, iniarif.iog rtwyQucpog rov BuaiXlwg twv rdXkwv. 18)
und Reland (ASgiavog c PtXdvöog c OXXuvSog . 19), und unter den griechischen
Schriftstellern nannte er den jerusalemer- Patriarchen Dositheos (83), den
grosslogotheten Alexander Maurokordatos in Konstantinopel (druck in Bukarest
1716) und den atheniensischen metropoliten Meletios (18 f.). Chrysanthos
gab auch heraus eine anleitung, betreffend die hochherrliche vortrefflichkeit
der h. stadt Jerusalem und das h. Land und lebengebende grab unsers
Herrn, Tvno&ev iv t fj Ayia JJoXei . xard (urjva ^enze/ußQiov . UaQlyec&ai
SwQtdv ix (.ilQovg tov tlavaylov Tdcpov. Das ist wol der erste druck in
Jerusalem. In diesem buche wird der bannfluch und die ausstossung aus
der gemeinschaft ausgesprochen über diejenigen, welche sich widersetzen,
das holz des verehrungswürdigen kreuzes, das ehrwürdige und lebengebende
grab unsers herrn , das heil. Golgotha, die h. stätte der kreuzigung, die heil,
höhle der menschwerdung unsers Herrn, seine fussstapfen auf dem Ölberge
und andere heil. Stätten anzubeten, d. i., zu ehren, gleich wie die Vorväter
vor der zeit der heil, apostel an ,bis heute’ sie hier angebetet und verehrt haben,
weil eine andere lehre gegen die kirchliche Überlieferung und die rechte aus-
legung der heil, schrift anliefe, und eine Verdrehung nach den eingebungen
der phantasie wäre. Chrysanthos, aus der familie der Notara, folgte seinem
oheim Dositheos im patriarchale. Jener, nach Vollendung seiner Studien in
der griechischen litteratur, besuchte, mit erlaubniss seines oheims, die höhern
lehranstalten in Padua und Venedig, wo er latein, mathematik und astrono-
mie trieb, dann Bologna, darauf die meisten hochschulen Europas, zumal
die von Frankreich. So erwarb sich der mann eine bei neugriechen unge-
wöhnliche bildung, und er ist auch einer der wenigen neugriechischen theologen
und schriftsteiler von einigem ruf. S. Lusignan 2, 221 sq., Jowett 434 f.,
Herzog’s Real-Encyklop. für protest. Theologie u. K., artikel Chrysanthos.
1726. Pater Angelicus Maria Myller, Ordens der diener unserer
lieben frau, böhmischer provinz. Peregrinus in Jerusalem. Fremdling
zu Jerusalem. Oder: Ausführliche Reiss - Beschreibungen, Worinnen P. An-
gelicus Maria Myller . . Seine Fünff mit GOttes Geleit in Europa, Asia, und
Africa glücklich zurückgelegte Haupt - Reisen , Nebst allen anbey vorgefalle-
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nen Denkwürdigkeiten, zu Ehr und Lob des Allmögenden Grossen Schöpffers
Himmels und der Erden; wie auch zu Lieb und Nutzen des Nächsten auff-
richtig beschreibet, und in Fünff Bücher abgetheilet, unverhalten an Tag
giebt. Alles Mit Chronologico - Historischer Calculation der Länder, König-
reichen, Inseln, Halb -Inseln, Haupt -Städten und Städten; Nebst deren Ur-
hebern, Regenten, Glauben, Sprachen, und Gebräuchen :c. :c. Zugleich Mit
Hydro- und Geographischer Observation Aller Reisen zu Wasser und Land
genau vorgestellet. Prag, J. Emler, 1729. 4. I 20 bll., 462 s. u. Register
6 bll. Mit dem bildnisse Ferdinands, des erzbischofs von Prag. Das 2.
buch : Peregrinus in Jerusalem, . . Das ist : Aussführlicher Orientalischen Reiss-
Beschreibungen Andertes Buch, Worinnen P. Angel. M. Myller . . Seine un-
ter Göttlichen Schutz glücklich zuruck gelegte Änderte Reiss von Jerusalem
nacher Constantinopel Mit Chronologico - Historischer Calculation aller Denck-
würdigkeiten, Nebst Hydro- und Geographischer Observation aller merck-
würdigen Dingen und Begebenheiten über Wasser und Land aufrichtig be-
schreibet, Auch Die fürnehmste Oerther, Städte und Insuln, mit vielen an-
deren Seltsamkeiten an Tracht und Lebens -Arth der Menschen; Eigen-
schaften vieler unterschiedlichen Thieren ; Beschaffenheiten verschiedener
Mineralien, Steinern, Kräutern, Frucht- Blumen- und Balsam -bringenden Ge-
wächsen, jc. in Kupfern vorgestellet. Prag, J. W. Helm, 1730. 4. Dieses
2. buch (band) enthält 8 bll. , s. t-^-296 und Register 4 bll., sowie, das
3. buch (Egypten) mit gleichem titel, Prag, M. A. Höger, 1730, 2 bll., s.
297 — 520 und Register 4 bll. Mit 37 kk. Das 1. buch enthält keine
kupfer; das 4. buch (reise nach Haleb und Schebet Seman) und das 5. (reise
nach Alexandrette, Kypern und Rom) oder der 3. band, Prag bis 1732, fehlt
in meinem exemplar. Spätere auflage: Wien und Nürnberg, P. C. Mo-
nath, 1735. 4. 10 bll., 964 s. u. 9 bll. Mit titelkupfer u. 70 tafeln. S.
Petzholdtfs Anz., 1863. 49, Gratz 624, 632 (unvollständige und irrige an-
gaben), Geisheim’s Hohenzollern 57. Das werk des aufrichtigen Verfassers,
mit Tlen prozessionsgesängen versehen, ist nicht ganz ohne werth.
1726. Der polnische edelmann Thomas Stanislaus Wolski. Illustris
Peregrinatio Ierosolimitana Latiüs protracta per tres insigniores Mundi Partes,
k Thoma Stanislao Wolski . . nempe Per Evropam, Asiam & Africam, In
quibus multa Regna peragravit Barbarorum, infideliumque tarn in terra firma,
quam in Mari existentia; innumerasque penetravit Insulas . . Cujus Autho-
ris vita in exordia ejusde peregrinationis proponitur. Leopoli, Confratern.
S. Trinitatis, 1748. 4. 9 bll., 291 s. u. Index 5 bll. S. Petzholdfs Anz.,
1861, 291. Einige notizen des ungemein abergläubischen pilgers brauchbar,
dessen buch sehr selten ist.
1730. Johann Schwaiberger’s reise nach Palästina. Cod. bav. ms.,
nr. 2968, in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend.
C. 1730. Des abtes Bartolomeo Angeli Viaggio die Terra Santa.
Venezia 1738. 8. S. Bassi I, 239. Unbedeutend.
1731. Der franzose Tollot. Nouveau Voyage fait au Levant &s
annöes 1731 et 1732. Contenant les descriptions d’Alger, Tunis, Tripoly
de Barbarie, Alexandrie en Egypte, Terre Sainte, Constantinople, &c. Par
le sieur Tollot. Paris, A. Cailleau, 1742. Kl. 8. Vortitel: Nouveau Voyage
du Levant. 2 bll., VI u. 354 s. Tollot reiste mit dem akademiker, ritter
de la Condamine. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 49. Die kurze, liebliche, doch
nicht überall genaue erzählung ist zu beachten.
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1733. Die schwedischen gesandten am othm&nischen hofe Karl
Friedrich v. Höpken und Eduard Carlsson : Stora Svenska Herrars Resa
. . Stockholm 1768. Dies stehe auch übersetzt in Büschings Palästina, wo
ich es aber nicht fand. Es sei eine kurze beschreibung der reise dieser
männer ins gelobte Land, welche (in schwedischer spräche) mehrere auflagen
erlebt habe. S. Berggren 3, 200 f. Ich kenne: Twänne Stora Swenska
Herrars Rese - Beskrifning, Ifr&n Cypren, til Asien, Förlofwade Landet, Jeru-
salem, och Christi Graf, Jämte Andra märkwärdiga Orter och namukunniga
Ställen, med Chronologiska, Genealogiska och Geographiska Anmärkningar.
Upsatte af L. R. Stockholm, L. C. Grefing, 1768. 4. Wahrscheinlich ist
dies die gleiche Schrift, welche Berggren nur ungenauer anführte. L. R. ist
Lorents Rebren, offenbar der herausgeber. S. Geisheim’s Hohenzollern 57.
Die bloss 1 6 s. umfassende beschreibung ist gedrängt, klar, lesenswerth.
1734. Der esquire Karl Thompson. The Travels of Charles Thom-
son containing his observations on France, Italy, Turkey, the Holy Land,
Arabia, Egypt, and many other parts of the World with a description of
Jerusalem, and other places mentioned in the Holy Scriptures. Dublin 1744.
8. 4 voll. With many plates and coloured maps. Auch London 1748. 4.
3 voll. Deutsch: Reisebeschreibung von Palästina in S. J. Baumgarten’s
Sammlung von Erleuterungsschriften und Zusätzen zur allgem. Welthistorie.
Halle, Gebauer, 1747. 4. 1. thl. S. Bellermann 2, 85, Raumer 8, Bonar
524. Der Verfasser ist treuherzig und bibelfest, kopirt hin und wieder
Maundrell und huldigt allzusehr den mönchischen Überlieferungen, weswegen
seine schrift zu den reisebesclireibungen von gewöhnlichem schlage gehört,
obgleich er sich hier und da eine einsprache gegen jene erlaubt.
*C. 1735. Der kaufmann James Haynes. Travels in several parts
of Turkey, Egypt, and the Holy Land, by James Haynes. London 1741.
Er besuchte einzig Galiläa. Bonar 524.
1738. Der doktor der rechte Richard Pococke, bischof von Meath:
Description of the East, and some other Countries. London 1743 — 48. Fol.
3 thl. in 2 voll. Auch London 1770. 4. Desgleichen bei J. Pinkerton:
A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon-
don, Longman, 1S10. 4. 10, 406 sqq. Ohne die abbildungen. Deutsch:
Richard Pocockes . . Beschreibung des Morgenlandes und einiger andern
Länder Der erste Theil von Egypten Aus dem Englischen übersetzet durch
Chr. Ernst von Windheim . . und von . . dem . . Canzler von Mosheim mit
einer Vorrede versehen. Erlangen, Stifthaus, 1754. 4. 14 bll., 457 s.
Mit einem in kupfer gestochenen Vortitel : Richard Pokocke Beschreibung des
Morgenlandes erste^ Theil von Egypten, mit einer karte und sonst mit vie-
len kupfertafeln. Der zweite Theil von Palästina, Syrien, Mesopotamien,
Cypern und Candien. Daselbst. 24 bll., 428 s. u. Register 10 bll. Mit
l titelkupfer : Richard Pokocke Beschreibung des Morgen Landes der Zweyte
Theil vom Heiligen Lande, Syrien, Mesopotanien , Cypern und Candien, mit
karten und sonst vielen kupfertafeln. Dann: Zwote Auflage nach der eng-
lischen Grundschrift genau durchgesehen und verbessert von Job. Friedr.
Breyer, und mit Anmerkungen erläutert von Joh. Christian Daniel Schreber.
Erlangen, Walther, 1771, 73. 4. 2. thl. 5 bll., 392 s. mit 36 kupfertafeln.
Auch dasselbe Erlangen 1791, 92. 4. Vielleicht eine titelausgabe. Franzö-
sisch: Voyages de Richard Pockocke . . En Orient, dans l’Egypte, l’Arabie,
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la Palestine, la Syrie, la Grfece, la Thrace, &c. &c. &c. Contenant une description
exacte de l’Orient & de plusieurs untres Contrees : comme la France, l’Italie,
l’Allemagne, la Pologne, la Hongrie, &c. & des observations interessantes sur
les Moeurs, la Religion, les Loix, le Gouvernement, les Arts, les Sciences,
le Commerce, la Geographie et l’Histoire Naturelle et Civile de chaque pays,
et gener&lement sur toutes les curiosites de la Nature & de l’Art qui s’y
trouvent: Traduits de l’Anglois sur la seconde edition, Par une Societe de
Gens de Lettres. Paris, J. P. Costard, 1772. 8. 6 tom. Mit dem Vortitel:
Voyages de Richard Pockocke. Der 3. theil enthält Palästina. Dieser Über-
setzung fehlen tlie karten, pläne und abbildungen, sie ist abgekürzt und in
wissenschaftlicher beziehung kaum brauchbar. Barbier’s anführung (Diction-
naire 3, 447): traduit de l’anglois par de la Flotte. Paris 1731. 12. 2
voll., ist irrig. Munk gedenkt (656 1 ’) auch einer ausgabe von 1771 in 7
voll. 12. Holländisch von Ernst Wilheln Cramerus. Utrecht 1776 — 1786.
4. 6 th. in 3 bänden. Rutger Schutte schrieb dazu eine Vorrede, der er:
Verhandelingen over de Reizen der Israeliten in de Woestiju , anhängte.
5. Bellermann 2, 86, Raumer 8, Robinson 2, 547, Ritter 15, 52 f., van
Senden 1, 365, Engelmanns Biblioth. geogr. 120, Grässe’s Trds. 5, 373,
Petzholdt’s Anz., 1863, 50. Der Verfasser, im frühling 1738 neben Körte
in Jerusalem, ist ein guter beobachter, und ihm hat man viel zu verdanken;
doch mangelt seinem styl, wenigstens nach der deutschen Übersetzung von
Windheim, hier und da kiarheit. Keiner lieferte so viel grundrisse wie er,
die sich aber freilich durch Unzuverlässigkeit sehr wenig empfehlen. Die
Ortsnamen in der spräche der araber aufzunehmen, schlug er ganz seltene
routen ein, z. b. von Ain Kärim über das grosse, von B6t Hanlna her-
ziebende thal nach Kalönieh und dann über dasselbe zurück nach D6r el-
Musullabeh. Darin liegt eben das verdienstliche, dass Pococke dem tross
der pilger nicht folgte.
1738. Der buchhändler Jonas Körte von Altona. Jonas Kortens
. . Reise nach dem gelobten Lande, Aegypten, Syrien und Mesopotamien.
Altona 1741. 8. Mit 3 Supplementen. Halle 1746. 8. Jonas Kortens
Reise nach dem weiland Gelobten Nun aber seit siebenzehn hundert Jahren
unter dem Fluche liegenden Lande, Wie auch Nach Egypten, dem Berg
Libanon, Syrien und Mesopotamien, Von ihm selbst aufrichtig beschrieben,
Und bey dieser zweyten Auflage mit zwey Supplementen vermehrt. Auf
Kosten des Autoris. Halle, Grunert, 1743. 8. 15 bil., 736 s. Mit 5 kk.
Dann unter dem gleichen titel, doch nach ‘aufrichtig beschrieben’ mit der
abänderung: Und dieser dritten Auflage das dritte und vierte Supplement
hinten angefüget. Halle, J. C. Grunert, 1751. 8. 15 bil., 712 s. u. Re-
gister 12 bil. Drittes Supplement 6 bil., s. 1 — 108, viertes Supplement,
ebenfalls mit besonderm titel, 111 — 286 s. u. Register 6 bil. Mit 2 titel-
kupfern, 1 plan und 1 vogelansicht von Jerusalem u. a. Ein auszug nach
der ausgabe von 1751 ist enthalten in Paulus’ Sammlung der . . Reisen in den
Orient 2, 29 — 200. Holländisch: Reize naar Palestina .. übersetzt nach
der 3. ausgabe. Amsterdam 1781. 8. 2 tfoll. S. Bellermann 2, 85 f., Munk
656 b , Raumer 8 (4. aufl.), Robinson 2, 547, van Senden 1, 366, van de
Velde’s Memoir 8, Rignon, 1861, 94, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 , und
1863, 49. Der übereifrige pictist kämpfte mit scharfen Waffen gegen den
götzen - und reliquiendienst. Er liebt vorzüglich angriffe auf die sagen der
mönche. Nüchterne kritik würde man übrigens bei ihm vergebens suchen.
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Immerhin kommt man von ihm, dessen entschiedenes anftreten wirklich einen
impuls gab, nicht leer weg.
*C. 1738. Heinrich Venzow’s Reise nach Jerusalem, Cairo &c.
Hamburg 1740. 8. 3. Stuck 2, 124. Mir scheint die angabe Stucks nicht
ganz richtig; es könnte eine Verwechslung mit Rantzow (s. das j. 1623)
stattgefunden haben. Der titel lautet, so weit er bekannt ist, wesent-
lich gleich.
1746. Der karmelitermönch Leandro von Santa Cecilia. Palestina
owero primo Viaggio di F. Leandro di Santa Cecilia Carmelitano Scalzo
in Oriente scritto dal medesimo. Roma, A. Rotilj, 1753. Kl. 4. 14 bll.,
200 8. Mit karte und abbildungen. Dies bildet den 1. theil, Persia owero
secondo Viaggio den 2., Rom 1757, und Mesopotamia owero terzo Viaggio,
ebenfalls 1757, den 3. theil. S. Jäck’s Taschen -Bibliothek der . . Reisen
durch Palästina 1, 12. Vgl. Bellermann 2, 87. Man findet im 1. theil
manche interessante notizen; doch ist es unkritisch, wundergierig geschrie-
ben. Der Verfasser übte auf den reisen die arznei- und wundarzneikunst aus.
Das buch ist selten.
C. 1746. Symeon, archimandrit des h. grabes. IlQoaxvvrirdQtoy
t rjg dyiag noXewg ^ItQOvaaXrjfx , xal ndorjg naXaiorivrig vvv ngärov uqo-
TQonjj, tvXoyia re xal vevoa rov (.taxaQiwrdrov xal aocpoXoyicordrov naxQog
xal narqiaQyov l hQoaoXvf.icü v xvqIov llaQ&eviov Tvnoig ftera oyeäicov
Ixdo&lv, xal danavj] rov navayiov xal £ cooöoyov Tucpov , naqd rov navo-
aiwrarov aQyifxavÖQirov rov avrov dyiov racpov, xvgiov 2i j/uecov rvnix)d-(v.
7va naQlyrjrui roig tvatßloi ydqiv. ly ßilvve r rjg avorQtTjg 1749. 4. 56 s.
mit vielen, durchgängig schlechten abbildungen. Der plan der grabkirche
ist der von Zephar in der Ayla rij. Die Vorrede schrieb Symeon ; ob auch
den text ganz, ist unermittelt. Dieses griechische, durch viele druckfehler
entstellte bethaus (nQoaxvvrjruQioy) hat nur werth, um den Standpunkt des
griechischen pilgers kennen zu lernen. Eine Übersetzung ins russische wurde
besorgt von les rascolnics Brinskis sur une relation faite par Simeon Archi-
mandrite de Jerusalem; ohne datum, 4. Das exemplar, welches ich in der
bibliothek des arsenals zu Paris sah, gehörte Theodor Karjavine, einem
angestellten an der k. Universität 1771. Auch mit vielen schlechten abbil-
dungen, und die schrift (text) ist gestochen (stereotyp) wie in der griechi-
schen ausgabe.
*C. 1750. Der pater Parvilliers. Les stations de Jerusalem, vdri-
fides sur les lieux. Avignon 1768. Rignon, 1861, 94.
G. 1750. Der archimandrit Seraphim Pissidios und der ordens-
priester Oideon. KovrXov StQQKp. 'ÄCyßx jLiovnaylx, JCgtordg *E(plvri(xity]v
/xeXßovr öXovn ayiäx naortjyrj ytQrjv 2iaQerva/xeaarj, IlQOOxvvTjrdQiov r rjg
dyiag noXecog c IeQovaaXfj(x xai ndaug IIaXai(jriy7jg . . dcptsQco&f] rtfi oaiw -
rdrw oxtvotpvXaxi rov navayiov raipov xvqIw xvqim 2wq>QOvi(p. Me-
rayXcornad'ly rovQxiart nagä rov . . aQyj^ayÖQirov . . 2(Qa(pti/Lt rov Iha -
aiöiiov . . danavrj , Im/ueXtia , xal diOQd'wati Ttdlov c IeQO/xovdyov . ’Ev
^/tixfjia r ijg 2a§(x)viag , */. JT . 7?. n^lixontpj 1758. 4. Der text ist neu-
griechisch und türkisch neben einander. Das buch beginnt mit einer anrede
des kyprischen mönches Gideon an den grabhüter Sophronios. Die nicht
ganz uninteressante beschreibung verbreitet sich über Jerusalem und seine
Umgebung; das h. grab ist voraus weitläufig bedacht. Hinten sind gebete.
Tobler, Bibliographie 9
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Der druck geschah mit beweglichen typen und ist daher verschieden von den
andern proskynetarien. Die abbildung des h. grabes (s. 18) ist ganz will-
kürlich; etwa das kloster S. Saba hat einige ähnlichkeit. Das seltene und
seltsame buch sah ich in Göttingen.
1750. Johann Baptist Leiblich, des dritten franziskanerordens.
Pilger in Jerusalem. Oder: Wahrhaft- eigentliche Beschreibung der Reiss
nacher Jerusalem, Was allda sowohl in Jerusalem, als anderen Heil. Oer-
tern, Bethlehem, Nazareth, Galliläa merck würdiges zu sehen, Wie auch Mit
Göttlicher Gnad die reisende Pilgern erfahren haben, Und von Johann Bap-
tist Leiblich . . gesehen worden. Lob DeM ALLerhöChsten. Prag, C. La-
baunin, 1753. Kl. 8. 3 bll., 280 8. Auch Wien, J. Th. Trattner, 1754. 8.
Die von aufrichtigkeit diktirte beschreibung ist lieblich zu lesen. Ein exemplar
der ersten ausgabe besitze ich, und eines der 2. sab ich in Göttingen.
1751. Der arzt and naturforscher Friedrich Hasselqaist ans Com-
walla in Ostgothland. Iter Palaestinum: aller Resa til Heliga Landet . .
Stockholm 1757. 8. Deutsch: D. Friedrich Hasselquists .. Reise nach
Palästina in den Jahren von 1749 bis 1752 . . herausgegeben von Carl
Linnäus. Aus dem Schwedischen (von Thomas Heinr. Gadebusch). Rostock,
J. C. Koppe, 1762. Gedruckt in Leipzig 1761. 8. 9 bll., I (tagebuch)
1 — 266, II (naturalien) 269 — 606. Englisch: Voyages and Travels in the
Levant . . London 1766. 8. Französisch: Traduit de l’Allemand par M.
E. (Eidons). Paris 1768. 12. 2 voll. Holländisch : Reise naar Palestina
of het H. Land, in het licht gegeven door den beroemden Hoogleeraar Car.
Linnaeus. Amsterdam 1771. Ein Register über die naturhistorischen ge-
genstände in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 7,
238 — 260. S. Bellermann 2, 87, Munk 656 sq., Barbier, Dictionnaire, 3,
432, Raumer 9, Robinson 2, 548, Ritter 15, 53 f., Laorty-Hadji 532,
Bassi 1, 239. Strand veröffentlichte: Flora Palaestinae sub praes. D. D.
Car. Linnaei proposita a Bened. Joh. Strand. Upsaliae 1756. Martii 10.
Enthalten in Linnö’s Amqenitates academicae. Editio secunda. Erlang»
1788. 8. 4, 443 sqq. Nach Ritter (15, 54) findet sich diese Flora Pa-
laestinae auch bei Giovanni Mariti, Viaggio da Gerusalemme per le coste della
Soria 2, 191—240. ln der deutschen Übersetzung (2, hinten) wurde aus-
drücklich bemerkt, dass diese abhandlung weggelassen wurde, weil sie nichts
anderes als ein nachdruck der linnäischen dissertazion aus den Amoenit.
acad. sei. Die dissertazion wurde nach Rydel, Hasselquist, dessen nach-
lass von den Türken mit 14,000 thlr. erkauft werden musste, nach Pococke,
Rauwolf (erklärungen von Gronov\ nach Shaw (erläuterung von Dillen) und
nach Prosper Alpinus ausgearbeitet. Man muss sich wundern, dass Johann
Gottlieb Buhle für seine sehr fleissige arbeit : Calendarivm Palaestinae oeco-
nomicvm Commentatio in concertatione civivm academiae Georgiae Avgvstae
. . 1785 . . praemio ornata (Gottingae, J. C. Dieterich. 4. VH1 u. 56 s.),
Hasselquist eher selten benutzen konnte. Vielleicht besser würde die wenig
bekannte Schrift La Billandiere’s ausgeholfen haben, nämlich : Icones Plan-
tarum Syriae rariorum, descriptionibus et observationibus illustratae. Lutetiae
Paris., Prevost, 1791. 4. Der nüchterne Verfasser reiste 1787 nach Syrien.
Nur in naturhistorischer hinsicht ist das buch des Schülers von Linnö, selbst
jetzt noch, von grossem werth. Hasselquist glaubt übrigens nicht gerne an
die Überlieferungen.
1752. Der franziskaner Ladislaus Mayr. Reisbeschreibung nach
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Jerusalem in Palästina, abgetheilt in drey kleine Bände, t . von der hinaus-
reis. 2. von dem Aufenthalt. 3. von der Zurückreise, ausgearbeitet Von P. #
Ladislaus Mayr .. Landshut 1782. In diesem jahre nämlich wurde die
schrift zum 3. mal bearbeitet. Quer 8. Mit vielen gar lieblichen handzeich-
nüngen. Cod. bavar. ms., 2967, in der Staatsbibliothek zu München. Aus-
zugsweise in Hormayr’s Taschenbuch, jahrg. 1833, mitgetheilt. S. Geis-
heim’s Hohenzollern 57. Der text bietet nicht gerade eine ansehnliche aus-
beute; allein die Zeichnungen hätten eher die Veröffentlichung verdient als
manche, die heutzutage herumgeboten werden. Besonders auch auf die tracht
nahm der pilger rücksicht (Beylage).
1753, 1756, 1763, 1772 und 73. Der franzose Salvator Lusignan.
A Series of Letters . Addressed to Sir William Fordyce . . Containing A
Yoyage and Journey from England to Smyrna, from thence to Constan-
tinople, and from that Place over Land to England . . Translated from the
Original into English by the Author. To which is prefixed, A Short Answer
to Volney’s Contradictions on Ali - Bey’s History and Revolt ; and an Appen-
dix; containing a particular Description of the Holy Land, and a concise
Narration of the modern Patriarchs who resided in that Holy See, from the
Beginning of the Sixteenth Century to the present Timp; with some Anec-
dotes. By S. L. Koaftonohz^g. London, Payne, 1788. I 1 bl., xlviii
u. 271 s., II 1 bl. u. 260 s. Dann: A Genuine Yoyage to Smyrna, &c.,
a minute detail of the present state of Jerusalem made during a three
years* residence in that city, with a relation of the pilgrim’s journey to the
Holy Land, by S. Lusignan. Gedruckt 1801. 2 voll. S. Bonnar 524.
Im auszuge deutsch: Reise nach der Türkei und einem Theil der Levante,
nebst einer Beschreibung von Palästina. Aus den Briefen des Herrn Saviour
Lusignan an Sir Wm. Fordyce . . Hamburg, C. E. Bohn, 1789. 8. 126 s.
Was da in der Übersetzung, ist gut. Das buch enthält manches beachtens-
werthe und wird unterschätzt.
1754. Der judenmissionar Stephan Schultz, director des callen-
bergischen Institutum judaicum. Die Leitungen des Höchsten nach seinem
Rath auf den Reisen durch Europa, Asia und Africa. Aus eigener Erfah-
rung beschrieben ; und auf vieles Verlangen dem Druck übergeben von M.
Stephanus Schultz . . Halle im Magdeburgischen, C. H. Hemmerde, 1771 —
75. 8. 5 bde. Im 5. bd., 8 bll., 50 t s. u. 13 bll., kommt Palästina mit
1 plan der Christusgrabkirche vor. Ein sehr guter auszug findet sich in
Paulus* Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 6, 1 — 324, mit
Anmerkungen von Paulus 327 — 354; 7, 1 — 226 u. Register 227 — 237.
S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54. Schultz schrieb hier und da lehrreich,
aber nicht immer zuverlässig, dabei prolix und nicht so selbständig, dass
er sich nicht so ziemlich ins sagennetz verstrickte.
*1754. Des priesters F. Caffin von Lüttich reise nach Palästina.
Handschriftlicher brief in der bibliothek zu Lüttich, Miscellanea patriae t.
XXIII. p. 36, 14 bis. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 87.
1760- 63. Pater Germanus Steinhart, franziskaner der strassbur-
ger oberdeutschen provinz. Historische Reisebeschreibung in- und aus
dem heiligen Land : Oder Angenehme Anleitung ohne Gefahr oder Ermüdung
alles zu sehen, was in dem ganzen heiligen Land, von dem allda lebend-
und leidenden Welt -Heyland noch vorhanden, samt vielerley Seltenheiten,
9*
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welche auf dem Hin- und Herweg in seinem Tagbuch getreulich verzeichnet
Germanus Steinhart . . Rastatt, M. M. Schällin, 1770. 8. Historische Reise-
beschreibung in- und aus dem heiligen Land, nach der wahren Beschaffen-
heit und angetroffenen Seltenheiten beschrieben von R. P. Germanus Stein-
hart . . Zweyte verbesserte Auflage. Rastatt, J. W. Dorner, 1785. Kl. 8.
140 s. u. 2 bll. Gedrängt und lieblich geschrieben, nicht bedeutend, doch
nicht ohne belehrung neben abergläubischem und unbrauchbarem. Das buch
ist sehr selten.
1766. Carsten Hiebuhr's Reisen durch Syrien und Palästina, nach
Cypem, und durch Kleinasien und die Türckey nach Deutschland und Dänne-
mark. Mit Niebuhr’s astronomischen Beobachtungen und einigen kleinem
Abhandlungen herausgegeben von J. N. Gloyer und J. Olshausen. (Auch
m. d. tit. : C. Niebuhr’s Reisebeschreibung nach Arabien und andern um-
liegenden Ländern. 3. bd.) Hamburg, F. Perthes, 1837. 4. XXIV, 238 4
u. 168 8. Mit l tabelle u. 13 tafeln, so wie Niebuhrs bildniss als titel-
vignette. Englisch: Niebuhrs Travels, in Pinkertons: A general Collection
of the . . most interesting Voyages and Travels. London, Longman, 1811.
4. 10, 1 sqq. S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54 f., Petzholdt’s Anz.,
1863, 50. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 674. Stände nicht der name des mit
recht vielgerühmten orientalischen reisenden auf dem titel, die schrift würde,
so weit sie wenigstens Jerusalem beschlägt, wenig beachtung finden.
1767. Der abate und akademiker Giovanni Mariti, toskanischer
konsulatskanzler. 1. Viaggi per lTsola die Cipro e per la Soda e Pa-
lestina fatti da Giovanni Mariti Fiorentino dall’ anno 1760 al 1768. Lucca,
J. Giusti, 1769 — 1776, zuletzt Firenze, Stecchi, e Pagani. 8. 9 theile mit
abbildungen. 1 1 gestochenes titelblatt, xxrv u. 363 s. (Kypern), Ii 1 bl.,
340 s. (Syrien und Palästina, darin Nazareth und Umgebung bis Csesarea
Palsestinse), HI 1 bl., 329 s. (Jerusalem, Jericho), IV 1 bl., 349 s. (Beth-
lehem und Umgebung, S. Saba, Ain Kärim), V 2 bll., xin u. 329 s.
(Palästina bis s. 14). In diesem theil von s. 16 an und in den übrigen 4
theilen ist die geschichte von Jerusalem und Palästina enthalten. Deutsch im
auszug: Reisen durch die Insel Cypem, durch Syrien und Palästina, über-
setzt von C. H. Hase. Altenburg 1777. Gr. 8. Französisch im auszug:
Voyages dans llsle de Chypre, la Syrie et la Palestine, avec l’histoire gö-
4 nörale du Levant; Par M. l’Abbö Mariti. Traduits de Pitalien. Paris,
Belin, 1791. 8. I vm u. 327 s., II 2 bll., 410 s. Auch eine französische
Übersetzung, Neuwied, chez la sociötö typographique , 1791 2 voll. Die
verständig abgekürzte pariser -Übersetzung ist gut; doch bei wissenschaft-
lichen arbeiten darf eigentlich nur das original gebraucht werden. Z. b.
schreibt Mariti (3, 7) Zagür (Jäsür), Betegiö (Böt Dedschen), der Über-
setzer (2, 227) Zagur (also Sagür), Betgö. Weder dem deutschen, noch dem
französischen Übersetzer waren die 4 letzten bände bekannt. Englisch:
Travels through Cyprus, Syria etc. London 1791 — 92. 8. 3 voll. — 2. Istoria
del Tempio della Resurrezione o sia della Chiesa del S. Sepolcro in Gerusa-
lemme detta dai Greci Idvuaxaatg e MaQxvQiov scritta da Giovanni Ma-
riti . . Livorno, C. Giorgi, 1784. 8. 356 s. (und 103, schrieb ich in Paris).
Mit 2 plänen der ' grabkirclie nach Amico, nebst den inscbriften. Diese
schrift ist sehr selten. Ich sah ein exemplar beim grafen de l’Escalopier,
so wie auf den öffentlichen bibliotheken zu Modena und Ferrara. — 3. Viaggio
da Gerusalemme per le coste della Soria. Livorno, Masi, 1787. 8. I xii u.
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155, II 243 s. Deutsch: Reise von Jerusalem durch Syrien, Aus dem
Italienischen übersetzt. Strasburg, akadem. Buchhandlung, 1789. 8. 1 iv, 224,
m s. (von Jerusalem nach Jäfa, Börüt, Sidon), II 187 u. rv s. (Börüt und Um-
gebung, Mär Hanna, Dör Kaläah, Kesroän, Naher el-Kelb [der Übersetzer
schreibt Caneflus, statt Hundefluss], Kypern und zurück nach Florenz). In
dieser Übersetzung wurde, ausser Strand (s. oben Hasselquist sub anno 1751),
ein pflanzenverzeichniss von Sestini weggelassen. Schwedisch von Sm. Oed-
mann 1790. 8. Doch kann ich nicht angeben, was oder wie viel in die schwe-
dische spräche überging. Mithin beschrieb Mariti die reise von Kypern, wo
er sich geschäfte halber längere zeit aufgehalten, nach Jerusalem und von
hier dorthin zurück in 2 verschiedenen werken. — 4. Istoria dello stato
presente della Citä di Gerusalemme. Livorno, T. Masi, 1790. Kl. 8. I xu
und 279 s. mit 1 schlechten plan von Jerusalem, II vnu. 238 s. Davon
eine gute französische Übersetzung: Histoire de l’fitat prösent de Jerusalem
par l’Abbö Mariti, publiöe par le R. P. Laorty-Hadji. Paris, Bolle -Lasalle,
1853. 4. V1H, 256 s. Einzig flickte der Übersetzer s. 237—256 eine
Description de la ville de Jerusalem ä l’öpoque du siöge de Titus nach Fla-
vins Josephus hinzu. Der Übersetzer wäre schuldig gewesen, dem weniger
kundigen leser, dem übrigens gesunde kost gereicht wird, zu melden, dass
die beschreibung des gegenwärtigen zustandes ins j. 1767 zurückreicht. So
täuscht ihn vielleicht das Stillschweigen, dass er sie für eine neue arbeit
hält. — 5. Istoria Della Guerra Accesa Nella Sorla l’Anno 1771. Dalle
Armi di Ali-Bey delT Egitto E continovazione del Successo a Detto Aly-Bey
fino a quesf Anno 1772. Con Aggiunte, e Note di Giovanni Mariti . . Firenze,
Allegrini, 1772. 8. I, 286 s. Diese historische arbeit gehört, strenge genom-
men, nicht hieher ; allein sie enthält doch einige verwerthbare geographische
notizen. Der Verfasser des textes sei Antonio Mondainu — 8. Beller-
mann 2, 88, Munk 657 n , Ritter 15, 54, Laorty-Hadji 532, Robinson 2,
548, Bassi 1, 239, meine 3. Wander. 268, Rignon, 1861, 94, Petzboldt’s
Anz., 1863, 51. Die Schriften Mariti’s werden selten gehörig geschätzt,
weil sie selten gehörig bekannt sind. Die arbeiten des vorurtheilsfreien und
gelehrten priesters haben einen bedeutenden werth, und enthalten hin und
wieder etwas neues. Namentlich ist die beschreibung von Jerusalem (nr. 4.)
in hohem grade schätzenswerth. Weit mehr erwartete ich von der mono-
graphischen darstellung der grabkirche. Mariti benutzt ziemlich fleissig die
Vorgänger, am ausgibigsten den Nau. Man darf wol behaupten, dass nicht
E. Robinson, sondern der florentiner der kritischen geschichte die bahn brach.
Es ist zu beklagen, dass nicht alle Schriften ein ganzes — werk ausmachen.
1772. Der karmelitermönch Marinus Geubels oder des klosterna-
mens Michael a SS. Trinitate, von Sinay im lande Waes. Jeruzalemsche
' Reyze, gedaen en beschreven door P. Michaöl a SS. Trinitate . . voor dezen
Marinvs Gevbels . . ln het licht gegeven door Joanna van Eynde. 1. theil
Dendermode, J. J. du Caju, 1780. 8. 2. theil Aelst, J. L. d’ Herdt, 1786.
8. Johanna, die herausgeberin, war die mutter des Verfassers. S. St. - Gönois’
Voyageurs beiges 2^187 — 195, de Hody*s Tombeaux 379 sq. (2 öd.). Es
ist launig geschrieben und einiges zu beachten.
1 772. Der russische marinelieutenant Sergius Pleschtsclgeew. Tage-
buch einer Reise des . . Sergjei Pleschtschjeew von der Insel Paros nach
Syrien und Palästina, nebst einer kurzen Geschichte Alibeys. Aus dem
Russischen übersetzt von C. G. A. (Arndt). Riga, J. F. Hartknoch, 1774. 8.
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103 s. Mit 1 karte. 8. Topogr. I, LXIV, Petzholdtfs Anz., 1863, 51.
Beachtenswerth.
C. 1772. Der franzose L. E. Cassas. Voyage pittoresque de la
Syrie, de la Pliönicie, de la Palestine et de la Basse figypte. Par Cassas.
Paris 1798. Fol. 2 voll. Der prospekt datirt vom j. 6 der republik. Vgl.
Bellermann 2, 89. Nach Barbier (Dictionnaire 3, 444) wurde der text von
La Porte du Theil und Le Grand abgefasst, und das unternehmen gerieth
mit der 30. lieferung ins stocken. Und dennoch hat das noch nicht vollen-
dete, nach Grässe (Tr6s. 2, 62) auf Verwendung des grafen Choiseul - Gouffier
auf gerichtlichem wege unterdrückte werk einen ladenpreis von 380 fr. Im
exemplar, das ich an der rue Richelieu in Paris sah, ist der titel manuskript.
Die vielen ansichten und die pläne zeichnen sich durch treue und genauig-.
keit eben nicht aus. Munk nahm manches in sein buch hinüber. Die kupfer-
platten für das grosse werk gingen in einer feuersbrunst zu gründe.
1776. Der flämische priester Johann Andreas Jakob Rotthier,
apostolischer protonotar, von Beveren bei Antwerpen. Reyse naer het
H. Land, Gedaen in de Jaeren 1776. en 1777. en beschreven door Joannes
Andreas Jacobus Rotthier . . Opgeheldert met 31. Kopere Plaeten naer de
Teckeningen ter plaetse gemaekt. Hier is nog by gevoegt de Pelgrimagie
naer Loretten, Mitsgaders alle de Reysen von onsen Heere Jesus Christus &c.
T’ Antwerpen, P. J. Parys, 1782. 8. 369 s. u. Tafel 3 bll. Mit dem bild-
nisse des Verfassers, so wie auch mit vielen abbildungen und plänen. 8.
St. -G6nois’ Voyageurs beiges 2, 197—202, de Hody’s Tombeaux 380 (2.
dd.). Der pilger war im zeichnen gründlich unterrichtet, und danach hätte
man glauben sollen, dass er originalien liefere; allein statt der erwartung
zu entsprechen, plünderte er die abbildungen, insbesondere aus Bernardino
Amico. Was die pläne betrifft, so fand ich in den massen, so weit ich
nachsah, wörtliche Übersetzung aus Amico. Das buch hat im gründe unter-
geordneten werth.
1778. Der Chorherr Maria Dominicas de Binos, von Comminges.
Voyage par l’Italie en Egypte au Mont-Liban et en Palestine ou Terre
Sainte, Par M. l’Abbö de Binos. Paris, Boudet, 1787. I vm, 301 s.,
II 2 bll., 367 s. Auf dem vortitel steht: Avec figures, und deren gibt es
wenige, dafür aber trefflich ausgeführte. Spätere ausgabe: Paris, an VIII
de la Röpublique. Deutsch: Reise durch Italien nach Egypten, auf den
' Berg Libanon und in das gelobte Land. Breslau und Leipzig, W. G. Korn,
1788. Kl. 8. 4 bll., 296 s. Das buch wurde frei übersetzt und abgekürzt.
Bellermann behauptet (2, 89), dass man es mit einer in Frankreich auf der
Stube gemachten reise zu thun habe ; allein stets empfing ich den eindruck,
dass der abbö die reise wirklich unternommen habe. Er widmete sein buch
der kön. hoheit Madame Elisabeth von Frankreich , und wenn es nur ein
reiseroman wäre, so würde er sich wohl nicht getraut haben, ihr gleichsam
ins gesicht zu lügen (s. 3 des 1. bandes): j’ai observö dans les parties de
l’Asie, de l’Afrique et de l’Europe, que j'ai parcourues , que . . De Binos
erzählt kurz und etwas flüchtig, doch auch einiges, was in der wanne bleibt.
1779, 1788 — 90. Gratus Bscheider, franziskanerpriester der ober-
deutschen strassburger -provinz, aus dem Allgäu. Das heilige Land,
nach seinem gegenwärtigen Zustande geschildert von Fr. Gratus Bscheider . .
Augsburg, N. Doll, 1792. Kl. 8. 272 s. Mit 1 titelkupfer, 1 ansicht von
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Jerusalem und Bethlehem. Eines der geniessbarsten bücher, welche die
franziskaner über Palästina geschrieben haben. Schade, dass es so sehr
selten ist: daher eine kleine zierde meiner bibliothek.
C. 1780. Chrysanthos Kamares von Brussa. ngoaxvytjrdgioy rijg
dylag UoXtcog ^TegovaaXrj/n xul ndatjg UaXaiozlvrjg avyzfS'iy (uiv naget
tov . . xvqiov XQvodvd'ov tov ix ügovarjg . Ufpiegwd'iy di nag aviov
tw . . HaiQidgxj] . . l^ßga^iiw ov roTg dvaXw/naoty i'&öod'tj imaiaola
/Jrif.irjTQlov ®qovI(.iov. *Ey Biivvrj, 3 Iwo. tw Buov/uavoTtgw, 1787. Fol. Vorne
das bild des Patriarchen Abraham ; ingleichen die abbildung des von David be-
wohnten palastes, plan der grabkirche, ansicht ihres durchschnittes ganz will-
kürlich. Der plan von Jerusalem fehlt. Der Verfasser verbreitet sich über Je-
rusalem, Bethlehem, Hebron, über die h. Stätten in Galiläa. Der text scheint
mit dem des Chrysanthos (Venedig 1728) so ziemlich übereinzustimmen.
Sonst aber wechselt der text reichlich mit sehr gefälligen abbildungen von
echt neugriechischem geschmack. Ein exemplar des seltenen buches sah
ich auf der öffentlichen bibliothek in Leipzig.
C. 1781. Des baierischen franziskaner« Obermayer Keise nach
Palästina. Cod. germ. ms., nr. 4515, in der Staatsbibliothek zu München.
Unbedeutend.
1784. Der graf Constantin Francois Chasseboeuf de Volney. Voyage
en Syrie et en figyte, pendant les ann6es 1783, 1784 et 1785, Avec deux
Cartes göographiques et deux Planches gravöes, reprösentant les Ruines du
Temple du Soleil k Balbek et celles de la ville de Palmyre, dans le Dösert de
Syrie. Par C. F. Volney. H. fidition revue et corrigöe. Paris, Desenne
et Volland, 1787. Gr. 8. Auch auf Schreibpapier in 4. I xvi u. 383,
II vm u. 458 s. Mit 3 taf. Die 1. äuflage ist mir nicht bekannt; die
Vorrede trägt das datum Oktober 1786, und sie müsste demnach in diesem
jahre erschienen sein. Doch sagt Volney in dem Avertissement (3. th., aufl.
1792): la pr^face et la conclusion du Voyage en Syrie, publiö 1787, worte,
die sich auf die 1. ausgabe beziehen sollten. Nouvelle Edition 1792. 8.
Ohne angabe des druckortes und des druckers. I vm u. 248, II 1 bl., N
289 s. u. Table 1 bl., III (Contenant les Ruines ou Meditation sur les Rövo-
lutions des Empires, auch auf einem besondern titelblatte mit der Unterschrift:
Par M. C — F Volney, Döpute k rAssemblöe Nationale de 1789) l bl., iv, 235 s.
u. Table l bl. Mit 2 landkarten ; allein die 2 kupfer (Balbek und Palmyra)
fehlen. Dagegen sind diese wieder angegeben in der III. Edition revue et
corrigöe par l’auteur; augmentöe etc. de deux gravures nouvelles reprösen-
tant les pyraraides et le sphinx , auxquelles sont jointes les planches de
Palmyre, de Baibeck, et trois cartes göographiques toutes refaites k neuf.
Paris, Dugour et Durand, an VII (1799). Gr. 8. I 2 bll. , x u. 478,
II 2 bll. u. 452 s. Vierte ausgabe Paris 1807. Englisch: Travels .. ^
London 1787. 8. 2 voll. Deutsch: C. F. Volney’s Reise nach Syrien und
Aegypten in den Jahren 1783, 1784, 1785. Aus dem Französischen über-
setzt. Mit Charten und Kupfern. Jena, J. M. Mauke, 1788. 8. 3 bände.
J. B. Rothe gab einen ‘Auszug aus Volneys Reise nach Egypten und Syrien*.
Dresddb 1799. 8. Holländisch: door J. D. Pasteur. Leyden 1789 — 91.
2 voll. S. Raumer 9, Munk 657% Robinson 2, 548, Ritter 15, 55, Bassi
1, 239, Engelmanns Biblioth. geogr. 122, Petzholdfs Anz., 1863, 51. Der
Verfasser ging nicht ohne Vorbereitung an seine arbeit. 8 monate hielt er
sich bei den drusen in einem arabischen kloster auf, um mit der arabischen
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spräche vertrant zu werden. Das reisebuch ist ein meisterwerk. Der graf
schreibt ungemein lebendig, mit einem sehr gesunden verstände und mit einem
philosophischen blicke höchst belehrend. Stets bringt er die natur des lan-
des und der menschen in wechselseitige beziehung.
*1788 — 91. Joseph Drochoiowsky’s Pilgerfahrt ins heilige Land:
Pielgrzymka X. Josefa Drochoiowskiego reformata do ziemy $wi$ty . .
Wilna 1822. 8. 2 voll. Noroff bei Daniel 214.
*1793 — 94. Der russe Meletius, priester im kloster von Sarowsk.
IlyTeuiecTBie bo lepycajfHMt, CapoBcnifl nycTumi iepoMOHaxa MejteTia
Bi 1793 h 1794 r. Mock. 1798. 2. ausg. Moskau 1800. Reise nach
Jerusalem in form eines tagebuches, welches, wie mir aus S. Petersburg in
gefälliger weise brieflich mitgetheilt wurde, sehr viel interesse darbiete. Vgl.
Noroff bei Daniel 215.
1799. William Oeorge Browne. Travels in Africa, Egypt, and
Syria from the years 1792 — 1798 by Browne. London 1799. Auch Lon-
don 1806 in 4. Deutsch: W. G. Brown’s Reisen in Afrika, Egypten und
Syrien. Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von
M. C . Sprengel . Mit einer Charte. Weimar, Industrie -Comptoir, 1800. 8.
Enthalten in Sprengels Bibliothek der neuesten und wichtigsten Reisebeschrei-
bungen, 1. band. I bl., XVI u. 540 s. Auch Leipzig und Gera 1800. 8.
Desgleichen W. G. Browne’s Reisen in Afrika, Aegypten und Syrien, 1792
— 98. Berlin 1801. 8. Über Palästina von s. 352 — 392, in der sprengel-
schen Übersetzung von s. 425 — 435. Französisch durch Castöra Paris
1800. 8. 2 voll. S. Raumer 9, Ritter 15, 55, van Senden 1, 365, Grfts-
se’s Tr6s. 1, 549. Das einschlagende im buche des sonst verdienstlichen
reisenden ist sehr unbedeutend.
1799. Der handwerker Joseph Schrödter. See- und Landreise nach
Ostindien und Ägypten, auf die Berge Sinai und Horeb, nach Gaza, Rama,
Damascus, Sydon, Tyrus, Jerusalem, Bethlehem, nach dem todten Meere u.
s. w. in den JJ. 1795 — 1799. Von Joseph Schrödter. Leipzig, P. Ph. Wolf,
1800. 8. Unbedeutend und unzuverlässig. Es ist fast nur in Deutschland
brauch geworden, dass handwerksgesellen ihre Pilgerfahrten durch den
druck bekannt machten, und damit meist durch ungründliche und unzuver-
lässige darstellungen das publicum anführten. Wir werden später hin und
wieder auf solche burschen stossen, die in der Veröffentlichung nicht bloss
ihre eitelkeit befriedigten, sondern auch eine erwerbsquelle suchten, nachdem
sie auf kosten der klöster oder wolwollender Privatleute Palästina durch-
streift hatten.
Zum 18. jahrhundert führe ich nur kurz an, dass die von Alexander
s Russell abgefasste, von Patrick Russell mit anmerkungen herausgegebene,
von J. Fr. Gmelin ins deutsche übersetzte Naturgeschichte von Aleppo . .
(Göttingen 1797 f. 8. 3 thle. in 2 bänden) auch für Palästina sehr lehrreich
ist. Vgl. Ritter 15, 55, Grässe’s Trös. 6, 195.
*C. 1800. Viaggio di Gerusalemme colla descrizione dei Luoglp Santi,
e delle funzioni che ivi si fanno nella Settimana Santa ecc. Roma oppresso
Antonio Barre. 8. S. a. Das jahr 1800 ist sehr ungefähr geschätzt.
1&00. M. D. William Wittman, feldarzt der zur türkischen armee
gestossenen englischen truppen. Travels in Turkey, Asia-minor,
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Syria and across the Desert into Egypt, during the years 1799, 1800 and
1801, in Company with the Turkish Army, and the British military Mission.
To which are annexed, Observations on the Plague, and on the diseases
prevalent in Turkey, and a meteorological Journal. By William Wittinan
. . London, R. Philipps, 1803. 4. 595 s. Mit vielen kupfern (auch illumi-
nirten), karten, plänen und ansichten. Deutsch: W. Wittmann’s . . Reisen
in der europäischen Türkey, Kleinasien, Syrien und Aegypten in den Jah-
ren 1799, 1800, 1801 und 1802. Nebst Bemerkungen über die Pest ..
Aus dem Englischen mit Anmerkungen, und mit Desgenettes , Larrey’s , Pu-
gnets, Sotiras pnd anderer Untersuchungen über die Pest übersetzt von J. A.
Bergk. Mit illum. Kupfern. Leipzig, W. Rein, 1804 f. 8. I xx u. 293 s.,
II xii u. 347 s. Deutsch auch: William Wittman’s . . Reisen nach der
Türkei, Klein-Asien, Syrien und Aegypten, ln den Jahren 1799, 1800
und 1801. Aus dem Englischen Auszugsweise übersetzt. Weimar, Industrie-
Comptoir, 1805. 8. I bl., XII u. 208 s. 16. band der sprengelschen
Bibliothek (s. oben sub anno 1799 Browne). Der Übersetzer war professor
Schall in Weimar. Dieser auszug ist nicht zu gebrauchen, während das
vom Übersetzer nicht verstümmelte werk keineswegs ohne werth ist.
1801. Der englische gelehrte Edward Daniel Clarke. Travels in
various Countries of Europe, Asi^, and Africa. By E. D. Clarke. Lon-
don 1811 f. 4. 5 voll. 4. Edition, 8. 1 1 voll., London, Cadell and Davies,
1817., Gr. 8. Part. II. Greece, Egypt, and the Holy Land. 5 bll., 463 s.
Mit plan von Jerusalem u. 11 Vignetten. Ausgabe London 1816 — 24 in 8.,
1 1 voll. Auszüge über Palästina deutsch in : Malerische Reise in Aegypten
und Syrien über Constantinopel nach Griechenland, Dalmatien, Illyrien,
Neapel und Sicilien. 2. Bändchen enthaltend Malerische Reise in Syrien.
Mit 26 Kupfern. Leipzig, G. Fleischer, 1 820. Von s. 92 an die reise von
Akka nach Nazareth, Tiberias, Jerusalem, Bethlehem und zurück über Jäfa
nach Ptolemais. Auch in der von Bergk übersetzten reise Joliffe’s (sub
anno 1817) ist die beschreibung von Jerusalem eingeschaltet (201 — 227),
und zwar ist hier das fragment vollständiger und mithin brauchbarer. S.
Munk 657", Robinson 548, Ritter 15, 63, van Senden 1, 170. Clarke
befand sich im julius 1801, aber nur 17 tage, in Palästina. Er ist etwas
paradox. Immerhin packte er den gegenständ, andere pilger anregend, in
wissenschaftlicher Unabhängigkeit an, nachdem er fleissigere Unternehmungen
angestellt hatte. '
*1804 f. Weschniakoff von Kaluga und der kaufm&nn Nowikoff.
IlytffcBHfl 3anncKH bo Cbathü rpa^ IepycaiHM'L h b'l onpecTHOCTH
OHaro, Ka^ysKCK. ry6. ^BopaH'B BeuiHflKOBMX’B h Ma^MHCKaro uynu^a
HoBüKOBa bi» 1804 h 1805 r. Mock. 1813. 8. D. h. Tagebuch einer
reise nach Jerusalem. Moskau 1813. Noroff bei Daniel 215.
1806. Der vicomte Francois Auguste de Chateaubriand. Itindraire
de Paris ä Jerusalem et de Jerusalem ä Paris, en allant par la Grfcce,
et revenant par rfigypte, la Barbarie et l’Espagne ; Par F; A. de Chateau-
briand. Deuxi&me Edition. Paris, Le Normant, 1811. 8. I cix u. 277 s.,
mit 1 karte, 11 2 bll. u. 413 s., 1H 2 bll. u. 370 s. Die 1. ausgabe, die
reissend vergriffen war, ist mir nicht bekannt. Von der 2. sagt Chateau-
briand, dass er aus mangel an Zeit den text nicht mit der wünschbaren
Sorgfalt durchsah, indessen mehrere bedeutende fehler verbesserte. Wie mag
Chateaubriand im nachtrock der 1 . ausgabe ausgesehen haben, da der neueste
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Überzieher noch so viel flecken und löcher hat? Auch die 3. auflage ist
mir unbekannt; hingegen kenne ich die IV. Edition. Paris, Le Normant,
-^1822. Gr. 8. I cxx, 270 s., mit 1 karte, II 2 bll., 401 s., III 2 bll.,
354 s. mit 1 tafel facsimile. Dann in den Oeuvres complötes, tome 8 et 9.
Paris, Pourrat, 1836. 8. Ferner: Bruxelles 1851. 3 voll. Chateaubriand
illuströ. Paris, Boisgard, 1853. Gr. 4. Mit in der regel schlechten holz-
schnitten ; Bethlehem z. b. ist unkenntlich. Man wollte nur das äuge be-
stechen. Dann in den Oeuvres de Chateaubriand, bei A. de Verre, 1858. 8.
2 voll. Bei Firmin Didot, 1859, 8., 2 voll. ; bei G. Furne, 1859, 8., 1 vol.
Zuletzt Itinöraire . . iilustrd de gravures sur acier. Lagny, de Vresse,
1861. 12. 508 p. Auch sah ich eine ausgabe sine anno, mit angehängten
Les quatre Stuarts und mit dem bildnisse Chateaubriand’s. Englisch: Tra-
vels . . London 1811. 8. 2 voll. Holländisch: Reize van Parijs naar Je-
ruzalem en terug door Egypte, Barbarijen en Spanije door A. F. de Cha-
teaubriand. Dordrecht 1 8 1 1 . Der Übersetzer , N. G. van Kämpen , sagt :
Ik heb my niet overal aan den droogen letter van het oorspronkelijke ge-
houden . . heb ik of verkort of geheel weggelaten. Deutsch : Reise von
Paris nach Jerusalem durch Griechenland und Kleinasien, und Rückreise
nach Paris durch Aegypten, Nordafrika und Spanien. Von F. A. von Cha-
teaubriand. Uebersetzt mit einigen Anmerkungen von K. L. M. Müller und
W. A. Lindau. Nebst einem Anhänge. Leipzig, Hmrichs, 1811. 8. I xii
u. 173 s. mit 1 kpfr. , II 1 bl. u. f5Ö s. , III l bl., 136 u. 94 s., mit
3 taf. pläne u. karten. Tagebuch einer Reise von Paris nach Jerusalem . .,
von Jerusalem durch Egypten, durch die Staaten der Barbarei und durch
Spanien zurück nach Paris, von F. A. v. Chateaubriand. Uebersetzt und
mit mehrern Anmerkungen begleitet von /. H. Eichholz . Mit 8 Kupfern.
Leipzig, Büschler, 1812. 8. 3 thle. Man vermisst in dieser Übersetzung
das Itinerarium des pilgers von Bordeaux (s. oben sub anno 333) und
d’Anville’s Dissertation sur l’&endue de Tancienne Jerusalem et de son temple,
et sur les mesures höbrai'ques de longueur. Eine 3. deutsche Übersetzung
mit Anmerkungen von Hassler, Freiburg 1817. 3 bände. Zuletzt: Tage-
buch einer Reise von Paris nach Jerusalem, und von Jerusalem zurück nach
Paris. Übersetzt von K. von Kronfels. Freiburg im Br., Wagner, 1827. 8.
7 thle. Enthalten in: Sämmtliche Werke des Vicomte v. Chateaubriand.
Italienisch: Descrizione di Gerusalemme. Firenze 1825. Seconda edizione.
Die l . ausgabe kenne ich nicht. Auszugsweise : Descrizione di Gerusalemme
e luoghi santi. Milano IS26. 12. Itinerario da Parigi a Gerusalemme . .
Firenze 1831. 8. Auch Turin 1832. 12. 6 voll. Später Napoli ^844.
Obschon das werk gleich nach dem erscheinen ausserordentlich gerühmt
wurde, und einen ungewöhnlichen beifall fand, fehlte es doch nicht an an-
griffen von mehr als einer Seite her. Das schlimmste wäre freilich, wenn,
wie man mich in Florenz nach glaubwürdigem berichte alles ernstes ver-
sicherte, die reise nach Jerusalem nur in der stube gemacht worden wäre.
Wie knall und fall erschien folgende parodie: Itinöraire de Pantin au Mont
Calvaire, en passant par la rue Mouffetard, le faubourg St.-Marceau, le
faubourg St. -Jacques, le faubourg St.-Germain, les quais, les champs-
ölysöes, le bois de Boulogne , Neuilly , "Suresne , et revenant par St. - Cloud, '
Boulogne, Auteuil, Chaillot, etc. ou lettres inödites de Chactas ä Atala,
ouvrage öcrit en style brillant, et traduit pour la premiöre fois du bas-breton
sur la neuviöme ödition, Par M. de Chateauterne. Paris, J. G. Dentu,
1811. 8. 2 bll., XIII u. 220 s. Der titel enthält das motto: Une parodie
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n’öte rien au m^rite qu’un ouvrage peilt avoir. Der Verfasser ist Rene Perrier
nach Barbier, Supplement, nr. 22711. Die parodie spielt darauf an, dass
Chateaubriands reise auf Paris und seine Umgebung sich beschränkt habe.
Eine unbedeutende, doch von tadel nicht ganz freie anzeige von A. L.
Millin erschien im Extrait du Magazin Encyclopödique , Nro. d’ Avril 1811,
p. 445. S. Munk 657, Raumer 9, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van
Senden 1, 371, Gratz 625, Bassi l, 240, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 u.
1863, 53. Wenn an einem buche einzig der styl beurtheilt werden müsste,
so könnte ich das werk Chateaubriands nicht genug rühmen; wenn es sich
aber um die Sache selbst handelt, so ist lauter tadel gerecht. Von beschei-
denheit und ordentlicher litteraturkenntniss kann beim vicomte keine rede
sein. Seine worte (2, 64): Dans ce siöcle de lumiere l’ignorance est grande,
lassen sich nicht selten auf ihn füglich an wenden. Sein werk ist mehr
blendwerk. Was ein längeres leben fristen soll,* muss mit der Wahrheit enger
und aufrichtiger im bunde stehen. Was frommt der weit die pomphafte
Verkündigung, dass er, wegen des braüdes der grabkirche im j. 1808, der
letzte schilderer des grossen tempels sein werde, wenn er das meiste, was
sie ins licht stellen sollte, aus der Schrift des Deshayes (2, 216 sqq.), welche
dem vorletzten jahrbundert angehört, plünderte, ohne seinen Worten in der
regei etwas beizufügen? Ist das ein bild von 1806? Bei all’ dem sind viele
franzosen blind genug, Chateaubriand als autorität über Jerusalem anzuer-
kennen. L’Itinöraire de M. de Chateaubriand, sagt unter andern graf d’Estour-
mel ( 1 , 419), ce modöle d’exactitude et d’örudition. Tout ce que je pourrais
dire est öcrit. Doch fängt in der neusten zeit sogar unter den franzosen
der fixstern an ein wenig zu erblassen, und nur noch solche, die in Chateau-
briand den hauptpfeiler der mönchischen Überlieferungen erblicken, gehen
mit ihm durch dick und dünn. In den Mdmoires d’outre - tombe gibt sich
übrigens der Verfasser selbst die blösse, dass er an seine genauigkeit glaubt
(3, 38 sq. brü8seler-ausgabe): Tons les voyageurs, ä Jerusalem, m’ont öcrit
pour me föliciter et me remercier de mon cxactitude, wie Julius Folentlot
(l’exactitude scrupuleuse des descriptions). Wie dem Verfasser, wenn er
wirklich 16 tage in Palästina, davon 8 tage in Jerusalem uqd in der Jor-
danaue, sich aufhielt, es an zeit gebrach, um genauere und umfassendere
beobachtungen anzustellen, so nahm er sich auch nicht zeit für das bticher-
studium, um in wissenschaftlicher, zumal historischer beziehung etwas gründ-
liches leisten zu können. Leider gab er für die menge nur zu lange den
ton an und schadete vielfach durch hinhalt einer nüchternen forschung und
einer freiem, unabhängigen meinung ; denn kopiren des flüchtigen reisewerkes,
ohne sich zu besinnen oder an einen eigenen köpf und mit diesem zu den-
ken, galt als überaus preiswürdig. Mein geburtstag fällt ebenfalls in das
jahr 1806, und wie sonderbar reimt es sich, dass gerade in diesem jahr, in
welchem die Unwissenheit noch so gross gewesen sei, einer auf die weit
kam, welcher später, viermal in Palästina, an der reihe der entschiedensten
kämpf er gegen den autor des itinerariums auftrat.
1806? J. B. Kamjaschott’s Wanderungen durch Syrien, Egypten, und einen Theil
Arabiens ; nach . seinem Tagebuche und den Bemerkungen anderer klassischer Reisehe-
schreiber bearbeitet. Erfurt, Hennig, 1806. 8. I vi, 406, II l bl., 266 s. Der abenteu-
rer, angeblich ein Offizier, reiste mit seiner geliebten, Marcella; in Jerusalem weilte er
etwas länger, auch Uber die ostern. Er schreibt hin und wieder frivol, vieles aus Po-
cocke. Der Verleger sollte darüber zur Verantwortung gezogen werden können, ob nicht
das ganze ein roman, ein kind der spekulazion, eine art betrug sei.
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1806 f. Der kammerassessor Ulrich Jasper Seetzen von Kiddoge
in der herrschaft Jever. Ulrich Jasper Seetzen’s Reisen durch Syrien,
Palästina, Phönicien, die Transjordan- Länder, Arabia Petrsea und Unter-
Aegypten. Herausgegeben und commentirt von . . Fr. Kruse in Verbindung
mit . . Hinrichs, . . Hermann Müller und mehreren andern Gelehrten. Berlin,
G. Reimer, 1854— 1 1 859. 8. I 4 bll., lxxv u. 432 s. , H 2 bll., 400 s.
(Tagebuch über seinen Aufenthalt in Jerusalem und mehrere Reisen durch
Palästina, Süd -Phönicien, die Transjordan -Länder und ringsum das Todte
Meer), HI 2 bll., 502 s., mit 1 titellithographie , IV mit dem besondern
titel: Commentare zu Ulrich Jasper Seetzens Reisen u. s. f. Ausgearbeitet
von . . Fr. Kruse und . . H. L. Fleischer in Verbindung mit mehreren an-
dern Gelehrten. Nebst sämmtlichen Original -Charten Seetzen’s, von ihm
selbst zu seiner Reise gezeichnet und auf seinen Wunsch vervollständigt durch
Hinzufügung mehrerer Ortsnamen nach seinen Tagebüchern, so wie der alten
Namen der zu bestimmenden Orte, von Kruse, xxvu, 1 bl. u. 254 s. Schon
der 1. band enthält eine reise um das Todte Meer nach Hebron und Jerusalem.
Früher erschienen briefe von Seetzen in Zach’s Monatlicher Correspondenz
durch mehrere jahrgänge von 1806 an; besonders beachtenswerth band 17,
18, 26, 27. Diese briefe wurden stückweise ins englische übersetzt, und
erschienen unter dem titel: A Brief Account of the countries adjoining the
Lake of Tiberias, the Jordan, and Dead Sea. London 1813. 4. Besagte
briefe erschienen auch, ins französische übersetzt, in den Annales des voya-
ges, 1809—1814. Etwas weniger wichtige auszttge sind in Jos. Ham-
mers Fundgruben des Orients 1, 43, 112 u. 2, 275, 474 niedergelegt. S.
Munk 657 b , Raumer 9, Ritter 15, 64, besonders seinen artikel in der Ber-
liner Zeitschr. für Allg. Erdkunde, 1854, 3, 213 ff., Robinson 2, 549, van
Senden 1, 170 f., van de Velde’s Mem. 9, Bassi 1, 240. Seetzen gebührt das
lob, dass er der erste unter den franken das transjordanische gebiet wissen-
schaftlich bereiste. Er setzte bequemlichkeit, höhere genüsse des lebens und die-
ses selbst — mit verstand, muth und wunderbarer bebarrlichkeit daran, um die
geographische karte zu vervollständigen und zu verbessern. Weil er, des ara-
bischen kundig, mit dem Volke leicht verkehren konnte, so sind seine berichte
nicht nach der Schablone früherer fränkischer reisender abgefasst, sondern
aus dem leben geschöpft. Im übrigen stellen sich seine arabischen Ortsnamen
hier und da etwas wunderlich vor das ange, und man darf keinem zweifei
raum geben, dass er, wäre ihm das glück vergönnt gewesen, die herausgabe
selbst zu besorgen, manches geändert hätte. Niemand wird das werk ohne
grossen nutzen aus der hand legen, und auch Ritter verdient für die anre-
gung und der Verleger für das mehr patriotische und der Wissenschaft gel-
tende als lukrative unternehmen den dank der gelehrten weit.
1807. Der Spanier Domingo Badia y Leblich oder, nach dem an-
genommenen arabischen namen, Ali Bei el-Abassi. Voyages d’Ali el
Abassi en Afrique et en Asie pendant les annöes 1803, 1804, 1805, 1806
et 1807. Paris, F. Didot, 1814. 8. 3 tom. % Im 3. theil Palästina. Eng-
lisch: Travels in Marocco, Egypt, Arabia, Syria between the years 18Ö3
and 1807. London 1816. 4. 2 voll. Deutsch: Ali Bey’s el Abassi Reisen
in Afrika und Asia in den Jahren 1803 — 1807. Aus dem Französischen.
Weimar, Landes - Industrie - Comptoir, 1816. Gr. 8. 2 voll. Zweite Abthei-
lung, 608 s., Aegypten, Arabien, Syrien und die europäische Türkei enthaltend.
Mit l karte. In F. J. Bertuch’s Bibliothek der Reisebeschreibungen 7., 8. bd.
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S. Raumer 10, Ritter 15, 63 f., Robinson 2, 549, Engelmanns Biblioth.
geogr. 103. Domingo Badia reiste als mohammedaner , und sein buch ge-
währt einige belehrung, schon deswegen, weil er in Jerusalem auch die
grossen moscheen besuchen durfte.
1810—1812. Johann Ludwig Burckhardt von Basel, im Orient
Schöch Ibrähim genannt. Travels in Syria and the Holy Land; By the
late John Lewis Burckhardt. Published by the Association for promoting
the discovery of the interior parts of Africa. London, Murray, 1822. Gr. 4.
2 bll., XXIV u. 668 s. Mit Burckhardfs bildniss, 3 karten, 3 plänen und
mit in den text eingedruckten abbildungen. Herausgegeben vom Sekretär
William Martin Leake. Deutsch: Johann Ludwig Burkhardts Reisen in
Syrien und dem Gelobten Lande. Nach seinem Tode herausgegeben von
der Londoner Gesellschaft . . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders
abgedruckt.) Jena, Bran, 1822. 8. 1 bl., 272 s. Dann: Johann Ludwig
Burckhardt’s Reisen in Syrien, Palästina und der Gegend des Berges Sinai.
Aus dem Englischen. Herausgegeben und mit Anmerkungen begleitet von
Wilhelm Gesenius . . Mit Charten, vielen griechischen ji. semitischen Inschriften.
Weimar, Industrie - Comptoir, 1823 f. 8. I xu. , 548 s., II (mit Charten und
Inschriften: Beschreibung einer Reise von Damaskus durch die Gebirge des
peträischen Arabien und die Wüste Ei Ty nach Kairo im Sommer 1812)
x u. s. 546 — 1104. Uebersetzt von Rienäcker. Auszttglich in Jäck’s
Taschenbibliothek der wichtigsten . . Reisen durch Palästina (Nürnberg 1 828)
2, 288 — 376; der auszug enthält jedoch nur syrisches und sinaitisches. S.
Munk 257 h , Raumer 10, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van Senden 1,
171, Bassi 1, 240 sq., van de Velde 9, Petzboldt’s Anz., 1861, 292 u.
1863, 53. Sorgfältige Vorbereitung, kenntniss der arabischen spräche, ein
unbefangener blick, nüchterne beobachtung und äusserste genügsamkeit zeich-
nen den Burckhardt aufs vortheilhafteste aus. Er sah es nicht darauf ab,
die längst durchschrittenen wege der Wallfahrer wiederum zu betreten,
sondern sein dichten und trachten ging dahin, neue bahnen einzuschlagen,
und allenthalben, wo er durchkam , bereicherte er die geographie und ethno-
graphie. Ihm verdankt die gelehrte republik eine reihe von entdeckungen
im H$uran, in Transjordanien, die mit denen des ebenso ausgezeichneten
deutschen forschers Seetzen wie perlen das 1. viertel des 19. jahrhunderts
zieren. Der eifer für die Wissenschaft feuerte den schweizer in dem masse
an, dass er sich der religion der mohammedaner in die arme warf, und dass
er auch, als der tod ihn in Kairo ereilte, nach den gebräuchen des isläm
bestattet wurde. Dieser forscher ist in vielef hinsicht das muster eines
reisenden.
C. 1812. Der franziskaner Manuel de Garcia. Derechos legales y
estado de Tierra Santa. Coleccion de documentos y noticias, pertenecientes
al derecho que las potencias Cristianas tienen ä la posesion de sus santua-
rios. Manifeste de su estado actual, ideas para volver a su legitima y en-
tera posesion, y mantenerlos sin tanto consumo de caudales; por el R. P.
Fr. Manuel de Garcia. Palma, F. Guasp, 1814. 4. S. Bethlehem 139,
Noroff bei Daniel 2 1 5. Einiges ist beachtenswerth.
1813. Der farbereibesitzer Johann Heinrich Mayr von Arbon.
Schicksale eines Schweizers während seiner Reise nach Jerusalem und dem
Libanon. Von ihm selbst beschrieben. Mit 1 Ansicht von Jerusalem. St.
Gallen, Huber u. Comp., 1815. 8. I xh u. 212 s. , H 1 bl., 244 s. u.
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I bl. Johann Heinrich Mayr’s Reise nach Konstantinopel, Aegypten, Jerusa-
lem, und auf den Libanon. Herausgegeben von Johann Conrad Appenzeller.
Zweyte verbesserte Auflage. Mit 4 Kupfern. St. Gallen, Huber u. Comp.,
1820. 8. XV u. 576 s. Holländisch: Lotgevallen van een* Zwitser op
zyne reize naer Jerusalem en den Libanon. Haarlem 1816. 8. S. Raumer
10, Ritter 15, 68, Petzholdfs Anz., 1863, 54. Zu lebhafte phantasie des
grundbraven mannes trübte hier und da die klarheit des blickes. Er gab
mir anleitung zur 1. reise nach Jerusalem. Heimgekehrt schickte ich ihm
und seinem herausgeber, pfarrer Appenzeller, mein manuskript. Beide be-
suchten mich nachher, und das resultat der berathungen war, dass ich das-
selbe der feile des mayr’schen herausgebers anvertrauen solle, weil ich zu
gelehrt für ungelehrte und zu ungehrt für gelehrte geschrieben habe ; allein
ich konnte mich nicht dazu entschliessen , und lieber wollte' ich auf eignen
füssen gehen, als noch so gefällig und anmuthig getragen werden.
1814. Rramsen m Berlin. Travels in Egypt, Syria, Palestine . .
London 1815. 8. Französisch: Promenade d’un voyageur prnssien en Eu-
rope, Asie et Afrique. Paris 1818. 8. 2 tom. Deutsch: Bramsens Reise
durch die Jonischen Inseln, Aegypten, Syrien, Palästina und Griechenland,
in den Jahren 1814 und 1815. (Aus dem Ethnographischen Archiv beson-
ders abgedruckt.) Jena, Bran, 1819. 8. 1 bl., 192 s. S. Jolowicz. Bram-
gen begleitete den ältesten sohn des englischen baronets, sir Georg Maxwell.
Der Verfasser ist sehr flüchtig und seine Schrift ohne kritischen werth.
1814. Der artilleriekapitän Henry Light. Travels in Egypt, Nubia,
Holy Land, Mount Libanon, and Cyprus. By Henry Light. London, Rod-
well a. M., 1818. 4. Mit 20 taf. und 14 vign. Deutsch: Reise in Aegyp-
ten, Nubien und dem heiligen Lande. Aus dem Englischen des . . Henry Light
. . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders abgedruckt.) Jena, Bran,
1820. 8. IV u. 204 s. Ohne illustrazionen. Petzholdt (Anz., 1863, 54)
führt eine ausgabe mit dem gleichen titel aus dem j. 1834 an; allein sie ist
offenbar eine titelausgabe. Vgl. Grässe’s Trös. s. v. Der sehr aufmerksame
Verfasser durchreiste flüchtig Palästina.
1814. Santino Daldini, pfarrer zu Saltrio im komaskischen. Viaggio
di Terra Santa, diviso in capitoli secondo l’ordine delle materie dal . .
Santino Daldini . . Milano, M. Carrara, 1829. 12. 168 s. 2. edizione eben-
daselbst 1830. 12. Daldini . . testimonio oculare recente . Edizione terza .
Diligentemente corretta ed accresciuta ; e corredata di varie carte interessant!.
Milano, M. Carrara, 1848. 12. 208 s. Schon in der 2. ausg. : Viaggio e
Visita. Eine bescheidene und liebliche erzählung mit brauchbaren notizen.
*C. 1815. Des P. Joseph de Lamego wallfahrt nach Jerusalem.
Lisboa 1819. Nach Rignon, 1861, 95.
1815. William Turner Esq. Journal of a Tour in the Levant, by
William Turner. London, J. Murray, 1820. Gr. 8. I xxvii upd 480,
II vii u. 608, III vii u. 547 s. Mit 21 zum theil kolorirten kk., 2 land-
karten u. 1 facsimile. S. Petzholdfs Anz., 1863, 54. Beachtenswerth.
1815. Otto Friedrichs von Richter Wallfahrten im Morgenlande.
Aus seinen Tagebüchern und Briefen dargestellt von Johann Philipp Gustav
Ewers . . Mit Kupfern. Berlin, G. Reimer, 1822. 8. XVIII u. 7 1 5 s. Mit
dem bildnisse des Verfassers und 15 andern kk. S. Raumer 11, Robinson
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2, 549, Ritter 15, 65 f., van Senden 1, 171. Das buch gewährt für Je-
rusalem und seine Umgebung wenig ausbeute ; im allgemeinen aber erzwingt
es die be wunderung für den 24jährigen jüngling aus Neukusthof bei Dorpat.
Wie Hasselquist fand er, beide in der blüthe der jahre, in Smyrna den tod,
ich — 1 S46 die gesundheit.
C. 1815. Der arzt Merion. Travels of Lady Hester Stanhope . .
narrated by her physician . London, C. Colburn, 1846. 8. 3 voll. Frühere
ausgabe London 1845. Das werk ist interessant, namentlich für die beschrei-
bung der palästinischen gräber. Der Verfasser der Three Weeks (s. unten
sub anno 1831) schreibt (155) Merryon.
1815 — 1820. Der missionar William Jowett. Christian Researches
in the Mediterranean , from 1815. to 1820 . . By . . William Jowett . .
With an Appendix, containing the Journal of . . James Connor, chiefly in Syria
*and Palestine. Third edition. London, R. Watts, 1824. 8. 7 bll., 454 s.
Mit 1 karte. Dann : Christian Researches in (the Mediterranean and in) Syria
and the Holy Land, 1824 — 26. 8. 2 voll. Mit karten. Die 1. und 2.
auflage ist mir unbekannt. Auch London 1825, 8., Boston 1826, 12. S.
Raumer 11, Robinson 2, 550. Das buch ist hinsichtlich der religiösen Ver-
hältnisse nicht wenig belehrend ; doch hat es zunächst werth für the Church
Missionary Society.
1816. Der gelehrte engländer John Silk Buckingham. Travels in
Palestine through the countries of Bashan and Gilead, east of the river
Jordan: including a visit to the cities of Geraza and Gamala, in the De-
capolis. By J. S. Buckingham . . London, Longman, 1821. 4. XXVII,
553 u. VIII s. Mit <des Verfassers bildniss, 8 landkarten, grundriss u. kk.,
27 Vignetten. 2. ausgabe London 1822. 8. 2 voll. Dazu kamen: Travels
among the Arab Tribes, inhabiting the countries east of Syria and Palestine,
including a Journey from Nazareth to the Mountains beyond the Dead Sea,
and from thence through the plains of the Hauran to Bozra, Damascus,
Tripoly, Lebanon, Baalbeck, and by the valley of the Orontes to Seleucia,
Antioch, and Aleppo. With an Appendix, containing a refuthtion of cer-
tain unfounded calumnies industriously circumlated against the author of this
work, by . . Lewis Burckhardt, . . William John Bankes, and the Quarterly
Review. By J. S. Buckingham . . London, Longman, 1825. Gr. 4. XVI
u. 679 s. Mit 1 landkarte und 28 Vignetten. Deutsch: Reisen durch Syrien
und Palestina. Von J. S. Buckingham. Aus dem Englischen übersetzt.
Weimar, Industrie -Comptoir, 1827 u. 1828. 8. I xxni u. 472 s., mit
vier plänen auf drei tafeln, II 2 bll., u u. 526 s., mit 1 karte. Diese 2
bände, auch den nachtrag von 1825 ohne die polemik umfassend, bilden in:
Neue Bibliothek der wichtigsten Reisebeschreibungen den 45. und- 46. band
der 2. hälfte der I. Centurie. Ein gedrängter auszug sind: Reisen in Pa-
lästina. Aus dem Englischen des . . Buckingham. Jena, Bran, 1834. 8.
1 bl., 198 s. S. Raumer 11, Ritter 15, 67 f., Robinson 2, 549 sq., van
Senden 1, 172, Petzholdfs Anz., 1863, 54 f. Man wirft Buckingham vor,
dass er voreilig bekannt machte, was seine reisegeßthrten Burckhardt und
Bankes entdeckt hatten. Mochte er so unedel genug handeln, so kann, doch
nicht bestritten werden, dass er als kühner Wanderer für die geographie
manches schätzbare erforschte.
1817. Der engländer T. R. JolifFe. Leiters from Palestine, descrip-
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tive of a Tour through Galilea and Judea, with some account of the dead
Sea . . by T. R. Joliffe. II. edition. London 1820. 8. Die 1. ansgabe er-
schien in 2 bdd. zn London 1819, 8., and die 3. ebenda 1822, 8. Fran-
zösisch: Lettres sur la Palestine, la Syrie et l’figypte , haupttitel: Lettres
sur la Palestine, la Syrie et l’ßgypte, ou Voyage en Galilöe et en Judöe,
avec une relation sur la mer Morte, et sur l’dtat prösent de Jerusalem ; par
T. R. J. Traduites de l’anglais sur la seconde ödition, par Aubert de Vitry;
ornöes d’une carte göographique et de cinq gravures. Paris, Picard - Dubois ;
Londres, J. Warrick, 1820. 8. 363 s. Mit 1 ansicht der Christusgrab-
kapelle und 1 karte. In meinem exemplar fehlt die Vorrede. Deutsch: T.
R. Joliffe’s Reise in Palästina, Syrien und Aegypten im Jahre 1817. Mit
vielen Zusätzen aus neuen ausländischen Beschreibungen übersetzt. Zum
Behufe für Bibelleser. Nebst einer Vorrede von E. F. K. Rosenmüller.
Mit einer Abbildung der Aufschrift auf der Pompejussäule. Leipzig, Industrie-
Comptoir, 1821. 8. XXII u. 397 s. Der Übersetzer Bergk gibt im Vor-
worte an, dass er die englische Urschrift nicht erhalten konnte und daher
das buch nach der französischen Übersetzung von Aubert de Vitry über-
setzte, und zugleich sich erlaubte, einiges wegzulassen, anderes zusammen-
zuziehen. Obschon die deutsche Übertragung von manchen guten bemerkun-
gen begleitet ist, so wie auch auszüge aus Clarke (s. oben sub anno 1801),
de Forbin und Belzoni enthält, so wird dennoch durch sie die französische
nicht ersetzt. Holländisch : Reis in Palestina, Syriö . . met Vorrede van E.
F. K. Rosenmuller. Amsterdam 1822. 8. Übersetzt von B. in Dordrecht
nach der Übersetzung von de Vitry. S. Raumer 10, Robinson 2, 550, van
de Velde’s Mem. 10. Die schrift ist nicht ohne werth.
1817. Der priester Desmazure. Souvenirs de la Terre - Sainte. Moeurs
et usages des tribus arabes de la Syrie au temps prösent. Par l’abbö Des-
mazure, Pöre latin du S. Söpulcre. Paris, Pillet, 1846. 8. Interessantes
über die Sitten und gebrauche der zeltaraber, über Bethlehem und Jerusa-
lem, aber nichts über den felsengang der Marienquelle, welchen der Verfasser,
wie anderwärts berichtet wurde, durchschritten hat.
„ 1817. Der graf Louis Nicol. Phil. Aug. de Forbin. Voyage dans
le Levant en 1817 et 1818. Par le Comte de Forbin. Paris, imprimerie
royale, 1819. 2 1 /a i hoch und 2' breit. Mit 80 lithographien und kupfern.
Verschiedene lieferten dazu die Zeichnungen, wie J. le Gros, Thiönon, Bou-
ton, Debucourt, Louise Bouteiller, Hippolyte Lecomte, Bourgeois, Daguerre,
Hersent, Baltard. Der text rödigö par La Porte -Dutheil, Legrand et Lan-
gles. Paris 1819. 8. 4 bll., 132 s. Ich sah auch in der biblioteca pala-
tina zu Florenz Forbin’s Voyage pittoresque in 2 voll., und am Ende liest man :
et un texte rödigö par la Porte - Dutheil , Legrand et Langlös. In Deutsch-
land erschien: Voyage dans le Levant, par M. le Comte de Forbin. Reise
nach dem Morgenlande von dem H. Grafen von Forbin. Aus dem Franzö-
sischen in das Deutsche übersetzt und mit historisch - geographischen Bemer-
kungen versehen von Ferdinand Leopold Rammstein. Prag, P. Bohmann,
1823. 8. Der vortitel lautet im französischen und in der Übersetzung wie
in der pariser- ansgabe. I. liefer. 121, II. 137, IH. 128 u. IV. 181 s.
Mit 1 plan der grabkirche in Jerusalem von Leisnier nach Amico und mit
1 kupfertafel. Immer steht auf einer Seite das original und gegenüber auf
der andern Seite die Übersetzung. In der letzten lieferung findet sich die
erklärung der kupfertafeln von s. 131 — 165. Das kupferwerk, l' 3" 9"'
I
Digiti ' >y t^-ooQle
145
P. hoch und 1' 8" breit, enthält 78 wirklich schön verfertigte kupfer. In
Prag erschien ferner nicht nur eine deutsche Übersetzung mit historischen
Bemerkungen von F. L . Rosmmüller in 4 bänden, 8., 1823 bis 1826,
sondern auch 1826: Palästina* Sechsunddrei ssig Ansichten aus des Grafen
Forbins Reise ins Morgenland in aqua-tinta. Quer fol. S. Robinson 2, 550,
'Petzholdt’s Anz., 1863, 55, Grässe’s Trös. 2, 614. Der Verfasser notirte
weniges belehrende, und was die illustrazionen betrifft, so ist einiges gut ge-
zeichnet, dagegen anderes sehr untreu dargestellt. Es ist wahrlich zu be-
klagen, dass man so viel geld für das grosse werk von so untergeordnetem
werthe verwendete.
1817. Der franziskaner Joäo de Jesus Christo. Viagem de hum
peregrino a Jerusalem, e visita que. feez aos Lugares S antos, em 1817 Fr.
Joäo de Jesus Christo. Lisbao 1822. 8. 2. ausgabe. Es gibt auch eine
von 1831. Unbedeutend.
*1817. Eines ungenannten Voyage en Galilöe et en Judöe, en 1817.
Rignon, 1861, 95.
1817 und 18. Die flottenbefehlshaber Charles Leonard Irby und
James Mangles. Travels through Nubia, Palestine and Syria in 1 8 1 (>
and 1817. By Mangles. 8. 2 voll. Ich führe den titel genau so an, wie
ich ihn für ein als in kurzem zu erscheinendes werk bei Bergk (vorrede
zu Joliffe IX) finde, der ihn am 9. Mai 1821, freilich jedenfalls ungenau,
geschrieben hat. Wahrscheinlich fällt der druck ins j. 1821, oder wir haben
es mit folgender auflage zu thun: Travels in Egypt and Nubia, Syria and
Asia Minor, during the years 1817 and 1818. Printed for private distri-
bution. London 1822. 8. Auch London 1823. 8. Später kam die schrift
in den buchhandel. Travels in Egypt and Nubia, Syria, and the Holy Land;
including a journey round the Dead Sea, and through the country east of
the Jordan. By Ch. Leon. Irby, and Jam. Mangles. London, J. Murray,
1844. 8. VIII u. 150 doppelspaltige s. Mit gleichem titel und ebenso viel
seiten London 1847. Auch London, Murray, 1861. 8. Zweispaltig. S.
Raumer 11, Robinson 2, 550, Ritter 15, 66 f., van Senden 1, 371, van
de Velde’s Mem. 10, Grässe’s Trös. 3, 428, Petzholdt’s Anz., 1863, 55.
Das in gedrängtem styl geschriebene buch enthält viel neues und be-
lehrendes.
1818. Der arzt und naturforscher F. W. Sieber aus Böhmen.
Reise von Cairo nach Jerusalem und wieder zurück, nebst Beleuchtung einiger
heiligen Orte, von F. W. Sieber . . Mit Kupfern. Prag, M. Neureuter, und
Leipzig, F. Fleischer, 1823. 8. 168 s. S. Robinson 2, 550. Der Ver-
fasser schrieb nicht ohne kritik, doch zu sehr unter dem einflusse der mönche.
Um die Veröffentlichung eines plans von Jerusalem: Karte von Jerusalem
und seinen nächsten Umgebungen, geometrisch aufgenommen 1818, Prag,
Neureuter, 1823, fol., erwarb er sich einige Verdienste. Ich sah ihn nie-
mals und kenne ihn nur nach dem berggren’schen. S. Ritter 16, 307,
Raumer 1 2, Engelmann 138, meine Planographie 1 0 f.
1818. Der arzt Robert Richardson, M. D. Travels along the Me-
diterranean and parts adjacent, in Company with the Earl of Beimore during
the years 1 8 1 6 — 17 — 1 8. Extending as far as the second cataract of the Nile,
Jerusalem, Damaseus, Balbec . . London 1822. 8. 2 voll. Mit planen und
kk. Im 2. theil Palästina. S. Raumer 11, Ritter 15, 67, Robinson 2, 550.
Tobler, Bibliographia. 10
Digitized by
Google
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Das buch, weil belehrend, ist nicht zu übersehen; namentlich findet sich
interessantes über ärzte und arzneien.
*1818. Th. Legh. Excursion from Jerusalem to Wady Müsa, in
Macmichael’s Journey from Moscow to Constantinople in the years 1817
— 18. London 1819. 4 to 4. kap. 185. s. Wiederabgedruckt in dem (ame-
rikanischen) Biblical Repository ? Oct. 1833. 3, 618. Legh reiste ohne Mac-
michael von Konstantinopel weiter, und dann, in begleitung von Irby, Mangles
und Bankes, nach Petra. S. Raumer 11, Ritter 15, 66, Robinson 2, 550;
letzterer zeichnet den Verfasser mit einem Sternchen aus.
1818. Der schneidergeselle Joh. Friedr. Jul. Borsum aus Feld-
bergen bei Hildesheim. J. F. J. Borsums Reise nach Constantinopel, Pa-
lästina und Egypten, oder: Lebendiger Beweis, wie gnädig Gott dem durchhilft,
der seine Hoffnung auf ihn setzet. Überarbeitet von David Traugott Kopf.
2. Auflage. Berlin, Boicke, 1826. 8. XVI, 238 s. u. I bl. 4. ausgabe
Berlin, J. A. Wohlgemuth, 1850. 12. 1825 die I. S. W. Engelmann 118,
Petzholdfs Anz., 1863, 56. Der pietistische anstrich half dem werkchen zu
der 4. auflage. Es ist beinahe werthlos.
1819. William Rae Wilson, doktor der rechte. Travels in the
Holy Land, Egypt, etc. By William Rae Wilson . . London, Longman,
1823. Gr. 8. XII u. 544 s. Mit 8. kk. Second edition. London 1824.
Fourth edition; London, Longman, 1847. Gr. 8. I xxiv u. 448 s., H vii
u. 524 8. Mit 15 abbildungen. 8. Raumer 11, Petzholdt’s Anz., 1863, 55.
Manche treue, malerische darstellung und überhaupt manches zu gebrau-
chen, und wäre noch mehr, wenn der Verfasser sich nicht als zu leichtgläu-
big zeigen würde.
1819. Der schneidergeselle C. F. Stegemann. Wanderung durch
Deutschland, Polen, Russland, Persien, Caucasien und Aegypten nach Jeru-
salem, in den Jahren 1814 bis 1821. Nach den Überlieferungen des Rei-
senden von Friedrich Dörne. 2. Auflage. Danzig, W. T. Lohde, 1825. 12.
Ohne werth. Er gerieth in Sklaverei, wurde jedoch in Jerusalem um den
preis des Übertrittes zu den lateinern von den franziskanern losgekauft.
1819 f. Der architekt Johann Karl Weyand von Herchenheim
unweit Ulm. Johann Carl Weyands Reisen durch Europa, Asien und Afrika
von dem Jahre 1818 bis 1821 incl. von ihm selbst beschrieben. Amberg,
auf Kosten des Verfassers, 1822, 23 u. 25. 8. I 2 bll. , iv u. 280 s.,
mit dem bildnisse des Verfassers, II v, 1 bl. u. 168 s., mit den grabmälern
von Gottfried und Balduin und 4 andern kk., HI 213 s., mit 3 kk. Auch
Wien, Mechitaristen - Congregation , 1828. 8. Der Verfasser schildert das
grab Gottfrieds von Bouillon als vorhanden und zeichnet es ausserhalb des
gebäudes von Golgotha, wie es vor dem brande im j. 1808 war. Die
darstellung der kapelle des Christusgrabes, mit der eigenthümlichkeit , dass
sie den fels erblicken lässt, ist eine gebürt der einbildungskraft. Der text
selbst seicht geschrieben; vieles kopirt.
1820. Der missionar James Connor. 8 . oben Jowett sub anno 1815
— 1820. Im Appendix 413 — 453. Auch: Connor, Relation d’un voyage
faiten Palestine. 8. Annales des Voyages. Nouv. IX. 1821. 144 bei Koner
2, 335. Das kurze lesenswerth.
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1820. Der arzt Ludwig Alexius Paschalis Damoiseau. Voyage en
Syrie et dans le Dösert, Par feu Louis Damoiseau, attachö ä la mission de
M. de Portes, (pourachat d’fitalons arabes). Paris, H. Sou verain, 1833. 8. 1 bl.,
IV u. 288 s. Auch Bruxelles 1839. Herausgegeben von Jean May. Deutsch:
Hippologische Wanderungen in Syrien und der Wüste. Aus dem Französi-
schen von Th. Heinze . . Leipzig, Mager, 1842. 8. 2 bände. S. Rignon,
1861, 96. Der wackere Verfasser, welcher Jerusalem und Nazareth besuchte,
lieferte für die geographie sehr wenig erhebliches.
1820. Graf de Marcellus, bevollmächtigter minister. Souvenirs
de TOrient, par le Vicomte de Marcellus . . Paris, Debräcourt, 1839. 8. 2 tom.
Die Vorrede zur 2. ausgabe wurde 1853 geschrieben. Deswegen war die
brüsseler-ausgabe von 1840 (12. 3 tom. mit 2 lithographirten tafeln u. 1
karte) ein nachdruck der 1. auflage. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 75. Troi-
siöme ödition (jfar le Comte de Marcellus). Paris, Garnier, 1861. 8. XII u.
600 s. Italienisch: Rimembranze intorno all’ Oriente del Visconte di Marcellus.
Prato, Giachetti, 1841. Gr. 8. Schon die hohe Stellung erlaubte dem klas-
sisch gebilbeten Verfasser, manches denkwürdige mitzutheilen. Derselbe hielt
sich in amtsgeschäften 4 jahre in Konstantinopel auf.
*C. 1820. Der hutmachergeselle F. Kronecker. Reise aus Stuben-
berg bei Braunau nach dem gelobten Lande, nebst einer Uebersickt seiner
durch Europa während eines Zeitraums von 21 Jahren gemachten Wande-
rungen. 4. Auflage. München 1825. 8. S. Engelmann 1094.
*1820—21. Der baronet Frederick Henniker. Notes during a
Visit to Egypt, Nubia, the Oasis, Mount Sinai, and Jerusalem . By Frede-
rick Henniker . . London, Murray, 1823. Gr. 8. XI u. 340 s. Mit 3 kk.
S. Robinson 2, 550, Petzholdt’s Anz., 1863, 75; dieser aber führt den Ver-
fasser, den Robinson als flüchtig und oberflächlich bezeichnet, unter dem
j. 1819 an.
1821. Dr. Johann Martin Augustin Scholz, professor der theolo-
gie zu Bonn. 4. Reise in die Gegend zwischen Alexandrien und Paräto-
nium, die libysche Wüste, Siwa, Egypten, Palästina und Syrien, in den Jah-
ren 1820 und 1821 von Joh. Mart. Augustin Scholz. Leipzig und Sorau,
F. Fleischer, 1822. 8. VI u. 305 s. — 2. Biblisch -kritische Reise in
Frankreich, . . Palästina . . 1818, 1819, 1820, 1821 . . von Joh. M. Aug.
Scholz. Leipzig und Sorau, F. Fleischer, 1823. 8. Es finden sich auch
Verbesserungen des obigen reiseberichtes. : — 3. Handbuch der biblischen
Archäologie. Bonn 1834. Die abschnitte über biblische Geographie §. II
— 68. — 4. Commentatio de Golgotb® et sanctissimi D. N. J. C. sepulcri
situ. Akademische festabhandlung für den 3. august 1825, als den geburts-
tag des königs Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Thormann, 1825. 4. 22 s.
Mit l unhaltbaren plan von Jerusalem. — 5. Abhandlung über die Lage
des heiligen Grabes. Enthalten in den Wiener- Jahrbüchern der Literatur.
Wien, Gerold, 1826. Gr. 8. 35. band, Anzeigeblatt 22 ff. Mit 1 schlech-
ten plan von Jerusalem. — 6. Commentatio de Hierosolymae singularumque
illius partium situ et ambitu. Akademische festabhandlung für den geburtstag
Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Carol. Georg., 1835. 4. 1 bl., 17 s. Mit einem
plan der Hierosolyraa vetus. — 7. Calendaria gr®ca duo, quorum alterum Hie-
rosolymitanum. Bonn® 1823. S. Raumer 10, Robinson 2, 550, Ritter 15,
68, van Senden 1, 174, Gratz 630, van de Velde 10. Scholz war kenner
10 *
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der arabischen spräche und schrift. Dies und ein ziemlich unbefangenes
urtheil macht seine schriftarbeiten wichtig. Er bringt eine menge neues,
namentlich auch eine grosse anzahl arabischer namen von Ortschaften. Seine
Verdienste sind bisher im allgemeinen noch nicht genugsam gewürdigt
worden.
1821. Dr. Jakob Berggren, propst und pfarrer zu Skällwik bei
Soenderkoeping. 1. Hesor i Europa och Oesterländerne. Stockholm 1826
— 28. 8. 3 theile. Deutsch: Reisen in Europa und im Morgenlande von
J. Berggren. Leipzig und Darmstadt, C. W. Leske, 1828 — 1834. 8. I rv
u. 396, mit 1 kupfer und l karte, II 1 bl., 410, mit dem plan von Jeru-
salem und der karte von Syrien, III 1 bl., 244 8. Mein exemplar hat nur
im 3. theil die angabe des druckjahrs (1834). — 2. Guide fran$ais - arabe
vulgaire des voyageurs et des francs en Syrie et en Egypte • avec carte phy-
sique et geographique de la Syrie et plan g£om6trique de Jerusalem ancien et
moderne comme Supplement aux voyages en Orient par J. Berggren. Upsal,
Leffler, 1844. 4. 2 bll., 924 sp. Der artikel Itindraire von sp. 450 — 506 enthält
die augabe der entfernungen von Ortschaft zu Ortschaft in Syrien und Pa-
lästina. Karte und plan sind genau diejenigen, welche der deutschen Über-
setzung beigegeben wurden, nur mit der legende in schwedischer spräche.
— 3. Flavius Josephus der Führer und Irreführer der Pilger im alten und
neuen Jerusalem. Mit einer Beilage Jerusalem des Itinerarium Burdigalense
enthaltend Herausgegeben von Jakob Berggren . . Leipzig, T. 0. Weigel,
1854. 4. VIII u. 55 s. — 4. Bibel und Josephus über Jerusalem und das
Heilige Grab wider Robinson und neuere Sionspilger als Anhang zu Reisen
im Morgenlande von J. Berggren . . Lund, Berling, 1862. 8. XIV u. 444 s.
S. Robinson 2, 550. Es muss nicht wenig auffallen, dass Berggren lange
zeit so wenig beachtet wurde. Wenn er nichts geschrieben hätte, als das
Itindraire, so würde er unsern lebhaften dank verdienen. Er war ein
wolvorbereiteter , guter beobachter und ein auf verschiedenes, insbesondere
auf die geographischen nomin a propria der araber aufmerksam gewesener
Jorsalafarare. In der neuesten schrift stösst freilich eine etwas einseitige
und leidenschaftliche Verfechtung von hypothesen, zum theil aus mangel-
hafter oder nicht umfassender litteraturkenntniss.
1821. John Carae. Letters from the East. 3d Edition. London
1830. S. 2 voll. Recollections of Travels in the East; forming a Conti-
nuation of the Letters from the East. By John Carne . . London, Colburn,
1830. 8. XII u. 348 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 76; allein Robinson
2, 551 gibt auch für Recollections 2 voll. an. Früher London 1826. 8.
Deutsch: Leben und Sitte im Morgenlande, auf einer Reise von Konstanti-
nopel durch das griechische Inselmeer, Aegypten, Syrien und Palästina ge-
schildert von J. Carne ; nebst einem Anhänge über Griechenland. Aus dem
Englischen übersetzt . . von W. A. Lindau. Dresden und Leipzig, Arnold, 1826
— 27. Kl. 8. I 2 bll., 167, II (enthaltend Palästina) 2 bll., 162, III 2 bll.,
143, IV ausserdem mit dem titel: Reise über Cypern und Rhodus nach
Morea, 158 s. Vgl. Grässe’s Trds. 2, 50. Keine eingehende forschung;
ein schlichter bericht.
1822 und später. Dr. Michael Salomo Alexander (WolfF), bischof
von Jerusalem. Missionary Journal and Memoir of the Rey. Joseph Wolff,
missionary of the Jews. Revised and edited by John Bayford. London
1824. 8. Dann mit his first visit to Palestine. London 1827. 3 voll.
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Ingleichen Joseph Wolff, his Travels and Adventures. 2. ed. London 1860.
Gr. 8. 2 voll. Zur geschichte der protestantischen mission in Palästina
nicht leicht entbehrlich. Anlässlich wird bemerkt, dass aus dem j. 1818
einiges über Jerusalem und Bethlehem von einem schweizerischen geistlichen,
Burckhardt, in The Missionary Register for 1819 (London 1819. 72 sqq.)
enthalten ist. Auch vom biscliof S. Gobat geben Zeitschriften.
1823. Der missionar Plinius Fisk. Memoir of . . Pliny Fisk late
Missionary to Palestine. Edinburgh 1828. Deutsch: Plinius Fisk, aus dem
Englischen übersetzt von Heller. Erlangen 1835. Das Dagboek van eenen
Evangeliedienaar , gehouden op zijne reis door het H. Land (Haarlem 1850.
2 deelen), ist von Georg Fisk. Mit P. Fisk war Parsons, in dessen Me-
moir (Edingburgh 1832) nachrichten über Palästina Vorkommen. S. Rau-
mer 12, van Senden 1, 373. Geniessbar.
1823. Dr. Westphal, geometer. in Göttingen. Über die topogra-
phische Lage Jerusalems, zur Erläuterung des Planes aufgenommen von
Westphal. Aus dessen Tagebuche während einer Reise durch den Orierit in
den Jahren 1822 und 1823. In: Hertha. Zeitschrift für Erd-, Völker- und
Staatenkunde von H. Berghaus und K. F. V. Hoffmann. Jahrg. 1825. 1,
385 ff. Mit Westphal reiste G. Parthey. Vgl. Ritter 15, 307. Die be-
schreibung des terrains ist nicht besonders gut.
1824. Der naturforscher Giambatista Brocchi von Bassano. Gior-
nale delle Osservazioni fatte ne* Viaggi \n Egitto, nella Siria e nella Nubia
da G. B. Brocchi . . Opera inedita postuma . . Bassano, A. Roberti, 1841
— 1843. 8. I xiv u. 390, mit dem bildnisse des Verfassers, II 540, III (Pa-
lästina enthaltend) 576, IV 287, V 775 s. Dazu gehört: Atlante del Gior-
nale delle Osservazioni fatte ecc. Bassano, A. Roberti, 1843. 8. 2 bll., 20
Tav. mit erklärungen. Die einleitung rührt vom drucker und Verleger, Ro-
berti, her, der als herausgeber angesehen werden kann. Das werk, welches
selbst in Italien schwer erhältlich ist, verdient besonders in naturwissen-
schaftlicher hinsicht beachtung.
1825. Der esquire John Madox. Excursions in the Holy Land,
Egypt, Nubia, Syria, &c. Including a Visit to the unfrequented 'district of
the Haouran. By John Madox. London, R. Bentley, 1834. Gr. 8. I xiv
u. 436, II viii u. 403 s. Mit 2 titel- und 25 a. kk. S. Petzholdt’s Anz.,
1863, 76. Für Palästina unbedeutend.
> 1826 f. Der kaufmann August Jahn von Mainz. Reise von Mainz
nach Egypten, Jerusalem und Konstantinopel in den Jahren 1826 — 27 von
A. M. Jahn. Mainz, J. Stenz, 1828 — 30. 8. I (Heft) enthält Reise von
Mainz über Triest nach Egypten, 4 bll., XXVI und bis s. 110, mit 1 kupfer,
II enthält Reise von Alexandrien nach Cairo u. s. w. tll — 245, mit 2 litho-
graphien, III:*Reise von Cairo nach Jerusalem u. s. w. 247 — 382, mit 1
schlechten plan von Jerusalem nach der vogelansicht , IV : Reise von Jeru-
salem über fünf griechische Inseln nach Smyrna u. s. w. 383 — 542, mit
1 lithographie, V: Schilderung von Konstantinopel u. s. w. 543 — 716, 1 bL,
mit 1 plan von Konstantinopel. Der Verfasser, zwar oberflächlich und leicht-
fertig, hält sich frei, hütet sich vor Übertreibungen, und tritt insbesondere
gegen Chateaubriand auf. Das buch ist nicht mehr leicht zu kaufen.
1826 f. Der priester Luigi Valiani von Florenz. Viaggio a Ge-
rusalemme per l’Asia e Soria ove si descrivono tutti i luoghi santi della
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Palestina, Giudea, Galilea, ed altre provincie. Si notano diverse Cittä di
Siria colle sue precise distanze, usi, costumi, religione, commercio ec. ec.
Fatto dair Abate Luigi Yaliani . . l’anno 1826. e 1827. Firenze, stam-
peria granducale, 1828. 12. 196 s. S. Cassini 2, 56. Treuherzige er-
zählung eines milde gesinnten abate, der sein büchlein dem engländer George
Rivers Hunter widmete.
1827. Der arzt R. R. Madden, M. D. Travels in Turkey, Egypt,
Nubia, and Palestine,. in 1824, 1825, 1826, and 1827. By R. R. Madden.
London, H. Colburn, 1829. Gr. 8. I xvi u. 401, mit dem kolorirten bild-
nisse des Verfassers, II vm u. 398 s. Auch London, Whittacker, 1833. 8.
2 voll. Der muthige Verfasser bringt auch brauchbares, nicht allein für
heilkünstler. Ob das von Grässe im Trös. 4, 331 angeführte werk: Mad-
den. The Shrines and Sepulchres of the old and new World, records of
Pilgrimages in many Lands, London 1851, 8., 2 tom. , dem gleichen ver- .
fasser zuzuschreiben sei, bin ich nicht im klaren.
1827. Der ingenieur Giovanni Failoni von Verona. Viaggio in
Siria e nella Terra Santa preceduto da alcupe notizie geografiche e d’alcuni
cenni sulle diverse religioni che professano gli abitanti di quelle contrade.
Coi piani delT antica e nuova Gerusalemme e colla pianta del gran tempio
del Santo Sepolcro di Giovanni Failoni. Verona, P. Bisesti, 1833. 8. XII
u. 194 'S., 1 bl. Nicht ganz ohne werth, ob wol die gen auigkeit zu wünschen
übrig lässt.
1827 und 1839. Die Frau Moses Monteflore in London. Private
Journal of a Visit to Egypt and Palestine. London, J. Ricknerby, 1836. 8.
(Not published). Notes from a private Journal of a Visit to Egypt and
Palestine (Ebenfalls Not published). London 1844. 8. Der grosse wol-
thäter der juden, Moses Montefiore, war das 1. mal 1827, das 2. mal 1839,
auch 1848 und später in Palästina. Die Schriften kamen nicht in den
buchhandel. Weniges, was sonst die gebildete jüdin schreibt, hat interesse
für einen weitern kreis.
1828. Der graf Lion de Laborde, legazionssekretar. Voyage en
Orient, par Löon de Laborde, prös de 400 vues des monuments et sites
historiques de l’Asie Mineure et de la Syrie, dessinöes d’aprös nature par
l’auteur. Accompagndes d’un Texte explicatif , et de Recherches sur l’dtat
ancien et moderne de ces contrdes. Voyage de la Syrie, un volume in-
folio en 18 livraisons. Paris, F. Didot, 1842. Gr. folio. Mit Syrien ist
Palästina inbegriffen. Das werk ist sehr schön und brauchbar. Das Voyage
de l’Arabie Petrde und den Commentaire gdographique sur l’Exode etc. habe
ich hier nicht weiter zu berühren. S. Raumer 12.
1829. Anton Prokesch ritter von Osten, österreichischer ge-
sandter. Reise ins heilige Land. Im Jahr 1829. Von A. Prokesch ..
Wien, C. Gerold, 1831. Kl. 8. 148 8. Mit dem Vortitel: Tagebuch meiner
Reisen. Dänisch: Reise i det heilige Land 1829. Oversat af Christian
Winther. Kjobenhavn 1839. S. Raumer 12, Ritter 15, 68, Petersen 38.
Gesendet von der österreichischen regirung in folge der bedrüekungen, welche
die des kaiserlichen Schutzes geniessenden Christen und juden in Palästina
erlitten, reiste Prokesch auf diesen Schauplatz. Er schreibt unterrichtet, ge-
diegen, unbefangen und bringt manches neue. Die kleine schrift wiegt eine
menge grösserer bticher auf.
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1830. Der engländer George Robinson. Travels in Palestine and
Syria. London 1837. 8. 2 voll. Mit karten und plänen. Französisch:
Voyage en Palestine et en Syrie, par George Robinson, avec vues, cartes
et plans. Traduction revue et annotöe par l’auteur. Paris, A. Bertrand,
1838. 8. I Palestine, xxiv u. 381, mit einer leidlichen ansicht von Jerusa-
lem und mit einem plan der grabkirche von Amico, II Syrie, xi u. 488 8.,
mit einer ansicht von Börüt, mit plänen und karten von Baalbek, Amanän
und Dscheräsch. Italienisch: Yiaggio in Siria e in Palestina di Giovanni
(Giorgio?) Robinsön. Prato, Giachetti, 1844. 8. S. Grässe’s Trös. 6, 140.
Das buch wird wegen Eduard Robinson gleichsam übersehen, und gewährt
doch einiges interesse.
*1830 und 1849—50. A. M. MourawiefFs reise nach Jerusalem
1830. 4. ausgabe S. Petersburg 1840. Dann: üiiCbMa cb Boctokü (orien-
talische briefe von der 2. reise). 8. 2 voll. S. Noroff bei Daniel 216.
1830. Puteschestwie ko Swjatym Miestam W 1830 godu. S. Pe-
tersburg 1835. 8. 2 thle. mit l abbildung der Christusgrabkapelle, 1 guten
grundrisse der Mariengrabkapelle, t plan der Christusgrabkirche, wie er
sich bei Williams findet, mit 1 plan von Jerusalem, der sich an den sieber-
schen anschliesst, mit einem ziemlich hohen hügel Golgotha. Wie weit diese
schrift derjenigen von MourawiefF verwandt ist, kann ich nicht sagen.
*C. 1830. Der baron Isidor Justin Severin Taylor. La Syrie,
l’ßgypte, la Palestine et la Judöe consideröes dans leur aspect historique,
archöologique, descriptif et pittoresque par le baron Taylor et L . Reybaud.
Paris, (L. Marne) 1839. 4. 3 voll. Mit 150 tafeln, Zeichnungen von Dauz ats,
Mayer, Cicöri. Bes. erschien: La Syrie. Paris, Lemaire, 1855. Gr. 8. Grässe.
1831. Michaud und Poujoulat. Correspondance d’Orient par Michaud
et Poujoulat 1830 — 31. Paris, Ducollet, 1834. 4. 7 bände; der 4. enthält
briefe Poujoulat's. 1837 und 38 suchte dessen bruder, Baptistin, die lücken,
welche die Correspondance zurückliess, nachgehends durch eine reise aus-
zufüllen: Voyage ä Constantinople, dans l’Asie Mineure, en Mösopotamie, k
Palmyre, en Syrie, en Palestine et en figypte, par Baptistin Poujoulat. Fai-
sant suite ä la Correspondance d'Orient. Bruxelles et Leipzig, C. Muquardt,
1841. 8. I 234, II (Palästina) 304 s. Im gleichen jahre in Bruxelles
et Leipzig, Meline, Cans et Comp. 8. I viii u. 292, II 316, III 294 s.
Auch Bruxelles 1842. Vom ersten werke erschien italienisch: Lettere sulla
Palestina. Livorno 1834. 12. Von Michaud ebenfalls italienisch : La Palestina.
Livorno 1844. 12. Derselbe gab auch, aber schon vor der reise, eine
Histoire des Croisades in 5 bänden und eine besonders werthvolle quellen-
sammlung: Bibliographie des Croisades, in 2 bänden, heraus. Michaud’s
reisegeföhrte schrieb ein ouvrage couronnö par l’acadömie fran^aise, die
prachtvoll ausgestattete , aber wenig werthvolle Histoire de Jerusalem.
Paris, J. Vermot, 1855. Gr. 8. VIII u. 464 s. Mit dem bilde des Ver-
fassers und l kupfer. 4e ödition, revue et corrigöe. Paris, Vermot, 1861.
2 voll. 5e ödition. Paris 1865. Die auflage von 1855 wird in Pröface
als nouvelle ödition bezeichnet, die 1. erschien 1842, und das Avertissement
spricht von pröcödentes öditions. Diese geschichte wurde ins deutsche über-
setzt, und auch in Mailand kam 1845 die Istoria di Gerusalemme (8.) heraus.
Jedenfalls ist die Geschichte der Römerherrschaft in Judäa und der Zer-
störung Jerusalems von J. Salvador (Bremen 1847) viel unterrichtender.
S. Ritter 15, 68 f. , Rignon, 1861, 95, Petzholdt’s Anz. , 1863, 78.
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Aus B. Poujoulat’s Überschätzung von Chateaubriand mag man ihn richtig
schätzen.
1831. Der kaufmann Daniel Wegelin von S. Gallen. Erinnerungen
aus Russland und dem Orient, aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . Heraus-
gegeben von H. Leemann. Mit 13 ansichten und 2 plänen. Zürich, F.
Schulthess, 1844—45. 8. 2 bde. Palästina. Bilder aus dem heiligen Lande,
aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . während seines Aufenthaltes in Je-
rusalem. Herausgegeben von H. Leemann. Mit 6 Ansichten und 2 Plänen.
Zürich, F. Schulthess, 1845. 8. 3 bll. , 162 s. Die illustrazionen gehen
an ; der plan von Jerusalem taugt nichts. Wegelihs reiseschrift ist grössten-
theils eine schamlose kompilazion; theilweise das meiste aus Hailbronner.
Es schmerzt mich bitter, in dem plagiator und plagiatverleger landsleute
zu treffen. Vgl. Topogr. 1, LXX.
1831. Ein ungenannter. Three Weeks in Palestine and Lebanon.
Published under the direction of the committee of general literature and
education appointed by the Society for promoting Christian Knowledge.
The I3 th ed. London, J. W. Parker, 1853. Kl. 8. VIII und 162 s. Mit
vielen holzschnitten im texte. Ich kenne auch die auflage ibi 1833. 8.
Deutsch: Neueste Reise in Palästina. Aus dem Englischen. Mit Ergänzun-
gen und Zusätzen aus den besten Werken über Palästina, und 22 Abbildun-
gen. Leipzig, Baumgärtner, 1834. Kl. 8. X u. 162 s. Mit in den text
gedruckten, wenig empfehlenswerthen holzschnitten. Der Übersetzer hätte
besser gethan, das original- nicht abzukürzen und dafür auf zusätze zu ver-
zichten. Es sind lebhafte Schilderungen. M. Russell (Palestine) führt die
Three Weeks öfter an. Der text befriedigt weit mehr als die holz schnitte.
1831 f. Der baron Maria Joseph de G6ramb, trappist. Pölerinage
ä Jerusalem et Au Mont -Sinai* Haupttitel: Pelerinage ä Jerusalem et au
Mont-Sinai, en 1831, 1832 et 1833; par . . Marie-Joseph De Göramb ..
Tournay, J. Ca'sterman, 1836. Kl. 8. I 360, II 372, IH 289 u. 33 s.
Deutsch : Pilgerreise nach Jerusalem und auf den Berg Sinai in den Jahren
1831 , 1832 und 1833, unternommen von . . Maria Joseph von Geramb.
Aus dem Französischen. Mit dem Bildnisse des Verfassers und einer An-
sicht von Jerusalem. Zweite verbesserte Auflage. Augsburg, K. Kollmann,
1837. 8. I xxxii u. 376, II xii u. 380, mit der Ansicht vom Berge Sinai,
III viii u. 303 8., mit einer karte. Die l. auflage ist mir nicht bekannt.
Auf dem titel des 2. und 3. theils steht ergänzend: Aus dem Französischen,
im Einverständnisse mit dem Verfasser. Der herausgeber ist C. W. Brug.
Deutsch auch Aachen 1845 — 46. 12. 2 bände. Abgekürzt Augsburg 1847.
Italienisch: Viaggio al Monte Sinai, nach Jolowicz in den Annali di Sta-
tistica, 1834, 39, 262 sqq. S. Ritter 15, 70. Der Verfasser schreibt in
glühendem pathos und ist ein meister von amplifikazionen. Wer empfindelei
liebt, die an heuchelei streift, dem reicht der eifrige pater manchen lecker-
bissen. Sonst erhält man von ihm auch interessante notizen, z. b. über
sitten und gebrauche.
1832. Henri Cornille. Souvenirs d’Orient, par Henri Cornille. —
Constantinople. Gröce. Jerusalem. Egypte. 1831. 1832. 1833. Paris, Le-
doux, 1833. 8. 2 bll., 481 bez. u. 2 unbez. s. Mit titelkupfer. Deuxieme
ödition. Avec Vignette. Paris, A. Bertrand, 1836. 8. 2 bll., n, 416 s.
S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Von sehr wenig werth.
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*1832. Der naturforscher Bov6. Rdcit d’un Voyage k Gaza, Je-
rusalem . ., im Bulletin de la Sociötd Göogr. Paris 1835. 3, 380 — 382.
S. Ritter 16, 128, 166.
1832 f. Der dichter und akademiker Alphons de Lamartine, *4*
etaatsminister. Souvenirs, Impressions, Pensöes et Paysages pendant un )
Voyage en Orient (1832—1833) ou Notes d’un Voyageur par Alphonse de
Lamartine. Paris 1 835r Stuttg. 1835. Francfort s. M., Jügel, 1835. Gr. 16.
4 voll. Mit dem portrait. Bruxelles 1838. Nouvelle fidition. Stuttgart, Scheible,
1839. 8. I x u. 285, II 360, III 333, IV 317 s. Mit portrait, 1 ansieht
und 2 kk. Paris 1849, 8., 4 voll.; Bruxelles, 1851, 18., 4 voll.; 1854, 12.,
2 voll. Paris 1859, 2 voll., in den Oeuvres compl&tes. Ich kenne auch
eine ausgabe für den schulgebrauch. Ein bericht von Frau Lamartine als
Supplement bei Geramb, ed. Tournay, 3, 1 — 22 hinten: Relation Du pele-
rinage de Jaffa ä Jerusalem fait Par M. m * de Lamartine, en 1833. Deutsch:
Alphons von Lamartine’s Reise in den Orient . . Erinnerungen, Empfmjdun-
gen, Gedanken und Landschaftsgemälde. Uebersetzt von Gustav Schwab
und Franz Demmler. Stuttgart, Metzler, 1835. 8. I x u. 310, II 390,
III 353, IV 310 s. Englisch: A Pilgrimage to the Holy Land . . By M.
de Lamartine. London 1835. Holländisch von Wap: Herinneringen, In-
drukken, Gedachten en Tafereelen, opgedaan gedurende eene reis naar het
Oosten, 1832 — 33, of aanteekeningen van een Reiziger, door Alphonse de
Lamartine. Breda en Amsterdam 1835. 4 deelen. Spanisch: Viaje al
Oriente de Alfonso de Lamartine, traducido por * * *. Madrid, Madok y
Sagasti, 1846. Kl. 8. 625 s. Die Übersetzung ins italienische kenne ich
nur dem namen, nicht einmal dem titel nach. S. Ritter 15, 70, van Sen-
den l, 375, Gari’s critica impugnacion de viaje ä Oriente del S. D. Alfonso
de Lamartine, Notas 405 — 472, Bassi, Lamartine a Nazaret 1 , 151 sqq.,
Engelmann 120, Grässe’s Trds. 4, 83, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Lamar-
tine ist unbestimmt, dunkel, weit- und abschweifig, die daten sind zum
theile konfus. Vieles ist subjektiv und nutzloses geschwätz. Der grosse en-
thusiasmus, womit das werk jen- und diesseits des Rheins aufgenommen
wurde, wirft auch einigermassen ein Streiflicht auf das publicum.
1832 f. De Lamartine’s reisegefahrte Delaroifere. Voyage en Orient,
par M. Delaroiere. Paris, Debröcourt, 1836. 8. Unbedeutend.
1832 f. Der graf Joseph d’Estourmel. Journal d’un Voyage en
Orient. Haupttitel: Journal d’un Voyage en Orient par le Comte Joseph
d’Estourmel. Paris, Chapelet, 1844. Gr.‘ 8. I vin u. 448, II 2 bll., 566 s.
Mit sehr vielen chromolithographirten croquis. Das werk erschien auch in 8.,
m 2 voll., ohne abbilduhgen; vielleicht ist es die pariser -ausgabe von 1848.
Die Schilderungen und Zeichnungen nennt der graf (2, 122) selbst ögale-
nient fideles. Jene sind sehr mangelhaft, mehr eine kopie der mönchi-
schen ansichten, fern vom anhauche nüchterner und freier forschung, wie
es sich von dem abergläubischen, etwas überfrommen Verfasser nicht anders
erwarten lässt. In bezug auf die Zeichnungen erklärt er sich noch wei-
ter (123): Un pölerin n’est pas venu k Jerusalem pour mentir, meme en
peinture. Und gleichwol gesteht er selbst die lüge ein (Denkblätter 570).
Über diese Zeichnungen wies ich in meinen Schriften gelegentlich nach, wie
viel traumbildnerei an denselben sei.
1832 f. Der arzt Edward Hogg, M. D. Visit to Alexandria, Da-
mascus, and Jerusalem, during the successful campaign of Ibrahim Pasha. By
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Edward Hogg . . London, Saunders, 1835. 8. 2 voll. Hogg war 1833
mit Bonomi in Jerusalem. Bethlehem wurde wegen der pest nicht besucht.
Nüchtern geschrieben.
1832, 1847. Professor Jakob Philipp Fallmerayer von Tschotsch
in Tirol. I. Denkschrift über Golgatha und das Heilig -Grab (Mit einem
Schattenriss von Jerusalem.). Von Dr. Fallmerayer. Aus den Abhandlun-
gen der k. bayr. Akademie d. W. HI. CI. VI. Bd. III. Abth. (s. 643 ff.).
"München, G. Franz, 1852. 4. 48 s. — 2. Das Todte Meer. Von Dr.
Fallmerayer. Aus den gleichen Abhandlungen a. a. o. VII. Bd. 1. Abth.
(s. 41 ff.). München, G. Franz, 1853. 4. 1 bl., 104 s. Auch in den ge-
sammelten Werken 1, 173 — 238, aber ohne die gelehrten citate. — 3. Ge-
sammelte Werke von Jakob Philipp Fallmerayer, berausgegeben von Georg
Martin Thomas. Leipzig, W. Engelmann, 1861. 8. Im 1. band: Palästina.
Vier Wochen in Jerusalem, s. 99 — 172. Dieser artikel erschien zuerst in
der augsburger Allgemeinen Zeitung, bei Cotta, im august und September 1851.
Der abdruck im Sammelwerke ist sehr wenig verändert. Vgl. Petzholdtfs
Anz., 1863, 107. Wo es gilt, ein gemälde der gegend mit ihrem ganzen
gehalte zu liefern, leistet der ausgezeichnete gelehrte und sehr anziehende
stylist das unerreichte; der leser fühlt das zwischen den ironischen Anspie-
lungen warm empfundene mit wolthuender wärme. Durch die forschungen
selbst wird wol auf diesem gebiete, bei all* der fleissigen zurechtlegung des
materials und trotz der sorgfältigen kritik der neuesten errungenschaften,
kein Wendepunkt herbeigeführt werden, obgleich der Verfasser, in beziehung
auf Golgotha, das gegentheil hoffte oder erwartete.
1832 bis zum tode, der vor wenigen jahren erfolgte. Der rabbi Joseph
Schwarz. 1. Sefer Tebuot Haarez (hebräisch). Jerusalem 1845. 8. A de-
scriptive Geography and brief historical Sketch of Palestine. By . . Joseph
Schwarz . . Translated by Isaac Leeser . . lllustrated with Maps and numer-
ous Engra vings. Philadelphia, A. Hart, 5610 — 1850. Gr. 8. XXIU s., 1 bl.,
dann 17 — 518 s. u. 1 bl. Mit dem bildnisse des Verfassers. Deutsch:
Das heilige Land nach seiner ehemaligen und jetzigen geographischen Be-
schaffenheit, nebst kritischen Blicken in das Carl v. Raumer’sche „Palästina”,
von R. Joseph Schwarz . . Deutsch bearbeitet von Israel Schwarz. Frank-
furt a. M., J. Kaufmann, 1852. 8. XIX, 452 u. (Offenes Schreiben und»
Nachträge) 20 8. — 2. Joseph Schwarz Neueste Beschreibung von Palästina
•piNS-i maran ncö (Nebst Anhang). Jerusalem 5605 (Hamburg 1847). 8.
— 3. Joseph Schwarz . . Das heilige Land für Schulen bearbeitet von
Salomon Hirschinger, herausgegeben von I. Schwarz. Köln, Du Mont-
Schauberg, 1859. 8. VHI u. 151 s. S. Ritter 15, 59, G. Philipps* und G.^
Görres’ Historisch-politische Blätter, 30. b. 1 1 . h., Engelmann 151. Die deutsche
frankfurter - schrift , ausser dass sie mit kritischen bemerkungen gesättigt oder
übersättigt ist, verdient über die englische, wenn sie schon weniger schön
ausgestattet erscheint, den Vorzug; auch sonst trifft man Zugaben und ohne-
hin einige Verbesserungen. Das werk ist ein rohhaufen, aus dem man mit
mühe gegenstände von Werth heraussuchen und diese dann erst noch von
staub und anderer unzierde reinigen muss. In einseitiger talmüdistischer
haltung gelten dem Verfasser die leistungen der ehesten wenig, ohne von
deren echtem geiste des umfassenden forschers durchdrungen zu sein. Er
verspricht weit mehr als er hält; trotz dass er sich mit der kenntniss des<
arabischen brüstet, schreibt er selten ein arabisches wort korrekt, um nur
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an ,Kallee’ (229) zu erinnern. Bei all’ den grossen fehlem verdient übri-
gens Schwarz’ buch die aufmerksamkeit in hohem grade. Am meisten ge-
reinigt verlies s das Schulbuch die presse.
1833. Der architekt F. Arundale. Illustrations of Jerusalem and
Mount Sinai; including the most interesting sites between Grand Cairo and
Beirout. From drawings by F. Arundale . . With a descriptive account of
his tour and residence in those remarkable Countries. London, H. Col-
bura, 1837. 4. Auch: Picturesque Tour through Jerusalem, Mount Sinai
and the Holy Land. London 1837. 4. Mit karte und 21 chromolitho-
graphirten tafeln. S. Grässe’s Trds. 1 , 236. Zu wenig beachtet. Des
künstlers Verdienste um das haram esch-scherif scheinen einzig bekannt.
1833. Der geistliche Vere Monro. A Summer Ramble in Syria,
with a Tartar Trip from Aleppo to Stamboul. By . . Vere Monro. Lon-
don, R. Bentley, 1835. 8. I xrn u. 316, II xn u. 311 s. Jeder band mit
einem titelkupfer. S. Raumer 12. Sehr verständig und belehrend ge-
schrieben.
*1833. Der geistliche Spence Hardy. Notices of the Holy Land ..
London 1835. 8. 2. edit. 1849. S. Robinson 2', 551.
1833. Der handelsmann Joseph Pallme. Meine Reisen durch Sicilien,
Aegypten, Syrien und Palästina, beschrieben und herausgegeben von Joseph
Pallme. Rumburg, beim herausgeber, sine anno. 8. VI u. 396 s. Auch
gr. 8. Prag, Andre, 1840. S. Engelmann 946. Die erzählung ist treu-
herzig; einige notizen sind brauchbar.
1833. Professor Ernst von Lasaulx (van der Weyden). Erinne-
rungen an Ernst von Lasaulx. .Von Holland. München 1861. Darin eine
ganz kurze Schilderung der Jerusalemfahrt Lasaulx’s.
C. 1833. J. d’Avenel. Rome et Jerusalem. Par J. d’Avenel. Paris,
Debröcourt, 1841. 8. Kaum zu beachten.
1834. Robert Curzon. Visits to the Monasteries of the Levant.
2 d ed. London 1849. 4. Deutsch: Besuche in den Klöstern der Levante
(Reise durch Aegypten, Palästina, Albanien und die Halbinsel Athos) von
Robert Curzon, jun. Nach der dritten Auflage deutsch von N. N. W.
Meissner. Nebst zwölf Kupfertafeln und zwei Musikbeilagen. Leipzig, Dyk,
1851. Gr. 8. X u. 238 s. 2. mit einem Register vermehrte Ausgabe.
Leipzig, Dyk,- 1854. Gr. 8. X, 240 s. Dies scheint eine titelausgabe mit
hinzufügung eines registers zu sein. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Einiges
von werth.
1834. Der marschall Aug. Fröderic Louis Viesse de Märmont,
herzog von Ragusa. Voyage de M. le Marechal Duc de Raguse, en
Hongrie, en Transylanie, dans la Russie mdridionale, en Crimöe et sur les
hords de la Mer d’Azoff ; ä Constantinople et sur quelques parlies de l’Asie
Mineure; en Syrie, en Palestine et en figypte. Paris 1837. 8. 5 tom.
Auch Bruxelles, sociötö typogr. beige; Leipzig, librairie beige, 1837. 12.
I 331, H 314, HI (Palestine) 322, IV 263 s. Deutsch: Authentische, un-
ter Aufsicht des Verfassers besorgte deutsche Ausgabe. Stuttgart, Hall-
berger, 1837. 8. Diese Übersetzung ist nicht überall treu. Neue deutsche
Ausgabe. Stuttgart 1853. 4 bände. S. Robinson 2, 551, Ritter 15, 71,
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Gratz 627, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Der Verfasser, von vorzüglicher,
zumal militärischer bildung, schreibt ruhig, aber nicht durchgängig mit ge-
läuterter kritik.
*
1834. Der leibarzt Jakob Roser, ritter. 1. Tagebuch meiner Reise
nach Griechenland, in die Türkei, nach Aegypten und Syrien, im Jahre 1834
bis 1835. Von Jacob Röser . . Mergentheim, Neue Buchhandlung, später
Schlosser in Augsburg, 1836. Kl. 8. XVI u. 632 s. Die eintheilung in
2 bände wurde nicht fest gehalten. — 2. Über einige Krankheiten des
Orients. Beobachtungen, gesammelt auf einer Reise nach Griechenland, in
die Türkei, nach Aegypten und Syrien, von Jacob Ritter v. Roeser. Mit
Abbildungen. Augsburg, J. A. Schlosser, 1837. 8. 1 bl., IV, 1 bl. u. 87 s.
Röser ist einer der bessern touristen, übrigens tradizionsmann , ohne sich
als solcher auf eigene forschungen zu stützen. Die medizinische schrift hat
mehr werth als die andere.
1834. Der major Skinner. Adventures during a Journey overland
to India . . London 1837. 8. Deutsch: Abenteuer auf einer Reise nach
Indien über Aegypten, das heilige Land und Syrien. Vom Major Skinner . .
Aus dem Englischen von Victor Jacobi. Leipzig, T. Fischer, 1837. 12.
I.x u. 242, II (fortsetzung von Palästina) 2 bll. u. 214, III 2 bll. u.
295 s. Auch mit dem titel: Beiträge zur Länder- und Völkerkunde. I, II,
III. S. Ritter 15, 69. Die darstellung ist lebendig, anziehend, gewährt
aber wenig belehrung.
1834. Der wagnergeselle £. Christian Döbel ans Berterode in
Sachsen -Weimar -Eisenach. Des Wagnergesellen E. Ch. Döbel Wande-
rungen im Morgenlande. Heraugegeben von Ludwig Storch. Zweite, gänz-
lich umgearbeitete Auflage. Mit Stahlstichen und Lithographien. Gotha,
Selbstverlag, 1842. Kl. 8. 2 bde. Die erste 1837 — 40 in 7 heften erschie-
nene auflage ist von Heinrich Schwer dt redigirt, und hinsichtlich der re-
dakzion von der 2. und 3. verschieden. Letztere , verbesserte’ mit Stahl-
stichen. Gotha, Selbstverlag, 1843. 12. I x u. 239, II xvi u. 264 s.
Mit 9 Tafeln. 7. aufl. Berterode 1863. 8. Döbel weißt hinten ein beige-
drucktes zeugniss des hofraths Schubert in München vor, ,dass an den treu-
herzigen Erzählungen des wackern Mannes kein Zweifel blieb*. S. Petzholdt’s
Anz., 1863, 76. Der pilger und Verfasser colportirte sein werthloses buch
auch in der Schweiz. Pilgern, pseudo -autor sein, das buch und sich in
der weit herumtragen und obendrein von dieser tagtäglich bewundert werden
— nicht wahr? viel auf einmal.
1834. Der schiffskaplan George Jones. Excursions to Cairo, Je-
rusalem, Damascus and Balbec. By George Jones . . New -York, van
Nostrand, 1836. 8. Einiges brauchbar.
1834—1859. Der amerikanische missionar W. M. Thomson, dok-
tor der theologie. The Land and the Book ; or, Biblical Illustrations drawn
from the manners and customs, the scenes and scenery of the Holy Land.
By'W. M. Thomson, .. twenty-five years a nhssionary of the A. B.
C. F. M. in Syria and Palestine. Maps, Engravings, &c. New York,
Harper, 1859. 8. I 560, II 614 s. , beide bände mit karten, l plan von
Jerusalem und mit vielen in den text eingedruckten abbildungen, von denen
einige ohne angabe der quelle aus E. W. Lane’s Modern Egyptians entlehnt
sind. Neue auflage ebendaselbst 1863. Früher erschienen von dem ver-
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fasser manche ärtikel, z. b. the Sources of the Jordan, the Lake el-Hüleh
and the adjacent Country, in: Biblioth. Sacra. New -York, 1846. 3, 184 —
214. Notes on Palestine. Ebendaselbst, 1855, 822 — 833. Journal of a visit
to Safet and Tiberias, im Missionary Herald. Boston, Nov. 1837. 33, 133
(nr. 11). S. Bitter 15, 79, van de Velde’s Mem. 12 und Notes on the
Map (1865) 30. Ein ausserordentlich lehrreiches, geradezu unentbehrliches
buch. Übrigens ist der Verfasser ein Stockamerikaner ; ausser der englischen
kennt er wohl keine europäische spräche, und er hat keine Ursache, in Je-
rusalem wegen so vieler hilfsmittel für den, der sich unterrichten will, über
embarras du richesse (so wird 2, 467 geschrieben) zu klagen. Einen gelehr-
ten, weit hergeholten, umfassenden apparat wird man in der schrift vergebens
suchen. W. M. Thomson (ich weiss nicht, ob es der gleiche ist) gab auch
heraus: Land of Promise. Travels in Modern Palestine, illustrative of
Biblical History, Manners, and Customs. Nimmo 1866. 8.
1835. Der engländer Kinglake. Eöthen. New edition. London,
Longman, 1856. Kl. 8. 256 s. Frühere ausgaben von 1844 an. Spätere
London, Murray, 1860. Französisch: Yoyage en Orient, sur la cinquieme
Edition. Paris, d’Amyot, 1847. 8. Auch gibt es eine holländische Über-
setzung. S. Grässe L. 3, 3, 1279 u. 1779. Eine sehr lebhafte darstellung,
doch ohne haschen nach effektmachen; eine in England mit recht beliebte
lectüre.
1835 und 1861. Der graf Abraham von Noroff, russischer minister
der Volksaufklärung. Yon der zweiten reise sind nur wenige notizen in
den kommentar zum Daniel aufgenommen worden. Reise ins heilige Land
(russisch). Die 1. ausgabe erschien 1838 und die 3. 1854. Das werk
enthält pläne und abbildungen. Unter diesen fand ich steifes und gelecktes.
Das grosse, mehrbändige werk, welches vielleicht die Übertragung ins deutsche
verdient hätte, kenne ich nicht weiter. Abrahama Norova Putovänl po
Svatö zemi roku 1835. V Praze 1851. 8. Nach der 2. auflage ins böhmische
übersetzt von Klimes. Prag 1851. 8. Mir ist nur folgendes stück ganz zu-
gänglich geworden : Meine Reise nach Palästina. Von Abraham von Noroff. Aus
dem Russischen von A. Zenker. Mit dem Portrait des Verfassers und einem
Plan von Jerusalem . . Leipzig, J. J. Weber, 1862. Kl. 8. I x u. 332,
II 2 bll. u. 264 s. Die Übersetzung ist nur eine auszügliche nach der
3. auflage. Die Auguste Zenker bemerkt im Vorwort (x), dass die Ver-
deutschung nicht ohne den wünsch des Verfassers unternommen wurde, um
der dankbaren erinnerung an seine sei. gemahlin, Barba v. Noroff, geb.
Panine, als die treue gehilfin bei der ausarbeitung seines reisewerkes, auch
hierdurch ausdruck zu geben. S. Topogr. I, LXXVI, Kruse bei Seetzen 4,
249. Das buch hat einen gelehrten anstrich, und würde noch unterrichtender
sein, wenn es nicht mit abergläubischem und streng traditionsgläubigem durch-
spickt wäre. Die Zeichnungen sind interessant; doch lassen sie *u wün-
schen übrig.
1835 f., 1845 i, 1857 und 1865. Der arzt Titus Tobler, M. D.,
aus Wolfhalden im Abbetzellerlande. I. Lustreise ins Morgenland. Un-
ternommen und geschildert von . . Zürich, Orell, 1839. Kl. 8. I viii und
336, II 1 bl. u. 284 s. — 2. Bethlehem in Palästina. Topographisch und
historisch nach Anschau und Quellen geschildert von . . Mit Karte und
Tempelplan. St. Gallen und Bern, Huber, 1849. 8. XII u. 273 s. —
3. jj* Jüdl Grundriss von Jerusalem nach Catherwood und Robinson, mit
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einem neu eingezeichneten Gassennetze und etlichen, theils zum ersten Male
erscheinenden, theils berichtigten Gräberplänen nach den Beobachtungen von
. . St. Gallen u. Bern, Huber (1849). 2' 4" hoch, 1' 9" breit. 2., ver-
besserte Auflage ibi 1853. Eine selbstanzeige in der Zeitschrift der Deutschen
morgenländ. Gesellschaft, 1851, 372 — 4. — 4. Golgatha. Seine Kirchen
und Klöster. Nach Quellen und Anschau von . . Mit Ansichten und Plänen.
St. Gallen u. Bern, Haber, 1851. 8. XII u. 553 s. Mit beilagen A — G
inschriften. — 5. Die Siloahquelle und der Oelberg. Von . . Mit einer artisti-
schen Beilage. St. Gallen, Scheitlin, 1852. 8. 1 bl., VIII u. 327 s. In dieser
beilage ein Plan von Jerusalem, wie es zur Zeit der Kreuzfahrer war. —
6. Denkblätter aus Jerusalem. Von . . Mit Ansichten und einer Karte. St.
Gallen, Scheitlin; Konstanz, W. Meck, 1853 (1852). 8. X u. 760 s. Später
erschien ohne mein wissen bei .letzteren, an welchen der verlag überge-
gangen ist, eine 2. auflage, d. h. , eine blosse titelausgabe. Ergänzung
des reiseberichtes bildet die , Reise von Jerusalem (über Galiläa) nach Bei-
rut und Smyrna’, 1846, im Ausland, Cotta’s Verlag, 1846, nr. 2S6 — 294,
297 — 301. — 7. Zwei Bücher Topographie von Jerusalem und seinen Um-
gebungen. Berlin, G. Reimer, 1853 f. 8. Erstes Buch : Die heilige Stadt. Mit
artistischer Beilage. CVI u. 677. Zweites Buch: Die Umgebungen. IV u.
1033 s. — 8. Beitrag zur medizinichen Topographie von Jerusalem. Von . .
Berlin, G. Reimer, 1855. 8. IV, l bl., 67 s. — 9. Planographie von Jerusalem
von . . Memoir zu dem nach den Ingenieurs Aldrich und Sypaonds, so wie nach
Tobler von C. W. M. van de Velde neu konstruirten Grundrisse der Stadt
Jerusalem und ihrer Umgebung. Mit drei alten Plänen in Facsimile. Gotha,
J. Perthes, 1858. 4. 24 s. Englisch: Planography of Jerusalem. By ..
Memoir to accompany the new Ground-plan of the City of Jerusalem and
the Environs constructed anew by C. W. M. van de Velde after the 7 plans
of ' the Engineers Aldrich and Symonds, and of Tobler. With a facsimile of
three ancient Plans. Gotha, J. Perthes, 1858. 4. 26 s. — 10. Dritte
Wanderung nach Palästina im Jahre 1857. Ritt durch Philistäa, Fussreisen
im Gebirge Judäas und Nachlese in Jerusalem. Gotha, J. Perthes, 1859.
Gr. 8. VI, 1 bl. u. 514 s. Mit in den text gedruckten holzschnitten und
mit einer karte. Ein vorläufiger Bericht erschien in Petermann’s Mitthei-
lungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt, 1858, 5 — 8. — 11. Meine
vierte Wanderung im Jahr 1865. In Peschel’s Ausland, cotta’scher verlag,
1866, 250 — 255, 273 — 279. Dazu gehören Briefe aus Süd und Ost, in
der augsburger Allgemeinen Zeitung, 1865, 5806 f. , 5823 f. Überhaupt
sind im Ausland aus meiner feder manche artikel enthalten, von denen in
neuerer Zeit wol die bemerkenswerthern die ,Analekten aus Palästina’ in den
jahrgängen 1861, 62, 63, 65 und 66 sind. S. Fallmerayer’s Gesammelte
Werke 1, 239— 1 253, Topogr. 1, LXX1H, 3. Wanderung 430. In betreff
der herausgabe älterer pilgerschriften mache ich neuerdings auf Antoninus
570, Theoderich 1172, Hugo Plagon 1187, Thietmar 1217 und Pipino 1320
aufmerksam. Die parcellen sind schuld, dass das gesammte weniger bekannt ist.
1836. J. L. Stephens, Esq. Incidents of Travel in Egypt, Arabia,
and the Holy Land. By an American. New York 1837. 12. 2 voll.
London 1837. Andere ausgaben, z. b. London, W. Smith, 1844. 8. IV
u. 132 s. Auch im Sammelwerke: Universal Library. Voyages and Tra-
vels. London 1853. Gr. 8. S. Robinson 2, 551, van Senden 1, 177. Der#
Verfasser schreibt lebendig.
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1836. Der geistliche J. D. Paxton. Letters from Palestine: written
during a residence there in the years 1836, 7, and 8. By . . J. D. Paxton.
London, C. Tilt, 1839. Kl. 8. 2 bll., 263 8. Auch Lexington Ky 1839. 8.
Vgl. Robinson (deutsche ausg.) 1, XXXVII, Topogr. 1, LXXIV. Sehr ver-
ständig geschrieben; interessant in geographischer beziehung.
1836. Der vikar C. B. Elliot. Travels in the three great Em-
pires of Austria, Russia, and Turkey. By C. B. Elliot . . London, R.
Bentley, 1838. 8. I 498, II 518 s. Mit 2 titellithographien u. 2 land-
karten. Palästina im 2. band. S. Robinson 2, 551, Petzholdt’s Anz.,
1863, 1 8. Ziemlich nüchtern geschrieben.
G. 1836. Der bauer Martin Kreutzhuber aus Baiem. Leben, Wan-
derungen, Kreuz- und Querzüge, und wundersame Abenteuer zu Land und
Meer, von Martin Kreutzhuber. Burghausen, F. Lutzenberger, 1840. Kl. 8.
Der pilger reiste ,zu Fuss’ im alter von 63 jahren. Unbrauchbar.
1837. Alexander William Graword Lord Lindsay. Letters on
Egypt, Edom, and the Holy Land. By Lord Lindsay. London, Colburn,
1838. 8. I xin u. 407, II iv u. 373 s. Mit 2 lithographirten titelbildern,
3. ed. London 1839. 8. 4. ed. London 1847. 8. Fifth Edition, with ad-
ditional Preface and Notes, and illustrated by numerous Engravings. Lon-
don, G. Bohn, 1858. 8. XL u. 458 s. S. Robinson 2, 551, Petzholdtfs
Anz., 1863, 78. Für Jerusalem werthlos.
1837. Dr. Joseph Salzbacher, domkapitular zu St. Stephan in
Wien. Erinnerungen aus meiner Pilgerreise Im Jahre 1837 von Joseph
Salzbacher. (Die Capelle des heiligen Grabes zu Jerusalem [an sicht]) Mit
einer Ansicht der St. Peterskirche und des Vatikanpalastes in Rom. Wien,
L. Grund, 1839. Gr. 8. Nachtitel: Erinnerungen aus meiner Pilgerreise nach
Rom und Jerusalem, im Jahre 1837. I 1 bl., vi s., 1 bl., 179, mit einem plan
von Jerusalem, II 4 bll., 196 u. 51 s., mit einer , Stammtafel der Herodia-
nischen Familie’. S. Ritter 15, 71, Robinson 2, 551. Der ertrag ist als
almosen für das heilige grab gewidmet. Vgl. Topogr. 1, 317. Der Ver-
fasser schreibt oft dem Scholz nach, ohne dass er seinen gewährsmann nennt.
Die schrift ist von untergeordnetem werthe.
1837. Der naturforscher und arzt D. Gotthilf Heinrich von Schu-
bert aus Sachsen. Reise in das Morgenland in den Jahren 1836 und 1837
von Gotthilf Heinrich von Schubert. Erlangen, Palm u. Enke, 1838 — 39.
Gr. 8. I xviii u. 532, II xrv u. 592, III xx u. 576 s. Mit 1 karte u.
einem plan von Jerusalem. Vom 1. bd. ist eine neue auflage (Erlangen
1840. Gr. 8. XVHI, 532 s.) erschienen, , worin sich jedoch nur einige Ver-
nachlässigungen und druckfehler verbessert finden*. S. Petzholdt’s Anz.,
1863, 78, Raumer 13, Ritter 15, 71 f., Robinson 2, 551, van Senden 1,
175. Wo es über den naturwissenschaftlichen horizont hinausging, forschte
der Verfasser nicht gründlich, und er ist eher eine stütze mönchischer leicht-
gläubigkeit. Wenig geographisches hat werth. Sonst ist das zwar vortreff-
lich geschriebene und gemüthlich wirklich anziehende werk mehr ein spiel
mit betrach tungen und gefühlen.
1837, 1856 bis 1858. Dr. Johannes Rudolf Roth, professor, aus
Baiem. Von ihm erschien keine besondere schrift; dagegen brachten Peter-
mann’s Mittheilungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt mehrere be-
richte. Reise von Jerusalem und dem Todten Meere durch die Araba bis
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160
zum Rothen Meere. Jahrg. 1857, 260 ff. Höhenmessungen im Wady el
Arabah u. 8. w. berechnet von C. Kuhn. Jahrg. 1858, 1 — 3. Meteorolo-
gische Beobachtungen mit Bemerkungen von Kuhn. Jahrg. 1857, 413 ff.
Untersuchungen über die Purpurthiere und die Krokodile in Palästina. Jahrg.
1858, 1 12. Erste Ausflüge in die Ost -Jordan -Länder. Jahrg. 1858, 267 ff.
Tagebuch über die letzte Reise von Jerusalem nach dem Quellgebiet des
Jordan, im mai und juni 1858. Jahrg. 1859, 283 — 285. Höhenmessungen
im östlichen und nördlichen Jordan - Gebiete berechnet von C. Kuhn. Das.
285 — 294. Bedeutende Verdienste Roth’s sind unbestreitbar; doch ist zu
beklagen, dass er die zeit nicht besser benutzte und das beobachtete nicht
fleissiger aufzeichnete. Die erste reise machte er mit Schubert.
1837. Der feldkaplan J. M. Visino. Meine Wanderung nach Pa-
lästina. In Briefen an einen Geistlichen der Diözese Passau. Von J. N.
Visino. Passau, Pustet, 1840. 8. XIV s., 1 bl. u. 496 8. Mit 6 (wahr-
scheinlich original -) ansichten , einem plan der kirche des hell, grabes , Auf-
genommen im Jahre 1837 von J. N. V.’ und 1 ganz und gar ungenügen-
den ,Situations - Plan von Jerusalem mit den nächstgelegenen heiligen Orten.
Aufgenommen im Jahre 1837 von J. N. V*. Holländisch: Pelgrims- Reize
uit Griekenland, over Egypte, naar Palestina, beheizende eene opgave van
de geschiedenis en den tegenwoordigen toestand van alle voor den Christen
merkwaardige plaatsen in het H. Land. S. van Senden l, 375. Abgerech-
net die nachfolge Chateaubriands , bietet der Verfasser, der sich ziemlich
fleissig umsah, einiges interessante.
1837. Der schuster Johann Georg Fässler von Langen unweit
Bregenz. Des Sergeanten Johann Georg Fässler . . Militär - Schicksale und
Reise nach Griechenland, Aegypten und dem gelobten Lande. Von ihm
selbst erzählt. St. Gallen u. Bern, Huber, 1840. 8. IV u. 213 s. Re-
digirt von Anton Henne . Unbedeutend.
1837. Drey Briefe der palästinischen Juden aus Jerusalem, Saffet,
und Bairut. Aus dem Hebräischen von E. S. Callmann. Prag 1837. 8.
Aus einer Zeitschrift von Wolf Pescheies. Uebertriebene Schilderung des
erdbebens am 1. januar 1837 mit interessanten einzelheiten.
*1837 (wohl früher) Robertson. Travels in Palestine. 1837. 2 voll.
S. Raumer (2.) 460.
1837 f. Baptistin Poujoulat. S. oben Michaud und Poujoulat sub
anno 1831.
* 1837 und 1838. Henry Moore und George Beck (Beke). Von ihrer
beschiffung und höhenmessung des asphaltischen Sees hat man nur dürftige
künde. S. Journal of the R. Geogr. Society, 1837, 7 , 456, Bibliotheca
Sacra, New York 1843, 15—17. S. Ritter 15, 78.
1838. Der bergrath Joseph Russegger aus Österreich. Reisen in
Europa, Asien und Afrika, mit besonderer Rücksicht auf die naturwissen-
schaftlichen Verhältnisse der betreffenden Länder, unternommen in den Jah-
ren 1835 bis 1841, von Joseph Russegger . . Mit einem Atlas, enthaltend
geographische Karten . . Stuttgart, E. Schweizerbart, 1841 — 49. Gr. 8.
4 voll. 3. Band: Reisen in Unter- Egypten, auf der Halbinsel des Sinai
und im gelobten Lande . . Mit l geographischen und 1 geognostischen Karte
des peträischen Arabiens, 2 Tafeln Durchschnitte, vielen Tafeln Pflanzen,
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Fische und Insekten. 1847. 292 s. S. Ritter 15, 71, 78, Robinson 2, 551.
Für das geognostische ist der Verfasser unentbehrlich, auch für anderes hier
und da belehrend.
*1838. Der graf Jules de Beiftou. Itinöraire de la Mer Morte par
le Ghor k Akaba et retour ä Hebron, im Bulletin de la Soc. de Gdogr. de
Paris. T. XI. Paris 1839. P. 274 — 331. Auch: Memoire sur la Depression
de la Vallöe du Jourdain et du Lac Asphaltite, ebenda T. Xn. 1839. I.
p. 133 — 135 und P. II. Nivellement du Jourdain, p. 135 — 166 mit karten.
S. Ritter 15, 78.
1838. Eusebius de Salle. Pörögrinations en Orient ou Voyage . .
en Egypte, Nubie, Syrie, Turquie, Gr&ce. Par Eusöbe de Salle. Paris,
Pagnerre Curmer, 1840. 8. 2 voll. Mehr malerisch als belehrend.
1838. Der arzt W. R. Wilde aus Dublin. Narrative of a Voyage
to Madeira, Teneriffe, and along the shores of the Mediterranean, including
a Visit to Algier, Egypt, Palestine, Tyre, Rhodes, Telmessus, Cyprus, and
Greece. With Observations on the present state and prospects of . . the Coun-
tries visited. By W. R. Wilde. Dublin, W. Curry; London, Longman,
1840. Gr. 8. I xvi u. 464, II vra u. 495 s. Mit eingedruckten holz-
schnitten und 1 plan von Jerusalem. Second edition, enlarged and revised.
Dublin, W. Curry, 1852. Gr. 8. XVI u. 648 s. Mit 31 illustrazionen.
Petzholdfs Anz., 1863, 78. Wilde ist ein genauer und wol unterrichteter
beobachter, so dass man von ihm, zumal über die gräber, manches ler-
nen kann.
1838. Der furst Hermann von Pückler- Muskau. Die Rückkehr.
Vom Verfasser der Briefe eines Verstorbenen. Berlin, Duncker, 1846 — 48. 8.
1 (Aegypten) 4ML, 289, II (Syrien) 2 bll., 379, III (Syrien und Kleinasien)
2 bll., 455 s. Mit abbild. u. 1 karte. Petzh. 1863, 78. Einiges brauchbar.
1838. Maximilian, herzog von Bayern. Wanderung nach dem
Orient im Jahre 1838. Unternommen und skizzirt von dem Herzoge Maxi-
milian in Bayern. Zweite Auflage. München, G. Franz, 1840. 12. 2 bll., 272 s.
Mit dem bildnisse des Verfassers und 1 vespergesang in noten. Ins unga-
rische übersetzt von Dr. Med. Niklaus* Bach. Format und werth der schrift
entsprechen einander.
1838. Der kunstler Heinrich von Mayr. Malerische Ansichten aus
dem Orient gesammelt auf der Reise . . Herzogs Maximilian in Bayern nach
Nubien, Aegypten, Palaestina . . im Jahre 1838 und herausgegeben von Hein-
rich von Mayr. München, sine anno. Fol. Die lithographien sind kolorirt.
Französisch : Vues pittoresques de l’Orient, recueillies dans le Voyage . . en
Nubie, en figypte, en Palestine, en Syrie .. en 1838. Leipz., Weigel, 1839.
Fol. Auch : Tableaux de genre de l’Orient, recueillis dans le Voyage de . .
Duc Maximilien de Baviöre et dessinees par Henri de Mayr. Avec un texte
explicatif par Seb . Fischer . Stouttgart, Ebner, 1846 — 50. Gr. Fol. Avec
48 planches lithogr. S. Engelmann 124. Fast an allen bildern ist mehr
oder weniger mangel an naturtreue zu bedauern. Das meiste sieht recht
malerisch aus; aber es wird effekthascherei hin und wieder einem nicht
entgehen.
1838. Der kenner der klassischen litteratur J. van ’s Gravenweert.
Het Noorden en het Oosten. Reisherinneringen van J. van ’s Gravenweert.
ToMer, Bibliographia. 11
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Amsterdam, J. van der Hey, 1840 41. 8. Drie deelen. Im 2. u. 3. theil
Palästina. S. van Senden 1, 178. Kaum ist etwas beim lesen zu gewinnen.
1838. Der schneidergeselle D. Holthaus. Wanderungen im Morgen-
lande während der Jahre 1824 bis 1840 von D. Holthaus. Barmen, Lange-
wiesche, 1842. Kl. 8. Gewöhnliches handwerksburschenzeug.
* C. 1838. Damer, Diary of a Tour in Greece . . and the Holy Land.
With plates. London 1841. 8.
1838 f. Der kaufinann Eduard Blondel von Genf. Deux ans en
Syrie et en Palestine (1838 — 1839); par fidouard Blondel. Paris, P. Dufart,
1840. 8. VH u. 296 s. Aus der erzählung athmet Wahrheitsbeflissenheit;
sie ist lesenswerth, doch nicht wichtig.
1838 und 1852. Professor Edward Robinson, doktor der theologie,
in New- York. 1. Biblical Researches in Palestine, Mount Sinai and Arabia
Petraea in 1 83 S ; drawn up frorn the original Diaries, with historical Illustrations
by Edw. Robinson . . With new Maps and Plans in five Sheets. London,
J. Murray, 184 1. 3 voll. Ganz der gleiche titel in der aasgabe Boston, Crocker
and Brewster, 1841. Zweite ausgabe: Biblical Researches in Palestine, and
in the adjacent Regions. A Journal of Travels in the year 1838. By E.
Robinson and E. Smith. Drawn up from the original Diaries, with histo-
rical Illustrations, by Edward Robinson . . With new Maps and Plans.
Boston, Crocker; London, J. Murray, 1856. Gr. 8. I xxx u. 614 s., II xiv
u. 600 s. Deutsch und zugleich original: Palästina und die südlich an-
grenzenden Länder. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838 in Bezug auf
die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smith. Nach
den Original - Papieren mit historischen Erläuterungen herausgegeben von
Eduard Robinson . . Mit neuen Karten und Plänen in fünf Blättern. Halle,
Waisenhaus, 1841. 8. II bl., lxxxiv u. 442, II xiv u. 756, III 1 bl. u.
1116 s. Die deutsche ausgabe ist der englischen zum theile vorzuziehen,
weil die arabischen namen mit arabischen typen gedruckt sind. Vorläufig
erschien ein Kurzer Bericht über eine Reise nach Palästina und der Um-
gegend im Jahre 1838, in Bezug auf die biblische Geographie unternommen
von E. Robinson, in der Zeitschrift für die Kuijde des Morgenlandes hrsg.
von H. Ewald u. a. Göttingen, Dieterich, 1839. 8. 2, 325 — 83. — 2. Bibli-
cal Researches in Palestine. First Supplement. By Edward Robinson . .
(From the American Biblical Repository, July, 1842.) New York, Pierry &
Reed, 1842. Gr. 8. 27 s. — 3. Neue Untersuchungen über die Topographie
Jerusalems. Von Eduard Robinson. Eine Beigabe zu des Verfassers Werke
über Palästina. Halle, Waisenhaus, 1847. 8. IV, l bl., 136 s. — 4. Later
Biblical Researches in Palestine and the adjacent Regions: a Journal of
Travels in the year 1852. By Edward Robinson, Eli Smith, and others.
Drawn up from the original Diaries, with historical Illustrations, By Edward
Robinson . . With Maps and Plans. London, J. Murray, 1856. Gr. S.
XXX u. 664 s. Deutsch: Neuere Biblische Forschungen in Palästina und
in den angränzenden Ländern. Tagebuch einer Reise im Jahre IS 52. Von
E. Robinson, E. Smith und Andern. Nach den Original - Papieren mit histo-
rischen Erläuterungen herausgegeben vor Eduard Robinson. Mit 1 Karte
von Palästina von H. Kiepert. Berlin, G. Reimer, 1857. Gr. 8. XXXIV
u. 856 s. Mit l tafel. Vorläufig. erschien: Abriss einer Reise in Palästina
im J. 1852 von E. Robinson, E. Smith und Andern, mitgetheilt von prof.
Fleischer in der Zeitschrift der Deutsch, morgenl. Gesellschaft, 1853, 7, 37 ff.
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Englisch: OutHnes of a Joumey in Palestine in 1852, im Journal of the Geo-
graph. Soc., 1854, 24, 1, und in der Bibliotheca Sacra, New York, 1853,
nr. 37. — 5. Physical Geography of the Holy Land. By Edward Robin-
son . . London, J. Murray, 1865. 8. XVI u. 352 s. Deutsch: Physische
Geographie des Heiligen Landes. Aus dem Nachlasse des Verfassers zur
Ergänzung seiner frühem Schriften über Palästina. Leipzig, F. A. Brockhaus,
1865. 8. — 6. Abhandlungen in Zeitschriften. Z. b. Excursion for the
Identification of Pella , in : Bibliotheca Sacra and American Biblical Reposi-
tory. Andover, Draper; London, Trübner, 1855, 131 — 144. The Site of
Capernaum, 1. c., 1855, 263 — 282. Über Eleutheropolis, 1. c., 1843, 204
und 565 — 566; auch 1844, 217 — 20. Über Arimathia, 1. c., 1843, 565 sq.
Über Ramah Samuels, 1. c., 1844, 602—604. ÜberLegio, Megiddo, Maxi-
mianopolis, 1. c. , 1844, 220 sq. Über Gibeah Sauls, Rahels grab, das.
1844, 598 — 604. Die stadt Ephraim, das. 398 — 400. — S. Raumer 13,
Ritter 15, 72 ff., 79 f., van Senden l, 177, Petzholdt’s Anz. , 1861, 340 u.
1863, 79. In den werken Robinsons und Smiths allein werden auf dem
gebiete der erdbeschreibung Palästinas sämmtliche leistungen von Eusebius
und Hieronymus an überboten. Genauigkeit, beharrlichkeit, gelehrsamkeit,
Scharfsinn und Unbefangenheit im urtheile sind eigenschaften , welche den
wahrhaftig hochwürdigen hochschullehrer auszeichnen. In der neuesten zeit
scheint er jedoch etwas befangener geworden zu sein. Im Vorworte zur
zweiten auflage der Biblical Researches sagt er, dass der text unverändert
blieb, except the ferv corrections necessarily incident to such a work. Allein
es ist eben zu -missbilligen, dass der Verfasser nur wenige Verbesserungen
anbrachte, während weit mehr erforderlich gewesen wären, und so führt die
Stabilität, wenn so zu sagen erlaubt ist, den leser, welcher dieser autorität
so gerne vertraut, in irrthttmer. Von dem neuen oder dritten bande, den
Later Biblical Researches, gilt das lob, welches dem frühem werke gespen-
det wurde, und wenn seit 1838 manche tüchtige männer Palästina bereisten,
so erreichte keiner die klarheit und gediegenheit des umsichtigen beobachters
und des anerkannten reformators in der geographie von Palästina, dem man
stets zu grossem danke verpflichtet sein wird. Dass später manche fehler
aufgedeckt und lticken nachgewiesen wurden, merkt sich der billig denkende,
ohne dass es ihn gelüstet, den rühm, welcher von den vielen Verdiensten
ausstrahlt, zu verdunkeln. Das neueste werk, die physische geographie,
wird schwerlich der erwartung entsprechen, sei es, dass es meist nur einen
auszug aus den früheren Schriften darstellt, oder dass andere Schriften nicht
fleissig genug benutzt wurden, etwa deswegen, weil der Verfasser zu früh
mit tode abging, als dass es ihm vergönnt war, das zusammengestellte selbst
herauszugeben. Hierbei drängt es mich, noch ein paar worte der anerken-
nung dem verewigten Dr. Smith zu widmen. Es ist eine ausgemachte sache,
dass er seinem amerikanischen landsmanne wesentliche dienste leistete. Ver-
traut mit arabischer sitte und spräche, ging er ihm so an die hand, dass
ohne ihn die Schriftwerke Robinsons mancher perle entbehrten. Smith selber
gab, ausser dem, was der beruf als missionar mit sich brachte, weniges
schriftliche heraus. Hervorzuheben ist: Kurze Uebersicht der Aussprache
des Arabischen, hauptsächlich wie es in Syrien gesprochen wird, mit Angabe
der Corruptionen, welchen verschiedene Buchstaben ausgesetzt sind. Von
Eli Smith. In der deutschen ausgabe der Biblical Researches 3, 832—858.
In der Bibliotheca Sacra, 1843, 478 sq. , findet man von ihm A Visit to
Antipatris. S. Robinson 2, 552.
lt*
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164
1839. John G. Kinnear, Esq> Cairo, Petra, and Damascas, in 1839.
With Remark8 on the Government of Mehemet Ali , and on the present
prospects of Syria. By John G. Kinnear . . London, J. Murray, 1841. 8.
Das buch darf kaum übersehen werden.
*1839. Der maler Goupil Fresquet. Voyage d’Horace Verriet en
Orient rödigö Par Goupil Fresquet. Bruxelles et Leipzig, Muquardt, 1844. 1 2.
2 voll. Petzholdfs Anz., 1863, 79. Nach diesem gewährsmanne besuchte
Fresquet mit Vemet Palästina, wovon ich sonst nirgends kenntniss bekam.
C. 1839. Der geistliche Henry Formby. A Visit to the East;
Comprising Germany and the Danube, Constantinople, Asia Minor, Egypt,
and Idumea. By . . Henry Formby. London, J. Burns, 1843. Kl. 8. -4 bll.,
387 s. Mit 1 titelkupfer. Ganz unbedeutend.
C. 1839. Ein ungenannter. Reise -Skizzen aus dem Morgenlande.
Zweibrücken, G. Ritter, 1841. 8. Kaum lesens werth.
*1839 oder 1840. James Eving Cooley, the American in Egypt; . .
with Rambles through . . the Holy Land. New York 1842. 8. S. TrÜb-
ner’s Bibliographical Guide to American Literature. London, Trübner,
1859. 338.
1839 f. Der adjutant Ferdinand Perrier. La Syrie sous le Gou-
vernement de Mehemet -Ali jusqu’en 1840 par Ferdinand Perrier. Paris,
Bertrand, 1840. 8. Auch Paris 1842. S. Rignon, 1861 , 96. Der Ver-
fasser begleitete während der feldzüge '1838, 39 und 40 Solimän Pascha,
und war auch in Jerusalem. Die schrift ist unbedeutend, obwol viel-
versprechend. i
1840. Stephen Olin, doktor der theologie.« Travels in Egypt, Arabia,
Petraea, and theTloly Land. By . . Stephen Olin . . New York, Harper,
1843. 8. 2 voll. Im 2. band Palästina. Auch New York 1853. 8. 2 voll.
S. Trübner 340. Ebenfalls daselbst, Harper, 1860. 8. I xui, 458 s.,
II 478 s. Mit 12 Stahlstichen und einem plan von Jerusalem nach Cather-
wood, der unverantwortlicher weise noch 1860 beigelegt wurde. Die Stahl-
stiche sind etwas steif. Ausführlich, reichhaltig, beachtenswerth. Nach
Robinson und Smith hat, meines bedünkens, kein amerikaner besser ge-
schrieben.
1840. Frau Francis Egerton. Journal of a Tour in the Holy Land,
in May and June, 1840. By Lady Francis Egerton. London 1841. 8.
For private circulation only. Eine liebliche erzählung. Dazu gehören an-
sichten in gr. folio, und auf dem einband steht: Views in the Holy Land.
Lord F. Egerton (London 1842), von welchem die Originalansichten herrühren.
*1840. Der bischof X. Holowinsky. Pielgrzymka do Ziemi Swi^tes
odprowiono przez X. Holowinskiego (Pilgerfahrt ins h. Land). Wilna 1842
— 43. Auch 1853. Gr. 8. Noroff bei Daniel 215.
C. 1840. . Der major Karl von Hailbronner. Morgenland und Abend-
land. Bilder von der Donau , Türkei , Griechenland , Aegypten , Palästina,
Syrien, dem Mittelmeer, Spanien, Portugal und Südfrankreich. Vom Ver-
fasser der Cartons. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 12. 3 voll.
Im 2. band, VI u. 439 s., Aegypten, Palästina, Syrien. Der Verfasser schreibt
blühend und malerisch, aber wenig zuverlässig ; das militärische hebt er nicht
einmal hervor; er glaubt meist an die mönchischen Überlieferungen.
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165
*Cm 1840. E. Joy Morry. Notes of a Tour through . . Egypt . . to
the Holy Land. Philadelphia ,1842. 8. 2 voll. S. Trübner 339.
*C. 1840. Ein ungenannter. Souvenirs de la Terre Sainte. ln:
Revue de l’Orient. X. 1846. 311. S. Koner 2, 335.
1840 f. Ein ungenannter. Acht Wochen in Syrien. Ein Beitrag
zur Geschichte des Feldzuges 1840. Mit 1 Karte vom Kriegsschauplätze.
Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 8. VI u. 155 s. Auch mit
dem titel: Reisen und Länderbeschreibungen der älteren und neuesten Zeit.
22. Lieferung. Eine Schrift von sehr geringem werth für den palästinisehen
geographen.
1840 f. Oberst -lientenant E. Kapier. Reminiscences ofSyria, and
fragments of a Journal and Letters from the Holy Land. By . . E. Napier.
London, T. C. Newby, 1843. 8. 2 voll. Nicht zu übergehen, in militä-
rischer hinsicht besonders.
1840. Der jesnitenpater Aloys Legrelle von Antwerpen, und 1845,
der historienmaler Johann Portaeis von Vilvorden. Bethteem. Par fid.
T. D’apr&s les notes inedites de deux voyageurs beiges, dcrites en 1840 et
en 1S45. Bruxelles, H. Goemaere, 1851. 16. 47 s. Es ist die 24. liefe-
rung der Prdcis histonques, welche von dem der gesellschaft Jesu angehö-
rigen Ed. Terrvencoren herausgegeben werden. Von diesem wurde auch
dieses kleine und doch nicht zu verachtende büchlein nach den von jenen
2 belgiern mitgetheilten briefen redigirt.
1841. Der journalist*und romanschreiber F. W. Hackländer. Reise
in den Orient von F. W. Hackländer. Mit dem Bildniss des Verfassers.
Stuttgart, A. Krabbe, 1842. 8. 2 voll. Auch 1846. 8. 1 vi s., I bl.,
196, II rv, 263 s. Auf dem Titel der letzten ausgabe steht: Zweite ver-
besserte Auflage der Daguerreotyen. Auch in der gesammtausgabe , Stutt-
gart 1855. Ferner: Ansichten, aufgenommen während einer Reise in den
Orient im J. 1840 f. Stuttgart 1846. S. Engelmann 123, Gratz 633,
Petzholdtfs Anz., 1863, 79. Der Verfasser ist ein sagengläubiger und roman-
tiker. Beinahe werthlos.
1841. Der kaufmann Karl Theobald Schlegel von Soran. Theo-
bald Schlegel’s Reise nach dem heiligen Lande herausgegeben von ihm selbst.
Sorau N.-L. , Selbst- Verlag, 1865. 8. 1 bl., 126 s. Hjüt eingedruckten
holzsclinitten u. 1 plan von Jerusalem. , Jedem Exemplar ist ein Andenken
aus Jerusalem beigefügt’. Das wenigste ist brauchbar.
1842. Der geistliche George Fisk. A PastoFs Memorial of Egypt,
the Red Sea, the Wildemesses of Sin and Paran, Mount Sinai, Jerusalem, and
other principal Localities of the Holy Land; with brief Notes of a route
through France . . By . . George Fisk . . Mit dem Vortitel : A PastoFs Me-
morial of the Holy Land, etc. By the Rev., G. Fisk. Fourth Edition. Lon-
don, Seeley, 1847. 8. VHI, 2 bll. u. 485 s. Mit 1 Vignette. New edition
1866. Die Vorrede zur 1. ausgabe wurde im julius 1844 geschrieben. S.
oben bei Piinius Fisk sub anno 1823 und van Senden 1, 373. Mehr biblische
belrachtungen als geographie.
1842. Die weltumreisende Frau Ida Pfeiffer von Wien. Reise einer
Wienerin in das heilige Land, nähmlich: von Wien nach Konstantinopel,
Brussa, Beirut, Jaffa, Jerusalem, dem Jordan und todten Meere, nach Naza-
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166
reth, Damaskus, Baibeck und dem Libanon, Alexandrien, Kairo, durch die
Wüste an das rothe Meer, und zurück über Malta, Siciiien, Neapel, Rom u.
s. w. Unternommen im März bis Dezember 1842 von lda Pfeiffer . . Nach
den Notaten ihrer sorgfältig geführten Tagebücher von ihr selbst beschrie-
ben. Vierte verbesserte Auflage. Wien, J. Dirnböck, 1856. 8. Mit 1 kolo-
rirten titellithographie. I vra u. 139, II 1 bl., 200 s. Das Vorwort zur
1. auflage wurde vom Verleger im Oktober 1843 geschrieben. Neueste aufl.
1857. Böhmisch von Kreöek in Königgrätz. 1846. 8. Pospßil. Ich
fand ihren namen unter’m 18. junius 1842 im fremdenbuch auf dem Kännel
neben dem ihres reisegefährten, des grafen Friedrich von Berchthold, der sie
später nach Brasilien begleitete. Die Schilderung der einen hälfte dieses
wallfahrerpaares ist treuherzig und wenigstens nicht schlechter als die be-
schreibungen von manchen männern; immerhin enthält sie viel unrichtiges.
1842. Der amerikaner David Millard. A Journal of Travels in
Egypt, Arabia Petraea, and the Holy Land. By David Millard. Rochester,
E. Shephard, 1841. 8. Unbedeutend.
1842. Der baier Franz Joseph Felsecker, doktor der rechte und
Philosophie. Palästina und eines Pilgers Wege dahin. Aus meinem Reise-
tagebuche. Von F. J. Felsecker. Bamberg, F. Züberlein, 1844. 8. Der
linkische Verfasser zog geldentblösst in uraltem sinne ins land der ver-
heissung, und gewährt sehr wenig ausbeute. Der ton ist ein gläubiger,
gutmüthiger.
1842. Der amerikanische geistliche Samnel Wolcott. Von ihm
verschiedene artikel: Notices of Jerusalem, an Excursion to Hebron and
Sebbeh or Masada, Journey from Jerusalem northwards to Beirüt, Excursion
to MarSaba, in der Bibliotheca Sacra, 1813, 17—87. S. Robinson 2,251,
Ritter 15, 79, Denkblätter 79. Die artikel sind Zeugnisse eines fleissigen
beobachters.
1842 f. Der geistliche John Blackburn. Hand-book round Jerusa-
lem, or Companion to the Model, by . . John Blackburn. London, Riving-
ton, 1846. 12. XV, 126 s. u. 6 bll. Mit der ansicht eines geoplasma von
Jerusalem, mit einem plan dieser stadt in der vogelansicht und mit einem
stück gassennetz. Wenig kritisch, aber mit manchen brauchbaren notizen.
*1842 — 43. Die brüder Tschernezoff, maler. Sörie de vues de la
Palestine, publide ä St. Pötersbourg. 1845. Fol. Die beiden Tschernezoff
reisten nach Palästina, in der absicht, die bemerkenswerthesten ansichten
nach der natur aufzunehmen. Noroff bei Daniel 216 und briefliche mitthei-
lung aus S. Petersburg.
1842—43. Der missionar F. C. Ewald. Journal of Missionary La-
bours in the City of Jerusalem, during the years 1842 — 3 — 4. By . . F.
C. Ewald. Second Edition. London, B. Wertheim, 1846. Kl. 8. XVI u.
276 s. Mit 1 grundriss von Jerusalem. Die einleitung für die 1. ausgabe
wurde 1845 geschrieben. Zu beurtbeilung der jüdischen zustande und des
protestantischen missionswesens beinahe unentbehrlich.
*1842—44. Frau Ewald. Jerusalem and the Holy City; being a
Collection of Lithographie Views and Native Customs from Drawings taken
on the Spot. By Mrs. Ewald. London? 1864? Day and Sons. In der
Zeitschrift: The Athenaeum, 1864, 915, wird die publikazion eben nicht
empfohlen.
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1842 und 1853. Der künstler W. H. Bartlett. 1. Walks about
the City and Environs of Jerusalem. By W. H. Bartlett. London, G. Virtue,
1844. Dann 2. auflage, gr. 8. Mit 1 Vignette, einer ansicht Jerusalems ä
vue d’oiseau, einem plan der alten stadt, mit vielen Stahlstichen und einge-
druckten holzschnitten. Ibi sine anno (1850). VIII s., I bl., 255 8. (3.) New
Edition 1852. — 2. Jerusalem revisited by W. H. Bartlett . . With lllustra-
tions. London, Virtue, 1855. Gr. 8. Mit 22 Stahlstichen und mit eingedruck-
ten holzschnitten. 1 bl., Vllls., 2 bll., 202 s. Auch London 1862. Eine kopie
aus diesen werken sind die Views illustrating the Topography of Jerusalem
Ancient and Modern. London, Virtue, sine anno. Fol. Die einleitung ist
französisch geschrieben, der übrige text englisch. Die wenigen blätter sind
sehr theuer. — 3. Footsteps of our Lord and his Apostles: a Succession
of Visits to the Sites and Scenes of New Testament Narrative. 1852.
Royal 8vo. — 4. The Christian inPalestine; or, Scenes of Sacred History,
Historical and Descriptive. By Henry Stebbing . . Illustrated from Sketches
taken on the spot, by W. H. Bartlett. London, G. Virtue, sine anno. 4. 1 bl.,
IV s., 1 bl., 234 s. Im vortitel mit einem Stahlstiche lautet es: The draw-
ings recently taken on the spot. In dieses stebbingsche buch sind manche
bilder aus den Walks, nicht aber aus dem Jerusalem revisited übergegangen,
und so sollte man annehmen dürfen, dass the Christian bald nach der ) . auf-
lage der Walks herausgegeben wurde. Der Verleger hat es so eingerichtet,
dass gegenüber den Walks auch the Christian neues enthält, und der käufer,
will er alles haben, genöthigt ist, beide werke sich anzuschaffen, mithin
mehreres doppelt zu bezahlen. Der Christian enthält nicht minder als 79
Stahlstiche. — 5. A comparative View of the Situation and Extent of an-
cient and modern Jerusalem. London. Fol., 4 tafeln mit grossen panorama-
ansichten Jerusalems. Ich sah wol das gleiche buch unter dem titel : Views
illustrating the Topography etc., s. nr. 2. — 6. La Syrie, la Terre-Sainte,
l’Asie Mineure . . illuströes. Une sörie de vues, dessindes d’aprös nature,
par W. H. Bartlett, W, Pursher, etc. Les explications de gravures (die
platten wanderten , wie es scheint , von land zu land) par John * Came.
Traduit de l’Anglais , par Alexandre Sosson. London , Paris % Amörique,
Fisher. 4. 3 bände. Hinten einiges von Jerusalem, Bethlehem, Bethanien,
aber nicht treu. Ein nahe verwandtes werk ist: Voyage en Syrie et dans
l’Asie Mineure, illuströ par 120 magnifiques gravures sur acier, d’aprös les
dessins pris sur les lieux par W. Bartlett, Thomas Allom, etc. etc. Par
Clement Pelle et Leon Galibert. London et Paris, Fisher (1843?). 4. 3 theile.
Auf die gleiche quelle zurttckzuleiten ist wol: La Terra Santa ed i Luoghi
illustrati dagli Apostoli. Vedute pittoresche secondo Turner , Har ding ed
altri celebri artisti. Torino, Pomba, 1837. Gr. 8. Aus dem französischen.
S. Ritter 16, 312, Robinson 2, 552. Der text der Walks und des Jerusa-
lem revisited ist, wenn auch gut geschrieben, nicht wichtig; er schweift
ins malerische. Dagegen sind die beiträge von Catherwood für jene
werthvoll. Robinson rühmt nicht wenig Bartletts künstlerische leistungen.
Man muss nicht, sondern man wird gerne und freudig gestehen, dass man
ihm viel verdankt. Manche bilder sind treu gezeichnet und überaus sauber
gestochen. Immerhin kann ich versichern, dass Bartletts leistungen, was
naturtreue betrifft, weit zurückstehen hinter denen von Ulrich Halbreiter,
dessen grosse gewissenhaftigkeit und ausdauer entschieden das beste lieferte,
der art, dass man in der that beklagen muss, wie man später immer neue,
aber viel schlechtere ansichten verbreitet und das publicum berückt, statt
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dass man den vorzüglichen meister, wenn oder wo thunlich, einfach kopi-
ren sollte.
1843. Der schottländer John Wilson, doktor der theologie. The
Lands of the Bible visited and described in an extensive Journey undertakea
with special reference to the promotion of Biblical Research and the advance-
ment of the cause of Philanthropy. By John Wilson. With Maps aid
Illustrations. Edinburgh, W. Whyte; London, Longman; Dublin, Curfy,
1847. Gr. 8. 1 xxrv u. 504, II x s. , 1 bl., 786 s. Mit karten, vielen
Stahlstichen und holzschnitten im texte. S. Raumer 14, Robinson 2, 552,
van de Velde 1 1 . Sehr lehrreich und werthvoll.
1843. Der zum christenthum bekehrte jude und Sendbote Bidley
H. Herschell. A Visit to my Father-land. London 1845. 12. New
Edition 1856. Holländisch Amsterdam 1845. Deutsch: Besuch in meinem
Vaterland. Notizen, gesammelt auf einer Reise nach Syrien und Palästina . .
Von Ridley H. Herscbell. Aus dem Englischen übersetzt von E. B. Basel,
F. Schneider, 1846. Kl. 8. 4 bll., 208 s. Gegen die orientalischen Christen
zeigt sich der Verfasser höchst unduldsam, und seine schrift ist unbedeutend.
1843. Der konsul J. N. Craigher. J. N. Craigher’s Erinnerungen
aus dem Orient Triest, H. F. Favarger, 1847. Gr. 8. 3 bll., 316 s.,
1 bl. Unbedeutend.
1843. Dawson Borrer. A Journey from Naples to Jerusalem. By
Dawson Borrer. London, J. Madden, 1845. 8. Einiges zu gebrauchen.
1843. Dr. J. A. Lorent. Wanderungen im Morgenlande während den
Jahren 1842 — 3. Mannheim, Löffler, 1845. 8. Nicht zu gebrauchen.
1843. Der barmherzige bruder Joäd Antonio Gari. Nuevo Viaje
ä Jerusalem, 6 sea cartas familiäres sobre la Tierra Santa, y los diferentes
pueblos que la habitan, sus creencias religiosas, costumbres, politica etc.,
con una critica impugnacion . . escritas y dirigidas por el Pbro. F. J. A.
G. al R. Josö Maria Rodriguez Pbro. quien las publica. Barcelona, Pia,
1846. Kl. 8., 475 s. Mit 1 plan der kirche in Bethlehem. S. oben La-
martine sub anno 1832 f. Eines der lehrreichsten bücher von den vielen,
welche römisch-katholische priester zu Verfassern haben.
1843. Die romanschreibende klosterfrau, gräfin Ida Hahn-Hahn.
Orientalische Briefe. Von Ida Gräfin Hahn -Hahn. Berlin, A. Duncker,
1844. 8. I vhi u. 383 s., H (Palästina) l bl., 346, 1H 1 bl., 406 s.,
1 bl. Englisch 2. Ed. London 1845. Die briefe sind mehr ein Spiegel
der planderhaftigkeit als der erkenntniss in religiösen und andern dingen.
Vgl. Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 57 — 79.
1843. John B. Durbin, doktor der theologie. Observations in the
East, chiefly in Egypt, Palestine, Syria, and Asia Minor. By John B. Dur-
bin . . New- York, Harper, 1845. 8. 2 voll. Etwa über die juden und der
engländer bestreben dafür nachsehenswerth.
1843 f. John Lowthian von Carleton House bei Carlisle. A Narra-
tive of a recent Visit to Jerusalem and several Parts of Palestine, in 1843
— 44. By John Lowthian .. Third Thousand. London, Houlston; Carlisle,
R. Willan, sine anno. 12. VII u. 151 s. Mein exemplar ist von der 3. aus-
gabe; von der 2. wurden 2000 exemplare abgesetzt. Mit einer ansicht von
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Jerusalem und mit einem pflüg auf dem titelblatte. Anspruchlos bietet der
achtungswerthe Verfasser manches belehrende.
1843 f., 1866. George Williams, kaplan des bischofs Alexander.
The Holy City ; or Historical and Topographical Notices of Jerusalem ; with
some account of its Antiquities and of its present Condition. By . . George
Williams . . With Illustrations from Sketches by . . W. F. Witts . . Lon-
don, J. W. Parker, 1845. Gr. 8. XV u. 512 s. 2. Ed. London 1849. 8.
2 voll. Darin The ärchitectural History of the Church of the Holy Sepulchre
at Jerusalem. By . . Robert Willis . Dieses werthvolle stück erschien auch
besonders London, J. W. Parker; Cambridge, J. Deighton, 1S49. Gr. 8.
VI, l bl. u. 167 s. Mifansichten, durchschnitten und grundrissen. Es enthält
die 2. auflage auch einen Appendix (Supplement) 1 — 124: Historical and
descriptive Memoir on the Town and Environs of Jerusalem. (To accompany
the Ordnance Survey.), welches stück ebenfalls besonders erschien : London,
J. W. Parker; Cambridge, J. Deigthon, 1849. Gr. 8. VIII u. 164 s.
Williams lieferte auch besondere artikel: a) in William Smith’s Dictionary
of Greek and Roman Geography, 2, 16 sqq. b) ins Journal of Classical
and Sacred Philology. Cambridge, vol. 4. p. 262 sqq.: The Emmaus of
S. Luke, c) In The Colonial Church Chronicle and Missionary Journal,
Febr. 1858, Nov. 1859: Excursions in Palestine. Mehr gelangte nicht zu
meiner kenntniss. S. Robinson 2, 551, Ritter 16, 312, van de Velde’s
Mem. 10, Noroff bei Daniel 96 u. 117. Die Schriften Williams’ sind vom
geiste hochkirchlicher Starrheit und der Parteilichkeit gegen den weit über-
legenen Robinson durchdrungen^ enthalten übrigens, wie namentlich auch der
artikel in Smith’s Dictionary, manches interessante, das noch mehr werth
hätte, wenn jene überall von einem weiter umher und tiefer schauenden
historischen blicke beherrscht worden wären.
1843 ff. Dr. Ernst Gustav Schultz, preussischer konsul in Jerusa-
lem. 1. Jerusalem. Eine Vorlesung von Ernst Gustav Schultz. Mit einem
Plane, gezeichnet von H, Kiepert. Berlin, S. Schropp, 1845. 8. 120 s. —
.2. Mittheilungen über eine Reise durch Samarien nnd Galiläa (1847). In:
Zeitschr. der Deutschen morgenländ. Gesellschaft, 1849, 46 f., Monatsberichte
der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1846, th. 3, 1849, th. 3. —
3. Carl Zimmermann’ s Versuch einer Construcction der Karte von Galiläa,
nach den Forschungen des verstorbenen Dr. E. G. Schnitz. Berlin 1853.
2. ausgabe mit Verbesserungen und neuen irrthümern 1855. Darauf er-
schien : Geographische Analyse zu dem Versuch einer Construction der Karte
von Galiläa nebst den Beikärtchen des Gebirges Gilboa, des Felsen Dschafat
und der Kreuzfahrer - Veste Accon vornämlich herausgegeben nach den
Forschungen des verstorbenen Dr. Ernst August Schulz . . Konsul . . von
Carl Zimmermann. Berlin, D. Reimer, 1861. 4. 2 bll., 91s. S. Robin-
son 2, 551, Ritter 15, 80, meine Planographie 14, van de Velde’s Mem. 13,
17 sq. Der Verfasser, überkühn in beantwortung alter fragpunkte, gibt
über Jerusalem eine menge interessanter notizen, hauptsächlich von Williams
belehrt und bestimmt. Galiläa hat er der Wissenschaft zum theile aufge-
schlossen. Nur schade, dass das reisetagebuch etwas flüchtig abgefasst war,
und dass auch Zimmermanns schriftarbeit eine recht nachlässige genannt
werden muss.
*1843—49. Der priester Felix Laassner. Pielgrzymka missyjna
do Ziemi S., Syryi i Egiptu w latach od 1843 do 1849 r. odbyta przez
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Ksi$dza Feliksa Laassnera. Krakow 1855. 8. D. i. reise ins h, Land,
nach Syrien und Ägypten in den jj. 1843 — 1849 unternommen vom priester
Felix Laassner. S. NorrofF bei Daniel 216.
1843 oder 44. Eliot Warburton. The Crescent and the Cross; or,
Romance and Realities of Eastern Travel. London 1845. 8. 2 voll. Tenth
Edit. London, Colburn, 1852, 8. X u. 380 s. Mit einem titelstahlstiche.
Auch Leipzig, Tauchnitz, 1852. 15. Edit. 1859. S. Schultz* Jerus. 107.
Einiges beachtenswerth.
1843 ff. Der konsul von Wildenbruch. Routiers in Palästina und
Syrien, in: (Berliner) Monatsberichte der Gesellschaft. für Erdkunde. N. F.,
1843, 1, 229 — 234. Profile von Yaffa über Jerusalem zum Todten Meere,
und von Jerusalem zum Tiberias-See und den Jordanquellen. Ebendas., 1846,
3, 251 und 270 — 272 nebst Tafel III. Zur Climatologie von Palästina.
Ebendas., 1843, 1 , 92 und 236—248. Auch über Kariet el-Aneb eben-
das., 1844, 1, 229. S. Ritter 15, 78 f. Beachtenswerth.
1844. Lord Nugent. Lands, Classical and Sacred. London 1845.
2 voll. Auch London, C. Knight, 1846. 12. 2 voll. S. Schultz 1. c. 5.
Im ganzen ist Nugent ein leichtfertiger alterthümler. Er lehnt sich haupt-
sächlich an Schultz und Veitch und streitet unberufen fort und fort gegen
Robinson.
1844. Charles Reynaud. D’Athönes ä Baalbek par Charles Reynaud.
Paris, Fume, 1846. 8. Gleichsam fieberhaft geschrieben.
1844. Der priester Heinrich Gossler in Westphalen. Pilgerreise
nach Jerusalem von P. Fr. Heinrich Gossler , . Vollständig in vier Liefe-
rungen, mit einem Stahlstiche und zwei lithographischen Zeichnungen. Pader-
born, Junfermann, 1852. 8. 1 bl., 369 s., 1 bl. Fast nichts als subjec-
tives. Ohne schäm liefert der Verfasser eine schlechte ansicht der Stirnseite
des grabtempels aus dem 16. jahrhunderte, statt eines treuen bildes der
jetzigen kirche. Ebenso gibt er vor, dass er am 22. mai 1844 in einer
zelle des Salvatorklosters zu Jerusalem den Ölberg mit der Kidronbrücke
und dem bache Kidron aufgenommen habe (zu 96), da man doch von dort
aus nicht ins Josaphatsthal hinabsehen, noch überhaupt einen bach Kidron
erblicken kann.
1844. Der priester Franz Joseph Gehlen in Westphalen. 1 . Ans
den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Lande im Jahre
des Herrn 1S44. Wallfahrt nach Bethlehem und Hebron. Mitgetheilt von
Franz Joseph Gehlen . . Münster, Theissing, 1846. 8. 139 s. — 2. Aus
den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Laude. Ex-
cursion von Jerusalem nach Jericho bis zum Jordan und todten Meere.
Ebendas. 1852. 8. 100 s. Beide Schriften, obschon ohne gehörige kritik
abgefasst, enthalten einige beachtenswerte bilder, und mehr noch die
erstere schrift.
1844. Der deutsche einsiedler und tertiarius Aloysius Manzius.
Der Eremit von Sabina, oder Aloys, des deutschen Einsiedlers, Wanderungen
nach Jerusalem, Bethlehem und Nazareth, mitgetheilt von seinem Reisege-
fährten. Münster, J. H. Deiters, 1853. 12. Der reisegefährte war obiger
Gehlen. Unbedeutend. Der titelholzschnitt , ein geschenk Ulrich Halb-
reiters, ist besser auf seinem bl. UI, 3.
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1844 und 1859. Dr. Lobegott Friedrich Konstantin Tischendorf
von Lengenfeld, professor in Leipzig. 1 . Reise in den Orient von Con-
stantin Tischendorf. Leipzig, Tauchnitz j., 1846. Kl. 8. 1 xvi u. 319,
II 319 s. Englisch: Travels in the East. Translated from the German
by W. E. Schuckard. London 1847. — 2. Aus dem heiligen Lande. Von
Constantin Tischendorf. Nebst fünf Abbildungen in Holzschnitt und einer
lithographirten Tafel. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1862. 8. X, 1 bl., 375 s. S.
Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 113 — 147. Der leser erwarte nicht, was der be-
rühmte name des Verfassers ihm versprechen dürfte. Er reiste in bibelkritischer
absicht auf alte hss., und die resultate, so weit sie in der ersten reisebe-
schreibung mitgetheilt wurden, sind nicht bedeutend. Auf der 2. reise be-
gleitete Tischendorf den grossfürsten Konstantin. Beim lesen des berichtes
über dieselbe athmet man etwas hofluft. Es mussten auch im allgemeinen die
angriffe auf die tradizionen vermieden werden, um nicht den tradizionsgläu-
bigen fürsten zu verletzen. Doch fühlt man sich von dieser darstellung
mehr angezogen als von den über- und Untertreibungen des Moritz Busch,
und immerhin gewährt die schrift einige belehrung, zumal in beziehung auf
textkritik.
* 1845. Der mönch Parthenios. CKaaame o CTpaHCTBiu no Poccpi,
MowiAaBin, Typijiif h Cb. 3eM.rfc. Hhokh DapoeHia. Mock. 1855. 4.
h. b h 8 . 4 . D. i. reise nach Russland, der Moldau, Türkei und dem h.
Lande. Parthenios reiste den 23. September 1 S 4 5 vom Athos ab und kam
den 28. Oktober in Jerusalem an. Seine beschreibung der h. Stätten in Jerusa-
lem und Palästina bildet den 4. theil seines berichtes, ist ziemlich umständ-
lich, aber wenig tauglich. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche mittheilung
aus S. Petersburg.
1845. Professor W. Krafft in Bonn. Die Topographie Jerusalem^
von W. Krafft. Bonn, H. B. König, 1846 (eigentlieh 1847). Gr. 8. XII
u. 273 s. Mit inschriften, ansichten, plänen und karte. Vgl. Golgatha 90,
96, Raumer 13, Williams* Mem. 59, Ritter 16, 313. Der theologe Krafft,
ein reisegefährte von F. A. Strauss, war ungleich muthiger und unterneh-
mender als dieser. Er besass auch die kühnheit, den Südwind benutzend
ins haram esch - scherif einzudringen. Die schrift zeugt von fleissigen Studien
der alten und von sorgfältigem auf suchen der merkwürdigkeiten , bei deren
beschreibung er aber, wie Williams und Schultz, in die schule Robinsons hätte
gehen können. Gegenüber jenen zwei gelehrten, für die er immerhin eine
Vorliebe zeigt, bewahrt er im ganzen eine ebrenwerthe Selbständigkeit, eine
unparteiische haltung aus lauterer liebe zur Wahrheit. In historischen ex-
kursen überschätzt und übereilt sich der Verfasser hin und wieder.
1845. Professor Friedrich Adolf Strauss in Berlin. Sinai und
Golgatha. Reise in das Morgenland von Friedrich Adolph Strauss . . Mit
zwei Original - Ansichten. Berlin, Jonas, 1847. Kl. 8. VIII und 431 s.
4. verbesserte und vermehrte Auflage mit einer Karte des Morgenlandes.
Berlin, Jonas, 1853. 8. VH u. 420 s., mit 1 tafel. 8. auflage, Prachtaus-
gabe Berlin, allgemeine deutsche Verlagshandlung, 1863. Hoch 4. III u.
464 s. Er schrieb auch einen text zu den gleichen bildern, zu welchen Dr. /.
A. Messmer einen andern ausarbeitete : Die Länder und Stätten der heiligen
Schrift. In ausgewählten Bildern mit erläuterndem Texte. Stuttgart, Cotta,
1861. Gr. 4. VHI, 542 s. Mit 30 kolorirten Stahlstichen, 6 lithographien,
66 holzschnitten u. 1 lithographirten karte. Messmer gab dem buche den
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titel: Das heilige Land und die heiligen Stätten, Ein Pilgerbuch in ausge-
wählten Bildern mit erläuterndem Texte von J. A. Messmer. München, Vo-
gel’sche Verlagshandlung, 1860. 4. 1 bl., X, 356 s. Mit einem sehr schönen
titelkupferstiche von H. Merz. Indessen dürfte wol letzterer text vorzu-
zieben sein, da er in das architektonische viel gründlicher eingeht; ohnehin
ist der text von Strauss schon dagewesenes für den, welcher Sinai und
Golgotha kennt. Die Verlagshandlung musste von der ansicht ausgehen, dass
das prächtige bilderwerk nicht die wünschbare Verbreitung finde, wenn nicht
im texte, in dem einen der römisch-katholische und in dem andern der
protestantische Standpunkt mehr oder minder fest behauptet werde. Schwe-
disch gab das Sinai und Golgotha A. Oiivarius 1861 heraus. Es erschien
auch eine englische und durch ten Kate eine holländische Übersetzung. S. Petz-
holdfs Anz. , 1861, 338, C. G. Kayser’s Vollst. Bücher -Lexicon 16, 91 f.
u. 423 f. Durch die vielen auflagen in Deutschland darf man sich im ur-
theile nicht irre leiten lassen. Sie sind weit weniger dem werthe des buches
zuzuschreiben, als der gewandten darstellung, die einer gewissen religiösen
partei, vorab im norden Deutschlands, wo man ungleich mehr liest als im
Süden, entspricht, einer partei, die eine schwüle atmosphäre liebt, und zum
historischen aberglauben sich hinneigt. Übrigens soll des rühmlichen gedacht
werden, dass das buch einiges neue und beachtenswerthe enthält. .
1845. Der bibliothekar (Ste. Genevifcve) X. Marinier in Paris.
Du Rhin au Nil. — Tyrol. Hongrie. Provinces Danubiennes. Syrie. Pa-
lestine. Egypte. — Souvenirs de Voyages. Par X. Marinier. Paris, Ber-
trand (1847). 8. I 2 bll. , xxix, 396 s. u. 2 bll., II 2 bll. , 496 s. Auch
(nachdruck) Bruxelles, Livourne, Leipzig, Meline, 1852. Kl. 8. I 267,
II 252, III (Palestine) 268 s. Mit einigen ansichten. Der erste druck
enthält mehr und ist schon deswegen vorzuziehen. S. Petzholdt’s Anz., 1863,
81. Das buch gewährt wenig.
1845. Der land schaftsmaler Otto Georgi von Dresden. Die hei-
ligen Stätten nach Originalzeichnungen nach der Natur von Otto Georgi.
Leipzig, J. A. Romberg (1854). Gr. 4. 1 bl., VI u. 91 s. Mit kupfern und
eingedruckten holzschnitten. Sehr schön ausgestattet. Vgl. Engelmann 1095.
Der titel schon ist nicht ganz richtig; denn Georgi, der begleiter Lepsius’,
"entlehnte die bilder, mit ein paar ausnahmen, den weniger zuverlässigen
werken von Roberts und Heinrich von Mayr. Der text ist kompilazion.
1845. Dr. Harald Bagge, arzt zu Frankfurt am Main. Reise nach
dem Orient, der europäischen Türkei, Aegypten, Nubien und Palästina. Von
Harald Bagge . . Frankfurt a. M., J. E. Hermann, 1847. 8. Vis., 1 bl.,
256 s. Das buch des bescheidenen reisearztes enthält wenig interessantes.
*1845. F. J. Wacek. Vierzehntägiger aufenthalt’in Palästina (böh-
misch) von F. J. Wacek. In der Zeitschrift Cas, 18. band.
*1845. Der graf JL Adlerberg. H3 b Pirna bi > Iepy glimmt, CHS.
1853. 8. D. i. von Rom nach Jerusalem. Noroff bei Daniel 216 und
briefliche mittheilung. Die beschreibung sei ohne bedeutung. *
1845. Der abenteurer Frans A. Odilen in Bonn. Reise -Album vom 15. bis zum
22. Lebensjahre von Franz A. Cöllen, Verfasser der Four Months in Africa. Bonn,
Selbstverlag, 1849. Kl. 8. VI u. 186 s. Mit dem bildnisse des Verfassers. 2. ver-
besserte und vermehrte Auflage. Bonn 1850. Gr. 16. Mit 4 kupfern. S. Engel-
mann 105. Erlogenes und unbrauchbares. Man weiss nicht recht, ob er in Palästina
gewesen ist, wenn er gleich darüber schreibt.
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1845. ^ortaels. S. oben Legrelle sub anno 1840.
1845 f. Dr. J. Nepomuk Sepp, professor in München. 1. ver-
schiedene artikel als Vorläufer: Forschungen eines deutschen Reisenden in
Jerusalem, in: Historisch -politische Blätter von G. Philipps und G. Görres.
München, literar. - artist. Anstalt. 1846 — 7. Gr. 8. 18, 469 — 477; 19, 349 —
357, 449-463, 589 — 610, 670—685, 735—740; 20, 129—146. — 2. Jeru-
salem und das heilige Land. Pilgerbuch nach Palästina, Syrien und Aegypten von
Sepp . . Schaffhausen, F. Hurter, 1863. Gr. 8. I xxxvm u. 781, xxviii
u. 866 8. Mit dem k bildnisse des Verfassers u. mit vielen eingedruckten
holzschnitten. — 3. Neue architektonische Studien und historisch - topogra-
phische Forschungen in Palästina von Sepp. Mit 70 Illustrationen. Würz-
burg, Stahel, 1867. 8. XLIV, 256 s. Der bekannte geistreiche und ge-
lehrte Verfasser war zu meiner zeit in Jerusalem. Er hat es darauf abge-
sehen, die weit mit einer komparativen geographie und geschichte zu über-
raschen. Darum werden die dinge so weit hergeholt aus allen Zeiten, wie
aus allen enden und ecken des globus. Das pikante ist einer solchen be-
handlung des Stoffes nicht abzusprechen; manches ist aber verfrüht und
einem spätem Zeitalter mit einer reichern anhäufung von materialien und
forsch ungen Vorbehalten. Nicht so sehr selten wird der leser beinahe von
Schwindel ergriffen, wenn er den pilgrim die gewagtesten Sprünge machen
sieht. Immerhin erwarb der Verfasser sich das verdienst, in beziehung auf
eine geläuterte geschichte und geographie von Palästina ungemein anregend
zu wirken, und nicht hoch genug darf man ihm in seiner bekannten Stellung
anrechnen, dass er mit Selbständigkeit die tradizionen geschichtlich behandelt.
Sonst ist das werk arm an eigenen Wahrnehmungen und beobachtungen
ausserhalb der studirstube; der Verfasser ist aber aufrichtig genug, das an-
zuerkennen, was und exakter andere überlieferten. Die jüngste schrift ent-
hält eine dankenswerthe kritische Zusammenstellung des neuesten. Die
bolzschnitte, von gar verschiedenen seiten her geborgt, empfehlen sich nicht
immer durch naturtreue und künstlerische darstellung. Die zitate sind hin
und wieder unrichtig. S. Topogr. 1, LXXXI f.
1845 ff. Die Frau konsul Finn. Home in the Holy Land. A Tale
illustrating Customs and lncidents in Modem Jerusalem by Mrs. Finn. Lon-
don, J. Nisbet, 1866. 8. VIII u. 520 s. Mit einem titelstahlstiche. Das
buch enthält manches unterhaltende und ausserordentlich viel lehrreiches,
das in einen roman gehüllt ist.
*C. 1845. Castlereagh, A Journey to Damascus, through Egypt . .,
Palestine and Syria. London 1847. 8. 2 voll. Mit kk.
*1846. Kapitän Newbold. Recherches du Cpt. Newbold aux envi-
rons de Jerusalem. Nouv. Annales des Voyag. Nouv. Sdrie. 1852, 31, 6.
1853, 33, 113. Auch s. Asiatic Soc. 21. April, im Athenseum 1849, nr.
1 124, s. 491. Den wol unterrichteten traf ich in Jerusalem. Ritter 16, 522.
1846. Der pseudonyme Dalton. Das Boot und die Karawane , eine
Familien - Reise durch Aegypten, Palästina und Syrien. Nach der fünften
Auflage zur Belehrung und Unterhaltung, aus dem Englischen übersetzt und
mit Anmerkungen versehen von Dr. E. A. W. ’Himly, Professor . . Mit fünf
Abbildungen. Leipzig, B. Schlicke, 1860. 8. XVHI, 1 bl. u. 419 s. Das
original kenne ich nicht. Die schrift ist theilweise ungeniessbar.
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1846. Frau Römer. A Pilgrimage to the Temples and Tombs of
Egypt, Nubia, and Palestine, in 1845 — 6. By Mrs. Römer. London, R.
Bentley, 1846. 8. 2 voll. Die Verfasserin gibt beinahe nichts.
1846. F. A. Neale, Esq. Eight Years in Syria, Palestine, and Asia
Minor, from 1842 to 1850. By F. A. Neale . . 2. Edit. London, Col-
burn, 1852. 8. 2 voll., im 1., 121 sqq., über Jerusalem. Unbedeutend
für Palästina.
1846. Der preussische prediger H. Ga<|ow. I. Artikel in der Zeit-
schrift der Deutschen morgenländ. Gesellschaft: Ein Ausflug von Jerusalem
über Jericho an den Jordan, das todte Meer und nach MarSaba, 1848, 2,
52 sq. ; Mittheilungen über die gegenwärtigen Terrain Verhältnisse in und um
Jerusalem, ibidem 1849, 3, 35 sq. — 2. Mittheilungen über Jerusalem aus
dem Tagebuche eines Augenzeugen . . Königsberg in der Neumark, J. G.
Striele, 1848. 8. 1 bl., V u. 72 s. — 3. Ph. Wolff gab in seiner reiseschrift
1849 Gadows plan von Jerusalem nach einem verjüngten massstabe heraus;
allein die versprochene und mehrseitig befürwortete ausgabe des grossen
Originals liess immer auf sich warten, und nach dem kleinen Vorläufer, der
im wesentlichen zeigt, was da kommen sollte, wird es beim versprechen
bleiben. Fleissige Untersuchungen der aussenseite der harammauer mit sorg-
fältigen Zeichnungen, die noch nicht gehörig benutzt wurden , verdienen mit
dem plan nicht das gleiche Schicksal. S. Robinson 2, 552, meine Plano-
graph. 19 f. Sowol jene artikel als die anonym herausgekommenen Mit-
theilungen sind lehrreich.
1846. Der minorit Francesco Cassini da Perinaldo. 1. La Terra
Santa descritta dal P. Francesco Cassini da Perinaldo . . visitante di Terra
Santa . . Genova, Ferrando, 1855. 8. I 448, II 495, III 478 8. — 2. Epistola
e colloqui su Terra Santa. Genova (taubstummenenstalt) 1856. 8. — 3. Un
Yiaggio in Terra Santa colla descrizione di tutte le Pellegrinazioni che
soglionsi praticare infra l’anno dai Padri Francescani ai priucipali Santuari
della Giudea e della Galilea dolci Rimembranze del Padre Francesco Cassini da
Perinaldo . . Genova, Istituto dei sorto-muti, 1861. 8. 572 s. — 4. Cassini
gab auch Storia di Gerusalemme in 2 bänden heraus. Sehr lebendig und gut,
hier und da witzig und launig geschriebene bücher, in denen poesie oder
iroaginazion vorschlägt. Die Epistola ist jedoch mehr deklamazion. Der
franziskaner folgt nicht blindlings den tradizionen.
*1846—47. Der in Börüt angestellt gewesene russische general-
konsulK. BasiJi. Cnpia ii üajiecTmia noßb TypeuKiiM’B üpaBiiTe./ihCTBOM'b,
im HCTopiiuecKOMT» h no^iHTHuecKOM’B OTHouiemHx'b. ö^ecca. 1862. 2 T.
bt> 8 4. D. i. Syrien und Palästina unter der türkischen regirung, dar-
gestellt aus <Jem historischen und politischen Standpunkt. Odessa 1862. 8.
2 voll. S. Noroff bei Daniel 216. Es sei eine gelehrte, interessante arbeit. Brief.
1846 f. Der wagnermeister Joseph Schilling bei Tuttlingen. Aus-
führliche Beschreibung meiner Reise nach Rom und Jerusalem. Eine" ge-
treue Angabe aller Städte, Inseln und Plätze, welche ich auf dieser Reise
berührt habe, besonders aber der Landschaften, Gegenden, Dörfer, Berge,
Flüsse, Gewächse, Sitten und Gebräuche, welche heut zu Tage in Palästina,
dem gelobten Lande, vorgefunden werden. Von Joseph Schilling. Dritte
verbesserte Auflage. Tuttlingen, E. L. Kling, 1854. Kl. 8. 141 s.
Wenig brauchbar.
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1846 ff. In den: Hissions -Notizen aus dem heiligen Lande. Heraus-
gegeben vom Wiener General - Commissariate der heil. Länder, in derMechi-
tharisten-Congregations-I^uchdruckerei, 8., hefte von 1846 — 1854, finden sich
lesenswerthe berichte verschiedener Verfasser aus dem h. Lande. Italie-
nisch : Notizie della Missione in Terra Santa. Commissariato generale di
terra santa in Vienna. Vienna Nella stamperia de’ PP. Mechitaristi. 8.
1 846 ff. Der jude J. J. Benjamin aus Foltitscheny in der Moldau.
Acht Jahre in Asien und Afrika. Von 1846 bis 1855. Von J. J. Benja-
min . . Nebst einem Vorworte von Berthold Seemann. Mit einer Karte.
Zweite Auflage. Mit vergleichenden Notizen aus Benjamin de Tudela, R.
Petachia, Pedro Teixeira und Ritter’s Erdkunde. Hannover, Selbstverlag,
1858. 8. 1 bl., XI, 314 s. u. 3 bll. Englisch: Eight Yearsin Asia and Africa,
from 1846 to 1855. With a Preface by B. Seemann. London 1865. 8.
Ungenau und vieles unklar.
1847. Dr. Philipp Wolff von Ulm, pfarrer in Botweil. 1 . Reise
in das Gelobte Land von Philipp Wolff. Stuttgart, J. B. Metzler, 1849.
Kl. 8. VIII u. 276 s. — 2. Jerusalem. Nach eigener Anschauung und den
neuesten Forschungen geschildert von P. Wolff. Mit 35 in den Text gedruckten
Abbildungen. Leipzig, J. J. Weber, 1857. Kl. 8. XIV u. 231 s. Auch mit
einem titelholzschnitte und verbesserten plan von Jerusalem. — 3. Jerusalem.
Nach eigener Anschauung und den neuesten Forschungen geschildert von
Philipp Wolff. Mit 46 Abbildungen und einem Grundriss von Jerusalem.
Zweite, gänzlich umgearbeitete Auflage. Leipzig, J. J. Weber, 1862. Kl. 8.
XII u. 225 s. Mit einem neuerdings verbesserten plan der h. stadt. —
4. Daneben geht ein , arabischer Dragoman’ (ebenda 1857) einher, um die
Verbindung mit den arabern zu erleichtern. S. Ritter 16, 3 1 3 f., Fallmerayers
Ges. Werke 3, 475—481, Gratz 632, Kerschbaumer , Anmerk. s. 12.
Die Schriften des für das h. Land, zumal für Jerusalem, unermüdlich thätigen
Orientalisten enthalten mehreres interessante, z. b. über die tempelplatz-
mauer, das Herodium, was selbst dem forscher willkommen ist. Auch die
neuen bearbeitungen gewähren nicht nur eine angenehme Übersicht bekannter
und weniger bekannter merkwürdigkeiten Jerusalems, sondern auch einiges
neue. Die abbildungen, unter denen es auch aus andern Schriften nicht
kopirte gibt, sind nicht alle zu loben. Der arabische drugoman ist so dürf-
tig, dass der Verfasser sich bewogen fühlte, einen viel grössern herauszu-
geben, wozu ihm der konsul Wetzstein behilflich war: Arabischer Drago-
man. Grammatik, Phrasensammlung und Wörterbuch der neu arabischen Sprache.
Ein Vademecum für Reisende in Ägypten, Palästina und Syrien, sowie zum
Gebrauch für den Unterricht. Zw eite, gänzlich umgearbeitete Auflage. Leipzig,
F. A. Brockhaus, 1867. 8.
1847. Der prediger Albert Schaffter, professor in Bern. Die ächte
Lage des h. Grabes. Eine' historisch -archäologische Untersuchung der philo-
sophischen Facultät der Berner -Hochschule zu Erlangung der Doctorwttrde
vorgelegt von Albert Schaffter .. Bern|, Stämpfli, 1849. 8. 95 s. Mit
einem Plan von Jerusalem. Die abhandlung ist fleissig ausgearbeitet.
Dabei nimmt es aber einen wunder, dass der Verfasser den längern aufent-
halt in der stadt nicht dazu benutzte, sich durch frische beobachtungen nicht
fester auf eigenen fuss zu stellen.
1847. Der minorit Alessandro Bassi aus Piemont, theolog der
apostolischen delegazion für Arabien und Ägypten. 1 . Pellegrinaggio
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storico e descrittivo di Terra Santa del P. Alessandro Bassi . . Torino,
Tipografia Subalpina, 1856. Gr. 8. I xrn, 1 bl., 295, II 379 s. — 2. Deila
torre Antonia e d’une sua stupenda galleria recentemente scoperta in Gerusa-
lemme. Gerusalemme 1860. 8. — 3. Abhandlung: L’ancienne figlise de
Sainte-Anne k Jerusalem Devenue propriötö de la France sous Napoldon III.
Ütude historique par le P. Alexandre Bassi. 'Jerusalem, au convent des
PP. Franciscains, 1863. 8. In Rignon’s Annales, 1863, 51 — 241. Bassi
ist einer der gelehrtesten zeitgenössischen franziskaner. Namentlich wird
ihm eine genaue kenntniss der mittelalterlichen Schriften nachgerühmt. Das
Pellegrinaggio , meist nicht gründlich geschrieben, enthält neben kapuziner-
predigten einiges brauchbare. Einseitig ist die abhandlung über die Anto-
nia, umsichtiger der artikel bei Rignön abgefasst.
1847. Die russin von Bagrief- Speransky. Les Pelerins Russes k
Jerusalem. Par M me de Bagröef- Speransky. Bruxelles et Leipzig, Kiess-
ling, 1854. Kl. 8. 2 voll. S. Fallmerayers Ges. Werke 3, 457 — 474.
Über russische Pilgerfahrten sehr beachtenswerth.
1847. Rafalowitsch : Briefe eines russischen Arztes aus der Türkei.
Im: Ausland, Cotta, 1847 ff. Russisch erschien das reisebuch zu S. Peters-
burg 1851. Der sehr einsichtige arzt beutete die gegend meist in natur-
wissenschaftlicher und medizinischer beziehung aus.
1847. Der Schulmeister J. H. Schulthess von Engstringen im K.
Zürich. Reise in’s Morgenland, unternommen im Jahre 1847 von J. H.
Schulthess. Zürich, Appenzeller, 1854. 8. IV u. 316 s. Unbedeutend.
1847. Der handwerker Palmer aus Winnenden, lehrer in Jerusa-
lem. Jerusalem, wie es jetzt ist. Brief eines Laien aus Jerusalem . . zum
Druck befördert von J. Josenhans. Zweite unveränderte Auflage. Stutt-
gart, J. F. Steinkopf, 1848. 8. lös. Die schrift enthält einiges beach-
tenswerthe.
*1847. Der lieutenant Molyneux. Expedition to tbe Jordan and
the Dead Sea im Journ. of the Roy. Geogr. Soc. of London, 1848, March,
104 — 130. S. Ritter 15, 80.
1847 und 1850. Der kaplan H. B. Whitaker Churtön. Thoughts
on the Land of the Morning: A Record of two Visits to Palestine. By H.
B. Whitaker Churton. London, T. Hatchard, 1851. 8. Auch London
1852. 8. S. Anderson 259. Unbedeutend.
1848. Der marineoffizier W. P. Lynch. 1. Narrative of the United
States’ Expedition to the River Jordan and the Dead Sea, by W. F. Lynch
. . With Maps and numerous Illustrations. Philadelphia, Lea and Blanchard,
1849. Gr. 8. XX s., dann von 13 — 508. 9 ,h Ed. revised. Philad. 1853.
Gr. 8. New Edition. London, Blackwood, 1855. 8. Deutsch: Bericht
über die Expedition der vereinigten Staaten nach dem Jordan und dem todten
Meere von W. F. Lynch . . Deutsch bearbeitet und mit dem offiziellen bo-
tanischen Berichte versehen von N. N. W. Meissner. Mit 28 Kupfern und
2 Karten. Leipzig, Dyk, 1850. 8. Die Übersetzung ist nicht gut, die kupfer
aber besser als in der Urschrift. Zu gleicher zeit erschien vorläufig ein
bericht von Karl Ritter: Der Jordan und die Beschiffung des Todten Mee-
res. Berlin, G. Reimer, 1850, 8., und von mir nach dem original im : Aus-
land, Cotta, 1850, nr. 1 — 5. — 2. Report of the Secretary of the Navy,
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with a Report made by Lient. Lynch of an Examination of the Dead Sea.
Febr. 26 tb 1849; 30 th congress, 2 d Session. — 3. Official Report of the
United States* Expedition to explore the Dead Sea and the River Jordan;
published at the National Observatory. Washington 1852. 4. Auch Balti-
more, J. Murphy, 1852. Diesem berichte ist angehängt des Dr. H. J.
Anderson Geological Reconnaissance of part of the Holy Land. S. Robin-
son 2, 552, van de Velde’s Mem. 11. Dies sind die wichtigen Schilderun-
gen und berichte von der glorreichen nordamerikanischen forschungsreise
nach dem Jordan und dem asphaltischen See, wodurch die kenntniss dieser
gewässer und ihrer umgegend ausserordentlich bereichert wurde.
1848. Der geistliche W. J. Woodcock in Melton Mowbray. Scrip-
ture Lands : being a Visit to the Scenes of the Bible. By . . W. J. Wood-
cock. London, Longman, 1849. 8. XII s., 1 bl., 318 s. Mit einem titel-
bilde und kolorirten abbildungen. Belehrend.
1848. Der geistliche Moses Margoliouth. A Pilgrimage to the Land
of my Fathers. By . . Moses Margoliouth. London, R. Bentley, 1850.
8. 2 voll. Beachtenswert!), namentlich wegen der jüdischen anschauungen
und angaben. Im ganzen schrieb dieser reisegefährte Woodcock’s nicht genau.
1848. Dr. Heinrich Thiele, hof- und domprediger zu Braunschweig.
Jerusalem, seine Lage, seine heiligen Stätten, und seine Bewohner nach eige-
ner Anschauung dargestellt. Halle, R. Mühlmann, 1861. 8. V1H u. 157 s.
Einseitig und nicht gründlich; hier und da tautologie.
1848. Die geborne Schweizerin, frau de Gasparin. Journal dun
Voyage au Levant par TAuteur du Mariage au point de vue Chrttien. Paris,
M. Ducloux (auch Genöve, Beroud), 1848. 8. I (La Gröce) 2 bll., VI s.,
1 bl., 341 s., II (L’figypte et la Nubie) 2 bll. u. 505 s., 1 bl., HI (Le Ddsert
et la Syrie) 2 bll., 493 s., 1 bl. Das buch "ist tradizionsfeindlich , bibel-
eiferig, pietistisch, dazu romanhaft und sehr leichtfertig geschrieben, im gan-
zen unbedeutend. Wundern soll man sich, dass römische katholiken diese
wissenschaftlich dürftige frau oder ihren gatten, den grafen de Gasparin,
vorzugsweise zur Zielscheibe ihrer an griffe wählen. Solche gegner, wie das
paar Gasparin, verdienen in der that nicht so viel aufmerksamkeit. Packen
die tradizionsfreunde lieber den gründlichen Robinson; allein dieser ist in
Frankreich wenig bekannt, und bezeichnend mag es sein,. dass des letztem
Palästina von Vivien de St. -Martin in seinen Nouvelles Annales des Voya-
ges, 1851, 77 sqq., kurz zwar angezeigt wurde, wozu aber die deutsche
ausgabe herhalten musste.
1848. Die lehrerin Maria Schuber aus Graz in Steiermark. Meine
Pilgerreise über Rom, Griechenland und Egypten durch die Wüste nach Je-
rusalem und zurück, vom 4. October 1847 bis 25. September 1848. Von
Maria Schuber. Gratz, F. Ferstl, und Wien, Mechitaristen, 1850. 8. VHI s.,
2 bll., 508 s. Zum geringsten theile verwendbar.
1848. Der jesuit Eugfene Bort. Question des Lieux Saints par
Eugöne Bort. Paris, J. Lecoffre, 1850. 2 bll. / 75 s. Mit 2 plänen von
kirchen. Ohne genügende historische kenntniss und leidenschaftlich,, doch
nicht ohne belehrende notizen geschrieben. S. Topogr. 2, 476.
1848 f. Der franziskaner Joseph Areso, missionar. Les Lieux
Saints et les Missions que les Pfcres de la Terre-Sainte entretiennent en
Tobler, Bibliographia. 12
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Palestine et ailleurs döcrits dans des lettres pieuses et instrnctives par . .
Joseph Areso . . Paris, Poussielgue-Rusand, 1862. Kl. 8. 2 bll. , 331 s.
Das buch erschien zuerst spanisch in der katholischen revue zu Barcelona.
Es enthält belehrendes und übertriebenes.
1848 und 1855. Der geborne schweizer ^Takob Mislin, infulirter
abt von Santa Maria de Big in Ungarn. Les Saints Lieux. Pölerinage
k Jerusalem, en passant par l’Autriche, la Hongrie, la Slavonie, les provinces
danubiennes, Constantinople, l’Archipel, le Liban, la Syrie, Alexandrie, Malte,
la Sicile et Marseille. Par M* r Mislin. Lyon et Paris, Guyot, 1852.
Gr. 8. I 2 bll., iv u. 447 s., mit 3 tafeln, II 2 bll. u. 490 s., mit ansich-
ten und 1 plan der grabkirche in Jerusalem. 2. auflage Paris, J. Lecoffre,
~j“ 1858. Gr. 8. I 2 bll., xxxiii s., 1 bl. u. 595 s., mit 2 karten, II 2 bll.
u. 612 s., mit 4 tafeln, III 2 bll. u. 548 s., mit 4 bll. karten, grundrisse
und profile. Spanisch: La Tierra Santa . . Por Mr. Mislin. Traduccion
Por M. A. Barcelona, Pons, 1852. 8. 2 voll. Nach Robledo (228) ist die
Übersetzung mittelmässig. Italienisch : I Luoghi Santi. Milano, N. Battizzati,
1858. 8. I 651, U 728 s. Auch in der Parola cattolica, 11., 12., 13.,
17., 18., 22., 23. u. 27. bändchen. Deutsch: Die heiligen Stätten. Pilger-
reise nach Jerusalem durch Oesterreich . . den Libanon, Syrien, Alexandria
. . Von Jokob Mislin. Regensburg, G. J. Manz, 1852 ff. 8. 4 voll. Mit
1 titelstahlstiche. Auch in der Bibliothek für die reifere christliche Jugend.
Der 2. theil bildet hier den 12. band. Die ausgabe bei Manz wurde, mei-
nes erinnerns, vom Verfasser nicht anerkannt. Dann kam die neue bearbei-
tung heraus : Die heiligen Orte. Pilgerreise nach Jerusalem von Wien nach
Marseille durch Ungarn, Slavonien, die Donauftirstenthümer . ., von Mon-
signor Mislin. (Naeh der zweiten Auflage des französischen Originales um-
gearbeitete und vermehrte Ausgabe.) Mit vielen Karten und Plänen. Wien,
Hof- und Staatsdruckerei , 1860. Gr. 8. I lii u. 659 s. , mit portrait u.
3 tafeln, II 1 bl., 689 s., mit 6 tafeln, HI 1 bl. , 698 s. , mit 5 tafeln.
Diese deutsche ausgabe, herrlich ausgestattet, weicht von der französischen
Urschrift wenig ab. Sie erhielt einen zusatz, der mich angeht, und in wel-
chem mit einer ungewöhnlichen leidenschaftlichkeit auf mich losgezogen wird.
Ich werde, die evangelischen Vorschriften beherzigend, nicht mit gleicher
waffe mich entgegenstellen, obschon man wol eher von einem laien erwar-
tet, dass er der Streitlust die zügel schiessen lässt. Selbst dann würde ich
den kampf vermeiden, wenn sich ein schicklicherer anlass darböte. Übrigens
entfesselte sich Idislins kampfbegier auch gegen Alessandro Bassi in der
schrift: La trös-sainte Yierge est-elle nöe ä Nazareth ou ä Jerusalem par
M* r Mislin. Paris, J. Lecoffre, 1865. 8. 58 s. S. Gratz 628, Bassi 1 , 241,
Petzholdt’s Anz. , 1861, 339. Die Schriften Mislins haben einen anhauch
von Wissenschaftlichkeit und gewinnen durch vortrefflichen styl. Sie sind
eine bedeutende, mehr aber noch eine bedeutsame erscheinung, und bringen
eine masse merkwürdiger einzelheiten, ohne dass sie in höherem grade lehr-
reich wären. Dies verschuldet die ganze anlage, die tendenz. Die bücher,
so dickleibig sie erscheinen, tragen den Stempel des brochurenthums. Es
gilt den kampf gegen die freiere richtung des Zeitgeistes. Beschreibung des
landes tritt gleichsam in den hintergrund, sie bildet bloss den rahmen. Be-
greiflich ist die partei, für welche der abt schreibt, ausserordentlich beflissen,
seine werke in verschiedenen idiomen zu verbreiten. Solche bücher mögen
auf eine gewisse frist aufsehen erregen, werden jedoch, wenn auch nicht in
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nächster Zukunft, vom ströme der zeit so verwaschen und verrieben, dass
nicht viel haltbares mehr übrig bleibt.
1849. Der russe A. Umanetz. üota.jKa Ha CHHaif, cb npio6w,e-
HieMB oTpuBKOBB o Erwirk h Cbhtoh 3eMjib. C. Üemep6. 1850. 2 t.
bb 8 4. D. i. exkursiön auf den berg Sinai mit bruchstticken über Ägypten
und Jerusalem. S. Noroff bei Daniel 216. Nach einem brief gilt das j. 1843.
1849. Dr. Fr. Dieterici, professor in Berlin. Reisebilder aus dem
Morgenlande. Von Fr. Dieterici. (Mit einer Kartenskizze.) Berlin, Wiegandt
u. Grieben, 1853. 8. I xrv s., 2 bll., 339 s., II (Sinai, Petra, Palästina)
3 bll., 376 s. Für Judäa unbedeutend.
1849. K. Graul, direktor der evangelisch - lutherischen mission
zu Leipzig. Reise nach Ostindien über Palästina und Egypten von Juli:
1849 bis April 1853. Von K. Graul . . Leipzig, Dörfling u. Franke,
1854. 8. 1 Palästina, mit einer Ansicht und einem Plane von Jerusalem
und einer Karte des Heiligen Landes, XVI u. 310 s., H Reise durch Egyp-
ten und nach dem Sinai, mit einer Ansicht und zwei Landkarten, XVI u.
264 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 107 f. Ohne besondern werth.
1849. Der graf Ch. de Fardieu. Excursion en Orient. L’figypte,
le Mont Sinai, l’Arabie, la Palestine, la Syrie, le Liban. Par . . de Pardieu.
Paris, Garnier, 1851. 8. 3 bll., 400 s. Es ist ein sehr gewöhnliches, im-
merhin gut geschriebenes touristenbuch, aus welchem die Wissenschaft wenig
nutzen ziehen kann. S. 3. Wander. 9. •
1849. Der geistliche J. A. Spencer. The East, Sketches of Tra-
vels in Egypt and the Holy Land. By . . J. A. Spencer. With Illustrations.
London, J. Murray, 1850. 8. Auch New York 1850. Gr. 8. Die Schrift
ist hauptsächlich nach Robinson, Williams und Schultz bearbeitet; die ar-
tistische ausschmückung schlecht gerathen.
*1849 f. Der arzt de Forest, M. D., Contributions to the Climatology
of Palestine, in: Bibliotheca Sacra. New York, 1844, 2, 1 , 221 — 224.
Principal Forbes, der 1857 (?) in Palästina war, schrieb: On the Clhnate
of Palestine in Modern comparated to Ancient Times . . Enthalten in Pro-
ceedings of the Royal Society of Edingburgh, 1861, 517 sq. Schon vor
30 jahren machte professor Shourv in Kopenhagen beziehlich der palme und
Weinrebe beobachtungen über das klima. S. Edinb. Journal of Science, 1826.
1849 ff. Berton. Quatre annöes en Orient et Italie (en 1849, 1850,
1851 et 1852). Par Berton. Paris 1860. 8. 2. ausgabe. Touristenarbeit.
1850. Der prediger G. H. van Senden, doktor der theologie, zu
Zwolle. Het Heilige Land of Mededeelingen uit eene Reis naar het Oosten,
gedaan in de jaren 1849 en 1850, in gezelschap van hare Koninklijke Hoog-
heid, de Prinses Marianne der Nederlanden, door G. H. van Senden. Go-
rinchem, J. Noorduyn, 1851 — 52. 8. I xxxvi u. 387, II xxiv u. 360 s.
Den 2. theil gab G. H. van Senden, prädikant zu Leur (na diens overlijden
voortgezet en uitgegeven) heraus. Wegen des inmitten des druckes erfolgten
todes wurde das werk nicht gänzlich nach plan zu ende gebracht. Deutsch :
Das heilige Land oder Mittheilungen aus einer Reise nach* dem Morgenlande
in den Jahren 1849. und 1850. . . voü G. H. van Senden . . Aus dem
Holländischen von P. W. Quack. Stuttgart, Verein für religiös - sittliche
12 *
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Hebung des Volks. Sine anno. 8. Ich kenne nur die 1. Keferung. Vieles
ist beachtenswerte
1850. James Laird Patterson. Journal of a Tour in Egypt, Palestine,
Syria, and Greece. By James Laird Patterson. London, C. Dolman, 1852. 8.
Unbedeutend, mehr Streitschrift des neokatholiken 'gegen die Protestanten.
Eine ausführliche besprechung in Jörgs historisch -politischen blättern.
1850. Der architekt Felix Pigeory. Les Pölerins d’Orient Lettres
artistiques et historiques sur un Voyage dans les provinces danubiennes
la Turquie, la Syrie et la Palestine avec mission du Gouvernement par Fölix
Pigeory . . Paris, E. Dentu, 1854. 8. 2 bll., XVIII u. 3 — 554 s. Der
kopirte, doch sehr sauber ausgeführte plan von Jerusalem (s. 295) hat auf
der Westseite des haram esch- scherlf die winkelzüge des englischen von
Aldrich. Nicht gründlich.
1850. Grumm, Reise von Petersburg nach dem heiligen Land. Aus
der , Nordbiene’, 8. mai 1851, im , Ausland’, Cotta’s verlag, 1851, nr. 231 ff.
Nicht besonders erheblich.
1850. Der kapitän William Allen. The Dead Sea, a new Route
to India: with other Fragments and Gleanings in the East. By . . William
Allen. London, Longman, 1855. 8. 2 voll. Im 2. band wird Jerusalem
behandelt. Beachtenswerth.
1850. Der geistliche John Anderson. Wanderings in the Land of
Israel and through the Wilderness of Sinai, in 1850 and 1851. "With an
Account of the Inscriptions in Wady Mokatteb, or the written Valley. By . .
John Anderson. Glasgow & London, W. Collins (1853). Kl. 8. 304 s.
Mit einem titelbild. Der Verfasser traf auch mit ,Schifferle’ (186, 252) zu-
sammen. Vgl. Scbiferle, 1. reise, 1, 147, 171, 173; 2, 1. Anspruchslos
geschrieben; einiges belehrend.
*1850 und 1857. Kaminsky. BocnoMHHamfl üa^OMHHKa. St. Peters-
burg 1860. 8. D. i. erinnerungen eines pilgers. Noroff bei Daniel 2 1 6 und
briefliche mittheilung aus S. Petersburg.
1850 f. Edouard Delessert. Voyage aux Villes maudites Sodome —
Gomorrhe — Seboim — Adamah — Zoar. Une nuit dans la Citd de Londres
Une soiröe de hachich ä Jerusalem. Quatriöme Edition. Paris, librairie nou-
x veile, Boulevard des italiens, 1857. Kl. 8. 2 bll., 281 s. Frühere ausgabe
Paris, V. Lecou, 1853. Kl. 8. Mich um la traduction röservöe nicht be-
kümmernd, übersetzte ich ein stück: Das Haschischrauchen und Haschisch-
essen in Jerusalem, für das , Ausland’, Cotta’s verlag, 1865, nr. 19. In
meinem exemplar fehlt die karte von de Saulcy, mit welchem er reiste.
Sehr lebhaft, gut, theilweise frivol geschrieben, trotz dass der Verfasser sich
an die tradizionen klammerte.
1850 f. und 1863. Der Senator F. de Saulcy, mitglied des insti-
tuts. 1. Voyagö autour de la Mer Morte et dans les Terres Bibliques
exöcut 6 de döcembre 1850 ä avril 1851 par F. de Saulcy . . publiö sous
les auspices du ministöre de l’instruction publique. Relation du Voyage. Paris,
Gideet J.Baudry, 1853. Gr. 8. I 2 bll., 399, II 2 bll., 655 s. Im auszug: Voyage
autour de la Mer Morte par F. de Saulcy. Paris, Pouget-Coulon, 1858. 12.
I 224, II 219 s. Ein theil der Bibliothöque catholique de Voyages et de
Romans. In diesem auszuge ist das mehr wissenschaftliche und die ver-
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letzung einer tradizion sorgfältig vermieden. Englisch: Narrative of a Joumey
round the Dead Sea and in the'Bible Lands. London 1853. 8. 2 voll. Auch
London 1854. 8. 2 voll. — 2. Zu dem werke gehört ein atlas. Paris, Gide et
Baudry, 1853. Kl.fol. Lithographien. Der atlas verdient studirt zu werden ; der
hohe preis aber wird der ausnutzung bedeutend hinderlich sein. Es fehlt
auch eine gehörige erklärung. — 3. La Syrie et la Palestine Examen cri-
tique de Fouvrage de M. van de Velde par M. F. de Saulcy . . Paris, J.
Rouvier, 1855. Gr. 8. 2 bll., 85 s. — 4. Histoire de l’Art Judalque tiröe
des textes sacrös et profanes par F. de Saulcy . . Paris, Didier, 1858. 8.
2 bll., V u. 425 s. — 5. Voyage en Terre Sainte par F. de Saulcy . . Paris,
Didier, 1865. Gr. 8. I 2 bll., 410 s. u. I bl., II 2 bll. u. 355 s. Mit
karten und eingedruckten holzschnitten. Es ersdiien auch eine volksausg.
Souvenirs etc. Paris 1867. 12. 382 s. — 6. Les derniers jours de Jerusa-
lem par F. de Saulcy. Paris, L. Hachette, 1866. Gr. 8. 3 bll., 448 s.
Mit ansichten und plänen; nivellement de Jerusalem findet sich schon im
werk 5 (2 , 38). — 7. Von den artikeln in Zeitschriften führe ich an : Deux
villes des fivangiles. Beth- Saida et Caphernaoum. Revue archdologique,
mars 1863, 166—183. S. Robinson 2, 553, Vivien de St.-Martin’s Annöe
geographique (1863). Paris, L. Hachette, 1864. 8. 265. Vgl. Grässe’s
Tres. 6, 275. Saulcy, des arabischen mehr oder minder kundig, legte in
seinen werken manches schätzenswerthe nieder; er liefert aber auch viele
beweise von seinen ungenügenden vorkenntnissen, litteraturkenntniss insbe-
sondere, von seiner Selbstüberschätzung bis zur wahrheitverleugnenden eitel*
keit. Aus dem neuen reisewerke, welches kein für Palästina sich mehr
interessirender gelehrter unbenutzt lassen darf, erhellt, dass der sanguinische
Schriftsteller entschieden fortschritte machte. Er verfuhr etwas vorsichtiger,
doch nieht exakt genug. Verschwendung inurbaner, unwissenschaftlicher
ausdrttcke und grosser geldsummen wird man dem akademiker wol nicht
zum rühme anrechnen. Wir danken ihm, dass er in Frankreich so an-
regend wirkte.
1850 f. und 1863. Der abbö J. H. Michon. 1. Voyage religieux
en Orient par . . J. H. Michon. Paris, Comon, 1853. 8. I xu, 308 u.
28 s., mit 8 tafeln, II 2 bll., 393 u. 10 s. , mit grundrissen. Englisch:
Narrative of a Religious Journey in the East. — 2. Solution nouvelle de
la Question des Lieux Saints suivie d’une Notice sur la vöritable rose de
Jöricho avec deux plans colorös de Föglise du Saint- Söpulcre Indiquant
Mat de possession des communions chrdtiennes dans l’öglise du Saint-
Söpulcre, avant et aprös l’incendie de 1808, par . . J. H. Michon. Paris,
Comon, 1852. 16. 107 s. Der Verfasser der flugscbrift: La papautö ä
Jerusalem, schreibt, wie schon dieser titel andeutet, in unabhängiger Stellung,
glaubwürdiger als sein reisegenosse Saulcy, und in manchen dingen lehrreich.
1850 f. und 1863. Saulcy’s reisegefahrte August Salzmann. Je-
rusalem fitude et reproduction photographique des monuments de la Ville
Sainte depuis Föpoque judalque jusqu’ä nos jours par Auguste Salzmann
chargd, par le Ministöre de l’instruction publique, d’une mission scientifique
en Orient. Paris, Gide et J. Baudry, 1856. Royalfol. Text 2 bll., 92 s.
Mit vielen eingedruckten holzschnitten. Plancbes, ibi, 2 tomes. Der text
verdient gelesen zu werden, und in dem grossen atlas ist das meiste sehr
gut, anderes freilich auch schwdtz. Es wurde hauptsächlich, mit grund, auf
jüdisches alterthum, dann auch auf die kirchen des mittelalters rücksicht
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genommen. Die Überschriften sind hier und da kühn, vielleicht sogar frech
gewählt, z. b. aquädukt des Pontius Pilatus. Wegen des hohen preises
von 1440 fr. (180 photographies de trfcs-grand format [24 ^centimfetres
sur 34] . . publikes en 60 livraisons composäes chacune de trois planches.
Chaque livraison 24 fr.) ist weislich dafür gesorgt, dass das prachtwerk
in wenig hände gelange und wenig nutzen stifte. Aber auch die kleine
ausgabe, 40 photographien, 16 c Ues . auf 22, jede von den 10 lieferungen
zu 12 fr., ist immer noch theuer genug. Vgl. 3. Wander. 434.
G. 1850. Maxime du Camp, tägypte Nubie Palestine et Syrie Dessins
photographiques recueillis pendant les ann&s 1849, 1850 et 1851 accom-
pagnds 'd’un texte explicatif et prec^d^s d’une introduction par Maxime du
Camp chargd d’une mission arch&dogique en Orient par le Ministre de
Tinstruction publique. Paris, Gide et J. Baudry, 1852. Gr. fol. 125 planches.
Ein band ansichten und ein band text, kein solcher aber zu Palästina in
dem exemplar, welches mir behändigt wurde. Einige stücke sind sehr in-
teressant; das meiste aber erscheint zu schwärzlich, mehreres auch verkehrt,
dass das, was rechts sein sollte, links ist. Wenigstens dieses werk ent-
sprach nicht meiner erwartung von der photographie für bauwerke. Vgl.
3. Wander. 432.
C. 1850. George William Curtis. The Wanderer in Syria. Lon-
don, R. Bentley, 1852. 8. VIII u. 348 8. In hoch geschwungenem, aber
wenig auf reelles eingehendem styl.
C. 1850. Nikl&ns Metmier. Un Voyage k Jerusalem et dans la Teure Sainte.
Par J. Nicolas Meunier. Avelghem, J. B. Sehipman, 1854. 12. Ganz unbedeutend, ja
zweifelhaft, ob Meunier wirklich die reise machte.
C. 1850. Der freiherr Ed. von Callot. Der Orient und Europa.
Erinnerungen und Reisebilder von Ed. von Callot. Leipzig, C. E. Kollmann,
1854—55. 8. 10 theile. Mit dem bildnisse des Verfassers. Der 5. th., 5
— 144, beschlägt Syrien und Palästina. Petzholdt, 1863, 108. Unbedeutend.
*C. 1850. Der geistliche T. W. Aveling. Voices of manyWaters;
or, Travels in the Lands of the Jordan, the Tiber, and the Nile. By . .
T. W. Aveling. London 1855. 8.
C. 1850. Ein ungenannter. (jjjOsSL * On the true Site of Cal-
vary: with a restored plan of Jerusalem. In The Museum of Classical
Antiquities, London, 1853, vol. 2, pp. 311 — 476. 8. Sehr umsichtig ge-
schrieben. Vgl. van de Velde’s Mem. 13.
1851. Joseph Francis Thrupp, vikar von Barrington.. Antient
Jerusalem. A new Investigation into the History, Topography, and Plan of
the City, Environs, and Temple: Designed principally to illustrate the Re-
cords and Prophecies of Scripture. With Map, Plans, and other Illustrations.
By Joseph Francis Thrupp . . Cambridge, Macmillan, 1855. Gr. 8. XII u.
416 s. S. van de Velde’s Mem. 13. Das buch verräth fleissige forschung;
indess sind ein paar archäologische bypothesen etwas wunderlich. Thrupp
lieferte auch einen artikel über Ernmaus Lucm ins Journal of classical and
sacred Philology, 1860, 262 — 267. S. Eftald’s Jahrb. der Bibi. Wissen-
schaft, 1860-61, 180 f.
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1851. Der mail&nder Emilio Dandolo. Viaggio in Egitto, nel Sudan,
in Siria ed in Palestina (1850 — 51) di Emilio Dandolo. Milano, C. Turati,
1854. 8. 502 s. Mit 2 landk arten. Gut geschrieben, aber wenig neues
darbietend.
1851. Die fürstin Christina Trivulci di Belgiojoso. Asie- Mineure
et Syrie. Souvenirs de Voyage. Paris 1858. Gr. 8. La vie intime et la
vie nomade en Orient, in: Revue des deux Mondes, 1855, t. 11, p. 1201 sqq.
Leichtfertig geschrieben; doch leuchten helle blicke durch. Man stellt sich
die frage, wie es komme, dass so leichte waare in ein so angesehenes
öffentliches organ übergehen konnte.
1851. John Aiton, doktor der theologie. The Lands of tbe Messiah,
Mahomet, and the Pope; as visited in 1851. By John Aiton . . London,
A. Fullarton. 1852. 8. Die arbeit ist flüchtig; die ansicht von Jäfa (155)
sehr schlecht.
1851. Der franziskanerguardian Joseph Matzek, generalkommissär
für das heil. Land in Wien, ln den Missions- Notizen (s. oben sub anno
1846 ff.), 1851, 51—89; 1852, 45—120; 1854, 64—119. In müdem
tone recht lehrreich geschrieben, von mehr werth als manches grosse
pilgerbuch.
1851. Der pfarrer Theodor Pütt. Skizzen einer Reise nach dem
heiligen Land von Theodor Plitt. Karlsruhe, G. Braun, 1853. 8. 4 bll.,
132 s. Ein beitrag zur geschicbte der protestantischen gemeinde in Jeru-
salem; sonst, trotz der hohen haltung, von wenig werth.
1851. Der pfarrer E. W. Schulz in Mülheim. Reise in das gelobte
Land von E. W. Schulz . . Mit dem Bildniss des Verfassers, einer Karte
und 17 grösstentheils nach der Natur aufgenommenen Abbildungen. Zweite
Auflage. Mülheim a. d. Ruhr, F. H. Nieten, 1853. 8. 2 bll., XVI u.
240 s. Nach dem Vorworte scheint die 1. auflage im gleichen jahr erschie-
nen zu sein. 3. verbesserte und vermehrte Auflage. Mülheim a. d. R.,
Nieten, 1855. 8. XXVIII u. 376 s., mit 21 tafeln. Auf dem umschlags-
titel: Zweite Auflage. Billige Volksausgabe. '3. verbesserte und vermehrte
auflage Duisburg 1855. 8. Holländisch nach der 3. ausgabe, Wyk bij
Duurstede, Stramroode, 1853. 8. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 339. Breit
und frömmlich, ohne sich um die Wahrheit, die aus nüchterner forschung
hervorgeht, zu ängstigen.
1851. Der pfarrer Friedrich Liebetrut zu Wittbrietzen. 1. Reise
nach dem Morgenlande, insonderheit nach Jerusalem und dem heüigen Lande.
Von Dr. Friedrich Liebetrut . . Mit einer Ansicht von Bethlehem und von Jeru-
salem, einer Karte des heiligen Landes , und einem Grundriss der heü. Stadt
Hamburg, rauh Haus, 1854. 8. I xii s., 1 bl., 328 s., H iv u. 272 s.
— 2. Jerusalem, seine Vorzeit, Gegenwart und Zukunft in der Zeit und
nach der Zeit, und des evangelischen Christen Stellung zu ihr . . von
Friedrich Liebetrut. Berlin, W. Schultze, 1854. 8. 41 s. S. van de Vel-
de’s Mem. 1 1 , Petermanns Mittheilungen aus Justus Perthes’ geogr. Anstalt,
1856, 82 f., Petzholdt’s Anz., 1863, 108. Vgl. meine Planographie 19.
Unbedeutend für Jerusalem.
1851 f. Der bäckermeister Johann Hilber in Bruneck. Pilgerreise
in das heilige Land in den Jahren 1851/52. Von Johann Hilber . . Bruneck,
J. G. Mahl, 1853. 8. 111 s. Schlichte erzählung.
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1851 und 1856 f. Joseph Schiferle, pfarrer der diöcese Augsburg.
1. Reise in das heilige Land, im Jahre 1851 unternommen und beschrieben
von Joseph Schiferle . . Augsburg, K. Kollmann, 1852. 8. I vi u. 266 s.,
II xn, 418 u. 12 8. — 2. Zweite Pilgerreise nach Jerusalem und Rom in
den Jahren 1856 und 1857 , unternommen und beschrieben von Joseph
Schiferle . . Augsburg, K. Kollmann, 1858. 8. I 724, II 468 s. Mit einem
bilde für jede der 8 lieferungen. Ans der ersten reisebeschreibung ist we-
nig belehrung zu schöpfen. Übrigens spricht, trotz einiger gar zu derben
ausfälle, die Persönlichkeit des Verfassers einigermassen an. Die zweite
schrift lehrt, dass wiederholtes pilgern christlicher gesinnung keine höhere
weihe ertheilt; sie zeichnet sich durch animosität gegen andersgläubige, zu-
mal gegen die Protestanten aus. Diese animosität, welche bis an das ge-
hässige streift, ist auch der hauptvorzug des buches.
1851 und 1856 f. Pfarrer Theodor Fliedner, doktor der theologie,
zu Kaiserswerth. Reisen in das heilige Land, nach Smyrna, Beirut, Con-
stantinopel , Alexandrien und Cairo, in den Jahren 1851, 1856 und 1857,
von Theodor Fliedner . . Kaiserswerth, zum Besten der Diakonissen -Anstalt
(ohne angabe des jahres). 8. I : Reise mit 4 Diakonissen in das h. Land, nach
Smyrna, Beirut und Constantinopel im Jahre 1851. Mit 71 Abbildungen, einem
Plane von Jerusalem und einer Charte von Palästina und einem Theile Aegyp-
tens. VIII u. 408 8. Der 2. theil, welcher wahrscheinlich die 2. reise ent-
haltep sollte, ist mir nicht bekannt. Der 1. theil zeigt, dass der Verfasser
mehr begeisterung für das christenthum und guten willen hat, als gelehrte
kenntnisse. Ich weiss wol, dass menschen von Fliedners geistesrichtung alles,
was nicht ins religiöse einschlägt, als nebensache betrachten. Sie mögen’s,
und dennoch gehe ich nicht von der ansicht ab, dass die darstellungen
fromm und wahr zu gleicher zeit sein können.
1851 f. und 1862. Der holländische marinelieutenant C. W. M.
van de Velde. 1. Reis door Syrie en Palestina in 1851 en 1852. Door
C. W. M. van de Velde . . Met Ka arten en Platen. Utrecht, Kemink,
1854. 8. I viii u. 334, II xvi u. 429 8. Englisch: Narrative of a Journey
through Syria and Palestine in 1851 — 2. By C. W. M. van de Velde.
Edinburgh and London 1854. 2 voll. Deutsch: Reise durch Syrien und
Palästina in den Jahren 1851 und 1852 von C. W. M. van de Velde. Mit
Karten und Bildern. (Aus dem Niederdeutschen übersetzt von K. Göbel.)
Leipzig, T. 0. Weigel, 1855—56. 8. I vui u. 337 s., mit 3 tafeln, IIvin
u. 422 s. mit 2 tafeln. — 2. Le Pays d’Israel Collection de cent vues
prises d’apres nature dans la Syrie et la Palestine par C. W. M. van de
Velde. Paris, J. Renouard, 1857 — 58. Gr. fol. 20 lieferungen, jede zu
15 fr. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 340. Die lithograpbien sind im ganzen
nicht übel, doch jene von Ulrich Halbreiter bei weitem nicht erreicht. Vie-
les artet in croquis aus, und den genauen kenner befriedigt die touchemanier
nicht, weil er schärfere linien möchte. Der text des reisebuches, der hier
und da etwas verletzendes gegen andere glaubensgenossen (s. Gratz 628)
hat und für manche zu oft an bibelstunden erinnert, bleibt sehr beachtens-
werth. Man merkt ihm wol an, dass der ausgezeichnete kartograph bemüht
war, die geographischen kenqtnisse von Syrien und Palästina ansehnlich zu
erweitern. Beim überblick der kartenwerke komme ich auf den Verfasser
noch einmal zurück.
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C. 1851. Der Chorherr J.-J. Bourassi oder vielmehr Jacques -Noel
Leduc, weil er nach diesem, der Palästina zweimal besuchte, schrieb. La Terre
Samte. Voyage dans PArabie Pötröe, la Judöe, la Samarie, la Galilöe et la
Syrie. Par M. l’Abbö J. J. Bourassö. Tours, A. Marne, 1860. 8. Mit vielen,
meist schlechten holzschnitten. Leichtgläubig und arrogant geschrieben.
1 852. Bayard Taylor. Pictures of Palestine, Asia Minor . ., or, the Lands
of the Saracen. By Bayard Taylor. London, S. Low, 1855. 8. Unbedeutend.
1852. Der amerikaner J. Thomas, M. D. Travels in Egypt and
Palestine. Philadelphia, Lippincott, 1853. 8. 1 bl., IX, 174 s. Mit titelbildern
und 2 eingedruckten holzschnitten. Das büchlein gewährt nur wenig ausbeute.
1852. Der abb6 Wonner, pfarrer in Metz. Journal de P&lerinage
en Terre-Sainte. Par l’Abbö Wonner. Metz et Paris, J. Lecoffre, 1853.
Kl. 8. S. de Hody’s Tombeaux (2. and.) 248. Unbedeutend; doch fliessend
geschrieben.
1852. J. Bottu de Limas. Six mois en Orient en 1851 et 1852
par J. Bottu de Limas. Lyon, N. Scheuring, 1861. 8. VII u. 506 s.
Das architektonische ziemlich sorgfältig beschrieben ; sonst viel Unwissenheit
und Übertreibung.
1852. Der geistliche Horatio B. Hacket lllustrations of Scripture:
a Tour through the Holy Land. By . . Horatio B. Hacket. Boston 1855.
8. Auch London, T. Nelson, 1857. 8. Nicht ohne fleiss geschrieben.
1852. Eduard Ohnesorge, domhüfsprediger in Berlin. Der Zions-
Pilger. Tagebuch auf der Reise nach Jerusalem von Eduard Ohnesorge . .
Zunächst als Manuscript für Freunde gedruckt. Berlin, J. A. Wohlgemuth,
1855. 8. x u. 613 s. In frömmelei getauchte deklamazionen bei abgang
des erforderlichen exakten Wissens.
1852 f. Hanmer L. Dupuis. The Holy Places; a Narrative of two
years’ Residence in Jerusalem and Palestine. By Hanmer L. Depuis. With
Notes on the dispersed Canaanite Tribes. By Joseph Dupuis . . London,
Hurst, 1856. 8. I 3 blk, 305, Hl bl., 342 s. Mit 1 ansicht für jedes
titelblatt. Ohne eigentlich wissenschaftlichen zweck für solche geschrieben,
welche dem Protestantismus in Palästina Vorschub leisten wollen ; nicht ohne
manche neue notizen.
1852 und 1864. Der arzt Ch“. F. Zimpel, Dr. Philos. et Med.
Neue örtliche topographische Beleuchtung der heiligen Weltstadt Jerusalem,
mit besonderer Rücksicht auf die Leidenstage unseres Herrn J. C. und die
Identität der h. Orte daselbst, nebst Anleitung zur bequemsten und billigsten
Reise nach Jerusalem. Mit einem topographischen Plan von Jerusalem, basirt
auf die neuesten Messungen englischer Marineofficiere , und den Geschichts-
schreiber Flavius Josephus u. s. w. von Ch n \ F. Zimpel. Stuttgart, E.
Schweizerbart, 1853. Gr. 8. IV, 123 8. — 2. Strassen - Verbindung des
Mittelländischen mit dem Todten Meere und Damascus über Jerusalem mit
Heranziehung von Bethlehem, Hebron, Tiberias, Nazareth &c. Mit einem
Plane. Von Ch"v F. Zimpel. Frankfurt a. M., H. L. Brönner, 1865. 8.
47 s. In der ersten schrift treibt Zimpel n^ Katharina Emmerich topo-
graphie. T)as zu wissen genügt. Die reiseanleitung erscheint obsolet. Die
strassenverbindung ist phantastiszh planirt und geschrieben. Die karte für
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eine eisenbahn hat werthvollen Stoff. ' Meines Wissens, bewahrt Zimpel hand-
schriftlich eine reise durch Palästina.
C. 1852. Der abbö G. (Gros?) D. Jerusalem et la Terre-Sainte.
Notes de Voyage, recueillies et mises* en ordre par l’Abbd G. D. Illustrations
de Rouargue. Paris, Belin-Leprieur, s. a. Gr. 8. Schöner druck und stich,
sonst aber von wenig werth.
1853. H. Petermann, professor in Berlin. Reisen im Orient von
H. Petermann. Mit einem Titelbild und einer Karte, entworfen von H. Kiepert.
Leipzig, Veit, 1860 — 61. Gr. 8. I vih u. 409, II xrv u. 471 s. S. Petz-
holdfs Anz., 1863, 108. Manches von interesse, einiges übertrieben und
unrichtig aus mangel an Studien.
1853. Alexander Ziegler in Dresden. Meine Reise im Orient. Von
Alexander Ziegler. Leipzig, J. J. Weber, 1855. Kl. 8. I ixu. 415, II vn
u. 341 s. Wenn man keine wissenschaftlichen resultate verlangt, so kann
man sich mit dem buche leicht befreunden.
1853. Louis finault, doktor der rechte, von Paris. La Terre-
Sainte. Voyage des quarante P&lerins de 1853 par Louis finault. Avec une
carte de la Palestine et le panorama de Jerusalem. Paris, L. Maison,
1854. Gr. 12 . 4 bll., 424 s. Dieser feiner gebildete mann schreibt sehr
fliessend und anziehend, aber weniges, das grösserer beachtung werth ist
1S53. Der abbi Azais, almosenier am lyzeum zu Nimes. Pöleri-
nage en Terre-Sainte par l’Abbö Azais . . Tun« des quarante Pölerins de
1853. Paris, fit. Giraud; Nimes, L. Giraud, 1855. 8. XIII u. 376 s. Der
abbe schreibt schön, aber leichtgläubig , im ton: ausser Rom und ausser
Frankreich kein heil. Er gab auch mit C. Domergue von Beaucaire heraus :
Journal d’un Voyage en Orient par l’Abbd Azais et C. Domergue (Avignon,
F. Seguin, 1858. Gr. 12. XII u. 390 s.); allein diese schritt berührt das
h. Land nicht mehr.
* 1 853. Henri Bettencourt, doktor der rechte. Rapport sur le
P&lerinage du mois d’Aoüt 1853, par Henri Bettencourt . . Paris 1854. S.
Azais et Domergue 385.
*1853. Der abbi Bargis, professör an der Sorbonne in Paris.
Les Samaritains de Naplouse. fipisode d’un Pilerinage aux Lieux - Saints.
Paris 1855. S. Azais et Dom. 385.
*1853. Augustin Bonjour von Lydn. Les Notes d’un Pilerin.
S. Azais XI.
1 853. Der graf de Litourville von Paris. Jerusalem Notes de Voyage.
Paris, Amyot, 1856. 12. 3 bll., 248 s. Der Verfasser schreibt sehr leicht-
sinnig und in unbegreiflichem hasse gegen die akatholiken.
1853. Louis Bunel, anwalt in Toulouse. Jerusalem la Cöte de
Syrie et Constantinople en 1853 par Louis Bunel. Paris, Sagnier, 1854.
Gr. 8. Mit dem Vortitel: Souvenirs d’Orient. vin u. 468 s. Der verfasöer
ist ein blinder tradizionsgläubiger, etwas ungenau, so gut als ohne litteratur-
kenntniss, sonst nicht überfromm, und bietet doch hier und da etwas brauch-
bares. S. 3. Wander. 362. ^
*1853. Engine Bouiller, schloss Vanceney (Mayenne). LesLettres
d’un Pilerin de Jerusalem. 8. Azais XI sq.
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*1853. Joseph Leonhard Mayr veröffentlichte seine reisenotizen im
Tirolerboten, jahrg. 1854. S. Kerschbaumer hinten 26, 2. auflage.
*1853. Joseph Hubinger, stifltsherr zu S. Peter in Wien, veröffent-
lichte seine reiseerlebnisse in einem , Nach trag zu den Pilgerbriefen’, welcher
im österreichischen Volksfreund, 1853, in 3 abtheilungen erschien, und der
1. auflage der Pilgerbriefe Kerschbaumers angeschlossen war. S. diesen,
2. aufl., hinten 25.
*1853. Professor Ernst Marinelli. Des Sängers Pilgerfahrt. Wien,
Pichler, 1855. S. Kerschbaumer, 2. aufl., hinten 2 und 24.
1853 und 1861. Der graf Melchior de Vogu6 in Paris, i. Les
jfcglises de la Terre Sainte par . . Melchior de Vogüö. Paris, V. Didron,
1860. 4. Vortitel: Fragments d’un Voyage en Orient 2 bll., 463 s. Mit
plänen, ansichten und eingedruckten holzschnitten. Eine theilweise Ver-
deutschung ohne nennung des Verfassers in C. F. L. Försters Allg. Bau-
zeitung, 1863, 17 ff., 1864, 138 — 170. Mit Zeichnungen auf bl. 546 — 551.
Vgl. meinen Theoderic. 151. — 2. Le Temple de Jerusalem Monographie
du Haram -ech-chörif suivie d’un Essai sur la Topographie de la Ville
Sainte. Paris 1864—65. Fol. Mit vielen tafeln. Der text findet sich zu
billigem preise fast vollständig im Bulletin de l’Oeuvre des Pelerinages en
Terre Sainte. Paris, Challamel, 1862, 120 — 150: Le Temple de Jerusalem.
Wenigstens ist es die quintessenz, und in ermanglung des theuren buches
mag der auszug vollkommen genügen. Ebenfalls bei d’Aquin 440 — 471.
— 3. Die Fragments d’un Journal de Voyage en Orient Cötes de Ph&iicie,
Paris 1855 (s. 3. Wander. 433) berühren eigentlich das h. Land nicht.
Die artistische ansstattung der werke Vogüö’s ist von unschätzbarem werthe.
Nicht nur die treue Zeichnung, sondern auch die saubere ausführung ver-
dient alles lob. Es ist ein monumentum aere perennius. Weit schwächer
erscheint der text. Wenn auch in herbeischaffung von materialien fleiss und
Sorgfalt nicht verkannt werden können, so fehlt doch dem Verfasser ein un-
befangener historischer blick. Es tritt zu sichtlich das bestreben hervor,
je und immer die geschichtlichen angaben mit den heutigen Überlieferungen
in einklang zu bringen. Verdienstlich ist auch die herausgabe eines latei-
nischen und französischen anonymns, die zu den täglises einen anhang bil-
den. Ich nehme hier anlass, es kräftig zu betonen, dass der französische
hohe adel, wie kein anderer in der weit, in ausgezeichneter weise die auf-
merksamkeit dem h. Lande zuwendete, als wenn die manen ihrer ahnen,
der kreuzfahrer, sie dazu erweckt hätten. Auf der ehrenliste steht der
herzog von Luynes, die grafen Chasseboeuf de Volney, de Forbin, de Mar-
cellus, d’Estourmel, de Beugnot, de Bertou, de Vogüö, Adolph de Circourt;
nicht zu gedenken der dii minores, der grafen de Pardieu, de Gasparin, de
Lötourville, de Riant und des Vicomte de Chateaubriand. Und wer möchte,
wer dürfte den grafen de l’Escalopier übergehen, dessen bibliotheca Palaestinm
ausserordentlich viel schätze enthält und jetzt, wie es scheint, für das publi-
cum beinahe verloren gehen soll? Nun aber liegt mir eine klage zugleich
auf der zunge. Wie die gegenwärtige französische regirung werke über
Palästina ausserordentlich luxuriös und splendid aüsstatten lässt, so thaten
auch ein paar grafen, die zu wenig an ärmere gelehrte dachten, für das
äussere zu viel. So wurden schätzbare werke , ausserordentlich vertheuert
und ihre Verbreitung vielfach beschränkt. Dies gereicht aber weder einer
regirung, noch den privaten zum rühme. Wenn sie gleichsam etwas monu-
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mentales errichten wollen, so sorgen sie, fern von aller eitelkeit, doch gleich-
zeitig auch für eine wolfeile ausgabe ohne pracht und prunk, um den rühm
sich zu erwerben und zu sichern, dass es ihnen wirklich daran liegt, die
grenzen der Wissenschaft zu erweitern, diese zu fördern. Praktisch und edel
denkt der ehemalige russische minister von NorofF. Er lässt sich angelegen
sein, die gelehrten mit seinem Daniel zu beschenken, auf dass seine arbeit
nutzen stifte, und dieselben wissen ihm auch dank.
1853 und 1862. Arthur Penrhyn Stanley, professor der kirchen-
geschichte in Oxford. Sinai and Palestine in connection with their History.
By Arthur Penrhyn Stanley. With Maps and Plans. London, J. Murray,
1856. 8. 1860 erschien die 5. auflage, eine noch neuere 1866. Im fran-
zösischen war unverdient eine ausführliche anzeige: Le Sinai et la Palestine
döcrits dans le but d’en dclaircir l’histoire. Par M. Stanley . . Comte rendu
par . . Adolphe de Circourt . . Extrait des Nouvelles Annales des Voyages.
— Novembre et döcembre 1857. Paris, A. Bertrand, 1858. 8. 108 8.
Das buch zeichnet sich durch allgemeine karakterbilder und durch Ver-
gleichungen mit entfernter liegenden historischen und legendarischen gegen-
ständen aus. Das weit hergeholte wird sich wahrscheinlich im auszuge für
die schulen nicht finden: The Bible in the Holy Land. 1862. Auf der
2. reise begleitete der Chorherr von Canterbury den prinzen von Wales nach
Hebron, und schrieb auch über den besuch des dortigen haram, was mir
unbekannt blieb.
*C. 1853. Samuel J. Prince. Travels in Europe and the East; . .
Palestine and Egypt. With Illustrations. New -York 1855. 8. 2 voll.
Es sei flüchtige arbeit.
C. 1853. C. Seifert. Reise von Deutschland nach Ungarn, Italien,
'der Türkei, Klein -Asien, Syrien, Palästina, Aegypten, Griechenland, der
Schweiz und Frankreich. Bearbeitet und herausgegeben von Seifert Dres-
den, Selbstverlag, 1864. 8. IY u. 369 s. Mit 2 schlechten lithographien.
Leichtfertiges von einem fechtbruder.
1854. William Beamont, Esq. A Diary of a Journey to the East,
in the autumn of 1854. By William Beamont . . London, Longman, 1856.
8. I x s., I bl., 335, II 2 bll. , 332 s. Mit titelbildern. Die schritt ent-
hält brauchbare notizen.
1854. Benjamin Dorr, doktor der theologie. Notes in Egypt, the
Holy Land . . By Benjamin Dorr. Philadelphia, J. B. Lippincott, 1856. 8.
Einiges brauchbar. Norr ist unzweifelhaft bei Trübner verschrieben.
1854. Robert Walter Stewart, doktor der theologie. The Tent
and the Khan: a Journey to Sinai and Palestine. By Robert Walter
Stewart . . With Map and Illustrations. Edinburgh, Oliphant; London,
Hamilton, 1857. Gr. 8. XVI u. 528 s. Mit 17 abbildungen und l karte,
Der Verfasser bringt manches interessante, doch ohne genügende kenntnisse,
nicht einmal der englischen litteratur.
1854. Der conservator Ramboux in Köln. Erinnerungen an die
Pilgerfahrt nach Jerusalem. 1858 sind von dem werke in Köln 4 hefte
erschienen, und es blieb, meines Wissens, bisher unvollständig. Die Zeich-
nungen sind sehr zahlreich, aber fast nur croquis; selten detailzeichnung
eines Ornaments. Die hefte enthalten wirklich manches frische und merk-
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würdige, so darstellungen von stücken im alten mosaikboden za H. Kreaz.
Aach ist vieles aas dem leben gegriffen, z. b. araber and araberinnen in
ihren trachten. Text and Überschriften lassen wegen mangel gehöriger ge-
nauigkeit vieles za wünschen übrig. Schade, wenn, wie der anschein vor-
handen ist, nach dem erfolgten tode des künstlers, der viele kenntnisse mit
grosser bescheidenheit verband, alles in Vergessenheit gerathen sollte.
1854. Wilhelm Prisac, stiftsherr za Aachen. Pilgerreise in das
heilige Land von Wilhelm Prisac . . Münster, Coppenrath, 1858. Kl. 8. IV
u. 378 s. Lieblich erzählt, doch sehr wenig ausbeute gewährend. Er reiste
mit Ramboox, dem französischen pilgerzuge sich anschliessend.
1854. Der lehrer Ludwig Wilhelm Schweitzer von Basel. Ans
dem Orient. Von L. W. Schweitzer. Basel, Schweighauser, 1858. Gr. 8.
VII u. 379 s. 2. auflage (titelaasgabe) 1862. S. Petzholdt’s Anz., 1863,
108. Der Verfasser hatte den vortheil, das spanische gut zu verstehen,
und demnach mit den spanischen minoriten, welchen die heimischen klänge,
wenn schon aus fremdem, sogar häretischem munde, zugleich sehr angenehm
waren, leichter verkehren zu können. Bei all* dem ist die Schrift eine nach-
lässige touristenarbeit.
1854. Katharina Tobin. Shadows of the East; or, slight sketches
. . from Observations during a Tour in 1853 and 1854, in Egypt, Pa-
lestine . . By Catherine Tobin. With Maps and Illustrations. London, Long-
man, 1858. 8. Angenehme plauderei.
1854 und 1857. Der geistliche J. L. Porter. A Handbook for
Travellers in Syria and Palestine; including an Account of the Geography,
History, Antiquities, and Inhabitants of these Countries, the Peninsula of
Sinai, Edom, and the syrian Desert; with detailed descriptions of Jerusalem,
Petra, Damascus, and Palmyra. Maps and Plans. London, J. Murray;
Paris, Galignani, 1858. 8. lxvi u. 652 s., in 2 parts, wovon der 2. theil
vorne 2 bll. hat. Im buch: The giant Cities of Bashan, and Syria’s Holy
Places (London 1865) berührt der Verfasser, der auch: Five years in Da-
mascus, schrieb, den todten See. Vgl. Robinson 2, 553, Vivien de St.-
Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. Das handbuch ist vortrefflich. Ich darf
übrigens wol sagen, dass, wenn der Verfasser meine werke nicht bloss an-
geführt, sondern auch gelesen hätte, er im stände gewesen wäre, manches
richtiger darzustellen. In der deutung der alterthümer ist der Verfasser zu
verwegen.
1854 bis (mit Unterbrechung) 1862. Der genieof&zier Ermete Pierotti
aus Piemont. 1 . Plan de Iörusalem D : Ermete Pierotti Jng : n rilevö e
disegnö nel 1855. S. 1. Die legende ist französisch geschrieben. Plan de
Jerusalem ancienne et moderne par le Docteur Ermete Pierotti, Architecte-
Ingönieur. Sine anno (1860 oder 1861) et loco. Mit wenig ausnahmen
ist das gassennetz von 1855 nach Barclay’s plan korrigirt, mithin vielfach
abgeändert. Um den plan herum stehen interessante pläne von kirchen,
gräbern. — 2. Jerusalem explored being a Description of the Ancient and
Modem City. With numerous Illustrations consisting of Views, Ground-plans,
and Sections. By Ermete Pierotti. Translated by Thomas G. Bonney.
London, Bell, 1864. 4. Vol. I text, vol. II abbildungen. — 3. Customs
and Traditions, illustrating the Manners of the Ancient Hebrews. Translated
by Th. G. Bonney. London 1864. 8. La Palestine actuelle dans ses rapports
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avec la Palestine ancienne Produits — Moeurs — Coutumes — Legendes
— Traditions, par le D r Ermete Pierotti . . dödiö k . . Napoleon III. Paris,
J. Rothschild; Florence, Bocca; Turin, Milan, Naples, S. Pdtersbourg, Madrid,
1865. 8. 4 bll., III u. 380 8. Über die pläne wurde das ungünstige ur-
theil anderwärts gefällt. Es ist etwas ungemein peinliches, dass der leser oft
nicht weiss, was er dem Verfasser glauben darf. Dieser, lange in Palästina
sich aufhaltend, war in einer Stellung, die ihm erlaubt hätte, das zuver-
lässigste zu erheben und mitzutheijen ; allein leider fehlte die gewissen haftig-
keit, die gehörige achtung vor der Wahrheit und dem publicum, das er durch
sein marktschreierisches wesen zu gewinnen hoffte. Immerhin enthält sowol
Jerusalem explored, das theuer zu stehen kommt, als La Palestine actuelle
einiges recht brauchbare. Letztere schrift scheint so verfasst worden zu sein,
dass der autor eine gedruckte alte und neue geographie zur hand nahm, und
dann einfach umarbeitete und mit seinen eignen Wahrnehmungen und beobach-
tungen, wol meist nach der erinnerung, ausrüstete. Es thut weh, mann und
werk so hart beurtheilen zu müssen.
1854 und 1863. Viktor Guörin, professor in Paris. 1 . De ora Palästinas
a promontorio Carmelo usque ad urbem Joppen pertinente Thesim propone-
bat facultati litterum parisiensi V. Guörin. ^arisiis, A. Durand, 1856. 8.
2 bll., 72 8. Mit 1 karte. — 2. Mission scientifique de Victor Guerin en
Palestine. Rapports envoyös . . par Victor Gudrin, chargd d’une mission
scientifique en Palestine. Paris, A. Bertrand, sine anno (1864). 8. 78 8.
Mit 1 karte. Erschien auch in den Nouvelles annales de voyages, 1864,
octobre et novembre. — 3. Artikel in Zeitschriften: Description des ruinea
d’Ascalon, in Bulletin de la Sociötd de Göographie. Paris, 1857, 81 sqq.
Auch in: L’Oeuvre des Pölerinages en Terre - Sainte, nr. 2, 75 sqq. Ferner
Le Mont Thabor. Daselbst 1865, nr. 34, p. 11 — 19. Le Tombeau de
Josuö. Note sur le Khirbet-Tibneh dans le massif d* Ephraim. Ebenda-
selbst 1865, nr. 36, p. 254 — 263. S. van de Velde’s Notes on the Map
of the Holy Land, Gotha 1863, 33, Vivien de St-Martin’s Annde gdogra-
phique 1864, 135. Die these ist gründlich, der bericht noch skelett, doch
interessant, aber zugleich ein beweis von ungenügender litteraturkenntniss.
Auf den eignen rühm und die gloire franQaise wol bedacht nehmend, will
der Verfasser eine menge alte Ortschaften mit ihren biblischen namen
entdeckt haben. Die zahl werden andere , welche in der litteratur besser
bewandert sind, bedeutend reduciren. Die beschreibung von Askalon hätte
ich seiner zeit gerne benutzt, wäre sie mir nur früher bekannt gewesen.
1854 und mehrere male, zuletzt 1860. Der feldpropst der französi-
schen Krimarmee, pater de Damas. 1. En Orient Voyage au Sinai par
. . P. de Damas. Paris, Putois-Crettö, 1864. (Bibliotheque St.-Germain
Lectures morales et littöraires). 8. XXXV, 282 s., 2 bll. — 2. En Orient
Voyage en Judöe par . . P. de Damas. Paris, Putois - Crettd , 1864. 8.
2 bll., 372 s. u. 1 bl. Table. Die bücher sind angenehm, nicht tradizions-
blind, aber nicht mit gehöriger Sorgfalt geschrieben; z. b. Abu Gorh für
Abu Ghöch. Der verf. gibt auch Voyage biblique en T.-S. in jenem Oeuvre.
*C. 1854. Fisher Howe. Travels in Greece, Turkey, and Palestine.
New York 18o4. 8. S. Trübner 333.
*C. 1854. Ülmile Gentil. Souvenirs d’Orient, 1856. S. Rignon,
1861, 97.
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*C. 1854. Der abbd Henri de Vanlchier. Lettres sur la Terre
. 8ainte. Besan$on 1856. S. Rignon, 1861, 97.
*185?. Moritz Mann. Podröi na Wschöd przez Mayrycego Manna.
Krakdw 1854. Kl. 8. 3 voll. D. i. reise in den Orient. 8. NorofF bei
Daniel 216.
1855. Henry G. J. Clements. Reminiscences of Pilgrimage to the
Holy Places of Palestine. Being the substance of three Lectures delivered
on the subject . . By Henry G. J. Clements . . London and Oxford, Parker;
Dublin, Curry; Sidmouth, Harvey, 1857. 8. Xis., 1 bl., 130 s. Mit an-
sichten und 1 karte. Weniges brauchbar.
1855. Professor Alban Stolz in Ereiburg. Besuch bei Sem, Cham
und Japhet. Freiburg im Breisgau, Herder, 1857. Kl. 8. Zweite (wenig)
erweiterte auflage das. 1858. 8. 542 s. Dritte auf!., um ein gutes stück
vermehrt, das. 1864. Der Verfasser schreibt schön, geistvoll, witzig, selbst
heissend und als aufgeklärter gläubiger katholik ; im ganzen nüchtern, doch
nicht überall genau. Die Wissenschaft gewinnt dabei kaum etwas, das meiste
Bühlerthal, dessen kirche der edle theolog die schriftarbeit als ein opfer
darbringt.
1855. Der repetitor Stephan Braun. Jerusalem. Bilder aus dem
Orient und Erläuterungen der heiligen Geschichte von Stephan Braun . .
Mit einer Ansicht der hl. Grabkirche. Freiburg im Breisgau, J. Dilger,
1865. 8. 2 bll., 272 s. Nach sorgfältigen Studien gut geschrieben.
1855. Der pfarrer Urban Loritz in Wien. Blätter aus dem Tage-
buche meiner Pilgerreise in das heilige Land im Jahre 1855. Von P. Ur-
ban Loritz* Zweite Auflage. Wien, Mechithariten , 1857. Gr. 8. 1 bl.,
174 s. Mit 1 titelbild und mehreren eingedruckten holzschnitten. Zuerst
erschienen briefliche berichte an den österreichischen Volksfreund. Kersch-
baumer hinten 28. Der Verfasser war Präsident der ersten österreichisch-
deutschen pilgerkarawane. Den mehrertrag bestimmte er zur anschaffung
von Schulbüchern im pfarrbezirke Schottenfeld. Die Schrift des immerhin
gewandten Stylisten ist unbedeutend.
1855. Der pfarrer Philipp Mayer in Rosenheim. Erinnerungen
aus Jerusalem und Palästina. München, J. G. Weiss, 1858. Kl. 8. IV
u. 469 s. Der Verfasser erzählt im nachtrock naiv und unterhaltend. Aus
keiner schrift leuchtet klarer das leben und weben der ersten deutschen
pilgerkarawane. Sonst unbedeutend.
1855. Der pfarrer Johann Aloys Kaltner bei Salzburg. Die erste
Deutsche Pilgerfahrt nach Jerusalem und Palästina. Salzburg, Oberer,
1855. 12. 1 bl., VIII u. 206 s. Mit I plan und 1 ansicht. Raphael,
der biblische Führer in’s heilige Land. Eine umfassende Beschreibung der
ersten deutschen Pilgerfahrt nach Jerusalem und Palästina . . Von Johann
Alois Kaltner . . Zweite, umgeänderte, dreifach vermehrte und mit einer
Pilger -Bibel versehene Auflage. Mit einem Stahlstich. Schaffhausen, F.
Hurter, 1860. XX u. 492 s. Auch mit l kleinen karte und 1 plan von
Jerusalem. Die schrift verräth hier und da, z. b. am asphaltischen See,
beim felsendom in Jerusalem eine Unwissenheit, welche kaum jemand bei
einem wissenschaftlich gebildeten manne voraussetzen dürfte.
1855. Der abbd Beeq, priester in der diözese Verdun. Journal
et Impressions d’un Pölerin de Terre Sainte, au printemps de 1855, Par
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l’Abbö Becq . . Nancy, Vagner, 1857. 12. Mit sehr wenig verändertem
titel Nonveile Edition. Tours, A. Marne, 1862. Gr. 8. Mit dem Vortitel:
Biblioth&que des öcoles chrötiennes approuvöe par M« r l’Archeveque de
Tours. 2 bll., 236 s. Mit 1 tilelbild. Ungenau und phantastisch, vieles
wie im lieber geschrieben. Der deutsche darf froh sein, dass, wie der an-
schein lehrt, Beck nnd Wagner französisirt sind.
1855—57. Der arzt James T. Barclay, M. D. , missionar in Je-
rusalem. 1 . Jerusalem and Environs From actual and minute Survey
completed on the spot -and shaded from a verified Model by J. T. Barclay
and Sons 1856. Philadelphia, J. N. Rosenthal. Ein sehr grosser plan. —
2. The City of the great King; or, Jerusalem as it was, as it is, and as
it is to be. By J. T. Barclay . . Philadelphia, Challen; London, Trübner,
sine anno (1857). Gr. 8. XXII, 1 bl. n. 43 — 627 s. Mit dem bildnisse des
Verfassers, mit ansichten und eingedruckten holz schnitten, zum theil Plünde-
rungen aus Bartlett und meiner Siloahquelle. Auf der Schattenseite erblicken
wir mangel an einordnung des steifes, ungenügende kenntniss der sprachen,
z. b. Lacus Patriarchi (329, statt Lacns Patriarch®), Piscina Gemilares (321),
anima regnit (228), Unzuverlässigkeit in den historischen angaben, sein:
mangelhafte bezeichnung literarischer quellen, viel zusammengewürfeltes pla-
giat, hypotliesen sucht, dagegen auf der lichtseite manche genauere brauch-
bare Untersuchungen und beobachtungen , so dass das buch stets einen ge-
wissen werth sich sichern wird. Wenn amerikaner auf das sprachlich ge-
lehrte beiwerk der europäer mit geringschätzig herabblicken, so ist dage-
gen nicht viel einzuwenden ; nur sollen sie dann keine gelehrte werke schreiben
wollen und dies eben den sprachzöpfen der alten weit überlassen. Die auf-
führung einer reihe von illustrazionen ,nach eignen photographien gezeichnef,
welche Barclay allerdings bei seinem dolmetscher, dem bekehrten juden Deniss,
hätte finden können, aber lieber anderswo geplündert wurden, ist, denke ich,
selbst nach amerikanischen begriffen etwas stark. Es schmerzt, wahrzuneh-
men, wie ein Sendbote des evangeliums, ein mann, der gesandt ist, das reich
der Wahrheit zu erweitern und der auch eine gar fromme feder führt, aus
eitelkeit oder gewinnsucht sich mit der schände von lug und trug befleckt,
oder doch diesen Schandflecken in seinem buche duldet. Hingegen ist der
grundriss von Jerusalem eine originalarbeit, welche den ersten von Pierotti
weitaus überbietet und rühmliche anerkennung verdient. Doch darf man
behaupten, dass Barclay sich überschätzte mit den Worten (XVII) : nothing is
hazarded in saying that the AuthoPs map is the only cocrect one in existence.
S. meine Planography of Jerusalem 25 sq., 3. Wander. 335 f.
1855—57. Die amerikanerin Sarah Barclay. Hadji in Syria; or,
Three Years in Jerusalem. By Mrs. Sarah Barclay Johnson. Philadelphia, J.
Challen, 1858. Kl. 8. 303 s. Sehr lebhafte und zugleich wahre Schilderungen
von der tochter des arztes James T. Barclay.
1855 ff. Die jungfrau Maria Elisa Rogers. Domestic Life in Pa-
lestine. By Mary Eliza Rogers. London, Bell, 1862. 8. XII u. 416 8.
Französisch: La vie domestique en Palestine. Paris 1865. 8. XII u.
416 s. Die Verfasserin ist die Schwester des ehemaligen englischen konsu-
latskanzlers in Jerusalem. Sie wirft wirklich beachtenswert!® blicke ins
häusliche leben ; der titel enthält keine täuschung, was sonst so oft der fall.
Ja das buch ist ausgezeichnet geschrieben — wahr. Die damen Finn,
Barclay und Rogers bilden ein unverwelkliches kleeblatt von rühm.
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1855 ff. Der prenssische konsnl G. Rosen in Jerusalem. 1. Das
Haram von Jerusalem und der Tempelplatz des Moria. Eine Untersuchung
über die Indentität beider Stätten von G. Rosen . . Mit einer Terrainkarte
von Jerusalem und drei architectonischen Zeichnungen von der Moschee El
Borak, den Unterbauten des Gerichtshauses zu Jerusalem und des Teiches
Obrak. Gotha, R. Besser, 1866. Gr. 8. 1 bl., 65 s. Mit 4 tafeln. —
2. Artikel in Zeitschriften. Über das Thal und die Umgegend Hebrons, in
der Zeitschrift der Deutschen morgenl.- Gesellschaft, 185s. 12. bd. Mit A
karte. Topographisches aus Jerusalem. Daselbst, 1860, 605 — 620. Dazu
ein plan. Die identität der tenne Aravna mit dem h. feigen im felsendom
wird nachzu weisen gesucht im Wochenblatt der Johanniter- Ordens -Balley
Brandenburg, 1860, nr. 12, Beil. Bibel und Josephus von Berggren, ange-
zeigt als vorzüglich von Rosen in jener Zeitschrift, bd. 17, 736 ff. Monu-
mentales aus Jerusalem. Im gleichen Wochenblatte, 1861, nr. 25, 26 (Bei-
lage). Beiträge zur Urgeschichte vom h. Grabe zu Jerusalem. Ebendaselbst,
1862, nr. 45 — 48. Aus dem Cartular der Kirche des h. Grabes. Das.,
1863, nr. 5 ff. Die Patriarchengruft zu Hebron, deren Besuch durch den
Prinzen von Wales . . (und Rosen). In der Zeitschrift für Allgemeine Erd-
kunde. Berlin 1863, 369 ff. Mit plan. Die älteste Beschreibung des
christlichen Jerusalems, im gleichen Wochenblatt, 1863, 145 ff. Zur Geo-
graphie Palästinas. Zeitsclir. für Allg. Erdk., sept. 1864, 213 — 231. Das
palästinensische Felsengrab und seine Bedeutung für die formelle Ausbildung
der christlichen Kirche. Ibidem 161 — 182. Jerusalem zur Zeit der Kreuz-
fahrer. Im genannten Wochenblatt des Johanniter -Ordens, 1867, nr. 14,
15 u. 16. Es ist wesentlich eine Übersetzung der Citez de lherusalem
von Hugo Plagon, mit beachtenswerthen erläuterungen. Wenn ich noch
auf die ausführliche abhandlung über Näbulus in ,Grenzboten’ aufmerksam
mache, so will ich nicht verschweigen, dass wol noch andere aufsätze über-
gangen wurden. Es ist etwas mühsam, alles zusammenzubringen, und es
wäre daher gut, wenn der Verfasser das ganze geordnet und zusammenge-
stellt herausgäbe. Die arbeiten Rosens sind ohne weiteres sehr beachten s-
werth. Kenntniss der arabischen spräche, gelehrsamkeit überhaupt, ein
längerer aufenthalt auf dem schauplatze der Untersuchungen und forschungen
müssen zum voraus den leser für den Verfasser einnehmen. In der that
auch hat man manches neu gefundene oder genauer erörterte ihm zu ver-
danken. Indessen treiben ihn die hypothesen zu weit, was schon daraus
erhellt, dass in der neuesten schrift die terränzeichnung nördlich von Zion
verfehlt ist. Ich bemerke dies mit allem nachdruck, weil der leser gar
leicht geneigt ist , dem manne zu folgen , der so viel jahre in der heiligen
Stadt verbrachte, in der Voraussetzung, dass er in einem solchen punkte
nicht irrte. Der nüchterne forscher wird sich hier und da zweimal besinnen,
ehe er den pfad des kühnen Wanderers beschreitet. Rosens ton ist nicht
derjenige Ritters und Robinsons.
*C. 1855. Antonio Pasnello. Viaggio a Gerusalemme. Verona,
Bennasuti, 1857. 8. Mit landkarten. S. Petermann’s Mittheilungen aus J.
Perthes’ geogr. Anstalt, 1857, 492*.
G. 1855. Der geistliche 8. C. Malan, vikar von Broadwindsor,
Dorset. Magdala: A Day by the Sea of Galilee. By . . S. C. Malan.
London, J. Masters; Oxford, Cambridge, Derby, sine anno. 12. 54 s. Be-
thany. A Pilgrimage. London u. s. f. 12. 2 bll., 72 s. Liebliche büchlein.
Tol>l«r, Bibliogr&phia. 13
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C. 1855. Der theologe Henry S. Osborn, professor der naturge-
schichte in Salem. Palestine, Past and Present. By . . Henry S. Osbom.
With original Illustrations and a new Map of Palestine. London, N. Trtib-
ner, 1859. 8. Im gleichen jahre erschien eine wolfeile ausgabe : The Pilgrim
in the Holy Land: or, Palestine, Past and Present. By Henry S. Osborn.
London, J. Hogg, sine anno. Kl. 8. 1 bl., 316 s. Mit einem titelbild und
mehreren nicht uninteressanten ansichten. Schade für das sehr schöne papier
und den ebenso schönen druck des bei Trübner erschienenen theuren buches ;
denn es enthält wenig frisches und gediegenes. Welche bildung sonst der
Verfasser besitzt, ersieht man daraus, dass er Bo - osh , Avroon oder Abrün,
Obeb für Abu Ghösh, Lätrün, El-Kubäb schreibt. Ich muss gestehen, dass
ich gegen werke von amerikanern, wenn sie den gelehrten spielen wollen,
mehr oder minder misstrauisch geworden bin.
1856. Der dichter and arzt Ludwig August Frankl, M. D., in
Wien. Nach Jerusalem! Von Ludwig August Frankl. Erster Theil.
Griechenland, Kleinasien, Syrien. Leipzig, Baumgärtner, 1858. 8. IX u.
441 s. Zweiter Theil. Palästina. VIII u. 516 s. Englisch: The Jews in
the East. By the Rev. P. Beaton, M. A. Chaplain to the Forces. (From
the German of Dr. Frankl.) London, Hurst and Blackett, 1859. 8. 2 voll.
Ins Ebräische übersetzt von M. E. Stern. Wien, I. Knöpflmacher, 1860. 8.
4 bll. , 506 s., 4 bll. Holländisch auszugsweise in: Nederlandsch Jaar-
boekje, Haag, A. Belifante. Auch erschien eine leidenschaftlich gehaltene
Streitschrift gegen den Verfasser: „Nach Jerusalem! Von Ludw. Aug.
Frankl. Herausgegeben vom Institut zur Förderung der israelitischen Lite-
ratur. Leipzig, Nies . . (Carl B. Lorck) 1858.” Vom jüdischen Stand-
punkte beurtheilt von J. Aus dem Jeschurun. Ein Monatsblatt . . Leipzig,
C. W. Vollrath, 1859. Gr. 8. 24 s. Nach Jerusalem. 3. Theil: Aus Egyp-
ten. Wien, typogr. - literar. - artistische Anstalt, 1860, gr. 8., enthält im An-
hang, 339 — 349, auch einiges aus Jerusalem. Ein sehr interessantes werk,
welches in die jüdischen Verhältnisse hell hineinleuchtet, und nur von stock-
juden angefeindet wurde, wie jener brochurenschreiber J. einer ist.
1856. Der auditeur Th. E. Fetersen in Kopenhagen. Et Besög i
Jerusalem og Omegn i Februar 1856. Af Th. E. Petersen . . Med en
Plan af Jerusalem. Kjöbenhavn, G. E. C. Gad, 1857. Gr. 8. 1 bl., VH
8., 1 bi., 163 8. Der mit der neuesten litteratur vertraute Verfasser geht
besonnen auf Untersuchungen ein.
1856. Horatius Bonar, doktor der theologie in Kelso. The Land
of Promise: Notes of a Spring -Journey from Bersheba to Sidon. By Ho-
ratius Bonar. Second Edition. London, J. Nisbet, 1858. 8. VIII u. 568 s.
Mit ansichten und l karte. Er reiste mit Prime und seiner gemahlin. We-
niges im buche bietet grösseres interesse ; doch ist einzelnes beachtenswerte
Vom Verfasser erschien 1866: Days and Nights in the East; or, Illustrations
of Bible Scenes. With Illustrations. London, Nisbet.
1856. William C. Prime. Tent Life in the Holy Land. By William
C. Prime . . London, S. Low; New York, Harper, 1857. 8. 498 s. Mit
1 vogelansicht von Jerusalem, 1 plan der grabkirche| dort und mit wenigen
ansichten. Der veifasser schreibt gut, lebendig, mit amerikanischem Selbst-
vertrauen; seine Studien sind jedoch sehr beschränkt.
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1 856. Der domkapitular Joseph Strigl in Linz. Getreue und um-
ständliche Beschreibung der zweiten österreichischen Pilgerfahrt nach Jeru-
salem und Palästina im Jahre 1856. Vom gewesenen Präses dieser Gesell-
schaft Joseph Strigl . . Zweite Auflage. Linz, 0. Haslinger, 1857. 12.
X s., I bl., 260 8. Der bei Strigl wie bei Kaltner auffallende mangel an
gehöriger Vorbereitung oder an erforderlichen kenntnissen gibt stoff zum
nachdenken Uber das, was der hohe klerus in Österreich vom imprimatur
fordert.
1856. Dr. Johann B. Salfinger zu Gunskirchen. Die Fussstapfen
unseres Herrn Jesu Christi. Besucht und beschrieben von einem deutschen
Pilger im heiligen Lande, (Johann B. Salfinger.) Zweites Buch: Bethlehem.
Zugleich für das christliche Volk ein Gebet- und Erbauungsbuch, enthaltend,
nebst den Beschreibungen der heiligen Orte, Morgen-, Abend-, Mess-,
Beicht-, Communion- und verschiedene andere Gebete und Lieder. Steyr,
M. Haas, 1857. 12. IV u. 247 s. Mit 1 titelbild von Dr. Karl Riedlinger.
Drittes Buch: Der Jordan und die Wüste. Das ganze besteht aus 12
büchern; ich konnte jedoch nur diese 2 zu gesicht bekommen. Nazareth
sei vergriffen. Unbedeutend, doch für römische katholiken ein gutes, wah-
res pilgerbuch.
*1856. Vallie. Souvenirs d’un P&lerinage ä Jerusalem; Aoüt et
Septembre 1856. Le Mans, Mannoyer, 1859. 8. VIII, 140 s.
*1856. Hovdnyi. Nehäny Höt a szent földön. 1856-ben. Wien,
Schweiger, 1858. 8. 368 s. D. i. einige wochen im h. Lande im j. 1856.
1856. Ein ungenannter. Sketches of a Tour in Egypt and Palestine,
during the spring of 1856. London, J. Nisbet, 1857. Kl. 8. 4 bll.,
101 s. Unbedeutend.
*1856. Ein ungenannter nordländer. Drei Monate im Orient. —
Aegypten, Palästina, Syrien, Persien, Klein -Asien, Türkei . . Leipzig, Lorck,
1860. 8. VI, 138 s. Gehört zu C. B. Lorck’s Eisenbahnbüchern. S. Petz-
holdt’sAnz., 1863, 109.
1856. Ein ungenannter. Pensieri e Riflessioni di un Pellegrino sulla
Terra Santa e su Roma ossia pregi della Terra Santa, e la vigilia di S.
Pietro in Roma contemplata dalla torre del Campidoglio nel 1856. Roma,
G. A. Bertinelli, 1856. 12. Einiges lebhaft und belehrend dargestellt.
C. 1856. Ein ungenannter. Guida del Pellegrino divoto in Terra -f«
Santa. Roma, A. Bertinelli, 1856. 16. 235 s. Dies ist das leicht les-
bare pilgerbüchlein, welches im kloster S. Salvator zu Jerusalem ausge-
theilt wird.
C. 1866. Der geistliche W. Bitchie in Berwick am Tweed. ’Azüba;
or, the forsaken Land: a Description of a recent Visit to Palestine. Edin-
burgh, Johnstone; London, Groombridge, 1856. 8. 504 s. Mit 1 karte.
Theologische rhetorik.
C. 1856. Miss Cubley, the Hills and Plains of Palestine. London
1859. 4. Mit vielen abbildungen von Jerusalem und seiner Umgebung; meist
steif, einiges, wie trachten, interessant.
1856 f. Der geistliche Albert Augustus Isaacs in Bath. The
Dead Sea: or, Notes and Observations made during a Journey to Palestine
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ui 1856 — 7, on M. de Saulcy’s supposed discovery of the Cities of the
Plain. By . . Albert Augüstus Isaacs. London, Hatchard; Edinburgh, John-
stone, 1857. 8. 2 bll., 100 s. — *2. A-Pictorial Tour in the Holy Land
. . Illustrated from Photographs taken on the spot by the Author. Lon-
don, Wertheim, 1862. Kl. 8. VII, 156 s. Manches belehrend, im kämpfe
gegen die tradizionen, doch ohne gehörige Vorstudien geschrieben.
1856—59. P. Girardy Saintine. Trois Ans en Judde par P. Gd-
rardy Saintine. Paris, L. Hachette, 1860. 12.. 3 bll., 376 s. Mit 1 plan
von Jerusalem. Einiges beachtens werth, anderes sehr einseitig.
1857. Dr. Ämil Isambert, arzt. Collection des Guideß - Joanne. 16-
ndraire descriptif, historique et archdologique de l’Orient par Adolphe Joanne
et Emile Isambert. Ouvrage entidrement nouveau contenant Malte, la Grdce,
la Turquie d’Europe, la Turquie d* Asie, la Syrie, la Palestine, l’Arabie
Pdtrde, le Sinai et l’Egypte et accompagnd de 11 cartes et 19 plans. Paris,
L. Hachette, 1861. 8. 2 bll., XLIV u. 1104 s. Das werk leidet an gar
manchen Unrichtigkeiten und ist für Palästina nicht bedeutend, ob auch der
Verfasser einen freiem Standpunkt einnimmt. Ein Vorläufer : Une visite au
temple de Jerusalem et ä la mosqude d’Omar, erschien im Bulletin de la
Socidtd de Gdographie, 1860, t. 19 p. 380. sqq. . .
1857. Adolf Joanne. Voyage en Orient, par Adolphe Joanne. Ixelles
les Bruxelles, Delevingue, 1859. 8. Unbedeutend.
1857. Robert Buchanan, doktor der theologie. Notes of a clerical
Furlough, spent chiefly in the Holy Land. With a Sketch of the Voyage
out in the yacht^St. Ursula”. By Robert Buchanan . . London, Blackie,
and Glasgow and Edinburgh, 1859. 8. XIV u. 9—437 s. Mit ansicht
der Yacht und 1 kärtchen. Eine lebendige und anziehende beschreibung,
der es nur an umfassender gründlichkeit fehlt.
1857. Der ingenieur F. W. Conrad. Reizen naar de Landengte van
Suez , Egypte , het Heilige Land , door F. W. Conrad. Met platen , kaart
en portretten. Gravenhage, M. Nijhoff, 1858. 8. Der Verfasser sorgte
bestens dafür , dass seine arbeit für unsereinen zu keinerlei benutzung
sich eigne.
1857. Dr. Peter Hatala, priester. Verzdrlapok a Szent Földre,
vagyis tapasztaläsböl meritett tanäcsok az ut kezdetdre, folytatäsära s bevdg-
zdsdre; az utba esö jelesebb helyek, nevezetessögek , s a szenthelyek leirä-
säval A Magyar Zarändokok kedveört irta Hatala Pöter äldozär s hithirdetö
a Sz. Földön. A sz. sir templomänak jegyzetekkel kisört alaprajzäval.
Pest, J. Gyriän, 1857. 12. 120 s. Mit 1 plan der grabkirche in Jerusa-
lem. D. i. wegführer ins h. Land u. s. w. Für die ungarischen pilger
(in ungarischer spräche) verfasst von Petrus Hatala. Dieser hielt sich längere
zeit in Bet Dschäla auf. Das büchlein ist eine reiseanleitung und kurze be-
schreibung des h. Landes ohne jeden wissenschaftlichen Zuschnitt. Von ihm
sind auch mittheilungen in der Zeitschrift von Köln: Das Heilige Land.
*1857. Ein ungenannter. Un Pölerinage de marins en Terre Sainte.
(Extrait d’un journal de bord.) In: Journal de Francfort politique et littö-
raire, 1860, fol., nr. 91 — 99. S. Petzholdfs Anz., 1861, 341.
.1857—59. Der gelehrte Emmanuel Guillaume Eey. 1. Voyage
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dans le Haouran et aux bords de la Mer Morte exdcutd pendant les an-
nöes 1857 et 1858 par E. Guillaume Rey. Paris, Bertrand, sine anno. 8.
Mit 1 atlas von 28 tafeln, gr. fol. (preis 84 fr.). — 2. fitude historique
et topographique de la Tribn de Juda par E. G. Rey chargd d'une Mission
en Orient par .. le Ministre . . Paris, A. Bertrand, sine anno (1863). 4.
2 bll., 164 s. Mit karten und an sichten. Der typendruck ist unnöthig
luxuriös. Manches brauchbar, anderes flüchtig, jedenfalls einer vom Staate
unterstützten expedizion nicht würdig.
1857 f. und 1864. Der achlossergeselle Oswald Mehnert aus
Sachsen. Eines jungen Handwerkers Reisen in Europa, Asien und Afrika,
gethan in den Jahren 1855 — 1865. Eine getreue Schilderung Dessen, was
ich als Wanderer, italienischer Legionär und Missionszögling in Deutschland,
der Schweiz . ., der Türkei, Anatolien, den Inseln Rhodus und Cypern,
Syrien, Palästina mit Bethlehem, Nazareth, Jerusalem u. s. w. und dem
Wunderlande Aegypten gesehen und erlebt. Von Oswald Mehnert . . Dres-
den, Selbstverlag, 1865. Kl. 8. IV, 513 u. XI s. in 2 bänden. Mit der
Photographie des Verfassers. Produkt eines etwas arbeitsscheuen, dann ar-
beitsunfähigen handwerkers.
1857 ff. Albert Rhodos, konsul der vereinigten Staaten in Jeru-
salem. Jerusalem as it is by Albert Rhodes . . London, J. Maxwell,
1865. 8. XII, 463 s. Das buch ist nicht geschrieben für die Wissenschaft,
und die diplomaten lernen auch wenig. Neben interessanten details gibt der
zum theil unwissende Verfasser ganz ordinäre witze zum besten und hält
sich von Gehässigkeiten nicht ferne. Vgl. Vivien de St. -Martin’s Annde
göographique 1865, 151.
-•v
1858. Der theologe Felix Bovet von Heuenburg. Voyage en Terre-
Sainte par Fdlix Bovet. Deuxiöme fedition . . Neuchatel, L. Meyer, 1861. 8.
2 bll., 475 s. Mit 1 karte und 1 plan von Jerusalem. III. fidit. revue et
corrigde. Paris, Ldvy, 1862. Gr. 12. 2 bll., 420 s. Mit karten und plan.
Holländisch: Reis door het Heilige Land. (Uit het Hoogduitsch). Leiden,
Noothoven van Goor. 8. 2 voll. Deutsch : Reise ins gelobte Land. Aus dem
Französischen nach der 4. Auflage übersetzt. Mit 2 (lithographirten) Karten.
Zürich, Schulthess, 1866. Gr. 8. 2 bll., 352 s. mit 2 taf. Diese Über-
setzung ist nicht treu. S. Petzholdt’s Anz. , 1863, 109, 1866, 255. Die
kenntniss alter und neuer sprachen, auch der deutschen, kam dem Verfasser
trefflich zu statten. Obgleich die schrift etwas flüchtig gearbeitet ist, so
zieht sie doch, schon wegen der fliessenden und plastischen darstellung, un-
widerstehlich an; auch ist des Verfassers streben unverkennbar, das ver-
ständniss der bibel solchen, welche das land derselben nicht betreten, näher
zu bringen. Der umstand, dass der Verfasser für die echtheit des h. gra-
bes einsteht, bahnte dem buche auch den weg durch das katholische
Frankreich.
1858. Don Älv&ro Robledo, kaufmann. Diario de un Peregrfne en 4*
Tierra Santa, por Don Älvaro Robledo, con un prölogo por Don Antonio
de Trueba. Madrid, L. Lopez, 1863. Kl. 8. X, 232 s. Bescheiden und
geniessbar.
*1858. B. Mansuroffs H p&nocA&BHfje iiokjioiihhkh ist» II&jiecTffErk
(die orthodöxen pilger in Palästina), 8., kann nicht zu den reisebeschreibun-
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198
gen Palästinas gezählt werden. Die schrift handelt davon, wie man lokalen
übelständen abhelfen könne, und welche mittel anwendbar seien, um die
russen zum besuche der heiligen orte zu bewegen, so wie um das leben der
pilger in so fernem lande zu schützen. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche
mittheilung.
*1858. Der archimandrit Leonidas. 0. •leoiui/ja, ÖHBiuaro iepo-
MOfiaxa OriTiiHoii nycTHHii, hmh* apxiiMan^piiTa lepyca^iiMCKoh Miiccin.
Otpmbkh o lepycajint, d. i., bruchstücke über Jerusalem. S. Noroff bei
Daniel 39 f., 216. S. sub anno 1864 s. 205.
1858. Domkapitular Gottfried Strauss in Köln. Bericht über die
deutsche Pilgerfahrt nach Palästina im Jahre 1858. Im Organ des Vereins
vom h. Grab: Das heilige Land, 1858, 81 — 103. Lesenswerth.
1858. Der benediktiner Adolf Kern, cooperator in Jeno. Reise
in das heilige Land. (Im Jahre 1858.) Von P. Adolf Kern . . Die Hälfte
des Reinertrages ist zum Besten des heiligen Grabes zu Jerusalem bestimmt.
(Besonderer Abdruck aus dem ,Kath. Christ’.) Pest, G. Emich, 1861. 8.
3 bll., 156 s. Aufrichtig, doch nicht alles fleissig und korrekt erzählt.
1858. Der diakon J. H. Lorenzen zu Delve. Jerusalem. Beschrei-
bung meiner Reise nach dem heiligen Lande im Jahre 1858. Von J. N.
Lorenzen . . Mit einer Karte. Kiel, C. Schröder, 1859. 8. 462 s. Nur
hingeworfene, doch lesbare touristenarbeit. Vgl. 3. Wander. 437.
1858 und 1861. Fernand Schickler. Souvenirs de Voyage 1858 —
1861 par Fernand Schickler. Paris, M. Lövy, 1863. Kl. 8. 3 bll., 390 s.
Viv. de St. -Martin’s Annöe gtfographique 1863, 265. Etwas kritisch, doch
oberflächlich und übertreibend.
1859. Dr. Moritz Busch. 1. Die Türkei. Reisehandbuch für Ru-
melien, die untere Donau, Anatolien, Syrien, Palästina, Rhodus und Cypern.
Von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1860. 8. t bl., XXXV u. 286 s.
Mit einigen Ansichten. Auch mit dem titel: Lloyd’s Illustrirte Reisebiblio-
thek. 6. Band. Der Orient. III. Türkei. — 2. Eine Wallfahrt nach Jeru-
salem. Bilder ohne Heiligenschein von Moritz Busch. Leipzig, F; W.
Grunow, 1861. I 3 bll., 265, II 3 bll., 250 s. Eine titelausgabe als
2. verbesserte auflage erschien 1863; nur im 2. bande von s. 225 an ist un-
bedeutendes geändert. Vorläufig brachten ein bruchstück die , Grenzboten’
von Freytag und Jul. Schmidt, 18. jahrg., 1859, 3, 201 ff, 224 ff., 281 ff.,
326 ff., 361 ff., 423 ff., 460 ff., 493 ff. — 3. Bilder aus dem Orient.
Nach der Natur gezeichnet von A. Löffler und mit beschreibendem Text be-
gleitet von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1863 f. Fol. 2 bll., 108 8.
Mit 32 Stahlstichen. Lieferung 6 — 12 enthält Palästina. Französisch:
L’Orient pittoresque. Publication artistique . . Triest 1865. Fol. Das reise-
handbuch ist ziemlich verlässlich ; doch steht es dem porterschen entschieden
nach. Schade, dass die gut geschriebene, aber allzu sehr auf stylistischen
effekt berechnete, die geschichte der russen zu Jerusalem^ in bemerkenswer-
ther weise beleuchtende Wallfahrt so sehr an Übertreibungen leidet. Die
Bilder sind sehr gut geschrieben und gezeichnet, ohne zweifei dem publicum,
das man im äuge hatte, willkommen. Der mann der Wissenschaft wird
letzteres im preise ziemlich, doch nicht übermässig hoch kommende buch kaum
Aufschlägen.
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1859. H. Scherer. Eine Oster -Reise ins heilige Land in Briefen an
Freunde von H. Scherer. Frankfurt a. M., H. L. Brönner, 1860. 8. 2 bll.,
364 8. Wenn das buch gründlich, statt so liederlich, geschrieben wäre, und
durch die blasirtheit nicht so sehr abstiesse, so verdiente es, des fliessenden
styls wegen gelesen zn werden.
1859. Die romanschriftsteilerin Frederike Bremer. Leben in der
alten Welt. Tagebuch während eines vierjährigen Aufenthaltes im Süden und
im Orient von Frederike Bremer. Aus dem Schwedischen. Leipzig, F. A.
Brockhaus, 1862. Kl. 8. Palästina: VII 2 bll., 146, VIII 2 bll., 138, IX
2 bll., 164, X 2 bll., 147 s. Englisch: Travels in the Holy Land. Trans-
lated by Mary Howitt. London 1861. 8. 2 voll. 660 s. Französisch von
der jungfrau R. du Puget: Abrögö des Voyages de Mlle. Bremer dans Tancien
et le nouveau monde. Palestine et Turquie. Paris 1865. 16. 310 s.
Anziehend, warm, farbenreich, einiges belehrend, aber ohne gründlichkeit,
etwas leichtfertig aus dem blaustrumpfe geschrieben.
1859. Der abbi Forot in Passy- Paris. Lettres d’un Pfclerin de la
Terre Sainte k . . TEveque de Marseille par l’Abbd Forot . . Paris, P. Bru-
net, sine anno. Kl. 8. VII, 544 s. Ein auszug mit betrachtungen von mir
erschien in Peschers Ausland, Cotta’s Verlag, 1863, 294 — 299. Auch kam
heraus : P&lerinage aux deux Jerusalem, ou abrdgd des Lettres d’un Pölerin
de la Terre Sainte. Paris, Poussielgue-Rusand, 1862, 12. Manches brauch-
bare, viel frommes, einiges fast frivol.
* 1859. Berg. nyTeB 041 iTe.ii> no Iepyca*iiiMy h ero oKpecTHocnmMt,
coCTaBiijn. H. B. C. üeinepß. 1863. 12. D. i. führer von Jerusalem. Noroff
bei Daniel 217.
*1859. Der furst Wolkonsky. SamiCKii nacojiBHHKa. S. Peters-
burg 1860. 8. D. i. memorial eines gesandten. S. Noroff bei Daniel 216;
briefliche mittheilung von S. Petersburg.
*1859. Felix Gondek. Wspomnienia z Pielgerzymky do Ziemi
Swietöj w roku 1859 odbytdj. Napisal ks. Feliks Gondek. W Bochni
1860. 8. D. i. erinnerungen aus einer pilgerfahrt nach dem h. Lande. S.
MayeFs katholische Litteraturzeitung, 1861, 303 f.
1859. Reise dreier holländer. Pelgrimsreize naar het Heilige Land,
gedaan in het jaar 1859 door P. M. S. pr., P. J. v. L. pr., J. H. v. G.
Met platen. ’s Gravenhage, J. A. Frentrop, 1863. Gr. 8. 2 bll., VI, 470 s.
mit 5 taf. Eine pilgerreisebeschreibnng vom gewöhnliehen schlage. Der
Verfasser M. S., priester, bezeichnete selbst den Standpunkt also : Wy deden
zulks omdat er in onze taal van Katholieke zyde sinds lanmen tijd niets
over het H. Land werd geleverd , . . een . . pelgrimsboek . . , hetwelk in
hunne taal aan hunne traditien regt liet weder varen (voorwoord).
1859. Jakob Pammer von Traunstein. Reise nach Jerusalem und
Rom, unternommen und beschrieben im Jahre 1859 von Jakob Pammer und
überarbeitet von einem katholischen Geistlichen. Zweite verbesserte Auflage
mit 4 Abbildungen. Traunstein, A. Miller, 1861. Kl. 8. 109 s. Das Vorwort
zur 1. auflage wurde im September 1859 geschrieben. Eine römisch-katho-
lische volksschrift beiläufig mit Übertreibung.
1859. Der arzt W. Mason Turner, M. D. El-Khuds, the Holy; or,
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Glimpses in the Orient. By W. Mason Turner . . Philadelphia, J. Ch allen,
1861. 8. Stelle man sich einen etwas schmächtigen beflissenen der medizin
vor, der seine füsse auf den sessel oder tisch absetzt und an den finger-
nägeln herumkäut, er ist Mason Turner. Das buch ist eine art humbug,
ohne wissenschaftlichen werth. Wie wenig der abenteurer sich zu einem
topographen eigne, geht schon daraus hervor, dass er von der wohnung
Denisa’ auf Unterzion zum preussiscben hospiz erst in 1 bis 2 stunden den
weg fand.
C. 1859. William Hepworth Dixon. The Holy Land. By William
Hepworth Dixon. With illustrations. London, Chapman and Hall, 1864. 8. *
2 voll., XXXVI, 679 s. 2nd edit. 1866. 8. Auch eine wolfeile Copyright
Edition. Leipzig, B. Tauchnitz, 1865. Kl. 8. I xvi, 272, II xvi, 275 s.
Ohne illustrazionen. Die 2 bände bilden vol. 797 und 798 der tauch-
nitzischen Collection of british Authors. Sehr lebendige darstellung, die
# einem romanschreiber ehre ✓ machen würde. Gelehrte Sachen, gelegentlich
eingestreut, sind eben nicht erheblich.
*C. 1859. Joh. Rep. Stöger’ s Pilgerreise. Regensburg, Manz, 1861.
VIH, 475 s. S. C. G. Kayser’s vollständiges Bücher -Lexicon (Leipz. 1866)
16, 418".
1860. Dr. A. Lionnet, prediger. Kreuz und Halbmond. Pilger-
blicke aus einer Reise durch das Morgenland von A. Lionnet. Berlin, F.
Schneider, 1860. 8. 4 bll., 206 s. Absprechend und unkritisch. Derselbe
gab auch einen guten Bibel -Atlas in mehreren ausgaben von 1847 bis
1859 heraus.
1860. Gustav Emannel Beskow, vikar in Stockholm. Reiseminnen
frän Egypten, Sinai och Palestina, 1859 — 60. Af Gustaf Emanuel Beskow . .
Med 15plancher. Andra upplagan. Stockholm, A. L. Norman, 18GL Kl. 8.
3 bll., 431 s. 5. aufl. 1867. Schade, dass diese sehr ausgedehnte Pilger-
fahrt, auch nach weniger besuchten Stätten, wie nach Böt Dschibrin, in wis-
senschaftlicher beziehung so leer ausgeht.
*C. 1860. L. M. M. Chassagnet, Journal d’une excursion en Palestine.
Nancy 1862. 12. Es wurden nur 62 exemplare abgezogen.
„ *C. 1860. Episode religieuse ou Pölerinage de 40 officiers frangais
ä Jerusalem. 32 mo . 64 s.
*C. 1860. Gendry (Abbö), Les Stations de la voie douloureuse, Sou-
venirs d’un pölerin. Paris, Tolra et Haton. 12.
*
1860 f. Professor Ernst Renan in Paris. 1. Vie de Jösus par Ernest
Renan . . Berlin J. Springer, 1863. 8. Mit dem Vortitel: Histoire des ori-
gines du Christianisme. Livre premier. 3 bll., XLn u. 327 s. Im fran-
zösischen gibt es mehrere auflagen. Das buch wurde auch ins deutsche,
englische, italienische und in andere sprachen übersetzt, und fand eine ausser-
ordentliche Verbreitung. Kaum fallen hier in betracht die später veröffent-
lichten Apötres, deutsch: Die Apostel. Leipzig, Brockhaus; Paris, Lövy,
1866. 8. — 2. Mission de Phönicie, par Ern. Renan. Paris 1864. Gr. 4.,
text und tafeln. Auch E. Lockroy , welcher Renan begleitete, verfasste einen
bericht über die Mission de M. Ern. Renan en Phönicie in : Tour du Monde,
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janv. 1863, 33 — 64. S. Vivien de St-Maftin’s Annee gdogr. 1863, 264,
und 1864, 135. Zu Renan’s bericht gehört eine karte. Das Leben Jesu
enthält archäologische und geographische notizen vom h. Lande; die Schil-
derungen einiger partien desselben werden wegen der unnachahmlichen treue
und der warmen färben höchlich gerühmt. Ich kann in den chorus nicht
einstimmen. Obschon der Verfasser von der französischen litteratur sich eman-
zipirt hat, so schreibt er dennoch in der leichten, dabei allerdings gewinnen-
den manier der franzosen, und es fehlt die vielseitige auffassung und durch-
dringung, eine durchgehends nüchterne und gründliche prüfung des gegen-
ständes. Der geograph lernt von ihm wenig neues und wird durch einiges
irrthttmliche unangenehm berührt. Der leser schwebt manchmal in der wider-
lichen läge, in der er errathen soll, was beim Verfasser Wirklichkeit oder
vermuthung sei. Über die alten jüdischen gräber schreibt derselbe so ober-
flächlich als möglich.
1860 f. Der französische kriegszahlmeister Ernst Louet. Expe-
dition de Syrie Beyrouth le Liban — Jerusalem 1860 — 1861. Notes et
Souvenirs par Ernest Louet . . Paris, Amyot, 1862. 8. 2 bll. , 403 s.,
2 bll. Für den französischen feldzug nach Syrien beachtenswerth, sonst meist
leichtfertiges geschreibsel.
*C. 1860. James Hamilton. The Mount of Olives, and a Morning
beeide the Lake of Galilee. London 1863. 8. 320 s. S. Vivien de St.-
Martin’s Annöe göogr. 1863, 265.
*C. 1860. John Brocklebank, Continental and Oriental Travels;
With Biblical Elucidations and Historical Notes. London (?) 1865. Das
buch umfasse Palästina und Syrien.
C. 1860. S. Smith, vikar von Lois Weedon. 1. What I saw in
Syria, Palestine, and Greece. A Narrative from the Pulpit. By S. Smith
. . London, Longman, 1864. 8. XI, 271 s. Mit 2 karten und plänen. —
2. The Temple and the Sepulchre by S. Smith . . London, Longman 1865.
8. X, 79 8. Mit grundrissen. Ersteres ist eine reise nach Palästina in
predigten, letzteres, wenn auch gelehrt, doch einseitig für Fergusson.
*1861. Georg Sandie. Horeb and Jerusalem by George Sandie.
Edinburgh, Edmonston, 1864. Gr. 8. XV, 417 s. mit 9 taf. Petzholdt’s
Anz., 1866, 256.
1861. Valdemar Schmidt, kandidat der theologie. Reise i Grseken-
land, AEgypten og det heilige Land ved Valdemar Schmidt . . Kjöbenhavn, #
F. W öldikes, 1863. Gr. 8. 2 bll., 450 s. u. 1 bl. Manches unrichtiger
abklatsch, doch im ganzen nicht ungeeignet zum lesen.
1861. Louis Deville. Une Semaine Sainte ä Jerusalem. Paris, E.
Dentu, 1863. 12. 2 bll., 145 s. Wahrheit und dichtung; leicht, doch an-
genehm geschrieben.
1861. Dr. L. Beinke, dozent in Münster. Aus dem Orient. Von
L. Reinke. Münster, Theissing, 1864. 12. 340 s. Sehr gut stylisirt, viel
deklamatorische tautologie, dem inhalte nach unbedeutend.
1862. Der marineoffizier A. L. Mansell. Coast Survey of Palestine.
A surveying Trip through the Holy Land. In: Nautical Magazine, oct.
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202
1862, 505 — 508; janv. 1863, 36 — 40. S. Yivien de SL-Martin’s Annöe
göogr. 1863, 265, Peschel’s Ausland, Cotta’s Verlag, jahrg. 1865, 322. ~
1862. Der rechtsgelehrte Thomas Lewin. 1. Jerusalem A Sketch
of the City and Temple from the earliest times to the siege by Titus by
Thomas Lewin. London, Longman, 1861. 8. XII s., 2 bll., 275 s. Mit
1 plan von Jerusalem. — 2. The Siege of Jerusalem by Titus. With the
Journal of a recent Visit to the Holy City, and a general Sketch of the
Topography of Jerusalem from the earlest times down to the Siege. By
Thomas LeWin . . London, Longman, 1863. 8. XVI, 499 s. Mit grund-
rissen. Fleissige arbeiten, doch eigne beobachtungen selten, mehr bypothesen.
1862. Der geistliche Fergus Ferguson. Sacred Scenes; or, Notes
of Travel in Egypt and the Holy Land. By . . F. Fergusson. Glasgow,
Adamson; London, Jackson; Edinburgh, Nimmo, 1864. 8. 400 s. Für das
grössere publicum geschrieben.
1862. Lion Yerhaeghe. Voyage en Orient par Lion Verhaeghe 1862
— 1863. Paris, A. Lacroix, 1865. 8. 484 s. Hell geschrieben, doch un-
bedeutend.
* 1862. M. N. Dochturoff. üotaAKa hü Boctok'b M. H. ^oxTypona.
S. Petersburg 1863. 8. D. i. Wanderung in den Orient. Dochturoff reiste
auf kaiserlichen befehl nach Arabien, um Zuchtpferde anzukaufen. Die be-
schreibung Jerusalems und der umgegend füfit 20 seiten (2 10 — 229). Über
Mesopotamien finde man einiges neue. S. Noroff bei Daniel 217; briefliche
mittheilung aus S. Petersburg.
1862. Chr. Cooke. A Journey due East being the Journal of a five
Month’s Trip to Lower Egypt, Palestine, and Turkey, in the winter of
1862 — 3, returning by Athens and Rome to London. With Maps and
Illustrations. By Chr. Cooke. London, Hall, 1864. 8. XXVII, 278 s.
Mit 1 karte. Flüchtig geschrieben.
*C. 1862. Boisnard, le Tombeau du Sauveur, P&lerinage aux Saints
Lieux. Paris 1864. 12.
C. 1862. Lion Faul. Journal de Voyage, Italie — figypte — Judie
— Samarie — Galilie — Syrie — Taurus Cilicien — Archipel grec par
Lion Paul. Paris, Librairie fran^aise, 1865. Kl. 8. Der Protestant schreibt
nicht wissenschaftlich.
%
*C. 1862. Der geistliche John Mills. Three Months Residence at
Nablus, and an Account of the Modern Samaritans. London, Murray,
1864. 8. XII, 335 s. Wird im Athenseum günstig beurtheilt. Der Ver-
fasser scheint von Rosens arbeiten keine kenntniss gehabt zu haben.
1863. Der Zürcher Konrad Furrer, pfarrer. Wanderungen durch
Palästina von Konrad Furrer. Mit einer Ansicht und einem Plan von Je-
rusalem nebst einer Karte von Palästina. Zürich, Orell, 1865. Gr. 8. XII,
414 s. S. Vivien de Saint -Martin’s Annie giogr. 1865, 150. Manches
neue, viel frisches. Der Verfasser, dessen fusswanderungen wegen der schö-
nen resultate andere männer von kraft und entschlossenheit zur nachahmung
ermuntern dürften, ist besonders bemüht, die bibel durch den gegenwärtigen
befund zu beleuchten.
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203
1863. Der abbA Laurent de Saint -Aignan. La Terre Sainte De-
scription lopographique, historiqne et archeologique de tous les lieux cölöbres
de la Palestine avec cartes, plans et gravure . . Paris, C. Dillet; Orleans,
Blanchard, 1864. Gr. 8. XI, 467 s. Mit 1 plan von Jerusalem, der dor-
tigen grabkirche, des kreuzweges und mit l karte. Das buch legt das
zeugniss ab, dass die französische pilgerlitteratur zu ihrem vortheile fort- -
schritte macht.
♦C. 1863. Fran Beke. Jacob’s Flight; or, a Pilgrimage to Haran,
and thence in the Patriarch’s footsteps into the Promised Land. With an
Introduction and a Map by Dr. Beke. London 1865. Kl. 8. XII, 360 s.
8. Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 152.
*C. 1863. Ein ungenannter. Wanderings over Bible Lands and
Sea . . New Edition. With photographic Views, Map and Panorama of
Jerusalem. London 1865.
*C. 1863. L. Gabryel. Danube, Nil e£ Jourdain, Souvenirs de Vo-
yage. Paris, Dentu, 1865. Wird in The Saturday Review, 1865, 388",
eher gerühmt.
♦C. 1863. Mrs. Mentor Mott, Stones of Palestine. Notes of a
Ramble through the Holy Land. Illustrated with Photographs. London,
Seeleys, 1865. 4. VIII, 88 s.
*C. 1863. FrAdAric Poiret. Mon Voyage en Orient, figypte, Lieux
Saints . . Paris 1865. 8.
1863 f. Der geistliche H. B. Tristram. The Land of Israel; a
Journal of Travels in Palestine, undertaken with special reference to its
Physical Character. By H. B. Tristram . . Published under the Direction
of the Committee of general Literature and Education appointed by the
Society for promoting Christian Knowledge. London, Society for promot . .,
1865. Gr. 8. XX, 651 s. Mit karten, ansichten in separaten blättern und
mit eingedruckten holz schnitten. S. Vivien de St.-Marlin’s Annöe göogr.
1865, 150. Er veröffentlichte desgleichen einen bericht über die vögel und
mollusken und Dr. Günther einen über die reptilien und fische. Eine
synopBis der flora und fauna steht in aussicht. Tristram w'ar auch mehrere
jahre früher in Jerusalem. Sein werk ist für die naturgeschichte Palästi-
nas unentbehrlich.
*1864. ThAodoric Paul Joseph d* Albert, herzog de Luynes. Dieser
hochsinnige freund der Wissenschaften veranstaltete bekanntlich eine expe-
dizion nach Palästina, die sich besonders die aufgabe stellte, den todten
See, seinen berggürtel und die wüste Arabah in beziehung auf hebung und
Senkung des bodens genauer zu erforschen, wozu ihm namentlich die ge-
lehrten Vignes und Lartet behilflich waren. Von Luynes ist bisher wenig
bekannt geworden. Note sur* le voyage de M. le duc de Luynes en Pa-
lestine, im Bulletin de la SociötA de Göogr., nov. 1864, 392 — 396. S.
Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 151.
* 1 864. Der marinelieutenant L. Vignes. Extrait des Notes d’un
voyage d’exploration k la mer Morte, dans le Wady Arabah, sur la rive
gauche du Jourdain et dans le dösert de Palmyre. Publiö sous les auspices
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de M. le duc de Luynes. Paris 1865. Gr. 4. 79 s. 8. Vivien de 8t.-
Martin’s Annöe göogr. 1865, 151.
*1864. Der naturforscher L. Lartet. Note sar la Formation da
bassin de la mer Morte et sur les changemen ts survenas dans le niveau de
ce lac. ln den Comptes rendus de l’Acaddmie des Sciences, avril 1865,
796 sq. S. Vivien de St. -Martin a. a. o.
1864. Der bankenner James Fergusson in London. 1. An Essay
on the ancient Topography of Jerusalem, with restored Plans of the Temple, &c.,
and Plans, Sections, and Details of the Church built by Constantine the
Great over the Holy Sepulchre, now known as the Mosque of Omar, And
other lllustrations. By James Fergnsson . . London, J. Weale, 1847. Gr. 8.
XVI, 188 s. — 2. Notes on the Site of the Holy Sepulchre at Jerusalem.
Being an Answer to an article in the Edinburgh Review, No. CCXXVHL,
of october last. By James Fergusson. London, J. Murray, 1861. 8. 69 s.
— 3. The Holy Sepulchre and the Temple at Jerusalem. Being the Sub-
stance of two Lectures delivered in the Royal Institution . . 1862, and . .
1865. By James Fergusson . . London, J. Murray, 1865. Gr. 8. XIII, (
151 s. Mit einem titelbild und mit eingedruckten holzschnitten. Bekannt-
lich verlegt Fergusson das Christusgrab auf den berg Moriah, und dafür
kämpft er in drei Schriften, in der letzten nach persönlicher besichtigung
des Streitobjektes. Das erste werk hat weniger werth durch den text als
durch die artistischen, wirklich sehr schätzenswerthen mittheilungen. In der
3. Schrift macht die litterari sch - kritische argumentazion keinen befriedigen-
den eindruck. Gerne anerkennt man einem manne gegenüber, der von der
baukunst. in ihrer ganzen historischen entwicklung so gründliche kenntnisse
besitzt, die berechtigung zu der seltsamen hypothese, für die ich bisher nicht
gewonnen werden konnte. In der letzten schrift werden manche die be-
schreibung des haram in Hebron, in welches der Verfasser Zutritt erhielt, am
interessantesten finden. In die fussstapfen Fergussons traten vorzüglich
2 männer, welche Jerusalem nie besuchten, Unger und Langlois. Die Bau-
ten Constantin’s des Grossen am heiligen Grabe zu Jerusalem. Von Frie-
drich Wilhelm Unger . . Abdruck aus Benfey’s Orient und Occident. Bd. 2.
Göttingen, Dieterich, 1863. 8. Un Chapitre inödit de la Question des Lieux-
Saints Que le tombeau de Jdsus n’est pas dans l’Eglise du Saint - Söpulcre,
mais dans la Mosquöe d’Omar ä Jerusalem. Par Victor Langlois. Paris,
Poulet -Malassis, 1861. Gr. 8.
1864. Per evangelische prediger Edmund de Pressensd in Paris.
Le Pays de l’fivangile Notes d’un Voyage en Orient par Edmond de
Pressensö Avec une Carte Troisifeme fidition. Paris, C. Meyrueis, 1865. 12.
2 bll., 333 s. Englisch: The Land of the Gospel. London, Jackson, 1865.
Von wenig werth.
1864. Der pfarrer G. Ludwig in Diessbach, kanton Bern. Beth-
lehem. Im Jahr 1864 besucht von G. Ludwig. Bern, J. J. Dalp, 1865.
Kl. 8. Mit einem titelbild und einer karte. VI, 74 s. Ein lieblich büch-
lein, doch meist kopie.
*C. 1864. R. v. Kraemer, en vinter i Orienten. Reseanteckningar
frän Egypten, Nubien, Sinai och Palestina. Med 29 plancher och 1 karta:
1866 (?). 8. VII, 399 s.
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205
1864. Der rhulrath Ferdinand Schlankes, doktor der theologie.
Der deutsche Pilgerzug nach dem heiligen Lande im Jahre 1864. Drei
Vorträge . . 1865 gehalten und herausgegeben . . von Ferdinand Schlünkes . .
Düsseldorf, F. M. Rampmann, sine anno (1865). Kl. 8. 71 s. Über-
sehenswerth.
*1864. Der pater Eigaud, ehrenchorherr von Poitiers, Souvenirs
de Jerusalem. Poitiers, Oudin, 1866. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pölerinages
en T. S., 1866, 357, d’Aquin 217.
1864. Der nordamerikaner J. George d’Aquin aus Heu -Orleans.
Pölerinage en Terre-Sainte par J. G. d’Aquin. Paris, Gaume, 1866. 8.
IX, 595 8. Einseitig französischer Standpunkt; der Sonderbündler scheint
sich zur aufgabe gestellt zu haben, die grossen wissenschaftlichen erfolge
der Yankees möglichst zu ignoriren.
1864. Guarmani von Livorno. Itinöraire de Jerusalem au Neged
septentrional par M. Guarmani. Extrait du Bulletin de la Sociötd de Geo-
graphie (nov. 1865). Paris, E. Martinet, 1866. 8. 139 8. Mit karte.
Italienisch Gerusalemme 1866. Weniges über Palästina, aber dieses wenige
belehrend. In der schrift selbst ist (2) angeführt: Seize ans d’ötude en Syrie,
en Palestine, en Egypte, et dans les d^serts de l’Arabie, par Guarmani.
Bologne 1864. Wahrscheinlich ist dieses buch italienisch geschrieben. Der
Verfasser hatte von der französischen und italienischen regirung den auftrag
erhalten, für sie arabische Zuchthengste zu kaufen.
*C. 1864. Der archimandrit Leonidas. IlycmriHH cnamaro rp» 4 a,
apxHMHH 4 pHTa JleoHH^a. Ü 4 ecca 1865. 8. D. i. die einsiedeleien der
h. Stadt. Es ist dies der anfang einer umfassenden arbeit, welche eine
ausführliche beschreibung der Farangischen Laura und manche Zusätze zu
Toblers Topographie von Jerusalem, namentlich zu dem kapitel der einge-
gangenen kiöster enthält. Briefliche mittheilung. Es ist wahrscheinlich der
unter dem j. 1858 angeführte Leonidas.
1864 ff. Dr. Hermann Zschokke in Jerusalem. 1. Das nentesta-
mentliche Emmaus, beleuchtet von Hermann Zschokke. Mit 2 Tafeln.
Schaffhausen, F. Hurter, 1865. Gr. 8. IV, 92 8. Diese wissenschaftlich
gehaltene abhandlung zeugt mehr von eisernem fleiss als einer ruhigen auf-
fassung und behandlung des Stoffes. Die beigelegten karten würden noch
belehrender sein, wenn die legende korrekter geschrieben wäre und allüberall
mit dem texte übereinstimmte. Die messungen und Zeichnungen für diese,
wie für die schrift Rosens rühren von dem würtenberger Konrad Schick her,
der sich schon sehr viel jahre als Vorsteher des englischen industriehauses
in Jerusalem auf hält. Von diesem erschien ferner in A. Petermann’s Mit-
theilungen aus J. .Perthes’ geogr. Anstalt, 1867, s. 124 — 132: Studien über
Strassen- und Eisenbahn - Anlagen zwischen Jaffa und Jerusalem nebst Be-
schreibung der Gegend im Norden von Jaffa . . Von C. Schick. Mit Karte,
8. Tafel 5. Aus mangel an umfassender litteraturkenntniss lässt zwar die
arbeit zu wünschen übrig, bezeichnet jedoch immerhin einen bedeutenden
fort8chritt. Im , Ausland’ von Peschei, Cotta’s verlag, 1867, nr. 9, schildert
Schick eine reise ins Philisterland, zumal nach Askalon. Durch solche ar-
beiten, ‘wie durch ein vortreffliches modell der grabkirche in Jerusalem mit
ihren annexen erwarb er sich nicht wenig Verdienste. — 2. Beiträge zur
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Topographie der westlichen Jordans’&u von . . Zschokke. Jerusalem, fran-
ziskaner, 1866. 8. 83 s. Mit 4 tafeln. Die schrift hat wissenschaftlichen
gehalt. Der Verfasser sah sich in der litteratur fleissig um; doch ist er,
vielleicht wegen des aufenthaltes in Jerusalem, mit derselben nicht gehörig
vertraut. In der anführung der Schriftsteller bezüglich auf titel und text
ist er unsicher und hinter der zeit. S. Menke bei Petermann M., 1860, 204.
1865. Der divisionsprediger Hunger. Eindrücke aus dem heiligen
Lande zur Osterzeit 1865. Vortrag gehalten .. 1866 von .. Hunger. Der
Ertrag ist zum Besten des Krankenhauses Bethanien in Moers. Moers, J.
W. Spaarmann, t866. 8. 24 s. Lebhafte darstellung von ephemerem werthe.
«M
*1865. Elias Faradsch Basil aus Kesrudn. jf ^J\
j*aXj&J^\.3 £a.L> 7SjK)\xJ\
)A^° ^AAjV^A*AAA^j^Ä7f b^5f jJ>o Buch des führers der pilger an
den heil. Orten, verfasst von Elias Faradsch . . Zögling der schule von
Ain Warakah. Jerusalem, kloster der väter franziskaner, 1865. 12. 345 s.
1865. Dr. Peter Schegg, professorder theologie in Freising. Ge-
denkbuch einer Pilger -Reise nach dem Heiligen Lande über Aegypten und
den Libanon. Von Peter Schegg. München, Verlag des katholischen Bücher-
Vereins, 1866. 8. 1. lieferung IV u. 288 s. Gut, doeh keck, ohne ge-
hörige Vorbereitung und nicht ohne Übertreibungen geschrieben.
*C. 1865. H. de Guinaumont, la Terre-Sainte; la Syrie; leLiban;
Rhodes; Smyrne; Constantinople ; la Gröce; les lies loniennes ; Malte; l’figypte
et la Nubie. Paris 1867. 18. 3 voll.
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ZWEITE ABTHEILUNG.
Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst wahr-
scheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen.
C. 445. Der h. Encherins von Lerins, bischof von Lyon. Epistola
de situ Judseae urbisque Hierosolymitanae e Josepho, Hieronymo etc. ad
Faii8tinum. In Nova Bibliotheca manuscriptorum librorum . . Opera et
studio Phil. l’Abb£. Paris. 1657. Fol. 1 , 665 — 667. Auch enthalten die
kommentare in Genesim und libros Regum geographisches. S. die ausgabe
Basil., Frobei^ 1531. Fol. 147 sq., 202. Vgl. Robinson 2, 535. Euche-
rius schrieb nur vom hörensagen, sowie nach der lectüre (Fl. Josephus und
Hieronymus).
C. 880. Eldad Danita hebräisch de decem tribubus juxta fluvium
Sabbaticum habitantibus. In der bodlejanischen bibliothek zu Oxford; latei-
nisch am ende der Chronographia Genebrardi. S. Meusel 1, 2, 72, Beller-
mann 2, 71.
C. 1 250. Der englische franziskaner und grosse weltweise Roger
Baco (Bacon) schrieb nach Rignon (1861, 82) über Palästina und die
h. Stätten.
G. 1290. Der franziskaner Johann de Oosteroyck: Abhandlung über
das h. Land. Rignon, 1. c.
C. 1330. Giovanni Fedantiola, franziskaner ans der römischen
provinz. Beschreibung des h. Landes. Rignon ibi 83.
C. 1342. Der spanische franzikaner Blaz de Buiza. Von ihm
führt Rignon (83) eine beschreibung der h. Stätten (Salamanca 1625) an.
1350. Traitö sur l’figypte et la Terre Sainte. MS. in Besan$on.
Haenel Catal. 69.
C. 1360. Histoire de la Terre Sainte. MS. in S. Omer. S. Haenel
Catal. 266.
C. 1361. Jean Godjealis. Von ihm führt Rignon (ibi) ein itinerar an.
C. 1363. Der karmeliter Johann PositL Von ihm gibt es nach
Rignon eine Pilgerfahrt und genaue beschreibung Jerusalems und der h. Orte.
C. 1367. Der engländer Walter Wiburn: die eigenthümlichkeiten
des h. Landes. Nach Rignon.
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G. 1370. Der dichter Francesco Petrarca von Florenz. Francisci
Petrarch® V. C. Itinerarivm in quo, quicquid per Evropam vel Asiam pere-
grinis Hierosolymitanis Memorabile occurrit, diligentissimfc describitur. In:
Fr. Petrarchi etc. Opera . . Basile®, H. Peter, 1554. Fol. I, 617 — 26.
Auch : Francisci Petrarch® . . Iter Palsestinum. In : Hodoeporicorum sine Iti-
nervm totius ferfc Orbis Lib. VII. Opus Historicum, Etnicum, Physicum,
Geograpbicum a Nie. Revsnero Leorino iam olim collectum: nunc demum
Jeremi® Revsneri Fratris cura ac studio editum. Basile®, P. Lecythus,
1580. 8. 599—624. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Ich fand so wenig
belehrendes, dass ich nach dem durchgehen nicht einmal dem titel mehr
aufmerksamkeit schenkte. Von Petrarca war die Pilgerfahrt beabsichtigt,
nicht aber ausgeführt.
C. 1450. Hie sint merklich die stett des hailigen lants vnd ist von
baffow an der bortt (hafen) biss gen rama ain tütsch mil . . Pergament-
codex, 12., auf der bibliotheca academica in Freiburg (Baden). Die letzte
Seite, die als Umschlag dient, ist kaum leserlich. Unbedeutend.
1456. Ludwig de Angulo. Prima . . (pars) erit partim theologalis
et partim naturalis , secunda ' partim naturalis et in maiore parte historio-
graphalis, tertia vero et vltima erit tota mathematica astrologalis. Cod.
bibliothec® Vadian® S. Gallensis, chartaceus, eleganter scriptus a Ludovico
de Angulo Hispano, tripartitus. 122 quartblätter, 10" 8"' P. lang, 7" 9"'
breit; die Seite doppelspaltig , jede spalte 2" 2'" breit und 7" lang. Der
Codex beginnt mit den Worten : Cvm secvndum philosophum primo de anima . .
Im 2. theile (14 1, sqq.) kommt der Verfasser (39 sqq.) auf Palästina zu
sprechen, gewährt jedoch wenig ausbeute.
C. 1480. Arminensis, s. unten (karten).
1488. Les sainctes peregrinations, et des avirons et des lieux prochains
du mont de SynaY, et de la gloreuse Katberine. Cestx ouvrage est petit livre
contenant du tout la description, ainsi que Dieu a voulu donner ä cognoistre.
Lyon, M. Tobie, J. Herembevelt, 1488. Fol., 1 30 bll. Grässe’s Trds. 5, 199.
i . . ,
G. 1490. Eines ungenannten Description de la Terre Sainte. MS.
in Grenoble. S. Haenel Catal. 167.
1517. Jerusalem: Ein kurtze vermerckung der heyligen Stet des
heyligen landts in vnd vmb Jerusalem mit verzeychnung der mercklichen
ding in denselbigen geschehen. Auch wie nahent vnnd verre ein Stat von
der andern sey. Mit einem holzschnitt. Nürnberg 1517. 4.
1524. Opera nuova chiamata itinerario de Hierusalem, ouero parte
orientale. Venetia 1524. 8. S. Brunet 6, 1585.
1536. Terr® Bauet® . . descriptio una cum singulis tabulis earumdem
regionum töpographicis , authore Jacobo Zieglero. Argent., Rihel, 1536.
Gr. 4. S. Topogr. 1, lxxxvi.
1536. Terr® Sanct® descriptio, juxta ordinem Alphabeti, authore
Vvolfgango Vueissenburgio. . Zugleich mit Zieglers beschreibung herausge-
gegeben, p. 111 sqq. Deutsch: Palästina. Strassburg 1630. Fol. Mit
kupfern. S. Geisheim 56.
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1538. Der flamänder Hermann Borcnloo. Ciuitatis Jerusalem, ac
sacrorum locorum vniuersm Palesthinse delineatio ac descriptio per Hermannum
Borcnloo. Ultrajecti 1538. S. Adrichom. 288*, Rignon, 1861,86.
1540. Totius terrae sanctae vrbiumque . . secundum bibliacos libros ac
diuum Hyeronimum, authore M&rtino Brionaeo Parisiensi , elaborata De-
scriptio. Parisiis, 6. 'de Bossozel, 1540. 4. Kurze alphabetisch geordnete
beschreibung des h. Landes.
1544. Jean Gdrard. Description de Jerusalem.. Rignon, 1861, 85.
Vielleicht ist es der von Aitsinger (s. s. 1) angeführte Gerardus Mercator.
C. 1550. Von Ägidius Tsehudi, dem schweizerischen chronikschrei-
ber, finden sich auf der bibliothek der alten abtei S. Gallen in den papier-
handschriften nr. 666 und 669 beschreibungen von Palästina. 669, Lexicon
geographicum totius Syriae, Palaestinae, Judaeae, ist ausführlicher. Der autor
benutzte Fl. Josephus, Plinius, Eusebius, Hieronymus, den Liber Notitiarum,
Ziegler. Es sind auch karten dabei.
1563. Adam Beissner, Beschreibung der alten hauptstadt Jerusalem.
Frankfurt 1563. Lateinisch per Iohannem Heydenum. Francofvrti 1563.
Kl. fol. Deutsch auch Frankfurt 1555, 1565, 1574, imper. fol. S. Grässe’s
Trös. 6, 74.
1581. Itinerarivm Sacrae Scriptvrae. Das ist: ein Reisebuch Vber die
gantze heilige Schrifft . . vber dreyssig mahl gedrucket. Durch Henricum
Bünting, Pfarrberrn . . zu Grunaw. Braunschweig, B. Gruber, 1638. Fol.
Die Vorrede wurde 1579 geschrieben. Ausgaben kennt man ferner: Magde-
burg 1581, 1585, 1589, 1597, 1599, 1600, 1608, Braunschweig 1650, 4.;
1718, fol. Lateinische ausgabe vom Verfasser Magdeburg 1597. Englische
Übersetzung London 1619. Man zitirt auch eine dänische (1587), schwe-
dische (1595) und holländische Arnh. 1605, Haerl. 1614, 1618, Amst.
1663, auch: Reyse van ’t Heyligh landt. Armem, I. Iansensj 1630. S.
Gonsales 12, Grässe’s Trös. 1, 572.
1582. Michael Aitsinger oder Eytzinger. Terra Promissionis topo-
graphice atque historice jjescripta. Per Michaelem Aitsingervm. Coloniae
Agripp., Kemp., 1582. 4. Ohne plan oder karte.
1583. Tractado y descripcion breue y compendiosa de la tierra Sancta
de Palestina . Compuesto . . por el padre Fray Rodrigo de Yepes. Madrid,
I. Iiiiguez de Lequerica, 1583. 4. Italienisch: Nova Descrittione di Terra
Santa. Dove si descrivono . . Con vn Trattato della Peregrinatione di lesso
Salvator. Opera . . Del P. Fr. Rodrigo de Iepes. Tradotta di Spagnuolo.
Venetia 1591. 12.
1585. Ein newe, warhafftige, gründtliche Beschreibung, wie die heilig
vnd hochberhümbt Statt Jerusalem von jhrer letzten Zerstörung erbawen,
wie sie mit herrlichen Tempeln*, schönen Palästen , hohen Thürnen, vesten
Pforten beschlossen, wie in derselbigen Christi Jesu rosenfarbes blut ver-
gossen, vnd das menschlich geschlecht auss dem rachen des laidigen Sathans
gerissen sey worden: Auss flirtrefflichen Scribenten mit höchstem fleiss zu-
sammen getragen, vnd zu ehr des weitberhümbten Fuggerischen Geschlechts
in Truck verfertiget. München, A. Berg, 1585. 12.
1588. Der holländische geistliche Christian van Adrichom von
Delft. ‘ 1 . Iervsalem , sicvt Christi tempore florvit , et süburbanorum , in-
Tobler, Bibliographie. 14
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signiorumque historiarum eins breuSs descriptio. Christiano Adrichomio Del-
pho avtore. Coloniae Agripp., 6. Kemp., 1584. 12. Editio altera ab autore
aucta, et emendata. Colonise Agripp., Birckmann, 1 588. Kl. 8. Es sollte in
dieser ausgabe^auch ein plan sein. Noch gibt es eine Editio postrema ab
anctore aucta, et emendata. Kl. 8. Der plan ist hier dabei; es scheint
jedoch bloss eine titelausgabe zu sein. Dieses buch ist ein Vorläufer des
folgenden Werkes. — 2. Theatrvm Terrae Sanctae et Biblicarvm Historiarvm
cum tabulis geographicis aere expressis. Avctore, Christiano Adrichomio . .
Colonise Agripp., Birckmann, 1590. Fol. Spätere ausgaben : daselbst 1593,
1600, 1613, 1628, 1682. Italienisch: übersetzt von P. F. Toccolo, Verona
1590, 8. (wahrscheinlich der Vorläufer), auch übersetzt von Lodovico Arri -
vabene. Verona, M. A. Palazzolo, 1592. Kl. 8. Vom Übersetzer wurde
auch der oben sub anno 1591 (s. Galeazzo) angeführte Dialogo angehängt.
Englisch : A briefe description of Hierusalem by T. . Tymmer. London
1 595. 4. Auch: A Description and Exploration of 268 places of Jerusalem.
London 1654. 4. Jacobi Bonfrerii Annotationes in Christ. Adrichomii de-
scriptionem Terrae Sanctae finden sich im Biblicus Apparatus Briani Waltoni
hinter den zu London herausgegebenen und von^odmer in Zürich gedruck-
ten Biblia Polyglotta. Vgl. 3. Wander. 437 f.
1590. Thomas Obicini, franziskaner. Von ihm führt Rignon
(1861, 88) eine beschreibung von Palästina und besonders von Jerusalem an.
C. 1590. IIoBtCTi» ai noJii>3t (MHinaiqiiM'B n npo'iHTaioii^HsrL o
CBJrrfcarfc rpa^t IepycaaHMt n o oKpecTHHX'B ero MtCTex’B. HoßtcTb
o CBBTtif ropi CMHaiiCTkif. D. i. nützliche erzählung für solche, die über
Jerusalem und seine Umgebung nachrichten wünschen. Angefügt ist: Dar-
stellung des berges Sinai. Die hs., 12., wird auf der öffentlichen bibliothek
zu S. Petersburg aufbewahrt. S. Noroff bei Daniel 211.
*C. 1600. Ein französischer codex über das h. Land in Besannen
nach Haenel 71.
1604. Apparatvs vrbis ac templi Hierosolymitani. Tom. 3. (p. 1.
et 2.) Joannis Bapt. Villalpandi, collato studio cum H. Prado . Komm,
Vulliett., 1604. Fol.
1607. Christoph Petersdorff, Itinerarium sacrum. S. Denkblätter 703.
1618. Joh. Lightfooti Opera omnia: hac nova editione operibus ejusd.
posthumis, nunquam hactenus editis, locupletata; Quorum Syllabus, pagina
post Vitam Auctoris ultima, exhibetur. Johannes Leusden Textum Hebrai-
cum recensuit et emendavit. . Editio secunda , priore longe correctior et
emendatior. Vltrajecti, 6. Broedelet, 1699. Fol. 2 voll. Im Vortitel steht
die jahrzahl 1618.
1619. Adam Hoto. Description de la Terre Sainte et des Lieux
Saints. Hignon, 1861, 91.
1619. Doctor Josepe de Sesse. Libro de la Cosmographia universal
del mundo y particular descripcion de la Syria y Tierra Santa. Zaragoza
1619. Kl. 4. S. Grässe’s Trös. 6, 374. Vgl. Rignon 1861, 89.
1628. Christoph Heidmann s. unten sub anno 1665.
1636. Christoph Besold. Historia urbis et regni Hierosolymitani,
regum item Siculorum etc. Auctore Christophoro Besoldo. Argentorati,
Zetzner, 1636. 12.
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21t
1639. Der spanische franxiakaner Didaoo von Cea. Thesaurus
Terrse Sanct» quem seraphica miuorum religio de observantia ioter infideles, per
300 et amplius annos religiöse custodit, fideliterque admiuistrat. Avthore . .
Didaco de Oea . . Rome, congregatio de s. fide, 1639. 4. Vgl. Hiethug 1, 35.
1640. Geographia sacra, sive notitia antiqua dicecesium omnium pa-
triarchalium , metropoliticarum , et episcopalium veteris ecclesie etc. Auctore
Cardio a. 8. Paulo. Amsteledami, Halma, 1704. Fol. 1640 wurde die
bewilligung zum drucke ertheilt.
1642. Der minorit Vincenzo Berdini, generalkommissär des h.
Landes. Historia Dell’ Antica, e Moderua Palestina, Descritta in tre Parti,
Dal . . Vincenzo Berdini . . Nella quäle si hä particolare descrittione de’
luoghi piü singolari del sito, qualitä di essi, gouerno, costumi, guerre, Riuo-
lutioni, et altri successi notabili. In Venetia, G. B. Surian, 1642. 4. In
der Zueignung unterschreibt sich der Verfasser Vincenzo Bardini da Sartiano.
Vgl. Bonar 522.
1646. La Terre Sainte, description des Lieux Saints. Paris 1646.
Rignon, 1861, 92.
1646. Christ Feustel, diss. de Beth-Phage. Lipsie 1646. 4.
1646. Sam. Bocharti Geographia Sacra, seu Phaleg et Canaan. Ca-
domi 1646. Fol. Francofurti 1674 und 1681, 4. Lugd. Bat. 1692. Ibidem
ed. Villemandy 1707. Fol. S. Robinson 2, 553, Grässe’s Tr£s. 1, 457 sq.
Boohart schrieb auch: Hierozoicon sive bipartitum opus de animalibus S.
Scriptur». Ed. 4. Lugd. Bat. 1712. Fol. Frühere ausgabe Francof.
1675. Fol. Dieses Hierozoicon erschien mit Phaleg et Canaan in den Opera
omnia. Lugd. Bat. 1707 — 12. Fol. 2 voll. Frühere (3.) ausgabe ibi 1692.
1647. La in9trvttione del viaggio di Hierusalem. Anhang im werk-
chen: Poste per diverse parti del mondo. Con tutte le Fiere notabili . .
Aggiontoui di nuouo il viaggio di Hierusaleme. Venetia, D. Imberti, 1647.
12. Nur 7 seitlein.
C. 1648. La description de la Palestine et des lieux de cette Prouince
dont il est parlä dans les saincts Euangils. Cod. gallice scriptus, charta-
ceus, auf der bibliothek des arsenals in Paris, nr. 22, in 4.
C. 1650. Francisco de Solis. Descripcion breve de Ia tierra . . santa.
Papierhandschrift, 4., im brittischen museum zu London, Biblioth. Eger-
ton 590.
C. 1650. Johannis Henrici Hottingeri dissertatio de Geographia
Terr» Canaan. Auch in Ugolini Thesaur. Antiquitatum Sacrarum. Venetiis,
J. G. Herthz. 6, 1111 — 1144.
1656. Aloys Vulcain (P. Louis de Padulle M. O.). Nouvelle et
vöritable Description de toute la Terre Sainte. Naples 1656. 8. Auch 1563.
Rignon, 1861, 88. Wahrscheinlich italienisch geschrieben.
1658. Der würtembergische renthammerrath Hieronymus Welsch. Warhafftige
Beiss - Beschreibung, auss eigener Erfahrung, Von Teutschland, Croatien, Italien, denen
Insuln ßicilia . . desgleichen von Barbaria , Egypten , Arabien , und dem gelobten
Lande; . . Auff der EilfFjährigen Reise, Hieronymi Welschen . . Von ihme selbsten
beschrieben und verfertiget. Stuttgart, Wolffgang d. J. und J. A. Endter, 1658. 4. 12
bU., 427 s. Vgl. Petzholdt’s Anz. , 1862, 296. Trotz des marktschreierischen titels
war der Verfasser nicht in Palästina.
14*
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1658. Peregrinatio Sancta Fr. Laurentii a B. Paulo Sveci. Rom», A.
Bernabö k Verme, 1658. 8. Die schrift des franziskaners ist gar keine reise-
beschreibung.
1659. Joannia Bisselii, e S. J., Pal»stin», seu Terrae Bauet», To-
pothesia. Amberg» 1659. Ediüo altera Diling» 1679. S. Bonar 523.
1665. Christophori Heidmanni Palästina sive Terra Sancta Pancis
capitibns distinctö ordineque explicata . . Jam vero ex autographo ejnsdem
correcta ac emendata, & . . Henrici Emstii . . Annotationibus, sive Adden-
dis illnstrata ac aucta, et triplice indice ornata Ob exemplarium raritatem
una cum quinque tabulis ex Adrichomio et aliis collectis . . Editio tertia.
Wolferbyti, J. Bismarc., 1665. 4. Das buch erschien auch 1689 in Wolfen-
bttttel, 4. Das Vorwort zur ersten ausgabe wurde 1628 abgefasst. Vgl.
Bonar 523.
1665. Sanson und Le Clero. Geographia Sacra ex vetere et novo
Testamente desumta et in Tabulis quatuor concinnata. Paris 1665. Ac-
cesserunt . . Not» Joannis Clerici. Amstel»dami, Halma, 1704. Fol. Vgl.
Robinson 2, 553.
1677. Dr. Olf. Bapper. Naukeurige Beschryving van gantsch Syrie,
en Palestyn of Heilige Lant, etc. Rotterdam 1677. Fol. Amsterdam 1681.
Fol. Deutsch : Asia, Oder . . Beschreibung des gantzen Syrien und Palestins,
oder Gelobten Landes . . Aus verschiedenen alten und neuen Scribenten so
wol, als dem Bericht warhafftiger Augeszeugen und Untersucher zusammen
getragen von .. 0. Dapper. Nürnberg, J. Hofmann, 1688. Fol. Auch Amster-
dam 1681, fol., und Nürnberg 1689. S. Robinson 2, 554, Grässe’s Tr6s.
.2, 335.
1684. Ber pater franziskaner Juan von Calaorra oder Calahorra
in Spanien. Chronica de la Provincia de Syria y Tierra Santa. Madrid
1684. Historia cronologica della Provincia di Syria, e Terra Santa di
Gierusalemme .. cominciando dal a. 1219. Opera Composta in Spagnuolo
Dal . . Giov. di Calaorra. Venetia, A. Tiuani, 1694. 4. Der Übersetzer
ist Angelico di Milano . S. Rignon, 1861, 89 u. 91. Angelico war custos
des h. Landes. Sa traduction de Calahorra n’est malheureusement pas exacte.
II a publik dans sa patrie : Fleurs historiques de Terre gainte. S. Rignon.
1688. Nouvelle relation sur Mat de la Terre Sainte. Paris 1688.
S. Rignon, 1861, 92. Vgl. oben Beaugrand 119.
1690. Ber kaplan Balthasar Bartoli. Li tesori celesti e venerati
di Terra Santa libro secondo. Opera di Baldassare Bartoli . . Macerata,
Pannelli e Siluestri, 1690. 12. Das 2. buch enthält eine gewöhnliche be-
schreibung der h. Stätten, der feste und prozessionen der franziskaner.
1699. Apparatus Geographicus, descriptio Jud»», &c., auctore B. Lainy.
Gratianopoli 1687. Paris. 1699. Venet. 1733. De tabemaculo foederis,
de sancta civitate Jerusalem et de templo ejus libri VII. Parisiis 1720.
Fol. S. Bonar 524, Gratz 629, Grässe's Trös. 4, 9 t. #
C. 1699. Johannis- ftuistorpii Nebo unde tota perlustfatur Terra
Sancta. In Th. Crenii Opusc. elegantior. Rotterodami, Fascic. 9. p. 462.
Auch in Ugolini Antiquitatum Sacr. 6, 1069 — 1110.
1700? Körte Beschryving van de stad Jerusalem benevens hare voor-
steden. Door C.-L. Be Vrieze. Wortegheim, C.-L. Vrieze 8. S. a.
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1701. Christoph: Cellarius, Notitia Orbis Antiqui seu Geographia
plenior. Lipsi® 1701 — 5. 4. 2 voll. Auxit J. C. Schwarz. Lipsi® 1731
— 2. Mit einem neuen titel das. 1772 — 3. Syrien und Palästina sind im
2. theil enthalten. S. Robinson 2, 554. Vgl. Grässe's Trdsor 2, 99.
1703. J. Hübners kurze Fragen aus der Geographia sacra. Leip-
zig 1703. 12, Bachiene 1, 1, 22.
1708. Ed. Wells, An Historical Geography of the New Testament.
London 1708. 8. 2 voll. Auch das. 1712, 8., und noch mehrere male ge-
druckt. Desgleichen: An Historical Geography of the Old Testament.
London 1712 ff. 8. 3 voll. Deutsch beide werke von G. W. Panzer.
Nürnberg 1764. 8. 4 theile. S. Bachiene 1, 1, 22.
1709. Adrian Reland, professor in Utrecht. 1. Adriani Relandi
de Nummis veterum Hebraeorum, qui ab inscriptarum literarum forma S&ma-
ritani appellantur, Dissertationes quinque. Cum tabulis ®ri inscriptis. Acce-
dit Dissertatio de marmoribus Arabicis Puteolanis. Trajecti ad Rh., G.
Broedelet, 1709. 12. 4 bll., von s. 153 — 223 u. 4 bll. — 2. UI. Disser-
tatio de monte Garizim. Im 1. theil der miszellen von s. 121 — 162. S.
Relandi Palästina lib. 1 ., cap. LHI. Hier bezieht er sich auf diese schrift. —
3. Hadriani Relandi Palästina ex menumentis veteribus illustrata. Trajecti
Bat. 1714. 4. Norimberg® 1716. 4. Auch in Ugolini Thesaurus Antiquitatum
Sacr., tom. 6., vorne. Fpl. — 4. Hadriani Relandi de Spoliis Templi Hieroso-
lymitani in arcu Titiano Rom® conspicuis über singularis. Arcum ipsum et
spolia templi in eo sculpta tabul® in aes incisae exhibent. Trajecti ad Rh., G.
Broedelet, 1716. 12. 2 bll., 138 8. u. 12 bll. Ed. nova 17J5. — 5. An-
tiquitates Sacr® veterum Hebr®orum breviter delineat® ab Hadriano Re-
lando. Editio tertia. Trajecti Bat., G. Broedelet, 1717. 12. 4 bll., 548 s.
u. 21 bll. 4. ausgabe 1741. 4. — 6. Hadriani Relandi de Religione Mo-
hammedica libri duo. Editio altera auctior. Trajecti ad Rh., G. Broedelet,
1717. 12. 30 bll., 272 s. u. 21 bll. Das Vorwort wurde 1705 geschrie-
ben. — 7. Im holländischen kam heraus: Palestina opgeheldert. Ofte de
Gelegentheyd van het Joodsche Land. Uyt de Gedenkstukken der Ouden
getrokken en op vaster Gronden als voorheen aangetoont en beweezen door
den Heer Adriaan Reland . . Volgens zyn Hoogw: bestek ten dienste der
Nederlanders uyt zyn Latynsch Werk getrokken, en met de nodige Landkaarten
ter opheldering noodig voorzien . . Utregt, W. Broedelet, 1719. 8. 36 bll., 428
s. u. 22 bU. Mit dem portrait des Verfassers und etlichen karten. S. Raumer
15 f., Robinson 2, 554, Grässe’s Trds. 6, 75. Über den ausserordentlich hohen
werth der arbeiten Relands ist die ganze gelehrte weit einverstanden.
1719. Siria Sacra . . Composta dall’ Abbate Biagio Terzi di Lavrea.
Roma, Buagni, 1719. Fol.
1723. Decriptio Iordanis flwii in Palästina seu Terra Sancta maximi
et amoenissimi . . luci p. exposuit J. Georg. Sachse. Erford., J. M. Funck,
1723. 4.
1724. Der franziskaner Francisco de Jesus y Maria, Patrimonio
serafico de Tierra Santa. Madrid 1724. 4. S. Rignon, 1861, 93. Es sei
eine geschichte der mission der franziskaner in Palästina.
1722 ff. Aug. Calmet, Dictionarium historicum, chronologicum, geo-
graphicum et litterarium Bibliorum. August® Vind. 1729. Fol. 2 voll.
Französisch Paris 1730. Die 1. ausgabe Paris 1722, 8., 2 voll. Disser-
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tatio in tabnlam geographicam Terrae Promissionis. Wireebnrgi 1789.
5. Gratz 629, Grässe’s Trös. 2, 20.
1738. Anth. J. von der Hardt, Galibea Sabulonitis, ex Jud. antiqq.
penetralibus illnstrata. Helmstadii 1738. 4.
1739. Regni Davidici et Balomonici descriptio geographica et historica
nna cum delineatione Syriae et Aegypti . . auctore Johanne Matthia Hasio.
Norimbergae, Homann, 1739. Fol. Vgl. Grässe’s Trds. 3, 217.
1739. Dufren, Von der Reisse- Tasche und Wander-Stab derer Pilgrim
ins gelobte Land. In den Amoenitates historico - jüridicae. Durch Wilhelm
Friedrich von Pistorius. Franckfurt u. Leipzig, A. J. Felssecker, 1739. 4.
6. theil, von s. 1659 an.
1740. J. Jac. Schmidt’ 8 biblischer Geographus. Züllichau 1740.
Gr. 8. S. Bachiene 1, 1, 22.
1740. Oriens Christianus, in quatuor patriarchatus digestus . . Studio
et opera . . Michaelis le Quien. Parisiis 1740. Fol. 3 voll.
1743. Be Millii Dissert. de terra Canaan, in seinen Dissertationes
selectae. Lugd. Bat. 1743. 4. 127 — 182. S. Bachiene 1, 1, 22.
1747. D’Anville , Dissertation sur Ffitendue de l’ancienne Jerusalem
et de son Temple. Paris 1747. 8. Auch unter den Pifeces justificatives
hinten bei Chateaubriand 3, 261 sqq. S. Robinson 2, 555, Topogr. 1,
LXXXVH, Grässe’s Tresor 1, 157.
1747. Geographie sacrde et historique de l’ancien et du nouveau Testa-
ment . . par Robert. Paris 1747. S. Bachiene 1, 1, 22.
1750. W. L. Nitzsch , de horto Gethsemane diss. Witeberg»
1750. 4.
C. 1750. Johannis Christophori Wichmannshausen. Dissertatio
de Thermis Tiberiensibus. In Ugolini Antiquitatum Sacr. 7, 955 sqq.
1750 und 1755. Balthasar Ludwig Eskuche, Erläuterungen der
h. Schrift aus morgenländischen Reisebeschreibungen. Lemgo 1750, 55.
2 voll. S. Bellermann 2, 89.
1758 — 68. Will. Albert Bachiene, Heilige Geographie . . Utrecht
1758 — 68. 6 Deelen. Deutsch: Historische und Geographische Beschreibung
von Palästina, nach seinem ehemaligen und gegenwärtigen Zustande, nebst
denen dazu gehörigen Landcharten. Aus dem Holländischen übersetzt und
mit Anmerkungen begleitet von G. A. M. Cleve u. Leipzig , G. C. B, Hof-
mann, 1766 — 1775. 8. 2 thle. in 7 bänden. Der name des Übersetzers
ist Maas . S. Robinson 2, 554.
1764. Harmar, Observations on divers Passages of Scripture grounded
on circumstances incidentally mentioned in Books of Voyages and Travels
into the East. London, Th. Field, 1764. 1 vol. Deutsch: Beobachtungen
über den Orient aus Reisebeschreibungen, zur Aufklärung der heiligen Schrift.
Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von /. E.
Faber. Hamburg, J. C. Bohn, 1772 — 79. 8. 3 voll.
C. 1770. A. E. Büschings grosse Erdbeschreibung. 2. Ausgabe 1771.
5. th. 1. abth. Palästina. Altona 1785. 8. Mit einem neuen titelblatte,
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th. II., abth. 1. Hamborg 1792. Eine andere aosgabe (wahrscheinlich
nachdrnck) in Brflnn, F. A. Schrämbl. Kl. 8. 24. band, 1787: Palästina.
8. Raumer 15, Robinson 2, 554.
1771. Bydragen tot de heilige Aardrykskunde, door Justus Tjeenk,
in den Yerhandelingen uitgegeven door het Zeeuwsch Genootschap der
wetenschappen te Ylissingen, 2. th. s. 465 ff. Fast nur philologisch gehalten.
1784. La Geographie sacröe, et les monuments de l’histoire sainte.
Lettres du P. Joseph -Romain Joly. Paris, A. Jombert, 1784. 4.
1789. Ueber Golgatha und Christi Grab. Ein Historisch -critischer
Versuch mit einem Grundriss von der Gegend und Stadt des heutigen Je-
rusalems von Johann Friedrioh Plessing . . Halle, Waisenhaus, 1789. 8.
XXXH, 542 s.
1790. Ysbrang van Hamelsveld, Aardrijkskunde des Bijbels . .
Amsterdam 1790, 8. 6 Deelen. Daselbst auch 1798. 8. 6 theile. Deutsch
von R. Jänisch. Hamburg 1793 — 96. 8. 3 voll. Mit karten. Die Über-
setzung wurde nie zu ende geführt. 8. Raumer 15, Robinson 2, 554, M.
D. de Bruyn 7 (deutsch, s. unten sub anno 1845), Grässe’s Trds. 3, 204.
1793. Notizie storiche intorno ai Luoghi di Terra Santa stese succin-
tamente dal P. Agapito di Palestrina minore riformato. Roma, Giunchi,
1793. 8.
1795. Karl Benj. Schmidt, Leitfaden bei dem Unterricht der bibli-
schen Geographie. Danzig 1795. Gr. 8. 1. tbl. mit 2 karten. Engel-
mann 1094.
1799. Conrad Männert, Geographie der Griechen und Römer. 6. th.
f. abth. Arabien, Palästina, Syrien. Nürnberg 1799. 8. 2. auflage. Leip-
zig 1831. Robinson 2, 554.
C. 1806. An Analysis of the Waters of the Dead Sea and the River
Jordan. By Alexander Marcet, M. D. . . Communicated by Smithson Ten-
nant. Auszug von s. 296 — 314 aus einem englischen journal (1807), 4.,
dessen titel ich nicht angegeben finde.
1807. Das buch der geschichte der heiligen und hohen stadt Jerusa-
lem und der heil, heilsorte unsers Herrn Jesu Christi. Konstantinopel 1807.
Gr. 8. In armenischer spräche. Mit 1 paar schlechten holzschnitten.
1814 und 1816. Peter Wilhelm Behrends, die christliche Wallfahrt
zum heil. Grab und die tausendjährige Gedächtnisfeier der Apostel der
Niedersachsen zwischen Elbe, Ocker und Bode in einer Oster- und Pfingst-
predigt im Jahre 1814 und 16 dargestellt Helmstädt 1817. 12. Kurze
Beschreibung des heiligen Landes . . Helmstädt, Fleckeisen, 1829. 8. S.
Gei8heim’8 Hohenzollern 57, Engelmann 149.
1817. C. F. Klöden, Landeskunde von Palästina. Mit 1 nach den
neuesten Beobachtungen von dem Verfasser gezeichneten und von Carl Mare
gestochenen Karte. Berlin, Rücker, 1817. Gr. 8. Engelmann 150.
1817. Joh. Jahn, biblische Archäologie. Wien 1817. 1. th. 1. bd.
geographische Einleitung von den biblischen Wohnplätzen. Gratz 630.
1818 ff. Ernst Friedrich Karl Rosenmüller. Das alte und neue
Morgenland. Leipzig, Baumgärtner, 1818 — 20. 8. 6 voll. Näher zu be-
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216
achten ist: Biblische Geographie. Leipzig, Baumgärtner, 1823 — 30. 8.
3 voll. Mit 2 kupfern, 1 karte und 2 lith. abbildungen in fol. Bildet
auch den l. — 3. bd. von Rosenmüllers Handbuch der biblischen Alterthums-
kunde. S. Engelmann 1094.
1818. 1848 — 54. Professor Earl Sitter in Berlin. Die Erdkunde
. . oder allgemeine vergleichende Geographie. Berlin 1818. 8. 2 th. West-
asien. Neue ausgabe Berlin, G. Reimer, 1850 — 52. 8. 15., 16. und 17. th.
Ein ungewöhnlich reicher schätz. S. Topogr. 1, LXXXIX, Robinson 2, 555.
1819. La Terre Sainte, ou description des lieux les plus cöl&bres de
la Palestine (par M. Holande). Metz, Lamort, 1819. 8. Nouv. ödit. Cha-
telet, Maton, 1860. 12. S. Barbier 3, 311, Petermann’s Mittheilungen aus
J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1860, 323 h .
1820. G. B. Winer, biblisches Realwörterbuch. Leipzig 1820. 8.
3. ausgabe Leipzig 1847 — 8. 8. 2 voll. S. Robinson 2, 554.
1821. S. Löwisohn, biblische Geographie, enthaltend eine Beschrei-
bung aller Länder, Meere, Land - Seen , Flüsse, Bäche, die im alten Testa-
ment Vorkommen . . Aus dem Hebräischen. Mit l Karte. Wien, Beck,
1821. Gr. 8. S. Engelmann 1094.
1822. Friedr. Ford. Gessert. Das heilige Land, oder Palästina bis
auf unsere Zeit. 3., verbesserte und vermehrte Auflage. Essen, Bädecker,
1835. Gr. 8. S. Engelmann 150.
1822. Joh. Geo. Melos, Beschreibung des jüdischen Landes zur Zeit
Jesu, in geographischer, bürgerlicher, religiöser, häuslicher und gelehrter
Hinsicht, für Bürger- und Volksschulen, und gebildete Bibelleser. 2., nach
dem Tode des Verfassers umgearbeitete und verbesserte Auflage. Weimar,
Landes -Industrie -Comptoir, 1830. Gr. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150.
C. 1822. Palästina oder historisch - geographische Beschreibung des
jüdischen Landes zur Zeit Jesu. Zur Beförderung einer anschaulichen Kennt-
niss der evangelischen Geschichte für christliche Religionslehrer und gebil-
dete Bibelleser von Dr. Johann Friedrich Böhr. 6. vermehrte und ver-
besserte Auflage. Reutlingen, J. N. Ensslin, 1832. 8. 2. auflage Zeitz 1819.
Mit t karte von Palästina. Neue ausgabe, mit l plan von Jerusalem.
Leipzig, O. A. Schulz, 1845. Gr. 8. Titelausgabe 1852. S. Engelmann
151. Das buch scheint auch ins englische übertragen. 8. M c Leod 102.
1823. W. F. Palmblad, Palaestina, Geographisk, Archaeologisk och
Historisk Beskrifning. Upsala 1823. S. Berggren 3, 9.
1824. Hornung, Handbuch zur Erläuterung der biblischen Geschichte
und Geographie, für Volksschulen und forschende Bibellehre • . 2. Auflage.
Leipzig, F. Fleischer, 1827. 8. S. Engelmann 1094.
1825. Earl Friedrich Hempel, kurze Beschreibung des jüdischen
Landes und seiner Merkwürdigkeiten, besonders zur Zeit Jesu. Für Kinder
in Bürger- und Landschulen. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. Leip-
zig, Herbig, 1835. 8. Mit l karte. S. Engelmann 150.
1825. Das jüdische Land oder Palästina, nebst einer kurzen Geschichte
der Israeliten. Schwelm, Scherz, 1825. 8. Mit lithographischen abbildungen
und 1 karte. S. Engelmann 1094.
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217
1826. J. K. Wiets, Palästina, oder: Das heilige Land. Bearbeitet
nach den getreuesten Berichten bewährter Angenzengen. Prag, Bohmann,
1826. Gr. 8. Mit 1 plan. S. Engelmann 152.
1826. Extrait d’un ouvrage öcrit vers la fin de l’annde 1826 et an
commencement de 1827, sohs le titre de Conp d’oeil snr la Palestine et la
Syrie. Par Jonas King. Äthanes, C. N. Philadelphien, 1 859. 8. Griechisch:
2vy07izixrj EmfrttüQrjoig x rjg IlaXaiOTi'vrjg xai Svqiag. Er 'Adyvaig, xvnoyq.
xijg Auxoviag, 1859. Historisches über missionswesen, weniges aber über
Palästina.
1827. Freiherr Heinr. Fr. v. Bminingk, Phantasiegemälde aus dem
heiligen Lande. Nebst 1 Karte von Palästina und 1 Anhänge zur Ver-
deutlichung des Textes, in Bezug auf Geschichte und Sitten der Juden;
Liegnitz, Leonhardt, 1827. 8. S. Engelmann 149.
1827. W. F. Welleba, Vollkommene Darstellung der Merkwürdig-
keiten von Jerusalem, den heiligen Orten und dem h. Grabe. Nach den
neuesten und bewährtesten Reisebeschreibungen geschildert. Prag 1827. 16.
Mit 2 ansichten. S. Engelmann 137.
1830. Palästina in historisch - geographisch - statistischen Umrissen,
nach ältern und neuern Reisebeschreibungen gezeichnet. Freiburg, Herder,
1830. Gr. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und einer ansicht dea h. grabes.
S. Engelmann 150.
1830. Palästina und vornämlich die Stadt Jerusalem. Historisch-
geographisch beschrieben zur Erklärung der biblischen Geschichte für Re-
ligionsfreunde. Von Baron von Scheeler. Mit einem Grundriss der Stadt
Jerusalem und einer Karte von Palästina. Gmünd, Stahl, 1830. 16.
1830. Alfred Campbell, oder Reisen eines jungen Pilgers nach Aegypten
und dem gelobten Lande. Frei nach dem Englischen für die Jugend bear-
beitet von Caroline Stille. Hamburg, A. Campe, 1830. 16. Mit kolorirtem
titelkupfer. S. Engelmann 119.
1830. G. Fr. Weikard, Bibelkunde. Sulzbach 1830. Von s. 59 —
214 die biblische Erd- und Länderkunde. S. Gratz 630.
1831. Descrizione della Palestina o storia del Vangelo illustrata coi
monumenti dal dottor Giulio Ferrario. Milano 1831. Gr. 8. Die ansichten
sind Ludwig Mayer entlehnt.
1832. Viaggio di Gesü Cristo o Descrizione geografica de’ principali
luoghi e monumenti della Terra Santa. Con una carta e col tipo di Ge-
rusalemme di C. M. D* M 5 *. Torino, Mancio, 1832. Kl. 8. 2 voll. Die
Reisen Jesu Christi, oder geographische Beschreibung der vorzüglichsten
Orte und Denkmäler des heiligen Landes zu den Zeiten Jesu. Aus dem
Franz, durch C. M. D. M. übersetzt und mit einer geographisch - historischen
Einleitung, so wie mit erläuternden Anmerkungen versehen, von J. N. F.
(Mit 1 Karte und 1 Plan.) Linz, Eurich, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 151.
1832. Alois Staudenraus. Das heilige Land. Oder: Beschreibung
der merkwürdigsten Orte des heil. Landes und der Stadt Jerusalem; nebst
der Passionsgeschichte unsers Herrn nach den vier Evangelien, und der
Schilderung von Jerusalems Zerstörung. 2. vermehrte und verbesserte Auf-
lage. Regensburg, Manz, 1839. Gr. 12. Mit titelkupfer. S. Engelmann 151.
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218
1833. Justus Olshausen, Zur Topographie des alten Jerusalem. Kiel,
Schwere, 1833. 8. 8. Robinson 2, 555, Engelmann 137.
1833. Der bischof Michael Russell. Palestine, or, the Holy Land:
from the earliest Period to the present Time By . . M. Russell . . With
a Narrative of recent Visits. London, T. Nelson, and Edinburgh, 1852. 8.
Mit karte und ansichten. Spätere ausgabe bei Nelson 1855. 8. Die Vor-
rede zur 4. ausgabe erschien 1837. Deutsch: Palästina oder das heilige
Land . . Aus dem Englischen übersetzt von F. A. Rüder. Leipzig, Kum-
mer, 1833. Gr. 8. Mit 1 karte und titelkupfer. 2 theile. Auch Leipzig 1836.
Mit James B. Fraser gab Russell heraus : Länder - Gemälde des Orients, zur
Verständigung der Begebenheiten unserer Zeit. Übersetzt von A. Diezmann
und J. Sporschil. Pesth, Hartleben, 1836. 8. Auch 1840. Ebenfalls von
A. Diezmann ins holländische übersetzt. Amsterdam, 1838. 8. 2 deel. S.
Russegger 3, 96, Engelmann 121, 151.
1833. Job. Aug. Friedrich Schmidt, Die Reisen Jesu, oder Beschrei-
bung und Schilderung des jüdischen Landes und seiner Bewohner zur Zeit
Jesu, mit Berücksichtigung seines Zustandes in den frühem, spätem und
jetzigen Zeiten, und in Verbindung mit Jesu Leben und Schicksalen. Zur
Erläuterung der heiligen Schriften, vorzüglich des neuen Testamentes, für
die reifere Jugend und für ältere wissbegierige Bibelleser, welche der theo-
logischen Gelehrsamkeit wenig kundig sind. Ilmenau 1833. Gr. 8. Mit 10
lithographien und 1 karte. S. Engelmann 151.
1834. Professor Karl von Raumer in Erlangen, Palästina. Leipzig
1835. 8. 2. auflage. Leipzig, Brockhaus, 1838. 8. 3. auflage das. 1850. 8.
4. auflage das. 1860. 8. Mit 1 plan und 1 karte. In Utrecht sah ieh
1861 aushängebogen von einer holländischen Übersetzung. Ein vortreff-
liches handbuch, obschon es der revision, eines umgusses bedarf.
1834. Geographisch -historische Beschreibung des Landes Palästina
von Friedrich Gottlieb Grome. Göttingen, Vandenboeck, 1834. 8. Erster
Theil. Geographische Beschreibung des Landes Palästina. Mit 1 karte.
5. auch Cromes Artikel Jerusalem in Erech und Grubers Encyklopädie
s. 273 bis 321 (4.). Vgl. Robinson 2, 555, 3. Wander. 438.
1834. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth. Brünn 1834. Gratz 630.
1835. Bened. Adam Geyer, Das heilig Land. Versuch einer Be-
schreibung desselben nach biblischen Grandsätzen, für Schulen und zum
Selbstunterricht. Kempten, Dannheimer, 1835. Gr. 12. Mit 1 karte. S.
Engelmann 1 50.
1835. K. M. Ernst, Historisch -geographische Beschreibung von Pa-
lästina für Schulen; zunächst bearbeitet als Wegweiser zur Wandkarte dieses
Landes für Schulen, in 9 gr. Roy. blättern. 2. Auflage. Breslau 1835. 8.
S. Engelmann 149.
1835. Palästina sonst und jetzt. Eine tabellarische Übersicht. Saal-
feld, Niese, 1835. Gr. fol. S. Engelmann 150.
1836. (Hochstetter) Biblische Geographie für Schulen und Familien.
Herausgegeben von dem Calwer Verlagsverein. Mit Holzschnitten und einer
Charte des heiligen Landes in Stahlstich. Sechste verbesserte Auflage.
Calw; Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1846. Kl. 8. 5. auflage 1843. Der Verfasser
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219
gab auch für den gleichen verein ein Handbttchlein biblischer Alterthümer
am gleichen Orte, 1852, heraus. Hochstetter verfasste desgleichen die: Be-
schreibung von Jerusalem. Eine Zugabe zu der Reliefkarte der Stadt und
Umgegend von Jerusalem von Louis Erbe. Stuttgart, L. Kienzier (1854). 4.
S. Engelmann 149, Topogr. 1, LXXXVUI f.
1836. J. C. Kröger, Abriss der biblischen Geographie und Alter-
thümer, nebst geschichtlichen und andern Tabellen, für Lehrer in Bürger-
schulen. Hamburg, Hoffmann, 1836. 8. S. Engelmann 150.
1836. L. Traub, Palästina, oder alte Geographie des heiligen Landes
für israelitische Schulen und gebildete Bibelleser. Augsburg, Rieger, 1836. 8.
S. Engelmann 151.
1836. Friedr. Aug. Schubert, Das Nothwendigste aus dem Gebiete
der Geographie . . ; nebst einem Anhänge über Palästina. 2. verbesserte und
vermehrte Auflage. Meissen, Goedsche, 1836. 8. S. Engelmann 35.
1836. Paul Ewald, Biblische Topographie in alphabetischer Ordnung.
Zusammengestellt für Schulen und Freunde der heil. Schrift. Ansbach,
Brügel, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 149.
1 836. Historisch - geographisch - statistische Beschreibung von Palästina ;
das ist von dem gelobten, heiligen oder Juden -Lande, als dem Vaterlande
unseres heil. Religionsstifters Jesus Christus; wie es zur Zeit als Derselbe
lebte, war, und wie es heut zu Tage ist etc. 2., ganz umgearbeitete . .
und vermehrte Auflage. Grätz, Ferstl, 1836. 8. Mit 2 kupfern, 8 holz-
schnitten, 1 landkarte und 1 plan von Jerusalem. S. Engelmann 149.
1837. C. Friedrich Strahlheim, Die Wundermappe, 2. Serie: Asien,
* oder alle Merkwürdigkeiten dieses Welttheils. Frankfurt a. M., Comptoir
für Literatur und Kunst, 1837. Lex. -8. 1. band: Babylonien u. Assyrien,
Syrien, Phönizien, Palästina, Arabien und Klein - Asien. Mit 49 Stahlstichen.
S. Engelmann 57.
1837. L. M. Cottard, Dictionnaire historique et gdographique de la
Bible. Ä l’usage des Etablissements d’instruction primaire et secondaire.
Paris et Strasbourg, Levrault, 1837. 12. S. Engelmann 149.
1837. Einleitung in die Bibel, und Beschreibung der merkwürdigsten
Länder und Orte, welche in der Bibel Vorkommen, für Elementarschulen.
3. Auflage. Dortmund, Krüger, 1837. 8. S. Engelmann 149.
1837. Description de la ViUe Sainte. Moscou 1837. 4. S. Eug.
Bord 40.
1837. Andr. Bram, Beschreibung des heiligen Landes. 2., vermehrte
Auflage. Meurs, Rhein. Schulbuchhandlung, 1838. 8. Mit 1 Wandkarte.
Französisch: Description dela Terre- Sainte par Andrdas Brsera . . traduction
par F. de Rougemont. Neuchätel , Petitpierre , 1837. 8. S. Engelmann 149.
1838. K. Alb. L. Schmidt, Geographisches Lehrbuch; nebst einem
Anhänge , die biblische Geographie Palästina^ enthaltend . . Berlin , Schroe-
der, 1838. 8. S. Engelmann 34.
1838. G. Christian Kneise, Das Wissenswertheste für den geogra-
phischen Unterricht in Elementar- und Landschulen. Mit einem Anhänge,
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die Geographie des alten Palästina enthaltend. Reichenbach 1838. 8. S.
Engelmann 25.
1838. John Bowring, Report on the commercial statistics of Syria,
presented to both houses of Parliament, 1838. London 1840. Fol. S. van
de Velde’s Mem. 10.
1839. Palästina oder wahrhafte Beschreibung des gelobten Landes,
der Stadt Jerusalem, der Kirche des heil. Grabes etc., mit einem Anhang
der Reisen und Wunder unsers Herrn Jesu Christi , wie auch Schilderung
deijenigen Orte, wo sich die heiligen Begebenheiten zugetragen haben. Zur
Erbauung für Christen mit vielem Fleiss zusammengetragen. 3., verbesserte
Auflage. München 1839. Gr. 12. Mit 2 holzschnitten. S. Engelmann 150.
1839. Joh. Geo. Christian Woerle, Kurzgefasste Geographie nebst
einem Abrisse der biblischen Geographie für die Hand der Schüler in Volks-
schulen. 11. verbesserte und vermehrte Auflage. Stuttgart, Lubrecht, 1853. 8.
S. Engelmann 40.
1840. Friedr. August Herzberger, Kurze Einleitung in die Bibel
und historisch - geographische Darstellung der wichtigsten Länder und Reiche,
welche in der Bibel Vorkommen . . Zum Gebrauche in Schulen. Friedberg
in d. W., Bindernagel, 1840. 8. S. Engelmann 150.
1840. A. Dörle, Palästina, oder das heilige Land zu Jesu und unse-
rer Zeit in engster Verbindung mit der evangelischen Geschichte . . fttr
Schule und Haus gewidmet. Mainz, Kupferberg, 1840. Mit 1 karte von
Palästina. S. Engelmann 149.
1841. Palestine. Description göographique, historique et archöologique,
par S. Munk . . Paris, F. Didot, 1841. 8. Auch spätere ausgaben, z. b.
1845, 1856, aber stereotyp, mithin ohne Veränderungen. Mit vielen tafeln.
S. Robinson 2, 554, 3. Wander. 438. Spanisch: Historia de la Palestina 6
Tierra Santa . Por * * * Traducido al Castellano por Una sociedad literaria.
Barcelona, Liberal Barcelones, 1842. 8.
1841. Palestine: The physical Geography and natural History of the
Holy Land. By John Kitto. London, C. Knight, 1841. 8. 2 voll. Mit
vielen holzschnitten. Palestine, its Physical and Bible History. London 1841.
2 voll. S. Robinson 2, 554, Topogr. 1, LXXXVHI. The pictorial History
of Palestine and the Holy Land, including a complete History of the Jews.
London, Knight, 1844. 2 voll. Palestine, an account of its Geography and
natural History, and of the Customs and Institutions of the Hebrews. Edin-
burgh, A. and C. Black, 1858. Mit t karte. S. Petermanns geogr. Mit-
theilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 81.
1841. Mich. Görringer, Palästina oder das gelobte Land. Für den
geographisch-geschichtlichen Unterricht in den deutschen Schulen bearbei-
tet. Zweibrücken, Ritter, 1841. t6. Mit 1 kolorirten kärtchen. S. Engel-
mann 1 50.
1842. 1. Golgotham et sanctum sepulcrum extra Hierosolyma et hodierna
et antiqua etiamnunc superesse, probare studuit et hujus rei judicium Ro-
binsono, Americano, permisit Otto Thenius. Accedit tabula lithographica.
In: Zeitschrift für die historische Theologie . . von C. F. Illgen. Leipzig,
L. H. Bösenberg, 1842. 8. 4, 3 — 34. — 2. Zur Verteidigung des Christen-
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221
thums. Ton Thenius. in J. E. R. Känffer’s biblischen Stadien. Dresden
u. Leipzig, Arnold, jahrg. 1843, 122 — 167. 8. Mit 1 karte von Palästina.
Die beweisftthrung geschieht auch geographisch. — 3. Die Gräber der Könige
von Juda, vornehmlich durch Berichtigung der Topographie des vorexiliscben
Jerusalem nachgewiesen von Otto Thenius. ln Illgens Zeitschrift, 1844, 1,
3 — 60. Mit 1 plan von Jerusalem. — 4. ynöantt rpnrri Tönpn *v* Das
vorexilische Jerusalem und dessen Tempel dargestellt von Otto Thenius.
Nebst drei lithographirten Tafeln. Leipzig, Weidmann, 1849. 8. Ein er-
gänzender artikel über jene gräber findet sich in der Zts. der Deutsch,
morgenl. Gesellsch.
1843. J. Gans bKqttSi rrn btosb oder Landeskunde von
Könään nach der Stammeintheilung ; zunächst für israelitische Schulen be-
arbeitet. Paderborn, Winkler, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 149.
1843. Chstn. Hüther, Das heilige Land. Ein Handbuch zur Er-
läuterung der biblischen Geschichte. Mainz, Kunze, 1843. Gr. 8. S. Engel-
mann 150.
1843. Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte
und sein jetziger Zustand, dargestellt von Carl Johannes Ball . . Nebst
einem Grundriss von Jerusalem. Elberfeld, W. Hassel, 1843. Kl. 8. Eng-
lisch von Sophia Taylor, mit vorrede von A. M’Caul. London, B. Wertheim,
1843. 12. S. Topogr. 1, LXXXVIH.
1843. Abraham Levi Mayer, Biblische Geographie für israelitische
Schulen und zum Privatgebrauche. Nach den besten Quellen bearbeitet und
herausgegeben. Mainz, Halenza, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150.
1843. Johannes Köpf, Palästina, oder: Topographische Darstellung
des biblischen Schauplatzes, verbunden mit einer kurzen Welt- und Religions-
geschichte. Kempten, Kösel, 1843. Gr. 8. Mit 2 karten. S. Engelmann 150.
1843. J. Greve, Leitfaden beim Unterricht in der Erdkunde für Bür-
ger- und Landschulen. 2. verbesserte Auflage, vermehrt mit einem Anhänge
von Palästina. Kiel, Universitätsbuchhandlung, 1843. 8. S. Engelmann 20.
1843. Topographie de Jerusalem . . Thöse par . . Athanase J.Coquerel.
Strasbourg, G. L. Schüler, 1843. 8.
1844. Biblische Erd- und Länderkunde. Herausgegeben von J. F.
Allioli, unter Mitwirkung von L. C. Gratz. Landshut, Vogel, 1844 f. Lex. 8.
Mit 3 karten. Auch u. d. t. : Handbuch der biblischen Alterthumskunde
(unter Mitwirkung von Gratz und Haneberg). 2 voll. S. Engelmann 1094.
1844. Fr. Schwed, Die Pilgerreise nach dem heil. Lande, und Er-
lebnisse und Schicksale im Orient. Unterhaltende und belehrende Erzählung
für Jung und Alt. 2. neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Wöller, t856. 8.
S. Engelmann 153.
1844. Carl Friedr. Wilhelm Clemen, Geographie von Palästina und
jüdische Alterthumskunde . . Ein Hülfsbuch beim Religionsunterricht in Schu-
len. Cassel, Bohnö, 1814. Gr. 8. S. Engelmann 149.
1844. G. Conrad, Das heilige Land. — Kurze Darstellung des Wis-
senswerthesten aus der Geschichte und Geographie von Palästina. Zum Ver-
ständnis der heil. Schrift und zum Gebrauche für Volksschulen verfasst
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2. verbesserte Auflage. Breslau, Trewendt, 1847. 8. 3. verbesserte Auflage
das. 1857. S. Engelmann 149, 1094.
1845. 1. Palästina. Historisch -geographisch mit besonderer Berück-
sichtigung der Helmuth’schen Karte für Theologen und gebildete Bibeüeser
dargestellt von Dr. Fr. Arnold. Halle, Anton, 1845. Gr. 8. Auch mit
dieser karte das. 1845. S. Engelmann 148. — 2. Palästina, ln: Herzog* s
Real-Encyclopädie für Theologie und Kirche 11, 1 — 46. — 3. Städte und
Ortschaften in Palästina. Encyclopädie 16, 720 — 768. — 4. Zion, Jerusa-
lem. Encyclopädie 18, 592 — 649. Überhaupt sind in diesem Wörterbuche
die geographischen artikel nicht bloss von Arnold, sondern auch von Rüetschi
und Legrer (z. b. Strassen) beachtenswert!). — 5. Die Bibel, Josephus und
Jerusalem. Sammlung und Beleuchtung aller Stellen der Bibel und des Flavius
Josephus, welche auf die Topographie Jerusalems Bezug nehmen. 1. Ab-
theilung. Halle, Waisenhaus-Buchdruckerei, 1865. 2. Abth. ibi 1866. Zu
den Programmen der lateinischen Hauptschule in Halle.
1845. Carl Wegen er, Das heilige Land, oder lichtvolle Darstellung
Palästinas in seiner religiösen Bedeutung bis auf unsere Tage. Für christ-
liche Schulen. Gumbinnen, König, 1845. Gr. 8. S. Engelmann 151.
1845. L’Orient 1718 — 1845. Histoire, Politique, Religion, Moeurs . .
Par Raoul de Malherbe. Paris, Gide, 1846. 8. 2 voll.
1846. Handbuch für Reisende in den Orient. Inhalt: Die jonischen
Inseln, Griechenland, Türkei, Inseln des Archipels, Syrien, Palästina und
Aegypten. Nach eigener (?) Anschauung und den besten Hülfsquellen. Nebst
Lehren und Winken für Reisende. Stuttgart, Krabbe, 1846. 8. Mit 5 karten
und den plänen von Konstantinopel und Jerusalem. S. Engelmann 119.
1846. Theodor Westhaus, Das heilige Land. Zur Verständniss der
biblischen Geschichte und zum Gebrauch für Elementarschulen. Soest, Nasse,
1846. 8. Mit kärtchen. Palästina, oder das heilige Land zur Zeit Jesu, in
geographischen, religiösen, häuslichen und bürgerlichen Verhältnissen. Ein
Handbuch für Lehrer beim Unterricht in der biblischen Geographie, und zu-
gleich zum nützlichen Gebrauche für das Haus. Von Theodor Westhaus . .
Zweite Auflage. Nebst einer Charte von Palästina zur Zeit Jesu. Soest,
Nasse, 1856. 8. S. Engelmann 152.
1846. Georg Janas, Beschreibung des heiligen Landes in geographisch-
statistischer, archäologischer und geschichtlicher Beziehung. Ein Beitrag
zur Kenntniss der Bibel für Schulen und zum Privatgebrauch. Mit 1 nach
den neuesten Hülfsmitteln und Entdeckungen gearbeiteten Karte von Palästina
und 1 Plane von dem ehemaligen Jerusalem. Stuttgart, Belser, 1846. Gr. 8.
S. Engelmann 150.
1846. Ed. Lamprecht, Palästina, oder Leitfaden zur biblischen Geo-
graphie. Meissen, Gödsche, 1846. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und 1 ko-
lorirten doppelkupfer. S. Engelmann 150.
1846. A. W. M. Seward, Gespräche eines Vaters mit seinen Kindern
über das heilige Land, oder Geographie von Palästina in Unterredungen,
mit beständiger Hinweisung auf die heilige Schrift und mit vielen lehrreichen
Bemerkungen etc. Hamburg, Nestler, 1846. Mit 1 karte. S. Engel-
mann 151.
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223
1846« Ford. Bastler, Das heilige Land and die angrenzenden Land-
schaften. In anschaulichen Schilderungen dargestellt Leipzig, Hebenstreit,
1846. 8. Titelausgabe 1855. Auch das. 1858. S. Engelmann 149.
1846. Artaud de Montor, s. oben s. 105. Italienisch: Gonsiderazioni
sopra Gerusalemme. Napoli, Gemelli, 1847.
1847. Heinrich von Gerstenbergk , Palästina oder das jüdische Land
zur Zeit Jesu, so wie auch die wichtigsten, ausser Diesem, im Alten und
Neuen Testamente erwähnten Länder und Orte. Historisch - geographisch
beschrieben und zur Beförderung einer anschaulichen Kenntniss der biblischen
Geographie, Geschichte und Alterthumskunde ftlr gebildete Bibelleser, Leh-
rer etc. bestimmt 2. ftitel-) ausgabe. Eisenberg, Schöne, 1850. Gr. 8.
Mit 1 karte im- kupferstich. S. Engelmann 149 f.
1847. P. J. Beniner , Kurze Beschreibung und Geschichte von Palästina.
Ftlr Volksschulen bearbeitet. 3. verbesserte Auflage. Wesel, Bagel, 1852.
Gr. 12. Mit 2 karten. S. Engelmann 149.
1847. J. W. Th. Carstenn, Palästina in historisch -geographischer
Hinsicht, mit einem Anhang Uber Sitten und Gebräuche der Juden. Ein
Leitfaden für Schüler. Oldesloe 1847. 8. S. Engelmann 149.
1847. H. Petersen, Biblische Geographie, nebst einer chronologischen
Tabelle zur biblischen Geschichte . . Hamburg u. Leipzig, Schuberth, 1847.
Gr. 12. S. Engelmann 150.
1847. Gust Friedr. Ludwig Heumann, Kleine Erdbeschreibung, mit
Berücksichtigung des Preussischen Staates . . Nebst einer kurzen Beschrei-
bung von Palästina. 8. sehr verbesserte Auflage. Berlin, H. Schultze,
1847. 8. S. Engelmann 786.
1847. Le livre d’Or des familles ou*la Terre Sainte. Par J. A. L.
.Bruxelles, Wasme, 1847. Gr. 8. Mit vielen abbildungen. S. 3. Wander. 438.
1847. George Finlay, On the Site of the Holy Sepulchre. With a
Plan of Jerusalem. London, Smith, 1847. 8.
1847. Das Morgenland. 2. Bändchen: D,ie Sinaihalbinsel und das
heilige Land. Zwickau 1847. Mit 1 kärtchen. S. Engelmann 120.
1848. Lorenz Clem. Gratz. 1. Erd- und Länderkunde der heil.
Schrift für kath. Schulen und Familien zur Erläuterung der heil. Geschichte
des alten und neuen Bundes. Kempten 1848. Mit 3 karten. — 2. Schau-
platz der Heiligen Schrift oder das alte und neue Morgenland mit Rücksicht
auf die biblischen und kirchlichen Zustände. Handbuch zu dem J. F.
v. Alliolischen Bibelwerke. München, Vogel, 1858. 8. Mit 15 karten. Es
ist dies die 2., vermehrte auflage der oben 1844, s. 221, angeführten Erd-
und Länderkunde.
C. 1850. La Syrie la Palestine et la Judee P&lerinage k Jerusalem
et aux Lieux Saints. Par le R. P. Laorty-Hadji. Onzi&me ddition. Paris,
Bolle -Lasalle, 1854. 8.
1852. The Geography, Topography, and natural History of Palestine.
By F. A. Cox. . . Illustrated by Engravings. London, J. J.* Griffen, and
Glasgow, 1852. 8. S. Topogr. 1, LXXXVIII; 2, 1011.
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224
1852. Heinr. Aug. Kienemund , Palästina in geographischer und histo-
rischer Hinsicht. Zum Verständnis der biblischen Geschichte. Heiligenstadt,
Dunkelberg, 1852. 8. Palästina, oder das heilige Land. Ein Handbuch
für Lehrer und zum Hausgebrauch. Ebendaselbst 1853. 8. S. Engel-
mann 150.
1852. Bybelsch Woordenboek voor het christelijk Gezin. Uitgegeven
door W. Moll (u. a.). Amsterdam 1852. 4. 3 theile. M. D. de Bruyn
schrieb artikel für dieses Wörterbuch. •
1853. Friedr. Heinzeimann, Die Weltkunde. Leipzig 1853. Der
12. bd. enthält Aegypten und Palästina. Gratz 631.
1853. Palästina, Land und Volk. Von A. Rathgeber. Langensalza,
Schulbuchhandlung, 1853. 8. Mit 1 karte. Auch 1860. 8. Engelmann 150.
1853. £. Scheder, Palästina. Ein Leitfaden für Schulen. Breslau,
Kern, 1853. 8. S. Engelmann 151.
1853. La Terra Santa, auf dem zweiten titelblatte: La Terre-Sainte
et les Lieux illuströs par les s. Apötres. Par l’Abbd Gr . . et A. Egron.
Paris, J. Vermot, 1853. 8. 2. Ausgabe. Mit 1 karte und 48 Stahlstichen.
S. 3. Wander. 438 f.
1854. Shrines of the Holy Land. Contested by the Russian and the
Turk. London, Longman, 1854. Kl. 8. S. Topogr. 2, 1011.
1854. Carl Beiling, Der christliche Führer in das heilige Land, oder
historisch -geographische Beschreibung von Palästina. Zugleich auch erklä-
render Text zu seiner Karte von Palästina. Mit einem Anhang der häus-
lichen , religiösen und politischen Alterthümer der Hebräer vermehrt von
A. Schmitier. Landshuth, Krüll, 1854. Gr. 8. Mit 17 lithographirten an-
sichten. S. Engelmann 149.
1855. Das Heilige Land und das Land der israelitischen Wanderung.
Für Bibelfreunde geschildert von Ludwig Völter . . Mit einer Charte von
Palästina und vom Peträischen Arabien. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1855. 8.
2., vermehrte Auflage ibi 1864. Der Verfasser schrieb auch Wanderung
durch das Heilige Land für G. Plieningers Weihnachtsblüthen auf das
Jahr 1838.
1855. H. J. Wetzer und B. Welte, Kirchen-Lexicon oder Encyklopädie
der kath. Theologie und ihrer Hilfswissenschaften. Freiburg 1855. Die
geographisch -historischen artikel. S. Gratz 631. ln dieser beziehung hat
wol Winer’s biblisches Realwörterbuch weit mehr werth.
1855. Phoenicia. By John Kenrick. London 1855.
1855. Palästina. Geschildert für Schule und Haus von J. König.
Mit einer Karte des heiligen Landes. Leipzig, F. Brandstetter, 1855. 8.
1856. Ein Gang durch Jerusalem. Eine 1856 zu Jena vor einer
Gesellschaft von Damen und Herren gehaltene Vorlesung. Von A. G. Hoff-
mann. Im: Ausland, Cotta’scher Verlag, 1856, nr. 43 — 48. Vgl. Ph. Woljfs
Rundgang in der gleichen ZS., 1861, 763. S. Petzholdtfs Anz., 1863, 109.
1857. Fortsatte Vandringer i Syrien og det heilige Land. Ved L. N.
Boisen. Udgivet af Folkeskriftselskabet. Haderslev, G. Nielsen, 1857.
Kl. 8. Danske Folkeskrifter. XIX.
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225
1857. Het Heilige Land en de Landen der heilige Schrift in hunne
Natur- en Staatkundige Gesteldheid en onderlinge Betrekking. Geschetst voor
Katechisatiön, Scholen en Huisgezinnen , door H. Bakkes . . Met vier Kaartjes.
Schiedam, B. A. M. Roelants, 1857. 8.
1857. Das heilige Land. Eine kurze Beschreibung seiner heiligen
Orte und deren Umgebung, seiner Kirchen, Heiligthümer und Ablässe. Nach
den neuesten Reiseberichten für’s Volk bearbeitet von Eriedrich Willam . .
Mit 12 Ansichten und einer Karte des gelobten Landes. Einsiedeln und
New- York, Benziger, 1857. 8.
1858. A Bible Dictionary; being a comprehensive Digest of the
History and Antiquities of the Hebrews and neighbouring Nations : the natu-
ral History, Geography, and Literature of the Sacred Writings. With Refe-
rence to the Latest Researches. By J. A. Bastow. New Edition. London,
Longmann, 1859. Kl. 8. Mit holzschnitten und 1 karte. S. 3. Wan-
der. 439.
1858. Das heilige Land. Für Volksschulen und Bibelleser zum bessern
Verständniss der heiligen Schrift beschrieben von Friedr. Wilhelm Bode-
mann. Mit einer Charte von Palästina nnd einem Plane des Tempels in
Jerusalem. Hannover, Helwing, 1858. 8.
v
1858. Fr. Soffer, Palaestina neb Zem6 swatä. Pfirußka k biblickym
pribähftm. V Hradci Krälovö, 1858, Pospßil. 8. Mit 1 karte.
1859. (J. R. Macduff). Story of Bethlehem. A Book for the Young.
2 a . Edition. London, J. Nisbet, 1859. 8. Mit abbildungen.
1859. Von Hanna findet sich im armenischen kloster auf der insei
Lazaro zu Venedig eine armenisch abgefasste descrizione della s. cittä di
Gerusalemme, compilata con esamine da Hanna e Marinos, due storici.
Gerusalemme, tipografia di S. Giacobo, 1859. 8. Mit Zusätzen herausgege-
ben von B. Vartdbet Arsuni. Die Schrift enthält manche historische notizen,
die man brauchen könnte.
1860. J. A. Messmer. S. sub anno 1845 Strauss.
1860. Jerusalem and its Environs; or, The Holy City as it Was and
Is. By .. W. K. Tweedie. Boston, american Tract Society, 1860. 12. Mit
kolorirten abbildungen.
1861. Die topographische Streitfrage über Jerusalem, namentlich die
\4xqol und den Lauf der zweiten Mauer des Josephus, vom A. T. aus be-
leuchtet Von Hermann Hupfeid. (Aus dem XV. Bande der Deutschen
Morgenl. Gesellschaft besonders abgedruckt.) Leipzig, G. Kreysing, 1861. 8.
1861. Geografie von Palästina nebst ausführlicher Beschreibung der
heiligen Stätten. Von Alexander Kuttner. Mit Illustrationen und 1 Karte.
Pest R- Lampel, 1861. 8.
1861. Das alte Jerusalem und seine Bauwerke. Ein Beitrag zur
biblischen Alterthumskunde von Gustav Unruh. Mit 8 Plänen und 36 Ab-
bildungen. Langensalza, Verlags - Comptoir, 1861. Gr. 8.
1861. Der franziskaner Joseph Maria Ludwig Enjelvin. Le Soleil
de la Terre - Sainte. Paris, Regis Ruffet^ 1861. Rignon 1861 , 98.
Tobler, Bibliogr&phia. 15
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226
1862. Naar Jeruzalem en het Heilige Land. Een Reisverhaal. Naar
de geachtste en nieuwste Bronnen bewerkt door E . Gerdes Met Platen en
Kaarten. Amsterdam, de Hoogh, 1862. 8.
1862. Historical and descriptive Geography of Palestine; With Illustra-
tions. By Joseph A. Meen. London, Sunday School Union. KL 8.
1863. Will. Smith, Dictionary of the Bible, comprising its Antiqui-
ties, Biography, Geography, and natural History. With numerous Illustra-
tions. London 1860 — 63. Gr. 8. 3 voll.
1865. The Geography of Palestine, or The Holy Land . . By Walter
M° Leod. New edit. London, Longmans, 1865. 12. Mit 1 karte.
1 865. Catoghisonitjan, über die heiligen Stätten, armenisch. Konstan-
tinopel 1865, 8.
1865. C. Hergt, Palästina. Weimar, geographisches Institut, 1865. 8.
1866. Palästina, Land und Volk. Dargestellt nach biblischen Studien
von Otto Postei . . Langensalza, F. G. L. Gressler, 1866. 8.
1866. La Palestine ou une visite aux Lieux Saints Par M Uc C. Fil-
leul - P6tigny. Rouen, M^gard, 1866. 8. Offenbar eine phantasiereise.
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DRITTE ABTHEILUNG.
Ansichten und karten.
a. Ansichten.
Ich führte schon hin und wieder werke an, die sich durch ansichten
bemerklich machten oder die hauptsächlich solche enthalten. Wenn ich in der
ausscheidung nicht strenge genug verfuhr oder verfahren konnte, so suche
ich die Sache dadurch gut zu machen, dass ich hier zurückweise.
1. Der maler Erhard Rewich oder Reuwich, s. oben sub anno 1483
bei Breydenbach, s. 57.
2. Grünemberg s. 59.
3. Die holzschnitte im Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro s. 63 f.
4. Jan van Scorel, s. bei Heuter’s. 69.
5. Hermann Borculoo s. 209. Kopien nach van Senden 1, 353.
6. Be le Greche s. 72 bei Prefat.
7. Johann Zuallart s. 83.
8. Bernardino Amico s. 87.
9. Cavazzoni s. 96.
10. Eugen Roger s. 100.
11. Johannes Schauwenburgh s. 103.
12. Jean Boubdan s. 104.
13. Cornelius de Bruyn s. 114.
14. Peter Anton von Venedig s. 119.
15. Ladislaus Mayr s. 131.
16. L. F. Cassas s. 134.
17. J. A . Jakob Rotthier s. 134.
18. N. P. Aug . de Forbin 8. 144.
19. Leo de Laborde s. 150.
20. Baniel Wegelin s. 152.
21. Joseph d'Estourmel s. 153.
22. F. Arundale s. 1 55. Werthvoll sind auch die arbeiten von
F. Catherwood bei Stephen Olin und bei J. Fergusson. Vgl. Bartletfs
Walks 148.
23. Abraham v. Noroff s. 157.
24. T. Tobler s. 158.
25. Heinrich v. Mayr s. 161. ,
26. Tschemezoff 8. 166.
27. W : H. Bartlett s. 167.
15*
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28. W. F. Witts bei Williams s. 169.
29. Otto Georgi s. 172.
30. J. N. Sepp 8. 173. Nicht überall die beste auswahl.
31. Ph. Wolff s. 175.
32. F. de Saulcy s. 180.
33. A. Salzmann s. 181.
34. Maxime du Camp 8. 182.
35. C. W. M. van de Velde s. 184.
36. M \ de Vogüd s. 187.
37. Ramboux s. 188.
38. V, Guerin s. 190.
39. Messmer-Strauss (1860) bei Strauss s. 171.
40. W. M. Thomson s. 156.
41. A. Löffler bei Busch s. 198.
42. E . Pierotti s. 189.
C. 1550. Ansicht von Jerusalem, von ost, gezeichnet von J. van Lier,
im brittischen museum, ms. ex legato Banks, auf papier, nr. 15505, gr. fol.,
s. 27. Die handzeichnung scheint ziemlich gut, sie ist sehr reinlich; der
glockenthurm der grabkirche hat die vollständige höhe; das terrän ist
grossentheils gefehlt.
1810 — 14. Ansichten von Palästina, oder dem heiligen Lande; nach
Ludwig Mayer’s Originalzeichnungen mit Erläuterungen von E. F.' K.
Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1810 — 14. Quer -fol. 3 bände mit
36 kupfern. S. Engelmann 156. Englisch: Views in Palesöue, from the
orig. Drawings of L. M. With an hist, and descriptive Account of the
Country and its remarkable Places, in English and French. London, R.
Bowyer, 1840. Imp. fol. 24 kolor. tafeln. Auch: Views in Turkey in Eu-
rope and Turkey in Asia, comprising Roumelia, Bulgaria, Wallachia, Syria
and Palestine . . London, R. Bowyer, 1810. 2 th. in 1 voL fol. 71 kolor.
tafeln. S. Grässe’s Trös. 4, 456. Die Zeichnungen sind in der deutschen
ausgabe untreu. Mayer zeichnete für Sir R. Ainslie.
1837. Der maler J. M. Bernatz. 1. Bilder aus dem heiligen Lande.
40 auserwählte Original- Ansichten biblisch - wichtiger Orte, treu nach der
Natur gezeichnet von J. M. Bernatz. Mit erläuterndem Texte von G. ff.
v . Schubert. (2. Ausg.). Souvenirs pittoresques de la Terre Sainte. 40 vues
originales, dessinöes par J. M. Bernatz. Avec un texte explieatif par G. H.
de Schubert, trad. par A. Vinet. (2. ödit.) Stuttgart, J. F. Steinkopf* 1842.
Qu. gr. lex. 8. 43 bll. deutscher und französischer text. — 2. Sieben
Bilder aus dem heiligen Lande. Ein Cyclüs auserlesener Zimmer- oder
Albums -Zierden aus der grösseren Sammlung von J. M. Bernatz mit erklä-
rendem Text von G. H. v. Schubert (auf 1 blatt in 8.). Stuttgart, J. F.
Steinkopf, 1845. Qu. fol. — 3. Album des heiligen Landes. 50 ausgewählte
Original -Ansichten biblisch wichtiger Orte treu nach der Natur gezeichnet
von J. M. Bernatz. Ausgeführt in Farbendruck. Nebst einer Karte von
Palästina. Mit erläuterndem Text (englisch, deutsch und französisch) von
G. ff. v. Schubert und J. Roth. Stuttgart und Leipzig, J. F. Steinkopf,
1835. Qu. 8. S. Engelmann 156. Die Zeichnungen werden von den
, Neueste Nachrichten aus dem Morgenlande’ (Berlin) immerfort zur Verbrei-
tung ans Schaufenster gestellt, obschon sie im ganzen nicht zu empfehlen
sind, mag auch das wort treu auf dem titel stehen. Vgl. Topogr. I, CJI f.
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1838. Die klassischen Stellen des gelobten Landes nnd seine nähern
Umgebungen. Nach englischen Originalen dargestellt und mit Benützung
der Schriften Chateaubriand’s . . u. A. erläutert. Mit einem Vorwort von
Alb. Knapp. Stuttgart, Rieger, 1838. Gr. 8. Mit 24 Stahlstichen. S.
Engelmann a. a. o.
1839. Ansichten aus dem Morgenlande: Ascalon — Jaffa. — Das
Innere einer Gasse von Jerusalem (Als Titelkupfer zu G. H. v. Schubert’s
Reise geeignet). Frankfurt a. M, Schmerber, 1839. Gr. 8. Engelmann.
1841 ff. William Tipping. Dieser verbrachte in Syrien und Palästina
10 monate, immer beschäftigt, um ansichten aufzunehmen, die als illustrazio-
nen folgendem werke beigegeben sind: The Works of Josephus; a new
Translation by Robert Traill . . With Notes, explanatory Essays, and pic-
tural Illustrations. Edited by Isaac Taylor. London, Houlston, 1847 u.
1851. 8. 2 voll. Dann : The Jewish'War of Flavius Josephus . . a new Trans-
lation by . . Robert Traill . . Edited with Notes , etc. , by Isaac Taylor.
Illustrated by seventy-five Engravings on steel, from Drawings made in
Palestine expressly for this Work. London, Houlston, 1862 (neueste ausgabe).
Lex. 8. Die abbildungen sind in der regel mehr schön als treu. Übrigens
bringt Tipping manches neue, und seine bestrebungen sind in hohem grade
lobenswerth.
1842. Der maler David Roberts. 1. The Holy Land from Draw-
ings made on the Spot by David Roberts lithographed by Haghe. 1842.
Roy. fol. 3 voll. — 2. Views in the Holy Land, Syria, Egypt, Nubia,
Arabia . . With hist. Descriptions by . . Croly and W \ Brockedon . .
London 1842, 1847. Gr. fol. 4 voll. Mit 125 lithographirten tafeln und
ebenso viel Vignetten. Vielleicht ist dies ein anderer titel für das folgende
werk: Sketches in the Holy Land . . London 1844. Roy. fol. — 3. Sketch-
es in the Holy Land, Syria, Idumea, Egypt and Nubia; reduced from
the lithographs by Louis Haghe. London, Day 1855. 8. — 4. La Terre
Sainte, Vues et Monuments recueillis par David Roberts . ., avec une De-
scription historique sur chaque Planche, fidit. Bruxelles, Sociötö des Beaux
Arts, 1845. Fol. S. Raumer 18, Ritter 15, 90, W. Koner, Berliner Zeit-
schrift für Allgemeine Erdkunde, 1855, 2, 526, Grässe’s Trös. 6, 137. Ich
sah die Sketches nr. 3. Das werk ist so schwer, dass ein mann zwei bür-
den daraus machte, um es drei stunden weit her in mein haus zu bringen. Das
unbequeme ding konnte ich demnach mit aller müsse beschauen. Die ge-
lehrte weit zieht daraus keinen nutzen. Es ist für die fashionable weit, die
geldaristokratie berechnet, der es weniger daran liege, etwas wahres als
etwas splendides vor äugen zu haben. Selten befriedigt ein bild durch
naturtreue. Am meisten zeichnet sich das werk, neben äusserm prunk,
durch hohen preis aus. Vgl. Topogr. 1, CHI.
1844. Der maler Ulrich Halbreiter aus München. 1. Ansichten
aus Palästina, nach der Natur gezeichnet. 6 grosse Blätter mit 90 An-
sichten. München, Selbstverlag, 1846. In den grossen lithographirten mit-
telbildem sieht man, ausser Jerusalem, noch Bethlehem und Nazareth. —
2. Panorama Jerusalems, vom Thurme der Himmelfahrtskirche auf dem Oel- '*
berge nach der Natur aufgenommen. München, Selbstverlag, 1849. Es ist
8' lang. Ausserdem lieferte Halbreiter Zeichnungen für das strauss-mess-
mersche bilderwerk. Ich werde nicht müde, die abbildungen des gewissen-
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230
haften Halbreifer als die besten, naturgetreuesten bis zur zeit der Photo-
graphien zu preisen. Es war nicht weniger künstlerische begabung, als
muthige beharrlichkeit und hohe begeisterung für nie sache nothwendig, um
ein so ausgezeichnetes werk zu stände zu bringen. Vgl. oben s. 167. Das
panorama vom Ölberge wurde von Löffler, der selbst den Schauplatz auf-
suchte, gemalt und zwar nach einem sehr grossen massstabe von 1 00' länge
und 1 8' höhe. Dann machte es in Deutschland die runde von einer grössem
stadt zur andern, und wurde zuletzt 1856 als geschenk des künstlers und
eines theiles vom deutschen römisch - katholischen klerus dem papste Pius IX.
übersandt. In Rom wurde aber das allgemein gerühmte prachtgemälde nicht
zum genusse und zur belehrung des publicum ordentlich aufgestellt, und so
liegt es, so zu sagen, brach, die deutsche kunst in rühmloser Verborgen-
heit. Den ansichten ist je 1 blatt text in der deutschen, französischen,
italienischen und englischen spräche beigegeben, aber ein inkorrekter, und
selbst der deutsche nicht rein genug, und sonst voller irrthümer. S. Rit-
ter 16, 315, 319, Siloahquelle u. Ölb. 63, 68 f., Topogr. 1, CIV, Gratz 633.
C. 1850. Society for promoting Christian Knowledge: Scenes in the
Holy Land. After photographs.
1852. Panorama von Palästina in der Vogelperspective mit 14 Rand-
ansichten. Nürnberg, Ebner, 1852. Gr. fol. Engelmann 156.
1855. Edmund Wömdle von Adelsfried. Bilder aus dem heiligen
Lande, Photographien nach Original -Cartons. Wien, Universitätsbuch-
druckerei, 1856. Qu. fol. Wer hoffen möchte, photographien nach der natur
aus dem heil. Lande zu bekommen, den enttäuscht glücklicher weise der
titel selbst. Es ist nun aber beinahe Sünde, dass man, wie hier, das, was
Gott und mitmenschen erschaffen', etwas flüchtig abzeichnet , hingegen solche
eigne arbeit, welche nicht einmal für den stein des lithographen den rechten
werth hätte, mit der letzten Pünktlichkeit wiedergibt — zu hohem preise.
Einige ansichten haben immerhin in ihrer säubern weise für den beschauer
viel ansprechendes. S. 3. Wander. .362 f.
1855. Views in the Holy Land. With Plan of Jerusalem, Map of
Palestine and Descriptive Letterpress. 12 mo . (London 1855). Sehr nied-
liche ansichten und pläne, aber ebenso untreue, man möchte sagen, freche.
1857. Environs of Jerusalem. London, T. Nelson, 1857. 12. Mit
text. Die 1 2 ansichten sind zu keck und verrathen zu augenfällig die schnell
geflohene hand.
1858. Lays of the Holy Land from ancient and modern Poets. With
Illustrations from Original Photographs and Drawings. London, J. Nisbet,
1858. 4. Darin leidlich Jerusalem von ost aufgenommen, der bogen Ecce-
homo, Hakeldama und ein stück vom innern der stadt Jäfa.
1858. Sacred Places: A Series of ten Views in the Holy Land. With
Descriptive Letterpress. London, J. Blackwood (1858). 8. Darin z. b. steif
und untreu Jerusalem vom Ölberge aus, Gethsemane im mondscheine. Ja wol,
halb- und vollmondschein genug, so lange die mohammedaner über Palästina
herrschen.
1859. G. W. Bridge«, Palestine as it is; in a Series of Photo-
graphie Views, illustrating the Bible. London, Hogarth, 1859. S. Peter-
manns Mittheilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 318 1 ’.
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231
1859 f. Louis de Clercq. Voyage en Orient. Recueil photographique
exlcute dans les anndes 1859 — 60. 6 voll. Rignon , 1861, 98. Er reiste
mit E . G, Rey.
1861. Souvenirs de Jerusalem. Album dessind par M. le Contre-ad-
miral Francois - Edmond P&ris . . Ouvrage publid par l’escadre de la Me-
diterran 6e. Paris, Bertrand. Fol. 14 platten, 6 s. text. Die ansiebten
gehen an; nur ist nicht einleuchtend, dass die Persönlichkeit der franzosen
in denselben so auffallend figurirt.
1861. The City of our Lord. Twelve Photographs of Jerusalem.
London, R. Griffin, 1861. Gr. 4. Mit wenig text Es sind vorzügliche
Photographien.
1864. The Holy Land, Egypt, Constantinople , Athens etc.: A Series
of Photographs taken by Fr. Bedford for the Prince of Wales during the
Tour in the East; in which, by Command, he accompanied . . With De-
scriptive Text and Introduction by W. M. Thompson (Thomson?). Lon-
don 1864. 4.
C. 1864. Jerusalem und seine historisch denkwürdigen Umgebungen.
Lithographien in gr. fol.
1865. Wanderings over Bible Lands and Seas. S. oben 203.
1865. Photographs from C. Worner’s Original Drawings of the Holy
PlaceB by Schmid - Monnard. Leipzig, Hinrichs,' 1865. Fol. 34 bll. Auch:
Werner’s Jerusalem, Bethlehem and the Holy Places. Also die gleiche be-
handlung wie bei Wörndle, und das werk kommt sehr theuer zu stehen.
1866. Aloys Payer. Album von Jerusalem in 25 Ansichten aus den
heiligen Ländern. Nach photographischen Original - Aufnahmen. Wien,
Literarisch -artistische Anstalt, 1866. Qu. fol. Steintafeln in tondruck.
1866. C. Miller in Biberach übergab eine sehr schöne und befrie-
digende chromolithographische nordan sicht der stadt Jerusalem der Öffent-
lichkeit. Biberach, M. Kloos. Gr. quer -fol. Es liegt eine photographie zu
gründe.
1867. Thdr. Rabbe. Aus dem heiligen Lande. Original - Aufnahmen
auf Stein gezeichnet und in Farben ausgeführt. Mit Einleitung und Erläute-
rungen von Const. Tischendorf. Berlin, Schlawitz. Imp. -fol.
Die erfindung der photographie führte zu einem Umschwünge. Wenn
früher der künstler mit der phantasie und der pfuscher im leichtsinne man-
ches hinzu- oder hinwegdichteten, manches entstellten, wenn früher insbe-
sondere das terrän sehr nachlässig oder willkürlich behandelt wurde, so
wird man jetzt zur genüge mit treuen ansichten beschert, an denen auch die
kleinsten einzelheiten nicht fehlen, so dass der Schriftsteller in der weiten ferne
nach dem gegebenen, so weit es für das äuge erreichbar ist, ein sicheres
urtheil fällen kann. Es kommt nur darauf an, dass die photographien den
erfordernissen entsprechen und dass der künstler für den druck sie treu,
ich möchte sagen, ängstlich kopirt, während das umgekehrte verfahren ein
wahrhaft unsinniges genannt zu werden verdient. Photographien kann man
sich nun in Jerusalem und sonstwo leicht verschaffen, und mancher pilgrim
bringt sie von dort nach hause, so wie die menge kreuze nnd rosenkränze
nach altem brauch und hang.
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282
Der verstorbene leibarzt Lukas Schönlein tbeilte mir in Bamberg mit,
dass er, meines erinnerns, aus dem 15. jahrhunderte, eine grosse bildliche dar-
stellung eines pilgerzugs nach Palästina von ort zu ort besitze. Er konnte
die darstellung im augenblicke nicht finden; ich weiss übrigens bestimmt,
dass sie der literarische nachlass enthält.
b. Harten.
C. 330. Tabula itineraria Peutingeriana , herausgegeben von F. C.
Scheyb 1753, dann 1824 von der mttnchener- akademie verbessert der
Öffentlichkeit übergeben. Auch Männert gab sie 1829 heraus. Sie findet
sich ebenfalls bei Keland 2, 5. Diese karte, freilich sehr wenig inhaltreich,
ist sonst besser als manche der späteren. S. Raumer 5.
C. 1200. Göographie du moyen äge ötudiöe par J. Lelewel. Accom-
pagnöe d’atlas et de cartes dans chaque volume. Bruxelles, Pifliet, 1852. 4.
3 voll. Das werk enthält auch einschlagendes. Schade, dass der Verfasser
die alte Schrift nicht richtiger las.
C. .1250. Cod. ms. chart. bibliotb. Lansdowne im britischen museum,
nr. 253, fol. S. 197 enthält eine sehr interessante federzeichnung , eine
karte von Palästina, nach alter manier mit äusserst ungenauen distanzen
und mit ansiehten von gebäuden. Die schrift, unzweifelhaft eine kopie,
wurde abgefasst, ehe die Christen Ptolemais räumen mussten. -Es findet
sich von dieser stadt auch ein plan, welcher mit demjenigen von Marin
Sanuto verglichen werden sollte; z. b. le Cimetire Saint Nicholas ausser
der stadt, in der mitte la tur de pisanz. Von der hierosolymitanischen
gegend heisst es: Tutes cestes parties ki ore sont en la subieccion des
Sarrazins furent iadis tutes crestienes. Daher fiel auch der plan von Je-
rusalem sehr kärglich aus, nur ein quadrat mit den Worten darin: Ciuitas
omnium est ciuitatum dignissima , und rechts daneben : Cest eite ki ad nun
Jerusalem est la plus digne eite ki soit. OSO. von Jerusalem ist Bethle-
hem, 0. von beiden Nazareth, N. davon der Tabor und noch weiter gegen
N. la mer morte hingesetzt. Durch den druck schon' veröffentlicht von
M. Jomard (Paris), Monuments de la Göographie, 1 bd., 1855 et 1856,
III® partie: Pelerinage de Londres ä Jerusalem.
C. 1250. Das facsimile einer karte von Palästina, nach dem original
in Hereford, bei Jomard 1. c., V® partie. Auch diese karte ist nicht gut.
Am meere sieht man Tope (Jope), Actua ciuitas, östlich davon Gaza ciuitas.
Der plan von der ciuitas Jerusalem sieht einem mühlrade sehr ähnlich und
ist kaum brauchbar.
C. 1310. Durch Marin Sanuto Torselli (s. oben s. 32) wurde in
der kartographie ein grosser“ schritt vorwärts gethan. Zwar hat die Phan-
tasie noch überall den weitesten Spielraum; allein die karte ist, in berück-
sichtigung der maasse, in quadrate eingetheilt, und die verstösse gegen die
beziehung zu den himmelsgegenden sind viel seltener und weniger stark.
Dieselbe gewährt ein interessantes geographisches bild aus der letzten zeit
der kreuzfahrer. In belehrender weise sind manche kas teile und Ortschaften
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nach dem namen der kreuzfahrer angeführt, wie castrum Beroardi, casale
Lamberti, Bcandalinm, Faba, Abelina, Belvoir. Die legende ist jedoch in
der regel schlecht, offenbar auch irrig geschrieben oder gedruckt, und gibt
hier und da Stoff zum enträthseln. Die karte sollte nach codd. frisch heraus-
gegeben werden. Eine pergamentkarte mit der aufschrift: Marinvs Sanvtvs
Svriae Terrae loc* signavit. A. 1350. Dominicvs Pizigano fecit, bewahrt
die reichsbibliothek in Paris. Es ist eigentlich Palästina, die namen sind /
Behr verblichen und zum theil unleserlich. Der nördlichste punkt ist unweit
Tyrus und der südlichste LAR.8, d. h. El -Arisch. 8. Sitzungsberichte der
bayer. Akademie der Wissenschaften, 1866, 2, 4, s. 428 f., bericht von G.
M. Thomas.
C. 1480. Aminensis. Tractatulns totius sacrae historise elucidativus . .
Incipit prologus Arminensis in mappam Terresancte . templi domini. Ac sancte
ciuitatis Hierusalem. Ende: Et sic 6nit tractatulns totius sacre historie
elucidativus quantum ad templi salemonis omnem circumstanciam Et totius
ciuitatis ierusalem disposicionem cum suis vallibus. montibqs. fontibus, edi-
ficijs notabilioribus intus et extra Et quod preciosius est totius terre sancte
ac omnem locorum distanciam et elongacionem non tan tum ad vnius passagij
modicam enarracionem velut nostri consueuerunt ob nubila . . enarrare pe-
regrini qui vix ad xx miliaria terram illam ascendendo peragrant Sed ad
totius terre sancte loca famosiora et omnem circuitum quibus bene masti-
catis statim scietur aliquo loco textus audito quorsum directe in plagis terre
^habentur. vt quisque predicator non sicut oculo nocticoracis obtuso iudicet
istis de locis. sed velut aqailinaris inquisitor fiat eorundem verissimus enarra-
tor ..8.1. a. et typ. n. Gr. fol. Hain, Repertor. 1798. Vgl. Grässe’s
Tr^s. s. v. Ich finde keine Verwandtschaft mit dem -armenier Haithon
(Hethum). S. oben s. 31.
1522. Einen Wandteppich von sehr grossem umfang liess der pfalz-
graf Otto Heinrich anfertigen. Derselbe stellt eine unverlässliche karte des
h. Landes, insbesondere auch einen ebenso un verlässlichen plan der h. Stadt
und ihrer Umgebungen vor. Verschiedene h. stätten sind mit gothischer schrift
erklärt. Der teppich wird im baierischen nazionalmuseum zu München
aufbewahrt.
1536. ^akob Ziegler arbeitete zuerst eine genauere karte nach den
alten denkmälern aus. S. oben s. 208.
C. 1536. Karten von ungenannten. Cod. ms. nr. 337 auf der Uni-
versitätsbibliothek in München. Er bietet auf fol. 1 5 ein gar anschauliches
bild des h. Landes, gleichsam aus der Vogelschau in relief gemalt. Die
küstenorte sind auch mit den karten des kriegsministeriums und der Staats-
bibliothek zu vergleichen. Belehrendes darüber bei G. M. Thomas in seiner
abhandlung: Der Periplus des Pontus Euxinus. Nach Münchener Hand-
schriften. . (Mit einer Karte) Ingleichen der Paraplus von Syrien und Palästina
und der Paraplus von Armenien (des Mittelalters). I. Classe der k. (b.) Aka-
demie der Wissenschaften, 10. b. 1. abtheil. (1864), besonders s. 227, 279 f.
C. 1550. Agidius Tsohudi. Die karten, federzeichnungen, sind nicht
gut. 8. oben s. 209.
1557. Hierosolymitan» vrbis, totiusque Terrae promissionis tabula k
Tilmanno Stella Sigenensi confecta, et anno 1557. dedicata duci Saxoniae;
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impressa Antvverpiae. S. Adrichom. 288 a . 2. auflage in des Ortelius Theatrum
orbis terrarum, mit der inschrift: Typus chorographicus locorum in regno
Judse et Israhel, arte factus a Tilemanno Stella Sigenensi. S. Raumer 16.
1559. Vrbis Ierusalem delineatio per Adamum Reisnerum tabula pro-
tracta, et August® Vindelicorum ann. 1559. Ferdinando Imp. exhibita. excusa
Francfurti ad Moenum. S. Adrichom. 1. c.
1 572 , lieferte Montanus eine karte zu den Antiquitates judaic®. S.
Raumer 16.
1581. Heinrich Bünting (s. oben s. 209). 25. Folget nun die Taffel
des heiligen Landes, wie es gestalt gewesen als die zwölff Stämme Israel
darin gewonet. 28. Folget die Taffel der Reisen der Kinder von Israel aus
Egypten. Es ist nur eine ungefähre Veranschaulichung des h. Landes mit
wenig gebirgszeichnung.
1586. Johann Zuallart (s. oben s. 84). Die karte in seinem buche
ist kaum erwähnenswerth.
1588. Christian van Adrichom (s. oben s. 209). Sitvs Terrae pro-
missionis SS Bibliorum intelligentiam exacte aperiens : per Christianvm Adri-
chomivm. Etwa 3' laug und 1' breit. Es ist diese karte zwar sehr aus-
führlich und auch übersichtlich ; in einigen stücken aber steht sie hinter den
arbeiten des Marin Sanuto zurück. So wurde von Adrichom die küste von
Sidon bis Alexandrien in Ägypten gegen mittag gezogen; richtig biegt sie
sich von Sanuto’s ,Culfum de risu’ (golf von El -Arisch) gegen abend. Der
asphaltische und galiläische See sind auf Adrichoms karte beinahe gleich
gross; auf der von Marin Sanuto ist der todte See bedeuteud grösser. Die
karte des delfters ist eine fleissige feststellung der Ortsnamen nach der h.
sclirift und der tradizion ohne geometrische grundlage ; das terrän ist schlech-
ter gezeichnet als von Bünting.
C. 1630 (?). Orontius Fineus Delphinas Tabulam primus, ut titulus
habet, utriusque Testamenti intelligentiam, concinnavit. S. Quistorp oben
s. 212 a. a. o. s. 1070.
1633. Omnibus mappis repraesentantibus Terram sanctam; facile pal-
mam praeripit alicujus Judeei Jacobi, filii Rabbini Abrahami Justi Tabula,
quam sculpsit Abraham Goos Amstelod. , additis Ebraice ipsis nominibus
Sacr® Scriptur® famiiiaribus : Qua qui recte uti vult, adhibeat clavem, typis
Johannis Georgii, Hamburgi Anno lß?3. excusam. S. Quistorp. 1. c. Diese
karte kam mir nie zu gesicht.
1651. Sovrie ov Terre Saincte Moderne Par Ph: de la Rue, Parisien.
Paris, P. Mariette. Die karte ist interessant. Scalona wird mit Ascalon,
Alzette mit Azotus, Ybelim mit Geth identifizirt; zwischen Jamnia und Azot,
aber nahe der meeresküste, steht le Chasteau de Beroal. Es wird auch
angeführt: La Terre Sainte en 6 cartes göographiques et les traitez sur
icelles suivant ses principales divisions. Paris 1651. Fol.
1665. Christoph Heidmann (s. oben s. 212). Totius Terrae Sanct®
Delineatio. Auf dieser karte ist ein sehr grosser fortschritt bemerkbar.
Zum ersten mal sehe ich sie in längen- und breitengrade mit den minuten
eingetheilt; die distanz Verhältnisse sind weit besser; die grössenverhältnisse
des mare Galil®» et Mortuum befriedigen so ziemlich ; allein in der schraffi-
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rung des terrän gibt es noch keinen rechten fortschritt. Das gleiche urtheil
gilt von der Tab. III.: Iudaeae Conterminarumque Terrarum Delineatio, von
der Tab. IUI. : Samarise Conterminarumque Terrarum Delineatio, und von der
Tab. 111II. : Galilaeae Conterminarumque Regionum Delineatio. Auch unbiblische
namen, wie Bellefort, castrum Roberti, Saltus Domini, sind hier und da
eingetragen.
1665. Sanson (s. oben s. 212). Joh. Bapt. Homann, Judaea, seu
Palästina ob sacratissima Redemtoris vestigia hodie dicta Terra Sancta prout
olim in duodecim tribus divisa. Collectä ex tabulis Guil. Sansonij. t : 750000.
Norimberg». 8. Engelmann 154. Vgl. Bellermann 2, 134.
? Christianus Schrott adornavit tabulam, quam nuncupat Peregrinatio-
nem fidelium Dei. Quistorp. 1. c.
1709 ff. Adrian Roland (s. oben s. 213). Facies Palaestinae exmo-
numentis veteribus descripta ab Hadriano Relando. Vorne in der Palaestina.
Dieser arbeitete bis dahin weitaus am gründlichsten , indem er, die Hügel
der phantasie best möglich stutzend, sorgfältig bemüht war, die entfemungen
und Ortsrichtungen nach historischen und itinerären angaben einzuhalten.
Noch aber ist die terränzeichnung nicht besser als bei Heidmann. Man
verdankt dem Reland auch einen Conspectus Palaestinae uti a priscis incolis
fuit inhahitata tempore Josvae (h’b. I. c. 27) und Facies regionis Philistaeorum,
in qua Situs quinque urbium quas ista gens incoluit Ecronis, Asdod, Gath,
Ascalonis et Gazae testimonio scriptorum veterum confirmatus per Miliaria
Romana describitur (1, 13). Die gewährsmänner sind, ausser Eusebius und
Sofcoineiius, der Diodor von Sicilien und Antoninus Augustus (Itinerarium),
so wie der Verfertiger der peutingerschen karte. Dann auch andere kärt-
chen, unter denen ich noch hervorhebe den Conspectus Palaestinae divisae
in primam, secundam et tertiam ut erat circa initium saeculi Aerae Christianae
quinti (1, 31).
1738. Richard Pococke (s. oben s. 127 f.). Seine karte vom heili-
gen Lande und von Syrien empfiehlt sich nicht durch genauigkeit, wol aber
dadurch, dass neuere Ortsnamen eingetragen wurden.
1739. Johann Matthias Hase (s. oben s. 214). Zum Regnum Da-
vidicum gehören 6 karten, so wie die 3 blätter des Typus Aetiologicus.
S. Bellermann 2, 130, 133.
1741 ff. Jo. Christoph. Harenbergii Graecia cum confiniis (Asia
minori, Parte Palaestinae, Africa septentrionali, Jtalia &c.) ad intelligendos
scriptores N. T. 1741. Von demselben: La Palestine distribude en XH.
Tribus, dtendue par les rois David et Salomon, jüsqu’aux frontidres de Thapsac
ou d’Orontes. I: 1,100,000. 8 bll. Nuremberg 1 745. Homannische Erben.
Item : Carte de la Terre Sainte divisde selon les douze Tribus d’Israel revue
et augmentde. Nüremberg 1750. Homanns Erben. Auch kennt man von
Harenberg: Palestina seu terra a Mose et Josua occupata et inter Judaeos
distributa .. Augustae Vind., M. Seutter. 1: 1,100,000. S. Bellermann
2, 134 f., Engelmann 154.
C. 1758. La Palestine. Par le S r . d’Anville (s. oben s. 214). Po-
sition ddterminde par des distances donndes sur une Echelie rdduite au tiers.
Atlas antiquus D’Anvillianus . . Norimbergae, Officina Weigelio - Schneide-
riana, 1784. 12 bogen in Royalfol. Tab. IV — IX und XI gehören hierher.
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Ebendas, auch mit französischem text. Scala 1 : 850,000. Die karten
bei Schneider sind ein nachstich. S. Bellermann 2, 133, Engelmann 153.
D’Anville behandelte den gegenständ mit fleiss und mit wissenschaftlichem
ernste.
1759. Tobias Konrad Lotter, Terra Sancta, sive Palaestina exhibens
non solum regna vetera Juda et Israel in suas XII tribus distincta . . noviter
adornata . . Augustse Vindel. 1759. 1: 700,000. Engelmann 155.
1766 — 1774. G. A. Maas lieferte 6 karten zum werke von Bachiene
(s. oben s. 214), in denen kaum ein fortschritt bemerklich ist. Bei ihm
findet man zuerst eine spezialkarte der Umgebungen von Jerusalem mit einem
massstab nach stunden: Vorstellung der Gegend um Jerusalem oder des
Districts El-Kods (2, 1 , 440), worin auch arabische und legendennamen
Vorkommen. Vgl. Beilermann 2, 132, M. D. de Bruyn 5 (deutsch, s. wei-
ter unten j. 1845).
C. 1780. David Funcke, Novissima totius Terrae Sanctse sive Pro-
missionis descriptio. Norimbergse, J. B. Homann. 1: 1,000,000. Engel-
mann 154.
1785. La Terre Sainte divisöe en ses XII tribus et ses deux royau-
mes de Juda et dlsrael. Dressöe sur les derni&res observations. Par J. B.
Nolin. Paris, Basset, 1758. Daneben ein plan der kircbe der himmelfahrt
auf dem Ölberge, der Christusgrabkirche und eiu kleiner plan de Jerusalem
moderne sous la domination des Turcs, der aber wegen der Schlechtigkeit
gar nicht zu beachten ist.
Die französische revoluzion im letzten jahrhundert versetzte der gewöhn-
lichen Pilgerfahrt einen harten stoss ; denn Europa war mit sich selbst übrig
und genug beschäftigt. Indessen hatte der französische feldzug nach Ägyp-
ten und Palästina, den immerfort tüchtige gelehrte begleiteten, auch sein gutes,
weil von den ingenieurs, oberst Jacotin und dem artillerieofficier Paultre
laudesvermessungen vorgenommen wurden, die sich zwar, mit wenig ausnah-
men, auf die küste beschränkten.
1803. Charles Paultre, Carte physique et politique de la Syrie.
Paris 1803. Raumer 16, Ritter 15, 82.
1804. Palästina zur zeit Jesu. Aus der Beschreibung des Jüdischen
Landes von Melos. Weimar, Landes -Industrie -Comptoir, 1804. Gr. fol.
Engelmann 155.
1810. Carte topographique de l’figypte et de plusieurs parties des
pays limitrophes; levöe pendant l’Expödition de l’armöe fran§aise par les in-
gönieurs - göographes .., contruite par Jacotin. Paris 1810. 1: 100,000.
34 bll. Das memoir war veröffentlicht im 17. th. der Description de Ffigypte.
Man hält die karte für gut, doch nicht für zuverlässig in allen theilen. S.
Raumer 17, Ritter 15, 82 f., van de Velde’s Mem. 14 sq.
1810. Ulrich Jasper Seetzen (s. oben s. 140). No. 2. U. J.
Seetzens Original Charte von Peraea, dem Todten Meere und dem südlichen
Palaestina (Batanaea, Gileaditis, Ammonitis und Moabitis.) Mit Hinznfttgung
der alten Namen von Fr. Kruse. Gr. fol. Die karte, ohne gradeintheilung
und scala, ist eine blosse skizze. Viele arabische namen sind frisch einge-
tragen, und dadurch erhält die karte den hauptwerth. Vgl. van de Velde’s
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Mem. 9. Schon 1810 erschien in Gotha ein Vorläufer: Karte von Palästina,
reducirt aus den von Herrn Seetzen an Ort und Stelle entworfenen Hand-
zeichnungen. S. M. D. de Bruyn 23 f. (deutsch, s. hinten j. 1845.)
1816. Christ. Gottlieb Reichard. Palästina. Nürnberg, Campe, 1 816.
Imp. fol. S. Engelmann 155, Raumer 17.
1817. C. F. Klöden (s. oben s. 215). Karte von Palästina. S. Rau-
mer 17, Ritter 15, 83.
1822. Charte zu J. L. Burckhardts (s. oben ^ 141) Reisen in Syrien
und dem Gelobten Lande. Weimar, geogr. Institut, 1822. Gr. fol. Von
Palästina lernt man nicht viel mehr; es hätte aber in den engen raum we-
nig mehr eingetragen werden können. S. Raumer 17.
1825. A. H. Dufour, Carte de la Palestine adoptöe par le Conseil
Roy. de Flnstruction publique. Paris 1825. Nebst Analyse g^ographique
etc. Diese karte enthält schon Gauthier’s Ortsbestimmungen (1816 — 20),
Jacotin’s rekognoszirungen , Paultre’s Vermessungen. S. Raumer 17, Ritter
15, 83.
1825. G. F. Haug, Karte von Palästina zum Gebrauch beim Lesen
der Bibel. Mit einem Plane von Jerusalem. Stuttgart, Metzler, 1825. Kupfer-
stich. Roy. fol. S. Engelmann 1095.
1828, John Silk Buckingham (s. oben s. 143). Charte -von Syrien
und Palästina. Weimar, geograph. Institut, 1828. Die gehirge sind, wie-
wol willkürlich, doch ziemlich gut gezeichnet. Zum ersten mal lese ich Abu
Gosch zwischen Ramla und Jerusalem. Die karte dient wenigstens zur
Vergleichung.
1830. J. L. Grimm. 1. Palaestina. Mit dem grqpdriss von Jerusa-
lem, und Nebenkarte von Arabia petraea. Berlin, Schropp, 1830. Kolor.
Roy. fol. — 2. Karte vom Königreich Jerusalem zu Wilken’s Geschichte
der Kreuzztige. Entw. u. gez. von L. C. Grimm. Leipzig, F. C. W.
Vogel, 1832. 1 bl. gr. fol. 1: 3,000,000. Die kolorirte karte ist eine
sehr verdienstliche Arbeit, zu der auch Karl Ritter behilflich war. Das
terrän scheint fleissiger, natürlicher gezeichnet, als es bisher geschah ; allein
der raum ist zu klein, als dass er genügend die orte und namen fasst und
überall beim lesen der geschichte der kreuzzüge zur führung dienen könnte.
Es mag daher das bestreben Grimms nur als ein versuch betrachtet werden.
S. Wilken 7, vorne IV, Engelmann 154, M. D. de Bruyn a. a. o. 7, 11 f.
(s. unten 1845).
1830. J. T. Assheton, Topographisch -historische Charte von Pa-
lästina, mit 96 biblischen Vignetten. Durchgesehen und verbessert von E.
F. K. Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1830. Gr. fol. 4 bll. 1: 350,000.
In Amsterdam gab die englische karte 1828 E. Maaskamp heraus: Geo-
graphische, örtliche und geschichtliche Karte von Palästina oder dem heili-
gen Lande. S. Engelmann 153, besonders M. D. de Bruyn a. a. o. 14 ff.
1833. F. Catherwood. An outline Map of Egypt, Arabia Petraea
and Palestine. Showing Olin’s route. Compiled from the best authorities,
By F. Catherwood. Gehört zum reisewerke Olin’s. Die karte ist sehr klein
und ganz unbedeutend.
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1834. Ludwig Ehrhardt, Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch
für Bürger- und Landschulen. Nach den neuesten Hülfsmitteln entworfen.
2. Auflage. Quedlinburg, Basse, 1834. Imp. fol. 2 bolorirte bll. 8. Engel-
mann 154.
1835. Karte von Syrien den Manen Jacotin’s und Burckhardt’s ge-
widmet von H. Berghaus. Gotha, J. Perthes, 1835. Imp. fol. Hauptkarte
1: 450,000, nebenkarten 1 : 1,800,000. Die karte gehört zu Berghaus*
Atlas von Asien. Es ist dies eine ausserordentlich fleissige, jedoch noch
sehr mangelhafte und fehlerhafte arbeit. Man muss Berghaus nachrühmen,
dass er die vorhandenÄi . materiaiien mit der grössten aufmerksamkeit auf-
suchte und aufs sorgfältigste ausnutzte. Vortrefflich ist die terränzeichnung.
Fast sämmtliche randansichten sind verfehlt. Vgl. Raumer 17 f., van de
Velde’s Mem. 15 sq.
1835. Carte de la Syrie möridionale et de la Palestine, dressöe en
1835 . . par C. Callier, chef d’Escadr. au corps royal d’ötat major, d’apr&s
ses observations et reconnaisances faites en 1832 — 1833. I: 500,000.
S. van de Velde’s Mem. 4.
1835. Joh. Christ. Gotth. Schincke, Palaestina nach den jüngsten
Forschungen berichtigt, in die alten israelitischen Stammgebiete und in die
neuern jüdischen Provinzen getheilt, mit den Wegen Jesu einfach bezeichnet
und mit 5 Ansichten, 1 Plane vom alten Jerusalem . . Gezeichnet von Julius
Naumann . . Nebst : Drei Beilagen zur Erläuterung und Erleichterung beim
Gebrauche dieser Karte. Neustadt a. d. O., Wagner, 1835. Die karte in
Roy. fol. S. Engelmann 155.
1835. Karte des Heiligen Landes (nebst Plan von Jerusalem), zum
Gebrauch in Bürger- und Landschulen, nach den neuesten Hilfsmitteln ent-
worfen, zu Hempers kurzer Beschreibung des jüdischen Landes. Leipzig,
Herbig, 1835. Fol. Kolorirter kupferstich. 8. Engelmann 154.
1836. Heinrich Schneeweiss, Karte von dem Gelobten Lande und
der 40jährigen Reise der Kinder Israel, zum alten und neuen Testamente
verfertiget. (Rostock, Oeberg, 1836). Gr. fol. Engelmann 156.
1837. Carte de la Palestine, pour servir k l’intelligence des Saintes
ficritures et particuliörement k l’Histoire de notre Seigneur Jdsus Christ.
Freiburg, Herder, 1837. Gr. fol. Engelmann 154.
1837. Andreas Bram, s. oben s. 219. Engelmann 153.
1838. Eduard Robinson, s. oben s. 162. Robinson und Smith sam-
melten auf beiden reisen ein reiches material, das H. Kiepert zu karten
verarbeitete. Diese kamen mit den reisewerken heraus. Schon die karten
znm ersten reisewerke, 1840, überboten durch reichhaltigkeit und genauig-
keit alles, was bisher auf dem gebiete der palästinischen kartographie er-
schienen. Vgl. Kieperts Memoir bei Robinson, l. reise, deutsche ausgabe,
1, XL— LXXVI. Massstab I: 400,000, die nächste Umgebung Jerusalems
und das Sinaigebirge 1: 100,000. Viel verbessert war A new Map of Pa-
lestine including also Phoenicia and Ccelesyria, to accompany Prof. E. Robin-
son’s Later Bibi. Researches constructed principally from unpublished mate-
rials furnished by Ed. Robinson and Eli Smith, and other American trä-
vellers: by Henry Kiepert . . 1856. 1: 600,000. Der name der vorzüg-
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liehen beobachter und des ausgezeichneten kartographen bürgt dafür, dass
ein sehr bedeutender fortschritt einzuregistern sei. Die schrift ist zwar klein,
doch noch deutlich.
1840. Dr. Heinrich Kiepert, professor in Berlin. Nächst Berghaus
und van de Velde nimmt er wol die erste stelle unter den palästinisehen
kartographen ein. Seine arbeiten nach und für Robinson und Smith lernte
man so eben kennen. Gleichfalls für Porter’s Handbook (s. oben s. 189)
verfertigte er die karte; ebenso 1: 600,000 für die grosse und 1: 200,000
für die kleine karte. So weit ich nachsah, ist die karte für Robinson’s
Later Bibi. Res. und für Porter’s Handbook eine und dieselbe; auch den
stich besorgte der gleiche künstler, W. A. K. Johnston in Edinburg. Einzig
sind im titel die Worte : and other American travellers abgeändert in : and Rev.
J. L. Porter. Fernere kartenwerke von Kiepert sind: l. Karte von Palaestina
nach den neuesten Quellen, vorzüglich nach den Robinsonschen Untersuchun-
gen bearbeitet und gezeichnet von H. Kiepert. Herausgegeben von Carl
Ritter . Berlin, S. Schropp, 1842. Berichtigt im Jahre 1843. Roy. fol.
Lithographirt und kolorirt. 1 : 600,000. Mit nebenkärtchen nach kleinem
massstabe. — 2. Bibel -Atlas nach den neuesten und besten Hülfsquellen
gezeichnet von Dr. Kiepert. Mit Erläuterungen, die sich an das Liscosche
Bibelwerk anschliessen, und einem biblisch - geographischen Register. Berlin,
G. W. F. Müller, 1847. 4. 2. unveränderte Ausgabe 1851; 3., welcher
Peters’ Übersichtskarten beigefügt sind, 1854. — 3. Karte von Palästina
für Schulen, bearbeitet von H. Kiepert. Berlin, D. Reimer, 1857. Fol.
Kolorirter kupferstich. I: 1,000,000. Mit nebenkärtchen. — 4. Wand-
karte von Palästina für den Schulgebrauch bearbeitet. Berlin, D. Reimer,
1857. 8 chromolithographirte blätter gr. fol. 5 1 bl. text. 1: 200,000 3. ver-
besserte auflage 1866. — 5. Übersichtskarte von Palästina und Phönizien,
vorzüglich nach den Messungen und Beobachtungen von Ed. Robinson und
Ely Smith, und mit Benutzung aller bis jetzt erschienenen Reisewerke neu
construirt. Zur Erläuterung von Ed. Robinsons zweiter Reise in Palästina.
Berlin, G. Reimer, 1857. Lithographirt und kolorirt. Gr. fol. 1 : 800,000.
Mit Carton: ‘Umgebungen von Jerusalem 1 : 200,000. Vgl. Engelmann 154 f.,
1095, C. G. Kayseris Vollst. Bücher -Lexicon 15, 516*. .
1840. Kenner, Karte von Palästina, nach Grimm, Berghaus und an-
dern guten Hülfsmitteln. Mit der Beikarte von Arabia Petraea und dem
Plan von Jerusalem. Berlin, Schropp, 1840. Roy. fol. Kolorirter Stahl-
stich. S. Engelmänn 155.
1840 f. Map of Syria, constructed from the surveys and Sketches of
the undepnentioned officers in that country in 1840 1841, by Major R.
Kochfort Scott, R. Staff- Corps, under whose general direction the work was
undertaken, Majors F. H. Kobe, 87 lh Fusileers and R. Wilbraham, 7 1b Fu-
sileers , and Lieut. J. F. A. Symonds, R. Engineers. Die karte wurde in
England für das auswärtige departement gestochen, kam aber nicht in den
buchhandel und doch in die Hände der geographen. S. van de Velde’s
Mem. 5. Der name Symonds ist auch mit dem plan von Jerusalem und
mit der depression des asphaltischen Sees verbunden.
1840 — 44. Bijbel- Atlas, voornamelijk ten gebruike by de Bijbelver-
taling van den Hoogleeraar J. H. van der Palm, door G. H. van Senden.
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240
Darauf liess dieser folgen: Register op den Bijbel- Atlas of Woordenboek
der gewijde Aardrijkskunde. S, oben van Senden s. 179.
1841. T. Krause, Palaestina. Eine Charte sowohl zum Schul- als
Handgebrauch. Nach Grimm’s Charte von Palaestina bearbeitet. 4. Auflage.
Magdeburg, Mazzuchi, 1841. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll.
S. Engelmann 155.
1841. £. Scheuermann, Karte von Palästina, nebst Plan von Jerusa-
lem und Kärtchen von Africa. Aarau, Christen, 1841. Gr. 4. Kolorirt.
S. Engelmann 155.
1841. C. C. G. Zerrenner, Charte von Palaestina, nach den besten
vorhandenen Materialien entworfen und für Schulen eingerichtet. Magde-
burg, Schmilinsky, 1841. Imp. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156.
1842. Karl Ritter. S. oben unter Kiepert s. 239. Bei jenem auch:
Die Landschaft Galilaea nach Berghaus, Robinson u. Kiepert’s, und Zimmer-
mann’ö Karten, theilweise berichtigt von E. G. Schulz. Gezeichnet von H.
Lange. Zu C. Ritters Erdk. Thl. XVI. Palaestina S. 722 — 816. Mass-
stab 1: 333,333.
1 842. Jos. Fr. Allioli und L. C. Gratz , Karte des biblischen Schau-
platzes. Landshut, Vogel, 1842. Roy. fol. Lithographirt und kolorirt. Fer-
ner: Karte von Palästina nach den neuesten Hilfsquellen entworfen. Eben-
das. 1844. Roy. fol. Lith. u. kolor. S. Engelmann 153. Gratz (s. diesen
oben s. 223) gab zu seinem Werke aueh eine karte: Palästina quse nunc
est unacum Libano. Das heutige Palästina nebst dem Libanon Gebirge.
München, Vogel. Fol. Kolorirter stich. Die karte ist sehr fein, den neuem
forschungen entsprechend; allein die Orthographie hängt zu sehr an der
englischen. Es ist diese karte Tab. VI; im ganzen sind 9 tafeln.
1842. Geo. Mayr, Historische Karte von Palaestina und Arabia pe-
traea mit einem grossen Theil von Aegypten, zur Erläuterung biblischer
Geographie des alten und neuen Testaments, zugleich Uebersicht der Gegen-
wart. Nebst Grundriss der Stadt Jerusalem mit seiner Umgegend und histo-
rischer Uebersicht einiger Haupt -Zeitabschnitte in der Geschichte Palästinas.
München, Mey, 1842. Imp. fol. Kolorirter steinstich. 1: 1,009,000. S.
Engelmann 155.
1843. Joh. Valer. Kutscheit, Palaestina. Ein Karten -Tableau zur
Uebersicht der Geographie und Geschichte des heiligen Landes. (Mit 1 0
beikärtchen) 2. mit Nachträgen vermehrte Auflage. Berlin, T. Trautwein,
1843. Imp. fol. S. Engelmann 155.
1843. £. S allmann, Wand-Karte des heiligen Landes, nach den
besten Hülfsquellen, besonders auch nach den neuen Ermittelungen von Ro-
binson und E. Smith, sowie nach der von C. Ritter redigirten Karte ent-
worfen. Cassel, Fischer, 1843. Imp. fol. 2 bll. in Ölfarbendruck. S.
Engelmann 155.
1843. C. Helmuth, Karte von Palästina nach Robinson, Ely Smith
und von Schubert bearbeitet. Halle, E. Anton, 1843. Imp. Fol. Umge-
bungen von Jerusalem 1: 200,000. S. Engelmann 154.
1843. K. F. R. Schneider, Wandkarte zur biblischen Geschichte.
Jfacb den neuesten Htilfsmitteln , besonders nach den Angaben und Karten
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241 —
von E. Robinson und E. Smith, K. v. Raumer, H. v. Schubert, H. Kie-
pert etc. bearbeitet. Dresden, Naumann, 1843. Imp. fol. 6 kolorirte bll.
S. Engelmann 156.
1843. Ed. Winckelmann, Wand -Karte von Palaestina, herausge-
geben von Dan. Völter. Esslingen, Dannheimer, 1843. Imp. fol. 2 litho-
graphirte und kolorirte bll. S. Engelmann 156.
1843 ff. Ernst Gustav Schultz, s. oben s. 169.
1844. Sepp, Palaestina zur Zeit Christi. Regensburg, Manz, 1844.
Roy. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156.
1844. C. G. Bäu, Wand -Karte zum Unterricht in der Biblischen
Geschichte, für Volksschulen bearbeitet . . Mit dem Begleitungswort : Geo-
graphische Uebersicht der für die biblische Geschichte wichtigsten Länder.
Von A. Palm. 8. Stuttgart, Metzler, 1844. 45. Imp. fol. 4 lithographirte
und kolorirte bll. S. Engelmann 155.
1845. Marinus Didericus de Bruyn in Utrecht. 1. Over Carto-
graphie van Palestina. Berigt bij de uitgave eener kaart van het Heilige
Land. Amsterdam 1845. 4. Lateinisch : Brevis notitia de Palaestinae tabula
geographica quam edidit M. D. de Bruyn. Amstelodami, S. de Grebber,
1846. 4. Deutsch: M. D. de Bruyn über Cartographie von Palästina.
Aus dem Holländischen bearbeitet von Johannes Müller. Berlin, J. C. Hu-
ber, 1859. 8. — 2. Palaestina ex veteris aevi monumentis ac recentiorum
observationibus illustrata. Ed. H. Trajecti ad Rhen., Kemink, 1851. Imp. fol.
Kupferstich. S. Engelmann 153. Aus der Unterredung mit de Bruyn und
aus seiner schrift über kartographie ersehe ich, dass er es mit dieser ernst-
lich meint. Ich prüfte die karten nicht näher. Er beabsichtigte 1861 eine
neue ausgabe; später starb sein kartenstecher G. Mayr.
1845. G. A. St. Dewald, Wandkarte der biblischen Geographie. Ent-
worfen und gezeichnet für den Schulgebrauch. Erlangen, Palm, 1845.
Roy. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 154.
1845. H. Petersen, Karte der biblischen Geographie für Volksschulen.
Hamburg, Leipzig und New -York, Schuberth, 1845. Imp. fol. 2 bll. 8.
Engelmann 155. Vgl. oben s. 223.
1845. G. A. Seile. Schul-Karte von Palaestina. (Heide 1845). Fol.
4 lithographirte und kolorirte bll. Ferner: Schul-Karte von Europa, nebst
einer Biblischen Geschichts - Karte vom südwestlichen Asien. Ebendas. Roy. fol.
8. Engelmann 156; 266.
1845. C. E. Weiland, Bibel -Atlas nach den neuesten und besten
Httlfsmitteln gezeichnet und erläutert von C. Ackermann, Weimar, Landes-
industrie - Comptoir, 1845. 3. unveränderte Ausgabe das. 1855. 13 kolo-
rirte kupferstiche (karten). S. Engelmann 156.
1845. T. Tobler, s. oben s. 158. 1. Umgebung von Jerusalem nach
Messungen von Robinson und Smith, nebst Berichtigungen und Ergänzungen
von mir. 1 : 80,000. Beilage zu den Denkblättern. — 2. Karte des Lan-
des zwischen Jerusalem ostseits, B6t Dschibrln und Er-Ramleh westseits,
skizzirt. 1: 160,000. Beilage zur 3. Wanderung.
Tobler, Bibliographie. \ß
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1846. C. Obmann, Palaestina zur Zeit Jesu nnd der Apostel. — Das
Koenigreich Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Nach den zuverlässigsten
Quellen gezeichnet und gestochen. Berlin 1846. Roy. fol. 9 lithographirte
und kolorirte bll. Auch (wahrscheinlich titelausgabe) Berlin, E. Kortmann,
1864. Ferner: Palaestina von den Zeiten Mosis bis auf die Könige; Pa-
laestina zur Zeit Jesu und der Apostel ; das Königreich Jerusalem zur Zeit
der Kreuzzüge; Plan von Jerusalem; Gegend von Jerusalem bis Bethlehem.
Ebendas. 1846. Roy. fol. 1 lithographirtes und kolorirtes bl. S. Engelmann 155,
1095. Ohmanngab auch eine Schul- Wandkarte zur biblischen Geschichte heraus
bei E. Kortmann in Berlin, 1856. 9 bll. royalfol. Wenn man eine auch nur
einigermassen befriedigende karte mit einem plan von Jerusalem zur zeit
der kreuzzüge erwartet, so täuscht man sich gänzlich. Dieselbe wartet
immer noch auf den fleissigen und kundigen mann.
1846. Schulkarte von Palaestina, nach den neuesten Quellen entwor-
fen. Augsburg, Walch, 1846. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte
bll. S. Engelmann 156.
1847. Jean van de Cotte, Carte topographique de la Palestine, dressöe
d’apr&s la Carte topographique lev6e par le savant Jacotin et autres G6q-
graphes de l’Armöe d’Orient, pendaut l’Expddition Syrienne par les Gdn£raux
Buonaparte, Murat et Kldber Tan 1799, beaucoup augmentde. (Nebst: Je-
rusalem.) Bruxelles 1847. Adlerformat. Lithographirt und kolorirt Dazu:
Coup d’oeil historique, g6ographique et critique sur les Cartes topographiques
de la Palestine servant d’exphcation k notre carte. Gr. lex. 8. S. Engel-
mann 154.
1847. Jakob Schwarz, s. oben s. 154. Map of Palestine . . 5607.
Mancher ort frisch aufgenommen ; im ganzen ein machwerk.
1847. W. M. Thomson, s. oben s. 156. 1. Map of the Holy Land
and Southern Syria. Compiled from the best Sources by W. M. Thomson
1858. Fol. 2 bll. lithographirt. — 2. Lake of Tiberias and its Environs,
bolzschnitt. Beide karten gehören zum werke : The Land, letztere zu b. 2,
s. 12. Thomson fehlte ein kartenzeichner, wie Kiepert. Immerhin sind
seine karten* beachtenswerth, weil man in denselben gar manches frische fin-
det. Der verstoss Santa Saba für Santo Saba (Mär Saba) ist ein echt
amerikanischer.
1847. John Wilson, s. oben s. 168. Map of the Holy Land, with
topographical Plans of Jerusalem, Tyre, Sidon, ’Akkä*, and Beirüt. Construc-
ted For Wilson’s Lands of the Bible by W. Sr A. K. Johnston. Geogra-
phen & Engravers to The Queen. Edinburgh 1847. Imp. fol. Die litho-
graphie ist kartographisch recht schön ausgeführt; allein da Wilson keine
neuen routen wählte, so wird man sehr wenig neues finden.
1847. A. Lionnet, s. oben s. 200. Bibel -Atlas nach den neuesten
nnd besten Htilfsquellen. Zweite Ausgabe. In seiner Ersten Ausgabe 1847
und den drei 1851 — 1858 erschienenen unveränderten Abdrücken derselben
gezeichnet von Kiepert, in der vorliegenden zweiten Ausgabe in Karten und
Text völlig neu bearbeitet von A. Lionnet. Mit sieben vergrösserten durch-
weg neu gestochenen Karten und Plänen, ausführlichem Kartentexte und
umfangreichem biblisch -geographischen Namenregister. Berlin, G. W. F.
Müller, 1859. 4. Der atlas ist wenigstens praktisch eingerichtet.
1848. W. E. Lynch, s. oben s. 176. Das buch: Narrative, ent-
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h< 2 lithographirte karten in roy* fol. a. Sketch Map of tbe River Jordan,
b. Sketch Map'of the Dead Sea. Diese karten wurden dann auch im Offi-
cial Report vom Lient. M. F. Manry veröffentlicht. S. van de Velde’s
Mem. 17. Die karten sind von grosser Wichtigkeit, weil in denselben znm
ersten mal der lauf des Jordan vom galiläischen See an genau angegeben
und der küstenlauf und die grösse des todten Sees genauer bestimmt ist.
1849. A. W. Möller, Karte des Heiligen Landes zum Gebrauch für
Stadt-/ und Landschulen neu bearbeitet und nach den besten Hülfsmitteln.
6, Auflage. Essen, Bädeker, 1849. Imp. fol. Lithographirt und kolorirt.
3. Auflage Essen 1826. S. Engelmann 155, Gratz 630.
1850. F. de 8aulcy, s. oben s. 181. Die karte für die 1. reise fin-
det sich , meines erinnerns , im atlas. Das 2. reisewerk : Le Voyage en
Terre Sainte, enthält mehrere kartenstücke, die reise von Ramleh über El-
Kuböbeh nach Jerusalem (1, 81), die von da nach Hebron (1, 144), einen
theil von Ammonitis (1, 200), die reise von Dschifna nach Mesareh (2, 238),
die Umgebung von Näbulus (2, 245), die reise von Näbulus nach Dschenin
(2, 254), von da nach Nazareth (2, 258). Die arbeiten, vom Stabsoffizier
Gelis verfertigt, zeigen manchen neuen fund, den ein späterer kartograph
gehörig verwerthen wird. Interessant sind auch manche pläne, und billig
hebe ich hervor : Nivellement de Jerusalem. Exöcutd par le Capitaine d’fitat-
Major Gölis, du 18 Nov bre . au Döcembre 1863, massstab i: 5000, in letz-
terem Voyage 2, 39 und in : Les derniers jours de Jerusalem, hinten.
1851. C. W. M. van de Velde, s. oben s. 184. 1. Map of the
Holy Land, constructed by C. W. M. van de Velde . . from his own sur-
veys in 1851 and 1852; from those made in 1841 by Majors Robe and
Rochfort Scott, *Lieut. Symonds and other officers ..; and from the Results
of the Researches mäde by Lynch, Robinson, Wilson, Burckhardt, Seetzen &c.
I: 315,000. Gotha, J. Perthes, 1858. 9 bll. in kupferstich. Dazu das
sehr lesenswerthe Memoir to accompany the Map of the Holy Land con-
structed by C. W. M. van de Velde. Gotha, J. Perthes, 1858. 8. 2 bll.,
356 s. — 2. Carte de la Terre Sainte, pour servir k Tötude des Saintes
ßcritures. Paris, Reuguard, 1865. 2 bll. adlerformat. Mit text in 12. —
3. Karte von Palästina von C. W. M. van de Velde. Deutsche Ausgabe
nach der zweiten Auflage der „Map of the Holy Land”. Massstab 1: 31 5,000.
8 Blätter in Farbendruck. Gotha, J. Perthes, 1866. Roy. fol. Dazu Notes
on the Map of the Holy Land. By C. W. M. van de Velde. Second
Edition. Gotha, J. Perthes, 1865. 8. 1 bl., 48 s. Deutsch: C. W. M.
van de Velde’s letzte Reise in Palästina, 1861 — 62, und Bericht über die
neue Auflage seiner Karte des Heiligen Landes, in Petermann’s Mittheilun-
gen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1865, 188 — 191, 215 — 224, 296 —
305. Auch dieser bericht ist sehr lehrreich. S. Vivien de St. -Martin,
l’Annöe g£ogr. 1865, 150. Holländisch kam die Kaart van het heilige
Land in Amsterdam bei Kirberger 1866 heraus. Die neueste karte des
heil. Landes von van de Velde ist entschieden die beste, die wir jetzt ken-
nen. Der farbendruck spricht sehr an, und nur an wenigen stellen ist er
zu dunkel, dass die schrift etwas undeutlich wird. Auf die Schreibung der
namen wurde fleiss verwendet; nur wird der deutsche manches falsch aus-
sprechen, da die legende für den engländer berechnet ist. Die bergzeiclinung
erscheint vorzüglich gelungen. Was die genauigkeit der karte betrifft, so
lässt sie freilich hier und da zu wünschen übrig. Immerhin waren wolket-
16 *
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nem kartographen mehr posizionen zufolge astronomischer heobachtungen
und sonst zuverlässigere hilfsmittel bei der hand. Van de Velde selbst be-
reiste zweimal das h. Land, nahm messungen vor und sammelte verschiedene
beobachtungen. Aber auch dem Verleger gebührt ein preis für die unge-
wöhnlich schöne ausstattung. Vgl. 3. Wander. 432, Raumer 18.
1852. L. Holle, Schulwandkarte von Palaestina zur Zeit Jesu und
der Apostel. Wolfenbüttel, Holle, 1852. Imp. fol. 4 lithographirte und
kolorirte bll. Nr. 3 des historisch - geographischen Schulatlas. S. Engel-
mann 154.
1852. K. Ernst, Wand-Karte der biblischen Geographie. Ein Hülfs-
mittel zur Versinnlichung der biblischen Geschichte, mit Bezug auf die alte
Geschichte. Für Schullehrer - Seminarien, Gymnasien etc. bearbeitet. 2. Auf-
lage. Leipzig, Hentze, 1852. Gr. fol. 9 lithographirte bll. S. Engel-
mann 154.
1854. Viktor Guerin, s. oben s. 190. 1. Ora maritima Palaestinse
a promontorio Carmelo usque ad urbem Joppen, ex tabula geographica Kie-
perti , sed aliquot nominibus vel adjunctis, vel correctis. Sauberes kärtchen,
sonst unbedeutend. — 2. Indication des principales localitös reconnues pour
la premifcre fois par Victor Guörin en Jud£e et en Samarie et dans la Basse
Galilöe Pendant sa Mission de 1863. Roy. fol. Eine flüchtig gezeichnete
karte, in der auch bekannte, dem reisenden aber unbekannt gebliebene na-
men eingetragen sind. Vgl. van de Velde’s Notes 33.
1854. Carl Beiling, Karte von Palästina oder dem heiligen Lande
nach ältern und den neuesten besten Quellen entworfen, zum Studium der
heiligen Schrift und zum Gebrauche für Schulen. 2. von Schmiiier revidirte
Auflage. Landshut, Krüll, 1854. Imp. fol. 2 lithographirte bll. S. Engel-
mann 153. Vgl. oben s. 224.
1854. F. A. Garbs, Geographische Wandkarte zum Gebrauche beim
Bibellesen. Nebst einer Specialkarte von Palästina. Hameln, Labuske, 1854.
Imp. fol. 7 bll. Ferner: Geographische Wand -Karte zum Gebrauche beim
Bibellesen und beim Unterrichte in der biblischen Geschichte unter steter
Hinweisung auf Bibelsteilen mit Bezug auf die alte Geschichte und die Kir-
chengeschichte der ersten Jahrhunderte nebst Angabe der Völkertafel. Für
Schullehrer -Seminare, hohe und niedere Schulen, wie zum Privatgebrauche
bearbeitet. 2. wohlfeile (titel -) Ausgabe. Nebst Special -Karte von Palästina.
Hannover, Ehlermann, 1856. Imp. fol. 7 lithographirte bll. S. Engelmann
154, 1095.
1854. D. Hornung, Biblische Geschichtskarte, für Schulen bearbei-
tet . . 4. Aufl. Leipzig, F. Fleischer,' 1854. Fol. 8 bll. 8. Engel-
mann 1095.
1855. Ludwig Völter, s. oben s. 224. Palaestina & das petraeische
Arabien. Entworfen und gezeichnet von C. Baur, Verhältnis 1 : 4,87 5,000 (?).
2., veränderte Auflage 1864: Palaestina. Nach älteren Quellen (Flavius
Josephus), sowie nach den Ergebnissen neuester Forschungen und Mappi-
rungen (Kiepert, v. Raumer, Ritter, van de Velde, Wetzstein) gezeichnet und
bearbeitet vom Ingenieur Topographen G. Baur . Roy. fol. 1 : 687,500.
Pie chromolithographirte karte, wacker ausgearbeitet, hat für das äuge viel
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anziehendes. Die Schreibart ist die englische und nicht durchgehende korrekt.
Vgl. Engelmann 153.
1856. F. Handtke , Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch für
Schulen eingerichtet, und nach den besten Quellen entworfen und gezeichnet.
3. Auflage. Glogau, Flemming, 1856. Gr. fol. 4 litbographirte und kolo-
rirte bll. S. Engelmann 154, 1095.
1856. F. Eiewe , Wandkarte von Palaestina zum Gebrauche für Schu-
len eingerichtet, nach den besten Hülfsquellen entworfen und gezeichnet.
Dramburg 1856. Gr. fol. 3 lithographirte und kolorirte bll. Engel-
mann 1095.
1856. Karte von Palästina. Fulda (Müller) 1856. Qu. fol. S. Engel-
mann 1095.
1858. G. Bosen, s. oben s. 193. Die Hochthäler der Wadis Beit
Gibrln und Sür . . unter Zugrundlegung der Karte von van de Velde nach
eignen Aufnahmen entworfen von G. Rosen. Berliner - Zeitschrift für allg.
Erdkunde. Bd. 17, taf. 1. Die karte ist nicht besonders zuverlässig.
1858. Wandkarte des heiligen Landes oder Palästina. Für Schule
und Haus zusammengetragen von Heinrich Keller. Zürich, Selbstverlag,
1858. Verbessert 1865. 3 kolorirte bll. gr. querfol.
1859. E. G. Eey, s. oben s. 196. Reconnaissance topographique de
la tribu de Juda. 1: 100,000. Imp. fol. 2 bll. Die karte liefert brauch-
bares material, ist indessen im ganzen ziemlich leichtfertig ausgearbeitet.
Die neuerstellten wachtthürmchen westlich von Jerusalem haben die ehre,
mit dem deutschen worte Blockaus (blockhaus) bezeichnet zu werden.
1860. Karl von Raumer, s. oben s. 218. Karte von Palaestina
nach den zuverlässigsten alten und neuen Quellen von K. v. Raumer.
Neue berichtigte Ausgabe. 1 : 1,100,000. Farbendruck. Gotha, J. Perthes,
1860. Qu. fol. Nr. 42 h von Stieler’s Hand -Atlas. Auch hier die englische
Schreibart. Die karte zeugt von fleiss; allein der massstab ist überall zu
klein gefasst, als dass der mann der Wissenschaft belehrung schöpfen könnte.
Für den zweck des handbuchs ist jedoch die karte nicht abzurathen. Auf
derjenigen zur 3. auflage (1850) steht: von K. v. Raumer und F. v. Sttilp-
nagel. Gotha, J. Perthes, 1844. Schon 1838 hat Raumer versprochen,
in Verbindung mit v. Stülpnagel eine karte herauszugeben (Vorrede zur
2. Auflage XH). Vgl. M. D. de Bruyn’s Cartographie (deutsch) 14.
1861. Kaart van Palestina naar de beste bronnen ontworpen door
S . H. Sem6. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. Roy. fol. 2 chromolithogra-
phirte bll. 1: 420,000. Dazu: Memorie behoorende bij de kaart van Pa-
lestina door S. H. Sernö. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. 12. Die karte,
wiewol hinter der van de velde’schen weit zurückstehend, ist mit Sorgfalt
ausgeführt, und ich kenne keine karte von Palästina, die klarer, für das
äuge wolthuender wäre. Man kann nicht verhehlen, dass sich die hollän-
der grosse Verdienste auch insbesondere um die kartographische darstellung
des h. Landes erwarben.
1863. Konrad Furrer, s. oben s. 202. Karte von Palästina. Nach
C. W. M. van de Velde u. H. Kiepert entworfen und gezeichnet von Henry
Lange . 1 : 1,075,000. Fol. 1 bl. Lange zeichnete im kleinen sehr schön'
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und scharf. Die interessanten fusstouren, wie die höchst seltene längs dem
Wädi Ismain nach Ain Scherns, sind mit einer rothen linie bemerklich gemacht.
1863. H. B. Tristrain , s. oben s. 203. Routes in the Holy Land.
Schmal roy. fol. Diese karte dient weniger dazu, die geographischen kennt-
nisse zu erweitern, als vielmehr dazu, die sehr vielen, zum theile neuen
marschrouten des forschers anschaulich zu machen. Eine chromolithogra-
phirte karte: The Dead Sea to illustrate the Routes and Observations of
H. B. Tristram, ist nicht wenig unterrichtend.
1864. F. Zimpel, s. oben s. 185. Plan d’un chemin de fer de Jaffa
k Jerusalem. Constantinople 1864.. 1: 100,000. Roy. fol. Die namen
sind hier und da nachlässig, unzuverlässig geschrieben. Das kartenbild
von Wädi Hanieh, Sätäf und Ismatn ist sehr beachtenswerth.
1864. Carte du cours införieur du Jourdain, de la Mer Morte et des
rggions qni Tavoisinent. — Carte du Wady Arabah et du lit du Wady el
Jeib; par Erhard, d’apr&s M. Vignes . Paris, Lemercier, 1866.
1864. Die Länder der heiligen Schrift. Historisch - geographischer
Bibel -Atlas als Hilfsmittel zur Verständigung der heiligen Schrift und der
biblischen Geschichte. Zugleich mit Rücksicht auf die heutigen geographi-
schen Verhältnisse Palästina^, der Sinai -Halbinsel und der Ruinenfelder von
Assyrien und Babylon. Nach den besten und neuesten Hilfsquellen darge-
stellt in sieben Karten von Richard* Riese. Freiburg im Breisgau, Her-
der. Fol. Lithographirt und kolorirt. Der text liegt im langen titel.
1865. Hermann Zschokke, s. oben s. 205.
1866. Cote de Syrie: Athlit. C£sar£e. Jaffa. Position probable du
port d’Yebnah, grav6 par J. Geisendorfer. Paris, Lemercier, 1866.
1866. Vignes. 1. Carte du cours införieur du Jourdain, de la mer
Morte et des r£gions qui Tavoisinent, dress^e par Vignes . ., assistd de . .
Combe . . et publide . . en 1865. Paris, gr. adlerformat (au 240000®, 0 m ,
46 au degrd). — 2. Carte- du Wady Arabah et du lit du Wady el Jeib,
dressde par Vignes, assiste du Dr. Combe . . Paris 1865. 1 blatt vbn
gleicher grösse und mit dem gleichen massstabe. — 3. Das Extrait des
notes ist von 1 karte in 2 blättern begleitet. S. oben s. 203 und V. de
Saint -Martin’s Annde g^ographique 1866, 48.
1867. Einen Bibelatlas in 8 blättern wird nach sorgfältigen Studien
Theodor Menke bei J. Perthes in Gotha herausgeben. Dieser autor wird
das publicum auch bescheren mit einer karte von Syrien zur zeit der kreuz-
züge; nebenkarten: Terra sancta, umgegend von Jerusalem, Jerusalem, Acre.
N. X der abtheilung Orient in der von Menke besorgten 3. auflage von K.
v. Spruner’s Handatlas für die Geschichte des Mittelalters und der neuern Zeit.
1867« K. Schick, s. oben s. 205.
In den vielen atlanten finden sich noch andere karten, die ich hier
nicht berühre.
Man hat schon längst darauf gesonnen, das land in seiner ganzen ge-
staltung durch plastische darstellung der anschauung noch näher zu bringen.
Es ist schliesslich von den reliefkarten die rede.
Ehe aber an eine reliefkarte des ganzen landes hand gelegt wurde,
versuchte man, ein geoplastisches bild von Jerusalem zu geben. Schon im
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sechzehnten Jahrhundert (um 1522) liess der pfalzgraf Otto Heinrich das
alte Jerusalem in holz ausschnitzen. Alles ist aber so missrathen, dass es
keinen werth hat. Übrigens wurde ein so grosser massstab gewählt, dass
auch häuser oder überhaupt gebäude ausgeschnitzt sind. Im baierischen
nazionalmuseum zu München wird diese gut gemeinte Spielerei gezeigt. Vor
drittehalb jahrhunderten machte ein jesuit, Villalpandus (s. oben s. 210)
den versuch zu einem topographischen relief. Er stellte nämlich, wie er
erzählt (3, 1, 5) aus weicher kreide die berge, abstürze, thäler, quellen,
mauern, thürme, paläste, bürgen u. s. f. nach einem gewissen mass und
verhältniss dar, und zwar auf einfragen bei männern von verschiedenen
nazionen, zumal bei solchen, welehe sich längere zeit in Jerusalem aufhielten,
namentlich bei Leonhard Abel, bischof von Sidon, welcher Jerusalem durch-
musterte und darüber bücher schrieb. Ein exemplar schickte der geoplastiker
Philipp II., dem könig von Spanien. Ein anderer versuch fällt in das erste
viertel des letzten jahrhunderts : Die Stadt Jerusalem Mit allen Ihren Mau-
ren, Thoren, Thürmen, Tempel, Pallästen, Schlössern, auch übrigen publiqueh
und privat- Gebäuden, samt denen Thälern, Bergen, und umliegenden Ge-
genden, In einem Modell und Materiellen Fürstellung, aufgerichtet Anno
1718. Halle, Wäysenhaus. 12. 32 s. Angebunden ist die Stifts -Hütte
Mosis . . ln einem Modell und materiellen Figur aufgerichtet. Desgleichen : Der
Tempel Salomonis . . In einem eigentlichen Modell und Materiellen Fürstellung
auffgerichtet Anno 1717. Halle, Wäysenhaus. 12. 16 s. Diesem versuche
folgte: Die h. Stadt, d. i. Die Jüdische Haupt -Stadt Jerusalem, Und was
von derselben in Heil. Scbrifft angeführt wird, In einem Modell und des-
selben kurtzgefassten Beschreibung nebst beygefügten Kupffer und Register
vorgestellct von M. G. H. (Gottlieb Herrmann) P. I. C. Chemnitz, J. C.
u. J. D. Stösseln, 1729. 12. Das modell sah ich nicht, das beigefügte
kupfer ist ein machwerk, die beschreibung eine kurze, gewöhnliche. ^Relief*
pläne von Jerusalem verfertigten ferner Joseph Bürgi im Baselland 1845
und Ludwig Erbe in Stuttgart 1846, beide nach einem kleinen massstabe;
später aber gab letzterer, nicht ohne meine mitwirkung, einen viel grössern
plan von 1' 1 1 t/a" länge und 1' 7 1 / 2 " breite heraus. S. Hochstetter oben
s. 219. Vor einem Vierteljahrhundert verfertigte John Blackburn (s. oben
8. 1 66) einen reliefplan (Model) von Jerusalem und dessen Umgebung, so dass
sein Hand-book mehr als der Begleiter und eriäuterer desselben anzusehen ist.
In welchem zusammenhange dieses geoplasma mit dem nach Blackburn aus-
geführten von Edwin Smith: Model of Jerusalem . . Published by Edwin
Smith Sculptor and Modeller. Sheffield, may 1845, steht, kann ich nicht
sagen. Dies ist das kleine relief 1' 8" (Süd -Nord) zu 1' 5", nach Robin-
son. Im mai 1846 erschien ein relief nach einem weit grössern massstabe,
3' 4" zu 2' 10", scala 18" zu l engl, meile. Dazu eine gedruckte erklä-
rung: Key to the Model of Jerusalem; with short Description. Published
by Edwin Smith [third Edition]. Sheffield 1847. 12. Das titelblatt zeigt
ein abbild wie bei Blackburn , unter welchem die arbeit ausgeführt wurde.
Weiter ist ein grundriss mit 87 zahlen, nicht ohne irrthümer, beigegeben,
überall aber der Wäd, wie bei Williams, verbessert. Eduard Beck in Bern
veröffentlichte 1856 in einem winkel seiner karte einen reliefplan nach Ro-
binson - Sieber. So sauber die arbeit aussieht, so ist sie doch antiquirt, ab-
gesehen von dem irrigen gassennetze. Verwerflich ist der 1858 in Berlin
erschienene reliefplan in gips, 1' zu 10", mit sehr dürftiger textbegleitung;
gedruckt bei W. Moeser in Berlin. Sonst trat das modell ohne heimatschein
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in die weit. Musste sogar die Westseite des baram esch-scherlf wieder in
winkel verzogen werden, obscbon ad unguem bewiesen war, dass die linie
gerade läuft. Derselbe hatte die verdiente oder unverdiente ehre, dem ty-
rannen Theodor, dem christlichen könige von Habesch, als geschenk über-
sandt zu werden. Bonar empfahl 1858 (497) the neat and very correct
model . . , lately published by Mr . Green in London. Ebenso wenig als
dieses relief kenne ich j£nes in Paris nach Anicet Digard. S. Bulletin de
Toeuvre des pölerinages 1, 154. H. W. Altmüller ’ s Reliefplan von Jerusa-
lem 12V2" zu 9 3 /4" rh., kolorirt, erschien 1859. Dazu: Jerusalem nach
seiner örtlichen Lage und bedeutungsvollen Geschichte von H. W. Altmüller.
Ein Begleitwort zu des Verfassers Reliefplan vou Jerusalem. Cassel, T.
Fischer, 1859. Kl. 8. Dann: AltmüllePs Relief- Plan of Jerusalem improved
and corrected by Conrad Schick. Cassel, T. Fischer (1865; Jäfa, Löwen-
thal; Jerusalem, Spittler). Das geoplasma misst nur etwa !'□ und ist in
dieser kleinheit nicht befriedigend. Ich hielt mich unverbältnissmässig lange
bei den geoplastischen darstellungen der h. Stadt auf, wenn man daneben
die grundrisse in anschlag bringt. Als rechtfertigung vermag ich nur anzu-
führen, dass ich über die letztem eine monographie, die Planographie , ge-
schrieben habe, auf welche ich verweise, und dass die nachlese nicht reich
ausgefallen sein würde. S. Topogr. 1, XCIX f., 3. Wander. 440. Ich gehe
jetzt zu den reliefkarten über.
1722. Palästina Oder das Gelobte Land Und dessen Berühmteste
Städte, Wälder, Wüsten, Meere, Flüsse, Berge, Thäler, Höhlen, Grabmahle,
Gärten, Aecker, Weinberge, auch Gegenden derer umliegenden Länder in
einem eigendlichen Modell fürgestellet. Halle, im Wäysenhause, 1722. 12.
104 s. Mit einer karte: Delineatio Palaestinae sive Terrae Sanctae maxime
ad Ha^. Relandi mentem composita. Der text empfiehlt sich eben nicht
besonders, und das modell konnte ich nicht zur sicht bekommen.
1842. Ludwig Erbe, Karte von Palästina. In gips- und papier-
masse, kolorirt und gefirnisst. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1842. V 5" zu
1' 1". Das relief ist gefällig für das äuge.
C. 1844. Relievo Map of Palestine or the Holy Land, illustrating the
Sacred Scriptures and the Researches of Modem Travellers. Constructed
from recent Authorities and Ms. Documents in the Office of Board of Ord-
nance. Embossed Map. London, Dobbs and C. 134 Fleet Street. S. Rit-
ter 16, 315.
1845. Palästina von Jos. Bürgi bearbeitet nach der neuen Karte von Karl
Ritter. 1' 8" zu 1' 3". In gips bossirt, zudem kolorirt. Eine plumpe arbeit.
1856. Relief de la Terre-Sainte par EdT Beck. Bern, Dalp, 1856.
Gr. fol. Die Überschrift auch deutsch. S. Engelmann 1095.
1860. H. W. Altmüller, Das Heilige Land und der Libanon in plasti-
scher Darstellung nach den neuesten Forschungen. Cassel, T. Fischer, 1860.
56 zu 40 centimeter: massstab ungefähr 1: 900,000. S. Petermann ’s Mit-
theilungen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1860, 20 1\ Ich könnte in
das grosse lob nicht ganz einstimmen. — F. Altmüller: Aegypten, Sinai-
Halbinsel und Palästina, edirte einen Begleitbericht zum Reliefplane der ge-
uaunten Länder. Cassel, Fischer, 1861. Gr. 8. Mit 1 lithographirten karte
in 4.
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REGISTER.
Die anonymen Schriften finden sich hier unter , Anonymi* alphabetisch gereiht, je das erste
wort des titels voran; nur wenige titel ausnahmsweise auch sonst im alphabet.
A.
A. da Firenze 51.
Abd er-Rahman 50.
Abn Abdallah, s. el - Baschschari.
Abu el-Feda (Abulfeda) 34.
Abu el-Hasan 50.
Ackermann, C. 241.
Adamnanus 8.
Adlerberg, N. 172.
Adorno, A. 50.
Adrichom, J. v. 1, 209, 234.
Aertz, J. 48.
Aiton, J. 183.
Aitsinger 1, 209.
Albert v. Aix 13.
Alcarotti 85.
Aldersey 82.
Alexander, s. Rhein.
Alexander, bischof 148.
Ali Bei el-Abassi 140.
Allatius, L. 16.
Allen, W. 180.
Allioli, J. F. 221, 240.
Allom, T. 167. 1
Altmüller, F. 248.
Altmüller, H. W. u. F. 248.
Amico, B. 87.
Amman, H. J. 93.
Anderson, J. 180.
Anderson, H. J. 177.
Andriesz, G. 104.
Angeli, B. 126.
Angelico di Milano 212.
Angeli^ A. de 81.
Anglure, d’ 44.
Angouleme , s. Thevet
Angulo, L. de 208.
Anicet, s. Digard.
Anonymi :
A Handbook for Travellers 189.
A stränge and true Account 89.
Acht Wochen in Syrien 165.
Ansichten aus dem Morgenlande 229.
Unodetgi? 44.
Biblische Geographie 218.
Bordeauxer- pilger 5.
Carte de la Palestine- 238.
Cartulaire du S. S6pulcre 14.
Catoghisonitjan 226.
Ci orroiz lestat de la eite de Iherusa-
lem 21.
Cippi Hebraici 71.
Ciuitas Jerusalem 232.
Codice diplomatico 14.
Cöte de Syrie 246.
Das buch der geschichte 215.
Das jüdische Land 216.
Das Morgenland 223.
De dispositione Terrae S. 29.
De Famagusta 26.
De situ urbis 14.
Der Tempel Salomonis 247.
Descriptio itineris in Terram S. 18.
Descriptio sanctorum locorum 13.
Descriptio Terrae S. 23.
Descriptio veridica 30, 68.
Description de la Terra Sainte 49.
Description de la Yille Sainte 219.
Die klassischen Stellen 229.
Die peregrinatie 49.
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Die Stadt Jerusalem 247.
Drei Briefe der palästinischen Juden 160.
Drei Monate im Orient 195.
Du Saint Voyage de Jerusalem 72.
Ego iui de Accon 19.
Ein kurtze vermerckung des heyligen
Landts 208.
Ein newe, warhafftige, grlindtliche Be-
schreibung 209.
Eines Salzburgers reise 124.
Einleitung in die Bibel 219.
Environs of Jerusalem 230.
Eöthen 157.
Episode religieuse 200.
Epitome bellorum sacrorum 42.
Geographia nubiensis 15.
Gesta Francorum 13.
Guida del Pellegrino 195.
*H 'Ayta rij 97.
Haec est via ad Terram S. 26.
Handbuch ftir Reisende in den Orient
222 .
Hee sunt peregrinationes et loca terre
s. 32, 58.
Hie hebt an das buoch von dem weg
zuo dem holigen grab 50.
Hie in dem puch 44.
Hie sint mercklich die stett 208.
Hierosolima habet portas 6.
Histoire de la Terre S. 207.
Historia Hierosolymitana 13, 25.
Historisch - geographisch - statistische
Beschreibung von Palästina 219.
Ierusalem as it now is 89.
Jerusalem und seine hist, denkwürdi-
gen Umgebungen 231.
Jichus ba-Abot 71.
II libro del Passagio di Terra S. 42.
Illustrazioni in un an. viaggiatore 59.
Incipit descriptio locorum sanctorum 13
(s. Descriptio).
Informacön for Pylgrimes 51.
Innominatus, s. dies. •
Iter Hierosolymitanum 77.
Itinerarium a Bvrdigala Hiervsalem
usque 5.
Karte des h. Landes 238.
Karte von Palästina 245.
Karten, ms. 232 f.
Kosmographie mit Palästina 12.
La citez de Iherusalem 21.
La description de la Palestine 211.
La instrvttione del viaggio diHierusa-
lem 2t 1.
La Terre Sainte (1646) 211.
La Terre Sainte ou description (1819)
216.
La Terre Sainte (la Terra Santa) ou
les lieux illusträs 167, 224.
Lays of the H. Land 230.
Le Livre d’Or 223
Le Voyage de Galil6e 111.
Le voyage de la s. Cite 53.
Les passaiges doultremer 63.
Les sainctes p6r6grinations 208.
Missions - Notizen aus dem h. Lande 175.
Mittheilungen über Jerusalem 174.
(fehldruck (jjulX&c) or
"the true site of Calvary 182.
Morgenland und Abendland, s. Hail-
bronner.
Mosir el-Gharam 50.
Nach Jerusalem (gegen Frankl) 194.
Nazaret gloriosa 113.
Neueste Reise in Palästina 152.
Notizie della Missione in Terra S. 175.
Nous vous avons dit 22.
Nouveau Voyage . . de Palestine 123.
Nouvelle Relation 212. Vgl. Relation.
Dies la deuise del saincts liu de iheru-
salem 19.
Omnibus volentibus visitare sepulchrum
D. 20.
Opera nuova chiamata itinerario de
Hiervsalem 208.
Or vous dirai de la seinte cite de Je-
rusalem 25.
Palästina in historisch -geogr. Umrissen
. 217
Palästina Oder das Gelobte Land 248.
Palästina oder wahrhafte Beschreibung
220 .
Palästina sonst und jetzt 218.
Palästina und vornämlich 217.
Palästina zur Zeit Jesu 236.
Panorama von Palästina 230.
Pelgrimsreize 198.
Pellegrinaggio della* terra s. 88.
Pensieri e Riflessioni 195.
Per viam superiorem ab Accaron in s.
civitatem 18.
Peregrinationes civitatis Jerusalem 58.
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251
Peregrinationes totius Terrae S. 58.
HoßtCTb 210.
Primo de portu Brandieise, Innom. III.
Puteschestwie 151.
Qaesti sono i viaggi 35.
Reise nach dem h. Lande (nieder-
deutsch) 44.
Reise nach Jerusalem (flämisch) 44.
Reise -Skizzen aus dem Morgenlande
164. -
Relation d’un voyage de Metz & Je-
rusalem 44.
Relation fidelle du voyage de la Terre
S., s. Beaugrand. x
Relation nouvelle 104.
Relievo Map of Palestine 248.
Reyssbuch dess h. Lands 12.
Sacred Places 230.
Salzburgers, eines, reise 124.
Scenes in the H. Land 230.
Schulkarte von Palästina 242.
Secunda pars Historise hierosolimitanse
13.
Shrines of the H. Land 224.
Si quis ab occidentalibus partibus Jeru-
salem, Innominatus I.
Sketches of a Tour 195.
Souvenirs de la Terre S. 165^
Stjörn 15.
Story of Bethlehem 225.
Sytus et descriptio terre jerosolimi-
tane 23.
Tabula itineraria 232.
Teppichkarte 233.
Terra iherosolimitana 22.
The City of our Lord 231.
The Information for pylgrimes 51.
The Travels of 14 Englishmen 89.
Three Weeks in Palestine 152.
Tombeaux des Patriarches 71. [22.
Tractatus de loeis et statu sancte terre
Traitß sur lTSgypte 207.
Travels of 4 Englishmen 89.
True and Strange Discours 89.
Tvvo Journeys to Jerusalem 89.
Un P&lerinage de marins 196.
Vera e fedele Relatione 101.
Viaggio, s. Viazo.
Viaggio del Sepolcro di GesüCristo 79.
Viaggio di Gerusalemme (Venezia) fll.
Viaggio di Gerusalemme (Roma) 136
Viaggio di Gesü C. 217.
Viaggio in Terra S. 36.
Viazo (Viaggio) da Venezia al sancto
iherusalem (Sepulchro) 63.
Views in the H. Land 230.
Visitatio Ex Jaffa 81.
Von der Schickung und gestalt des h.
Grabs 49.
Voyage & Jerusalem 59.
Voyage & la Terre -Sainte 60.
Voyage en Galil6e 145.
Wanderings over Bible Lands 203.
Anshelm v. K. 65.
Antoninus Aug. 4.
Antoninus Martyr 8.
Anville, d’ 138, 214, 235.
Apianus, P. 70.
Aquilante, s Rocchetta.
Aquin, J. G. d’ 205.
Aranda, A. de 70.
Arculf 8.
Areso, J. 177.
Arfagart, s. Greffin.
Ariosto 52.
Arminensis 233.
Arnold, F. 2, 222.
Arrivabene, L. 86, 210.
Arsenios 104.
Arundale, F.155, 227.
Arvieux, L. d* 108. jp
Assheton, J. T. 237.
Aveiro (Aveyro), P. v. 74.
Aveling, T. W. 182.
Avenel, J. d’ 155.
Avezac, d’ 14.
Azals 186.
B.
Bachiene, W. A. 1, 214.
Baco, R. 307.
Badya y Leblich 140.
Bagge, H. 172.
Bagr^ef - Speransky 176.
Bakalär 60.
Bakkes, H. 225.
Baldensel 35.
Baldricus 13.
Ball, C. J. 221.
Balourdet, L. 89.
Bankes, W. J. 143, 146.
Barclay, J. T. 21, 192.
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Barclay, S. 192.
Bargäs 186.
Barlaam 121.
Barrely, D. 89.
Barsky, B. 124.
Bartlett, W. H. 167, 227.
Bartoli, B. 212.
el-Baschschäri 11.
Basil Faradsch, E. 206.
Basili, K. 174.
Basilius 49.
Bassi, A. 3, 175.
Bässler, F. 223.
Bastow, J. A. 225.
Batuta (35), s. Iben.
Baudry, s. Baldricus.
Baumgarten, M. v. 65.
Baumgartner, S. 62.
Baur, G. 244.
Bavincourt, C. de 76.
Beamont, W. 188.
Beaugrand, F. 119.
Beauiieu 123.
Beauveau, H. de 90.
Beck, E. 247 f.
Beck, J. 160.
Becq 191.
Beda, V. 10.
Beder ed-Dtn es -Serkeschi 50.
Bedford, F. 231.
Behrends, P. W. 215.
Beding, C. 224, 244.
Beke, s. Beck, G.
Beke, die 203.
Belgiojoso, s. Trivulci.
Bellermann, J. J. 2.
Belon 72.
Bemmelberg, R. v. 90.
Ben Schahin, s. el-Chalil.
B4nard, N. 96.
Benedetto, G. 119.
Benjamin, J. J. 175.
Benjamin v. Tudela 17.
Benzelius, H. 122.
Berchem, J. v. 61.
Berdini, V. 211.
Berg 199.
Bergeron, N. 108.
Berggren, J. 148.
Berghaus, H. 2, 238.
Bergk 137, 144.
252
Bernardino, s. Amico.
Bernardino, G. de 90.
Bernardus, M. 11.
Bernatz, J. M. 228.
Berthold IV. 16*
Berton 179.
Bertou, J. de 161.
Bertrandon 46.
Beskow, G. E. 200.
Besold, C. 79, 210.
Besson 107.
Bettencourt, H. 186.
Beugnot, de 21.
Beumer, P. J. 223.
Biagio, s. Terzi.
Bianco, N. 70.
Bicken, Ph. v. 57.
Biddulph, W. 89.
Billandiäre, La 130.
Binos, M. D. de 134.
BiÖrno 44.
Bisselius, J. 212. v
Blackburn, J. 166, 247. *
Blanc, Le 86.
Blondel, E. 162.
Bochart, S. 211.
Bockenberg, s. Boekenberch.
Bodemann, F. W. 225.
Bodmann, J. v. 42.
Boekenberch, J. Dirkz 78.
Boha ed-Din 23.
Boisen, L. N. 224.
Boisnard 202.
Boisot 112.
Boldensele, s. Baldensel.
Bonar, H. 3, 194.
Bongars 12.
Bonifazio v. R-, s. Stefani.
Bonjour, A. 186.
Borchardus Alimanus 27.
Borculoo, H. 209, 227.
Bordeauxer- pilger Jb.
Bor6, E. 177.
Borrer, D. 168.
Borsum, J. F. J. 146.
Botho III. 60.
Bottnya, Julo u. Tzialling van 67.
Bottu, J., de Limas 185.
Boucher de la Richarderie 2.
Boucher, J. 92.
Bouiller, E. 186.
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253
Bourassä, J.-J. 185.
Bov6 153.
Bovet, F. 197.
Bowring, J. 220.
Bräm, A. 219, 238.
Bramsen 142.
Brascha, S. 53.
Braun, S. 191.
Brebis, de 90.
Bremer, F. 199.
Bremond, G. 109.
Breuning, H. J. 81.
Braves, de, s. Savary.
Breydenbach, B. v. 55.
Bridges, G. W. 230.
Briemle, V. 121.
Brionseus, M. 209.
Brocardus, B. Burchard.
* Brocardus, Bonaventura 98. [naita 71.
Brocardus (Brochard), Bonaventura, Ber-
Brocardus, Bonaventura, Theutonicus 30.
Brocchi, G. 149.
Brockedon, W. 229.
Brocklebank, J. 201.
Brocqui^re, de la 46.
Browne, W. G. 136.
Bruiningk, H. F. v. 217.
Brun, C. de 114.
ßrunis, J. de 94.
Brunner, U. 50.
Bruno, A. 95.
Brusseri 41.
Bruyn, C. de 114.
Bruyn, M. D. de 2, 224, 241.
Bscheider, G. 134.
Buchanan, R. 196.
Buckingham, J. S. 143, 237.
Bugislaus 61. S. Dalmar.
Buhle, J. G. 130.
Buiza, B. de 207.
Bunel, L. 186.
Bünting, H. 209, 234.
Burchard v. Barby (Zionsberg) 27.
Burckhardt, missionar 149.
Burckhardt, J. L. 141, 143. 237.
feürgi, J. 247 f.
Burgo, J. B. de 113.
Burhan ed-Dln el-Fesari 50.
Burkard v. Strassburg 19.
Burrel, T. 89.
Busch, M. 198.
Btisching, A. F. 214.
Butigella, J. M. 49.
c.
C. D. S. M. 123.
C. M. D. M. 217.
Caccia, F. 115.
Caffin, F. 131.
Calaorra, J. de 212. J
Callier, C. 238.
Callot, E. v. 182.
Calme, Omer 100.
Calmet, A. 213.
Camp, M. du 182.
Campbell, A. 217.
Campo, L. dal 45.
Capodilista, G. 57.
Careri, s. Gemelli.
Carlsson, E. 127.
Carmoly, E. 23.
Carne, J. 148, 167.
Carolina, B. de 99.
Carstenn, J..W. T. 223.
Cartulaire du S. S6pulcre 14.
Casale, D. di 119.
Casola, P. 61.
Cassas, L. F. 134.
Cassini, F. 174.
Castel, J.' du 90.
Castela, H. 88.
Castillo, A. del 98.
Castlereagh 173.
Catherwood, F. 167, 227, 237.
Catoghisonitjan 226.
Caumont, v. 45.
Cavazzoni 96.
Cea, D. de 211.
Cellärius, C. 213.
Ceverio, J. 86.
el-Chalil Ben Schahin 48.
Champs, Des, s. Deschamps.
Chassagnet, L. M. M. 200.
Chateaubriand 2, 5,^M» 214. (
Chelo I. 36.
Cheron, H. 108.
Chiswell, R. 118.
Chrysanthos, s. Kamares.
Chrysanthos, patriarch 124.
Churton, s. Whitaker.
Circourt, A. de 188.
Citez (la) de Iherusalem 21.
Clarke, D. E. 137.
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254
Clemen, C. F. W. 221.
Clements, H. G. J. 191.
Clerc, Le 212.
Clercq, L. de 231.
Cöllen, F. A. 172.
Connor, J. 143, 146.
Conrad, F. W. 196.
Conrad, G. 221.
Cooke, C. 202.
Cooley, s. Eving.
Coquerel, A. J. 221.
Cornille, H. 152.
^ Cotovicus, s. Kootwyck.
Cottard, L. M. 219.
Cotte, J. v. d. 242.
Cox, F. A. 223.
Craigher, J. N. 166.
Croix, de la 112.
Croly 229.
Crome, F. G. 218.
Cubley, die 195.
Curtis, G. W. 182.
Curzon, R. 155.
D.
D. C., s. Castel, du.
D. S. A. 111.
Daldini 142.
Dalmar, M. 61.
Dal ton (pseudonym) 173.
Damas, de 190.
Damer 162.
Damoiseau 147.
^ Dandini, H. 87.
Dandolo, E. 183.
Danesi, D. 84.
Daniel 14.
Daniele, s. Casale.
Dapper, 0. 212.
Daveiro (Daveyro), 8. Aveiro (Aveyro).
De la Croix, s. Croix.
Delarotere 153.
^ Delessert, E. 180.
Deschamps, B. 110.
Des-Hayes 97.
Desmazure 144.
Desmet, P. 65. ß. Smet.
Deville, L. 201.
Dewald, G. A. S. 241.
Diaz, F. 124.
Dieterici, F. 179.
Digard, Anicet 248.
Dillen 130.
Dimiskhi 30.
Dirkz, s. Bbekenberch.
Dixon, W. H. 200.
Döbel, E. C. 156.
Dochturoff, M. N. 202.
Dodechini 63.
Domergue, C. 186.
Domingo, P. de S. 88.
Donauer, C. 65.
Dörle, A. 220.
Dorr, B. 188.
Dositheos 125.
Doubdan 104.
Droehoiowsky, J. 136.
Dufour, A. H. 237.
Dufren 214.
Dupuis, H. L. 185.
Durbin, J. B. 168.
Dusseldorp, J. 63.
E.
Ecklin, D. 75.
el - fidrisi 16.
Egen, L. 43.
Egerton, F., u. frau 164.
Egmond, J. Ä. v. 119.
Egron, A. 224. * - 'f*
Ehrenberg, H. v. 76.
Erhardt, L. 238.
Eicholz, J. H. 138.
Eldad Danita 207.
Eiiah v. Ferrara 47.
Eliot, Warburton, s. Warburton.
Elliot, C. B. 159.
Emln ed- Din Ahmed 50.
Emmerich, G. 49.
Enault 186.
Encina, J. D. 68.
Eneman, M. 121.
Engelmann, W. 3. .
Enjelvin, J. M. L. 225. Hr
Eöthen, s. Kinglake.
Epiphanios von Jerusalem 17.
Eptingen, B. v. 49.
Erbe, L. 218, 247 f.
Erhard 246.
Ernest, H. 212.
Ernst, K. 244.
Ernst, K. M. 218.
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255
Eskuche, B. L. 214.
Este, N. da 45.
Esthori, s. Parchi.
Estourmel, J. d’ 153.
Eucherius h. 207.
Eugesippus - Fretellus 1 6.
Eusebios v. Cäsarea 6.,
Eving Cooley, J. 164.
Ewald, die 16§.
Ewald, F. C. 166.
Ewald, P. 219.
Eyselsaner 48.
Eytzinger 209.
F.
Faber, J. E. 214.
Fabri, F. 53.
Failoni, G. 150.
Fallmerayer, J. P. 45, 154.
Faradsch, s. Basil.
Farnard, N. de 59, 66.
Fasbender, P. 60.
Fässler, J. G. 160,
Fauvel 99.
Fedantiola 207.
Feliciano, F. 49.
Felsecker, F. J. 166.
Ferguson, F. 202.
Fergusson, J. 204, 227.
Ferrara, s. Eiiah.
Ferrario, G. 217.
Feustel, C. 211.
Filleul-P6tigny 226.
Finlay, G. 233.
Finn, die 173.
Firenze, A. da 51.
Fischer, S. 161.
Fisher, Howe 190.
Fisk, G. 149, 165.
Fisk, P. 149.
Flaminius, L. 80.
Fleischer, H. L. 140.
Fliedner, T. 184. *
Forbes, P. 179.
-V Forbin, L. N. P. A. de 144.
Forest, de 179.
Formby, H. 164.
Forot 199.
Foucher de Chartres 12.
Frameynsperg, R. v. 42.
Frankl, L. A. 194.
Fraser, J. B. 218.
Freese, V. 60.
Frescobaldi, L. 42.
Fresquet, s. Goupil.
Fretellus, s. Eugesippus.
Fridach, J. 51.
Füessli, P. 69.
Fulcher, s. Foucher.
Funcke, D. 236.
Fürer, C. 79.
Furrer, K. 202, 245.
G.
G. A. M., s. Maas.
G. D., s. Gros.
Gabriel, franziskaner 66.
Gabryel, L. 203.
Gadow, H. 174.
Gagara, B. 101.
Galeazzo, G. 86.
Galibert, L. 167.
Gans, J. 221.
Garbs, F. A. 244.
Garcia, M. de 141.
Gari, J. A. 168.
Gasparin, de 177.
Gassot, J. 71.
Gauthier 237.
Gehlen, F. J. 170.
Geisheim 3, 47.
G61is 243.
Gemelli, G. F. 1, 115.
Gendry 200.
Gentil, E. 190.
Georg 65.
Georgi, O. 172.
Georgiewitz, B. 73.
G6ramb, M. J. de 152. t
G6rard, J. 209.
Gerdes, E. 226.
Gerson 77.
Gerstenbergk, H. de 223.
Gesenius, W. 141.
Gessert, F. F. 216. ,
Geubels, M. 133.
Geyer, B. A. 218.
Ghistele, J. v. 57.
Giraudet, G. 75.
Godefridus I. 77.
Gödern, H. v. 77.
Godjealis, J. 207.
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256
Gondek 199.
Gonsales, A. 109.
Görringer, M. 220.
Gossler, H. 170.
Goujon, J. F. 111.
Goupil Fresqnet 164.
Grand, Le, oder Legrand 134, 144.
Grange, de la 45.
Gratz, L. C. 3, 221, 223, 240.
Graul, K. 179.
*b Gravenweert 161.
Greche, de le 72.
Green 248.
Greffin, Arfagart 71 (vgl. Griffon).
Greve, J. 221.
Griffon 51.
Grimm, J. L. u. L. C. 237.
Grbben, 0. F. v. d. 113.
Gronow 130.
Gros? 186, 224.
Gramm 180.
Grtinemberg, 21.^59.
Guarmani 205.
Gucci, G. 43.
Gu6rin, V. 190, 244.
Guerrero, F. 86.
Guinaumont 206.
Gumpenberg, S. v. 47. 1
Gusman 97.
Guylforde, R. 65.
H.
H., s. Herrmann.
H. T., s. Timberlake.
Hacket, H. B. 185.
Hackländer, F. W. 165.
Hadgi Mehemmed Efendy 109.
Hahn -Hahn, I. 168.
Hailbronner, K. v. 164.
Haithon (Hethum) 31.
Halbreiter, U. 167, 170, 229.
Hamelsveld, J. v. 215.
Hamilton, J. 201.
Hanau, L. v. 57.
Handtke, F. 245.
Haneberg 61, 221.
Hanna, 225.
Harant, C. 88.
Harding 167.
Hardt, J. v. 214.
Hardy, Spence 155.
Harenberg, J. C. 235.
Harff, A. v. 62.
Harmar 214.
Hase, J. M. 214, 235.
Hasselquist, F. 130.
Hassler 138.
Hatala, P. 196.
Haug, G. F. 237.
Haukr 15.
Hault, N. de 86.
Haynes, J. 127.
Hays, Des- 97.
Haython, s. Haithon.
Heidmann, C. 212, 234.
Heinrich, s. Otto.
Heinrich der Löwe 18.
Heinzeimann, F. 224.
Helffricb, J. 78.
Helmuth, C. 240.
Heit, J. de 63.
Hempel, K. F. 216, 238.
Henne, A. 160.
Henniker, F. 147.
Hergt, C. 226.
Herrmann, G. 247.
Herschell, R. H. 168.
Hertel, s. Liechtenstain.
Herzberger, F. A. 220.
Herzog 222.
Hese, J. de 43.
Hessel van Martena 67.
Hethum, s. Haithon.
Heuter, J. 69.
Heyman, J. 119, 123.
Heyman, J. W. 120.
Hierokles, Gr. 8.
Hieronymus, h. 6 f.
Hierotheus v. Retschanin 120.
Hietling, K. 118. -
Hilber, J. 183.
Hirschfeld, B. v. 67.
Hirschinger, S. 154.
Hochstetter 218.
Hoffmann, A. G. 224.
Hoffmann, F. L. 3.
Hogg, E. 153.
Holande 216.
Holle, L. 244.
Holowinsky, X. 164.
Holthaus, D. 162.
Höpken, K. F. v. 127.
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257
Hornung, D. 216, 244.
Hoto, A. 210.
Hottinger, J. H. 71, 211.
Hovänyi 195.
Howe, s. Fisher.
Hubinger 187.
Hübner, J. 213.
Huen, N. le 56, 59.
Hunger 206.
Hupfeid, H. 225.
Huszthius 79.
Hüther, C. 221.
I. J.
J. 194.
J. A. L. 223.
I. D. 105.
J. H. y. G. 199.
J. N. F. 217.
Jäck, J. H. 2.
Jacotin 236.
Jäger, C. 102.
Jahn, A. 149.
Jahn, J. 215.
Jakob filius Abr. Justi 234.
Jakob von Paris 26.
Jakob von Vitry 23.
Jäküt el-Hamawi 25.
Jauss, G. 222.
Iben Asakir 50.
Iben Batüta 35.
Iben, el- Wardi 41.
Ibrahim, s. el-Khijäri.
Jemsel, S. ben D. 102.
Jesus Christo, J. de 145.
Jesus y Maria, F. de 213.
Ignatieff, A. 122.
Ignatius, diakon 43.
Ignaz, s. Rheinfelden.
Ingulf 12.
Innominatus, s. Anonymi.
Innominatus I. 13.
Innominatus IL 18.
Innominatus IQ. 26.
Innominatus IV. 26.
Innominatus V.. 19.
Joa, G. di 72.
Joanne, A. 196.
Johannes Würzburger 17.
Johnston, W. u. A. K. 239, 242.
Joinville, J. v. 25.
Tobler, Bibliograph».
Joliffe, T. R. 143.
Jolowicz 3.
Joly, J.-R. 215.
Jomard 232.
Jonas 104.
Jones, G. 156.
Josephus, Fl. 4.
Josten, J. 104.
Jouvin 112.
Jowett, W. 143.
Joy, E. Morry 165.
Irby, C. L. 145.
Isaacs, A. A. 195.
Isambert, E. 196.
Isermann, J. G. 77.
K.
Kabateik, Kabatnik, M. 60.
Ealtner, J. A. 191.
Kamares, C. 135.
Kamjaschott, J. B. 139.
Kaminsky 180.
Eapfmann, S. 60.
Keller, H. 245.
Kemäled-Din 50.
Kenrick, J. 224.
Kern, A. 198.
Kettner, J. 50.
Ketzel, M. 51.
el-Khijäri el-Medeni 112.
Kiechel, S. 83.
Kienemund, H. A. 224.
Kiepert 238 f., 243.
King, J. 217.
Kinglake 157.
Kinnear, J. G. 164.
Kitto, J. 2, 220.
Klöden, C. F. 215, 237.
Knapp, A. 229.
Kneise, J. C. 219.
König, J. 224.
Kootwyck, J. v. 86.
Köpf, J. 221.
Korobeinikoff, T. 82.
Körte, J. 128.
Kraemer, R. v. 204.
Krafft, W. 171.
Krause, T. 240.
Kreutzhuber, M. 159.
Kreyck, J. 53.
Kröger, J. C. 219.
17
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258
Kronecker, F. 147.
Kruse, F. 140, 236.
Kuhn, C. 160.
Kutscheit, J. V. 240.
Kuttner, A. 225.
Kuynretorff, H. 68.
L.
L., J. A. L. 223.
L. M. 228.
L. R. 127.
La Billandiäre 130.
La Porte, s. Laporte.
Laassner, F. 169.
^ Labat, J. B. 108.
^ Laborde, L. de 150.
Ladoire, M. 122.
Laffi, D. 113.
Lalanne, L. 2.
4, Lamartine, A. de 153.
Lamartine, Frau de 153.
Lamego, J. de 142.
Lamprecht, E. 222.
Lamy, B. 212.
Lange, H. 240, 245.
Langes 144.
Langlois, V. 204.
Lannois, G. de 46.
4- Laorty-Hadji 2, 133, 223.
Laporte -Dutheil (Du Theil) 134, 144.
Lartet 204.
Lasaulx, E. v. 155.
Lasor, A. 1.
Lauffen, J. v. 83.
^-Laurent, J. C. M. 24, 28, 30, 34.
Leblanc, s. Blanc.
Leduc, J. -N. 185.
Legh, L. 146.
Legrand, s. Grand.
Legrelle, A. 165, 173.
Legrenzi, A. 112.
Leiblich, J. B. 130.
Lelewel, J. 232.
Leman, U. 60.
Lengherand, G. 58.
Leob, R. 122.
Leod, W. M* 226.
Leonidas 198, 205.
Leontius 120.
Lesaige, J. 67.
L&ourviUe, de 186.
Lewin, T. 202.
Leyrer 222.
Liebetrut, F. 183,
Liechtenstein, Hertel v. 42.
Lier, J. v. 228.
Light, H. 142.
Lightfoot, J. 210.
Lindau, W. A. 138, 148.
Linden, J. v. d. 101.
Lindsay, A. W. C. 159.
Lionnet, A. 200, 242.
Lithgow, W. 93.
Lobkowitz, J. v. 60.
Lochner, H. 47.
Locke, J. 75.
Lockroy, E. 200.
Löffler, A. 198.
Loir, Du 102.
Long, Le 31, 34 f.
Lorent, J. A. 168.
Lorenzen, J. N. 198.
Loritz, U. 191.
Lotter, T. K. 236.
Lotze, H. 67.
Louet, E. 201.
Löuwenstein, A. zu 77.
Löwisohn, 8. 216.
Lowthian, J. 168.
Lucas, P. 122.
Luchino, s. Campo (L. dal).
Ludolf v. Sudheim 39. -
Ludwig, G. 204.
Ludwig, J., zu Nassau 61.
Lukianoff, J. 120.
Lusiguan, S. 131.
Lussy, M. 8?.
Luynes, de 203.
Lynch, W. F. 176, 242.
M.
M., C. M. D. M. 217.
M. G. H., s. Herrmann.
Maas, G. A. 214, 236.
Macduff, J. R. 225.
Madden, R. R. 150.
Madox, J. 149.
Magni, G. 113.
Makarius 120.
Malan, S. C. 193-
Malaucenne, E. J. v. 98.
Malherbe, R. de 222.
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Mangles, J. 145.
Mann, M. 191.
Männert, C. 215.
ManseJl, A. L. 201.
Mansuroff, B. 197.
Mantegazza, S. 90.
Manzius, A. 170.
Marcellus, de 147.
Marcet, A. 215.
Margolionth, M. 177.
Mariano v. Siena 46.
Marignola, J. v. 42.
Marinelli 187.
Marinos 225.
V Mariti, G. 59, lfo,
Marmier, X. 2, 172.
Marmont, A. F. L. V. de 155.
Martena, H. v. 67.
Matzek, J. 183.
Maundeville, J. 36.
Maundrell, H. 116.
Mauritius 15.
Maurokordatos 125.
Maximilian in Bayern 161.
Mayer, A. L. 221.
Mayer, L. 217, 228.
Mayer, P. 191.
Mayr, G. 240 f.
Mayr, H. v. 161.
Mayr, J. H. 141.
Mayr, J. L. 187.
Mayr, L. 130.
Medina, A. 66.
Medschir ed-Dtn 61.
Meen, J. A. 226.
Meggen, J. de 72.
Mehnert, O. 197.
Meier, U. 90.
Meletius 125, 136.
Melos, J. G. 216, 236.
Menke, T. 246.
Mergenthal, H. v. 51.
Merion (Merryon) 143.
Messmer, J. A. 225.
Messmer u. Strauss 171 f.
Metzger, J. B. 116.
Meunier, N. 182.
Meusel, J. G. 1.
Michael a SS. Trinitate 133.
Michaud 151.
Michon, J. H. 181.
Milano, s. Angelico.
Millard, D. 166.
Miller, C. 231.
Millius, D. 214.
Mills, J. 202.
Mirebel, C. 58.
Mislin, J. J78. - <•4-'
Missions -Notizen aus <föm h. Lande 175.
Mocquet, J. 93.
Mohammed Ben Mahmud 50.
Moll, W. 224.
Möller, A. W. 243.
Molyneux 176.
Monceaux, Des 111.
Monconys, B. de 103.
Mondaini, A. 133.
Monro, s. Vere.
Montanus 234.
Montefiore, die 150.
Montevilla, J. 38.
Montor, A. de 105, 223.
Moore, H. 160.
Moreson, J. 51.
Morin, E. 60.
Morison, A. 118.
Morone, M. 105.
Morry, E. Joy 165.
Mott, M. 203.
Mottraye, A. de la 116.
Mourawieff, A. M. 151.
Munk, S. 2, 220.
Müller, K. L. M. 138.
Müntzer, W. 76.
Myller, A. M. 125.
Myrike, B. de 71.
Myrike, H. 114.
H.
Nali, B. di 60.
Napier, E. 165.
Nassau, J. L. zu 61.
Nau, M. 110. ' A- *j-
Naumann, J. 238. *
Nazaret gloriosa 113.
Neale, F. A. 174.
Neitzschitz, G. C. 102.
Neret 124. x
Neumann, G. F. L. 223.
Neumann, E. F. 45.
Neumann, W. A. 19, 22, 26, 33.
iNewbold 173.
17*
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260
Niebubr, C. 132.
Niklaus 15.
Nitzsch, W. L. 214.
Noe 64. S. auch Blanco.
Nolin, J. B. 236.
Noroff, A. v. 4, 14, 157.
Nowgorod, S. v. 42.
Nowikoff 137.
Nugent 170.
0 .
Obermayer 135.
Obicini, T. 210.
Oderico, Oderieus^ 34.
Oertel 83. Vgl. ÖrtL
Ohmann, C. 242.
Ohnesorge, E. 185.
Olgiati, C. 102.
Olin Stephen 164.
Olshansen, J. 218.
Oosterroyck, J. de 207.
Orontius Finens 234.
Örtl, E. 77.
Osborn, H. S. 194.
Othmar 17.
Otto Heinrich 233, 247.
P.
P. ä S. T. 99.
P. J. y. L. 199.
P. M. S. 199.
Pacifique, s. Provins.
Palerne, J. 81.
Palestrina, A. di 215.
Pallme, J. 155.
Palmblad, W. F. 216.
Palmer 176.
Pammer, J. 199.
Pantaleon, Pantaleam, Pantaliam, Panta-
liäo, s. Aveiro.
Pantaleon, Jak. 26.
Paoli, S. 14.
Parchi 33.
Pardieu, C. de 179.
Paris, F.-E. 231.
Paris, M. 25.
Parsons 149.
Parthenios 171.
Parthey, Gr. 149.
Parvilliers 129.
Pascha, J. 70.
Passerhammer, J. 46.
Pasuello, A. 193.
Patterson, J. L. 180.
Paul, L. 202.
Paulo, C. a S. 211.
Paulo * L. a divo 105.
Paultre, C. 236.
Paulus 131.
Paxton, J. D. 159.
Payer, A. 231.
Pelchinger, A. 49.
Pell6, C. 167.
Perdikas 26.
Perrier, F. 164.
Perrier, R. 139.
Perugia (Perusinus), G. di 62.
Pesenti, C. P. 93.
Petachia 19.
Petermann, H. 186.
Petersdorff, C. 210.
Petersen, H. 233, 241.
Petersen, T. E. 194.
Petrarca, F. 208.
Petzholdt, J. 3.
Peutingeriana tabula 232.
Pfeiffer, I. 165.
Pfinzing, G. 47.
Pfyffer, R. 83.
Philipp, graf 47.
Philippe, C. 71.
Philippus a SS. Trinitate 98.
Philippus: Glorios« 26.
Phokas, J. 20.
Pierotti, E. 189.
Pietr’ Antonio von Venedig 119.
Pigeory, F. 180.
Pipino, F. 33.
Pissidios, S. 129.
Plagon, H. 21.
Pleschtschjeew, S. 133.
Plessing, J. F. 215.
Plettenberg 49.
Pli tt, T. 183.
Pock, J. J. 121.
Pococke, R. 127, 235.
Poggibonzi, N. di 4t.
Poiret, F. 203.
Portaeis, J. 165.
Porte, s. Xaporte-Dutheil.
Porter, J. L. 189, 239.
Positi, J. 207.
Possot, D. 70.
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261
Postei, G. 71.
Postei, 0. 226.
Poujoulat 151.
Poujoulat, B. 151, 160.
Poullet 107.
Prefat, U. 72.
Pressensä, E. de 204.
Prime, W. C. 194.
Prince, S. J. 188.
Prisac, W. 189.
Prokesch, A. 150.
Provins, P. v. 97.
Prack, W. G. v. 79.
Pückler- Muskau, H. v. 161.
Pursher, W. 167.
Pursperg, C. v. 94.
a.
Quaresmio, F. 96.
Quien, le 214.
Quistorp, J. 212.
B.
R., s. L.
Rabbe, Th. 231.
Radulfus, s. Raoul.
-V Radzivil, C. 83.
Rafalowitsch 176.
Ragor, H. H. 75.
Raguse, due de 155.
Raimond d Agiles 13.
Ramboox 188.
Rammstein, L. 144.
Rantzow, H. 98.
Raoul (Radulfus) v. Caen 13.
Rathgeber, A. 224.
Rattenberg, G. v. 70.
Rau (bei Shaw) 124.
Rau, C. G. 241.
Raumer, K. v. 3, 218, 245.
Rauwolf (Rauchwolflf), L. 79.
Rebren, L. 127.
Regnault 73.
Regnaut, A. 73.
Reichard, C. G. 237.
Reinke, L. 201.
Reissner, A. 209, 234.
Reiz, H. 114.
Reland, A. 4, 213, 235.
Renan, E. 200.
Renner 239.
Retschanin, H. v 120.
Rewich, E. 57, 227.
Rey, E. G. 196, 231, 245.
Reybaud, L. 151.
Reymann, N. 120.
Reynaud, C. 170.
Reyssbuch dess h. Lands 12.
Rhein, A. bei 61.
Rheinfelden, I. v. 106.
Rhodes, A. 197.
Riant, P., Pälerinages des Scandinaves 15.
Ribera, s. Rivera.
Ribes, R. 98.
Riccoldo da M. di Croce 30.
Richardson, R. 145.
Richter, 0. F. v. 142.
Ricoldus 30.
Riess, R. 246.
Riewe, F. 245.
Rigaud 205. ~ |
Rignon, F. 3.
Rinuccini, A. 50.
Ritchie, W. 195.
Ritter, K. 2, 140, 215 f., 237, 240.
Rivera, F. H. de 68.
Riviäre, C. de 65.
Robe, F. H. 239.
Robert (1747) 214.
Robert, abt 122. .
Robert, mönch 12.
Roberts, D. 229.
Robertson 160.
Robertus 123.
Robinson, E. 2, 21, 162, 238.
Robinson, G. 151.
Robledo, A. 197.
Rocchetta, A. 88.
Rochfort Scott 239.
Roger, E. 100. ^
Rogers, M. E. 192.
Röhr, J. F. 216.
Römer, die 174.
Roque, La 108, 114.
Rosen, G. 193, 245.
Rosenmtiller, E. F. K. 2, 144, 215, 237.
Rosenmüller, F. L. 145.
Röser, J. 156.
Roth, J. R. 159.
Röth, M. 57.
Rotthier, J. A. J. 134.
Rozel, C. Du 102.
I Roztere, E. de 14.
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262
Rue, de la 234.
Rüetschi 222.
Russegger, J. 160
Russell, A. u. P. 136.
Russell, M. 218.
S.
S. L., s. Lusignan.
Sachse, J. G. 213.
Saint -Aignan, L. de 203.
Saint -G6nois, J. de 24.
Saint -Gennain, C. d. 108.
Saint -Martin, Viv. de 2.
Samte -Maure, C. de 123.
Saintine, P. G. 196.
Salfinger, J. B. 195.
Salignac, B. de 69.
Salle, E. de 161.
Sallmann, E. 240.
Salzbacher, J. 159.
Salzmann, A. 181.
Salzburger, ein 124.
Samuel Bar Simson 23.
San Domingo, P. de 88.
San Francisco, E. de 105.
Sanctissima Trinitate, M. a. 133.
Sanctissima Trinitate, P. a. 98.
Sancto Paulo, C. a 211.
Sancto Paulo, L. a 105; 212.
Sanderson86, 112.
Sandie, G. 201.
Sandys, G. 91.
Sanseverino, s. Severmo.
Sanson 212, 235.
Santa Cecilia, L. di 129.
Santissimo Sacramento, J. de el 124.
Sanuto, M. 32, 232, 234.
Sarebruche, S. de 44.
^ Saulcy, F., de 1£0, 243.
Savary, F., de Braves 90.
Savonarola, R 1.
Säwulf 13.
Saxe 124.
Schachten, D. v. 57.
Schaffter, A. 175.
Schahab ed-Dln 50.
Schahin, s. el-Chalil.
Schauwenburgh, J. 103.
Scheder, E. 224.
Scheelen, v. 217.
Schegg, P. 206.
Scheidt, H. 78, 94.
Scherer, H. 199.'
Scheuermann, E. 240.
Scheyt, s. Scheidt
Schick, K. 205, 248.
Schickler, F. 198.
Schiferle, J. 184.
Schildtberger 44.
Schilling, W. 174.
Schincke, J. C. G. 238.
Schlegel, K. T. 165.
Schleyer, M. 123.
Schlünkes, F. 205.
Schmid, s. Fahrt
Schmid, B. 123.
Schmid, F. 53.
Schmid, P. 78.
Schmidt, J. A. F. 218.
Schmidt, J. J. 214.
Schmidt, K. A. L. 219.
Schmidt, K. B. 215.
Schmidt, V. 201.
Schmitter, A. 224, 244.
Schneeweiss, H. 238.
Schneider, K. F. R 240.
Scholz, J. M. A. 147.
Schreber, J. C. D. 127.
Schrödter, J. 136.
Schrott 235.
Schuber, M. 177.
Schubert, F. A. 219.
Schubert, J. G. v. 159, 228.
Schulthess, J. H. 176.
Schultz, E. G. 21, 169, 240 f.
Schultz, S. 131.
Schulz, E. W. 183.
SchUrpff, H. 62.
Schutte, R 128.
Schwaiberger 126.
Schwallart, a. Zuallart
Schwarz, J. 154, 242.
Schwarz, Isr. 154.
Schwed, F. 221.
Schweigger, S. 81.
Schweitzer, L. W. 189.
Schwerdt, H. 156.
Scorel, J. v. 69.
Scott, 8. Rochfort
Seetzen, U. J. 140, 236.
Seifert, C. 188.
Seile, G. A. 241.
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263
Senden, J. G. v. 2, 179, 227, 239.
Sepp, J. N. 173, 228, 241.
Sem6, S. H. 245.
Sesse, J. de 210.
Severlno, B. de S. 48.
Sew&rd, A. W. M. 222.
SeycUitz, M. v. 76.
Shaw, T. 123.
Shonw 179.
Sieber, F. W. 145.
Siena, M. da 46.
Sigoli, S. 43.
Silvester 120.
Simonowitsch 116.
Skalhölt 15.
Skinner 156.
Süsansky, L. 108.
Smet, P. de 65.
Smith, Edwin 247.
Smith, EU 162 f.
Smith, J. 112.
Smith, S. 201.
Smith, W. (Di^ionnary) 226.
Soarez, A. 75.
Soffire, F. 225.
Solik, J. C. 121.
Solis, F. de 211.
Somer, J. 86.
Sophronios 8. •
Soriano, s. Suriano.
Spence, s. Hardy.
Spencer, J. A. 179.
Sprecher, J. A. 25.
Sprengel. M. C. 136.
Stain, P. v. 70.
Stammer, G. v. 105.
Stanhope, H.143.
Stanley, A. P. 188.
Standenrans, A. 217.
Stebbing, EL 167.
Steebroek 65.
Stefani, B. 73.
Stegemann, C. F. 146.
Steiner, J. G. 98.
Steinhart, G. 131.
.SteUa, T. 233.
Stephan der Spanier 11.
Stephan v. Nowgorod 42.
Stephens, J. L. 158.
Stern, V. 118.
Stewart, B. W. 188.
Stochove, J. V. 99.
Stockar, H. 68.
Stockman, W. 90.
Stöger, J. N. 200.
Stolz, A. 191.
Strahlheim, C. F. 219.
Strand 130, 133.
Stranss, F. A. 171.
Stranss, G. 198.
Strigl, J. 195.
Stuck, G. EL 1.
StUlpnagel, F.v. 245.
Stulz, EL 68.
SuchanofF, A. 104.
Sachen oder Sudheim, L. v. 39.
Suriano, F. 58.
Surius, B. 103. ~
Sveci, s. Sancto Paulo, L. a.
Symeon % 129.
Symonds, J. F. A. 239.
T.
T. B., s. Barrel.
T. B. J., s. Joliffe.
Tabula itineraria Peutinger 232.
Taylor, B. 185.
Taylor, I. J. S. 151.
Tenerreyro, A. 73.
Terwencoren, E. 165.
Terzi, Biagio 213.
Thenaud, Thenauld 66.
Thenius, O. 220.
Theoderich, Theodericus 18.
Theodoras 7.
Theotonius 14.
Thetmar, Thietmar 24.
Theudemund 11.
Thävenot, J. de 106. -
Thevet, A. 73.
Thiele, H. 177.
Thomas, J. 185.
Thomas, G. M. 22, 154, 233.
Thompson, K. 127.
Thomson, W. M. 156, 242.
Thrupp, J. F. 182.
Thunger 73.
Tjeenk, J. 215.
Timberlake, Timbertake 89.
Timberly 112.
Tipping, W. 229.
Tischendorf, K. ftt, 231.
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264
Tobin, K. 189.
Tobler, T. 3, 7 f., 13, 18, 21, 24, 26, 33,
157, 176, 241.
Tollot, 126.
Traub, L. 219.
Tressan, de 104.
Tristram, H. B. 203, 246.
Trivulci, C. 183.
Troilo, F. F. v. 110.
Tschernezoff 166.
Tschudi, Ä. 209, 238.
Tschudi, L. 67.
Tuch, F. 8, 112. .
Tücher, J. 52.
Tudebove 12.
Turner, W. 142.
Turner, W. M. 199.
Turner, künstler 167
Turpetin 122.
Tweedie, W. K. 225.
Tydeman 124.
Tyrius, Guil., s. Wilhelm v. Sür.
Tzialling y. Bottnya 67.
U.
Umanetz, A. 179.
Ungenannte, s. Anonymi.
Unger 204.
Unruh, G. 22b.
Urban IV. 26.
Uri v. Biel 71.
V.
Valiani, L. 149.
Valle, P. della 95.
Vall6e 195.
Vartabet Arsuni 225.
Vaulchier, H. de* 191.
Velde, C. M. v. de 3, 158, 184, 243.
Venezia, P. A. da 64.
Venzow, H. 129.
Vera, de, s. Ceverio.
Vere Monro 155.
Vergne, P. de la 104.
Verhaeghe, L. 202.
Vemet, H. 164.
Vignes, L. 203, 246.
Villalpandus, J. B. 210, 247.
■ 4 - Villamont, de 85.
Villinger, P. 78.
Vinsauf, W. 23.
Vißino, J. N. 160.
Vitry, J. de (Vitriacus) 23.
Vlaming, A. de 79.
Vogel, D. 53.
Vogü6, M. de 14, 21 f., 187.
Volney, C. F. 135. , _ --
Völter, L. 224, 241, 244.
Vos, A. de 97.
Vrieze C.-L. de 212.
Vulcain, A. 211.
W.
Wacek, F. J. 172.
Wächter, P. 62.
Walter, B. 85.
Wanckel, N. 66.
I Warburton, E. 170.
Wedel, L. v. 81.
j Wegelin, D. 152.
Wegener, C. 222.
Weikard, G. F. 217.
Weiland, C. F. 241.
Weissenburg, W. 208.
Welleba, W. F. 217.
| Weller H. 52.
! Wells, E. 213.
Welsch, H. 211.
Welte, B. 224.
Werner, C. 23t.
Weschniakoff 137.
Westhaus, T. 222.
Westphal 149.
Wetzer, H. J. 224.
Wey, W. 48.
Weyand, J. K. 146.
Whitaker Churton 176.
Wiburn, W. 207.
Wichmannshausen, J. C. 214.
Wietz, J. K. 217.
Wilbraham, R. 239.
Wilbrand v. Oldenburg 24.
Wild, J. 91,
Wilde, W. R. 161.
Wildenbruch, v. 170.
Wilhelm Ul. v. Sachsen 49.
Wilhelm v. Sür 20.
Willam, F. 225.
Williams, G. 21, 48, 169.
Willibald, h. 10.
Willis, R. 169.
Wilson, J. 168, 242.
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265
Wilson, W. Rae 146.
Winckelmann, E. 241.
Winer, G . B. 216.
Wischensky, H. 120.
Wittman, W. 136.
Witts, W. F. 169.
Woerle, J. Q. C. 220.
Wolcott, S. 166.
Wolff, M. S. 148.
Wolff, P. 174 f., 224.
Wolkonsky 199.
WolsJri, T. S. A. 126'
Wonner 185.
Woodcock, W. J. 177.
Wormbser, J. 77.
Wörndle, E. 230.
Würzburger, J. 17.
Y.
Yepes, R. de 209.
Z.
Zeebout, A. 58.
Zerrenner, C. C. G. 240.
Ziegler, A. 186.
Ziegler, J. 208, 233.
Zillebeke, J. v. 66.
Zimmermann, C. 169.
Zimpel, F. 185, 246.
Zosimus 46.
Zschokke, H. 205.
Zuallart, J. 83, 234.
Zülnhart, W. v. 61.
Zwinner, E. 107.
Druck von J. B. Ilirschfeld in Leipzig.
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